Jerusalem

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Wie soll mit Jerusalem verfahren werden?

Die Stadt muß zwischen Israelis und Palästinenser geteilt werden!
47
23%
Jerusalem gehört den Israelis!
74
36%
Jerusalem gehört den Palästinensern!
18
9%
Jerusalem sollte eine Stadt unter UN-Verwaltung werden!
45
22%
Keine Ahnung!
19
9%
 
Abstimmungen insgesamt: 203
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Vongole
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Re: Jerusalem

Beitragvon Vongole » Di 23. Okt 2018, 14:35

Und weiter in diesem Theater:

Sicherheitskräfte der PA haben einen Amerikaner palästinensischer Herkunft festgenommen, weil er verdächtigt wird, in Ost-Jerusalem
ein Immobiliengeschäft mit einem Juden abgeschlossen zu haben:
https://www.jpost.com/Arab-Israeli-Conf ... 1e9R-j--zg
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Antonius
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Re: Jerusalem

Beitragvon Antonius » Mo 29. Okt 2018, 14:40

Am gestrigen 22. Sonntag nach Trinitatis, dem 30.Sonntag im Jahreskreis,
haben wir im Lateinischen Hochamt in der Theatiner-Kirche in München gebetet:

Lauda Ierusalem, Dominum, lauda Deum tuum, Sion.
(Jerusalem, lobsinge deinem Gott, Zion.)

http://www.theatinerkirche.de/index.php?cID=9
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
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Re: Jerusalem

Beitragvon van Kessel » Mo 29. Okt 2018, 23:21

Würde Jerusalem in den Status eines eigenen Staates versetzen. Ähnlich wie der Vatikan, mit eigener Regierung, Budget (aus den Einnahmen von Pilgern). Weder Moslems, Juden oder eine andere Glaubensgemeinschaft kann und darf einen Gebietsanspruch (oder gar Eigentumsanspruch) reklamieren.
Schutz dieses Status durch die UN. Der Staat Jerusalem kann auf seinem Hoheitsgebiet Botschaften für Israel und Palästina oder wem immer zulassen. Gewählt wird nach demokratischen Regeln ein Oberhaupt, welcher sich vor seiner Wahl, strikt als religionsneutral bezeichnet und verhält.
Dieser Staat Jerusalem hat keine Schutzmacht außer der UNO. Religionsausübung aller Religionen ist gewährleistet und wird zugeteilt (Klagemauer) als Verwaltungsakt.
Die UN garantieren den Zugang zu Wasser und der Versorgung dieses Stadtstaates mit den Notwendigkeiten. Umgebende Gemeinschaften mögen sich eine eigene Hauptstadt küren und ihre gegenseitigen Grenzen selbst aushandeln.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Antonius » Di 30. Okt 2018, 10:04

van Kessel hat geschrieben:(29 Oct 2018, 23:21)
Würde Jerusalem in den Status eines eigenen Staates versetzen. Ähnlich wie der Vatikan, mit eigener Regierung, Budget (aus den Einnahmen von Pilgern). Weder Moslems, Juden oder eine andere Glaubensgemeinschaft kann und darf einen Gebietsanspruch (oder gar Eigentumsanspruch) reklamieren.
Schutz dieses Status durch die UN. Der Staat Jerusalem kann auf seinem Hoheitsgebiet Botschaften für Israel und Palästina oder wem immer zulassen. Gewählt wird nach demokratischen Regeln ein Oberhaupt, welcher sich vor seiner Wahl, strikt als religionsneutral bezeichnet und verhält.
Dieser Staat Jerusalem hat keine Schutzmacht außer der UNO. Religionsausübung aller Religionen ist gewährleistet und wird zugeteilt (Klagemauer) als Verwaltungsakt.
Die UN garantieren den Zugang zu Wasser und der Versorgung dieses Stadtstaates mit den Notwendigkeiten. Umgebende Gemeinschaften mögen sich eine eigene Hauptstadt küren und ihre gegenseitigen Grenzen selbst aushandeln.
Aus meiner Sicht wäre damit überhaupt keine Lösung in geistiger und politischer Hinsicht erreicht.
Wir sollten ganz einfach die Fakten akzeptieren (so wie es die übergroße Mehrheit in Jerusalem seit jeher tut).
Diese sind:
- Jerusalem wurde vor etwa 3000 Jahren die politische Hauptstadt Israels.
- Jerusalem ist das religiöse Zentrum der Juden - und vieler christlichen Kirchen.
- Jerusalem war zeitweilig unter der Herrschaft verschiedener Usurpatoren und diktatorischer Regime.
- Jerusalem ist heute wieder die politische Hauptstadt Israels - Gott-sei-Dank.
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Re: Jerusalem

Beitragvon van Kessel » Di 30. Okt 2018, 14:21

Hey "Antonius"](30 Oct 2018, 10:04)
Aus meiner Sicht wäre damit überhaupt keine Lösung in geistiger und politischer Hinsicht erreicht.
Dann lass den Geist doch mal außen vor und beschäftige dich mit der Realität, dass seit 1948 in und um Jerusalem, das große Abschlachten angesagt ist. Also ich denke, dies ist in keiner Hinsicht ein befriedigender Zustand.
Wir sollten ganz einfach die Fakten akzeptieren (so wie es die übergroße Mehrheit in Jerusalem seit jeher tut).
Diese sind:
- Jerusalem wurde vor etwa 3000 Jahren die politische Hauptstadt Israels.
- Jerusalem ist das religiöse Zentrum der Juden - und vieler christlichen Kirchen.
- Jerusalem war zeitweilig unter der Herrschaft verschiedener Usurpatoren und diktatorischer Regime.
- Jerusalem ist heute wieder die politische Hauptstadt Israels - Gott-sei-Dank.

zu 1. dies wurde per Faktenlage (Archäologie) nie festgestellt
zu 2. es ist auch ein religiöses Zentrum von Moslems
zu 3. dies ist ein Faktum, kein Grund es als festgeschriebenen Zustand zu sehen
zu 4. es war der einseitige Akt einer Regierung entgegen der Ursprungsabsicht über die Rolle Jerusalems.

Man kann selbstverständlich aus theologischer Sicht alles mögliche behaupten oder als Beweis heranziehen; politisch ist der Nahe Osten und Palästina ein Eiterherd, welcher mit dieser theologischen Sicht, nie ausgetrocknet werden kann. Ich sehe Jerusalem prädestiniert als geistiges Zentrum zwischen Morgen- und Abendland, nicht aber als religiöses Zentrum irgendeiner Religion. Religion tötet weil sie den Geist vernichtet.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Vongole » Di 30. Okt 2018, 14:26

@van Kassel

Bemühen Sie sich doch einfach nicht weiter, denn über das Wohl und Wehe Jerusalems, der Hauptstadt Israels, werden weder Sie noch Andere entscheiden.
Diese Zeiten sind vorbei.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Liegestuhl » Di 30. Okt 2018, 15:18

van Kessel hat geschrieben:(30 Oct 2018, 14:21)
zu 4. es war der einseitige Akt einer Regierung entgegen der Ursprungsabsicht über die Rolle Jerusalems.


Das ändert nichts daran, dass Jerusalem die Hauptstadt Israels ist.

Auch wenn die Gegner Israels ursprünglich andere Absichten hatten.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Teeernte » Di 30. Okt 2018, 15:39

van Kessel hat geschrieben:(30 Oct 2018, 14:21)

Ich sehe Jerusalem prädestiniert als geistiges Zentrum zwischen Morgen- und Abendland, nicht aber als religiöses Zentrum irgendeiner Religion..


Na - dann steht ja dem Hauptstadtstatus Israels NICHTS entgegen..

Sicher kann man Historie werten... oder auch NICHT -

Jerusalem gehört zu Israel - und DIE müssen//dürfen entscheiden - wo sie ihre Hauptstadt haben wollen....
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Re: Jerusalem

Beitragvon PeterK » Di 30. Okt 2018, 17:18

van Kessel hat geschrieben:(30 Oct 2018, 14:21)
zu 2. es ist auch ein religiöses Zentrum von Moslems

Ja, klar. Die überragende Bedeutung der Stadt für Moslems erkennt man besonders an der Bevölkerungsentwicklung in der osmanischen Zeit (ca. 12.000 um 1550 vs. ca. 8.500 um 1800)
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Re: Jerusalem

Beitragvon Liegestuhl » Di 30. Okt 2018, 17:37

PeterK hat geschrieben:(30 Oct 2018, 17:18)

Ja, klar. Die überragende Bedeutung der Stadt für Moslems erkennt man besonders an der Bevölkerungsentwicklung in der osmanischen Zeit (ca. 12.000 um 1550 vs. ca. 8.500 um 1800)


Und am Umgang mit der Stadt:

https://i.imgur.com/xHT9L.jpg
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Jerusalem

Beitragvon PeterK » Di 30. Okt 2018, 18:09

Liegestuhl hat geschrieben:(30 Oct 2018, 17:37)
Und am Umgang mit der Stadt:

https://i.imgur.com/xHT9L.jpg

Richtig. Ich meinte aber eher die herbeifantasierte historische Begründung für irgendwelche Ansprüche. Wenn ich mich nicht täusche, wird Jerusalem im Koran übrigens genau kein Mal namentlich erwähnt (nicht mal im Zusammenhang mit des Propheten Abreise gen Paradies).
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Re: Jerusalem

Beitragvon bennyh » Mi 31. Okt 2018, 12:27

Antonius hat geschrieben:(30 Oct 2018, 10:04)

Aus meiner Sicht wäre damit überhaupt keine Lösung in geistiger und politischer Hinsicht erreicht.
Wir sollten ganz einfach die Fakten akzeptieren (so wie es die übergroße Mehrheit in Jerusalem seit jeher tut).
Diese sind:
- Jerusalem wurde vor etwa 3000 Jahren die politische Hauptstadt Israels.
- Jerusalem ist das religiöse Zentrum der Juden - und vieler christlichen Kirchen.
- Jerusalem war zeitweilig unter der Herrschaft verschiedener Usurpatoren und diktatorischer Regime.
- Jerusalem ist heute wieder die politische Hauptstadt Israels - Gott-sei-Dank.

Das ist richtig.
Jerusalem wurde von den Muslimen total vernachlässigt, weil diese offensichtlich kein Interesse an dieser Stadt haben. Erst durch die Opposition gegen den neu gegründeten Staat Israel wurde diese Stadt als Streitpunkt "wiederentdeckt", bzw. erstmalig entdeckt.
Gott sei Dank ist Jerusalem nicht mehr unter der Knute der Muslime und stattdessen die rechtmäßige Hauptstadt Israels. Deus vult.
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Danke an die Moderation für die gute Arbeit all die vielen Jahre.
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Re: Jerusalem

Beitragvon van Kessel » Do 1. Nov 2018, 00:10

Oha, da wurde die Israel-Fraktion aber richtig wild, wenn man es wagt, die Eingangsfrage (Abstimmung) zu beantworten. Es wird auch total übersehen, dass nicht Nazis (oder sonstige böse Menschen) die Israel-Frage stellte, sondern es einen Beschluss der Vereinten Nationen gab, wie diese Frage zu lösen sei.
Es wird auch gerne ausgeblendet, dass nicht die dummen Moslems Palästina und Jerusalem 'verkommen' ließen, sondern dass dieses Gebilde ein Teil des Osmanischen Reiches war, welche nach dem WK I, von den Briten und Franzosen nach ihrem Gusto verteilt wurde. Und an den Folgen leidet nicht nur Palästina, sondern auch Syrien und der Irak.

Die Welt mag sich eingerichtet haben, mit einem Hundertjährigen Krieg in Nahost, man kann ihn aber auch 'hinterfragen'. Für die Rüstungsindustrie in Nah und fern, ist es auf jeden Fall ein lohnendes Geschäft, die angeblich religiösen Auseinandersetzungen, geschäftlich zu nutzen.
Jerusalem unter der Knute der Moslems...? Ob es nicht auch eine Knute der Zionisten* sein kann? Ich gehe mal davon aus, dass es hier Niemanden groß interessiert, wie man die Lage in Israel verändern kann...? Also, weiter selbstgebasteltes, gegen modernes Kriegsgerät, brennende Autoreifen gegen Kugeln. Wohl bekomm's!

* Die Tragik des Nahostkonfliktes liegt darin, dass der Zionismus für die nach Palästina einwandernden Juden eine nationale Befreiungsbewegung und für die einheimische arabische Bevölkerung eine europäische Kolonialbewegung darstellte. Dieser Satz kennzeichnet die Tragik in Nahost. Wird langsam Zeit, dass die Scharfmacher beider Seiten, durch realistische Planer abgelöst werden.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Vongole » Do 1. Nov 2018, 00:20

@ van Kessel

Nein, mich zumindest interessiert es nicht, wie man die Lage in Israel verändern könnte, und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Es geht mich nichts an, und Sie genauso wenig.

Was den binationalen Konflikt angeht, ist es Sache Israels und eines noch zu bestimmenden Verhandlungspartners der palästinensischen Seite, zu einer Lösung zu gelangen.
Solange allerdings die pal. Seite es vorzieht, sich untereinander die Köpfe einzuschlagen, statt mit einer Stimme, und zwar ein friedlichen zu sprechen, wird das wohl so schnell nichts.
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Re: Jerusalem

Beitragvon van Kessel » Do 1. Nov 2018, 16:09

Hey "Vongole"](01 Nov 2018, 00:20)
Nein, mich zumindest interessiert es nicht, wie man die Lage in Israel verändern könnte, und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Es geht mich nichts an, und Sie genauso wenig.
darf ich dann höflich fragen, weshalb Sie sich denn zum Thema überhaupt äußern?
Was den binationalen Konflikt angeht, ist es Sache Israels und eines noch zu bestimmenden Verhandlungspartners der palästinensischen Seite, zu einer Lösung zu gelangen.
mit dieser Einstellung könnten wir eine Außenpolitik vergessen und uns nur um unseren 'Kram' kümmern. Leider ist es aber so, dass Kriege, Bürgerkriege und Auseinandersetzungen immer Auswirkungen über den eigentlichen Personen-, Dunstkreis haben. So ist auch die Flüchtlingsfrage in Deutschland, ein Ausguss des Konflikts in Palästina.
Solange allerdings die pal. Seite es vorzieht, sich untereinander die Köpfe einzuschlagen, statt mit einer Stimme, und zwar ein friedlichen zu sprechen, wird das wohl so schnell nichts.
sehen Sie, so einfach ist Politik. Man muss nur einen Schuldigen ausmachen und schwups ist der tumbe Deutsche zufrieden.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Vongole » Do 1. Nov 2018, 16:22

van Kessel hat geschrieben:(01 Nov 2018, 16:09)

Hey "Vongole"](01 Nov 2018, 00:20)
darf ich dann höflich fragen, weshalb Sie sich denn zum Thema überhaupt äußern?mit dieser Einstellung könnten wir eine Außenpolitik vergessen und uns nur um unseren 'Kram' kümmern. Leider ist es aber so, dass Kriege, Bürgerkriege und Auseinandersetzungen immer Auswirkungen über den eigentlichen Personen-, Dunstkreis haben. So ist auch die Flüchtlingsfrage in Deutschland, ein Ausguss des Konflikts in Palästina.sehen Sie, so einfach ist Politik. Man muss nur einen Schuldigen ausmachen und schwups ist der tumbe Deutsche zufrieden.


Ich äußere mich zum Thema, weil ich Israel-Supporterin, aber nicht so vermessen bin, mich in ausschließlich innere Angelegenheiten des Staates einzumischen.

Was die Außenpolitk angeht, hier ganz besonders die des deutschen Staates, habe ich bisher nichts erkennen können, was einer Friedenslösung dienen könnte.
Weder macht Deutschland seinen Einfluss auf die pal. Seite dahin gehend geltend, das Extistenzrecht Israels anzuerkennen (unabdingbare Voraussetzung für einen Friedenschluss),
noch hat es jemals eine Vermittlerposition eingenommen. Damit befinden wir uns in guter Gesellschaft zur gesamten EU.

Ich weiß ja, das Israel an allem schuld ist, aber dass es jetzt auch für Flüchtlinge aus Syrien verantwortlich gemacht wird, ist mir neu, verwundert mich aber auch nicht.
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Re: Jerusalem

Beitragvon van Kessel » Do 1. Nov 2018, 17:05

Hey "Vongole"](01 Nov 2018, 16:22)
Ich äußere mich zum Thema, weil ich Israel-Supporterin, aber nicht so vermessen bin, mich in ausschließlich innere Angelegenheiten des Staates einzumischen.
eine Meinung zu haben ist keine Einmischung, sondern ein Grundrecht (in Deutschland).
Was die Außenpolitk angeht, hier ganz besonders die des deutschen Staates, habe ich bisher nichts erkennen können, was einer Friedenslösung dienen könnte.
wie könnte es auch anders sein, wo Deutschland als einziges, potentes Land, mit dem Rucksack des Holocaust, seine Nahostpolitik bestreiten muss? So hat Deutschland (gegen den ursprünglichen Willen des D.Ben Gurion, diesem Land eine Entschädigung regelrecht aufgedrängt). Klar, dass diese Haltung auch bei den betroffenen Palästinensern (ich nehme mir die Zeit dieses Wort auszuschreiben) nicht so gut ankam, da diese Zahlungen und Vorteile direkt gegen die ansässigen Bewohner Südsyriens, verwandt wurde. Israel gründete sich auch mit Bomben (King-David-Hotel, in Jerusalem). Israel verbittet sich Einmischungen in seine Angelegenheiten, sucht aber immer wieder Supporter seiner Politik.

Moral und Politik vertragen sich nicht. Wenn man moralisch argumentiert, hat Deutschland für alle Zeiten versch... irgendeine humane Rolle in der zivilisierten Welt spielen zu können. Sehen wir aber die 'Sache' politisch, so müssen alle Dinge auf den Tisch des Hauses, ohne diese Selbstfesselung aus deutscher, schlimmer Geschichte.

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Weder macht Deutschland seinen Einfluss auf die pal. Seite dahin gehend geltend, das Extistenzrecht Israels anzuerkennen (unabdingbare Voraussetzung für einen Friedenschluss),
wer sagt, dass das offizielle Deutschland nicht auf die Hamas-Führung oder die israelische Führung Einfluss ausübt? Außer guten Worten und einem Scheck hat Deutschland nicht allzu viele Möglichkeiten einer Einflussnahme.
...noch hat es jemals eine Vermittlerposition eingenommen. Damit befinden wir uns in guter Gesellschaft zur gesamten EU.
Deutschland hat mit Sicherheit versucht zu vermitteln, aber ob die 'Beschützer' der Palästinenser und der Israelis dies wollten, steht auf einem anderen Blatt. Btw. hätte Deutschland den Palästinensern auch kostenlos U-Boote anbieten sollen...?
Ich weiß ja, das Israel an allem schuld ist, aber dass es jetzt auch für Flüchtlinge aus Syrien verantwortlich gemacht wird, ist mir neu, verwundert mich aber auch nicht.
Ich habe nicht von einer Schuld Israels geschrieben. Ich schrieb von der Schuld der Sieger des WK1, als sie das Osmanische Reich unter sich aufteilten und Grenzen, Ethnien teilten und eine Nahost-Weltordnung schufen, welche uns zunehmend um die Ohren fliegt. Der Bürgerkrieg in Palästina befeuert die Mullahs in Teheran aber auch die Wahhabiten in Riad. Die zusammengebrochenen Staaten Irak und Syrien werden von Russen und Amerikanern manipuliert und produzieren Flüchtlinge. Und Israel...? Fesselt sich fanatisch durch seine Religion genau so, wie es die Araber in Palästina tun, um zu verbergen, dass es Jedem nur um das Land, den Boden und Wasser geht.

Rational ist das alles nicht. Leider gibt es Länder (auch Deutschland) welche in das Pulverfass Palästina, nichts Besseres zu tun haben, als es mit Waffen aller Art zu versorgen.
Eulenwoelfchen
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Re: Jerusalem

Beitragvon Eulenwoelfchen » Do 1. Nov 2018, 22:28

van Kessel hat geschrieben:(01 Nov 2018, 00:10)

* Die Tragik des Nahostkonfliktes liegt darin, dass der Zionismus für die nach Palästina einwandernden Juden eine nationale Befreiungsbewegung und für die einheimische arabische Bevölkerung eine europäische Kolonialbewegung darstellte. Dieser Satz kennzeichnet die Tragik in Nahost. Wird langsam Zeit, dass die Scharfmacher beider Seiten, durch realistische Planer abgelöst werden.


Diesen Satz zu zitieren, kennzeichnet allenfalls den Zitierenden. Einschlägig.
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Re: Jerusalem

Beitragvon van Kessel » Fr 2. Nov 2018, 00:50

hey "Eulenwoelfchen"](01 Nov 2018, 22:28)

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Diesen Satz zu zitieren, kennzeichnet allenfalls den Zitierenden. Einschlägig.
ein wenig dünn dieses Statement über eine Krisenzone in der Welt. Lässt vermuten, dass es dem Schreiber genügt, per Schublade sein Weltbild bestätigt zu haben.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Vongole » Fr 2. Nov 2018, 00:58

van Kessel hat geschrieben:(02 Nov 2018, 00:50)

hey "Eulenwoelfchen"](01 Nov 2018, 22:28)

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Diesen Satz zu zitieren, kennzeichnet allenfalls den Zitierenden. Einschlägig.
ein wenig dünn dieses Statement über eine Krisenzone in der Welt. Lässt vermuten, dass es dem Schreiber genügt, per Schublade sein Weltbild bestätigt zu haben.


Kaum, der Schreiber hat, im Gegensatz zu Ihnen, nämlich seine Hausaufgaben bezüglich der Geschichte Israels gemacht.
Steht auch Ihnen frei, die 25 Seiten Subforen dieses Strangs könnten dazu beitragen, ansonsten empfehle ich ein gutes Geschichtsbuch.

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