Jerusalem

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Wie soll mit Jerusalem verfahren werden?

Die Stadt muß zwischen Israelis und Palästinenser geteilt werden!
45
24%
Jerusalem gehört den Israelis!
69
37%
Jerusalem gehört den Palästinensern!
16
9%
Jerusalem sollte eine Stadt unter UN-Verwaltung werden!
41
22%
Keine Ahnung!
16
9%
 
Abstimmungen insgesamt: 187
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schokoschendrezki
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Re: Jerusalem

Beitragvon schokoschendrezki » Do 7. Dez 2017, 22:20

Dark Angel hat geschrieben:(07 Dec 2017, 15:58)

Achja - irgendwo hatte Userin Bleibtreu mal was von wehrhafter Demokratie geschrieben - Israel ist so eine.
Europa ist ein zahnloser Tiger geworden, das seine Demokratie und seine Werte nicht mehr zu verteidigen weiß, weil so Typen wie du, die zwar von die Globalisierung "anbeten", sich Kosmopoliten schimpfen, in Wirklichkeit aber nur um ihen eigenen Nabel kreisen, dieses Europa, diese Demokratien verteidigen müssten. Um sie aber verteidigen zu können, müsste man sich ja zu diesem Europa, zu seiner Kultur, seinen (noch) existierenden Nationalstaaten bekennen, müsste sich ihnen zugehörig fühlen.
Verteidigen werden dieses Europa, seine Kultur und seine Demokratien, die viel geschmähten "Zurück Gebliebenen", die "Abgehängten", die so genannten Räääächten (die gar keine sind).

Damit, dass sie einen "ostischen Grinser" als antisemitisches Feindbild plakatieren? http://www.tagesspiegel.de/politik/kampagne-gegen-soros-in-ungarn-das-erinnert-an-europas-dunkelste-stunden/20058964.html
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Re: Jerusalem

Beitragvon SirToby » Do 7. Dez 2017, 22:27

Dark Angel hat geschrieben:(07 Dec 2017, 15:58)

Achja - irgendwo hatte Userin Bleibtreu mal was von wehrhafter Demokratie geschrieben - Israel ist so eine.
Europa ist ein zahnloser Tiger geworden, das seine Demokratie und seine Werte nicht mehr zu verteidigen weiß, weil so Typen wie du, die zwar von die Globalisierung "anbeten", sich Kosmopoliten schimpfen, in Wirklichkeit aber nur um ihen eigenen Nabel kreisen, dieses Europa, diese Demokratien verteidigen müssten. Um sie aber verteidigen zu können, müsste man sich ja zu diesem Europa, zu seiner Kultur, seinen (noch) existierenden Nationalstaaten bekennen, müsste sich ihnen zugehörig fühlen.
Verteidigen werden dieses Europa, seine Kultur und seine Demokratien, die viel geschmähten "Zurück Gebliebenen", die "Abgehängten", die so genannten Räääächten (die gar keine sind).
Naja was so genannte Europäer, so genannte Kosmopoliten von Demokratie halten, hat ja das Maddin auf dem SPD-Parteitag gerade erst verkündet.


Daniel Schueftan, der ehemalige Sicherheitsberater Scharons sagte einmal: Wenn Du dir unsicher bist, was zu tun ist, frag die Europäer, wie sie vorgehen würden. Dann mach das Gegenteil.

So kommt mir die Situation vor. Passend dazu: Das tschechische Parlament hat einen Antrag eingebracht, Jerusalem nun auch anzuerkennen. Es wird nicht der letzte Staat sein, der seine Meinung noch ändert. Ich halte es gut für möglich, dass in 10 Jahren die Mehrheit der Staaten Jerusalem als Hauptstadt anerkennt.
Daniel Patrick Moynihan: "Sie haben ein Recht auf ihre eigene Meinung! Sie haben kein Recht auf ihre eigenen Fakten!"
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Re: Jerusalem

Beitragvon DarkLightbringer » Do 7. Dez 2017, 22:28

Die Hamas macht mobil oder jedenfalls scheint die wutenbrannte Rede des Anführers dafür zu sprechen.

Terrorismus ist abzulehnen.
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Re: Jerusalem

Beitragvon SirToby » Do 7. Dez 2017, 22:30

Vongole hat geschrieben:(07 Dec 2017, 00:18)

Mal abgesehen davon, dass weder du noch ich, noch sonst eine außenstehende Person oder Institution da mitzubestimmen haben:
Kannst du dir den Tempelberg in der Hand pal. Führer vorstellen?
Glaubst du ernsthaft, dass dann ein Jude oder Christ ihn jemals wieder betreten darf, wenn du dir die heutigen Restriktionen anschaust?

Es reicht nicht, schöne Worte zu finden, um die Verbundenheit mit Israel zu betonen, man muss auch dahinter stehen.
Und wenn die arab. Welt jetzt "Unrecht" schreit, nun, sie begehen seit Jahrzehnten ungestraft Unrecht an Israel, jetzt wurde ihnen eine Grenze aufgezeigt.

Jerusalem ist schon von der Geschichte her jüdisch und muss jüdisch bleiben, als Hauptstadt Israels.
Ich hätte nie gedacht, dass ausgerechnet Trump mich mal erfreuen könnte, heute hat er.


Der Zugang zum Tempelberg wird heute bereits für Nichtmuslime sehr restriktiv gehandhabt. Eben weil Israel den Muftis dort weitgehend freie Hand lässt. Der Zugang zur Klagemauer hingegen ist für jedermann offen. Ich war erst im November wieder dort. Ich kann einen Besuch Jerusalems nur empfehlen.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Liegestuhl » Do 7. Dez 2017, 22:40

Was ich bisher in Reportagen an Ausschreitungen und Gewalt gesehen habe, war angesichts der Ankündigungen kaum der Rede wert.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Quatschki » Do 7. Dez 2017, 22:45

SirToby hat geschrieben:(07 Dec 2017, 22:27)
So kommt mir die Situation vor. Passend dazu: Das tschechische Parlament hat einen Antrag eingebracht, Jerusalem nun auch anzuerkennen. Es wird nicht der letzte Staat sein, der seine Meinung noch ändert. Ich halte es gut für möglich, dass in 10 Jahren die Mehrheit der Staaten Jerusalem als Hauptstadt anerkennt.

Polen wird bestimmt bald folgen. Und sei es nur, um Brüssel eins auszuwischen.

Die arabischen Machthaber wiederum stehen durch ihre jahrzehntelange Hasspropaganda gegen Israel innenpolitisch so massiv unter Druck, dass es für sie möglicherweise gefährlich wäre, sich nicht gegen Trump zu stellen.
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Re: Jerusalem

Beitragvon schokoschendrezki » Do 7. Dez 2017, 22:47

SirToby hat geschrieben:(07 Dec 2017, 22:27)

Daniel Schueftan, der ehemalige Sicherheitsberater Scharons sagte einmal: Wenn Du dir unsicher bist, was zu tun ist, frag die Europäer, wie sie vorgehen würden. Dann mach das Gegenteil.

So kommt mir die Situation vor. Passend dazu: Das tschechische Parlament hat einen Antrag eingebracht, Jerusalem nun auch anzuerkennen. Es wird nicht der letzte Staat sein, der seine Meinung noch ändert. Ich halte es gut für möglich, dass in 10 Jahren die Mehrheit der Staaten Jerusalem als Hauptstadt anerkennt.

Oder dass es auch ganz anders kommt ... Ich hatte es, als ich die offen unfassbar rassiśtisch-antisemitischen Grinser-Plakate in Ungarn erstmals sah für völlig unmöglich gehalten, dass es nicht sofort extreme empörte Reaktionen der Weltöffentlichkeit geben wird. Gabs aber nicht. Was es gab, war ein erster offizieller Staatsbesuch Israels nach langer Zeit in genau dem Land, in dem das stattfand. Was ist das? Was immer man von einer Person wie Soros halten mag ... Was ist das? Wie kann das sein? Bitte!
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Re: Jerusalem

Beitragvon DarkLightbringer » Do 7. Dez 2017, 22:50

Es soll erste Schüsse und verletzte Palästinenser gegeben haben.

In den 5 Jahren der sog. Al-Aqsa-Intifada sind 3500 Palästinenser und 1.000 Israelis getötet worden.
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Re: Jerusalem

Beitragvon X3Q » Do 7. Dez 2017, 22:53

Liegestuhl hat geschrieben:(07 Dec 2017, 22:40)

Was ich bisher in Reportagen an Ausschreitungen und Gewalt gesehen habe, war angesichts der Ankündigungen kaum der Rede wert.

Intifada ist auch nicht mehr das was sie mal war.

--X
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Re: Jerusalem

Beitragvon SirToby » Do 7. Dez 2017, 22:55

schokoschendrezki hat geschrieben:(07 Dec 2017, 22:47)

Oder dass es auch ganz anders kommt ... Ich hatte es, als ich die offen unfassbar rassiśtisch-antisemitischen Grinser-Plakate in Ungarn erstmals sah für völlig unmöglich gehalten, dass es nicht sofort extreme empörte Reaktionen der Weltöffentlichkeit geben wird. Gabs aber nicht. Was es gab, war ein erster offizieller Staatsbesuch Israels nach langer Zeit in genau dem Land, in dem das stattfand. Was ist das? Was immer man von einer Person wie Soros halten mag ... Was ist das? Wie kann das sein? Bitte!


Zwischen Soros und Netanyahu besteht eine lange Feindschaft. Soros Stiftung hat in der Vergangenheit wiederholt NGOs unterstützt, die teilweise offen antisemitisch agieren, so u.a. BDS. Aus Sicht von Bibis Umfeld ist Soros so eine Art Alibi-Jude, ähnlich wie die Israelfeindlichen Juden im Iran.

http://www.jns.org/news-briefs/2016/8/1 ... m3_3eX_R0=
Daniel Patrick Moynihan: "Sie haben ein Recht auf ihre eigene Meinung! Sie haben kein Recht auf ihre eigenen Fakten!"
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Re: Jerusalem

Beitragvon schokoschendrezki » Do 7. Dez 2017, 23:12

SirToby hat geschrieben:(07 Dec 2017, 22:55)

Zwischen Soros und Netanyahu besteht eine lange Feindschaft. Soros Stiftung hat in der Vergangenheit wiederholt NGOs unterstützt, die teilweise offen antisemitisch agieren, so u.a. BDS. Aus Sicht von Bibis Umfeld ist Soros so eine Art Alibi-Jude, ähnlich wie die Israelfeindlichen Juden im Iran.

http://www.jns.org/news-briefs/2016/8/1 ... m3_3eX_R0=

Ich sagte ja "unabhängig wie man zu einer Person wie Soros steht" ... man muss diese grinsender-Jude-Plakate einfach mal in ihrer Massenhaftigkeit gesehen haben, um den Schock zu verstehen, den sie auslösen. Dort, wo sie aufgehängt sind, gehts auch gar nicht um interne Soros-Netanyjahu-Feindlichkeiten sondern um undifferenzierte Hass-Ableitungen irgendwohin ,,, Warum wendet sich ein Politiker wie Netanjahu nicht dagegen sondern kooporiert sogar?
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Re: Jerusalem

Beitragvon DarkLightbringer » Do 7. Dez 2017, 23:31

schokoschendrezki hat geschrieben:(07 Dec 2017, 23:12)

Ich sagte ja "unabhängig wie man zu einer Person wie Soros steht" ... man muss diese grinsender-Jude-Plakate einfach mal in ihrer Massenhaftigkeit gesehen haben, um den Schock zu verstehen, den sie auslösen. Dort, wo sie aufgehängt sind, gehts auch gar nicht um interne Soros-Netanyjahu-Feindlichkeiten sondern um undifferenzierte Hass-Ableitungen irgendwohin ,,, Warum wendet sich ein Politiker wie Netanjahu nicht dagegen sondern kooporiert sogar?

Ein erster Hinweis findet sich ja in dem von dir schon verlinkten Artikel:
Man verurteile generell jede Form von Antisemitismus. Das bedeute jedoch nicht, so hieß es sinngemäß in einer Stellungnahme, dass es zwingend falsch sei, Soros zu kritisieren. Dieser würde in Israel Organisationen unterstützen, die den jüdischen Staat verleumdeten und dessen Recht auf Selbstverteidigung infrage stellten.
http://www.tagesspiegel.de/politik/kamp ... 58964.html

Es ist schon denkbar, dass die israelische Regierung aus strategischen Erwägungen heraus auf Partner setzt, die das Recht auf Selbstverteidigung bejahen.
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Re: Jerusalem

Beitragvon apartofme » Fr 8. Dez 2017, 01:41

Liegestuhl hat geschrieben:(07 Dec 2017, 21:51)

Sind nicht diejenigen, die diese Jerusalem-Intifada ausrufen, auch dafür verantwortlich?

Im Weltbild der orientalistischen Palästinenser-Unterstützer sind die Araber so geistig retardiert, dass sie auf eine solche Ankündigung des amerikanischen Präsidenten natürlich nur mit Gewalt reagieren können.

Wer solche Freunde hat braucht wahrlich keine Feinde mehr.
“Unser Zeitalter ist eine einzige Frage nach der menschlichen Identität.” ― Willy Meurer
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Re: Jerusalem

Beitragvon tabernakel » Fr 8. Dez 2017, 05:40

Liegestuhl hat geschrieben:(07 Dec 2017, 22:40)
Was ich bisher in Reportagen an Ausschreitungen und Gewalt gesehen habe, war angesichts der Ankündigungen kaum der Rede wert.

Was gerne vergessen wird ist dass es die trennende Mauer bei der 1. und 2. Intifada noch nicht gab, heute ist für Möchtegern-Attentäter deutlich schwerer gezielt Jagd auf Zivilisten zu machen. Nicht unmöglich, wie die Messer- und Auto-"Intifada" vor nem Jahr zeigte. Aber schwerer. Zumal den meisten Arabern objektiv klar sein dürfte dass Trump nur die Realität anerkannt hat, nicht mehr und nicht weniger.

Die Signifikanz liegt für mich eher darin dass Trumps Schritt die Hoffnung ihrer politischen Führung angreift Israel international so isolieren zu können dass diese gezwungen wären ihnen die Osthälfte der Stadt zu übertragen. DAS ist aus meiner Sicht die eigentliche Nachricht. Weil damit die Strategie des "wir sind so schwach, isoliert Israel diplomatisch damit wir kriegen was wir wollen (das würde dann "gerecht" genannt) ad absurdum geführt wird. Denn was gerecht ist und was nicht, das entscheiden am Ende Verhandlungen, und nicht Wunschdenken oder Parolen.

Und das kommt interessanterweise zeitgleich mit einer aus meiner Sicht ebenfalls wichtigen Veränderung: Israels Gegenstück zur SPD erkennt inzwischen auch dass sie sich mit ihrer zwei Jahrzehnte gehegten Politik innenpolitisch in Abseits geschossen hat ohne dass das außenpolitisch irgendwelche Früchte gebracht hätte; Labor-Chef Avi Gabbay hat dementsprechend zum Anlass bemerkenswertes beigetragen:
United Jerusalem more important than peace
In light of this, he said, “A united Jerusalem is even more important than peace.”

“A united Jerusalem is the symbol of Israel. My parents arrived in Israel [from Morocco] and waited at the airport for five days in order to come to Jerusalem,” said Gabbay, who was born and raised in the city.

Although Jerusalem’s status as Israel’s capital is embraced by parties on both sides of the political spectrum, the tone of Gabbay’s remarks contrasted with that of the dovish Labor, which has long been the Israeli political standard-bearer for reaching a peace agreement with the Palestinians. Nonetheless, Labor’s iconic ex-general turned peace-seeking leader, the late prime minister Yitzhak Rabin, spoke publicly against compromising Israeli sovereignty in Jerusalem.
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Re: Jerusalem

Beitragvon JJazzGold » Fr 8. Dez 2017, 07:14

Liegestuhl hat geschrieben:(07 Dec 2017, 22:40)

Was ich bisher in Reportagen an Ausschreitungen und Gewalt gesehen habe, war angesichts der Ankündigungen kaum der Rede wert.


Warte den heutigen Freitag ab. Erst geht es in die Moschee und dann zur Randale, zumindest ist das die Erfahrung die ich immer wieder gemacht habe. Hanija gibt den Anheizer.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Liegestuhl » Fr 8. Dez 2017, 09:09

Die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt ist letztlich nur die Äußerung einer Meinung. Die Regierung der USA ist der Meinung, dass Jerusalem die Hauptstadt Israels ist. Dieser Meinung darf man aber nicht sein, denn man darf der Auffassung der arabischen Politiker nicht widersprechen, da sie ansonsten mit Gewalttaten und Unruhen drohen, die sie selber befeuern. Die europäischen Politiker schränken sich selber ein, weil sie Angst vor den Reaktionen der arabischen Fanatiker haben.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Elser » Fr 8. Dez 2017, 09:51

ThorsHamar hat geschrieben:(08 Dec 2017, 00:46)

Es ist sehr schade, dass die üblichen Verdächtigen eine tatsächliche Diskussion hier zerstören. So bleibt praktisch ein Quasi-Monolog von Befürwortern übrig und jede kritische Meinung wurde gelöscht, ein Ausdruck der besonderen Förderung der politischen Diskussion.


Alles in sich logisch. Auch ich habe hier schon die Zensur erlebt. Israel ist ein Staat mit Zensur. Das auch hier Zensur ausgeübt wird, ist also nur logisch. Das der Zensor sich hier auch noch "Moses" nennt, schließt den Kreis.

Wer die Politik Israels oder die der Intim-Partner, den Stützen der amerikanischen Rüstungsindustrie, kritisiert, wird als Antisemit oder gar ein Nazi bezeichnet. So einfach ist das.

Ich denke das Ziel ist klar. Israel, oder besser die orthodxen Juden, wollen und sollen die Herrscher im Nahen Osten werden. Quasi die Stadthalter der USA in diesem Gebiet. Lange Zeit habe auch ich das nicht für möglich gehalten, aber inzwischen bin ich mir da sicher. Ein weiterer Beweis dafür ist auch diese Zensur und Trumps provokative Ankündigung allemal. Er machte sie ohne irgenteine Notwendigkeit. Nur um die Lute d'ran zu halten. Nun hofft er und seine Souffleure wohl auf eine unkontrollierte Reaktion der Palistinenser und /oder der Iraner um zuschlagen zu können. Sollte das noch nicht klappen, wird Trump sicherlich noch einen Nachschießen.

Man kann dem säkulären Teil der israelischen Bevölkerung nur zur baldigen Ausreise raten. Ich wäre dafür, sie in Deutschland aufzunehmen.

Elser
Zuletzt geändert von Elser am Fr 8. Dez 2017, 09:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Jerusalem

Beitragvon KarlRanseier » Fr 8. Dez 2017, 09:58

Liegestuhl hat geschrieben:(08 Dec 2017, 09:09)

Die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt ist letztlich nur die Äußerung einer Meinung. Die Regierung der USA ist der Meinung, dass Jerusalem die Hauptstadt Israels ist. Dieser Meinung darf man aber nicht sein, denn man darf der Auffassung der arabischen Politiker nicht widersprechen, da sie ansonsten mit Gewalttaten und Unruhen drohen, die sie selber befeuern. Die europäischen Politiker schränken sich selber ein, weil sie Angst vor den Reaktionen der arabischen Fanatiker haben.



Wenn der fanatische Horrorclown aus Washington, DC, etwas sagt, dann ist es in aller Regel keine Meinung, sondern eine Beleidigung, eine Provokation, eine Lüge oder sonstiger Mumpitz.

In diesem Fall scheint er den Terror, der im Nahen Osten in letzter Zeit geradezu eingeschlafen ist, mit aller Kraft und ziemlich plumpen Mitteln befeuern zu wollen.

Aber es gibt immer Menschen, die dem US-Präsidenten grundsätzlich in vorauseilendem Gehorsam zujubeln, egal wie durchsichtig seine Aktionen auch sind .... :rolleyes:
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Re: Jerusalem

Beitragvon Sextus Ironicus » Fr 8. Dez 2017, 10:03

KarlRanseier hat geschrieben:(08 Dec 2017, 09:58)

In diesem Fall scheint er den Terror, der im Nahen Osten in letzter Zeit geradezu eingeschlafen ist, mit aller Kraft und ziemlich plumpen Mitteln befeuern zu wollen.



Ah ja, dann ist ja alles geklärt, der Schuldige gefunden und die Welt wieder in Ordnung. Morgens aufstehen und wissen, wer der Feind ist, da ist der Tag gerettet (ich glaube der Pispers hat das mal so gesagt).

Trump ist wirklich für manche das argumentative Ruhekissen für alles.
… habe ich mich sorgsam bemüht, menschliche Tätigkeiten nicht zu verlachen, nicht zu beklagen und auch nicht zu verdammen, sondern zu begreifen. (Spinoza)
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Re: Jerusalem

Beitragvon Liegestuhl » Fr 8. Dez 2017, 10:06

KarlRanseier hat geschrieben:(08 Dec 2017, 09:58)
In diesem Fall scheint er den Terror, der im Nahen Osten in letzter Zeit geradezu eingeschlafen ist, mit aller Kraft und ziemlich plumpen Mitteln befeuern zu wollen.


Der Terror im Nahen Osten ist geradezu eingeschlafen? Wo hast du die letzten Jahre gelebt?
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