Türkei, vom Saulus zum Paulus?

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Ger9374
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Türkei, vom Saulus zum Paulus?

Beitragvon Ger9374 » Sa 6. Jan 2018, 00:01

Was ist mit Erdogan los?
Auf einmal freundlichere Töne vom bosporus!?
E.u wieder aktuell?
Deutschland und Türken 300 jahre freundschaft!?
Was will der kleine Mann denn jetzt von uns!?
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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JJazzGold
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Re: Türkei, vom Saulus zum Paulus?

Beitragvon JJazzGold » Sa 6. Jan 2018, 08:49

Ger9374 hat geschrieben:(06 Jan 2018, 00:01)

Was ist mit Erdogan los?
Auf einmal freundlichere Töne vom bosporus!?
E.u wieder aktuell?
Deutschland und Türken 300 jahre freundschaft!?
Was will der kleine Mann denn jetzt von uns!?



Kontakt - aussenpolitisch steht Erdogan völlig isoliert da.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
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Europa2050
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Re: Türkei, vom Saulus zum Paulus?

Beitragvon Europa2050 » Sa 6. Jan 2018, 10:19

Ger9374 hat geschrieben:(06 Jan 2018, 00:01)

Was ist mit Erdogan los?
Auf einmal freundlichere Töne vom bosporus!?
E.u wieder aktuell?
Deutschland und Türken 300 jahre freundschaft!?
Was will der kleine Mann denn jetzt von uns!?


War vielleicht die Linie der Bundesregierung, Sturheit bei gleichzeitiger Deeskalation und Gesprächsbereitschaft doch nicht so schlecht?
Nationalismus lehrt Dich,
stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
Leute zu hassen, denen Du nie begegnet bist.
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Re: Türkei, vom Saulus zum Paulus?

Beitragvon H2O » Sa 6. Jan 2018, 10:46

Ger9374 hat geschrieben:(06 Jan 2018, 00:01)

Was ist mit Erdogan los?
Auf einmal freundlichere Töne vom bosporus!?
E.u wieder aktuell?
Deutschland und Türken 300 jahre freundschaft!?
Was will der kleine Mann denn jetzt von uns!?


Der Beweggrund für diesen Schwenk ist doch leicht aus zu machen: Einmal fehlen die mit vergleichsweise wenig Genie zu verdienenden Einnahmen aus dem Reiseverkehr, wobei die alte Freundschaft Türkei-Deutschland wohl ganz überwiegend Deutsche dorthin reisen ließ. Leere Tische aus Urlaubsgegenden waren doch in den Medien oft genug gezeigt worden. Dort verlieren Leute ihre Lebensgrundlage und ihren Lebenszweck, werden also unzufrieden.

Dann pfeifen es die Spatzen von den Dächern, daß mittelständische Unternehmen sich als Investoren aus der Türkei zurück ziehen, weil durch eine Reihe von Willkürmaßnahmen die Rechtssicherheit schwindet, also ihre Investitionen in Gefahr geraten, oder ihre laufenden Geschäfte. Eine Erscheinung die neben der Türkei auch Rußland betrifft. Deutschland ist auch dort traditionell überproportional am Wirtschaftsgeschehen beteiligt. Angeblich drängen Inder und Chinesen in die entstehenden Lücken. Na. mal sehen, wann die Russen da kalte Füße bekommen...

Das freundliche Gesicht Erdogans oder seines Außenministers verfolgt also keinen ganz allgemeinen Zweck, sondern soll eine empfindliche Störung des Wirtschaftsbetriebs beseitigen. Wenn's der deutschen Wirtschaft auf Dauer nützt... warum nicht!

Mich würde nicht wundern, wenn uns auch aus Rußland demnächst Charme-Offensiven überraschen sollten. Den Russen muß doch unheimlich werden, wenn die Weltmacht China in Rußland zunehmend das Wirtschaftsgeschehen bestimmen könnte. Da ist mit den harmlosen Deutschen doch leichter um zu gehen.
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Re: Türkei, vom Saulus zum Paulus?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 9. Jan 2018, 16:14

Ich finde es gut, wenn Deutschland sich wieder mit der Türkei verträgt. Immerhin haben beide vieles gemein.
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Re: Türkei, vom Saulus zum Paulus?

Beitragvon zollagent » Do 11. Jan 2018, 11:58

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(09 Jan 2018, 16:14)

Ich finde es gut, wenn Deutschland sich wieder mit der Türkei verträgt. Immerhin haben beide vieles gemein.

"Verträgt"? Anbiederung von Seiten des Möchtegerndiktators vom Bosporus ist das. Die Liebe wäre sofort erloschen, wenn seine Wünsche mal wieder nicht erfüllt werden.
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Re: Türkei, vom Saulus zum Paulus?

Beitragvon relativ » Do 11. Jan 2018, 12:02

zollagent hat geschrieben:(11 Jan 2018, 11:58)

"Verträgt"? Anbiederung von Seiten des Möchtegerndiktators vom Bosporus ist das. Die Liebe wäre sofort erloschen, wenn seine Wünsche mal wieder nicht erfüllt werden.

Gebe ich dir Recht.
Solange Typen wie Erdogan das sagen haben, sollte die deutsche Politik nur das notwendige machen, um nach Erdogan wieder normale Beziehung herstellen zu können. Auf keinen Fall jetzt wieder so weitermachen, wie vor seinem Wahnsinn.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Türkei, vom Saulus zum Paulus?

Beitragvon Ger9374 » Do 11. Jan 2018, 12:12

Der türkische aussenminister verteidigt ja sogar die nazi vorwürfe gegen deutschland. Erdogan wurde ja beleidigt und als diktator bezeichnet, da ist der nazi vorwurf gerechtfertigt
Nix mit entschuldigung ,
Die Türkei unter erdogan bleibt ein risikofaktor
und sollte so behandelt werden!
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: Türkei, vom Saulus zum Paulus?

Beitragvon relativ » Do 11. Jan 2018, 12:16

Ger9374 hat geschrieben:(11 Jan 2018, 12:12)

Der türkische aussenminister verteidigt ja sogar die nazi vorwürfe gegen deutschland. Erdogan wurde ja beleidigt und als diktator bezeichnet, da ist der nazi vorwurf gerechtfertigt
Nix mit entschuldigung ,
Die Türkei unter erdogan bleibt ein risikofaktor
und sollte so behandelt werden!

Unterschied, von wem wurde Erdogan so bezeichnet? Nach meiner Erkenntnis zu begin der Krise von keinem Regierungsmitglied.
Das solche Politiker private Meinungen und/oder Pressemeinungen mit der Regierungshaltung/Landeshaltung gleichschalten lässt eben auch Tief blicken.
Solche Menschen sind einfach nicht Vertrauenswürdig.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Türkei, vom Saulus zum Paulus?

Beitragvon H2O » Fr 12. Jan 2018, 17:05

Ger9374 hat geschrieben:(11 Jan 2018, 12:12)

Der türkische aussenminister verteidigt ja sogar die nazi vorwürfe gegen deutschland. Erdogan wurde ja beleidigt und als diktator bezeichnet, da ist der nazi vorwurf gerechtfertigt
Nix mit entschuldigung ,
Die Türkei unter erdogan bleibt ein risikofaktor
und sollte so behandelt werden!


Die Beleidigung Erdogans bestand darin, keine Minister und ihn selbst zum Wahlkampf um seine Mehrheit in Deutschland Stimmung machen zu lassen. Aus der Wut heraus folgten dann die dummen Nazi-Vergleiche. Das tun aber auch noch andere geistig eingeschränkte Leute, wenn ihnen denn sonst gar nichts einfallen will.

Mein Vorschlag: Lohnende Geschäfte mit der Türkei immer; Gefälligkeiten auf keinen Fall. Diese Zeiten sollten vorbei sein, seit Bundeswehrsoldaten für den Einsatz gegen den IS in Irak und Syrien die Türkei verlassen mußten. Klarer kann eigentlich niemand mehr seinen Scheidungswunsch äußern!
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Re: Türkei, vom Saulus zum Paulus?

Beitragvon opppa » So 14. Jan 2018, 15:28

Wir können uns sofort mit dem Anfang der "Verstimmungen" zwischen Deutschland und der Türkei befassen, wenn wie geklärt haben, ob das Ei oder das Huhn zuerst da war!

Ansonsten wird Erdogan durch knallharte Fakten - die (Nazi-)deutschen Urlauber fehlen und die Hotels stehen leer - zu zivilisierteren Tönen gezwungen. Vielleicht sollten die Deutschen ihm klarmachen, daß für jeden noch in türkischer Haft sitzenden deutschen Journalisten die Reisewarnungen (um ein Fünfzigstel) abgemildert werden können!
(Ich habe zuletzt gehört, daß z.Zt. noch 50 Deutsche in türkischer Haft sitzen)

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