Die Türkei nach dem Ende des Kalten Krieges - Vorderasien statt EU?

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King Kong 2006
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Die Türkei nach dem Ende des Kalten Krieges - Vorderasien statt EU?

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 15. Mär 2017, 20:46

Die Türkei scheint sich zu verschieben. Wenn nicht geografisch signifikant messbar. Denn geopolitisch. Nach dem 1. Weltkrieg, spätestens nach dem 2. Weltkrieg wurde die Türkei im Rahmen des Kalten Krieges u.a. durch die NATO und einer Aussicht zu einem Beitritt zur EG/EU an den Westen herangeführt. Manche meinen, gebunden. Nach dem Ende des Kalten Krieges verändern sich die Verhältnisse, die Bedürfnisse und die Umstände. In der Türkei, in der Region und darüber hinaus.

Ägypten erschien als idealer Partner unter den Muslimbrüdern und Mursi. Dann wurde er gestürzt. Das Verhältnis zum Nachbarn Iran ist ambivalent. Auf der einen Seite mit der vermutlich ältesten Grenze weltweit, was auf Stabilität hinweist, auf der anderen Seite teilweise unverhohlenen Differenzen und einem stagnierenden Verhältnis dadurch bedingt. Was für beide Seite Schade ist. Da wäre viel Potential. Russland ist ein Thema und dann wären da noch die arabischen Staaten am Persischen Golf.

Führt die Entwicklung, der Disput, mit der EU die Türkei näher an die arabischen Golfstaaten?

Erdogans Nahost-Politik

Der Sultan hat es sich verscherzt

Der türkische Präsident vergrätzt Europa. Umso wichtiger wären Erdogans Beziehungen zu den Ländern des Nahen Ostens. Doch auch dort liegen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander.


Als Bittsteller bei den Golfmonarchen

In Ermangelung anderer Partner in der Region wendet sich die türkische Regierung verstärkt den Golfstaaten zu. Im Februar besuchte Erdogan Saudi-Arabien, Katar und Bahrain. Dort trat er jedoch weniger wie der Präsident einer Regionalmacht auf, sondern eher wie ein Bittsteller. Die Zahl der Auslandsinvestitionen in der Türkei ist 2016 um 42 Prozent gefallen, europäische Unternehmen beobachten den Kurs des Landes mit großem Argwohn. Erdogan setzt darauf, dass die wohlhabenden Golfstaaten diese Lücke füllen.

In knapp fünf Wochen stimmen die Türken in einem Referendum darüber ab, ob sie Staatschef Erdogan mit noch größeren Befugnissen ausstatten wollen. Das Gezerre um Wahlkampfauftritte türkischer Regierungsvertreter in Europa hat das Verhältnis zwischen Türkei und EU schon jetzt massiv beschädigt. Ein autoritär regierender Erdogan dürfte die Beziehungen nach dem 16. April noch weiter verschlechtern - mit negativen Folgen für die türkische Wirtschaft. Der starke Mann aus Ankara wird zukünftig wohl noch mehr auf Partner am Golf angewiesen sein.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/r ... 38738.html


Der Vorteil der arabischen Monarchien ist, daß sie keine blöden Fragen stellen. Die Europäer kommen immer mit dem Zeigestock. Das müsse besser werden, dies müsse geändert werden usw. Und dann ist "klar", daß ein Beitritt sowieso praktisch utopisch ist. Das werden die Könige, Sultane und Scheichs vom Persischen Golf kaum so machen. Andererseits sind diese Länder als Partner, egal zu welchem Thema nicht wirklich ein gleichwertiger Partner zur EU. Das muß man klar sagen. Und die wollen für Kohle und Kredite auch Gegenleistungen.

Ist es wahrscheinlich, daß sich die Türkei von der EU weiter entfernt und gleichzeitig näher an Staaten des vorderen Orients heranrückt? Wenn ja, in welcher Form und Qualität? Der Weg zur Regionalmacht ist hart. Und wird niemanden geschenkt. Erdogan hat von einer superben Politik am Anfang seiner Regierungszeit es geschafft die Türkei in unsichere Gewässer zu führen. Aber, die Frage lautet auch, ist das nicht normal? Wenn man sich verändert? Wenn man umzieht? Sind das nicht Geburtswehen, die normal sind? Ist es nicht immer schlauchend, wenn man sich aus einer alten Haut windet oder aus einer Verpuppung? Das bleibt abzuwarten.

Quo vadis Türkei?
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Bobo
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Re: Die Türkei nach dem Ende des Kalten Krieges - Vorderasien statt EU?

Beitragvon Bobo » Do 16. Mär 2017, 09:11

King Kong 2006 hat geschrieben:(15 Mar 2017, 20:46)

Die Türkei scheint sich zu verschieben. Wenn nicht geografisch signifikant messbar. Denn geopolitisch. Nach dem 1. Weltkrieg, spätestens nach dem 2. Weltkrieg wurde die Türkei im Rahmen des Kalten Krieges u.a. durch die NATO und einer Aussicht zu einem Beitritt zur EG/EU an den Westen herangeführt. Manche meinen, gebunden. Nach dem Ende des Kalten Krieges verändern sich die Verhältnisse, die Bedürfnisse und die Umstände. In der Türkei, in der Region und darüber hinaus.

Ägypten erschien als idealer Partner unter den Muslimbrüdern und Mursi. Dann wurde er gestürzt. Das Verhältnis zum Nachbarn Iran ist ambivalent. Auf der einen Seite mit der vermutlich ältesten Grenze weltweit, was auf Stabilität hinweist, auf der anderen Seite teilweise unverhohlenen Differenzen und einem stagnierenden Verhältnis dadurch bedingt. Was für beide Seite Schade ist. Da wäre viel Potential. Russland ist ein Thema und dann wären da noch die arabischen Staaten am Persischen Golf.

Führt die Entwicklung, der Disput, mit der EU die Türkei näher an die arabischen Golfstaaten?





Der Vorteil der arabischen Monarchien ist, daß sie keine blöden Fragen stellen. Die Europäer kommen immer mit dem Zeigestock. Das müsse besser werden, dies müsse geändert werden usw. Und dann ist "klar", daß ein Beitritt sowieso praktisch utopisch ist. Das werden die Könige, Sultane und Scheichs vom Persischen Golf kaum so machen. Andererseits sind diese Länder als Partner, egal zu welchem Thema nicht wirklich ein gleichwertiger Partner zur EU. Das muß man klar sagen. Und die wollen für Kohle und Kredite auch Gegenleistungen.

Ist es wahrscheinlich, daß sich die Türkei von der EU weiter entfernt und gleichzeitig näher an Staaten des vorderen Orients heranrückt? Wenn ja, in welcher Form und Qualität? Der Weg zur Regionalmacht ist hart. Und wird niemanden geschenkt. Erdogan hat von einer superben Politik am Anfang seiner Regierungszeit es geschafft die Türkei in unsichere Gewässer zu führen. Aber, die Frage lautet auch, ist das nicht normal? Wenn man sich verändert? Wenn man umzieht? Sind das nicht Geburtswehen, die normal sind? Ist es nicht immer schlauchend, wenn man sich aus einer alten Haut windet oder aus einer Verpuppung? Das bleibt abzuwarten.

Quo vadis Türkei?



Es ist anzunehmen, dass Erdogan ohnehin mehr auf den Nahen Osten schielt, als nach Europa. Mir erscheint es nur logisch, dass der Versuch, Länder zu kaufen, indem man ihnen z. B. Geld für bis dahin nicht vorhandene demokratische Entwicklungen zahlt, scheitern muss. Das führt vorhersehbar zum Auftritt mit Taktstock und gefühlter Bevormundung. Anders herum wird ein Schuh draus. Die unumkehrbare demokratische Entwicklung einschließlich der dazugehörigen Tradition sollten vorhanden und über Jahrzehnte gefestigt sein, bevor über eine Aufnahme in die EU auch nur nachgedacht wird. Alles andere führt zu dem, was die EU heute ist. Ein monetär orientierter Klub, in dem Moral nur Normalbürgern und Wählervolk abverlangt wird. Derweil liefert die deutsche Rüstungsindustrie mithilfe der deutschen Politik weiter Waffen an Diktatoren und Verbrecherstaaten und das moralisch gefestigte Wählervolk spendet weiter für das Überleben der Geschundenen und dem Wiederaufbau der zerbombten Länder. Wenn das nicht vorbildliche demokratische Gewaltenteilung ist. Was Erdogan betrifft: Hat er es nicht oft und deutlich genug gesagt? Die Demokratie ist nur unser Vehikel. Was haben die Europäer daran denn bloß nicht verstanden?
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Re: Die Türkei nach dem Ende des Kalten Krieges - Vorderasien statt EU?

Beitragvon King Kong 2006 » Do 16. Mär 2017, 22:14

Bobo hat geschrieben:(16 Mar 2017, 09:11)

Es ist anzunehmen, dass Erdogan ohnehin mehr auf den Nahen Osten schielt, als nach Europa. Mir erscheint es nur logisch, dass der Versuch, Länder zu kaufen, indem man ihnen z. B. Geld für bis dahin nicht vorhandene demokratische Entwicklungen zahlt, scheitern muss. Das führt vorhersehbar zum Auftritt mit Taktstock und gefühlter Bevormundung. Anders herum wird ein Schuh draus. Die unumkehrbare demokratische Entwicklung einschließlich der dazugehörigen Tradition sollten vorhanden und über Jahrzehnte gefestigt sein, bevor über eine Aufnahme in die EU auch nur nachgedacht wird. Alles andere führt zu dem, was die EU heute ist. Ein monetär orientierter Klub, in dem Moral nur Normalbürgern und Wählervolk abverlangt wird. Derweil liefert die deutsche Rüstungsindustrie mithilfe der deutschen Politik weiter Waffen an Diktatoren und Verbrecherstaaten und das moralisch gefestigte Wählervolk spendet weiter für das Überleben der Geschundenen und dem Wiederaufbau der zerbombten Länder. Wenn das nicht vorbildliche demokratische Gewaltenteilung ist. Was Erdogan betrifft: Hat er es nicht oft und deutlich genug gesagt? Die Demokratie ist nur unser Vehikel. Was haben die Europäer daran denn bloß nicht verstanden?


Ich war schon skeptisch bei der Aufnahme der osteuropäischen Staaten. Staaten wie Russland oder eben die Türkei aufnehmen sind meiner Meinung nach nicht wirklich gut. Russland will eh nicht. Das ist ein eigener Block. Die Türkei wurde an der Stange gehalten. Acquis communautaire u.ä. sollten die Türkei soweit transformieren, damit sie nicht abgleitet. So wie der Iran. Das Problem ist aber, daß die Türkei nicht nur transformiert werden will, sondern auch mal aufgenommen. Das ist aber ein großer Fake. Natürlich hat die Türkei auch sehr profitiert von der Westanbindung. Zur EU und in der NATO. Das muß klar gesagt werden. Aber mehr geht eben nicht. Von BEIDEN Seiten. Will die Türkei mehr, dann muß man es gen Osten versuchen.
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Re: Die Türkei nach dem Ende des Kalten Krieges - Vorderasien statt EU?

Beitragvon X3Q » Do 16. Mär 2017, 23:29

Aber wer soll im Osten auf die Türkei warten?

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Re: Die Türkei nach dem Ende des Kalten Krieges - Vorderasien statt EU?

Beitragvon Bobo » Fr 17. Mär 2017, 14:28

King Kong 2006 hat geschrieben:(16 Mar 2017, 22:14)

Ich war schon skeptisch bei der Aufnahme der osteuropäischen Staaten. Staaten wie Russland oder eben die Türkei aufnehmen sind meiner Meinung nach nicht wirklich gut. Russland will eh nicht. Das ist ein eigener Block. Die Türkei wurde an der Stange gehalten. Acquis communautaire u.ä. sollten die Türkei soweit transformieren, damit sie nicht abgleitet. So wie der Iran. Das Problem ist aber, daß die Türkei nicht nur transformiert werden will, sondern auch mal aufgenommen. Das ist aber ein großer Fake. Natürlich hat die Türkei auch sehr profitiert von der Westanbindung. Zur EU und in der NATO. Das muß klar gesagt werden. Aber mehr geht eben nicht. Von BEIDEN Seiten. Will die Türkei mehr, dann muß man es gen Osten versuchen.



Das schnelle Vorpreschen war wohl möglich voreilig, sicher wirtschaftlich getrieben, wird sich aber einpendeln. Die Türkei aber war ein spezieller Fall. Sie selbst beweist aktuell, dass die herrschende Skepsis zu ihrer Aufnahme mehr als berechtigt war, indem sie sich gerade noch rechtzeitig als monetär bedingtes demokratisches Lügenkonstrukt mit Tendenz zur lupenreinen Diktatur outetet. Niemand anders, als die Türken selbst werden darunter leiden. Unter Erdogan ist der Drops „Europa“ für die Türkei endgültig gelutscht und die Türkei versinkt für Europa in Bedeutungslosigkeit.

Zurzeit bangen große Teile der europäischen Politik vor dem Zerfall Europas und jubeln, wann immer die Rechtspopulisten eine Wahl nicht für sich entscheiden, als wäre es ein Glücksfall. In ganz Europa schwellen nationalistische Bestrebungen. Rechtspopulisten schießen aus dem Boden und fahren Erfolge ein. Austritte werden gefordert, einer ist bereits so gut wie vollzogen. Die Rechtspopulisten sind aber nicht aus dem Boden geschossen. Sie sind die direkte Folge der Missachtung der Tatsache, dass die europäische Bereitschaft zum Leben in Multikultigesellschaften innerhalb Europas in Jahrzehnten gewachsen ist und deshalb große Akzeptanz erfährt. Deshalb ist sie aber nicht in gleicher Weise global übertragbar. Die Entstehung der EU forderte den Mitgliedern einen hohen Blutzoll ab, sicherte Frieden und darf schon deshalb nicht von kurzsichtigen Politikern auf Spiel gesetzt werden. Wer jetzt nicht erkennt, dass die europäische Bereitschaft zu Multikulti endet, wo grundsätzliche kulturelle europäische Gemeinsamkeiten sträflich missachtet werden oder fremde Kulturen zur Bildung von Parallelgesellschaften mit unübersehbaren Auswirkungen führen, der ist Teil der Ursache, der Erkrankung des wankenden Patienten Europas.

Weder taugt Europa zum Retter der Welt noch will Europas Bevölkerung die Welt retten, noch will die Welt von Europa gerettet werden. Sämtliche europäischen Errungenschaften enden eine Handbreit hinter den europäischen Außengrenzen. Punkt. Führende Politiker werden nicht müde, die EU eine Wertegemeinschaft zu nennen, Politiker jüngerer Mitgliedsstaaten widersprechen dem offen und liegen damit richtig. Der Gründergedanke war eine Wertegemeinsaft. Haltet Frieden und arbeitet zusammen für Frieden in Freiheit und Wohlstand. Doch das ist längst Geschichte! Rüstungskonzerne wie der Leoparden Bauer erpressen deutsche Politiker ganz offen. Entweder genehmigen sie Exporte in beliebige Drittländer und Verbrecherstaaten oder sie verlegen ihre Panzerfabriken außerhalb ihrer politischen Einflussbereiche. Dank der umweltbewussten Weltenretter „die Grünen“ werden in Afrika riesige Agrarflächen, die dringender zur Ernährung der dortigen Bevölkerungen gebraucht würden, zu umweltschädlichen Monokulturen zwecks Herstellung europäischen Biodiesels. Und um irgendwelchen „Menschenrechten“ genüge zu tun, oder vielleicht auch nur, um als toller Verbündeter zu gelten, helfen wir Deutsche unverdrossen beim bombardieren Syriens, obwohl die Ziele der Aktion nicht einmal mit den NATO-Verbündeten Türkei übereinstimmen, deren Flugbasen wir dafür nutzen und die ganz nebenbei einen neuerlichen Terrorkrieg gegen die Kurden vom Zaun gebrochen haben. Die Liste europäischer Gaunereien ließe sich noch lange fortführen. Am Ende könnte die Erkenntnis stehen, dass Europa in der Tat nur noch eine Vertragsgemeinschaft ist, deren Werte längst den Interessen der Wirtschafts- und Rüstungslobby zum Opfer gefallen sind. Denn Massenzuwanderung wird offenbar europaweit nicht toleriert, ist aber beweisbar die direkte Folge europäischer Wirtschafts- und Kriegspolitik. Letztere natürlich mit besten Grüßen der Rüstungslobby. Hoffentlich ist niemand überrascht, wenn der Flüchtlingsstrom direkt nach dem Referendum in der Türkei erneut einsetzt. Denn so wird es kommen, wenn hinter den Kulissen kein weiterer Kuhhandel abgeschlossen wird. Erdogans Hauptinteresse wird es sein, Europa so effektiv wie möglich zu destabilisieren. Wie immer es kommen mag, die Ursache ist nicht Erdogan, sondern die Politik, die ihm diese Waffe in die Hand spielte. Nicht allein Merkel, sondern die gesamteuropäische Politik, die z. B. Hungersnöte und Kriege erzeugen und die natürlich zu den Massenfluchten führen. Egal wie viel wir spenden, um das Gewissen zu beruhigen. Eine Krankheit endet nicht, wenn die Ursachen nicht behandelt werden. Europa ist ziemlich krank und sollte langsam beginnen, seine Politik wirklich wieder nach den oft zitierten Werten auszurichten. Wenn Frieden für alle schon nicht durchsetzbar ist, dann doch wenigstens keine unnötig langen Scheinkriege zu Lasten anderer Völker unter europäischer Beteiligung. Obwohl ich nichts anderes als die EU kenne, fallen mir grad keine existenzbedrohenden oder nicht egoistischen Argumente ein, warum Europa wie es heute ist, unbedingt gerettet werden müsste. Zumindest Deutschland und Frankreich halte ich auch als Nationalstaaten für stabile Demokratien. England wird es vormachen. Sie werden nach dem Austritt nicht vom Erdboden verschwinden oder zur Elendszone verkümmern.

Sorry, aber es ist schwer, nicht über die Dörfer zu kurven, weil die Themen so eng miteinander verbunden sind.


So

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