EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

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Hieronymus
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Hieronymus » Fr 21. Jul 2017, 14:45

Bobo hat geschrieben:(21 Jul 2017, 11:23)

Stellst du die Frage aufgrund des minderqualifizierten bis jämmerlichen Hinweises des Users Hieronymus?

(...)


Ein Rat von mir, den du sicherlich nicht befolgen kannst und willst: schließe nicht von dir auf andere! :p
MfG

H.
Praia61
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Praia61 » Fr 21. Jul 2017, 15:39

Hieronymus hat geschrieben:(21 Jul 2017, 15:44)

Den Menschen zeichnet aus, dass er dazulernen kann - der eine schneller, der andere langsamer, wenige überhaupt nicht.

Langweilige, allgemeine Binsenweisheit :D
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Eiskalt
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Eiskalt » Fr 21. Jul 2017, 15:50

Wie man sieht hat das alles nichts gebracht.

Deutschland mache der Türkei laut Erdogan mit seinen "Drohungen" keine Angst.

Nicht verwunderlich.
Wird nun der überfällige Schritt seitens der Regierung kommen schwere wirtschaftliche Mittel auch einzusetzen?

Jetzt müssen die Drohungen wahr gemacht und ggf sogar noch weiter verschärft werden. Ansonsten macht sich die Regierung lächerlich und unglaubwürdig.
Memento mori
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Hieronymus
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Hieronymus » Fr 21. Jul 2017, 18:11

Praia61 hat geschrieben:(21 Jul 2017, 16:39)

Langweilige, allgemeine Binsenweisheit :D


Und trotzdem immer noch von vielen Menschen nicht begriffen. :(
MfG

H.
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 21. Jul 2017, 20:03

Eiskalt hat geschrieben:(21 Jul 2017, 16:50)

Wie man sieht hat das alles nichts gebracht.

Deutschland mache der Türkei laut Erdogan mit seinen "Drohungen" keine Angst.

Nicht verwunderlich.
Wird nun der überfällige Schritt seitens der Regierung kommen schwere wirtschaftliche Mittel auch einzusetzen?

Jetzt müssen die Drohungen wahr gemacht und ggf sogar noch weiter verschärft werden. Ansonsten macht sich die Regierung lächerlich und unglaubwürdig.

Lächerlich macht sich der fette Gabriel in beiden Fällen. Sanktionen mögen schlecht sein, aber das bringt die Delinquenten auch nicht heim.
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Antonius » Sa 22. Jul 2017, 17:40

Hyde hat geschrieben:(21 Jul 2017, 13:55)
Die EU hat schon genug Probleme mit osteuropäischen Staaten wie Polen oder Ungarn. Und die sind hinsichtlich Kultur und politischer Mentalität noch deutlich näher an Westeuropa als die Türkei.
Ein EU-Beitritt der Türkei wäre Selbstmord der Europäischen Union.
Deinem letzten Satz kann man nur zustimmen.
Aus meiner Sicht sollte man die innereuropäischen Probleme dagegen nicht überbewerten.
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon gödelchen » Sa 22. Jul 2017, 18:03

Praia61 hat geschrieben:(21 Jul 2017, 16:39)

Langweilige, allgemeine Binsenweisheit :D


..und leider in der Politik nicht immer zielführend. Weil es da hohe Gut der Lagenabschätzung ist, die nächste Volte bereits vorauszuahnen und den Wind immer in seine gewollte Richtung blasen zu lassen. Da geht das mit der Lernfähigkeit nicht weiter. Das hast du gelernt oder du verlierst...:-)
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon elmore » Sa 22. Jul 2017, 19:39

Das Problem ist, dass Erdogan nicht die Türkei ist und auch nicht die Türkei in ihrer Gesamtheit
repräsentiert. Aber es ist leider aktuell politische Realität, dass er das ganze Land in seinem
politischen Würgegriff hält und es aktuell unter dieser immer totalitärer vorgehenden
Erdogan-Sultanokratur für politische Oppositionelle immer schwieriger wird, offen für
die andere, durchaus auch gewünschte und weltoffene Türkei einzutreten.
Eine Türkei, die durchaus auf dem Weg war, ohne ihre muslimischen Wurzeln verraten
oder "verkaufen" zu müssen, dass ein Rechtsstaat und religiöse Toleranz, säkulare Weltoffenheit auch in einem
traditionell muslimisch geprägten Land keine Unmöglichkeit oder ein Widerspruch sein müssen.

Dahingehend ist es nicht hilfreich, das Spiel des Despoten und Türkeiwürgers Erdogan und seine
Komplizen genauso zu spielen und genauso mit Drohungen und Vergeltungsmaßnahmen zu antworten.

Es geht sicherlich darum, Grenzen zu ziehen und klar zu machen, dass die derzeitige Erdogan-Türkei
kein EU-Beitrittskandidat sein kann und man insofern jederzeit die EU-Fördergelder auf Eis legen sollte.
Ebenso ist es sicherlich nicht hilfreich, der Erdogan-Machtelite durch wirtschaftliches Entgegenkommen
wieder auf den Erfolgskurs zu verhelfen, den dieser Despot und die Profiteure seines Regimes
incl. AKP brauchen. Erdogans Aufstieg ist ja vor allem auf seine wirtschaftlichen Erfolge gegründet.
Er hat da in der Vergangenheit sichtbar und spürbar für viele Menschen gerade die wirtschaftliche
Situation verbessert. Und da verzeiht oder sieht man ihm eben heute so manche "Eselei" oder
"Gehabe" nach. Noch dazu, wenn er die immer schon stolze Türkische Seele streichelt und
zu neuer Größe erweckt. Türke oder Türkin zu sein, ist nicht mehr länger mit "Kanakentum",
"Bettelei" und "Gastarbeiter-Ali" - Gefühlen verbunden, sondern mit dem großen "mia san mia"-Gefühl,
dass Erdogan als Botschaft für sein Volk hat.
Mit dem Hinweis "…und mia is wo mia san" … das kommt an und nährt das jahrzehntelang
von Defizit und Herabwürdigung gequälte "türkische Herz".

Man sollte klare Grenzen ziehen, ja. Auch erklären, dass die JETZIGE Türkei und ihre aktuelle
Entwicklung problematisch und mit der EU und dem rechtsstaatlichen Verständnis dieser
Gemeinschaft von Rechtsstaaten nicht kompatibel ist. Es immer weniger sein wird, wenn
der Weg in einen finsteren "McCarthyismus auf Türkisch" so weiter geht und sich das Land
politisch sozusagen in die Zeit der USA Anfang der 50-er Jahre zurückbeamt, mit ihrem Wahn, hinter jeder Ecke
Kommunisten zu sehen, die das Land demnächst in Beschlag nehmen wollen.
So ähnlich läuft es ja derzeit in der Türkei, nur ist der Feind kein Kommunist, sondern
Gülenist. Und das kann im Prinzip jeder jederzeit sein. Ist einfach und vollkommen irr zugleich.

Aber leider für die Menschen, die diesem Irrsinn ausgesetzt sind, alles andere als lustig.
Eher furchtbar. Und gerade deshalb muss man meiner Ansicht nach auch klar sagen,
dass man der anderen Türkei (und einer Zukunft ohne Erdogan-Wahnsinn) jederzeit wieder
als Partner auf Augenhöhe die Hand reichen will. Ohne Wenn und Aber.

Die angedachten Reaktionen seitens der deutschen Regierung sind ausreichend.
Man sollte nicht überziehen. Eine weitere Eskalation der Lage ist nicht hilfreich.
Und eines ist sicher, Erdowahn wird sich aufgrund von - sicher schmerzhaften -
vor allem wirtschaftlich wirkenden Maßnahmen keinen Fußbreit bewegen, hinsichtlich
der Freilassung seiner politischen Geiseln wie Denis Yüzel &Co. und auch den vielen
inhaftierten Türken und Türkinnen, die man hier nicht vergessen sollte.

Und es ist vielleicht nicht die schlechteste Herangehensweise, sich zu erinnern, dass auch Francos Diktatur nicht ewig hielt und auch nicht
die Militärjunta Griechenlands…Ich wage zu phrophezeien, auch Erdogan wird
irgendwann die Segel streichen … und seine Rechnung bekommen…von seinem Land
und dessen Menschen.

edit elmore: Kleinere Satzverbesserungen und RS - Fehler behoben...
Ein Fröschlein sitzt auf dem Kopf von Erdogan.
"Fröschlein, wie geht es dir?" - "Bis auf das Geschwür an meinem Arsch ganz gut", erwiderte dieses.
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H2O
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon H2O » Mo 5. Feb 2018, 10:36

Donnerwetter, wer hätte das gedacht: Präsident Erdogan ist heute, 5. Februar 2018, auf Staatsbesuch in Italien. Ein Treffen mit dem Papst Franziskus wird stattfinden, mit Staatspräsident Mattarella und mit Ministerpräsident Gentilioni. Das an sich wäre gar nicht so spannend, wenn der Besuch nicht von der Forderung begleitet wäre, die Türkei als Vollmitglied in die EU auf zu nehmen. Die Türkei erfülle lückenlos sämtliche Aufnahmebedingungen. Damit muß sich nun der italienische Gastgeber auseinander setzen. Das wird wohl kein Vergnügen sein. Stimmen die Italiener zu, dann gibt es postwendend Ärger mit der EU, lassen sie Erdogan höflich aber klar abblitzen, dann gibt es gleich Gebrüll in Rom.

Merkwürdig: Keine Meldung in den deutschen Medien, nichts! Die polnische Rzeczpospolita von heute widmet dem Besuch Erdogans in Rom einen ganzen langen Aufsatz.

http://www.rp.pl/Unia-Europejska/180209 ... skiej.html

Nachtrag 5. Feb 2018, nachmittags, DLF-Nachrichten:

Präsident Erdogan hat eine einstündige Audienz beim Papst Franziskus zum Thema Jerusalem abgearbeitet. Der Papst hatte ja US-Präsident Trumps Erklärung zu Jerusalem als Hauptstadt des Staates Israel kritisiert. Anscheinend gab es keine weitere Übereinstimmung mit Erdogans Vorstellungen zum Konflikt in dieser Sache.
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Nomen Nescio » Di 6. Feb 2018, 12:09

H2O hat geschrieben:(05 Feb 2018, 10:36)

Donnerwetter, wer hätte das gedacht: Präsident Erdogan ist heute, 5. Februar 2018, auf Staatsbesuch in Italien. Ein Treffen mit dem Papst Franziskus wird stattfinden, mit Staatspräsident Mattarella und mit Ministerpräsident Gentilioni. Das an sich wäre gar nicht so spannend, wenn der Besuch nicht von der Forderung begleitet wäre, die Türkei als Vollmitglied in die EU auf zu nehmen. Die Türkei erfülle lückenlos sämtliche Aufnahmebedingungen.

so lückenlos ist es jedenfalls noch nicht. unsere regierung hat offiziell den NL botschafter aus ankara zurückgezogen. das, weil die türkei so gut die menschenrechte handhabt. und es eine unwahrheit ist, daß erdogan türken im ausland als eine erweiterung seiner macht sieht/behandelt. :rolleyes:
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Tom Bombadil » Di 6. Feb 2018, 12:54

Wovon träumt der Erdogan denn jetzt schon wieder? Springt wichtigen EU-Staaten mit dem nackten Arsch ins Gesicht, führt in der Heimat ein autokratisches System ein und kämpft in Syrien einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg. Der soll mal froh sein, dass er in Italien nicht verhaftet und nach Den Haag geschafft wird.
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon H2O » Di 6. Feb 2018, 13:40

Tom Bombadil hat geschrieben:(06 Feb 2018, 12:54)

Wovon träumt der Erdogan denn jetzt schon wieder? Springt wichtigen EU-Staaten mit dem nackten Arsch ins Gesicht, führt in der Heimat ein autokratisches System ein und kämpft in Syrien einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg. Der soll mal froh sein, dass er in Italien nicht verhaftet und nach Den Haag geschafft wird.


Lieber nicht; dann öffnen sich die Schleusen bis Bangladesch, und die Gummibootfabrikation erklimmt einsame Höhen. Das ist schon ein Kreuz mit diesem Kerl!
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Tom Bombadil » Di 6. Feb 2018, 14:17

Man darf sich von solchen Typen nicht erpressen lassen. Macht man es wohl, wird man in der Geschichte nicht besser da stehen als Chamberlain.
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon H2O » Di 6. Feb 2018, 17:52

Tom Bombadil hat geschrieben:(06 Feb 2018, 14:17)

Man darf sich von solchen Typen nicht erpressen lassen. Macht man es wohl, wird man in der Geschichte nicht besser da stehen als Chamberlain.


Dann verstehe ich Ihre andernorts geäußerte Empörung nicht mehr, daß man Flüchtlinge aller Art nicht ohne weiteres ins Land gelangen lassen dürfe. Wie machen wir denn die Ägäis dicht?

Schlauchboote versenken verbietet sich von allein. Flüchtlinge einsammeln und mit Marinelandungsschiff absetzen... ist unpraktisch, wenn da Bewaffnete sind, die das verhindern. Flüchtlinge auf den griechischen Inseln verrecken lassen verbietet sich. Spanien, Italien und Griechenland volllaufen lassen wäre Verrat Europas an diesen Partnern.

In Europa Zig Lager für 100.000 Menschen anlegen und versorgen... wer soll das machen und wie lange? "Integrieren"... wie denn mit Wohnung, Arbeit, Schule?

Mir ist klar, daß Pakistan (250 Mio) und Bangladesch (150 Mio) bei geöffneten Grenzen "aus dem Stand" 10 Millionen hoffnungsloser Menschen auf den Weg bringen könnten. Davor bewahrt uns der "Deal" mit Erdogan. Die Türken machen in diesem Fall die Drecksarbeit, die wir Europäer aus vielen Gründen so nicht machen wollen.
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Tom Bombadil » Di 6. Feb 2018, 18:04

H2O hat geschrieben:(06 Feb 2018, 17:52)

Dann verstehe ich Ihre andernorts geäußerte Empörung nicht mehr, daß man Flüchtlinge aller Art nicht ohne weiteres ins Land gelangen lassen dürfe.

Ja, das hast du dann falsch verstanden. Echten Flüchtlingen sollen und müssen wir helfen, aber das bedeutet nicht, dass wir jedem, der über die Grenze spaziert, ohne genaue Überprüfung das Etikett Flüchtling verpassen und ihm Asyl gewähren.
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Ger9374 » Di 6. Feb 2018, 18:10

Tom Bombadil hat geschrieben:(06 Feb 2018, 18:04)

Ja, das hast du dann falsch verstanden. Echten Flüchtlingen sollen und müssen wir helfen, aber das bedeutet nicht, dass wir jedem, der über die Grenze spaziert, ohne genaue Überprüfung das Etikett Flüchtling verpassen und ihm Asyl gewähren.


So wie es auch geschehen sollte!
Machte Deutschland mit ausnahme 2015,2016
auch recht gut.Jedenfalls war es nicht so chaotisch vorher. Alle waren an sich damit zufrieden.
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon H2O » Di 6. Feb 2018, 18:12

Tom Bombadil hat geschrieben:(06 Feb 2018, 18:04)

Ja, das hast du dann falsch verstanden. Echten Flüchtlingen sollen und müssen wir helfen, aber das bedeutet nicht, dass wir jedem, der über die Grenze spaziert, ohne genaue Überprüfung das Etikett Flüchtling verpassen und ihm Asyl gewähren.


Dieser Fall wäre auch gar kein Juckepunkt für mich (GroKo-Verhandler bitte weghören!). Die große Zahl der Zuwanderer aus Bangladesch hat weniger politische Gründe... die treibt die schiere Hoffnungslosigkeit. Und in Pakistan dürfte sich die Sache mischen... Christenverfolgung, Taliban, IS... Und was tun wir dann mit den angelandeten Menschen mit und ohne Asylgrund, die uns derzeit Erdogans Türkei vom Halse hält?
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon H2O » Di 6. Feb 2018, 18:20

Ger9374 hat geschrieben:(06 Feb 2018, 18:10)

So wie es auch geschehen sollte!
Machte Deutschland mit ausnahme 2015,2016
auch recht gut.Jedenfalls war es nicht so chaotisch vorher. Alle waren an sich damit zufrieden.


Nein, das ist jetzt wirklich zu einfach dargestellt! Da waren in Griechenland und Italien 160.000 Flüchtlinge aufgelaufen... und da hat Deutschland sich sehr fein heraus gehalten. Wollte in der EU solidarische Verteilung... woraus nichts wurde. Und dann kam in der Ägäis die Riesenwelle der Flüchtlinge aus Syrien, in die sich dann alle möglichen anderen dunkelhäutigen Flüchtlinge von Nordafrika bis Pakistan hinein schoben. Und am Ende in Ungarn im Dreck lagen. Da wurde Mutti Merkel tätig und die Teddybärwerfer. Und genau davor bewahrt uns jetzt der "Deal" der EU mit Erdogans Türkei.

Wenn wir nicht höllisch aufpassen, dann geht diese Geschichte erneut los, Obergrenze und 1.000 Flüchtlinge im Monat hin oder her. Teddybären werden dann vermutlich nicht fliegen.
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Tom Bombadil » Di 6. Feb 2018, 18:54

In der Türkei lagern zig Millionen Bangladeschi und Pakistani und warten nur darauf, dass Erdogan die Grenzen öffnet? Hab ich was nicht mitbekommen?
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon H2O » Di 6. Feb 2018, 19:25

Tom Bombadil hat geschrieben:(06 Feb 2018, 18:54)

In der Türkei lagern zig Millionen Bangladeschi und Pakistani und warten nur darauf, dass Erdogan die Grenzen öffnet? Hab ich was nicht mitbekommen?


Teils, teils: Erdogans Soldaten halten derzeit hinten ab was vorne raus will. Hat er übrigens tatsächlich angedroht, und solche Gemeinheiten sind ihm auch zu zu trauen mitsamt Schlepperdiensten.

Nachtrag DLF-Nachrichten: Derzeit sind Pakistani die zweithäufigste Gruppe unter den Flüchtlingen übers Meer nach Italien. Die waren in Libyen im Bereich Erdöl tätig, und jetzt sind sie dort nicht mehr erwünscht.

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