EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

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odiug
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon odiug » Fr 10. Mär 2017, 09:32

Zinnamon hat geschrieben:(10 Mar 2017, 09:06)

In der gestrigen Monitor Sendung wurde gezeigt, wie Erdogan während einer Rede Nein Sager zum Referendum mit Terroristen gleichsetzt.

Ja ... erinnert an "Volksveraeter" oder "Haters" und fuehrt zu einer Spaltung, in der ein Diskurs unmoeglich wird ... wenn es dumm laeuft, auch gefaehrlich fuer die Kritiker.
Das eigenartige ... und auch da reiht sich Erdogan in meine Reihe ein, ist, dass man auf die eigenen Rechte Pocht, ja sie zu verteidigen vorgibt, die man anderen ohne mit der Wimper zu zucken verweigert.
Und da meine ich nicht allein das Einreiseverbot fuer deutsche Abgeordnete, sondern auch das Redeverbnot fuer oppositionelle Politiker in der Tuerkei selbst.
Dass das den Ergoganjublern nicht als Widerspruch auffaellt, ist mir nicht verstaendlich.
Bei mir streuben sich da alle Nackenhaare ... ich finde das wirklich bedenklich.
Aber auch das ist keine "tuerkische" Eigenart.
Das sieht man bei AfD Anhaengern genauso oder bei Putinverstehern und Trumpanhaenger.
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Bobo » Fr 10. Mär 2017, 09:38

Europa und die viel beschworenen, gemeinsamen Werte wurden von Polen und Ungarn längst als Farce enttarnt. Der einzig real existierende gemeinsame Wert ist das Geld! Für die Mitgliedschaft in der Fantasiewelt des Euroraumes gehört das freiwillige Bekenntnis zur demokratischen Gestaltung der Mitgliedsstaaten. Dasselbe gilt übrigens für die Mitgliedschaft in der NATO. Als NATO-Soldat sträubt sich alles in mir dagegen, für einen der genannten Staaten, einschließlich der Türkei, einen Verteidigungsfall anzuerkennen oder sogar Waffe in die Hand zu nehmen. Es sind Nationalstaaten, sie gebärden sich wie solche, also sollen sie ihre Konflikte auch national lösen. Soldaten der Bundeswehr haben gelobt oder geschworen, für Freiheit und Demokratie zu kämpfen, nicht für Nationalstaaten oder Despoten, und auch nicht für wirtschaftliche Interessen, einschließlich die der Rüstungsindustrie. Natürlich steht zurzeit keinerlei Waffengang zur Debatte, aber dass kann sich unter Schwachköpfen wie Erdogan und Co. rasch ändern.

Das mit der Türkei bezüglich der EU nicht mehr verhandelt werden kann, sollte eigentlich klar sein. Das gleiche gilt für die EU-Zahlung von mehr als 600 Millionen Euro an die Türkei zur Förderung des Aufbaus demokratischer Strukturen. Sie weiter zu zahlen ist schon nicht mal mehr ein Treppenwitz. Merkel erweist sich mal wieder als handlungsunfähig, und mir ihr, das gesamte monetär ausgerichtete EU-Kasperkabinett. Um es klar zustellen. Es brächte niemanden was, wenn Merkel vor die Kameras träte und Reden im Stile des Reichsparteitages schmetterte. Die Maßnahmen sollten auf diplomatischem Wege hinter verschlossenen Türen abgewickelt werden. Für Merkel wäre es an der Zeit, die deutschen Soldaten aus der Türkei abzuziehen, Rüstungsgeschäfte einzufrieren und den Bau der geplanten Panzerfabrik von Rheinmetall in der Türkei auf Eis zu legen. Von der EU darf erwartete werden, dass sie rasch und konsequent klarstellt, dass Erdogan für sein Referendum, das letztlich auch die Einführung der Todesstrafe nach sich zöge, auf europäischen Boden nicht werben wird! Meinungsfreiheit hin oder her. Es kann nicht sein, dass ein faschistoider Sultan auf demokratischen Boden für die Abschaffung der Demokratie wirbt. Es sollte jedem klar sein, dass es Erdogan nicht um die vielleicht dreihunderttausend Stimmen z. B. in Deutschland geht, sondern darum, den rund 50 Millionen Bürgern in der Türkei zu zeigen, wie er Europa, allen voran Deutschland, am Nasenring durch die Manege führt, und deren Stimmen als vermeintlich starker Mann zu schnappen. Das ist sein Weg, die Wähler in der Türkei zu gewinnen. Die Illusion vom Wiedererstarken des Osmanischen Reichs. Es geht uns nichts an, welche Hölle sich die Türken schaffen, aber sie sollten keine Gelegenheit bekommen, dies auf unseren Rücken und mithilfe von EU-Geldern zu tun! Die heutigen Zustände in der Türkei tragen ohne jeden Zweifel das zweifelhafte Prädikat "Gesponsert von Europa". Damit muss Schluss sein. Kein wie auch immer deklarierter Wahlkampfauftritt innerhalb der EU und keine EU-Gelder mehr für wachsende Diktaturen. Wenn nötig, europaweites Einreiseverbot für türkische Politiker bis nach dem Referendum.
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Kritikaster » Fr 10. Mär 2017, 09:50

Bobo hat geschrieben:(10 Mar 2017, 09:38)

Als NATO-Soldat sträubt sich alles in mir dagegen, für einen der genannten Staaten, einschließlich der Türkei, einen Verteidigungsfall anzuerkennen oder sogar Waffe in die Hand zu nehmen. Es sind Nationalstaaten, sie gebärden sich wie solche, also sollen sie ihre Konflikte auch national lösen. Soldaten der Bundeswehr haben gelobt oder geschworen, für Freiheit und Demokratie zu kämpfen, nicht für Nationalstaaten oder Despoten, und auch nicht für wirtschaftliche Interessen, einschließlich die der Rüstungsindustrie. Natürlich steht zurzeit keinerlei Waffengang zur Debatte, aber dass kann sich unter Schwachköpfen wie Erdogan und Co. rasch ändern.

Keine Bange: Selbst im V-Fall ist es jedem NATO-Mitglied überlassen, auf welche Weise es reagieren möchte. Es existiert kein militärischer Automatismus:
Artikel 5 des NATO-Vertrags lautet:

Die Parteien vereinbaren, dass ein bewaffneter Angriff gegen eine oder mehrere von ihnen in Europa oder Nordamerika als ein Angriff gegen sie alle angesehen wird; sie vereinbaren daher, dass im Falle eines solchen bewaffneten Angriffs jede von ihnen in Ausübung des in Artikel 51 der Satzung der Vereinten Nationen anerkannten Rechts der individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung der Partei oder den Parteien, die angegriffen werden, Beistand leistet, indem jede von ihnen unverzüglich für sich und im Zusammenwirken mit den anderen Parteien die Maßnahmen, einschließlich der Anwendung von Waffengewalt, trifft, die sie für erforderlich erachtet, um die Sicherheit des nordatlantischen Gebiets wiederherzustellen und zu erhalten.

Es gilt also: Don't panic! ;)
Der am höchsten entwickelte Sinn ist der Unsinn. (Peter E. Schumacher)
Wo der Sinn aufhört, beginnt der Wahnsinn. (Erhard Horst Bellermann)
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Bobo » Fr 10. Mär 2017, 12:31

Firlefanzdetektor hat geschrieben:(10 Mar 2017, 09:50)

Keine Bange: Selbst im V-Fall ist es jedem NATO-Mitglied überlassen, auf welche Weise es reagieren möchte. Es existiert kein militärischer Automatismus:

Es gilt also: Don't panic! ;)



Damit liegst du zum Glück richtig. Nur ging es, wie erwähnt, nicht um die Gefahr eines konkreten Waffenganges. Diverse Politiker vertreten die Ansicht, man müsse mit dem Despoten Kontakt halten, um "den Menschen", wer immer diese sein mögen, durch Aufrechterhaltung der Gespräche zu helfen. Worüber soll denn gesprochen werden? Über Lösegeld? Wann in der Geschichte hielten Gespräche Despoten wie: Napoleon, Hitler, Putin oder Erdogan davon ab, ihren Wegen unbeirrt zu folgen? Zeigte die Geschichte nicht das genaue Gegenteil? War es nicht eher so, dass Gespräche und Zugeständnisse diese Schurken zusätzlich ermutigte, den Plänen unbeirrt zu folgen? Du weißt, dass es diesen Automatismus nicht gibt, ich weiß es und wer weiß wie viele Millionen andere auch. Aber lass dir die Artikel mal von Erdogan und seinen Schergen erläutern.

Wir reden von einem Machthaber samt willigem Gefolge, in dessen Wahrnehmung die herrschende Realität wie folgt ist: Die Türkei ist eine Demokratie und das "befreundete" (!) Deutschland dem Nazireich nahe! Erkennt da wer einen Realitätsbezug? Da Entscheidungen und Handlungsweisen von Regierungen maßgeblich von deren Zielen und von deren Wahrnehmung von der herrschenden politischen Realitäten abhängen dürfte, braucht es wohl keinen weiteren Beweis dafür, dass die Regierung Erdogan dringendst klare Grenzen aufgezeigt bekommen muss! Es sei denn, irgendwer hat die Absicht, ihm zur Beruhigung die Aufnahme in die EU, Visa oder irgendein anderes Lösegeld anzubieten, um was auch immer zu erreichen. Das türkische Volk ist der Souverän und sollte als solcher wissen, wofür oder wogegen es sich entscheidet, wenn es Erdogan zum Volkshelden erhebt, denn das Volk zahlt den Preis dafür und lebt Dank dem Versagen europäischer Politik in dem offenkundigen Irrglauben, Erdogan führe die Türkei in eine glorreiche Zukunft, und nicht in die politische Isolation. Früher oder später wirtschaftlich und militärisch.
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon elmore » Fr 10. Mär 2017, 17:24

Zinnamon hat geschrieben:(10 Mar 2017, 09:06)

In der gestrigen Monitor Sendung wurde gezeigt, wie Erdogan während einer Rede Nein Sager zum Referendum mit Terroristen gleichsetzt.


Gezielte Unterdrückung der Meinungsfreiheit mit Nazimethoden: Das ist regierungsoffiziell der Umgang Deutschlands auf eigenem Boden mit Türken und ihren politischen Heldenministern samt Gottvater Erdogan.

Wie mir Erdogan - Fans die Brille aus dem Gesicht schlugen
http://www.zeit.de/hamburg/politik-wirtschaft/2017-03/mevluet-cavusoglu-tuerkei-wahlkampf-recep-tayyip-erdogan-deutschtuerken-hamburg
Auszug aus dem Artikel, in dem der ZEIT-Reporter Sebastian Kempkens schildert, was im auf türkischen Boden! (des Hamburger Türkenkonsulats) beim
Wahlkampf-Scharfmacherauftritt des türkischen Aussenminister widerfuhr:

"Von hinten hauen Männer mit ihren Türkei-Flaggen auf mich ein, dann kommt ein Mann, packt mich und schubst mich in die Menge. "Raus hier", sagt er. Aber um mich herum ist es voll und jemand schubst mich zurück, ein anderer schlägt mir ins Gesicht, meine Brille fliegt runter.
Sekunden später stehe ich am Ausgang. Ich habe sehr schlechte Augen, ohne Brille sehe ich die vier, fünf Männer um mich herum nur schemenhaft. Sie drängen mich an die Mauer des Konsulats. Ich sei als Journalist reingelassen worden und mache jetzt hier Propaganda, wirft mir ein Ordner in Lederjacke vor. "Verpiss dich von hier, oder dir passiert was", zischt ein Mann neben ihm. "Du verdankst es Erdoğans Menschlichkeit, dass du noch lebst", ein anderer. Je länger es dauert, desto aggressiver wird es, also durchbreche ich die Mauer und stolpere davon.

Vor kurzem lief ein geschichtsträchtiger Spielfilm im TV, der recht nachdrücklich die Methoden und Gewalttätigkeiten der von der NSDAP als angstklimaschaffende Schlägertrupps eingesetzten SA nachzeichnete und wie diese verbal und physisch gegen
ihre Feinde, die Juden, vorgingen. Einfach nur weil sie Juden waren. Natürlich hielten sie diese gutorganisierte, führerhörige und gewaltbereite SA auch gegenüber politisch Andersdenkenden nicht zurück… Ähnlichkeiten im Verhalten der gut organisierten AKP- und Erdogan-Trupps und ihrem Umgang mit Meinungsfreiheit oder politisch Andersdenkenden (nicht nur auf türkischen Boden) kann sich jeder - wie er will - selbst bilden oder auch nicht …

Das türk. Gesetzt verbietet Wahlkampfauftritte türkischer Politiker im Ausland und wird von den höchsten türkischen Politiker gebrochen. Das Bundesverfassungsgericht stellte jüngst klar, dass ein Wahlkampfverbot türkischer Politiker
keine Einschränkung von demokratischen Grundrechten wäre und ein Verbot keinerlei Einschränkung von Meinungsfreiheit darstellen würde. Es allein eine rein politische Ermessenssache der deutschen Regierung sei, dies zu erlauben,
die nicht im Zusammenhang oder aufgrund verfassungsmäßig zu beachtender Grundrechte stehe.

Also Appeasement als höhere politische Ratio …
Ein Fröschlein sitzt auf dem Kopf von Erdogan.
"Fröschlein, wie geht es dir?" - "Bis auf das Geschwür an meinem Arsch ganz gut", erwiderte dieses.
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Jekyll » Fr 10. Mär 2017, 23:47

odiug hat geschrieben:(10 Mar 2017, 08:56)

Der Punkt ist, dass Kritik an der Politik Erdogans von diesem als Kritik an der Tuerkei, den Tuerken verkauft wird und diese das auch noch kaufen, zumindest die Tuerken, die an Ergogan glauben.
Und da reiht sich Erdogan in die von mir Genannten ein ... ohne Probleme.
Das, was du hier beschreibst, ist aber ein Merkmal aller manipulativ-populistisch arbeitenden Machtpolitiker. Stalin und Mao beispielsweise (sicher keine Rechte) haben die Massen auch so manipuliert; sich auf ein höheres Ideal berufen, sich als dessen Beschützer und Bewahrer deklarieren, und jeden Gegner, dessen Nase einem nicht gefiel, als Feind dieses Ideals brandmarken und bekämpfen. Das Alleinstellungsmerkmal von Typen wie Wilders oder Gauland ist dagegen das Überbetonen des Völkischen und Nationalistischen bis hin zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Die rein politischen Motive Erdogans (z. B. sein Verhältnis zur Gülen-Bewegung) haben mit solchen völkischen und chauvinistischen Gelüsten nichts zu tun.
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Vongole
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Vongole » Sa 11. Mär 2017, 02:19

elmore hat geschrieben:(10 Mar 2017, 17:24)

[b]Gezielte Unterdrückung der Meinungsfreiheit mit Nazimethoden: Das ist regierungsoffiziell der Umgang Deutschlands auf eigenem Boden mit Türken und ihren politischen Heldenministern samt Gottvater Erdogan.[/b]

Wie mir Erdogan - Fans die Brille aus dem Gesicht schlugen
http://www.zeit.de/hamburg/politik-wirtschaft/2017-03/mevluet-cavusoglu-tuerkei-wahlkampf-recep-tayyip-erdogan-deutschtuerken-hamburg
Auszug aus dem Artikel, in dem der ZEIT-Reporter Sebastian Kempkens schildert, was im auf türkischen Boden! (des Hamburger Türkenkonsulats) beim
Wahlkampf-Scharfmacherauftritt des türkischen Aussenminister widerfuhr:

"Von hinten hauen Männer mit ihren Türkei-Flaggen auf mich ein, dann kommt ein Mann, packt mich und schubst mich in die Menge. "Raus hier", sagt er. Aber um mich herum ist es voll und jemand schubst mich zurück, ein anderer schlägt mir ins Gesicht, meine Brille fliegt runter.
Sekunden später stehe ich am Ausgang. Ich habe sehr schlechte Augen, ohne Brille sehe ich die vier, fünf Männer um mich herum nur schemenhaft. Sie drängen mich an die Mauer des Konsulats. Ich sei als Journalist reingelassen worden und mache jetzt hier Propaganda, wirft mir ein Ordner in Lederjacke vor. "Verpiss dich von hier, oder dir passiert was", zischt ein Mann neben ihm. "Du verdankst es Erdoğans Menschlichkeit, dass du noch lebst", ein anderer. Je länger es dauert, desto aggressiver wird es, also durchbreche ich die Mauer und stolpere davon.

Vor kurzem lief ein geschichtsträchtiger Spielfilm im TV, der recht nachdrücklich die Methoden und Gewalttätigkeiten der von der NSDAP als angstklimaschaffende Schlägertrupps eingesetzten SA nachzeichnete und wie diese verbal und physisch gegen
ihre Feinde, die Juden, vorgingen. Einfach nur weil sie Juden waren. Natürlich hielten sie diese gutorganisierte, führerhörige und gewaltbereite SA auch gegenüber politisch Andersdenkenden nicht zurück… Ähnlichkeiten im Verhalten der gut organisierten AKP- und Erdogan-Trupps und ihrem Umgang mit Meinungsfreiheit oder politisch Andersdenkenden (nicht nur auf türkischen Boden) kann sich jeder - wie er will - selbst bilden oder auch nicht …

Das türk. Gesetzt verbietet Wahlkampfauftritte türkischer Politiker im Ausland und wird von den höchsten türkischen Politiker gebrochen. Das Bundesverfassungsgericht stellte jüngst klar, dass ein Wahlkampfverbot türkischer Politiker
keine Einschränkung von demokratischen Grundrechten wäre und ein Verbot keinerlei Einschränkung von Meinungsfreiheit darstellen würde. Es allein eine rein politische Ermessenssache der deutschen Regierung sei, dies zu erlauben,
die nicht im Zusammenhang oder aufgrund verfassungsmäßig zu beachtender Grundrechte stehe.

Also Appeasement als höhere politische Ratio …


Wohl kaum, oder? Die Bundesregierung wendet keine Nazimethoden an, aber sie kneift wegen des "Flüchtlingsdeals".
Ich nehme aber an, dass du das kaum gemeint haben kannst, sondern dich schlicht schlecht ausgedrückt hast im Eifer des Gefechts.

Deinem Vergleich mit den Methoden der NSDAP stimme ich zu, bis auf eines: Erdogans Ausfälle gegen Deutschland sind nicht gleichzusetzen mit denen Hitlers, oder der NSDAP, Vorgehen gegen die Juden.
Das ist eine Relativierung des einzigartigen Verbrechens der Shoah.
Allerdings sind Erdogans und die seiner Minister Bezeichnung eines Nato-Partners als Nazi-Regime auch eine üble Relativierung eben dieses.
Was dieser Mann macht, ist die rechtslastigen Parteien in D zu stärken, um uns dann genau das vorzuwerfen.

Appeasement, ja leider...
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon unity in diversity » Sa 11. Mär 2017, 12:42

Alles abgekartet und gefaked, der ganze "Konflikt"
Das gehört zur Strategie der Spannung.
Mache was, um die Leute vom harten Kern des Politikgeschäfts abzulenken.
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Adam Smith » Sa 11. Mär 2017, 13:03

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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Adam Smith » Sa 11. Mär 2017, 13:17

Jekyll hat geschrieben:(10 Mar 2017, 23:47)

Das, was du hier beschreibst, ist aber ein Merkmal aller manipulativ-populistisch arbeitenden Machtpolitiker. Stalin und Mao beispielsweise (sicher keine Rechte) haben die Massen auch so manipuliert; sich auf ein höheres Ideal berufen, sich als dessen Beschützer und Bewahrer deklarieren, und jeden Gegner, dessen Nase einem nicht gefiel, als Feind dieses Ideals brandmarken und bekämpfen. Das Alleinstellungsmerkmal von Typen wie Wilders oder Gauland ist dagegen das Überbetonen des Völkischen und Nationalistischen bis hin zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Die rein politischen Motive Erdogans (z. B. sein Verhältnis zur Gülen-Bewegung) haben mit solchen völkischen und chauvinistischen Gelüsten nichts zu tun.


Hie mal die Realität.

Erdogan hatte am Wochenende in einem Interview erklärt, nach der Befreiung der nordirakischen Stadt Mossul dürften dort nur sunnitische Araber, Turkmenen und sunnitische Kurden leben. Diese Äußerung löste im mehrheitlich von Schiiten bewohnten Irak scharfe Kritik aus.


http://www.n-tv.de/politik/Irak-droht-d ... 88846.html
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon elmore » Sa 11. Mär 2017, 16:52

Vongole hat geschrieben:(11 Mar 2017, 02:19)

1. Wohl kaum, oder? Die Bundesregierung wendet keine Nazimethoden an, aber sie kneift wegen des "Flüchtlingsdeals".
Ich nehme aber an, dass du das kaum gemeint haben kannst, sondern dich schlicht schlecht ausgedrückt hast im Eifer des Gefechts.

2. Deinem Vergleich mit den Methoden der NSDAP stimme ich zu, bis auf eines: Erdogans Ausfälle gegen Deutschland sind nicht gleichzusetzen mit denen Hitlers, oder der NSDAP, Vorgehen gegen die Juden.
Das ist eine Relativierung des einzigartigen Verbrechens der Shoah.


3. Allerdings sind Erdogans und die seiner Minister Bezeichnung eines Nato-Partners als Nazi-Regime auch eine üble Relativierung eben dieses.
Was dieser Mann macht, ist die rechtslastigen Parteien in D zu stärken, um uns dann genau das vorzuwerfen.

Appeasement, ja leider...


Zuvorderst: Für Überinterpretationen und phantasivolle Ergänzungen meines Textes bin ich nicht zuständig. Das liegt allein im
Einflußbereich des Empfängers oder der Empfängerin. :?

Zu 1. Aus dem Kontext dürfte wohl klar hervorgehen, dass mit regierungsoffiziell nicht die Haltung der deutschen Regierung gemeint war,
sondern jene = regierungsoffizielle Seite der Türkei und deren Heldenminister samt Gottvater Erdogan.
Ausserdem gehe ich davon aus, dass auch du insoweit mit dem derzeit hochaktuellen Thema vertraut bist und auch, was regierungsoffiziell
die eine (deutsche) Seite bisher äusserte und was hier auf höchster diplomatischer und politischer Ebene , i.e. Regierungsebene, die Türkei
äusserte. Insofern darf ich meiner Verwunderung ob solcher, etwas "haar-in-der-Suppe-suchender" Korrekturhinweise Ausdruck verleihen. Durfte ich?

Zu 2.
Wenn du genau, und kontextbezogen auch vollständig liest und interpretiert hättest, statt Dinge, die ich so weder schrieb noch behauptete, hineinzuinterpretieren,
müsste dir eigentlich aufgefallen sein, dass ich lediglich die Methodik und Struktur jener Einschüchterungs-, Bedrohungs- und angsterzeugenden
Praktiken beispielhaft mit jenen der frühen SA-Nazimethoden verglich und deren gezielter Repression und Gewaltanwendung bis hin zu
Todesbedrohungen, die nicht nur öffentlich auf Veranstaltungen Kritiker mundtot machen sollten und deshalb auch weit in das private Leben reichten.
Transportiert und mit gut organisierten "verdeckten" Einschüchterungs- und Schlägertrupps, die in der Masse eines zu diesem Zweck unsäglich aufgehetzten "Führermobs"
scheinbar als rein zufällige Teilnehmer auftreten. Und selbstredend als weiteres Ziel natürlich auch aufgehetzte Sympathisanten dazu verleiten sollen,
völlig auszurasten und gewaltbereit übergriffig zu werden.

Es ist lediglich eine Beschreibung jener auch im damaligen Dritten Reich erfolgreichen Methodik, die gerade in den Jahren von ca. Anfang
bis Mitte der Dreißigerjahre, letztlich zu dem führte, was Jahre später eintrat … und ... natürlich mit Nichts in seiner albtraumhaften Monströsität vergleichbar ist,
was du mit der Erwähnung der Shoa richtigerweise erwähntest. Ich trenne also hier etwas schärfer zwischen dem allgemeinen, auch später
nicht nur - wie neuerdings - von der Türkei angewandten Methoden von gewaltbereiter polizeistaatlicher, kritikeliminierender
Unterdrückungsmethodik, die auch bei den Nazis am Anfang der Kathastrophe stand, der dann in seiner
albtraumhaften Dimension mit nichts vergleichbar die systematische Auslöschung eines ganzen Volkes folgte, als Staatsprogramm:
Die weltweite und vollkommene Vernichtung von Juden, weil sie Juden waren. Andere politische Ansichten spielten dabei
keine Rolle mehr. Jude zu sein genügte, oder sich mit Ihnen solidarisch zu erklären oder gar ihnen zu helfen.

Und diese Systematik der staatlichen Gleichschaltung, der damit einhergehenden Unterdrückungsmethoden, des unter einen
Generalverdacht Stellens, also Volksverräter zu sein, oder Staatsfeind (und Terrorist) usw.läuft immer nach diesem Schema ab, wie diese von mir beispielthaft
erwähnt … und leider … von den Nationalsozialisten und der NSDAP sehr perfekt angewandt wurden. Mit dem Ziel, ein Land in jenen eisernen
diktatorischen Würgegriff zu bekommen, der dann leider alles möglich macht, wie wir schmerzvoll wissen (sollten), bis hin zu jenem weltweit einmaligen
und in seiner Grauenhaftigkeit einzigartigen Vernichtungsfeldzug der Nazidiktatur gegen die Juden. Der Shoa.

Das Verbrechen der Shoa habe und hatte ich nirgends auch nur relativiert. Und Erdogans Ausfälle, wie du schriebst, habe und wollte
ich damit auch nicht beschreiben. Sie sind ja nur ein - wenn auch besonders widerlicher Teil - jener Methodik und Systematik,
die zu völliger Unfreiheit, Meinungsunterdrückung und (geheim-)polizeilichem Staatsterror in einem Land führt.
Siehe hier die Methodik z.B. auch in Ländern wie dem Chile des Pinochet, dem Argentinien des Generals Videla oder jenem von Südafrika während der Apartheid usw.

Die öffentliche und gezielte Aufstachelung mit Lügenpropaganda und Feindbilderzeugung incl. jener von mir angesprochenen öffentlichen
Übergriffe von Infiltrationstrupps, um letzlich auch eine verhetzte Bevölkerung zur Gewalttätigkeit und Bedrohung zu animieren, ist
aber natürlich nur ein Teil der Entmachtung von Freiheit, Grundrechten und diktatorischer Knebelung eines Landes. Parallel dazu läuft
natürlich genauso systematisch die Ausschaltung freier Presse im Hintergrund, die Entmachtung der Justiz, des Parlaments samt Gleichschaltung sämtlicher staatlicher Verwaltungs- und
Sicherheitsebenen damit einher. Incl. keiner Kontrolle mehr unterworfener Polizei-, Militär- und Geheimdienstaktivitäten. Und dieser Teil diktatorischer Machtübernahmemethodik, den ich mit dem Beispiel der SA-Schlägertrupps und öffentlichen Aufhetzung und Bedrohung
von Menschen beispielhaft mit dem ähnlichen Vorgehen der Türkischen Regierung verglich, hat mich an NSDAP- und SA-Methoden erinnert. Ist aber keine Nazi-Alleinstellungsmerkmal.
Und auch nicht eine Besonderheit der Shoa.



Es ist sozusagen Allgemein"gut" Teil jener Systematik, mit der Diktatoren Macht und vollständigen Zugriff
auf ein Land erzwingen. Was dann das installierte totalitäre System im weiteren zutage bringt, muss man abwarten. In Nazideutschland führte es zur Shoa und dem zweite Weltkrieg.
Ob Erdogan in der Türkei z.B. die Kurdenfrage entgültig mit totaler Unterdrückung und staatlicher Auslöschung aller kurdischer Idendität lösen und die Türkei hinter einer großosmanischen Vision
eines sultangleichen Präsidenten nicht zu einem "Rondo", sondern zu einer "Demokratur a la turk" vereinen will, bleibt offen. Aber die Vorzeichen sind klar:
Wer sich nicht zur Erdogan-Türkei bekennt und zugehörig fühlt, ist kein wahrer Türke, sondern allenfalls "Kümmeltürke" und grundsätzlich ein (Gülen-)Terrorist,
Staatsfeind, Volksverräter oder ausländischer Agent …oder Nazi-Nachfahre, egal wie käsig er aussieht.

Neuerdings macht Erdogan ja selbst die Niederländer zu Nazi-Nachfahren… natürlich kann man auch hier sagen, dies relativiert die Naziverbrechen und ist eine
Verhöhnung der Opfer der Shoa im besonderen. Aber ich sehe es zuerst als Teil jener gezielten Volksverhetzung, die innerhalb der türkischen Nation alles und jeden,
ausser Stacheldraht und Blechbüchsen, zum Feind der Türkei erklärt. Egal, wo und in welchen Land diese "Volksfeinde" leben und egal, ob sie je deutsch waren oder sind,
ist dabei für diesen vollkommen durchgedrehten "größten Historiker aller Zeiten", diesen Reis, besser Reissack der Geschichte, vollkommen piepenhagen.
Man könnte hier durchaus nach dem Geisteszustand fragen oder ob der klinische Befund schon eindeutig ist…
Doch das hilft nicht weiter. Es ist leider eine Realität und zugleich ein Märchen, dass sog. "Gemeingefährliche" alle in Anstalten seien und zuweilen nicht auch frei herumliefen.

Zu 3.
Was die Bezeichnung eines Nato-Partners als Nazi-Regime anbelangt - hier war wohl noch Deutschland gemeint - gebe ich dir durchaus recht. Insofern ist ein solcher
Vergleich im Angesicht und der Erinnerung an die Shoa und der monströsen Einzigartigkeit des Verbrechens immer relativierend und vor allem verharmlosend. Sowohl vom Ausmaß als auch dem aus jeder Restmenschlichkeit ausgetretenen
staatlich betriebenen Verbrechertum.

Wenn ich allerdings die neuesten Auswürfe von Erdogan vernehme, macht für mich der Relativierungshinweis bezüglich der Shoa
keinen Sinn mehr. Das ist einfach nur noch ein Fall klinischer Erkrankung. Ich bin Erdogan, der Präsident aller Türken und ich verkünde die Wahrheit: "Die Erde ist eine Scheibe und die Niederländer sind Nazi-Nachfahren".
Ein Fröschlein sitzt auf dem Kopf von Erdogan.
"Fröschlein, wie geht es dir?" - "Bis auf das Geschwür an meinem Arsch ganz gut", erwiderte dieses.
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Misterfritz » Sa 11. Mär 2017, 21:23

Adam Smith hat geschrieben:(11 Mar 2017, 13:03)

Los Erdogan sanktioniere endlich mal.
Die Niederländer machen weiter
http://www.spiegel.de/politik/ausland/t ... 38361.html
:D
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Dieter Winter » Sa 11. Mär 2017, 22:31

Misterfritz hat geschrieben:(11 Mar 2017, 21:23)

Die Niederländer machen weiter
http://www.spiegel.de/politik/ausland/t ... 38361.html
:D



Eier haben sie schon, die Holländer. Wenn sie sagen, dass Schluss mit Lustig ist, dann ziehen sie das auch durch.
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Gluck » Sa 11. Mär 2017, 23:12

Adam Smith hat geschrieben:(11 Mar 2017, 13:03)

Los Erdogan sanktioniere endlich mal.

Bald sind die niederländischen Supermärkte gähnend leer. ;)
http://www.tuerkei.diplo.de/Vertretung/ ... urkei.html
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Ammianus » Sa 11. Mär 2017, 23:58

Und die Sache eskaliert weiter. Die Frage ist, wenn es zu ersten Übergriffen durch von ihren Politikern aufgehetzte Türken in der Türkei oder den Niederlanden kommt. Rechtspopulisten dürften sich schon jetzt die Hände reiben, Leute der AfD kräftig und hoffnungsfroh durchatmen.

Die Frage ist, wie das ganze in Zusammenhang mit der Vergangenheit Erdogans und seiner religiösen Ausrichtung steht. Dazu gibt der Wiki-Artikel über ihn scheinbar gut Auskunft. Verwirklicht er jetzt das, was in diesen Gedichtzeilen eigentlich ziemlich klar gesagt wird:

„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“

Die jetzige Eskalation dürfte ihm in die Hände spielen wenn es um „Ja“-Stimmen für April geht. Doch geht es ihm nur um seine Macht? Oder läuft hier vielleicht der Abnabelungsprozeß vom Westen und die schrittweise Etablierung eines islamischen Staates?
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Jekyll » So 12. Mär 2017, 08:51

Und in dieser Realität fehlt das völkisch-nationalistische Element völlig (immerhin redet er auch von Arabern und Kurden).
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Jekyll » So 12. Mär 2017, 08:57

Ammianus hat geschrieben:(11 Mar 2017, 23:58)

Und die Sache eskaliert weiter. Die Frage ist, wenn es zu ersten Übergriffen durch von ihren Politikern aufgehetzte Türken in der Türkei oder den Niederlanden kommt. Rechtspopulisten dürften sich schon jetzt die Hände reiben, Leute der AfD kräftig und hoffnungsfroh durchatmen.
Ja, und am Ende wird Erdogan die kritisierten Länder genau dort haben, wo er sie bereits verordnet hat. Ein Wahnsinn, der bis jetzt recht gut zu funktionieren scheint.
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Boraiel
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Boraiel » So 12. Mär 2017, 09:25

Jekyll hat geschrieben:(12 Mar 2017, 08:57)

Ja, und am Ende wird Erdogan die kritisierten Länder genau dort haben, wo er sie bereits verordnet hat. Ein Wahnsinn, der bis jetzt recht gut zu funktionieren scheint.

Wo will Erdogan die kritisierten Länder haben?
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Teeernte
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Re: EU und Türkei: Die Scheidung unvermeidlich

Beitragvon Teeernte » So 12. Mär 2017, 09:50

Jekyll hat geschrieben:(12 Mar 2017, 08:57)

Ja, und am Ende wird Erdogan die kritisierten Länder genau dort haben, wo er sie bereits verordnet hat. Ein Wahnsinn, der bis jetzt recht gut zu funktionieren scheint.



Ob das die hier arbeitenden Türken gut finden ? DENEN geht es doch ans Fell ? Oder haben DIE das noch nicht gemerkt ?

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