Brechende Neuigkeit: Raketen auf Antalya

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Folxfeindt
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Re: Brechende Neuigkeit: Raketen auf Antalya

Beitragvon Folxfeindt » Mo 17. Okt 2016, 01:39

Jekyll hat geschrieben:(16 Oct 2016, 22:03)

Das ist einfach nur plumpe Propaganda

und das ist die aussage eines plumpen, unreflektierten erdogan-fans. wie kann man überhaupt auf einen dermaßen erbärmlichen despoten stehen, der auch noch einen völkermord leugnet?
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Alter Stubentiger
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Re: Brechende Neuigkeit: Raketen auf Antalya

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 17. Okt 2016, 09:45

Atheist hat geschrieben:(16 Oct 2016, 17:06)

Damit zeigt er auch zugleich mit 3 Fingern auf sich selbst. Und Schuld/Verantwortung hat immer jemand, und sei es in Form der Mitschuld/Mitverantwortung.

So wie der Tschetschenien-"Krieg" immer noch tobt?


Von dir kommt kein Vorschlag wie man 30 Jahre Bürgerkrieg in der Türkei beenden kann. Es kommen nur ausreden warum man nichts machen kann.
Und Tschetschenien ist natürlich ein Klasse Vorbild wie man ein Land befriedet. Da herrscht jetzt Ruhe. Friedhofsruhe. Ist es das was du willst?
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Gallipoli
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Re: Brechende Neuigkeit: Raketen auf Antalya

Beitragvon Gallipoli » Fr 21. Okt 2016, 12:31

Kardux hat geschrieben:(15 Oct 2016, 12:07)

Besuchen Sie doch Städte im Südosten "Ihrer" Türkei. Ich habe es vor einem Monat getan. Bestimmte Viertel in kurdischen Städten wie Cizîrê beispielsweise erinnern doch sehr stark an Aleppo. Und in beiden Ländern sind es immer die Terroristen die daran Schuld sind das ganze Wohnviertel weggebombt werden. Assad und Erdogan rechtfertigen ihren Terror immerhin damit.

Vielleicht überlegt man es sich dann zweimal ob man von kurdischen Terrororganisationen schreibt. Die TAK als auch die PKK sind gewiss als Terrororganisationen einzustufen, keine Frage, aber wir sprechen ja von der Gegenseite nicht von einem Rechtsstaat. Die Türkei ist ein Terrorstaat und mitnichten vom Assad-Regime zu unterscheiden. Der derzeitige Bürgerkrieg in Südostanatolien ist nur ein Vorreiter, viel fehlt nicht mehr für die Verhältnisse in Syrien.


Mit welchen Geschossen wurden die Wohnviertel in Cizre zerbombt? Sparen sie sich die Mühe. Es waren Sprengladungen der PKK, die in diese zivile Struktur mit Hilfe der HDP Gemeindeverwaltungen teilweise bereits zu beginn der Friedensgespräche installiert wurden. Warum zerbombt die PKK kurdische und zivile Ortschaften? Wir dachten sie handeln für die Kurden?
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Re: Brechende Neuigkeit: Raketen auf Antalya

Beitragvon Gallipoli » Fr 21. Okt 2016, 13:11

Alter Stubentiger hat geschrieben:(17 Oct 2016, 10:45)

Von dir kommt kein Vorschlag wie man 30 Jahre Bürgerkrieg in der Türkei beenden kann. Es kommen nur ausreden warum man nichts machen kann.
Und Tschetschenien ist natürlich ein Klasse Vorbild wie man ein Land befriedet. Da herrscht jetzt Ruhe. Friedhofsruhe. Ist es das was du willst?



Die Problematik besteht darin, das der PKK Terror im Westen vor allem von bestimmten Medien zu gerne als Bürgerkrieg präsentiert wird. Alle Kurden werden der PKK zugeordnet, welche auf der ganzen welt als Terrororganisation anerkannt wird (jeder Kurde wird als PKK Terrorist anerkannt). Statistische gesehen leben etwa 15 millionen Kurden in der Türkei, die ja demnach eigentlich alle der PKK dienen. In einem Bürgerkrieg Türken 65 millionen gegen 15 Millionen Kurden hätte es schon längst eine Lösung geben sollen. Hätte es! Aber hat es nicht weil, die Lösung eigentlich gar nicht gesucht wird. Vielleicht ist das Problem an sich selbst die Verdienstquelle. Vielleicht ist das Fette Drogengeschäft (von dem die Medien im Westen fast nie berichten dürfen, wollen, können) von dem die EU politiker nichts wissen wollen, das ding worum es sich eigentlich dreht. Dieses drahtige Gestell des orientalen Drogenkartels wird eben in einen niedlichen Bürkergkrieg verkleidet, damit dann die Zuhälter in Kandil sich zu minddest als Kommandeure eines Volkes sehen können, das für seine vermeintliche Freiheit kämpft. Die Terroristen die bei diesem Krieg sterben sind nicht die jenigen die daran Verdienen.
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Re: Brechende Neuigkeit: Raketen auf Antalya

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 21. Okt 2016, 14:21

Gallipoli hat geschrieben:(21 Oct 2016, 14:11)

Die Problematik besteht darin, das der PKK Terror im Westen vor allem von bestimmten Medien zu gerne als Bürgerkrieg präsentiert wird. Alle Kurden werden der PKK zugeordnet, welche auf der ganzen welt als Terrororganisation anerkannt wird (jeder Kurde wird als PKK Terrorist anerkannt). Statistische gesehen leben etwa 15 millionen Kurden in der Türkei, die ja demnach eigentlich alle der PKK dienen. In einem Bürgerkrieg Türken 65 millionen gegen 15 Millionen Kurden hätte es schon längst eine Lösung geben sollen. Hätte es! Aber hat es nicht weil, die Lösung eigentlich gar nicht gesucht wird. Vielleicht ist das Problem an sich selbst die Verdienstquelle. Vielleicht ist das Fette Drogengeschäft (von dem die Medien im Westen fast nie berichten dürfen, wollen, können) von dem die EU politiker nichts wissen wollen, das ding worum es sich eigentlich dreht. Dieses drahtige Gestell des orientalen Drogenkartels wird eben in einen niedlichen Bürkergkrieg verkleidet, damit dann die Zuhälter in Kandil sich zu minddest als Kommandeure eines Volkes sehen können, das für seine vermeintliche Freiheit kämpft. Die Terroristen die bei diesem Krieg sterben sind nicht die jenigen die daran Verdienen.


Keiner behauptet daß alle Kurden irgendwie der PKK zugeordnet werden können. Keiner. Wo hast du denn die komische Idee her?
Es ist nur so daß mit jeder türkischen Offensive eine Menge Zivilisten unter die Räder kommen. Das stärkt die Verbindungen der PKK zuR Bevölkerung Und die türkische Politik hatte ja lange Zeit Probleme überhaupt zuzugeben daß es Kurden gibt. Man sagte früher immer "Bergtürken". Auf jeden Fall sind dies Gründe die der PKK immer wieder Zulauf bescheren.

Die westlichen Medien haben sicher kein Problem über Drogengeschäfte der PKK zu berichten. Ein Blick auf Google zeigt entsprechende Berichte seit 1999. Es ist nur so daß die Medien über vieles Berichten aber Berichte aus der Türkei und dem Ausland generell nicht so beachtet werden von der deutschen Bevölkerung. Viele Deutsche interessieren sich nur bei irgendwelchen Großereignissen für die Verhältnisse in fremden Ländern. Ist in der Türkei sicher ähnlich.
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Re: Brechende Neuigkeit: Raketen auf Antalya

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 21. Okt 2016, 14:25

Gallipoli hat geschrieben:(21 Oct 2016, 13:31)

Mit welchen Geschossen wurden die Wohnviertel in Cizre zerbombt? Sparen sie sich die Mühe. Es waren Sprengladungen der PKK, die in diese zivile Struktur mit Hilfe der HDP Gemeindeverwaltungen teilweise bereits zu beginn der Friedensgespräche installiert wurden. Warum zerbombt die PKK kurdische und zivile Ortschaften? Wir dachten sie handeln für die Kurden?


Eimal wird die HDP als verlängerter Arm der PKK bezeichnet und ein andermal soll die PKK die HDP angreifen.....
Die offizielle Informationspolitik ist außerordentlich plump. Man hat nicht den Eindruck daß da viel nachgedacht wird wenn solche Geschichten in die Welt gesetzt werden.
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Re: Brechende Neuigkeit: Raketen auf Antalya

Beitragvon Kardux » Fr 21. Okt 2016, 17:42

Gallipoli hat geschrieben:Mit welchen Geschossen wurden die Wohnviertel in Cizre zerbombt? Sparen sie sich die Mühe. Es waren Sprengladungen der PKK, die in diese zivile Struktur mit Hilfe der HDP Gemeindeverwaltungen teilweise bereits zu beginn der Friedensgespräche installiert wurden. Warum zerbombt die PKK kurdische und zivile Ortschaften? Wir dachten sie handeln für die Kurden?


Ja, gewiss. Die PKK liefert sich einen Häuserkampf mit der türkischen Armee und sprengt dabei seinen Schutz, die Häuser. Also noch dümmer geht es wohl kaum...

Jeder in der Türkei weiß worum es geht. Die Kurden wurden aufmüpfig, stemmten die 10 % Hürde im Parlament und wurden speziell der AKP zu ungemütlich. Aber das ist kein Problem welches die AKP erzeugt hat, oder auch die PKK. Nordkurdistan ist die letzte Kolonie die den Türken geblieben ist, das möchte man verteidigen. Die dummdreiste Terrorismus-Rhetorik soll dabei dem kleinen türkischen Mann die mentale Befriedung geben. Will man doch nicht mit Bashar Assad gleichgesetzt werden. Nicht wahr?

Wer sonst handelt für die Kurden? Etwa Erdogan? Der einst meinte das er selbst einen Kurdenstaat neben Argentinien nicht dulden würde. Oder doch eher Devlet Bahceli, Vorsitzender der türkischen Nazis? Um ehrlich zu sein, sehe ich den Unterschied nicht.

Ich würde niemals so weit gehen und die PKK/HDP als Heilsbringer klassifizieren, das sind sie nicht. Aber Alternativen gibt es derzeit für die Nordkurden keine. Wenn man vom türkischen Faschismus nicht vollends geschlagen werden will gibt es keine andere Wahl als die PKK/HDP.

Gallipoli hat geschrieben:Die Problematik besteht darin, das der PKK Terror im Westen vor allem von bestimmten Medien zu gerne als Bürgerkrieg präsentiert wird. Alle Kurden werden der PKK zugeordnet, welche auf der ganzen welt als Terrororganisation anerkannt wird (jeder Kurde wird als PKK Terrorist anerkannt). Statistische gesehen leben etwa 15 millionen Kurden in der Türkei, die ja demnach eigentlich alle der PKK dienen. In einem Bürgerkrieg Türken 65 millionen gegen 15 Millionen Kurden hätte es schon längst eine Lösung geben sollen. Hätte es! Aber hat es nicht weil, die Lösung eigentlich gar nicht gesucht wird. Vielleicht ist das Problem an sich selbst die Verdienstquelle. Vielleicht ist das Fette Drogengeschäft (von dem die Medien im Westen fast nie berichten dürfen, wollen, können) von dem die EU politiker nichts wissen wollen, das ding worum es sich eigentlich dreht. Dieses drahtige Gestell des orientalen Drogenkartels wird eben in einen niedlichen Bürkergkrieg verkleidet, damit dann die Zuhälter in Kandil sich zu minddest als Kommandeure eines Volkes sehen können, das für seine vermeintliche Freiheit kämpft. Die Terroristen die bei diesem Krieg sterben sind nicht die jenigen die daran Verdienen.


Die Zuhälter in Ankara (MIT) verdienen doch auch gut am Drogengeschäft. Der türkische Staat, ein sogenannter Rechtsstaat der international anerkannt wird, mischt seit Jahrzehnten kräftig mit im Drogengeschäft und versucht den Freiheitskampf einer kurdischen Bewegung zu diskreditieren weil diese ebenfalls dieses Geschäft betreiben. Relativiert das die Machenschaften der PKK? Nein. Aber diese Partei ist immerhin noch eine Terrororganisation und ohne jegliche Legitimation, international betrachtet. Was mich stört ist die Doppelmoral der türkischen Faschisten.

Sparen Sie sich Ihre Mühe, Ihre sogenannten "Argumente" kenne ich auswendig. Die ganze Welt hat sich gegen die Türkei verschworen und unterstützt die PKK (wenn sie das tun würden, hättet die Türkei ganz andere Probleme), die PKK vertritt nicht die Kurden sondern sind armenische Agenten, die PKK finanziert sich mit Drogen, die PKK- Terroristen sind gottlose Stalinisten, blabla...

Die Kurdenfrage auf den Terrorismus zu reduzieren zeigt auch Aussenstehenden die sich mit dem Thema nicht intensiv beschäftigt haben, welch Geisteskind man ist. Die PKK als die Wurzel des Problems zu benennen sagt alles über die geschichtliche Kompetenz des Gegenübers aus. Abgesehen davon wurde nicht behauptet das alle Kurden der PKK "dienen". Aber in der sogenannten "Türkei" gibt es nunmal keine andere Bewegung ausser der PKK die sich so entschieden gegen die türkische Assimilationspolitik stellt. Das haben auch viele konservative Kurden eingesehen die eigentlich nichts mit der Ideologie der PKK anfangen können. Der große Nenner ist jedoch der Widerstand gegen die Assimilationspolitik und der ist legitim.

Alter Stubentiger hat geschrieben:Das stärkt die Verbindungen der PKK zuR Bevölkerung Und die türkische Politik hatte ja lange Zeit Probleme überhaupt zuzugeben daß es Kurden gibt. Man sagte früher immer "Bergtürken". Auf jeden Fall sind dies Gründe die der PKK immer wieder Zulauf bescheren.


Ja normale Staaten schlagen sich mit wirtschaftlichen Problemen herum, und die Türkei mit der Existenz einer Volksgruppe die 20 % der Bevölkerung ausmacht und die während der Osmanenzeit sogar ihre eigenen Fürstentümer hatten. Die Vorväter der Türken, die Seldschuken verwendeten bereits den Begriff Kurdistan vor 1000 Jahren. Man müsste meinen das Gesellschaften einen Schritt vorwärts machen, nicht jedoch die türkische Gesellschaft, zumindest was ihr Demokratieverständnis betrifft. Die haben ein Problem damit die Existenz eines Volkes auszusprechen bzw. konstitutionell festzulegen und das Wort Kurdistan ist sowieso ein absolutes Tabuwort bis heute. Die faschistische und kurdophobe Seite der türkischen Gesellschaft (ja, Gesellschaft und nicht Politik) zeigt sich sehr deutlich am Umgang der Türken und Türkinnen mit dem Begriff Kurdistan. Das gilt auch für das Jahr 2016. Das ganze PKK-Gestammel lenkt nur vom eigentlichen Thema ab.

Alter Stubentiger hat geschrieben:Die westlichen Medien haben sicher kein Problem über Drogengeschäfte der PKK zu berichten. Ein Blick auf Google zeigt entsprechende Berichte seit 1999. Es ist nur so daß die Medien über vieles Berichten aber Berichte aus der Türkei und dem Ausland generell nicht so beachtet werden von der deutschen Bevölkerung. Viele Deutsche interessieren sich nur bei irgendwelchen Großereignissen für die Verhältnisse in fremden Ländern. Ist in der Türkei sicher ähnlich.


Ja, über die Drogengeschäfte der PKK gibt es einiges zu lesen, über die Drogenschäfte türkischer Staatsbeamter gibt es sogar ganze Bücher. Sehr interessant, wie ich finde.
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Re: Brechende Neuigkeit: Raketen auf Antalya

Beitragvon Gallipoli » So 23. Okt 2016, 19:40

Alter Stubentiger hat geschrieben:(21 Oct 2016, 15:25)

Eimal wird die HDP als verlängerter Arm der PKK bezeichnet und ein andermal soll die PKK die HDP angreifen.....
Die offizielle Informationspolitik ist außerordentlich plump. Man hat nicht den Eindruck daß da viel nachgedacht wird wenn solche Geschichten in die Welt gesetzt werden.


Wo soll ich gesagt haben das die PKK die HDP angreift? Lesen Sie genauer nach. Falls Sie es trotzdem nicht verstehen fehlt Ihnen einfach das Fundamentwissen über die PKK und insbesondere dem Friedensprozess ab 2013. Um etwas verstehen zu können muss man auch etwas wissen.
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Re: Brechende Neuigkeit: Raketen auf Antalya

Beitragvon Gallipoli » So 23. Okt 2016, 19:55

Kardux hat geschrieben:(21 Oct 2016, 18:42)

Ja, gewiss. Die PKK liefert sich einen Häuserkampf mit der türkischen Armee und sprengt dabei seinen Schutz, die Häuser. Also noch dümmer geht es wohl kaum...

Jeder in der Türkei weiß worum es geht. Die Kurden wurden aufmüpfig, stemmten die 10 % Hürde im Parlament und wurden speziell der AKP zu ungemütlich. Aber das ist kein Problem welches die AKP erzeugt hat, oder auch die PKK. Nordkurdistan ist die letzte Kolonie die den Türken geblieben ist, das möchte man verteidigen. Die dummdreiste Terrorismus-Rhetorik soll dabei dem kleinen türkischen Mann die mentale Befriedung geben. Will man doch nicht mit Bashar Assad gleichgesetzt werden. Nicht wahr?

Wer sonst handelt für die Kurden? Etwa Erdogan? Der einst meinte das er selbst einen Kurdenstaat neben Argentinien nicht dulden würde. Oder doch eher Devlet Bahceli, Vorsitzender der türkischen Nazis? Um ehrlich zu sein, sehe ich den Unterschied nicht.

Ich würde niemals so weit gehen und die PKK/HDP als Heilsbringer klassifizieren, das sind sie nicht. Aber Alternativen gibt es derzeit für die Nordkurden keine. Wenn man vom türkischen Faschismus nicht vollends geschlagen werden will gibt es keine andere Wahl als die PKK/HDP.



Die Zuhälter in Ankara (MIT) verdienen doch auch gut am Drogengeschäft. Der türkische Staat, ein sogenannter Rechtsstaat der international anerkannt wird, mischt seit Jahrzehnten kräftig mit im Drogengeschäft und versucht den Freiheitskampf einer kurdischen Bewegung zu diskreditieren weil diese ebenfalls dieses Geschäft betreiben. Relativiert das die Machenschaften der PKK? Nein. Aber diese Partei ist immerhin noch eine Terrororganisation und ohne jegliche Legitimation, international betrachtet. Was mich stört ist die Doppelmoral der türkischen Faschisten.

Sparen Sie sich Ihre Mühe, Ihre sogenannten "Argumente" kenne ich auswendig. Die ganze Welt hat sich gegen die Türkei verschworen und unterstützt die PKK (wenn sie das tun würden, hättet die Türkei ganz andere Probleme), die PKK vertritt nicht die Kurden sondern sind armenische Agenten, die PKK finanziert sich mit Drogen, die PKK- Terroristen sind gottlose Stalinisten, blabla...

Die Kurdenfrage auf den Terrorismus zu reduzieren zeigt auch Aussenstehenden die sich mit dem Thema nicht intensiv beschäftigt haben, welch Geisteskind man ist. Die PKK als die Wurzel des Problems zu benennen sagt alles über die geschichtliche Kompetenz des Gegenübers aus. Abgesehen davon wurde nicht behauptet das alle Kurden der PKK "dienen". Aber in der sogenannten "Türkei" gibt es nunmal keine andere Bewegung ausser der PKK die sich so entschieden gegen die türkische Assimilationspolitik stellt. Das haben auch viele konservative Kurden eingesehen die eigentlich nichts mit der Ideologie der PKK anfangen können. Der große Nenner ist jedoch der Widerstand gegen die Assimilationspolitik und der ist legitim.



Ja normale Staaten schlagen sich mit wirtschaftlichen Problemen herum, und die Türkei mit der Existenz einer Volksgruppe die 20 % der Bevölkerung ausmacht und die während der Osmanenzeit sogar ihre eigenen Fürstentümer hatten. Die Vorväter der Türken, die Seldschuken verwendeten bereits den Begriff Kurdistan vor 1000 Jahren. Man müsste meinen das Gesellschaften einen Schritt vorwärts machen, nicht jedoch die türkische Gesellschaft, zumindest was ihr Demokratieverständnis betrifft. Die haben ein Problem damit die Existenz eines Volkes auszusprechen bzw. konstitutionell festzulegen und das Wort Kurdistan ist sowieso ein absolutes Tabuwort bis heute. Die faschistische und kurdophobe Seite der türkischen Gesellschaft (ja, Gesellschaft und nicht Politik) zeigt sich sehr deutlich am Umgang der Türken und Türkinnen mit dem Begriff Kurdistan. Das gilt auch für das Jahr 2016. Das ganze PKK-Gestammel lenkt nur vom eigentlichen Thema ab.



Ja, über die Drogengeschäfte der PKK gibt es einiges zu lesen, über die Drogenschäfte türkischer Staatsbeamter gibt es sogar ganze Bücher. Sehr interessant, wie ich finde.



Sie haben ja viel geschrieben aber sagen eigentlich garnichts. Auf meine konkrete Frage, mit welchen geschossen die Türkische Armee die Wohngebiete gesprengt haben soll sind sie ja verständlicherweise gar nicht eingegeangen. Bei Anfrage kann ich Ihnen aber genau erklären mit welchen Sprengstoffmischungen die PKK Sprengladungen mit Baumaschienen der HDP Verwaltungen in die Infrastruktur eingebuddelt hat. Ja ja die PKK hat mit hilfe der YDG-H das Leben kurdischer zivilisten wissentlich auf das Spiel gesetzt und tut es jederzeit immer wieder. Alles ganz unwichtig aber wie erklären Sie sich die extrem niedrige Beteiligung des kurdischen Volkes an der PKK? Darauf müssen Sie aber wirklich antworten!
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Re: Brechende Neuigkeit: Raketen auf Antalya

Beitragvon Kardux » So 23. Okt 2016, 20:54

Gallipoli hat geschrieben:Sie haben ja viel geschrieben aber sagen eigentlich garnichts. Auf meine konkrete Frage, mit welchen geschossen die Türkische Armee die Wohngebiete gesprengt haben soll sind sie ja verständlicherweise gar nicht eingegeangen. Bei Anfrage kann ich Ihnen aber genau erklären mit welchen Sprengstoffmischungen die PKK Sprengladungen mit Baumaschienen der HDP Verwaltungen in die Infrastruktur eingebuddelt hat. Ja ja die PKK hat mit hilfe der YDG-H das Leben kurdischer zivilisten wissentlich auf das Spiel gesetzt und tut es jederzeit immer wieder.


Das liegt wohl im Auge des Betrachters. Ihre konkrete Frage wurde beantwortet, aber das ging Ihnen wohl zu schnell. Wie gesagt, die PKK braucht den Häuserkampf und dementsprechend irrational wäre die Sprengung von Häusern, ihrem Schutz. Dasselbe gilt aber nicht für Straßen, speziell Hauptstraßen. So leicht macht man es den türkischen Spezialkräften nicht die mit ihren Fahrzeugen mobil sein wollen.

Mir brauchen Sie gar nichts erklären. Ich war vor einigen Monaten vorort, in Cizîrê, und durfte mir selbst ein Bild von der Lage machen, auch der Gemütslage meiner Landsleute. Die sogenannten Korucis (Dorfschützer) gibt es natürlich, die sich für einen Sold zwischen 900 000 und 1 200 000 TL (also 300 bis 400 Dollar) vom türkischen Staat anwerben lassen um gegen ihre Leute vorzugehen. Ist ja logisch, wenn man den Menschen jede Grundlage zum Überleben nimmt (Stichwort: Ausnahmezustand) werden einige schwach. Aber es ist natürlich wahr das es auch viele Menschen gibt die es vorziehen einfach weiter zu leben auch wenn es für sie weiterhin nur heißt unter der Knechtschaft der Türken zu leben. Man kann diese Menschen nachvollziehen, die sich der Brutalität der antidemokratischen Türkei beugen wollen. Aber es gibt auch die vielen Jugendlichen die sich weiterhin einen Häuserkampf mit Türken liefern und in Scharren in die Berge gehen. Und sie alle wissen das Ankara und seine koloniale Politik Schuld am Leid der Menschen ist. Die sogenannten Friedensverhandlungen wurden nicht von der PKK sabotiert. Es war Ankara das die Amnestie für die Kämpfer in den Bergen nicht akzeptierte und somit ein klares Signal sendete.

Um ganz genau auf Ihre Frage einzugehen. Die Häuser wurden von türkischen Panzern, F16, und türkischer Artillerie beschossen. Aber Sie dürfen mir Ihre AKP-Propaganda auch gerne auftischen, leider kenne ich diese schon.

Also nochmal das Köpfchen anstrengen. Weshalb sollte die PKK einen Häuserkampf führen wollen in zerbombten Häusern? Bekomme ich darauf keine Antwort?
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Re: Brechende Neuigkeit: Raketen auf Antalya

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 24. Okt 2016, 11:07

Gallipoli hat geschrieben:(23 Oct 2016, 20:40)

Wo soll ich gesagt haben das die PKK die HDP angreift? Lesen Sie genauer nach. Falls Sie es trotzdem nicht verstehen fehlt Ihnen einfach das Fundamentwissen über die PKK und insbesondere dem Friedensprozess ab 2013. Um etwas verstehen zu können muss man auch etwas wissen.

Gut. Die PKK und HDP werfen Bomben gegen Kurden. Ja das macht alles sehr viel Sinn. Zumindest wenn man Erdogan-Fan ist und sowieso alles glaubt was die AKP so verkündet.
Ansonsten halt den Ball mal was flacher. Auch wenn dein fundamentalistisches Wissen größer ist.
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