EU - Türkei - Visafreiheit

Moderator: Moderatoren Forum 3

Benutzeravatar
Jekyll
Beiträge: 9998
Registriert: Di 31. Aug 2010, 16:35
Benutzertitel: Je suis Jekyll

Re: EU - Türkei - Visafreiheit

Beitragvon Jekyll » Sa 7. Mai 2016, 16:25

Kirchgessner hat geschrieben:(06 May 2016, 04:11)

Genau wegen dieser Einstellung darf die Türkei niemals Mitglied der EU werden.
Du verstehst es immer noch nicht, oder? Wenn wir soweit sind, wenn das Werk vollendet ist, wird es nicht mehr notwendig sein, in die EU aufgenommen zu werden.
Say NO to racism and antisemitism!
Benutzeravatar
Jekyll
Beiträge: 9998
Registriert: Di 31. Aug 2010, 16:35
Benutzertitel: Je suis Jekyll

Re: EU - Türkei - Visafreiheit

Beitragvon Jekyll » Sa 7. Mai 2016, 16:30

Wildermuth hat geschrieben:(06 May 2016, 04:23)

Ein krieg könnte von erdogans totalem versagen ablenken. Zumindest kurzzeitig. Aber, dann braten ihn die türkischen oligarchen.
Ich denke, Erdogan ist da weitaus realistischer als du oder dein Ex-Führer, was seine Möglichkeiten als Staatspräsident angeht.

Tja, schon in den 80-ern haben wir gesungen "Wir sind die türken von morgen..."
Echt? Um was für'n Lied handelte es sich da?
Say NO to racism and antisemitism!
Vardarovic

Re: EU - Türkei - Visafreiheit

Beitragvon Vardarovic » Sa 7. Mai 2016, 16:49

Jekyll hat geschrieben:(07 May 2016, 17:20)

Hier, inkl. der historischen Ungereimtheiten:


Sicher, man muss ein wenig zwischen den Zeilen lesen, um die Aussage erfassen zu können. Aber ich bin sicher, du kriegst das hin. Immerhin ist es dein Text.

Hier kannst Du lange zwischen den Zeilen lesen, ein solcher Inhalt hat sich dazwischen nicht versteckt.
Und historisch ist nichts ungereimt.

Jekyll hat geschrieben:(07 May 2016, 17:20)
Schau, was im EU-Staat Deutschland so alles möglich war und ist: Sarrazin & Volksdeutsche, NSU & Verfassungsschutz, Flüchtlingsunterkünfte & besorgte Bürger samt Brandbeschleuniger...und die neueste Errungenschaft: AfD und Anti-Islamismus und eine generelle islamophobe Stimmung in Gesellschaft und Politik. Historische Errungenschaften auf deutschem Boden (Nazi- und Stasi-Land) könnte man adäquat zu deinem Beispiel noch dazu zählen (eines deiner Beispiele, das Pogrom von Istanbul, ist nämlich historisch). Damit wäre deine Frage auch schon beantwortet. Eigentlich war sie gänzlich überflüssig gewesen.

Du bringst ja Theo Sarrazin in einem Zug mit Volksdeutschen und NSU in Verbindung.
Freund, das ALLES fällt auf Dich zurück.
Demnach müsstest Du nahezu alle osteuropäischen EU-Länder und Frankreich dazuzählen, denn sie haben sich nicht anders geäussert.

Und ich wette, Du hast bisher nicht einen Kontakt mit Theo Sarrazin gehabt, hast ihn aber gleich in die soeben beschriebene Ecke geprescht.

Diese Gleichsetzung mit der Gewaltverherrlichung von Teilen der Türken (aktuell kommt diese sehr deutlich aus den Kreisen der türk. Regierung) und Teilen des Islam ist hier auf jeden Fall nicht angebracht.

Ein Theo Sarrazin macht sich Gedanken darüber, wie sein Kulturkreis demnächst aussehen könnte.
Die Antwort liefert der turko-islamische Kulturkreis doch selbst, diese Beispiele sind eben Beispiele, aber sie sind echt, Minderheiten des eigenen Landes wurden pogromiert, vertrieben, deren Vermögen zerstört und eingezogen, etc. etc.
Hiervor die Augen verschliessen?

Pogrom von Konstantinoupolis/Konstantinopel/Istanbul
https://de.wikipedia.org/wiki/Pogrom_von_Istanbul

Brandanschlag von Sivas
https://de.wikipedia.org/wiki/Brandanschlag_von_Sivas

Schreibe also bitte nicht um den heissen Brei, diesen Mist kann ich schon lange nicht mehr lesen, der aus der türkischen Seite kommt, die ausserhalb der Türkei alles haben will, aber im Staate Türkei auch alles zerschlagen hat, weiterhin zerschlägt (staatliche Umwidmung der christlichen Kirchen zu Moscheen, etc.) und kaum etwas duldet.

Beispiel:
Der Kindergarten des Patriachtats des Christentums wurde von der türkischen Regierung/Verwaltung geschlossen, vor Jahrzehnten, und soll geschlossen bleiben.

Grund: Staatsgefährdung.

Daher stelle ich die Frage zum dritten Male, antworte oder lasse es sein, aber poste keinen Mist:

Meinst Du, in einem EU-Staat namens Türkei würde sich die Unterdrückung religiöser Minderheiten fortsetzen?

Vielleicht wird es Zeit, hier genauso zu verfahren, wie es die Türken z.B. seit 1923 mit der eigenen Volksgruppe der Kurden (angeblich Minderheit, obwohl im Lande die größte) machen, damit es verstanden wird, worüber man diskutiert: Verbot der türkischen Sprache in der deutschen Öffentlichkeit.
Benutzeravatar
Kardux
Beiträge: 2605
Registriert: Fr 29. Mär 2013, 16:48
Benutzertitel: کوردستان زیندووە

Re: EU - Türkei - Visafreiheit

Beitragvon Kardux » So 8. Mai 2016, 10:14

Erdogan gedenkt die demographischen Verhältnisse in der "Türkei" zu verändern indem er die Visafreiheit "aushandelt". Ist ja logisch das viele Kurden aus dem Osten, die vor der Staatsgewalt geflohen sind und derzeit bei Verwandten in der Westtürkei untergebracht sind, sich dafür entscheiden werden nach Europa zu fliehen, zumindest wird das ein großer Teil tun. Ich rechne auch damit das viele Erdogan- Kritiker das Land verlassen werden, sprich türkische Linke und Kemalisten. Sollte diese Visafreiheit wirklich zustande kommen, müsste man den europäischen Politikern jegliche Kompetenz absprechen, allen voran natürlich den deutschen Politikern.

Mir ist schon bewusst das die EU feilschen und zocken muss um den Flüchtlingsstrom zu dämmen, aber man hat sich in eine sehr schlechte Verhandlungsposition mit der Türkei begeben. Das die Türkei sich nun Vorteile verschaffen will ist vollkommen legitim, aus ihrer Sicht zumindest. Das die türkische Regierung erst die kurdische Bevölkerung terrorisiert und versucht so viele Kurden wie möglich aus dem Land zu jagen ist aus dem türkischen Selbstverständnis und ihrer Geschichte vollkommen legitim. Die Geschichte der Türken in Kleinasien ist ja geprägt von Eroberung und Vertreibung, anders als bei anderen Völkern auf der Welt gilt dieses Gesetz auch im Jahr 2016. Man hat Kleinasien fast vollständig islamisiert - Griechen, Armenier, Aramäer gibt es keine mehr, die wurden entweder abgeschlachtet, vertrieben, oder einfach assimiliert. Völker wie Araber, Tscherkessen, Lazen, andere Kaukasus und Balkanvölker wurden ebenfalls assimiliert, diese jedoch freiwillig. Einzig und allein die Kurden haben sich dieser Homogenisierungspolitik widersetzt, und haben dafür einen sehr hohen Blutzoll gezahlt bzw. tun es noch immer. Und das Erdogan mit seiner autokraten Verhaltensweise keine Kritiker innerhalb der türkischen Nation wünscht, geschweigedenn Kemalisten die Jahrzehntelang gläubige Türken in Schach hielten. Interessant dabei ist auch die Tatsache das viele gläubige Türken, mehrheitlich aus Zentralanatolien (Yozgat, Konya, Aksaray, etc.) nach Europa ausgewandert sind, nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen. Nun, könnte es umgekehrt kommen. Also wenn man sich in den Kopf dieses Diktators hineinversetzt ist es legitim und naheliegend das so agiert wird. Die Europäer sollten es aber besser wissen. Und sie hätten die Türkei auch nicht wichtiger machen sollen als sie ist. Die Türkei war zu Beginn der Verhandlungen in überhaupt keiner starken Position. Die Aussenpolitik der Türkei und ihre Entscheidung den sunnitischen Extremismus zu unterstützen, hat sich als falscher Schachzug erwiesen. Mit dem autokraten Verhalten gegenüber alle Kritiker hat man sich im eigenen Land viele Gegner geschaffen, gegen die Kurden ist man wieder in einen Bürgerkrieg geschlittert (gewollt!), und darüber hinaus hat man es sich mit Russland verscherzt. Neue Grenzstreitigkeiten mit den Griechen kommen hinzu und das Verhältnis zu den USA war auch schon mal besser, und so steht die Türkei fast alleine da, aufgrund einer komplett falschen Außen und Innenpolitik. Wenn Frau Merkel auf den Tisch hauen würde und der Türkei mal vor Augen führen würde was die Konsequenzen wären wenn man wirtschaftliche Massnahmen gegen die Türkei vornehmen würde, so wäre bestimmt Ruhe im Karton.

Der derzeitige islamische Kulturkreis kommt damit nicht klar wenn der Gegenüber (also der Westen oder Israel) in irgendeiner Art und Weise Kompromisse macht oder zu viel Mitgefühl oder Verständnis zeigt - es wird schlichtweg als Schwäche empfunden, und darauf reagiert man dann aggressiv. Ich weiß die Gutmenschen werden wieder aufschreien, aber mit solchen Argumenten muss man sich beschäftigen. Es geht nicht um Fremdenhass oder Rassismus, die islamische Welt befindet sich einfach in einer Findungsphase. Der Islam war im Mittelalter progessiver als heute und genau das gibt zu Denken. Und genau deshalb ist es vollkommen falsch wenn Israel gegenüber der arabischen Welt Schwäche zeigt, oder wenn die EU in den derzeitigen Verhandlungen gegenüber der Türkei große Kompromisse macht.
Make Kurdistan Free Again...
Benutzeravatar
Jekyll
Beiträge: 9998
Registriert: Di 31. Aug 2010, 16:35
Benutzertitel: Je suis Jekyll

Re: EU - Türkei - Visafreiheit

Beitragvon Jekyll » So 8. Mai 2016, 11:07

Kardux hat geschrieben:(08 May 2016, 11:14)

Erdogan gedenkt die demographischen Verhältnisse in der "Türkei" zu verändern indem er die Visafreiheit "aushandelt".
Das wäre allenfalls ein Nebeneffekt. Ihn jetzt nur auf diese Intention festnageln zu wollen wäre zu weit hergeholt, da zu spekulativ.
Ist ja logisch das viele Kurden aus dem Osten, die vor der Staatsgewalt geflohen sind und derzeit bei Verwandten in der Westtürkei untergebracht sind, sich dafür entscheiden werden nach Europa zu fliehen, zumindest wird das ein großer Teil tun.
Die fliehen wohl in erster Linie vor den schlechteren wirtschaftlichen Verhältnissen, und dann natürlich auch vor dem Konflikt zwischen den türkischen Sicherheitskräften und den PKK-Terroristen.

Ich rechne auch damit das viele Erdogan- Kritiker das Land verlassen werden, sprich türkische Linke und Kemalisten.
Ja, wenn durch die Visafreiheit Linksextremisten und faschistoide Kemalisten das Land in nicht geringer Anzahl verlassen, wäre das in der Tat ein positiver Nebeneffekt, den man nur begrüßen kann. Allerdings hätten dann andere Länder das Problem am Hals. (Ich kann mich noch daran entsinnen, dass Sie mal geschrieben hatten, dass Deutschland quasi ein Hauptbetätigungsfeld für die PKK geworden sei, für Rekrutierungen und Geld eintreiben und so.)

Mir ist schon bewusst das die EU feilschen und zocken muss um den Flüchtlingsstrom zu dämmen, aber man hat sich in eine sehr schlechte Verhandlungsposition mit der Türkei begeben. Das die Türkei sich nun Vorteile verschaffen will ist vollkommen legitim, aus ihrer Sicht zumindest. Das die türkische Regierung erst die kurdische Bevölkerung terrorisiert und versucht so viele Kurden wie möglich aus dem Land zu jagen ist aus dem türkischen Selbstverständnis und ihrer Geschichte vollkommen legitim. Die Geschichte der Türken in Kleinasien ist ja geprägt von Eroberung und Vertreibung, anders als bei anderen Völkern auf der Welt gilt dieses Gesetz auch im Jahr 2016. Man hat Kleinasien fast vollständig islamisiert - Griechen, Armenier, Aramäer gibt es keine mehr, die wurden entweder abgeschlachtet, vertrieben, oder einfach assimiliert. Völker wie Araber, Tscherkessen, Lazen, andere Kaukasus und Balkanvölker wurden ebenfalls assimiliert, diese jedoch freiwillig. Einzig und allein die Kurden haben sich dieser Homogenisierungspolitik widersetzt, und haben dafür einen sehr hohen Blutzoll gezahlt bzw. tun es noch immer. Und das Erdogan mit seiner autokraten Verhaltensweise keine Kritiker innerhalb der türkischen Nation wünscht, geschweigedenn Kemalisten die Jahrzehntelang gläubige Türken in Schach hielten. Interessant dabei ist auch die Tatsache das viele gläubige Türken, mehrheitlich aus Zentralanatolien (Yozgat, Konya, Aksaray, etc.) nach Europa ausgewandert sind, nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen. Nun, könnte es umgekehrt kommen. Also wenn man sich in den Kopf dieses Diktators hineinversetzt ist es legitim und naheliegend das so agiert wird. Die Europäer sollten es aber besser wissen. Und sie hätten die Türkei auch nicht wichtiger machen sollen als sie ist. Die Türkei war zu Beginn der Verhandlungen in überhaupt keiner starken Position. Die Aussenpolitik der Türkei und ihre Entscheidung den sunnitischen Extremismus zu unterstützen, hat sich als falscher Schachzug erwiesen. Mit dem autokraten Verhalten gegenüber alle Kritiker hat man sich im eigenen Land viele Gegner geschaffen, gegen die Kurden ist man wieder in einen Bürgerkrieg geschlittert (gewollt!), und darüber hinaus hat man es sich mit Russland verscherzt. Neue Grenzstreitigkeiten mit den Griechen kommen hinzu und das Verhältnis zu den USA war auch schon mal besser, und so steht die Türkei fast alleine da, aufgrund einer komplett falschen Außen und Innenpolitik. Wenn Frau Merkel auf den Tisch hauen würde und der Türkei mal vor Augen führen würde was die Konsequenzen wären wenn man wirtschaftliche Massnahmen gegen die Türkei vornehmen würde, so wäre bestimmt Ruhe im Karton.

Der derzeitige islamische Kulturkreis kommt damit nicht klar wenn der Gegenüber (also der Westen oder Israel) in irgendeiner Art und Weise Kompromisse macht oder zu viel Mitgefühl oder Verständnis zeigt - es wird schlichtweg als Schwäche empfunden, und darauf reagiert man dann aggressiv. Ich weiß die Gutmenschen werden wieder aufschreien, aber mit solchen Argumenten muss man sich beschäftigen. Es geht nicht um Fremdenhass oder Rassismus, die islamische Welt befindet sich einfach in einer Findungsphase. Der Islam war im Mittelalter progessiver als heute und genau das gibt zu Denken. Und genau deshalb ist es vollkommen falsch wenn Israel gegenüber der arabischen Welt Schwäche zeigt, oder wenn die EU in den derzeitigen Verhandlungen gegenüber der Türkei große Kompromisse macht.
Es ist immer eine gute Idee, solche antitürkische Propaganda mit der üblichen Anbiederei gegenüber dem Westen zu servieren (Niveau und Charakter war nie die Stärke von Extremisten gewesen). Dürfte die Verdauung erleichtern, zumindest bei denen, die für niedere Gelüste empfänglich sind. Nichts Neues im Südosten.
Say NO to racism and antisemitism!
Benutzeravatar
Kardux
Beiträge: 2605
Registriert: Fr 29. Mär 2013, 16:48
Benutzertitel: کوردستان زیندووە

Re: EU - Türkei - Visafreiheit

Beitragvon Kardux » So 8. Mai 2016, 12:01

Jekyll hat geschrieben:Ja, wenn durch die Visafreiheit Linksextremisten und faschistoide Kemalisten das Land in nicht geringer Anzahl verlassen, wäre das in der Tat ein positiver Nebeneffekt, den man nur begrüßen kann. Allerdings hätten dann andere Länder das Problem am Hals. (Ich kann mich noch daran entsinnen, dass Sie mal geschrieben hatten, dass Deutschland quasi ein Hauptbetätigungsfeld für die PKK geworden sei, für Rekrutierungen und Geld eintreiben und so.)


....

Jekyll hat geschrieben:Es ist immer eine gute Idee, solche antitürkische Propaganda mit der üblichen Anbiederei gegenüber dem Westen zu servieren (Niveau und Charakter war nie die Stärke von Extremisten gewesen).


Sie bestätigen eindrucksvoll was ich schreibe. Der islamische Kulturkreis akzeptiert keine Schwäche, und hat große Probleme mit Koexistenz, sowohl ethnischer als auch ideologischer. Sie, als offen auftretender Erdoganfanboy erachten es als sehr positiv wenn Teile ihrer eigenen Nation ihr Heimatland verlassen, nur weil man eine andere Ansicht vertritt. Um nicht ganz so schlecht dazustehen verpacken Sie Ihre Argumentation mit lächerlichen Pauschalisierungen und bezeichnen Kemalisten als faschistoid oder türkische Linke werden sofort als extrem abgestempelt.

1. Sind die Kemalisten nicht weniger "faschistoid" als die Mehrheit der AKP- Wähler oder gar die türkischen Linken, wenn es um spezielle Fragen geht (z.B. den Armeniergenozid, Kurdenfrage).
2. Gibt es unter den Kemalisten oder solche die Gegner des politischen Islams sind viele Akademiker, Ingenieure, Ärzte, etc. die auch mitunter das Land aufgebaut haben, und von den türkischen Linken möchte ich in der Hinsicht mal gar nicht anfangen, die vielen kompetenten türkischen Universitätsprofessoren die sich als links gerichtet empfinden können über einen Exiltürken wie Sie es sind nur müde lächeln. Aber ich glaube nicht einmal das Sie eine Vorstellung davon haben wieviele türkische Akademiker links gerichtet sind, die Sie hier abwertend als linksextrem abtun.
3. So ahnungslos wie Sie nunmal sind glauben Sie das solch ein Verlust an menschlichem Kapital der Türkei einen großen Vorteil verschaffen würde. Das glaubten auch die Jungtürken nachdem man eine wichtige wirtschaftliche Säule Kleinasiens, nämlich die osmanischen Armenier vernichtete. Ja, Sie sind den Jungtürken ein Bruder im Geiste. Denken Sie mal darüber nach.
4. Sie sind bis heute nicht in der Lage anständig und seriös zu diskutieren. Ich habe von gewissen Aspekten gesprochen weshalb sich die Türkei derzeit nicht in einer guten Verhandlungsposition befindet. Darüber kann man, sofern man rationale Gegenargumente hat, streiten, aber wenn man diese nicht hat und sich nicht weiter helfen kann sollte man einfach kürzer treten, anstatt gleich sofort von "Antipropaganda" zu faseln.

Und wenn ich nun über Ihr Niveau und Ihren Charakter näher eingehen würde, wären wir wieder da angelangt wie vor einigen Monaten. Also führen Sie mich nicht in Versuchung.

Ein Exiltürke der nach türkischem Führerkult lechzt, dann aber wiederum in Deutschland lebt, und gleichzeitig keine Gelegenheit auslässt um seine Gastheimat anzuschwärzen (Nazikeule schwingend) möchte über Niveau und Charakter richten. Darüber kann ich nur müde lächeln. Wenn der Westen nicht all das wäre, wovon ich spreche - und wenn dem Nahen Osten nicht all das fehlen würde wovon ich spreche, würden wir beide uns ja kaum in einem deutschen Forum auf deutsch unterhalten, und uns in unendlichen Beiträgen die "Köpfe einschlagen". Jemand wie Sie müsste auch wohl kaum in einem fremden Land leben und gleichzeitig von der Heimat träumen. :D

Jekyll hat geschrieben:Dürfte die Verdauung erleichtern, zumindest bei denen, die für niedere Gelüste empfänglich sind. Nichts Neues im Südosten.


Verstehe ich jetzt nicht. Sie haben zwar auf Deutsch geschrieben, aber Türkisch gedacht. Können Sie das übersetzen ?
Make Kurdistan Free Again...
Vardarovic

Re: EU - Türkei - Visafreiheit

Beitragvon Vardarovic » So 8. Mai 2016, 12:43

Es ist leicht, als Besatzer einer Region und über ein Volk, deren Widerstandszellen als terroristisch zu bezeichnen.
Ja, es ist sehr leicht.

Leichter wäre es, diese "terroristischen Befreiungszellen" auszuschalten,
indem man ihnen ihr besetztes Land zurückgäbe, damit es nicht zu diesen jahrzehntelangen Auseinandersetzungen komme:
- die Unterdrückten sehen sich als Befreiungskämpfer und schlagen auf den Besatzer ein
- die Unterdrücker wollen ihr Besatzungsgebiet nicht herausgeben und bekämpfen die um Befreiung kämpfenden "Terroristen".

Anmerkung an manchen Türken:

Selbst die USA haben einst in Kuweit von einer Besatzung des Landes gesprochen und sich "terroristisch" verhalten, indem sie das Land vom "Besatzer" freikämpften.

Es liegt also in der Natur der Sache, dass man seine Heimat von den Besatzern befreien möchte.
Das ist nicht nur legal, sondern die Sache eines jeden freiheitsliebenden Menschen.


Wie es mit der Türkei heute aussieht?
Das angefügte youtube-Video gibt reichlich Auskunft,
die türkischen "Parlamentarier" rufen zur Tötung des kurdischen Redners auf:

Video: https://www.youtube.com/watch?v=dTUbYJ5Ek90
(mit anglophonen Untertiteln)

Mal sehen, ob eine Türkei als EU-Mitglied weiterhin zur Tötung eines kurdischen Redners aufrufen werde.
Deshalb ist es wichtig, dass die Türkei Mitglied der EU wird, ABER nicht so, wie es Merkel dummherrlich eingeleitet und sich ausgeliefert hat.

Aber das alles hat nur am Rande mit dem Titel des Threads zu tun.
Benutzeravatar
Jekyll
Beiträge: 9998
Registriert: Di 31. Aug 2010, 16:35
Benutzertitel: Je suis Jekyll

Re: EU - Türkei - Visafreiheit

Beitragvon Jekyll » So 8. Mai 2016, 13:49

Kardux hat geschrieben:(08 May 2016, 13:01)
Sie bestätigen eindrucksvoll was ich schreibe. Der islamische Kulturkreis akzeptiert keine Schwäche, und hat große Probleme mit Koexistenz, sowohl ethnischer als auch ideologischer.
Sie meinen, genauso wie die Kurden von damals, die mit den Armeinern so gut "koexistieren" konnten? Und zwar dermaßen, dass daraus die Initialzündung für den Armeniergenozid wurde?

Oder wie die Teile der kurdischen Bevölkerung in der Türkei, die - im Gegensatz zu den anderen Ethnien in der Türkei - dermaßen voll auf Koexistenz stehen, dass sie - wieder als Einzige unter den vielen Ethnien in der Türkei - vor lauter links- und rechtsextremistischer Koexistenz das Land mit Terror, Mord und Totschlag überzogen haben?

Sehr gut, Kardux! Weiter so!

Sie, als offen auftretender Erdoganfanboy erachten es als sehr positiv wenn Teile ihrer eigenen Nation ihr Heimatland verlassen, nur weil man eine andere Ansicht vertritt.
Nicht "andere", extremistische Ansichten (die PKK z. B. ist doch militant links-extremistisch, oder nicht?). Und ich bin kein Erdoganfan, obwohl so einer zu sein sicher immer noch besser wäre als ein kurdischer Ultranationalist und Terroristensympathisant zu sein, der über ewiggestrige Lebensräume träumt.

Um nicht ganz so schlecht dazustehen verpacken Sie Ihre Argumentation mit lächerlichen Pauschalisierungen und bezeichnen Kemalisten als faschistoid oder türkische Linke werden sofort als extrem abgestempelt.
Kemalisten haben sich nun mal als faschistoid entpuppt. Eigenartig, dass ausgerechnet Sie als Kurde mit dieser Tatsache so ihre Probleme haben (blind auf dem rechten Auge?). Und ja, neben der kurdisch-linksextremistischen PKK gibt/gab es noch den (nichtkurdischen) linksextremistischen, militant-terroristischen Dev Sol.

1. Sind die Kemalisten nicht weniger "faschistoid" als die Mehrheit der AKP- Wähler oder gar die türkischen Linken, wenn es um spezielle Fragen geht (z.B. den Armeniergenozid, Kurdenfrage).
Selbstverständlich waren und sind die Kemalisten faschistoid. Gerade in den von Ihnen genannten Punkten, wie z. B. die sogenannte "Kurdenfrage", haben sie sich als solche profiliert.

2. Gibt es unter den Kemalisten oder solche die Gegner des politischen Islams sind viele Akademiker, Ingenieure, Ärzte, etc. die auch mitunter das Land aufgebaut haben,
...gab es auch unter den Nazis. (Was ist mit Ihren Geschichtskenntnissen los?)

und von den türkischen Linken möchte ich in der Hinsicht mal gar nicht anfangen,
...gab es auch unter den links-totalitären Systemen des Kommunismus. Nein, schweigen Sie lieber, das wird allmählich peinlich mit Ihnen und Ihren Geschichtskenntnissen.

3. So ahnungslos wie Sie nunmal sind glauben Sie das solch ein Verlust an menschlichem Kapital der Türkei einen großen Vorteil verschaffen würde. Das glaubten auch die Jungtürken nachdem man eine wichtige wirtschaftliche Säule Kleinasiens, nämlich die osmanischen Armenier vernichtete.
Mit tatkräftiger Unterstützung der Kurden übrigens. (Geschichtskenntnisse?!)

Ja, Sie sind den Jungtürken ein Bruder im Geiste. Denken Sie mal darüber nach.
4. Sie sind bis heute nicht in der Lage anständig und seriös zu diskutieren. Ich habe von gewissen Aspekten gesprochen weshalb sich die Türkei derzeit nicht in einer guten Verhandlungsposition befindet. Darüber kann man, sofern man rationale Gegenargumente hat, streiten, aber wenn man diese nicht hat und sich nicht weiter helfen kann sollte man einfach kürzer treten, anstatt gleich sofort von "Antipropaganda" zu faseln.
Eigentlich hatte ich antitürkische Propaganda geschrieben. "Antipropaganda" wäre genau das Gegenteil von Propaganda (z. B. das, was ich gerade mache, käme dem nahe). Bedaure, anders kann man ihre plumpen Pauschalisierungen nicht titulieren. Selbst Schuld.

Und wenn ich nun über Ihr Niveau und Ihren Charakter näher eingehen würde, wären wir wieder da angelangt wie vor einigen Monaten. Also führen Sie mich nicht in Versuchung.
Sie haben mich bereits ein Bruder im Geiste mit den Jungtürken bezeichnet, mit Leuten also, die ein Genozid auf dem Gewissen haben (in Zusammenarbeit mit den Kurden damals). Sie meinen, Sie können sich noch steigern, bzw. noch tiefer sinken, was das Niveau betrifft?

Ein Exiltürke der nach türkischem Führerkult lechzt, dann aber wiederum in Deutschland lebt, und gleichzeitig keine Gelegenheit auslässt um seine Gastheimat anzuschwärzen (Nazikeule schwingend) möchte über Niveau und Charakter richten. Darüber kann ich nur müde lächeln. Wenn der Westen nicht all das wäre, wovon ich spreche - und wenn dem Nahen Osten nicht all das fehlen würde wovon ich spreche, würden wir beide uns ja kaum in einem deutschen Forum auf deutsch unterhalten, und uns in unendlichen Beiträgen die "Köpfe einschlagen". Jemand wie Sie müsste auch wohl kaum in einem fremden Land leben und gleichzeitig von der Heimat träumen. :D
Und wieder das obligatorische Anbiederei. Des Völkischen Beifall und Wohlgefallen ist Ihnen schon mal sicher. (Und Sie wundern sich, wenn ich von Propaganda schreibe.)

Verstehe ich jetzt nicht. Sie haben zwar auf Deutsch geschrieben, aber Türkisch gedacht. Können Sie das übersetzen ?
Täusche ich mich, oder haben Sie gerade schon wieder pauschalisiert?
Say NO to racism and antisemitism!
Benutzeravatar
Jekyll
Beiträge: 9998
Registriert: Di 31. Aug 2010, 16:35
Benutzertitel: Je suis Jekyll

Re: EU - Türkei - Visafreiheit

Beitragvon Jekyll » So 8. Mai 2016, 14:01

Vardarovic hat geschrieben:(08 May 2016, 13:43)

Es ist leicht, als Besatzer einer Region und über ein Volk, deren Widerstandszellen als terroristisch zu bezeichnen.
Ja, es ist sehr leicht.
Wie kommst du jetzt auf "Besatzer"? Ich meine jetzt nach fast 1000jähriger Geschichte der Türken in Kleinasien. Was sind dann die Europäer? Besatzer und Unterdrücker von einheimischen Neandertalern oder was? Hier hat auch niemand "ein Volk" als terroristisch bezeichnet. Danke für's Mitdiskutieren.
Say NO to racism and antisemitism!
Vardarovic

Re: EU - Türkei - Visafreiheit

Beitragvon Vardarovic » So 8. Mai 2016, 14:56

Jekyll hat geschrieben:(08 May 2016, 15:01)

Wie kommst du jetzt auf "Besatzer"? Ich meine jetzt nach fast 1000jähriger Geschichte der Türken in Kleinasien. Was sind dann die Europäer? Besatzer und Unterdrücker von einheimischen Neandertalern oder was? Hier hat auch niemand "ein Volk" als terroristisch bezeichnet. Danke für's Mitdiskutieren.

Diese Frage wird Dir Dein Pädagoge für Historie beantworten.
Auf Rhetorisches aus Deinem Kreis gehe ich nicht ein.

Im übrigen ist Dein Inhalt nicht logisch, nicht konkludent.
Benutzeravatar
Jekyll
Beiträge: 9998
Registriert: Di 31. Aug 2010, 16:35
Benutzertitel: Je suis Jekyll

Re: EU - Türkei - Visafreiheit

Beitragvon Jekyll » So 8. Mai 2016, 15:09

Vardarovic hat geschrieben:(08 May 2016, 15:56)

Diese Frage wird Dir Dein Pädagoge für Historie beantworten.
Auf Rhetorisches aus Deinem Kreis gehe ich nicht ein.

Im übrigen ist Dein Inhalt nicht logisch, nicht konkludent.
Wat is? Also, ich hoffe doch schwer, dass mein Inhalt logisch und konkludent aufgebaut ist. Sonst würde ich ja zusammensacken und mich auflösen. Du meinst sicherlich die Inhalte meiner Beiträge. Ja, was die angeht, solltest du versuchen mit Argumenten und Gegenargumenten zu punkten anstatt dezent aus der Distanz einen sinnfreien Spruch nach den anderen abzulassen. Natürlich sofern du Wert auf sachliche Diskussion legst. Wieso bezeichnest du ein Volk, das seit fast ein Jahrtausend in einer Region angesiedelt ist, als "Besatzer"? Wie kommst du darauf, dass hier jemand ein Volk als terroristisch bezeichnet hätte? Hast du wirklich keine Antworten darauf? Kannst du oder willst du nicht? Verstehst du überhaupt, was Diskutieren eigentlich bedeutet?
Say NO to racism and antisemitism!
Benutzeravatar
Kardux
Beiträge: 2605
Registriert: Fr 29. Mär 2013, 16:48
Benutzertitel: کوردستان زیندووە

Re: EU - Türkei - Visafreiheit

Beitragvon Kardux » So 8. Mai 2016, 16:09

Jekyll hat geschrieben:Sehr gut, Kardux! Weiter so!


Mit keinem einzigen Wort oder Satz gehen Sie auf meine Punkte ein. Aber das ist eben der Diskussionsstil eines Kleingeists, inhaltlich haben Sie nicht viel zu sagen, stattdessen gibt es Ablenkmanöver. Und auf die werde ich auch eingehen, weil ich mich im Gegensatz zu Ihnen ernsthaft mit diesem Thema beschäftigt habe und die nötigen Kenntnisse hierzu besitze.

Jekyll hat geschrieben:Sie meinen, genauso wie die Kurden von damals, die mit den Armeinern so gut "koexistieren" konnten? Und zwar dermaßen, dass daraus die Initialzündung für den Armeniergenozid wurde?


Natürlich zählen auch die Kurden zum islamischen Kulturkreis - auch die Kurden hatten und haben Probleme mit ethnischer und ideologischer Koexistenz. Oder kennen Sie die Kurden nicht ? Das Sie wenig Allgemeinwissen besitzen ist mir schon bekannt. Man sollte aber trotzdem erwähnen das die Kurden bezüglich ethnischer Koexistenz im Vergleich zu ihren türkischen, arabischen, oder persischen Nachbarn mehr Bereitschaft zeigen. Aber Meinungen anderer akzeptieren, da happert es natürlich auch bei den Kurden, das sieht man auch im Nordirak.

Nun, wie soll man auch wirklich mit Ihrem lumpigen Diskussionsstil umgehen ?

1. Habe ich niemals den Armeniergenozid geleugnet und immer auf die Mitschuld der Kurden hingewiesen.
2. Ich habe generell vom islamischen Kulturkreis gesprochen, dazu zähle ich natürlich auch die Kurden, die mehrheitlich sunnitisch sind (haben Sie wieder was dazu gelernt...).
3. Sie müssten mal Ihre dummdreiste Behauptung, von wegen die Kurden hätten die Initialzündung für den Armeniergenozid gegeben, historisch belegen !! Also, wo bleiben hier historische Fakten ? Irgendwelche Thesen, Theorien, oder sonstiges ?? Oder haben Sie das in einem Milli- Görüs- Lokal aufgeschnappt ? Ihre Quelle des "Wissens" :D Die Kriege zwischen den Russen und Osmanen, die Niederlagen der Türken auf dem Balkan, die Flucht der Balkantürken, dann der 1. WK und die absehbare Niederlage, und dann eben der Verlust des Reichs (Lebensraum) waren die Gründe für diesen Völkermord ! Dieser Genozid war geplant - schon 1898 gab es Pogrome gegenüber Armeniern unter Sultan Abdulamid. Sie besitzen die Chuzpe und wollen über Geschichtekenntnisse richten ? Nur zu.

Jekyll hat geschrieben:Oder wie die Teile der kurdischen Bevölkerung in der Türkei, die - im Gegensatz zu den anderen Ethnien in der Türkei - dermaßen voll auf Koexistenz stehen, dass sie - wieder als Einzige unter den vielen Ethnien in der Türkei - vor lauter links- und rechtsextremistischer Koexistenz das Land mit Terror, Mord und Totschlag überzogen haben?


Ok, Sie haben keine Ahnung von Geschichte und Völkerkunde; aber schon bei den einfachsten Dingen happert es bei Ihnen. Die Kurden haben sich der Homogenisierungspolitik, also der Assimilationspolitik der Türkei widersetzt - und das ist in Ihren Augen Rechtsextremismus. Das sich die Kurden dagegen gewehrt haben das ihre Identität und Sprache geleugnet bzw. verboten wurden ist ein Ausdruck von Rechtsextremismus. Mord, Terror, Totschlag - also die Dinge welche Sie mit der PKK assoziieren wurden denn wann genau von den Kurden angewendet ? Na, da sind wir schon wieder bei den Geschichtekenntnissen. Ups. Nicht Ihr Ding. Ich weiß.

Zu Ihrer Information, das kurdische Volk, und jedes Volk dieser Erde hat das Recht auf seine Sprache und Kultur, und wenn ein rechtsextremer und faschistoider Staat wie die Türkei das negiert, wird es eben Widerstand geben. Die Verteidigung gegen Faschismus als rechtsextrem zu bezeichnen offenbart eine grenzenlose Dummheit. Den Freiheitskampf eines Volkes, das per Verfassung geleugnet wird, als rechtsextrem zu bezeichnen, das ist ein Ausdruck von purer Ignoranz und eben grenzenloser Dummheit. Ja, wir sind da angekommen wo ich beim letzten Beitrag aufgehört habe. Würde nicht die Mehrheit der Türken so wie Sie denken gäbe es weniger Konflikte. Weniger Menschen müssten fliehen, man könnte sich auf sein Land und den Fortschritt fokusieren. Stattdessen propagieren Sie hier türkischen Rechtsextremismus par excellence, und leben paradoxerweise nicht einmal in Ihrem Heimatland. :D

Jekyll hat geschrieben:Nicht "andere", extremistische Ansichten (die PKK z. B. ist doch militant links-extremistisch, oder nicht?). Und ich bin kein Erdoganfan, obwohl so einer zu sein sicher immer noch besser wäre als ein kurdischer Ultranationalist und Terroristensympathisant zu sein, der über ewiggestrige Lebensräume träumt.


Ich sprach auch nicht von der PKK. Ich schrieb klar und deutlich, wenn Teile Ihrer eigenen Nation das Land verlassen. Die Kurden sind eine eigenständige Nation und sind natürlich keine Türken. Kommen Sie mit ? Oder soll ich noch einen Gang zurückschalten damit Sie mitkommen ?

Sie sind also kein Erdoganfanboy ? :D
Ich glaube bei Ihnen hackt es. In Ihrer Signatur steht doch klar und deutlich geschrieben "Je suis Erdogan". Solche Menschen kann man eigentlich nur bemitleiden. Besitzen Sie keine eigene Persönlichkeit ? Weshalb braucht es einen Führer ? Ich hätte noch einen Vorschlag für Sie als Signatur: "Erdogan denkt, also bin ich." Das "Je suis" ist doch mainstream, versuchen Sie was Neues.

Ich bin in erster Linie ein Freidenker und das nimmt mir keine Person auf der Welt weg. Wenn Erdogan morgen pro- PKK wäre, dann wären Sie aber gewaltig am Ars@@. Ich würde dann zu gern Ihre Argumentation sehen. Wendehals...
Ist schon blöd wenn man sich an eine Person festbinden muss.

Übrigens, Kurdistan ist kein ewiggestriger Lebensraum. Die Kurden und Kurdistan sind so reel wie niemals zuvor ! Auch die letzten Wahlen in der Türkei haben gezeigt wo diese "ewiggestrigen Lebensräume" liegen.

Jekyll hat geschrieben:Kemalisten haben sich nun mal als faschistoid entpuppt. Eigenartig, dass ausgerechnet Sie als Kurde mit dieser Tatsache so ihre Probleme haben (blind auf dem rechten Auge?). Und ja, neben der kurdisch-linksextremistischen PKK gibt/gab es noch den (nichtkurdischen) linksextremistischen, militant-terroristischen Dev Sol.


Natürlich bin ich nicht blind auf dem rechten Auge, ich habe auch kein Problem damit das man die Kemalisten als faschistoid bezeichnet, ich habe nur ein Problem wer hier mit dem Finger auf wen zeigt. Die AKP, die derzeit das kurdische Volk bekämpft ist nicht weniger faschistoid als die Kemalisten, dementsprechend ist es lächerlich mit dem Finger auf andere zeigen zu wollen. In der Türkei gibt es also nur Linksextremisten. Die vielen türkischen Uniprofessoren (speziell in Political Science) sollen also linksextrem sein ? Selten so dummes Zeugs gelesen. Etliche türkische Intellektuelle vertreten sozialistische oder sozialdemokratische Ideen, eine postosmanische Türkei haben da wenig Platz. Das einzige was extrem ist, sind die aussenpolitischen Entscheidungen der AKP. Man steht aussenpolitisch so schlecht wie nie zuvor da. Das ist eine Tatsache. Extrem war es das man in Syrien und im Irak Jihadisten unterstützt. Extrem war es das man erst von kurdischen Rechten faselte um darauf dann einen erneuten Bürgerkrieg mit den Kurden loszutreten. Ja, das ist extrem. Das die Türkei einen russischen Jet abschiesst ist extrem ! Das Davutoglu zurückgetreten ist, ist extrem ! Das Abdullah Gül und viele andere AKP- Spitzenpolitiker ausgebootet wurden ist extrem ! Das Erdogan die Türkei in eine Ein- Mann- Diktatur verwandelt ist extrem. Und das Exiltürken wie Sie, die es eigentlich besser wissen sollten, diesen Führerkult für richtig halten ist extrem ! Haben wir genug vom Begriff "extrem", oder soll ich fortführen ?

Jekyll hat geschrieben:...gab es auch unter den Nazis. (Was ist mit Ihren Geschichtskenntnissen los?)


Ich weiß nicht was mit meinen Geschichtskenntnissen los ist, aber es ist schon sehr abenteuerlich wie man Kemalisten mit Nazis vergleichen oder gleichsetzen will. Da muss man sich echt an den Kopf greifen, und das ich einmal die Kemalisten verteidige - also das nehme ich Ihnen sehr übel ! Nun, historisch betrachtet haben die Kemalisten in Dêrsim einen Völkermord begangen mit mehreren zehntausend Opfern, sie haben die faschistoide türkische Verfassung geschaffen welche die Existenz der Kurden negiert aber einen Vergleich zu den Nazis würde ich nicht aufstellen wollen, da würden noch eher die Jungtürken dem Vergleich gerecht werden. Natürlich, Mustafa Kemal war anfangs auch ein Jungtürke, aber niemals ein Freund von Enver Pascha, ganz im Gegenteil. Seine Ideologie der Kemalismus muss als etwas seperates betrachtet werden.

Jekyll hat geschrieben:...gab es auch unter den links-totalitären Systemen des Kommunismus. Nein, schweigen Sie lieber, das wird allmählich peinlich mit Ihnen und Ihren Geschichtskenntnissen.


In der Türkei sollen also nur mehr türkisch- sunnitische AKP- Wähler leben ? Der Rest sind rechtsextreme Kurden, faschistoide Kemalisten, und türkische Linksextreme. Echt peinlich. Ich hoffe Sie lesen sich Ihren Schwachsinn nicht zweimal durch. Sie wollen dem türkischen Volk eine moderate und heterogene Meinungskultur absprechen weil Sie dahinter irgendwelche extremen -ismen erwarten? Sie scheinen vom türkischen Alltag noch weniger Ahnung zu haben als erwartet. Besuchen Sie einmal eine türkische Uni, wie wäre es damit ? Verzichten Sie doch mal auf den Strand, die Dönerbuden, Sultan Ahmet, oder Erdogan- Veranstaltungen im Urlaub. Menschen wie Orhan Pamuk, Besikci, etc. sind nicht extrem, wenn überhaupt dann extrem wertvoll für die positive Entwicklung der Türkei.

Jekyll hat geschrieben:Mit tatkräftiger Unterstützung der Kurden übrigens. (Geschichtskenntnisse?!)


Die jeweiligen kurdische Stämme waren dumme Handlanger, und trotzdem ein Spiegelbild der damaligen Ignoranz der kurdischen Gesellschaft gegenüber Andersgläubigen. Geplant wurde diese Vernichtung aber lediglich von Türken in Istanbul. Die kurdischen Handlanger waren sich nicht einmal bewusst über die totale Vernichtung, einige aber wahrscheinlich froh um Beute zu ergattern. Die türkische Regierung in Istanbul hingegen, welche für das Reich zuständig war hätte es besser wissen müssen, das der Verlust dieses menschlichen Kapitals ein Schandfleck bleiben wird. Geschichtekenntnisse ? Ich glaube nicht.

Jekyll hat geschrieben:Eigentlich hatte ich antitürkische Propaganda geschrieben. "Antipropaganda" wäre genau das Gegenteil von Propaganda (z. B. das, was ich gerade mache, käme dem nahe). Bedaure, anders kann man ihre plumpen Pauschalisierungen nicht titulieren. Selbst Schuld.


Ich meinte natürlich antitürkische Propaganda. Das ändert ja nichts an der Aussage. Sie sind nicht fähig sich mit Argumenten sachlich zu befassen, stattdessen tun Sie alles als Propaganda ab. Ich hatte davon geschrieben das die Türkei aussenpolitisch nicht gut dasteht und die Europäer anders agieren könnten. Dazu haben Sie nichts gesagt, außer natürlich Anbiederei, anti-türkische Propaganda. Das ist inhaltlich zu wenig und nichtssagend, aber so typisch für Sie und Ihren Diskussionsstil.

Jekyll hat geschrieben:Sie haben mich bereits ein Bruder im Geiste mit den Jungtürken bezeichnet, mit Leuten also, die ein Genozid auf dem Gewissen haben (in Zusammenarbeit mit den Kurden damals). Sie meinen, Sie können sich noch steigern, bzw. noch tiefer sinken, was das Niveau betrifft?


Natürlich vergleiche ich Sie mit den Jungtürken, was sonst ? Sie scheren hier die gesamte türkische Opposition über einen Kamm und bezeichnen sie als extrem oder faschistoid. Sie sehen es als positiv an, das weite Teile der türkischen Opposition dem Land den Rücken kehren. Und was Sie gegenüber den Kurden so von sich geben muss ich ja wohl nicht wiederholen. Das Pochen auf die nackte Existenz werten Sie als Rechtsextremismus. Ja, sie wollen keine pluralistische Türkei, weder akzeptieren Sie andersdenkende Türken noch die Tatsache das im Südosten die Kurden beheimatet sind - ein eigenständiges Volk, mit eigener Sprache, Kultur, und Geschichte. Deshalb sind Sie auch ein Bruder im Geiste mit den Jungtürken, welche die orientalischen Christen als Stachel im Fleisch empfanden, genauso wie Sie nun faschistoide Kemalisten, linksextreme Türken, und rechtsextreme Kurden als Stachel empfinden. Das Sie dann noch von Niveau sprechen - alle Achtung...

Jekyll hat geschrieben:Und wieder das obligatorische Anbiederei. Des Völkischen Beifall und Wohlgefallen ist Ihnen schon mal sicher. (Und Sie wundern sich, wenn ich von Propaganda schreibe.)


Bei wem soll ich mich anbiedern ?

1. Sie schwingen hier ständig die Nazi- Keule. Selber aber wollen Sie den Kurden das Recht auf eine eigene Identität absprechen Fakt !
2. Sie labern ständig vom Führerkult der Deutschen (den es vor 70 Jahren einmal gab) und leben den Führerkult selber aus als Erdoganfanboy. Fakt.
3. Sie diskreditieren ständig die deutsche Gesellschaft und spielen in dem Forum den Rechtsanwalt der Türkei, aber leben selber in zweiter oder dritter Generation als Wirtschaftsflüchtling in Deutschland weil es in der achso schönen Heimat anscheinend doch nicht so rosig ist wie man immer behauptet. Fakt !
4. Die westliche Gesellschaft ist unserer überlegen, sonst würden nicht täglich neue Menschen hierher flüchten. Sonst würden auch nicht Großmäuler wie Sie, die von Anbiederei schwaffeln hier leben und alle Vorteile die das Leben hier eben bringen genießen. Fakt !

Irgendwelche Gegenargumente ? Nein ? Hab ich mir schon gedacht. Dann weiter.

Jekyll hat geschrieben:Täusche ich mich, oder haben Sie gerade schon wieder pauschalisiert?


Wieso sollte ich pauschalisiert haben ? Sie hatten irgendwas Negatives pauschal auf den "Südosten" bezogen, so ist das doch üblich unter unseren türkischen Nachbarn. Deshalb sehen wir ja auch das gute Zusammenleben zwischen Türken und Kurden. Deshalb werden wir ja auch in der Verfassung offiziell als Minderheit anerkannt. Nicht wahr ? Solange das türkische Volk nicht einsieht das die Kurden gleichwertig sind und genauso ein Recht auf ihre Kultur und Sprache haben wird es so weitergehen wie bislang. Und die Geschichte hat uns gelehrt das Kolonialismus niemals ewig währt. Ja, so viel zu den Geschichtekenntnissen.
Make Kurdistan Free Again...
Benutzeravatar
Kardux
Beiträge: 2605
Registriert: Fr 29. Mär 2013, 16:48
Benutzertitel: کوردستان زیندووە

Re: EU - Türkei - Visafreiheit

Beitragvon Kardux » So 8. Mai 2016, 17:07

Jekyll hat geschrieben:(08 May 2016, 15:01)

Wie kommst du jetzt auf "Besatzer"? Ich meine jetzt nach fast 1000jähriger Geschichte der Türken in Kleinasien. Was sind dann die Europäer? Besatzer und Unterdrücker von einheimischen Neandertalern oder was? Hier hat auch niemand "ein Volk" als terroristisch bezeichnet. Danke für's Mitdiskutieren.


:D

Besatzer deshalb weil es die Kurden weiterhin gibt, und kurdischer Lebensraum, also Kurdistan, weiterhin von den türkischen Besatzern besetzt wird. Im Falle der orientalischen Christen kann man wohl nicht mehr von türkischen Besatzern sprechen, da es in Kleinasien fast keine Christen mehr gibt - natürlich dank der Jungtürken und später nochmal der Kemalisten.

Natürlich bezeichnen Sie ein Volk als terroristisch und auch als rechtsextremer. Sie schreiben wortwörtlich das die Kurden rechtsextrem sind, weil Sie sich nicht wie andere Völker in der Türkei haben assimilieren lassen. Ich zitiere Sie:

Jekyll hat geschrieben:Oder wie die Teile der kurdischen Bevölkerung in der Türkei, die - im Gegensatz zu den anderen Ethnien in der Türkei - dermaßen voll auf Koexistenz stehen, dass sie - wieder als Einzige unter den vielen Ethnien in der Türkei - vor lauter links- und rechtsextremistischer Koexistenz das Land mit Terror, Mord und Totschlag überzogen haben?


Ja, das hat der User Vardarovic eben treffend beschrieben. Die Terrorismuskeule wird immer dann geschwungen wenn Menschen auf ihre Identität pochen. Es ist vollkommen belanglos ob die vielen Ethnien sich haben türkisieren lassen. Ich glaube Sie haben nicht einmal eine Ahnung vom Begriff Koexistenz. Duden aufschlagen und weiterbilden. Wenn Völker assimiliert werden in einem "melting pot" namens Türkei erübrigt sich der Begriff Koexistenz.

Ja, danke fürs "Mitdiskutieren" bzw. trollen...
Make Kurdistan Free Again...
Vardarovic

Re: EU - Türkei - Visafreiheit

Beitragvon Vardarovic » So 8. Mai 2016, 17:21

Kardux hat geschrieben:(08 May 2016, 18:07)
:D

[...]
Ja, das hat der User Vardarovic eben treffend beschrieben. Die Terrorismuskeule wird immer dann geschwungen wenn Menschen auf ihre Identität pochen. Es ist vollkommen belanglos ob die vielen Ethnien sich haben türkisieren lassen. Ich glaube Sie haben nicht einmal eine Ahnung vom Begriff Koexistenz. Duden aufschlagen und weiterbilden. Wenn Völker assimiliert werden in einem "melting pot" namens Türkei erübrigt sich der Begriff Koexistenz.

Ja, danke fürs "Mitdiskutieren" bzw. trollen...

Es gibt eine Tendenz der Enttürkisierung auf dem Gebiet Kleinasiens.

Nun kommen auch die Tscherkessen und verlangen immer deutlicher nach deren Identität.
Inzwischen haben sie verstanden, wie auch die Kurden, dass sie sich 1923 der falschen Person (Atatürk) und der falschen Seite (türkische) angeschlossen haben.

Sollte es hier einst zu einer heissen Phase kommen, so wird diese mehr als interessant werden.

Als Kurzbeitrag aus Wiki: Tscherkessen in der Türkei
https://de.wikipedia.org/wiki/Tscherkes ... %C3%BCrkei
sie schlossen sich den Truppen der Kuvayı Milliye unter der Führung Mustafa Kemal Atatürks an. Nach der siegreichen Beendigung des Befreiungskrieges und der Unabhängigkeitserklärung Atatürks 1923 wurde den Tscherkessen jedoch jede kulturelle Betätigung untersagt. Kulturvereine wurden geschlossen, ihre Veröffentlichungen in tscherkessischer Sprache verbrannt und die Mitglieder wurden inhaftiert. In den 1930er Jahren wurde die tscherkessische Sprache zusammen mit den anderen Minderheitensprachen verboten.

Seit den 1960er Jahren verbesserte sich die Lage der Tscherkessen in der Türkei und im ganzen Land gründeten die Tscherkessen Kulturvereine wie den Kaukasischen Verein (türk. Kafkas Derneği) oder die Föderation der Kaukasischen Vereine (türk. Kafkas Dernekleri Federasyonu).

Die in der Türkei lebenden Tscherkessen sind oft in demokratischen und liberalorientierten Parteien wieder zu finden. Durch die aktuelle Europa-orientierte Politik der Türkei seit den Beitrittsverhandlungen und die daraus resultierende minderheitsfreundliche Politik erhoffen sich die Tscherkessen und ihre Kulturvereine ein liberaleres und effektiveres Wirken gegen das Fortschreiten der Assimilation und Sprachensterben unter den Tscherkessen in der Türkei.

Deshalb muss die Türkei Teil der EU werden, aber nicht wie es sich Merkel unterwürfig vorstellt.
Gruss.
Vardarovic

Re: EU - Türkei - Visafreiheit

Beitragvon Vardarovic » Mo 9. Mai 2016, 11:50

Zeigen sich bereits erste Früchte noch VOR der Einigung der heissdiskutierten Visafreiheit?

Ein deutscher Restaurantbetreiber musste sein Restaurant zumindest vorübergehend schliessen, weil er sich von Fans des Sultanators Erdogan bedroht sah, und Strafanzeige stellte.

Zum Artikel vom 9.5.2016:
Restaurant muß wegen "Erdogan-Burger" schliessen
https://de.nachrichten.yahoo.com/restau ... 53947.html
Gedacht war der Burger, der mit einem großen Stück Ziegenkäse belegt ist, als Zeichen der Solidarität mit Can Dündar und Erdem Gül – die beiden türkischen Journalisten der “Cumhuriyet” waren vor wenigen Tagen zu jahrelangen Haftstrafen verurteilt worden. Ihnen wird vorgeworfen, geheime Dokumente veröffentlicht zu haben.

Plötzlich tauchten düstere Gestalten vor seinem Laden auf. Als “muskulös” und “dunkel bekleidet” beschreibt der “Erdogan Burger”-Schöpfer die Männer, die 20 Minuten lang in sein Restaurant gestarrt hätten

Ich konnte die Sicherheit meiner Mitarbeiter nicht mehr gewährleisten


Es wird lustig in Good Old GerMoney.
Vardarovic

Re: EU - Türkei - Visafreiheit

Beitragvon Vardarovic » Mo 9. Mai 2016, 17:30

Diese unfassbare Entwicklung der Bedrohung eines deutschen Restaurantbetreibers wurde sogar in den TV-Nachrichten publiziert.

n-tv von heute (9.5.2016)
http://www.n-tv.de/panorama/Burgerladen ... 47921.html

Erdogan-Burger mit Ziegenkäse
Burgerladen macht nach Drohungen dicht
Wegen seines Erdogan-Burgers wird ein Kölner Restaurant zunächst auf Facebook angefeindet und bedroht.
Als schließlich auch noch dunkle Gestalten auftauchen und die Hasstiraden immer schlimmer werden, zieht der Wirt Konsequenzen.


Mal sehen, wie es in Good Old GerMoney noch weitergeht.
Benutzeravatar
Fadamo
Beiträge: 13343
Registriert: Di 7. Feb 2012, 18:19

Re: EU - Türkei - Visafreiheit

Beitragvon Fadamo » Mo 9. Mai 2016, 18:48

Jekyll hat geschrieben:(07 May 2016, 17:30)

Ich denke, Erdogan ist da weitaus realistischer als du oder dein Ex-Führer, was seine Möglichkeiten als Staatspräsident angeht.

Echt? Um was für'n Lied handelte es sich da?


Das ist eine Strophe der neuen Deutschlandhymne. :D
Politik ist wie eine Hure,die kann man nehmen wie man will
Vardarovic

Re: EU - Türkei - Visafreiheit

Beitragvon Vardarovic » Mo 9. Mai 2016, 19:45

Erdogan gewinnt wegen des Kölner Erdogan-Burgers immer mehr Freunde, global.
Vielleicht wird er hierdurch beim Thema der heissdiskutierten Visafreiheit glaubwürdiger.
Wir wünschen es ihm, dem Feinschmecker.

Threats And Intimidation Lead To Closure Of Restaurant Selling ‘Erdogan Burger’
http://www.breitbart.com/london/2016/05 ... an-burger/

Restaurant selling ‘Erdoğan burger’ closes amid security threats
Manager worried about staff security after threats and intimidation.
http://www.politico.eu/article/restaura ... y-threats/

Urban Burgery: German restaurant forced to close over burger named after Erdogan
http://www.ibtimes.co.uk/urban-burgery- ... nt-1559114

Auch für den türkischen Erdogan-Gläubigen:

‘Erdogan Burger’ tehditler üzerine kapatıldı
http://avrupaforum.org/erdogan-burger-t ... kapatildi/
Almanya’nın Köln kentinde ‘Urban Burgery’ adlı restaurant sahibinin, menüsünde müşterilere ‘keçi peynirli Erdoğan Burger’i sunması sonucu işyerine gelen tehditler üzerine kapatmak zorunda kaldığı bildirildi.
Benutzeravatar
Jekyll
Beiträge: 9998
Registriert: Di 31. Aug 2010, 16:35
Benutzertitel: Je suis Jekyll

Re: EU - Türkei - Visafreiheit

Beitragvon Jekyll » Mo 9. Mai 2016, 22:37

Vardarovic hat geschrieben:(08 May 2016, 18:21)Es gibt eine Tendenz der Enttürkisierung auf dem Gebiet Kleinasiens.
Eben war es noch die fast 1000 jährige Existenz der Türken in Kleinasien, die du klein reden und für nichtig erklären wolltest (kleine Unterbrechung, Türkei hätte es nicht gegeben und sowas), jetzt fabulierst du bereits von der "Enttürkisierung" der Türkei. Also, wenn du vorhattest, dich irgendwie als türkenfeindlich zu outen, dann hast du das jetzt geschafft. Jetzt mal im Ernst; hattest du das wirklich so geplant, oder bist du da irgendwie hineingeschlittert?
Say NO to racism and antisemitism!
Vardarovic

Re: EU - Türkei - Visafreiheit

Beitragvon Vardarovic » Mo 9. Mai 2016, 22:48

Jekyll hat geschrieben:(09 May 2016, 23:37)

Eben war es noch die fast 1000 jährige Existenz der Türken in Kleinasien, die du klein reden und für nichtig erklären wolltest (kleine Unterbrechung, Türkei hätte es nicht gegeben und sowas), jetzt fabulierst du bereits von der "Enttürkisierung" der Türkei. Also, wenn du vorhattest, dich irgendwie als türkenfeindlich zu outen, dann hast du das jetzt geschafft. Jetzt mal im Ernst; hattest du das wirklich so geplant, oder bist du da irgendwie hineingeschlittert?

Besser, Du würdest Deine Inhalte vor der Freigabe bis zum Telos durchdacht haben.
So wirst Du mich nicht erreichen.

Zurück zu „34. Türkei“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast