Wirtschaft Türkei

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Wasteland
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Re: Wirtschaft Türkei

Beitragvon Wasteland » Mo 16. Jan 2017, 19:35

Audi hat geschrieben:(16 Jan 2017, 19:26)

Entweder täusche ich mich oder der Krieg hat seltsamer Weise angefangen als die AKP nicht die Mehrheit geholt hat. Erdogan konnte sein System legal nicht mehr durchboxen. Wieso akzeptiert Erdogan kein Kurdengebiet auf syrischen Boden?


Weil das die PKK in der Türkei stärken würde. Einen Kurdenstaat muss es aber früher oder später geben, das denke ich auch. Da werden aber weder die Türkei, noch Syrien, noch der Irak oder der Iran mitspielen.
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Re: Wirtschaft Türkei

Beitragvon Wasteland » Mo 16. Jan 2017, 19:38

Audi hat geschrieben:(16 Jan 2017, 19:30)

Bitte lass doch dieses Moslem Opfergehabe. Die Kurden sind Moslems, Assad ist Moslem usw. Hier geht es um Erdogan, seine Politik war Katastrophe. Ob es an ihm lag oder am gefeuerten Außenminister davotguglu weiß ich nicht. Seit dem davotguglu weg ist, haben sich beziehungen zu Moskau radikal gewandelt.
Erdogan muss jetzt einen Weg finden sich den Islamisten zu entziehen. Aber wie? 1. Raus aus Syrien 2. Gespräch mit den Kurden suchen. 3. Sukularitat beibehalten, denn Erdogan ist extrem "gläubig"


Es geht nicht um Opfergehabe, es geht darum das dir deine Ressentiments das klare Denken vernebeln. Ist ja jetzt nicht das erste mal.

Deine Wunschliste liest sich ja ganz putzig, ich ergänze die mal.
Assad und Putin müssen demokratisch werden, Menschenrechte achten und aufhören die Opposition zu ermorden. Dann werden alle Länder der Welt friedlich und es gibt nur noch Friede und Freude bis ans Ende aller Tage.
Überhaupt sollte die ganze Politik sich so verhalten wie ich es will.
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Ger9374
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Re: Wirtschaft Türkei

Beitragvon Ger9374 » Di 17. Jan 2017, 06:04

Die Türkei hat in den letzten Jahren beachtliches
geleistet, jetzt wird das Land von seiner geographischen Lage her und durch die AKP in
sehr unruhige Zeiten geführt. Erdogan hat gerade zu Anfang seiner Regierungszeit sehr erfolgreich
das Land auf seinen Kurs eingeschworen.Es gelang ihm die Kurden als Hindernis für eine
weiter aufstrebende Türkei im Volk darzustellen.
Alles Terroristische was in den letzten Monaten an Anschlägen geschah wurde sofort der PKK angelastet. Obwohl der IS auch aktiv ist.
Die Angst vor einem Kurdenstaat führte die Türkei
sogar mit Militärisch nach Syrien.Jetzt platzt
wirtschaftlich der Tourismus als Einnahmequelle weg. Die Lira gibt stark nach. Erdogan wird langsam bewusst das man nicht mit zu viel Feuer spielen sollte.Auch wenn es IS heißt.Seine Fehler zeigen folgen.Von den Kosten seiner militärischen
Eskapaden ganz zu schweigen.Schwere Zeiten für
das Türkische Volk.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Kardux
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Re: Wirtschaft Türkei

Beitragvon Kardux » Mi 25. Jan 2017, 10:01

Wasteland hat geschrieben:Es gibt sehr viele stark religiöse Kurden, die wählen überwiegend die AKP und das schon immer. Mit der PKK oder der HDP haben die nichts am Hut.


Die stehen jedoch in keiner Relation zu all jenen die gegen Erdogan sind. Zumindest was die letzten 4 Jahre betrifft.

Wasteland hat geschrieben:Im Schnitt haben im letzten Jahrzehnt etwa 50% der Kurden Erdogan gewählt.


Ja, die Kurden haben sich massgeblich am Sturz der türkischen Militärs beteiligt. Ist wohl nicht weiter verwunderlich, wenn man über Jahrzehnte von dieser Militärjunta terrorisiert wurde. Als klar war, dass Erdogan seine eigenen Strukturen aufbaut und den türkischen Kolonialismus in seiner aggressiven und altbewährten Art fortführt blieb die Unterstützung für ihn aus. Das hat mit Religiösität nichts zu tun. Die "linke" HDP erhielt bei den letzten Parlamentswahlen in den Provinzen im "tiefen" Südosten die absolute Mehrheit. Und das trotz staatlicher Sabotage. Denken Sie wirklich, dass die absolute Mehrheit der Kurden in den besagten Provinzen links eingestellt wären?

Wasteland hat geschrieben:Putin und Erdogan sind aus dem selben Holz geschnitzt, der Beweis ist geführt.
Nur Assad toppt das noch was die Kriegsverbrechen angeht.


Erdogan steht Assad um nichts nach. Besuchen Sie kurdische Städte im Südosten der sogenannten "Türkei". Sie werden keine sonderlichen Unterschiede zu Aleppo finden. Der Unterschied ist woanders. Die kurdische Opposition in der "Türkei" erhält nicht einmal im Ansatz dieselbe Unterstützung von externen Mächten wie die sogenannte syrische Opposition. Erdogans Kniefall gegenüber Putin war auch nicht überraschend, wenn man bedenkt das sich die Beziehungen zwischen Moskau und der PKK vor der Einigung der beiden Diktatoren sehr intensivierte. Das Märchen von der "Unbesiegbarkeit" der türkischen Armee glauben vielleicht die normalen türkischen Staatsbürger. Die türkischen Schalthebel wissen es besser. Wenn die PKK über diverse Waffen verfügt wird sich das Machtgefälle schnell verändern.

Zusammenfassend, sollte man sich schon klar sein, das Erdogan und jeder andere türkische Präsident bzw. Ministerpräsident ALLES in Gang setzen würde, wenn die kurdische Opposition dem türkischen Kolonialismus gefährlich werden würde. Giftgas setzt die türkische Armee bereits seit langer Zeit gegen die PKK ein. Weshalb sollte die türkische Armee dann vor Fassbomben zurück schrecken? Für Barmherzigkeit war die osmanisch/türkische Armee in der Geschichte sowieso nie bekannt.
Wasteland hat geschrieben:Deutschland ist auch eher eine PKK Hochburg, da viele Kurden aus der Türkei hierher geflohen sind.

Aber frag die doch mal. Jeder Kurde kennt auch Kurden die Pro AKP sind oder weiß das es davon ziemlich viele gibt. Ich tippe mal das Verhältnis ist 50-50 in der Türkei.


Vielleicht sollten Sie weniger tippen und sich stattdessen die Ergebnisse der letzten Wahlen in der Türkei betrachten? Das Kerngebiet der Nordkurden (siehe auch Karten aus dem Vertrag von Sevres) wählt mit absoluter Mehrheit die HDP. Und das obwohl Erdogan die Kurdengebiete in ein Kriegsfeld verwandelte und somit viele kurdische Wähler einschüchterte. Dies tat er schon bereits während der Wahl im Juni 2015. Im Exil erhielt die HDP in einigen bestimmten Staaten die Mehrheit - in gewissen Staaten wo vermutet wird das der Anteil der Kurden den der Türken unter den "türkischen" Staatsbürgern übersteigt. Dazu gehörten u.a. auch Kanada, UK, Italien, und natürlich die Hochburg der PKK - die Schweiz.

Wasteland hat geschrieben:Die meisten PKKler sind wohl auch Atheisten und Sozialisten, also eher keine Muslime.
Dann gibt es da aber noch ganz andere, zum Beispiel die kurdische Hisbollah

Hizbullah
https://de.wikipedia.org/wiki/Hizbullah_(T%C3%BCrkei)

oder die
Islamische Bewegung in Kurdistan
https://de.wikipedia.org/wiki/Islamisch ... _Kurdistan

oder die
Hür Dava Partisi
https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%BCr_Dava_Partisi

Auch der IS hat wohl eine rein kurdische Einheit. Dann gibt es da noch die religiösen Kurden, die mit einer sozialistischen Partei wie der PKK niemals etwas anfangen könnten.

Und da geht es oft unter den Kurden heftig zur Sache:

Randale unter Kurden
HDPler rächen sich an Islamisten
http://www.taz.de/!5203395/


Die meisten "PKKler" ist eine sehr wage Aussage. Ist jeder HDP-Wähler gleichzeitig ein "PKKler", selbst wenn die HDP der politische Ableger der PKK ist? Ansonsten erinnert mich Ihre Argumentation sehr stark an gewisse Stammtischparolen von kurdophoben türkischen Nationalisten, die mit Biegen und Brechen den Versuch unternehmen die Kurden ins islamistisch-extremistische Lager zu drängen.

Die Realität sieht ganz anders aus.

Die Kurden kämpfen an allen Fronten gegen den extremistischen Islam. Jede größere kurdische Volkspartei bzw. Bewegung sowohl im 21. als auch 20. Jahrhundert war und ist säkular. Die islamische oder nennen wir sie islamistische Bewegung in Kurdistan war stets eine Randgruppe und verfolgte niemals kurdisch-nationale Interessen. Nehmen wir als Beispiel die von Ihnen als "kurdische" Hizbollah erwähnte Partei. Diese Bewegung wurde vom türkischen Staat ins Leben gerufen und war ein aktiver Teil der Konterguerilla während den 90er Jahren. Ihre Willkür ging so weit, dass man jeden kurdischen Intellektuellen (egal ob Anhänger der PKK oder nicht) elliminierte. Die Bewaffnung dieser "Partei" bzw. Gang ging am Ende so weit das der türkische Staat seine Handlanger selbst auflösen musste.

Wenn Sie Ihren eigenen verlinkten Wikipedia-Artikel gelesen hätten, müsste ich diesen "Reminder" hier auch nicht schreiben. Ihr Artikel meint hierzu:
Der Politiker und ehemalige Minister Fikri Sağlar sagte in einem Interview mit der Zeitschrift Siyah-Beyaz (Schwarz-Weiß), dass die Armee die Hizbullah nicht nur benutzte, sondern sie gründete und förderte. Er behauptete, dass 1985 ein entsprechender Beschluss gefasst wurde.[8] Der damalige Gouverneur für das Gebiet unter Ausnahmezustand, Ünal Erkan sagte der Tageszeitung Milliyet, dass sie nicht beabsichtigten, militante Organisationen aufzulösen, so lange die PKK nicht beseitigt sei.[9]


Auch das Argument mit den kurdischen Einheiten innerhalb des IS ist nichtssagend. Die Kurden sind nunmal mehrheitlich Sunniten und da darf es wohl nicht verwundern das sich einige hundert junge Leute diesem Extremismus anschlossen. Was sagen sie zu den Brigaden an Turkvölkern innerhalb des IS? Was sagen sie zu den turkmenischen Schalthebeln des IS?

Die Kurden sind mehrheitlich Sunniten, konservativ, tribalistisch, und bekennen sich natürlich auch zu "ihrer" Religion. Nichtsdestotrotz sollte erwähnt werden das die Tendenz zum Antijudaismus, Antiamerikanismus, und natürlich zum extremistischen Islam unter den Kurden im Vergleich zu all seinen islamischen Nachbarn am wenigsten ausgeprägt ist. Der Islam stand schon immer gegen kurdisch-nationale Interessen und wurde stets von den kurdischen Kolonialherren benützt um eine Bruderschaft vorzuspielen. Speziell in der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts zog es kurdische Intellektuelle zu säkularen Ideologien bzw. nationalistischen Ideologien die einen moderaten Islam propagierten.

Wasteland hat geschrieben:Ja, auf einem Friedhof ist auch Frieden.
Schön wie du einige Diktatoren und Kriegsverbrecher hochjubelst, andere aber doof findest. Wonach entscheidest du das? Nach Wetterlage? Tagesstimmung?

Ach nee, da war ja was mit Moslem und so. Die sind einfach erstmal grundsätzlich nen Zacken doofer und böser, egal wer was macht, richtig?


Ohne den russischen Kolonialismus im Kaukasus rechtfertigen zu wollen, sollte trotzdem noch einmal erwähnt werden das die Lage der Kurden in der Türkei noch viel schlechter ist als die der muslimischen Völker in Russland - speziell der Tschetschenen. Letztere besitzen (auch wenn es eine Marionettenregierung ist) ganz offiziell ihre autonome Teilrepublik und somit wenigstens keiner ideologischen Vernichtung ausgesetzt. Von solch einem Status können die Kurden in der Türkei nur träumen. Die Existenz der Kurden wird in der türkischen Verfassung nach wie vor geleugnet. Die türkische Assimilationspolitik wird nach wie vor fortgesetzt. Und vernichtende türkische Feldzüge in Kurdistan gab es auch schon zuhauf. Als Beispiel dient der Feldzug seit 2015 aber auch die Vernichtung von mehr als 3000 kurdischen Dörfern seitens der türkischen Armee während der 1990er Jahre.

Wasteland hat geschrieben:Für die Türkei kommt es halt nicht in Frage das sie Land an die Kurden abtreten. Meinst du das ist international so ungewöhnlich?


Ist es denn international so ungewöhnlich das Kolonialismus endet oder das sich Grenzen verändern? Weshalb möchten Sie hier den türkischen Kolonialismus rechtfertigen? Das passt eigentlich so gar nicht zu Ihrer demokratischen Grundhaltung. Die Türkei hat kein Recht seinen Kolonialismus mit Waffengewalt durchzusetzen.
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Re: Wirtschaft Türkei

Beitragvon Wasteland » Mi 25. Jan 2017, 13:24

Kardux hat geschrieben:(25 Jan 2017, 10:01)

Die stehen jedoch in keiner Relation zu all jenen die gegen Erdogan sind. Zumindest was die letzten 4 Jahre betrifft.


Das kann gut sein. Auf die letzten Wahlen seit 2002 gerechnet haben jedoch im Schnitt etwa 50% der Kurden die AKP gewählt und Diskutant Audi glaubte, dass alle Kurden gegen Erdogan und die AKP sind.
Das ist halt einfach falsch, das ist eine nüchterne Tatsache.

Kardux hat geschrieben:(25 Jan 2017, 10:01)
Ja, die Kurden haben sich massgeblich am Sturz der türkischen Militärs beteiligt. Ist wohl nicht weiter verwunderlich, wenn man über Jahrzehnte von dieser Militärjunta terrorisiert wurde. Als klar war, dass Erdogan seine eigenen Strukturen aufbaut und den türkischen Kolonialismus in seiner aggressiven und altbewährten Art fortführt blieb die Unterstützung für ihn aus. Das hat mit Religiösität nichts zu tun. Die "linke" HDP erhielt bei den letzten Parlamentswahlen in den Provinzen im "tiefen" Südosten die absolute Mehrheit. Und das trotz staatlicher Sabotage. Denken Sie wirklich, dass die absolute Mehrheit der Kurden in den besagten Provinzen links eingestellt wären?


Nein und das wundert mich auch immer wieder.
Wer aber auf jeden Fall ziemlich links ist, sind die YPG, PKK & Co. und deren Anhänger.
Das Erdogan sich viele Sympathien verspielt hat mit dem Wiederaufleben lassen des Konflikts ist klar.

Kardux hat geschrieben:(25 Jan 2017, 10:01)
Erdogan steht Assad um nichts nach. Besuchen Sie kurdische Städte im Südosten der sogenannten "Türkei". Sie werden keine sonderlichen Unterschiede zu Aleppo finden. Der Unterschied ist woanders. Die kurdische Opposition in der "Türkei" erhält nicht einmal im Ansatz dieselbe Unterstützung von externen Mächten wie die sogenannte syrische Opposition. Erdogans Kniefall gegenüber Putin war auch nicht überraschend, wenn man bedenkt das sich die Beziehungen zwischen Moskau und der PKK vor der Einigung der beiden Diktatoren sehr intensivierte. Das Märchen von der "Unbesiegbarkeit" der türkischen Armee glauben vielleicht die normalen türkischen Staatsbürger. Die türkischen Schalthebel wissen es besser. Wenn die PKK über diverse Waffen verfügt wird sich das Machtgefälle schnell verändern.


Ich sehe da schon noch Unterschiede, wenn auch nur graduell. Erdogan wurde zumindest tatsächlich gewählt und foltert nicht tausende Oppositionelle zu Tode. Noch nicht, mal sehen wie sich das entwickelt.

Kardux hat geschrieben:(25 Jan 2017, 10:01)
Zusammenfassend, sollte man sich schon klar sein, das Erdogan und jeder andere türkische Präsident bzw. Ministerpräsident ALLES in Gang setzen würde, wenn die kurdische Opposition dem türkischen Kolonialismus gefährlich werden würde. Giftgas setzt die türkische Armee bereits seit langer Zeit gegen die PKK ein. Weshalb sollte die türkische Armee dann vor Fassbomben zurück schrecken? Für Barmherzigkeit war die osmanisch/türkische Armee in der Geschichte sowieso nie bekannt.


Welche Armee in welchem Krieg war für ihre Barmherzigkeit bekannt? Sowas gibt es nicht. Hast du Links zu den Giftgaseinsätzen? Würde mich tatsächlich mal interessieren...

Kardux hat geschrieben:(25 Jan 2017, 10:01)
Vielleicht sollten Sie weniger tippen und sich stattdessen die Ergebnisse der letzten Wahlen in der Türkei betrachten? Das Kerngebiet der Nordkurden (siehe auch Karten aus dem Vertrag von Sevres) wählt mit absoluter Mehrheit die HDP. Und das obwohl Erdogan die Kurdengebiete in ein Kriegsfeld verwandelte und somit viele kurdische Wähler einschüchterte. Dies tat er schon bereits während der Wahl im Juni 2015. Im Exil erhielt die HDP in einigen bestimmten Staaten die Mehrheit - in gewissen Staaten wo vermutet wird das der Anteil der Kurden den der Türken unter den "türkischen" Staatsbürgern übersteigt. Dazu gehörten u.a. auch Kanada, UK, Italien, und natürlich die Hochburg der PKK - die Schweiz.


Es verteilen sich ebenfalls viele Kurden auf den Rest der Türkei, alleine geschätzte 3 Millionen in Istanbul. Wie gesagt, seit 2002 haben viele davon die AKP gewählt. Das sich das jetzt in den letzten3-4 Jahren etwas verschoben hat ist klar, aber das gibt es immernoch.
Uninformierte Leute hier in Deutschland glauben das es sich um einen Krieg Kurden gegen Türken handelt. So einfach ist das nunmal aber nicht.

Kardux hat geschrieben:(25 Jan 2017, 10:01)
Die meisten "PKKler" ist eine sehr wage Aussage.


Ok, ich korrigiere mich. Fast alle.

Kardux hat geschrieben:(25 Jan 2017, 10:01)
Ist jeder HDP-Wähler gleichzeitig ein "PKKler", selbst wenn die HDP der politische Ableger der PKK ist? Ansonsten erinnert mich Ihre Argumentation sehr stark an gewisse Stammtischparolen von kurdophoben türkischen Nationalisten, die mit Biegen und Brechen den Versuch unternehmen die Kurden ins islamistisch-extremistische Lager zu drängen.


Nee, da versteigst du dich erheblich, vermutlich aus eigenem Nationalismus heraus. Ich habe das auch gar nicht gesagt. Ich habe lediglich gesagt das es eine Menge Kurden gibt die AKP wählen und die PKK ablehnen. Und das ist tatsächlich so. Das kurdische Lager ist keinesfalls geeint. Im Gegenzug gibt es ja auch Türken, die die HDP gewählt haben, wenn auch weniger als es Kurden gibt die AKP wählen.

Kardux hat geschrieben:(25 Jan 2017, 10:01)
Die Kurden kämpfen an allen Fronten gegen den extremistischen Islam. Jede größere kurdische Volkspartei bzw. Bewegung sowohl im 21. als auch 20. Jahrhundert war und ist säkular. Die islamische oder nennen wir sie islamistische Bewegung in Kurdistan war stets eine Randgruppe und verfolgte niemals kurdisch-nationale Interessen. Nehmen wir als Beispiel die von Ihnen als "kurdische" Hizbollah erwähnte Partei. Diese Bewegung wurde vom türkischen Staat ins Leben gerufen und war ein aktiver Teil der Konterguerilla während den 90er Jahren. Ihre Willkür ging so weit, dass man jeden kurdischen Intellektuellen (egal ob Anhänger der PKK oder nicht) elliminierte. Die Bewaffnung dieser "Partei" bzw. Gang ging am Ende so weit das der türkische Staat seine Handlanger selbst auflösen musste.

Wenn Sie Ihren eigenen verlinkten Wikipedia-Artikel gelesen hätten, müsste ich diesen "Reminder" hier auch nicht schreiben. Ihr Artikel meint hierzu:


Ändert nichts daran das es viele islamische und islamistische Kurden gibt, die weder mit der PKK oder der HDP etwas anfangen können.

Kardux hat geschrieben:(25 Jan 2017, 10:01)
Auch das Argument mit den kurdischen Einheiten innerhalb des IS ist nichtssagend. Die Kurden sind nunmal mehrheitlich Sunniten und da darf es wohl nicht verwundern das sich einige hundert junge Leute diesem Extremismus anschlossen. Was sagen sie zu den Brigaden an Turkvölkern innerhalb des IS? Was sagen sie zu den turkmenischen Schalthebeln des IS?


Das es dort auch sehr viele Türken und Turkmenen gibt ist ja kein Geheimnis. Aber das geht an meiner Aussage völlig vorbei. User Audi glaubt, dass es einen Kampf zwischen der Türkei und allen Kurden gibt, die geeint sind. Das ist nunmal falsch und ich stellte das richtig. Da ist keine Wertung von mir enthalten.

Kardux hat geschrieben:(25 Jan 2017, 10:01)
Die Kurden sind mehrheitlich Sunniten, konservativ, tribalistisch, und bekennen sich natürlich auch zu "ihrer" Religion. Nichtsdestotrotz sollte erwähnt werden das die Tendenz zum Antijudaismus, Antiamerikanismus, und natürlich zum extremistischen Islam unter den Kurden im Vergleich zu all seinen islamischen Nachbarn am wenigsten ausgeprägt ist. Der Islam stand schon immer gegen kurdisch-nationale Interessen und wurde stets von den kurdischen Kolonialherren benützt um eine Bruderschaft vorzuspielen. Speziell in der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts zog es kurdische Intellektuelle zu säkularen Ideologien bzw. nationalistischen Ideologien die einen moderaten Islam propagierten.


Das ist auch klar. Erinnert an die Kopten in Ägypten oder andere Minderheiten, die von den Mehrheitsgesellschaften immer an den Rand gedrängt wurden. Diese setzen sich immer für Ideologien und Bewegungen ein die die Minderheiten schützen.

Kardux hat geschrieben:(25 Jan 2017, 10:01)
Ohne den russischen Kolonialismus im Kaukasus rechtfertigen zu wollen, sollte trotzdem noch einmal erwähnt werden das die Lage der Kurden in der Türkei noch viel schlechter ist als die der muslimischen Völker in Russland - speziell der Tschetschenen. Letztere besitzen (auch wenn es eine Marionettenregierung ist) ganz offiziell ihre autonome Teilrepublik und somit wenigstens keiner ideologischen Vernichtung ausgesetzt. Von solch einem Status können die Kurden in der Türkei nur träumen. Die Existenz der Kurden wird in der türkischen Verfassung nach wie vor geleugnet. Die türkische Assimilationspolitik wird nach wie vor fortgesetzt. Und vernichtende türkische Feldzüge in Kurdistan gab es auch schon zuhauf. Als Beispiel dient der Feldzug seit 2015 aber auch die Vernichtung von mehr als 3000 kurdischen Dörfern seitens der türkischen Armee während der 1990er Jahre.

Ist es denn international so ungewöhnlich das Kolonialismus endet oder das sich Grenzen verändern? Weshalb möchten Sie hier den türkischen Kolonialismus rechtfertigen? Das passt eigentlich so gar nicht zu Ihrer demokratischen Grundhaltung. Die Türkei hat kein Recht seinen Kolonialismus mit Waffengewalt durchzusetzen.


Ich habe lediglich darauf hingewiesen das kein Land der Welt Gebiete einfach so aus Freundlichkeit an andere abtritt. In 99,999999% der Fälle gibt es da Krieg und Verfolgung, überall auf der Welt.
So zu tun als wäre die Türkei da jetzt ein Sonderfall ist falsch.
Was ich persönlich davon halte ist wieder eine ganz andere Frage.
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Re: Wirtschaft Türkei

Beitragvon Kardux » Do 26. Jan 2017, 13:33

Wasteland hat geschrieben:Das kann gut sein. Auf die letzten Wahlen seit 2002 gerechnet haben jedoch im Schnitt etwa 50% der Kurden die AKP gewählt und Diskutant Audi glaubte, dass alle Kurden gegen Erdogan und die AKP sind.
Das ist halt einfach falsch, das ist eine nüchterne Tatsache.


Natürlich sind nicht alle Kurden gegen Erdogan. Aber Sie führen Ihre Fakten nicht sinngemäß aus. Sie vermischen einfach Vieles wenn Sie behaupten das im letzten Jahrzehnt die Hälfte der Kurden Erdogan unterstützten. Die Kurden haben sich in Erdogans schwerer Stunde gegenüber dem alten Establishment ganz klar auf seine Seite gestellt. Das war sogar aus heutiger Perspektive legitim. Aber man sollte doch auch so differenziert sein und erwähnen, dass dies eher pragmatisch als ideologisch erfolgte. Natürlich waren die meisten dieser Wähler religiös bzw. sehr konservativ, aber das alleine war nicht ausschlaggebend. Und genau das beweisen ja auch die letzten Parlamentswahlen wo die HDP in vielen Städten 4 oder mehr Parlamentarier einsackte und die AKP keinen oder maximal einen. Haben diese Kurden etwa ihre Religiösität oder Konservativität abgelegt? Gewiss nicht.

Zu den sogenannten "Kurden" die in den letzten Jahren für Erdogan stimmten (nachdem die Friedensgespräche abgebrochen wurden) komme ich noch später.

Wasteland hat geschrieben:Nein und das wundert mich auch immer wieder.
Wer aber auf jeden Fall ziemlich links ist, sind die YPG, PKK & Co. und deren Anhänger.
Das Erdogan sich viele Sympathien verspielt hat mit dem Wiederaufleben lassen des Konflikts ist klar.


Die HDP ist ebenfalls "ziemlich" links. Als politischer Ableger der PKK kaum verwunderlich. Aber genau weil so viele religiöse Kurden die HDP wählten sollte man genau an diesem Punkt nachstöchern und nicht nur seine Verwunderung kundtun. Es geht lediglich um den gemeinsamen Nenner, deshalb wählen so viele Kurden die HDP. Als politischer Ableger der PKK stehen sie unmissverständlich für den militärischen Widerstand gegen die türkische Staatsgewalt. Die HDP tritt pluralistisch auf, aber vertritt natürlich an erster Stelle kurdische Interessen. Sie setzen sich für die kurdische Sprache und Kultur ein und haben natürlich mit der PKK in der Hinterhand ein Druckmittel. Die Mehrheit der HDP-Wähler hat mit Sozialismus herzlich wenig zu tun, sie wollen lediglich einen politischen Vertreter der die Rechte der Kurden im Parlament wahrt. Der gewöhnliche HDP-Wähler ist gegen die türkische Assimilationspolitik, gegen das Verdrängen der eigenen Geschichte, gegen den türkischen Faschismus und für die Wahrung von Minderheitenrechten. Das war stets der große Nenner der HDP, und genau deshalb erhielt man in ultrakonservativen Regionen wie Wan, Hekarî, oder Shirnex die absolute Mehrheit.

Wasteland hat geschrieben:Ich sehe da schon noch Unterschiede, wenn auch nur graduell. Erdogan wurde zumindest tatsächlich gewählt und foltert nicht tausende Oppositionelle zu Tode. Noch nicht, mal sehen wie sich das entwickelt.


Erdogan lässt keine Oppositionellen zu Tode foltern? Woher wollen Sie das denn wissen? Wie gesagt, das Ausmaß des AKP-Staatsterrors ist Stand heute vielleicht nicht mit dem Assad-Terror zu vergleichen, aber das hängt nunmal auch stark von der Opposition innerhalb der Türkei ab. Erdogan ist mitnichten weniger skruppellos als Assad, das sollte man eigentlich in den letzten Jahren verstanden haben. Erdogan unterstützt seit einigen Jahren tatkräftig islamistische Terrorbanden. Er forciert sozusagen die physische Vernichtung von Kurden (ob Sunniten, Schiiten, oder Yeziden), orientalischen Christen, und anderen nicht-sunnitischen Minderheiten. Erdogan ist nicht weniger verantwortlich für das Leid in Syrien als Assad. Da gibt es keinen Unterschied. Erst durch die Unterstützung von Jihadisten wurde dieser Konflikt so dreckig wie er heute nunmal ist.

Wasteland hat geschrieben:Welche Armee in welchem Krieg war für ihre Barmherzigkeit bekannt? Sowas gibt es nicht. Hast du Links zu den Giftgaseinsätzen? Würde mich tatsächlich mal interessieren...

German experts have confirmed the authenticity of photographs that purport to show PKK fighters killed by chemical weapons. The evidence puts increasing pressure on the Turkish government, which has long been suspected of using such weapons against Kurdish rebels. German politicians are demanding an investigation.

http://www.spiegel.de/international/world/shocking-images-of-dead-kurdish-fighters-turkey-accused-of-using-chemical-weapons-against-pkk-a-711536.html

Turkey: A long history of chemical weapons use against the Kurds

https://kurdistancommentary.wordpress.com/2010/08/15/turkey-a-long-history-of-chemical-weapons-use-against-the-kurds/

Das Osmanische Reich hat den ersten vernichtenden Völkermord des 20. Jahrhunderts zu verantworten, wofür sie bis zum heutigen Tag nicht belangt wurden - im Gegenteil. Die türkische Gesellschaft heroisiert sowohl die damalige Armee als auch die kemalistische Armee die nicht weniger rigoros im Laufe der türkischen Republik gegen Minderheiten vorgingen. Ja, es gibt einen Unterschied zwischen dem türkischen Faschismus und den Taten jeweiliger Staaten die ihre Interessen wahren wollen. Welcher Staat auf der Welt leugnet denn in seiner Verfassung die Existenz einer Minderheit die zwischen 10 und 20% der Gesamtbevölkerung ausmacht? Die meisten Staaten der Welt gewähren solch einer Bevölkerung mindestens einen Minderheitenstatus, in manchen Fällen sogar Autonomieregionen. In der Türkei ist schon der Begriff Kurdistan eine Provokation, die Verfassung erwähnt die Kurden nicht einmal. Mir fällt auf Anhieb kein faschistischerer Staat ein...

Wasteland hat geschrieben:Es verteilen sich ebenfalls viele Kurden auf den Rest der Türkei, alleine geschätzte 3 Millionen in Istanbul. Wie gesagt, seit 2002 haben viele davon die AKP gewählt. Das sich das jetzt in den letzten3-4 Jahren etwas verschoben hat ist klar, aber das gibt es immernoch.
Uninformierte Leute hier in Deutschland glauben das es sich um einen Krieg Kurden gegen Türken handelt. So einfach ist das nunmal aber nicht.


Genau darum geht es aber! Ich bin bestens über den Konflikt informiert und genau deshalb beschreibe ich ihn auch als ethnischen Konflikt. Die PKK hätte sonst mit seiner linken Ideologie niemals Fuß fassen können in Kurdistan. Der Konflikt könnte gar nicht ethnischer sein. Weshalb sonst schloss sich die türkische Opposition (CHP und MHP) mit der AKP zusammen um die HDP zu vernichten?

Im Parlament wurde die AKP beim Votum gegen die Kurden nicht nur von der Nationalistenpartei MHP unterstützt, die in der HDP ohnehin nur eine Marionette der PKK sieht. Auch mindestens 20 Abgeordnete der links-säkularistischen Oppositionspartei CHP müssen dem Ergebnis zufolge in geheimer Abstimmung für den AKP-Vorschlag votiert haben. Und das, obwohl die CHP ständig auf die AKP und Erdogan schimpft. Doch als es um die Kurden ging, schlossen sich einige Oppositionelle lieber dem Präsidenten an, als die Kollegen von der HDP zu schützen.

Diese Haltung löste wütende Kritik im Lager der Regierungsgegner aus. Die CHP habe der AKP die Hand gereicht und sich damit mitschuldig gemacht, hieß es. Schon vor mehr als zwanzig Jahren hatte sich im Parlament eine große Koalition türkischer Parteien zusammengetan, um kurdische Abgeordnete, darunter die spätere Trägerin des Menschenrechtspreises des EU-Parlaments, Leyla Zana, loszuwerden und vor Gericht stellen zu lassen.

http://www.tagesspiegel.de/politik/tuerkei-erdogans-plan-geht-auf-was-folgt-nun/13622684.html

Zu Istanbul:
In den Wahlen im Juni 2015 stellte die HDP in Istanbul 11 Parlamentarier, sogar einen mehr als in der heimlichen nordkurdischen Hauptstadt Amed (Diyarbakir). Interessant, oder? Bei der erneuten Wahl im November 2015 verlor man in Istanbul dann plötzlich 4 Parlamentarier. Ein Zufall? Gewiss. Nichtsdestotrotz muss man erwähnen das es in der Türkei viele Kurden gibt die bereits komplett assimiliert sind, einige andere stehen auf der Kippe. Dann gibt es auch solche die traditionell mit Ankara/Istanbul kooperieren - natürlich aus wirtschaftlichen Interessen. Diese Menschen sprechen in vielen Fällen sogar noch Kurdisch und leben die Kultur aus, aber kämpfen dann gleichzeitig gegen jeden kurdischen Widerstand der sich gegen die Türkei richtet (Korucis).

Entscheidend für die HDP und jede andere kurdische Partei die kurdische Interessen vertritt ist es die vielen Menschen an sich zu binden die auf der Kippe stehen, sprich, die kurz davor stehen sich dem Türkentum zu beugen. Genau das hat Erdogan ab 2013 erkannt. Je freier und offener die AKP gegenüber den Minderheiten auftrat, desto besser konnten kurdische Organisationen das Nationalgefühl verbreiten. Es war keine Schande mehr sich als Kurde zu bezeichnen. Man musste nicht mehr stolz darauf sein Türke zu sein. Als Erdogan dann diese Entwicklung erkannte und gleichzeitig aber auch seine Stimmen verschwanden wurde sein Kurs immer radikaler. Verständlich für einen türkischen Schalthebel der türkische Interessen vertritt - der ein Spiegelbild der derzeitigen türkischen Gesellschaft ist. Die Wurzel des Problems ist die türkische Gesellschaft die hochgradig faschistisch ist und keinen Konsens mit den Kurden sucht.

Wasteland hat geschrieben:Nee, da versteigst du dich erheblich, vermutlich aus eigenem Nationalismus heraus. Ich habe das auch gar nicht gesagt. Ich habe lediglich gesagt das es eine Menge Kurden gibt die AKP wählen und die PKK ablehnen. Und das ist tatsächlich so. Das kurdische Lager ist keinesfalls geeint. Im Gegenzug gibt es ja auch Türken, die die HDP gewählt haben, wenn auch weniger als es Kurden gibt die AKP wählen.


Mein Nationalismus ist nicht zu vergleichen mit dem türkischen Nationalismus! Ich habe auch gar keine Probleme damit selbstreflektierend über die Kurden zu schreiben. Aber es ist nunmal realitätsfremd sie in das islamistisch-extremistische Lager zu drängen. Und genau das ist die Kernaussage Ihrer Argumentation, auch wenn es vielleicht nicht gewollt war. Und natürlich sind die Kurden nicht geeint. Das macht den Konflikt in der Türkei aber nicht weniger ethnisch. Man hat den Kurden im Vertrag von Sevres sehr viel versprochen, dies wurde dann im Vertrag von Lausanne total revidiert. Damit müssen sich die Kurden in der sogenannten Türkei nun seit Jahrzehnten herum schlagen. Die Kurden waren während dem Osmanischen Reich ein anerkanntes Volk, die über mehr oder weniger autonome Fürstentümer herrschten. Dies änderte sich dann gegen Ende des Osmanischen Reiches (also ab dem 19. Jahrhundert). So begann der ethnische Konflikt zwischen beiden Völkern. Der Höhepunkt war dann natürlich die kemalistische Verfassung, und die Massnahmen der Kemalisten bis in die späten 1960er Jahre als man die Kurden leugnete und den Versuch unternahm ihre nationale Identität "wissenschaftlich" zu widerlegen (Stichwort: Bergtürken).

Es handelt sich nicht um ein Terrorproblem das 1984 mit der Aufnahme des militärischen Widerstandes der PKK begann. Das widerlegen die unzähligen kurdisch-nationalen Revolten gegen Ankara in der Anfangszeit der Republik (also zwischen 1923 und 1938). Das widerlegen die faschistischen Massnahmen der türkischen Republik (Deportationspolitik, Assimilationspolitik, anderweitige Veränderungen der Demographie) bis weit in die 1970er Jahre, also noch vor der Existenz der PKK. Kurdische Intellektuelle formierten sich bereits in den 1960er Jahren in der Türkei, suchten jedoch vergeblich nach externen Unterstützern (die in dieser Phase wichtig waren). Die starke Position der Türkei innerhalb der Nato liess nur eine linke Bewegung zu die sich gegen Ankara stellt. Das dies nicht mit der breiten Masse der kurdischen Bevölkerung korrelieren würde war klar. Und trotzdem trug dieser Widerstand dazu bei das die kurdische Identität nicht vollständig ausgelöscht wurde. Es trieb die Türkei am Ende so weit über 3000 kurdischer Dörfer zu vernichten. Natürlich ist dieser Konflikt ethnisch. Die türkische Armee sah in den kurdischen Dorfbewohnern potentielle Unterstützer der PKK, genauso wie man heute in den Stadtbewohnern von Cizîrê, Amed, Şirnex, usw. potentielle Unterstützer der PKK sieht und deshalb diese Städte teils in Schutt und Asche bombte. Ja, dieser Konflikt ist ethnisch. Er könnte kaum ethnischer sein. Es ist die türkische Gesellschaft welche die Hauptschuld trägt:

Majority of Turks approve detention of Kurdish politicians
A significant majority of Turks approved the detention of Kurdish politicians by their government in the past several months, according to a survey result announced by a Turkish university on Thursday.

The findings belonging to the last month of 2016, by the private Kadir Has University in Istanbul presented a stark political contrast between Turks and Kurds who make up the first and second biggest ethnic groups respectively in Turkey.

Of the respondents who identified as ethnically Turkish, 64 percent said they backed the detention and imprisonment of the leaders and lawmakers of the second largest opposition block, the pro-Kurdish Peoples' Democratic Party (HDP).

Another topic that Kurdish and Turkish respondents disagreed over was the now collapsed peace talks between the government and the banned Kurdistan Workers' Party (PKK) to end the four decades-long warfare.

Only 31 percent of Turkish voters approved a renewal of the "solution process" whereas 75 percent of Kurds demanded it in line with the former surveys.

http://www.kurdistan24.net/en/news/1029c195-f0d0-4b25-a1a0-5cf40a88c8e3/Majority-of-Turks-approve-detention-of-Kurdish-politicians

Die einzige Lösung welche die türkische Gesellschaft vorsieht ist die ruhige Assimilation aller Kurden, und genau danach richten sich dann auch die jeweiligen türkischen Politiker. Genau deshalb sehe ich persönlich auch keine Zukunft mit den Türken in einem Staat. Ich konnte es nachvollziehen das man sich zu Beginn auf die Seite Erdogans schlug gegen die Militärs, aber ich teilte nie den Enthusiasmus einiger Kurden die in Erdogan den Demokraten sahen und es ihm zutrauten die große türkische Masse davon zu überzeugen die Kurden als gleichwertige Bürger aufzunehmen. Die Enthusiasten wurden enttäuscht, ich bestätigt.

Wasteland hat geschrieben:Das es dort auch sehr viele Türken und Turkmenen gibt ist ja kein Geheimnis. Aber das geht an meiner Aussage völlig vorbei. User Audi glaubt, dass es einen Kampf zwischen der Türkei und allen Kurden gibt, die geeint sind. Das ist nunmal falsch und ich stellte das richtig. Da ist keine Wertung von mir enthalten.


Es gibt einen Kampf zwischen all jenen Türken die glauben es sei gerecht fremde Völker zu knechten und all jenen Kurden die diese Knechtschaft ablehnen. Auf der Seite der Türken gibt es dann eine marginale Gruppe die dies ablehnt und sich diesem Kampf nicht anschliessen möchte (damit meine ich nicht nur mit Waffen sondern auch ideologisch). Auf der Seite der Kurden gibt es dann solche die den türkischen Rassismus bereits komplett aufgesaugt bzw. verinnerlicht haben (siehe auch "internalised racism"), sich aus wirtschaftlichen Gründen auf die gemütliche Seite der Türken schlagen, oder einfach nicht mit den Konsequenzen leben wollen sich für seine Identität einzusetzen. Die absolute Mehrheit der Kurden in den mehrheitlich von Kurden besiedelten Provinzen hat sich jedoch dafür entschieden das Unrecht, also den türkischen Kolonialismus nicht zu dulden. Diese Menschen stehen für die kurdische Sprache und Kultur und sind die alleinigen Vertreter der Kurden. Ohne sie gäbe es den Begriff "Kurden" ja auch gar nicht. Genau deshalb ist es höchst fragwürdig all jene die sich auf die Seite des türkischen Kolonialismus zu stellen als Kurden zu bezeichnen nur weil sie einmal ethnische Kurden waren. Vielleicht ändern diese Menschen irgendwann einmal ihre Meinung und Position, aber Stand heute sind das keine Vertreter der kurdischen Nation. Wer die Zerstörung kurdischer Städte gut heißt, ist kein Kurde. Punkt.
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Re: Wirtschaft Türkei

Beitragvon Ger9374 » Do 26. Jan 2017, 23:17

Die Assimilation der Kurden durch die Türkei scheint auch effizient zu sein.Die Türken sind ein stolzes Volk, sie legen viel Wert auf ihre Reinheit im Blutsinn. Mischlinge werden in der Regel nicht als Türken angesehen. Selbst bei Türken die schon länger hier in Deutschland leben.Ein Türkischer Vater mit seinen Söhnen hat mir das bestätigt, seine Frau ist Deutsche .Dieses Türkentum gehört zum Alltag. Ich kann mir denken das viele Kurden über den Weg Assimilation auch eine Aufwertung als Türken erfahren.Vor allem über einen Zeitraum von Jahrzehnten.
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Re: Wirtschaft Türkei

Beitragvon Sakarya » Sa 28. Jan 2017, 00:58

Ger9374 hat geschrieben:(26 Jan 2017, 23:17)

Die Assimilation der Kurden durch die Türkei scheint auch effizient zu sein.Die Türken sind ein stolzes Volk, sie legen viel Wert auf ihre Reinheit im Blutsinn. Mischlinge werden in der Regel nicht als Türken angesehen. Selbst bei Türken die schon länger hier in Deutschland leben.Ein Türkischer Vater mit seinen Söhnen hat mir das bestätigt, seine Frau ist Deutsche .Dieses Türkentum gehört zum Alltag. Ich kann mir denken das viele Kurden über den Weg Assimilation auch eine Aufwertung als Türken erfahren.Vor allem über einen Zeitraum von Jahrzehnten.


Das ist natürlich Blödsinn. Reinheit im Blut gibt es im Gedankengang der Türken nicht. Wenn schon die Hard-Hardcore Nationalisten a la die Atsizlar. Aber die machen einen Bevölkerungsanteil von vielleicht gerade mal 0,0000.irgendwas aus.
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Re: Wirtschaft Türkei

Beitragvon Kardux » So 29. Jan 2017, 14:11

Sakarya hat geschrieben:(28 Jan 2017, 00:58)

Das ist natürlich Blödsinn. Reinheit im Blut gibt es im Gedankengang der Türken nicht. Wenn schon die Hard-Hardcore Nationalisten a la die Atsizlar. Aber die machen einen Bevölkerungsanteil von vielleicht gerade mal 0,0000.irgendwas aus.


Aber gewiss nicht. War es nicht Erdogan der immer wieder die sogenannte Blutrhetorik verwendet um beispielsweise Landesverräter zu beschreiben? Bestes Beispiel waren doch Erdogans Behauptungen bezüglich der deutsch-türkischen Abgeordneten im deutschen Parlament die für die Armenierresolution stimmten. Allen voran natürlich Cem Özdemir. Und was Erdogan sagt ist zumindest für die Mehrheit der Türken Gesetz. Er spricht und denkt für seine Anhänger. Hinzu kommen dann noch die rechtsradikalen MHP- Heinis die über 10% der Stimmen erhielten aber auch der rechte Flügel innerhalb der CHP, der ja sehr wohl gegeben ist. Letztere sind überzeugte Kemalisten die ähnlich der Erdogan-Gefolgschaft jedes Wort ihres Führers, also Atatürk, auf die goldene Waagschale stellen. Und ich brauche ja wohl wirklich nicht die Blutrhetorik eures Gründungsvaters hier näher beschreiben. Die türkische Republik ist auf diesen rassistischen Müll aufgebaut. Bis zum heutigen Tag ist der türkische Rassismus das sogenannte Ventil für den Unmut, dass man keine Weltmacht mehr ist.

Die Hardcore-Nationalisten stellen die absolute Mehrheit unter den Türken. Die Frage sollte wohl eher lauten welcher Türke kein Nationalist oder Hardcore-Nationalist wäre...
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Re: Wirtschaft Türkei

Beitragvon Ger9374 » So 29. Jan 2017, 14:20

Sakarya hat geschrieben:(28 Jan 2017, 00:58)

Das ist natürlich Blödsinn. Reinheit im Blut gibt es im Gedankengang der Türken nicht. Wenn schon die Hard-Hardcore Nationalisten a la die Atsizlar. Aber die machen einen Bevölkerungsanteil von vielleicht gerade mal 0,0000.irgendwas aus.



Es tut mir leid User sarkaya , aber mein beruflicher
und privater Umgang und Austausch mit vielen
Türken steht dem was sie sagen total entgegen.
Es hat auch mich überrascht weil viele so herzliche und freundliche Menschen sind. Aber Definition Türkei da gibt es nur den wahren Türken. Alter spielt auch kaum eine Rolle. Bei Frauen, Müttern genauso. Muss mit der Gesellschaft zu tun haben.
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Re: Wirtschaft Türkei

Beitragvon Kardux » So 29. Jan 2017, 14:25

Ger9374 hat geschrieben:(29 Jan 2017, 14:20)

Es tut mir leid User sarkaya , aber mein beruflicher
und privater Umgang und Austausch mit vielen
Türken steht dem was sie sagen total entgegen.
Es hat auch mich überrascht weil viele so herzliche und freundliche Menschen sind. Aber Definition Türkei da gibt es nur den wahren Türken. Alter spielt auch kaum eine Rolle. Bei Frauen, Müttern genauso. Muss mit der Gesellschaft zu tun haben.


Interessant dabei ist jedoch die Tatsache, dass die türkische Bevölkerung, also all jene Menschen die sich heute als Türken bezeichnen rein genetisch gesehen "unrein" sind. Die "reinen" Göktürken machen eine sehr kleine Minderheit aus.
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Re: Wirtschaft Türkei

Beitragvon Wasteland » So 29. Jan 2017, 15:06

Kardux hat geschrieben:(29 Jan 2017, 14:25)

Interessant dabei ist jedoch die Tatsache, dass die türkische Bevölkerung, also all jene Menschen die sich heute als Türken bezeichnen rein genetisch gesehen "unrein" sind. Die "reinen" Göktürken machen eine sehr kleine Minderheit aus.


"Rasse" ist sowieso nur ein politischer Kampfbegriff. Wissenschaftlich gesehen gibt es sie überhaupt nicht. In Wahrheit sind alle Menschen genetisch gesehen "unrein".
Und eine türkische Rasse gibt es schonmal gar nicht.
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Re: Wirtschaft Türkei

Beitragvon Ger9374 » So 29. Jan 2017, 15:51

Wasteland hat geschrieben:(29 Jan 2017, 15:06)

"Rasse" ist sowieso nur ein politischer Kampfbegriff. Wissenschaftlich gesehen gibt es sie überhaupt nicht. In Wahrheit sind alle Menschen genetisch gesehen "unrein".
Und eine türkische Rasse gibt es schonmal gar nicht.


Ist aber schon immer wieder komisch das diese Trennung so wichtig scheint. Es hat vielleicht doch mit der Osmanischen Vergangenheit zu tun.
Gesunder Stolz finde ich gut, aber die Grenze ist wichtig. Wert der Menschen nicht nach Stammbuch. Sondern nach seinem Verhalten in der Gemeinschaft wäre fairer.Gut das man sich darüber austauschen kann. Jeder hat andere Erfahrungen gemacht.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

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Re: Wirtschaft Türkei

Beitragvon Kardux » Mo 30. Jan 2017, 12:30

Wasteland hat geschrieben:
"Rasse" ist sowieso nur ein politischer Kampfbegriff. Wissenschaftlich gesehen gibt es sie überhaupt nicht. In Wahrheit sind alle Menschen genetisch gesehen "unrein".
Und eine türkische Rasse gibt es schonmal gar nicht.


Dann erzählen Sie das mal den Menschen in der Türkei.

Turkish people are naively proud of themselves, survey shows

http://www.hurriyetdailynews.com/turkish-people-are-naively-proud-of-themselves-survey-shows.aspx?pageID=238&nID=69912&NewsCatID=338
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Re: Wirtschaft Türkei

Beitragvon Wasteland » Mo 30. Jan 2017, 12:37



Damit habe ich kein Problem. Nur ist die entsprechende Kundschaft leider nicht für Fakten zugänglich. Aber das ist nicht nur bei Türken so.
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Re: Wirtschaft Türkei

Beitragvon Misterfritz » Sa 25. Feb 2017, 10:31

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Re: Wirtschaft Türkei

Beitragvon Bobo » Do 9. Mär 2017, 10:57

Wasteland hat geschrieben:(16 Jan 2017, 17:55)

Ja, auf einem Friedhof ist auch Frieden.
Schön wie du einige Diktatoren und Kriegsverbrecher hochjubelst, andere aber doof findest. Wonach entscheidest du das? Nach Wetterlage? Tagesstimmung?

Ach nee, da war ja was mit Moslem und so. Die sind einfach erstmal grundsätzlich nen Zacken doofer und böser, egal wer was macht, richtig?



Worum geht's denn bei der sich ständig wiederholenden Unterstellung? Soll Erdogan auf- oder Putin und Co. abgewertet werden? Das ist nicht das Russlandforum.
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Re: Wirtschaft Türkei

Beitragvon Zinnamon » Do 9. Mär 2017, 11:07



Nette Anekdote on topic:

Nachdem der türkische Aussenminister sein Gespräch mit Gabriel hattef, bei dem angemahnt wurde, die Nazivergleiche zu unterlassen, hatte Cavusoglu nicht den Anstand wie üblich sein Statement zusammen mit dem Gesprächspartner abzugeben.
Vielleicht lag es aber auch nur daran, dass er zur Touristikbörse eilte, um dort den nächsten Nazivergleich (diesmal inclusive Bezug auf den 2.WK) abzulassen, um für die wunderschöne Türkei zu werben.

:thumbup:

Mein unmassgeblicher Tip wäre, ggf die Betteltour bei Staaten zu gehen, die man nicht täglich bis über die Grenzen des erträglichen hinaus provoziert.

:dead:
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Re: Wirtschaft Türkei

Beitragvon Zinnamon » Do 9. Mär 2017, 11:26

(..)Nach den Konflikten um die Armenien-Resolution des Bundestages und die Stationierung deutscher Tornados auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik hat man in Berlin den Eindruck gewonnen, dass die türkische Regierung von ihrem außenpolitischen Eskalationskurs gegenüber Deutschland abgerückt ist.

letzter Absatz aus dem Link über die desaströse wirtschaftliche Situation der Türkei und ihr Bitten an D von Misterfritz




Wat? Achso veröffentlicht am 25.2. . Nach den letzten zwei Wochen kann das wohl gestrichen werden.

Aus der Wahlkampfrede des türkischen Wirtschaftsministers:

Wer hat die türkei zur internationalen Wirtschaftsmacht gemacht?!
Frenetischer Jubel des Publikums: Erdogan!!!!!!

Vielleicht ist die Türkei für AKP Anhänger in D auch nicht so interessant, dass man sich mal für den aktuellen Status quo interessieren würde. Das war Erdogan. Der Heilsbringer und Politmessias.

:?
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Re: Wirtschaft Türkei

Beitragvon Wasteland » Do 9. Mär 2017, 11:28

Bobo hat geschrieben:(09 Mar 2017, 10:57)

Worum geht's denn bei der sich ständig wiederholenden Unterstellung? Soll Erdogan auf- oder Putin und Co. abgewertet werden? Das ist nicht das Russlandforum.



Putler und Erdolf sind zwei vom selben Schlag, das ist alles.

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