Türkisch-russische Beziehungen in der Krise?

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King Kong 2006
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Türkisch-russische Beziehungen in der Krise?

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 25. Nov 2015, 21:10

Die Türkei und Russland sind alte Nachbarn in der Region. Auch schon unter den Sultanen und Zaren. Oft war die Geschichte sehr kriegerisch. Zu Zeiten des Kalten Krieges war die Rolle der Türkei als NATO-Mitglied klar, sie war das südöstliche Bollwerk gegen die Sowjetunion. Nach dem Zusammenbruch dieser eröffneten sich neue Chancen für beide in den Beziehungen zueinander. Zudem entwickelte die Türkei in dieser Phase immer mehr eine selbstbewußtere Haltung in der Region, die unter Erdogan besonders ausgeprägt erscheint. So sehr, daß man ihn oft als neuen Sultan bezeichnet. Mit einer neuen-alten Hegemonieabsicht.

Diese mag nicht zuletzt dadurch befeuert sein, daß die EU sich politisch im Grunde genommen von der Türkei abgewandt hat. In Sachen Mitgliedschaft. Ich persönlich sehe das als praktisch gleich Null an. Dann wendet man sich eben auch mal anderen zu, direkt in der Nachbarschaft. Anfangs gab es die Null-Problem-Politik aus Ankara im Bereich der Außenpolitik. Sogar sehr erfolgreich, gleichzeitig mit einer beachtlichen wirtschaftlichen Entwicklung. Wer aber Macher sein will, muß aus den sicheren Gefilden heraus und dem fliegen auch die Funken und Späne um die Ohren. Siehe Syrien und Irak. Ende mit der Null-Probleme-Außenpolitik. Gewollt, wie auch aufgezwungen.

In Syrien knallten die Interessen Moskaus und Ankaras aufeinander. Das gipfelte in einem Abschuß eines russischen Bombers aufgrund Luftraumverletzungen. Was ist mit den Beziehungen dieser beiden großen Staaten (in de Region)? Was wird aus ihnen und was hat das für Folgen in der Region?

Ankaras 44-Milliarden-Dollar-Abschuss

Die russisch-türkischen Beziehungen stehen nach dem Abschuss eines Kampfbombers vor dem Aus. Demonstranten bewarfen die türkische Botschaft mit Steinen. Moskau will nun wichtige Projekte einfrieren


Nach dem Abschuss eines russischen SU-24-Jagdbombers an der syrisch-türkischen Grenze gibt es nicht nur bei den einfachen Russen Vergeltungsgelüste: Auch die russische Regierung zeigte den Türken hinsichtlich Gesprächsangeboten die kalte Schulter. Außenminister Sergej Lawrow sprach von einem "gezielten Hinterhalt". Meldungen Ankaras nach einem vereinbarten Treffen wies er zurück. "Solche Erklärungen des türkischen Außenministeriums zeigen nur das Fehlen elementaren Verständnisses von Ethik und Achtung an und sind bezeichnend für den Wahrheitsgehalt dessen, was wir aus Ankara hören", sagte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa. Der überlebende russische Pilot bestreitet, vor dem Abschuss optisch oder per Funk von der Türkei gewarnt worden zu sein, wie dies Ankara behauptet.

Energieprojekte fraglich

Premier Dmitri Medwedew, der Ankara erneut den illegalen Handel mit Öl der Terrormiliz IS vorwarf, bezeichnete die Beziehungen beider Länder, unter anderem in der Wirtschaft und im humanitären Bereich, als zerstört. "Direkte Folge kann der Verzicht auf eine Reihe wichtiger Gemeinschaftsprojekte sein", türkischen Unternehmen drohe der Verlust des russischen Markts, sagte er.

Medwedew spielt damit auf das Pipelineprojekt Turkstream an, das freilich zuletzt ohnehin zurechtgestutzt wurde – von seiner ursprünglichen Kapazität über 63 Milliarden Kubikmeter blieben 32 Milliarden übrig. Die Türkei hängt zu 60 Prozent von russischem Gas ab. Unklar ist auch die Zukunft eines mit russischer Hilfe geplanten Atomkraftwerks in der Türkei.

Im Prinzip ist der gesamte Waren- und Dienstleistungsaustausch – etwa 44 Milliarden Dollar (41,5 Milliarden Euro) – infrage gestellt: Als Erstes wurde bereits die Tourismusbranche getroffen. Das Reiseverbot des russischen Außenministeriums trifft Ankara empfindlich. 2014 ließen russische Urlauber immerhin 3,5 Milliarden Dollar in der Türkei. Die militärisch-technische Zusammenarbeit ist ohnehin eingestellt.

Daneben drohen auch den türkischen Lebensmittelhändlern Probleme. Nach dem Importbann für Nahrungsmittel aus Europa konnte die Türkei sich größere Marktanteile sichern. Nun hat die russische Verbraucherbehörde Hühnerfleisch eines türkischen Betriebs gesperrt, nachdem sie in Proben Listeriabakterien gefunden hatte.
http://derstandard.at/2000026417872/Ank ... r-Abschuss


Sicher wird nie etwas so heiß gegessen, wie es gekocht wurde. Oder so ähnlich. Dennoch wird es mit Sicherheit signifikante Entwicklungen bilateral und in Folge dessen auch regional geben.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
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Re: Türkisch-russische Beziehungen in der Krise?

Beitragvon palulu » Mi 25. Nov 2015, 21:29

Sind sie nicht. Ein Reiseverbot, wie es im Artikel heißt, wurde zu keinem Zeitpunkt erlassen. Lediglich die Empfehlung, nicht in die Türkei zu reisen, wurde ausgesprochen - bloß haben wir den 25.11. Wir befinden uns nicht in der Tourismussaison, heißt: Symbolpolitik. Die einzig fassbare Sanktion, die von Seiten der Russen bis jetzt erlassen wurde und von europäischen Medien kaum berichtet: ein Importverbot für "weißes Fleisch" aus der Türkei ab dem 01.12. Volkswirtschaftlicher Schaden für die Türkei: ca. 24 Mio. Dollar. Wow.

Das Atomkraftprojekt können sie nicht einfach so fallenlassen, ohne dabei empfindliche Strafen zu zahlen, die Turkstream wird gebaut, um russischen Gas nach Südosteuropa unter Umgehung der Ukraine zu liefern, die just in diesem Moment kein Gas mehr aus Russland durchlässt.

Die Exporte nach Russland sind ohnehin bereits kollabiert im Zuge der westlichen Sanktionen.

Jan.-Sep. 2014: 4,5 Mrd. USD
Jan.-Sep. 2015: 2,7 Mrd. USD

Zum Vergleich: russischer Export in die Türkei, hauptsächlich Energie: 2014: 25,3 Mrd. USD.

Quelle: TurkStat

Russland wird meckern und selbstverständlich die Türkei auf die eine oder andere Weise ärgern, aber dabei wird es auch bleiben.
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nichtkorrekt
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Re: Türkisch-russische Beziehungen in der Krise?

Beitragvon nichtkorrekt » Mi 25. Nov 2015, 21:59

Die Russen könnten sich revanchieren indem sie die PKK bewaffnen, immerhin unterstützt Saudi Arabien ja auch die tschetschenischen Terroristen, während die Türkei und SA allem Anschein nach den IS unterstützen.

Wenn es nach mir ginge, sollten Perser, Rußland und der Westen gemeinsam gegen den sunnitischen Extremismus vorgehen.
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Re: Türkisch-russische Beziehungen in der Krise?

Beitragvon Jekyll » Do 26. Nov 2015, 05:03

nichtkorrekt » Mi 25. Nov 2015, 21:59 hat geschrieben:Die Russen könnten sich revanchieren indem sie die PKK bewaffnen, immerhin unterstützt Saudi Arabien ja auch die tschetschenischen Terroristen, während die Türkei und SA allem Anschein nach den IS unterstützen.
Wäre eine überflüssige Aktion, da dies bereits seitens des Westens geschieht (de facto). Zu allem Überfluss stellt Deutschland so etwas wie ein Hauptbetätigungsfeld für die PKK in Sachen Rekrutierung und Finanzierung dar (auch de facto).

Wenn es dir also um Revanche und Ausgewogenheit geht, wäre jetzt die Türkei eigentlich am Zug.

Wenn es nach mir ginge, sollten Perser, Rußland und der Westen gemeinsam gegen den sunnitischen Extremismus vorgehen.
Die von dir genannten Länder bzw. Region stellen einen wesentlichen Teil des Problems dar.
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Re: Türkisch-russische Beziehungen in der Krise?

Beitragvon Jekyll » Do 26. Nov 2015, 05:24

King Kong 2006 » Mi 25. Nov 2015, 21:10 hat geschrieben:In Syrien knallten die Interessen Moskaus und Ankaras aufeinander. Das gipfelte in einem Abschuß eines russischen Bombers aufgrund Luftraumverletzungen. Was ist mit den Beziehungen dieser beiden großen Staaten (in de Region)? Was wird aus ihnen und was hat das für Folgen in der Region?

Sicher wird nie etwas so heiß gegessen, wie es gekocht wurde. Oder so ähnlich. Dennoch wird es mit Sicherheit signifikante Entwicklungen bilateral und in Folge dessen auch regional geben.
Dass die Türkei und Russland in der Region unterschiedliche Interessen verfolgen - genauso wie die anderen involvierten Länder auch - ist kein Geheimnis und ist auch nicht neu. Offensichtlich war dieser Umstand bisher nicht Grund genug, um irgendwelche offenen Feindseligkeiten auszutauschen bzw. eine bestehende Zusammenarbeit auf Eis zu legen. Aktuell geht es auf der russischen Seite wohl eher darum, dass Putin sein Gesicht wahren kann (eine Supermacht wird von einer Regionalmacht vor den Augen der Weltöffentlichkeit gedemütigt). Hier geht es mehr um Symbolik und Prestige als um substanzielle Differenzen.
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Re: Türkisch-russische Beziehungen in der Krise?

Beitragvon schokoschendrezki » Do 26. Nov 2015, 10:42

Innenpolitisch wurden die Türkei und Russland bzw. Erdogan und Putin sich in den letzten Jahren eigentlich immer ähnlicher ... aber vielleicht erwächst eben daraus eine Konkurrenzsituation.
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Re: Türkisch-russische Beziehungen in der Krise?

Beitragvon Calvin » Do 26. Nov 2015, 10:47

.. bravo Putin , hat er doch die einen türkischen LKW Konvoi dem Erdboden gleich gemacht , Auge um Auge , Zahn um Zahn ..
Putin rächt sich eben
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Re: Türkisch-russische Beziehungen in der Krise?

Beitragvon schokoschendrezki » Do 26. Nov 2015, 10:48

... auf der anderen Seite gibt es weltweit zahlreiche "am Köcheln" gehaltene Konflikte. Armenien/Aserbaidshan, China/Japan und nicht zuletzt Türkei/Griechenland und Russland/Ukraine. Man galubt, diese unter Kontrolle halten und dennoch jederzeit politisch instrumentalisieren zu können. Ein Spiel mit dem Feuer sind sie dennoch.
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Re: Türkisch-russische Beziehungen in der Krise?

Beitragvon Calvin » Do 26. Nov 2015, 10:52

schokoschendrezki » Do 26. Nov 2015, 11:48 hat geschrieben:... Ein Spiel mit dem Feuer sind sie dennoch.

was heißt denn ein Spiel mit dem Feuer , im Nahenosten brodelt es allen Ecken und Kanten , ich wüßte kein Land , wo es wirklichen Frieden und Wohlstand gibt , es sind alles auch islamisch kontrollierte Länder , das sagt schon alles aus
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Re: Türkisch-russische Beziehungen in der Krise?

Beitragvon Haegar » Do 26. Nov 2015, 11:00

schokoschendrezki » Do 26. Nov 2015, 11:42 hat geschrieben:Innenpolitisch wurden die Türkei und Russland bzw. Erdogan und Putin sich in den letzten Jahren eigentlich immer ähnlicher ... aber vielleicht erwächst eben daraus eine Konkurrenzsituation.


Es offenbart sich halt gerade, dass die beiden, als autokratische Präsidenten, in einer aussenpolitischen Situation mit ihrer eindimensionalen angelegten Politik an ihre Legitimationsgrenzen für diese stoßen. Der immanente Konflikt einer auf Nationalismus beruhenden Politik.

Es wird meiner Meinung nach nicht zu einem weiteren ausgeweiteten Konflikt kommen, da diese nationalistische Politik dem Machterhalt geschuldet ist und beide mehr zu verlieren haben.
Viel Rauch, zwei tote Russen und einen Haufen tote Turkmenen.
Das übliche zynische Geschäft dieser beiden Menschen.
Calvin

Re: Türkisch-russische Beziehungen in der Krise?

Beitragvon Calvin » Do 26. Nov 2015, 11:08

Haegar » Do 26. Nov 2015, 12:00 hat geschrieben:
Viel Rauch, zwei tote Russen und einen Haufen tote Turkmenen.
.

du hast den abgeschossenen türkischen LKW Konvoi vergessen , den Putin nun mal eben in Syrien vernichtet hat , was auf den LKW`s geladen war , wurde nicht bekannt gegeben , es soll ja Baumaterial gewesen sein , vielleicht waren es ja auch Waffen für die Rebellen in Syrien die Erdogan nahe stehen
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Re: Türkisch-russische Beziehungen in der Krise?

Beitragvon Fazer » Do 26. Nov 2015, 11:13

nichtkorrekt » Mi 25. Nov 2015, 22:59 hat geschrieben:Die Russen könnten sich revanchieren indem sie die PKK bewaffnen, immerhin unterstützt Saudi Arabien ja auch die tschetschenischen Terroristen, während die Türkei und SA allem Anschein nach den IS unterstützen.

Wenn es nach mir ginge, sollten Perser, Rußland und der Westen gemeinsam gegen den sunnitischen Extremismus vorgehen.


Die Perser bzw. Schiiten sollten erst einmal im Irak ihre Macht mit den gemässigten Sunniten teilen lernen. Denn erst die schlechte Behandlung der Sunniten durch die schiitische Regierung hat IS so stark gemacht.
Freiheit bedeutet Verantwortung; das ist der Grund, weshalb sich die meisten vor ihr fürchten. (George Bernard Shaw)
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Re: Türkisch-russische Beziehungen in der Krise?

Beitragvon zollagent » Do 26. Nov 2015, 11:31

nichtkorrekt » Mi 25. Nov 2015, 21:59 hat geschrieben:Die Russen könnten sich revanchieren indem sie die PKK bewaffnen, immerhin unterstützt Saudi Arabien ja auch die tschetschenischen Terroristen, während die Türkei und SA allem Anschein nach den IS unterstützen.

Wenn es nach mir ginge, sollten Perser, Rußland und der Westen gemeinsam gegen den sunnitischen Extremismus vorgehen.

Das geben sie ja auch alle vor. Nur tut es Keiner, sondern jeder bekämpft seinen Sonderfeind.
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Re: Türkisch-russische Beziehungen in der Krise?

Beitragvon zollagent » Do 26. Nov 2015, 11:33

Jekyll » Do 26. Nov 2015, 05:24 hat geschrieben:Sicher wird nie etwas so heiß gegessen, wie es gekocht wurde. Oder so ähnlich. Dennoch wird es mit Sicherheit signifikante Entwicklungen bilateral und in Folge dessen auch regional geben.
Dass die Türkei und Russland in der Region unterschiedliche Interessen verfolgen - genauso wie die anderen involvierten Länder auch - ist kein Geheimnis und ist auch nicht neu. Offensichtlich war dieser Umstand bisher nicht Grund genug, um irgendwelche offenen Feindseligkeiten auszutauschen bzw. eine bestehende Zusammenarbeit auf Eis zu legen. Aktuell geht es auf der russischen Seite wohl eher darum, dass Putin sein Gesicht wahren kann (eine Supermacht wird von einer Regionalmacht vor den Augen der Weltöffentlichkeit gedemütigt). Hier geht es mehr um Symbolik und Prestige als um substanzielle Differenzen.[/quote]


schokoschendrezki » Do 26. Nov 2015, 10:42 hat geschrieben:Innenpolitisch wurden die Türkei und Russland bzw. Erdogan und Putin sich in den letzten Jahren eigentlich immer ähnlicher ... aber vielleicht erwächst eben daraus eine Konkurrenzsituation.


Beides trifft meines Erachtens zu.
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Re: Türkisch-russische Beziehungen in der Krise?

Beitragvon zollagent » Do 26. Nov 2015, 11:34

Haegar » Do 26. Nov 2015, 11:00 hat geschrieben:
Es offenbart sich halt gerade, dass die beiden, als autokratische Präsidenten, in einer aussenpolitischen Situation mit ihrer eindimensionalen angelegten Politik an ihre Legitimationsgrenzen für diese stoßen. Der immanente Konflikt einer auf Nationalismus beruhenden Politik.

Es wird meiner Meinung nach nicht zu einem weiteren ausgeweiteten Konflikt kommen, da diese nationalistische Politik dem Machterhalt geschuldet ist und beide mehr zu verlieren haben.
Viel Rauch, zwei tote Russen und einen Haufen tote Turkmenen.
Das übliche zynische Geschäft dieser beiden Menschen.

Leider trifft auch das so zu!
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Re: Türkisch-russische Beziehungen in der Krise?

Beitragvon Calvin » Do 26. Nov 2015, 12:48

.. na ja Putin rächt sich ..
russ. Kampfjets haben türkische LKW`s in Syrien abgeschossen abgeschossen ob die Waffengelagert hatten ist unbekannt

Einem Bericht der türkischen Zeitung “Daily Sabah” zufolge wurde im syrischen Grenzgebiet nahe der Region Kilis ein türkischer Hilfs-Konvoi beschossen. ­Die Staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, dass auf circa 20 LKWs gezielt wurde. Sieben LKW-Fahrer starben angeblich bei den Angriffen.
.. Bericht siehe FOCUS heute 12:07 Uhr
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Re: Türkisch-russische Beziehungen in der Krise?

Beitragvon zollagent » Do 26. Nov 2015, 12:59

Calvin » Do 26. Nov 2015, 12:48 hat geschrieben:.. na ja Putin rächt sich ..
russ. Kampfjets haben türkische LKW`s in Syrien abgeschossen abgeschossen ob die Waffengelagert hatten ist unbekannt

Einem Bericht der türkischen Zeitung “Daily Sabah” zufolge wurde im syrischen Grenzgebiet nahe der Region Kilis ein türkischer Hilfs-Konvoi beschossen. ­Die Staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, dass auf circa 20 LKWs gezielt wurde. Sieben LKW-Fahrer starben angeblich bei den Angriffen.
.. Bericht siehe FOCUS heute 12:07 Uhr

Schwachköpfe müssen so handeln - und natürlich solchen Dingen Beifall spenden.
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Re: Türkisch-russische Beziehungen in der Krise?

Beitragvon Pit Potter » Do 26. Nov 2015, 13:05

Putin gehen langsam die Möglichkeiten aus seine Gaspipelines Richtung Westen zu installieren. Die Türkei ist ja im Moment die Nummer eins für ihn.

http://www.zeit.de/2014/50/south-stream ... n-russland
Zuletzt geändert von Pit Potter am Do 26. Nov 2015, 13:08, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Türkisch-russische Beziehungen in der Krise?

Beitragvon Abensberg » Do 26. Nov 2015, 13:18

zollagent » Do 26. Nov 2015, 13:59 hat geschrieben:Schwachköpfe müssen so handeln - und natürlich solchen Dingen Beifall spenden.

Wenn dort Waffen waren, war dieser Angriff gerechtfertigt. Nusragan soll seine Grenzen respektieren
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Re: Türkisch-russische Beziehungen in der Krise?

Beitragvon Nomen Nescio » Do 26. Nov 2015, 13:25

Calvin » Do 26. Nov 2015, 12:48 hat geschrieben:.. na ja Putin rächt sich ..
russ. Kampfjets haben türkische LKW`s in Syrien abgeschossen abgeschossen ob die Waffengelagert hatten ist unbekannt

Einem Bericht der türkischen Zeitung “Daily Sabah” zufolge wurde im syrischen Grenzgebiet nahe der Region Kilis ein türkischer Hilfs-Konvoi beschossen. ­Die Staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, dass auf circa 20 LKWs gezielt wurde. Sieben LKW-Fahrer starben angeblich bei den Angriffen.
.. Bericht siehe FOCUS heute 12:07 Uhr

putin zeigt sein wahres gesicht. denk mal bei ukraine zu was dieser mann fähig ist.

ich bin neugierig was für ausflucht/grund jetzt genannt wird: ein rebellenkonvoi??
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«

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