Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

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Hyde
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Hyde » Mi 2. Aug 2017, 02:31

H2O hat geschrieben:(02 Aug 2017, 03:01)

Ja, sicher könnte Deutschland mehr tun. Aber aus Afghanistan lernen heißt, sich zurück zu halten. Denn wer hat heute noch Soldaten dort vor Ort? Wo sind die anderen?


Ich würde den Irak und Syrien nicht mit Afghanistan vergleichen. Denn bei allen Problemen, die diese arabischen Länder haben, so sind sie doch - auch sicherheitstechnisch - wesentlich weiter entwickelt als Afghanistan das heute ist, geschweige denn 2001 war. Da stand dieses Land bei Null. Afghanistan, dieses unterentwickelte und von jahrzehntelangen Kriegen gebeutete Dritte Welt Land, hätte man vermutlich nie stabilisieren können, wenn man nicht für die ersten Jahre Soldaten dorthin geschickt hätte.
Syrien und der Irak hingegen haben das Potential, selbst für Ihre Sicherheit zu sorgen und müssen dazu lediglich aus der Ferne unterstützt werden.
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Nomen Nescio
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 2. Aug 2017, 04:17

H2O hat geschrieben:(02 Aug 2017, 01:11)

Über einen Makel entscheidet aber nicht derjenige, mit dem der Makel verbunden ist. Das ist Leugnung der Wahrheit... und sonst gar nichts.

einverstanden
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 2. Aug 2017, 04:28

Flaschengeist hat geschrieben:(02 Aug 2017, 02:52)

Es gab kein Weltmachtstreben des Kaiserreichs!

natürlich gab es das. was bedeutete »platz unter die sonne einnehmen« sonst?
nur mußte du nicht denken, daß damit gemeint war die nummer 1, der primus inter pares, eine rolle die die USA jetzt (noch) innehat. nein, es mußte gleichwertig sein an GB. das war deutlich zu vernehmen, als rede war von annektieren von belgiens küste. denn dann hätte man hafen und war GB nicht mehr in der lage als seemacht den deutschen handel zu kontrollieren bzw zu regulieren.

[OT]daß AH wirklich der höchste boß in der welt sein wollte, ist nur ein gradueller unterschied«[/OT]
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon H2O » Mi 2. Aug 2017, 08:27

Hyde hat geschrieben:(02 Aug 2017, 03:31)

Ich würde den Irak und Syrien nicht mit Afghanistan vergleichen. Denn bei allen Problemen, die diese arabischen Länder haben, so sind sie doch - auch sicherheitstechnisch - wesentlich weiter entwickelt als Afghanistan das heute ist, geschweige denn 2001 war. Da stand dieses Land bei Null. Afghanistan, dieses unterentwickelte und von jahrzehntelangen Kriegen gebeutete Dritte Welt Land, hätte man vermutlich nie stabilisieren können, wenn man nicht für die ersten Jahre Soldaten dorthin geschickt hätte.
Syrien und der Irak hingegen haben das Potential, selbst für Ihre Sicherheit zu sorgen und müssen dazu lediglich aus der Ferne unterstützt werden.


Die Strategie der Bundesregierung im Kampf gegen den IS halte ich für sinnvoll. Am Ende unseres Engagements wird eine Streitmacht stehen, die sich selbst behaupten kann und sicher auch selbst behaupten wird. Damit werden zugleich auch freundliche Beziehungen zu Menschen aufgebaut, deren Leben durch technische Wehrlosigkeit sichtlich gefährdet war. Vielleicht wird einmal mehr daraus; wenn nicht, dann ist das aber auch in Ordnung.

Im Fall Afghanistan geht es mir gar nicht um den Einsatz an sich, sondern um Treue und Zuverlässigkeit unter Partnern. Wer also hält immer weiter dort aus? Das gibt mir für künftige Einsätze unserer Soldaten zu denken.
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon H2O » Mi 2. Aug 2017, 08:36

Nomen Nescio hat geschrieben:(02 Aug 2017, 05:28)

natürlich gab es das. was bedeutete »platz unter die sonne einnehmen« sonst?
nur mußte du nicht denken, daß damit gemeint war die nummer 1, der primus inter pares, eine rolle die die USA jetzt (noch) innehat. nein, es mußte gleichwertig sein an GB. das war deutlich zu vernehmen, als rede war von annektieren von belgiens küste. denn dann hätte man hafen und war GB nicht mehr in der lage als seemacht den deutschen handel zu kontrollieren bzw zu regulieren.

[OT]daß AH wirklich der höchste boß in der welt sein wollte, ist nur ein gradueller unterschied«[/OT]


Inzwischen hat unser Land viel mehr erreicht. Die Häfen Rotterdam, Antwerpen und Triest wetteifern um Ladung für und aus Deutschland, und wenn es denn Sinn hätte, dann könnten unsere Fregatten und U-Boote auch die französischen und spanischen Seehäfen nutzen... oder Italiens Marinearsenale. In Europa hat unser Land einen Platz an der Sonne... oder etwa nicht? :)
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 2. Aug 2017, 12:03

spam und reaktionen darauf entfernt.

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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 2. Aug 2017, 12:38

Flaschengeist hat geschrieben:(02 Aug 2017, 02:52)

Es gab kein Weltmachtstreben des Kaiserreichs!


Es gab jedenfalls eine offenkundig wohlwollende Duldung des Armenien-Massakers:
Unser einziges Ziel ist, die Türkei bis zum Ende des Krieges an unserer Seite zu halten, gleichgültig ob darüber Armenier zu Grunde gehen oder nicht. Bei länger andauerndem Kriege werden wir die Türken noch sehr brauchen.

Das sagte bzw. schrieb Theobald von Bethmann Hollweg, seinerzeit Reichskanzler und noch einer der liberalsten und verhandlungsbereitesten Politker. Alle anderen maßgeblichen Politiker, einschließlich SPD, standen noch rechter und noch militaristischer von ihm.
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Flaschengeist » Mi 2. Aug 2017, 23:21

schokoschendrezki hat geschrieben:(02 Aug 2017, 13:38)

Es gab jedenfalls eine offenkundig wohlwollende Duldung des Armenien-Massakers:

Das sagte bzw. schrieb Theobald von Bethmann Hollweg, seinerzeit Reichskanzler und noch einer der liberalsten und verhandlungsbereitesten Politker. Alle anderen maßgeblichen Politiker, einschließlich SPD, standen noch rechter und noch militaristischer von ihm.



Das ist ja alles bekannt. Nur kann man daraus keine Mitverantwort Deutschlands ableiten.
„Nur in Deutschland wird mir vorgeworfen, ich wäre deutschfreundlich“ :)

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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Nomen Nescio » Do 3. Aug 2017, 06:11

Flaschengeist hat geschrieben:(03 Aug 2017, 00:21)

Das ist ja alles bekannt. Nur kann man daraus keine Mitverantwort Deutschlands ableiten.

m.e. ist dulden gleich mitverantwortung. hätten sie protestiert, und wäre das massaker weiter gegangen, erst dann könnte man sagen »sie haben es jedenfalls probiert«.
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Nomen Nescio » Do 3. Aug 2017, 13:38

spam entfernt

flaschengeist ==> spam + sinnvoll bleibt spam

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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 15. Aug 2017, 18:59

schokoschendrezki hat geschrieben:(02 Aug 2017, 13:38)

Es gab jedenfalls eine offenkundig wohlwollende Duldung des Armenien-Massakers:

Das sagte bzw. schrieb Theobald von Bethmann Hollweg, seinerzeit Reichskanzler und noch einer der liberalsten und verhandlungsbereitesten Politker. Alle anderen maßgeblichen Politiker, einschließlich SPD, standen noch rechter und noch militaristischer von ihm.

Das ist nicht Wohlwollen, sondern Hinnahme.
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Keoma » Mi 16. Aug 2017, 13:58

Bin schon gespannt.
Wenn der Film „The Promise“ herauskommt, gibt es vermutlich wieder die übliche Heulerei.
Jeder hat ein Recht auf meine Meinung.

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