Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

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aleph
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon aleph » Sa 1. Okt 2016, 12:45

Taurus hat geschrieben:(01 Oct 2016, 12:47)

Insofern halte ich es für politischen Schwachsinn, unbewiesene und unerforschte Ereignisse als Völkermord aufzutischen und Wachzuhalten, während heute vor laufender Kammera und Publikum echte und bejubelte Völkermorde stattfinden. Entschuldigt bitte wenn ich etwas gesagt habe was ich nicht sagen durfte, nur wegen der Meinungsfreiheit wegen habe ich gewagt diesen Satz auszusprechen und bitte die Moderation unpassende Teile zu löschen soweit diese eventuell in sicht deutscher Gesetzgebung verboten sind.


Das eine schließt das andere nicht aus. Es ist nicht verkehrt, Verbrechen der Vergangenheit zu benennen. Aber natürlich befreit das EInem nicht von den gegenwärtigen Aufgaben.
Auf dem Weg zum Abgrund kann eine Panne lebensrettend sein.
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 1. Okt 2016, 13:18

Der Völkermord an den Armeniern ist weder unbewiesen noch unerforscht, das ist eine reine Schutzbehauptung, um nicht aus der Geschichte lernen zu müssen.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Kardux
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Kardux » Sa 1. Okt 2016, 18:11

bennyh hat geschrieben:(30 Sep 2016, 16:03)

Nicht, dass ich irgendwas gegen Beschimpfung und Verfluchung von Staatsmännern hätte, aber aus Interesse: Was ist für Sie das Beschimpfungs- und Verfluchungswerte an Atatürk?


Schwer vorstellbar, dass das überhaupt möglich ist. :D


Was meinen Sie mit Verfluchungswerte?

Taurus hat geschrieben:


Insofern halte ich es für politischen Schwachsinn, unbewiesene und unerforschte Ereignisse als Völkermord aufzutischen und Wachzuhalten, während heute vor laufender Kammera und Publikum echte und bejubelte Völkermorde stattfinden. Entschuldigt bitte wenn ich etwas gesagt habe was ich nicht sagen durfte, nur wegen der Meinungsfreiheit wegen habe ich gewagt diesen Satz auszusprechen und bitte die Moderation unpassende Teile zu löschen soweit diese eventuell in sicht deutscher Gesetzgebung verboten sind.


Die Leugnung des Armeniergenozids wird in Deutschland nicht strafrechtlich verfolgt. Das ändert nichts an den Umständen. Die geplante Vernichtung der Armenier um Lebensraum für "treue und loyale" Menschen zu schaffen war ganz bestimmt einer der schlimmsten und folgenschwersten Völkermorde der Moderne. Die Auswirkungen für die Armenier waren verheerend. Man muss sich einmal vor Augen halten das heute vielleicht an die 10 Millionen Armenier in Ostanatolien leben würden, stattdessen wenige Zehntausend. Bis heute müssen sich die Hinterbliebenen der Opfer mit unsinnigen Pseudohistorikern herum schlagen die diese Vernichtung kleinreden bzw. leugnen. Man wurde in zweierlei Hinsicht vernichtet...
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon HugoBettauer » Sa 15. Okt 2016, 10:00

Taurus hat geschrieben:(01 Oct 2016, 12:47)

Insofern halte ich es für politischen Schwachsinn, unbewiesene und unerforschte Ereignisse als Völkermord aufzutischen

Das ist eben so in der Politik. Derzeit ist "Türkeikritik" en vogue.
Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt
ist alles neu
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt
ist alles neu und anders als früher.
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Vardarovic » Mi 26. Okt 2016, 18:09

Die deutsche Politik gibt gegenüber Erdogan erneut nach:

Konfliktpotenzial mit Türkei
Auswärtiges Amt sagt Armenien-Konzert ab
25.10.2016
http://www.n-tv.de/politik/Auswaertiges ... 33801.html
Das Auswärtige Amt möchte das Risiko für eine erneute Diskussion mit der Türkei nach der Völkermordresolution für Armenien offenbar möglichst gering halten. Zumindest ist die vorläufige Absage einer Aufführung zum diesem Thema so zu verstehen.


Armenier-Aufführung abgesagt
25.10.2016
http://www.sueddeutsche.de/politik/tuer ... -1.3221396
"Ein versöhnlicher Abend": Die Dresdner Philharmniker dürfen ihr Konzertprojekt nicht in Istanbul aufführen.


Die Präzedenzfälle deutscher Politik gegenüber Erdogan stehen, sie sind.
Fortan wird jede deutsche Kritik seitens der Türkei als Lachnummer begriffen werden.
Albula

Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Albula » Fr 16. Dez 2016, 16:26

Traurig ist doch das Deutschland fast 100 Jahre brauchte bis ein Bundespräsident den Völkermord als Genozid bezeichnete...
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon John Galt » Mo 24. Apr 2017, 12:54

Heute ist Armenian Genocide Remembrance Day.
Civilization is the progress toward a society of privacy. The savage’s whole existence is public, ruled by the laws of his tribe. Civilization is the process of setting man free from men.
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Quatschki » Mo 24. Apr 2017, 13:00

John Galt hat geschrieben:(24 Apr 2017, 13:54)

Heute ist Armenian Genocide Remembrance Day.

Sag doch einfach Եղեռնի զոհերի հիշատակի օր
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Flaschengeist » Di 1. Aug 2017, 02:56

Albula hat geschrieben:(16 Dec 2016, 16:26)

Traurig ist doch das Deutschland fast 100 Jahre brauchte bis ein Bundespräsident den Völkermord als Genozid bezeichnete...



Unter Realpolitischen Gesichtspunkten was die Armenier Resolution ein absolutes Desaster. Man hat einfach nur unnötigen Außenpolitischen Kredit verspielt. Kredit den wir jetzt brauchen könnten.

Aber vermutlich wollten die Deutschen nur die Verantwortung für noch einen Völkermord übernehmen und die Türken haben das einfach nicht verstanden.
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Gutmensch1 » Di 1. Aug 2017, 19:04

Flaschengeist hat geschrieben:(01 Aug 2017, 03:56)

Unter Realpolitischen Gesichtspunkten was die Armenier Resolution ein absolutes Desaster. Man hat einfach nur unnötigen Außenpolitischen Kredit verspielt. Kredit den wir jetzt brauchen könnten.

Aber vermutlich wollten die Deutschen nur die Verantwortung für noch einen Völkermord übernehmen und die Türken haben das einfach nicht verstanden.


Eine selbstose Geste der Deutschen :) . Aber Flaschi, hast du dir vielleicht mal Gedanken darüber gemacht, warum die türkische Regierung keine Verantwortung für den geschichtlichen Fakt des Völkermordes an den Armeniern übernehmen wollen?
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Flaschengeist » Di 1. Aug 2017, 21:52

Gutmensch1 hat geschrieben:(01 Aug 2017, 20:04)

Eine selbstose Geste der Deutschen :) . Aber Flaschi, hast du dir vielleicht mal Gedanken darüber gemacht, warum die türkische Regierung keine Verantwortung für den geschichtlichen Fakt des Völkermordes an den Armeniern übernehmen wollen?



Wenn ich mich recht erinnere dann hat die Regierung unter Mustafa Kemal Atatürk Verantwortliche teilw. zum Tode verurteilt.

Wie die Türken historische Zusammenhänge bewerten geht uns nichts an. Das ist eine Sache zwischen Türken und Armeniern.

Übrigens wurden damals nicht nur Armenier ermordet.
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Nomen Nescio » Di 1. Aug 2017, 23:33

Flaschengeist hat geschrieben:(01 Aug 2017, 22:52)

Wenn ich mich recht erinnere dann hat die Regierung unter Mustafa Kemal Atatürk Verantwortliche teilw. zum Tode verurteilt.

Wie die Türken historische Zusammenhänge bewerten geht uns nichts an. Das ist eine Sache zwischen Türken und Armeniern.

Übrigens wurden damals nicht nur Armenier ermordet.

ich habe schon eher gesagt, daß du wenig ahnung hast von geschichte.

lese mal hier. ich habe google mal übersetzen lassen und hier und da »verbessert«
Kemal dirigeerde zijn troepen eerst tegen de Fransen in Cilicia met fatale gevolgen voor de Armeniërs daar (3). Aangemoedigd door de geallieerden en met beloftes van bescherming, waren de meeste overlevende Armeniërs teruggekeerd naar hun thuissteden in Cilicia in 1919. De aanval door Kemalisten op de stad Marash in januari 1920, die vergezeld ging van een grootschalige massaslachting van de Armeniërs, betekende het begin van het einde voor de restanten van de Armeense bevolking. De Armeniërs van Hajen (Hadjin) boden zeven maanden lang weerstand gedurende een laatste wanhopige strijd om tegen oktober 1920 gereduceerd te zijn tot minder dan vijfhonderd strijders die vluchtten uit een totaal door de belegerende Turken afgebrande stad. Toen de Fransen in oktober 1921 formeel akkoord gingen om Cilicia te evacueren, betekende dit debacle een tweede deportatie voor de Armeniërs van de regio. In de tussentijd, waren de Turkse Nationalistische strijdkrachten ten oorlog getrokken tegen de Republiek Armenië. Met geheime instructies van de regering in Ankara om voort te gaan met de fysieke eliminatie van Armenië, legde General Kiazim Karabekir (4) beslag op de helft van het Armeense territorium in november 1920, terwijl eenheden van het Rode Leger de overgebleven delen Sovjetiseerden. En weer werd de Armeense bevolking verdreven met de punt van het zwaard en leed zware verliezen toen de stad Kars en de omliggende regio geannexeerd werd door Turkije.

Het laatste hoofdstuk van de Armeniërs in Anatolië werd geschreven in Smyrna (Izmir) toen Kemalistische troepen het Griekse leger verpletterden en de stad binnentrokken in september 1920. Kort daarna begon een brand in de Armeense buurt die de hele christelijke wijk verteerde en de burgerbevolking richting de kust dreef waarvandaan ze in ballingschap vaarden, beroofd van al hun bezittingen (5). Met deze exodus van het vasteland completeerde Mustafa Kemal wat Talaat en Enver gestart waren in 1915, de uitroeiing van de Armeense bevolking van Anatolië en de beëindiging van de Armeense politieke aspiraties op de Kaukasus. Met het verdrijven van de Grieken, was de Turkificatie en de islamisering van Klein-Azië bijna compleet.


Kemal richtete seine Kräfte zunächst gegen die Franzosen in Kilikien mit fatalen Folgen für die Armenier dort (3). Ermutigt durch die Alliierte und mit dem Versprechen von Schutz, waren die meisten der überlebenden Armenier in ihre Heimatstadt in Kilikien in 1919 zurückgekehrt. Der Angriff von Kemalisten von der Stadt Marash im Januar 1920 wurde begleitet von einem großen Massaker an den Armeniern, und markierte den Beginn das Ende der Überreste der armenischen Bevölkerung. Die Armenier von Hajen (Hadjin) boten sieben Monate Widerstand um während einer allerletzten Schlacht von Oktober 1920 bis auf weniger als fünfhundert Kämpfer reduziert zu sein, die durch die Belagerung der Türken verbrannt Stadt insgesamt entflohen. Als die Franzosen im Oktober 1921 formell zugestimmt hatten Kilikien zu evakuieren bedeutete dieses Debakel eine zweite Deportation der Armenier aus der Region. In der Zwischenzeit waren die türkischen nationalistischen Kräfte einen Krieg gegen die Republik Armenien begonnen. Mit geheimen Anweisungen von der Regierung in Ankara die physische Eliminierung von Armenien fortzusetzen, ergriff November 1920 Kiazim Karabekir (4) die Hälfte von Armenischen Gebiet , während Einheiten der Roten Armee die übrigen Teile Sovjetiseerden. Und wieder wurde die Armenische Bevölkerung durch die Spitze des Schwertes vertrieben und erlitt sie schwere Verluste, als die Stadt Kars und ihre Region durch die Türkei annektiert wurden.

Das letzte Kapitel der Armenier in Anatolien wurde in Smyrna (Izmir) geschrieben, als kemalistischen Truppen die griechische Armee niederschlugen und in die Stadt zogen (September 1920). Kurz danach begann ein Feuer in dem armenischen Viertel die das gesamte christliche Viertel vernichtete und die Zivilbevölkerung richtung Küste vertrieb , von wo sie ins Exil segelte, beraubt von all ihrem Hab und Gut (5). Mit diesem Auszug vom dem Festland ergänzte Mustafa Kemal was Talaat und Enver im Jahr 1915 begonnen hatten: die Vernichtung der armenischen Bevölkerung Anatoliens und die Beendigung der armenischen politischen Bestrebungen im Kaukasus. Mit der Vertreibung der Griechen war die Turkification und Islamisierung Kleinasien fast abgeschlossen.
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Flaschengeist » Di 1. Aug 2017, 23:46

Nomen Nescio hat geschrieben:(02 Aug 2017, 00:33)

ich habe schon eher gesagt, daß du wenig ahnung hast von geschichte.

lese mal hier. ich habe google mal übersetzen lassen und hier und da »verbessert«



Die Verfahren gegen letztere dauerten vom 28. April bis zum 25. Juni 1919. Angeklagt waren auch der ehemalige Innenminister und Großwesir Talât Pascha, der ehemalige Kriegsminister Enver Pascha und der einstige Marineminister Cemal Pascha. Sie hatten sich dem Prozess jedoch durch Flucht nach Deutschland entzogen und wurden in Abwesenheit zum Tode verurteilt.[126] Insgesamt sprach das Militärgericht 17 Todesurteile aus, von denen drei vollstreckt wurden. Bei der türkischen Bevölkerung sorgten die Prozesse für große Entrüstung, in Regierungskreisen wiederum wurden sie als notwendige Zugeständnisse betrachtet, weil man so hoffte, mit den Ententemächten günstigere Friedensbedingungen aushandeln und ihnen die Anerkennung der staatlichen Souveränität abringen zu können

https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lk ... _Armeniern
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Hyde » Di 1. Aug 2017, 23:57

Ich werde nie verstehen, warum Menschen der Ansicht sind, bloß weil es sich um "ihr Land" handelt, hätten sie die Verantwortung, dieses Land (auch gegen die Vernunft) zwanghaft zu verteidigen. Warum ist man nur ein "echter Türke", wenn man die Fehler des eigenen Landes aus der Vergangenheit leugnet oder kleinredet? Diese blinde, unvernünftige "my country, right or wrong" Mentalität kotzt mich an.
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 2. Aug 2017, 00:00


noch nie davon gehört daß man abgelöste politiker von allem beschuldigen kann? ob wahr oder falsch ist nicht wichtig.
ataturk hatte selbst sehr blutige hände. und über die alte clique dachte »man« sowieso nicht günstig.
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 2. Aug 2017, 00:03

Hyde hat geschrieben:(02 Aug 2017, 00:57)

Ich werde nie verstehen, warum Menschen der Ansicht sind, bloß weil es sich um "ihr Land" handelt, hätten sie die Verantwortung, dieses Land (auch gegen die Vernunft) zwanghaft zu verteidigen. Warum ist man nur ein "echter Türke", wenn man die Fehler des eigenen Landes aus der Vergangenheit leugnet oder kleinredet? Diese blinde, unvernünftige "my country, right or wrong" Mentalität kotzt mich an.

du neigst zu idealismus. viel türken finden die ehre ihre landes viel wichtiger. daran darf kein makel kleben.
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon H2O » Mi 2. Aug 2017, 00:08

Hyde hat geschrieben:(02 Aug 2017, 00:57)

Ich werde nie verstehen, warum Menschen der Ansicht sind, bloß weil es sich um "ihr Land" handelt, hätten sie die Verantwortung, dieses Land (auch gegen die Vernunft) zwanghaft zu verteidigen. Warum ist man nur ein "echter Türke", wenn man die Fehler des eigenen Landes aus der Vergangenheit leugnet oder kleinredet? Diese blinde, unvernünftige "my country, right or wrong" Mentalität kotzt mich an.


Sie wenden den Halbsatz "right or wrong, my country" sinnentstellend an. Können wir Deutschen nicht auch sagen "Im Guten wie im Bösen, das ist mein Land"... ohne deshalb das Böse zu leugnen oder das Gute klein zu reden? Ich meine, das ist der wahre Sinn des englischen Spruchs: Die Liebe zum Vaterland, trotz schlimmer Vorhaltungen.
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Flaschengeist » Mi 2. Aug 2017, 00:10

Nomen Nescio hat geschrieben:(02 Aug 2017, 01:00)

noch nie davon gehört daß man abgelöste politiker von allem beschuldigen kann? ob wahr oder falsch ist nicht wichtig.
ataturk hatte selbst sehr blutige hände. und über die alte clique dachte »man« sowieso nicht günstig.



Ich habe lediglich beschrieben das es in der Türkei schon vor vielen Jahren Gerichtsverfahren + Urteil gab. Also haben die Türken den Völkermord schon längst anerkannt.

Die Frage die ich mir stelle ist. Warum gerade diesen Völkermord die Bundesregierung beschäftig. Es gab doch so viele Massaker in der Geschichte.

Die einzige Antwort die mir einfällt. Man wollte sich im Schuldstolz suhlen in dem man eine Beteiligung des Deutschen Reiches herbeiredete.
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon H2O » Mi 2. Aug 2017, 00:11

Nomen Nescio hat geschrieben:(02 Aug 2017, 01:03)

du neigst zu idealismus. viel türken finden die ehre ihre landes viel wichtiger. daran darf kein makel kleben.


Über einen Makel entscheidet aber nicht derjenige, mit dem der Makel verbunden ist. Das ist Leugnung der Wahrheit... und sonst gar nichts.
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Re: Der 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern

Beitragvon Flaschengeist » Mi 2. Aug 2017, 00:14

Hyde hat geschrieben:(02 Aug 2017, 00:57)

Ich werde nie verstehen, warum Menschen der Ansicht sind, bloß weil es sich um "ihr Land" handelt, hätten sie die Verantwortung, dieses Land (auch gegen die Vernunft) zwanghaft zu verteidigen. Warum ist man nur ein "echter Türke", wenn man die Fehler des eigenen Landes aus der Vergangenheit leugnet oder kleinredet? Diese blinde, unvernünftige "my country, right or wrong" Mentalität kotzt mich an.



Man kann den Orient nicht verstehen wenn man die Familie missachtet.

Und Erdogan stellt sich als Familienvater der Türken dar. Und wenn die Familie von außen angegriffen wird, dann ist es die Aufgabe des Familienoberhaupts entsprechend zu antworten.

Letztlich hat die BRD Regierung Erdogan noch einen Gefallen getan. Zum Schaden Deutschlands natürlich.
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