Eure Meinung über die Türkei

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Antonius
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Re: Eure Meinung über die Türkei

Beitragvon Antonius » Di 21. Mär 2017, 10:58

elmore hat geschrieben:(20 Mar 2017, 01:56)

Diese optimistische Einschätzung teile ich nicht. Ich sehe eher, dass es ein unvermeidliches "Ja" geben wird...
Das denke ich nicht.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß eine Mehrheit dem häßlichen Wüterich seine Stimme geben wird.

Es wird ein NEIN geben (wenn die Abstimmungen einigermaßen fair ablaufen werden).

Die Menschen sehen doch, daß die AKP das Land in die Katastrophe führt, wie es der Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir es kürzlich gesagt hat.
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elmore
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Re: Eure Meinung über die Türkei

Beitragvon elmore » Di 21. Mär 2017, 15:11

Antonius hat geschrieben:(21 Mar 2017, 10:58)

Das denke ich nicht.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß eine Mehrheit dem häßlichen Wüterich seine Stimme geben wird.

Es wird ein NEIN geben (wenn die Abstimmungen einigermaßen fair ablaufen werden).

Die Menschen sehen doch, daß die AKP das Land in die Katastrophe führt, wie es der Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir es kürzlich gesagt hat.


Wie ich schon erwähnte: Nichts würde mich mehr freuen, mit meiner Prognose völlig falsch gelegen zu haben.

Ich bleibe aber bei meinem Pessimisus sowohl über den Ausgang als auch einen - neutral und transparent -
verifizierbaren Wahlvorgang ohne größere Unregelmäßigkeiten oder manipulative Einflußnahmen auf
Stimmabgabe.

Neueste Meldungen belegen die ungehemmte Einschüchterungs-, Bedrohungs- und Denunzierungsstrategie
Erdogans mit alleine ca. 2000 neuen Verhaftungen innerhalb der letzten Woche.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/tuerkei-verzeichnet-ueber-2000-festnahmen-vor-referendum-14933800.html

Und das unverändert in D bestehende Angstklima, das gezielt bis in das private Lebensumfeld einzelner
Menschen erzeugt wird, wie nachfolgende Aussagen von Herrn Sofuoglu bestätigen.

Quelle faz-net, wo Sofuoglu wie folgt zitiert wird:
„Die Nein-Sager sind von Denunzierung und Diffamierung eingeschüchtert“, sagte der Vorsitzende Gökay Sofuoglu der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Die Aggression gegen Gegner der Reform werde von Erdogan persönlich befeuert. Er stelle sie als Vaterlandsverräter und Terroristenschützer dar. „Das übernehmen sehr viele Menschen hier, auch weil sie sich von ihm legitimiert fühlen.“
Zudem werde der falsche Eindruck erweckt, es gehe bei der Volksabstimmung um Ja oder Nein zum Islam.


Ich hoffe und wünsche mir sehr, dass ich falsch liege und mich die Mehrheit der hier und in der Türkei lebenden Menschen mit
ihrem inneren, heimlichen Widerstandsgeist eines besseren belehrt... und mit Ihrer Stimmabgabe Herrn Erdogan die
ungehemmte und nicht mehr kontrollierbare Machtausweitung nicht legitimiert, sondern deutlich verweigert.

Aber selbst dann, was wird passieren? - Wird Erdogan Ruhe geben und sich in diesem Fall dem Willen des Türkischen Volkes
beugen? Wird er dadurch wieder auf halbwegs demokratische Machtverteilungs- und Kontrollstrukturen zurückkehren?

Ich bin da sehr skeptisch und glaube, dass Erdogan sich dadurch auch in seinem persönlichen Machtego über die Maßen
gekränkt fühlen und in seiner Rachsucht die Verfolgung all jener umso mehr betreiben wird, die in seinen Augen Vaterlandsverräter und Terroristenunterstützer sind, weil sie mit
"Nein" stimmten.
Egal, wie das Referendum ausgehen wird: Für Erdogan gilt ganz sicher, nach dem Referendum ist vor dem Referendum...

Meine Bewertung für die nähere Zukunft der kommenden ein bis zwei Jahre zumindest - bis zu einer neuerlichen Präsidentenwahl - fällt pessimistisch aus.
Das heisst, ich glaube nicht, dass Erdogan - mit den bereits geschaffenen autoritären Machtstrukturen - so einfach und friedlich politisch entmachtet
werden kann. Wie ja vergangene Wahlen bereits zeigten, ist er ein glänzender Wahlkämpfer in eigener Sache.

Und ich sehe auch nirgendwo Anzeichen, dass auch nur irgendjemand derzeit in der Türkei in der Lage wäre, ihn als Präsidenten bei der Wahl
herausfordern zu können …bzw. zu wollen. Denn das müsste jemand sein, der auch deutliche Unterstützung innerhalb der AKP bräuchte.
Und da traut sich doch niemand auch nur leise "pieps" zu sagen und gegen Erdogan zu opponieren…

Das einzige, was Erdogan auf längere Sicht seine Macht kosten könnte, ist der wirtschaftliche Niedergang der Türkei. Also die Umkehrung
dessen, was ihm ja letztlich zu dieser Machtfülle verhalf: Seine unbestrittenen wirtschaftlichen Erfolge.

Erst wenn die Leute auf der Straße deutlich spüren, dass Erdogan all das, was sich zum Positiven entwickelte, immer mehr ruiniert,
wird er die Gefolgschaft innerhalb seiner AKP verlieren und auch die breite Zustimmung der türkischen Wähler und Wählerinnen.

Es bleibt abzuwarten, was er bis zur nächsten Wahl ins Werk setzt und wie sich die innertürkische Machtsituation bis dahin darstellen wird.
Auch hinsichtlich des fortschreitenden machtpolitischen Würgegriffs des Erdogan-Systems: Inwieweit es bis dahin
bereits alle - vielleicht nominell noch vorhandenen - demokratischen Kontrollinstanzen geschleift und auf unumkehrbare Erdogan-Linie gebracht haben wird.

Ich bin da sehr skeptisch, ob und wann die Türkei die Geiselnahme des gesamten Landes durch Erdogan - vor allem friedlich - beenden kann. Selbst bei einem mehrheitlichen
Nein zum Referendum.
Die einzig realistische Möglichkeit - auf nähere bis mittlere Sicht - ist wohl derzeit nur, dass ihm Allah höchstpersönlich die Gefolgschaft versagt, ihn - ohne irdene Fremdeinwirkung - äusserst unglücklich stolpern lässt...
und Allah anschließend in seiner alleinigen und göttlichen Weisheit gute Miene macht, zum unter höchster Ehrerbietung stattfindendem Staatsbegräbnis Erdogans als "Held der Türkei". Und der tiefen, nicht enden wollenden
Trauer, weil er viel zu früh von dieser Welt gehen musste...
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Ger9374
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Re: Eure Meinung über die Türkei

Beitragvon Ger9374 » Di 21. Mär 2017, 20:01

Man könnte denken die Türken können mit der Demokratie nichts anfangen. Bis in die 80er Jahre
Teils Militärdiktaturen. Da hätte ich mehr Wertschätzung für Alternativen erwartet.
Die Nummer des starken Zwerges scheint ausser in Russland auch am Bosporus zu ziehen.
Warum scheint niemand aus der Deutschen Vergangenheit lernen zu können. Auch Italien reicht doch als negatives Beispiel, Stalin......
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
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Re: Eure Meinung über die Türkei

Beitragvon Kardux » Di 21. Mär 2017, 21:44

Ger9374 hat geschrieben:(21 Mar 2017, 20:01)

Man könnte denken die Türken können mit der Demokratie nichts anfangen. Bis in die 80er Jahre
Teils Militärdiktaturen. Da hätte ich mehr Wertschätzung für Alternativen erwartet.
Die Nummer des starken Zwerges scheint ausser in Russland auch am Bosporus zu ziehen.
Warum scheint niemand aus der Deutschen Vergangenheit lernen zu können. Auch Italien reicht doch als negatives Beispiel, Stalin......


Wenn die türkische Gesellschaft nicht gewillt ist sich mit seiner eigenen Geschichte kritisch zu befassen, wie sollte man dann bitteschön fähig sein aus der deutschen oder italienischen Geschichte zu lernen? Ganz im Gegenteil, bis heute schwingen doch viele Türken die von sich selber ablenken wollen die sogenannte Nazi-Keule, obwohl Deutschland diesen Teil seiner Geschichte bereits aufgearbeitet hat.

Ja, die Mehrheit der türkischen Gesellschaft kann Stand heute nichts mit der Demokratie anfangen. Ein kleiner Lichtblick war zu Beginn der 2000er Jahre zu erkennen, aber spätestens nachdem Hrant Dink rechtlich verfolgt wurde (nach dem Gummiparagraphen Artikel 301 der türkischen Bananenverfassung) und dann auf offener Strasse hingerichtet wurde kam die große Ernüchterung.
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Re: Eure Meinung über die Türkei

Beitragvon H2O » Mi 22. Mär 2017, 08:43

Die türkische AKP-Regierung hat angekündigt, daß sie nach der Volksabstimmung Mitte April ihr Verhältnis zur EU "klären" will. Ich meine, daß die EU in der Zwischenzeit ihren Standpunkt klären sollte:

Seit über 50 Jahren will die Türkei Vollmitglied der europäischen Gemeinschaft werden. Genau so lange erklärt die EU der Türkei die Beitrittsbedingungen in eine Gemeinschaft demokratischer Rechtsstaaten, immer wieder vergebens. Sonderrechte für einen Teilnehmer am europäischen Projekt sind nicht möglich.

Jetzt entwickelt sich die Türkei zu einer islamistischen Einmann-Herrschaft... die nun gar nichts mehr mit einem Rechtsstaat oder einer Demokratie am Hut hat, und die auch noch in einen Bürgerkrieg "Türken gegen Rest der Welt" verwickelt ist. Außerdem lassen wir Europäer uns keinerlei Drohungen gefallen, mit der die Türkei Europa ihren Willen aufzwingen möchte. Man sollte der Türkei anbieten, daß für in Europa niedergelassene Türken jederzeit eine Ausreisegenehmigung in die Türkei erteilt werden kann. Wir brauchen keine 5. Kolonnen Ankaras in der EU.

Die EU sollte der türkischen Regierung vor diesem Hintergrund klar machen, daß an eine EU-Vollmitgliedschaft einer Einmann-Einparteienherrschaft ohne Gewaltenteilung niemals zu denken ist. Wenn die Türkei sämtliche bekannten Beitrittsbedingungen nachprüfbar und zuverlässig erfüllt hat, könnte man in Zukunft wieder miteinander über einen Beitritt reden. Jetzt nicht mehr!

Wenn man das schnell ins Werk setzt, dann erspart man Erdogan längeres Nachdenken über den Umgang der Türkei mit der EU. Genug ist genug!
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Re: Eure Meinung über die Türkei

Beitragvon Ger9374 » Mi 22. Mär 2017, 08:59

H2O hat geschrieben:(22 Mar 2017, 08:43)

Die türkische AKP-Regierung hat angekündigt, daß sie nach der Volksabstimmung Mitte April ihr Verhältnis zur EU "klären" will. Ich meine, daß die EU in der Zwischenzeit ihren Standpunkt klären sollte:

Seit über 50 Jahren will die Türkei Vollmitglied der europäischen Gemeinschaft werden. Genau so lange erklärt die EU der Türkei die Beitrittsbedingungen in eine Gemeinschaft demokratischer Rechtsstaaten, immer wieder vergebens. Sonderrechte für einen Teilnehmer am europäischen Projekt sind nicht möglich.

Jetzt entwickelt sich die Türkei zu einer islamistischen Einmann-Herrschaft... die nun gar nichts mehr mit einem Rechtsstaat oder einer Demokratie am Hut hat, und die auch noch in einen Bürgerkrieg "Türken gegen Rest der Welt" verwickelt ist. Außerdem lassen wir Europäer uns keinerlei Drohungen gefallen, mit der die Türkei Europa ihren Willen aufzwingen möchte. Man sollte der Türkei anbieten, daß für in Europa niedergelassene Türken jederzeit eine Ausreisegenehmigung in die Türkei erteilt werden kann. Wir brauchen keine 5. Kolonnen Ankaras in der EU.

Die EU sollte der türkischen Regierung vor diesem Hintergrund klar machen, daß an eine EU-Vollmitgliedschaft einer Einmann-Einparteienherrschaft ohne Gewaltenteilung niemals zu denken ist. Wenn die Türkei sämtliche bekannten Beitrittsbedingungen nachprüfbar und zuverlässig erfüllt hat, könnte man in Zukunft wieder miteinander über einen Beitritt reden. Jetzt nicht mehr!

Wenn man das schnell ins Werk setzt, dann erspart man Erdogan längeres Nachdenken über den Umgang der Türkei mit der EU. Genug ist genug!



NICHT SO LAUT, SONST HÖRT DAS JEMAND IN DER TÜRKEI.UND DANN KOMMEN DIE FLIEGENDEN TEPPICHE, DIE WERFEN DÖNER BOMBEN!
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Re: Eure Meinung über die Türkei

Beitragvon H2O » Mi 22. Mär 2017, 09:17

Ger9374 hat geschrieben:(22 Mar 2017, 08:59)

NICHT SO LAUT, SONST HÖRT DAS JEMAND IN DER TÜRKEI.UND DANN KOMMEN DIE FLIEGENDEN TEPPICHE, DIE WERFEN DÖNER BOMBEN!


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Re: Eure Meinung über die Türkei

Beitragvon elmore » Mi 22. Mär 2017, 16:31

H2O hat geschrieben:(22 Mar 2017, 08:43)

... Wir brauchen keine 5. Kolonnen Ankaras in der EU.

Die EU sollte der türkischen Regierung vor diesem Hintergrund klar machen, daß an eine EU-Vollmitgliedschaft einer Einmann-Einparteienherrschaft ohne Gewaltenteilung niemals zu denken ist. Wenn die Türkei sämtliche bekannten Beitrittsbedingungen nachprüfbar und zuverlässig erfüllt hat, könnte man in Zukunft wieder miteinander über einen Beitritt reden. Jetzt nicht mehr!

Wenn man das schnell ins Werk setzt, dann erspart man Erdogan längeres Nachdenken über den Umgang der Türkei mit der EU. Genug ist genug!


Ich habe mir Verlaub, ein paar Ihrer Ansichten herausgegriffen, und beginne mit der gefetteten:

http://www.faz.net/aktuell/politik/tuerkei/tuerkischer-praesident-erdogan-europaeer-werden-nicht-mehr-sicher-sein-14937264.html
Zitat aus dem faz-net - Artikel:

Erdogon: Die Europäer werden nicht mehr sicher sein
„Wenn Sie sich weiterhin so verhalten, dann wird morgen weltweit kein Europäer, kein Bürger des Westens in Sicherheit und Frieden die Straßen betreten können",
sagte Erdogan am Mittwoch bei einer Rede in der türkischen Hauptstadt Ankara. Er fügte hinzu: „Wenn sie diesen gefährlichen Weg weitergehen, werden sie großen Schaden erleiden.“

Offen bleibt, wie Erdogans Äußerung konkret zu verstehen ist, ob es sich um eine Warnung oder womöglich um eine Drohung handelt. Vielleicht bezog er sich auf die Behandlung,
die seiner Ansicht nach Muslimen und Türken in Europa zuteil wird. Die Türkei sei kein Land, mit dessen Ehre gespielt werden dürfe, sagte Erdogan.
Die Welt beobachte sehr genau, wie sich Europa verhalte. „Wir als Türkei rufen Europa auf, Demokratie, Menschenrechte und Freiheiten zu respektieren.“


Zitatende

---
Wie unschwer an den jüngsten Äusserungen des Herrn Erdogan zu erkennen ist, liegen sie mit Ihrer Vermutung richtig: Erdogan wolle eine emotionalisierte und auf die Gegensätzlichkeit
Europa vs. nicht-europäische, weil muslimische Türkei hinaus. Und die in Europa lebenden Muslime, vor allem die türkischer Herkunft als eskalierenden Spaltkeil, Friedenszerstörer
und angsterzeugendes Bedrohungswerkzeug in Stellung bringen, eben eine Art 5. Kolonne der Türkei. Damit gibt er natürlich auch klar zu erkennen, dass das aufgeführte
Wahlkampfspektakel mit seinem jede Vernunft, jeden internationalen, diplomatischen Anstand negierendes Verhalten, nicht nur das Ziel hatte, Stimmen für sein Referendum
einzuwerben. Sondern die perfide Strategie dahinter steht, dauerhafte Spaltung und Unfrieden zwischen Mulimen/Türken und den einheimischen Bevölkerungen mitten nach Europa zu tragen.

Es sei denn, man beugt sich seinen politischen Erpressungen und Forderungen. Erdogan bringt in diesen Äusserungen auch klar zum Ausdruck, dass er die Türkei sowieso nicht
als europäisch ansieht und wohl auch nie so sah. Es passt insofern auch zusammen, was er bereits 2008 bei Wahlkampfauftritten in D offen äusserte, indem er die Türken und Türkinnen
hierzulande klar aufforderte, sich einer Integration und Anerkennung in ihren Lebensländern zu widersetzen und auch, die Wertebasis dieser Länder nicht anzuerkennen oder gar sich mit diesen
Werten zu identifizieren.

Offenkundig verfolgt Erdogan keine partnerschaftlichen Ziele mit den Ländern der EU, sondern eine sogenannte Wohlverhaltenssituation, mit der er seine persönlichen machtpolitischen Intressen,
vor allem auch für ihn essentiell wichtige wirtschaftliche Erfolge,
durchdrücken kann. Und im anderen, dem Weigerungsfall seitens der EU, jederzeit mit einem "frozen conflict-Szenario" seine nur ihm treu ergebene Gefolgschaft möglichst vieler und emotional radikalisierter
Türken und -innen aktivieren und als Brandsatz gegen friedliches Zusammenleben einsetzen kann.

Diese kranke, aber leider auch realistisch immer deutlicher werdende Strategie ist natürlich enorm gefährlich, aber aus Sicht Europas gibt es nicht allzu viele Möglichkeiten, diesem nunmehr vollends
am Rad drehenden Despoten und politischen Friedenszerstörer entgegen zu treten. Auch im Sinne all jener Türken und Türkinnen, die über diesen politisch!! völlig aus der Vernunft und Realität ausgetretenen
Brandredner genauso entsetzt sind. Ihn für eine schlichte Heimsuchung gegen Frieden, gegenseitiges Verständnis, Toleranz und demokratische Freiheit sehen. Der offen gegen ein friedliches Zusammenleben auftritt, das kulturelle und regligiöse
Unterschiede nicht als Hindernis, sondern als gleichrangige Basis und Raum wechselwirkender Ergänzung und Inspirationen ansieht. Ohne damit die eigene Identität - durch Verleugnung seiner kulturellen
oder ethischen Wurzeln durch Assimilation - preisgeben zu müssen. Auf beiden Seiten.

Der letzte Satz aus dem verlinkten Artikel, den ich unterstrichen hervorhob, zeigt im übrigen nochmals sehr deutlich, wie verschoben/verrückt und jenseits aller Realität stehend Erdogan die Welt, besonders
die Europäische "sieht" und wie er die Verhältnisse geradezu in einer Art krankhaftem Realitäts- und Wahrnehmungsverlust umkehrt. Er ausgerechnet Europa vorhält aufruft, Demokratie, Menschenrechte und Freiheiten zu respektieren…
während er all diese Forderungen und Selbstverständlichkeiten in seinem Land geradezu dampfwalzenartik und zynisch in den Staub tritt. Jedermann geradezu manisch und gewalttätig verfolgen lässt, der genau die Einhaltung
und Gewährleistung dieser selbstverständlichen Grund- und Freiheitsrechte fordert und verlangt.

Die Frage stellt sich ernsthaft, inwieweit mit diesem ernstlich politisch erkrankten Despoten noch vernunftbasierte politische Vereinbarungen möglich sind. Auf einer halbwegs vertrauensbasierten Grundlage.

Die Frage von Beitrittsverhandlungen stellt sich nicht mehr. Das ist definitiv. Man kann das Ganze einfach auf Eis legen und nach dem Prinzip Hoffung eine innere Reformierung der Türkei abwarten.
Das halte ich auch für sehr wichtig. Es geht dabei nicht darum, Erdogan den "Stiefel" zu lecken, indem man die Beitrittsverhandlungen vollkommen abbricht und beendet. Sondern der ANDEREN Türkei, die es auch gibt, klar zu sagen,
das man sie nicht als EU-Partner und Teil Europas ablehnt, sondern nur den aktuelleln Freieheits- Menschenrechts - und Demokratiefeind Erdogan und dessen friedens- und partnerschaftszerstörende Despotenpolitik.

Ich glaube im übrigen, dass es in der EU, der EU-Kommission und ihren Regierungen derzeit niemanden gibt, der Erdogan noch als politischen Partner für EU-Verhandlungen ernst nehmen kann.
Erdogan hat das Vertrauen definitiv vollends aufgebraucht und man kann diesem Mann innerhalb politisch vernünftiger Handlungsweise nur mit äusserster Vorsicht und sehr angebrachter Skepsis
gegenüber treten.

Die Entscheidung im übrigen, für Erdogan, wie er künftig mit der EU umgehen wolle, ist längst gefallen. Sie liegt bereits klar auf dem Tisch. Insofern glaube ich auch nicht, dass es noch eine große
oder vorrangige Frage für die EU ist, wie man mit ihm und seiner aktuellen Politik umzugehen hat. Entscheidender ist die Frage, wie man verhindern kann, dass er hierzulande oder die in der EU
lebenden Türkinnen und Türken weiter aufhetzt und zu seiner Konflikt und Unfrieden stiftenden "heimlichen" Armee machen kann. Hier muss es deutliche Zeichen der Solidarität, des Schutzes
und der Abgrenzung geben, die diese bei uns lebenden Menschen mit türkischen Wurzeln NICHT in einem Topf mit diesem despotischen Scharfmacher, Friedens- und Demokratiezerstörer wirft.
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Re: Eure Meinung über die Türkei

Beitragvon Ammianus » Mi 22. Mär 2017, 16:50

H2O hat geschrieben:(22 Mar 2017, 09:17)

Bin bereit, die weltweite Vermarktung der Döner zu übernehmen, habe aber Qualitätsansprüche! Im Krieg immer das beste für den Feind!!


Sah ich vor kurzem im Fernsehen: Döner ist auch in Polen beliebt. Den machen die Polen und einige Zuwanderer dort selber. Und es gibt ihn auch mit Schwein!
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Re: Eure Meinung über die Türkei

Beitragvon H2O » Mi 22. Mär 2017, 17:19

Ammianus hat geschrieben:(22 Mar 2017, 16:50)

Sah ich vor kurzem im Fernsehen: Döner ist auch in Polen beliebt. Den machen die Polen und einige Zuwanderer dort selber. Und es gibt ihn auch mit Schwein!


...und das garantiert Halal! Fragen Sie dazu meine pommerschen Kumpels! ;)
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Re: Eure Meinung über die Türkei

Beitragvon Wasteland » Mi 22. Mär 2017, 17:32

Ammianus hat geschrieben:(22 Mar 2017, 16:50)

Sah ich vor kurzem im Fernsehen: Döner ist auch in Polen beliebt. Den machen die Polen und einige Zuwanderer dort selber. Und es gibt ihn auch mit Schwein!


Nennt man Döner aus Schwein nicht Gyros? :p
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Re: Eure Meinung über die Türkei

Beitragvon H2O » Mi 22. Mär 2017, 17:41

elmore hat geschrieben:(22 Mar 2017, 16:31)
...

„Wenn Sie sich weiterhin so verhalten, dann wird morgen weltweit kein Europäer, kein Bürger des Westens in Sicherheit und Frieden die Straßen betreten können",
sagte Erdogan am Mittwoch bei einer Rede in der türkischen Hauptstadt Ankara. Er fügte hinzu: „Wenn sie diesen gefährlichen Weg weitergehen, werden sie großen Schaden erleiden.“

...


Ja, aus solchen Äußerungen ist fortgeschrittener Wahnsinn ab zu leiten... mehr eigentlich nicht.

Da man aber nie wissen kann, wie weit dieser Wahnsinn auf die mitgerissenen Menschen über greift, sind ab sofort verstärkte Sicherheitsmaßnahmen zu planen und ins Werk zu setzen. Das läßt sich ohne öffentliches Gedröhne umsetzen.

Ich weise schlicht auf eine Meldung in den heutigen t-online-Nachrichten hin:

Erkannte islamistische Gefährder können ab sofort abgeschoben werden; da spielt es keine Rolle, ob sie in Deutschland geboren sind oder in anderen Ländern. Ich muß diesen Gedanken doch nicht inhaltlich vertiefen. Der Zusammenhang mit auffälligen Mitgliedern der 5. Kolonne liegt auf der Hand.

Unser Bundespräsident Steinmeier hat es noch milde mahnend versucht: "Herr Präsident Erdogan, vernichten Sie nicht in wenigen Augenblicken all' das, was Sie und ihre Landsleute unter so vielen Mühen aufgebaut haben!"

Zu dem Zeitpunkt waren die Drohungen gegen Leib und Leben der Europäer noch nicht im Umlauf. Im Gegenteil sprach man von Zeichen des Einlenkens. Das war wohl eine Fehleinschätzung. Nun sind Sicherheitsmaßnahmen nicht zu vermeiden... man kann die Sache auch so lange aussitzen, bis die ersten Opfer zu beklagen sind... siehe Berliner Terroranschlag.

Ich betrachte diese Sicherheitsmaßnahmen als Teil eines Plans, der nach dem Auftreten Putins, Trumps, Erdogans und anschwellender illegaler Zuwanderung aus NAhost und Afrika sehr dringend erarbeitet und umgesetzt werden muß. Am besten mit unseren Partnern in der EU gemeinsam.
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Re: Eure Meinung über die Türkei

Beitragvon H2O » Mi 22. Mär 2017, 17:43

Wasteland hat geschrieben:(22 Mar 2017, 17:32)

Nennt man Döner aus Schwein nicht Gyros? :p


Zumindest die Silbe "ros" legt andere Fleischlieferanten nahe.
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Re: Eure Meinung über die Türkei

Beitragvon Ammianus » Mi 22. Mär 2017, 19:47

Wasteland hat geschrieben:(22 Mar 2017, 17:32)

Nennt man Döner aus Schwein nicht Gyros? :p


Da fehlt mir jetzt die Vergleichsmöglichkeit. Gyros in Athen hat mir nicht so gut geschmeckt wie Döner in Berlin, jedenfalls der leckere. Es gibt in der Hauptstadt auch Döner zum weglaufen.
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Re: Eure Meinung über die Türkei

Beitragvon Wasteland » Mi 22. Mär 2017, 20:04

Ammianus hat geschrieben:(22 Mar 2017, 19:47)

Da fehlt mir jetzt die Vergleichsmöglichkeit. Gyros in Athen hat mir nicht so gut geschmeckt wie Döner in Berlin, jedenfalls der leckere. Es gibt in der Hauptstadt auch Döner zum weglaufen.


Gyros habe ich bei meinem Freund in Saloniki probiert, der war sehr lecker...Aber ja, es gibt auch Gyros der wie Brikett schmeckt, Wischmeyer hat das gut auf den Punkt gebracht:


:D
Ich hatte neulich so einen Döner in Berlin, da kam mir fast das kotzen. Und das obwohl ich Berliner Döner-Patriot bin und meiner Frau beweisen wollte das es in Berlin die besten der Welt gibt.
War so ein zwielichtiger PKK-Kurden-Laden, vermutlich haben wir versehentlich die nächste Kalaschnikow für Rojava angezahlt.
Aber um nicht ganz themenfremd zu werden, ich finde die türkische Küche ansonsten vorzüglich, besonders die Suppen. Ich war nie ein großer Suppen-Fan, bis ich türkische Suppen kennengelernt habe.
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Re: Eure Meinung über die Türkei

Beitragvon Ammianus » Mi 22. Mär 2017, 20:21

Wasteland hat geschrieben:(22 Mar 2017, 20:04)

Gyros habe ich bei meinem Freund in Saloniki probiert, der war sehr lecker...Aber ja, es gibt auch Gyros der wie Brikett schmeckt, Wischmeyer hat das gut auf den Punkt gebracht:


:D
Ich hatte neulich so einen Döner in Berlin, da kam mir fast das kotzen. Und das obwohl ich Berliner Döner-Patriot bin und meiner Frau beweisen wollte das es in Berlin die besten der Welt gibt.
War so ein zwielichtiger PKK-Kurden-Laden, vermutlich haben wir versehentlich die nächste Kalaschnikow für Rojava angezahlt.
Aber um nicht ganz themenfremd zu werden, ich finde die türkische Küche ansonsten vorzüglich, besonders die Suppen. Ich war nie ein großer Suppen-Fan, bis ich türkische Suppen kennengelernt habe.


Na ja, geht um Meinung über die Türkei, kann nicht ganz OT sein. Vor vielen Jahren war ich 4 Wochen mit einer Freundin in der Türkei, kleine Rundreise. Beide um die 2 Kilo zugelegt, das sagt einiges.
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Re: Eure Meinung über die Türkei

Beitragvon Kardux » Mi 22. Mär 2017, 22:06

Wasteland hat geschrieben:Ich hatte neulich so einen Döner in Berlin, da kam mir fast das kotzen. Und das obwohl ich Berliner Döner-Patriot bin und meiner Frau beweisen wollte das es in Berlin die besten der Welt gibt.
War so ein zwielichtiger PKK-Kurden-Laden, vermutlich haben wir versehentlich die nächste Kalaschnikow für Rojava angezahlt.


Und damit hätten Sie wohl einen guten Beitrag zur Bekämpfung des IS und anderer zwielichtiger Halsabschneidervereine gesorgt. Da sollte der Döner doch doppelt so gut schmecken.

Zur Dönerdiskussion: Ich kann Döner/Gyros auf Zypern (im griechischen Teil) nur empfehlen - egal ob Schwein oder Lamm - der schmeckt einfach frischer und besser als in Deutschland (speziell das Brot ist hervorzuheben).

Wasteland hat geschrieben:Aber um nicht ganz themenfremd zu werden, ich finde die türkische Küche ansonsten vorzüglich, besonders die Suppen. Ich war nie ein großer Suppen-Fan, bis ich türkische Suppen kennengelernt habe.


Da stimme ich Ihnen zu. Wer einen kulinarischen Urlaub plant sollte auf jedenfall Adana in Erwägung ziehen. Aus meiner Sicht findet man dort die beste Küche (sowohl sauber als auch lecker) im Nahen Osten.
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Re: Eure Meinung über die Türkei

Beitragvon Wasteland » Mi 22. Mär 2017, 22:15

Kardux hat geschrieben:(22 Mar 2017, 22:06)

Und damit hätten Sie wohl einen guten Beitrag zur Bekämpfung des IS und anderer zwielichtiger Halsabschneidervereine gesorgt. Da sollte der Döner doch doppelt so gut schmecken.

Zur Dönerdiskussion: Ich kann Döner/Gyros auf Zypern (im griechischen Teil) nur empfehlen - egal ob Schwein oder Lamm - der schmeckt einfach frischer und besser als in Deutschland (speziell das Brot ist hervorzuheben).
Da stimme ich Ihnen zu. Wer einen kulinarischen Urlaub plant sollte auf jedenfall Adana in Erwägung ziehen. Aus meiner Sicht findet man dort die beste Küche (sowohl sauber als auch lecker) im Nahen Osten.


Die PKK kann ich nicht leiden, egal wie man es dreht. Die haben schlimme Verbrechen begangen und einige von denen sind geistig genauso im Mittelalter wie der IS. Es ist schwer keine Sympathien für die Kurden zu haben, nach allem was denen angetan wurde von Saddam Hussein (Halabja), dem IS oder auch der Türkei.
Aber die PKK hat ziemlich feige Anschläge begangen, Zivilisten ermordet und ich habe PKK-Aktivisten (durch Zufall, bei einem Kulturfestival in Berlin) getroffen die extrem rassistisch waren und mir wie kurdische Nazis vorkamen. Nö, mag ich nicht.
Ich weiss, Rojava war der falsche Bezug, weil da die YPG aktiv ist, trotzdem. Ich will damit nichts zu tun haben und das auch nicht unterstützen.

Und zum Essen: Beyti Kebab ist meine offizielle türkische Lieblingsspeise, aber Adana-Kebab ist auch nicht zu verachten.
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Re: Eure Meinung über die Türkei

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 22. Mär 2017, 23:32

allmählich entwickelt die türkei sich zu eine faschistische staat. und ausgerechnet erdogan hat die chuzpe andere menschen und länder davon zu beschuldigen. :rolleyes: :mad2:
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
Wasteland
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Re: Eure Meinung über die Türkei

Beitragvon Wasteland » Mi 22. Mär 2017, 23:38

Nomen Nescio hat geschrieben:(22 Mar 2017, 23:32)

allmählich entwickelt die türkei sich zu eine faschistische staat. und ausgerechnet erdogan hat die chuzpe andere menschen und länder davon zu beschuldigen. :rolleyes: :mad2:


Das meint er nicht ernst. Er wollte nur eine Reaktion aus Europa provozieren, die man als türkenfeindlich auslegen könnte, damit die Wagenburgstimmung seiner Anhänger verstärkt wird und unentschlossene türkische Wähler für ihn stimmen. Nicht wirklich zu reagieren war der richtige Weg.

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