Erdogan macht sich bei seinem Volk extrem unbeliebt

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Kardux
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Re: Erdogan macht sich bei seinem Volk extrem unbeliebt

Beitragvon Kardux » Mo 24. Nov 2014, 09:17

Subutai » Sa 17. Mai 2014, 14:59 hat geschrieben:Die deustsche Presse ist nicht frei, sie ist erbärmlich, ein Massenverdummungsorgan.


Was genau ist dann die tuerkische Presse ??

Meine Frage ist zwar persoenlich und geht mich eigentlich nichts an, aber was genau bezwecken Sie mit Ihrer Diskreditierung ? Solche undankbaren Wirtschaftsfluechtlinge wie Sie sollten sich doch erst mal die Frage stellen was sie noch in Deutschland haelt. Wenn die Tuerkei denn so gut ist, weshalb kehren Sie dann nicht zurueck ? Und genau hier faengt es an. Die Tatsache das Sie in Deutschland leben bedeutet, das Sie keinen Einschnitt in Ihrem Leben haben moechten. Die deutsche Gesellschaft ist der tuerkischen, kurdischen, arabischen, etc. in jeder Hinsicht ueberlegen, angefuehrt bei der Pressefreiheit. Ich wuerde in Mitteleuropa nur den "way of life" kritisieren. Die Sozialisierung innerhalb der Familie und Umgebung ist mMn gering. Kritik sollte eigentlich immer erlaubt sein und ist es auch in Deutschland, aber wenn ein tuerkischer Wirtschaftsfluechtling der dem deutschen Staat seine Ausbildung zu verdanken hat und ein ruhiges Leben dann schreibt, das die deutsche Presse ein Massenverdummungsorgan waere, dann krieg ich so einen Hals...Vor nicht all zu langer Zeit wurden Journalisten in der Tuerkei auf offener Strasse ermordet oder durch tuerkische Gummiparagraphen angeklagt bzw. mundtot gemacht. Die vielen getoeteten Journalisten von Oezguer Guendem, der auf offener Strasse getoetete Armenier Hrant Dink, oder der angeklagte Orhan Pamuk sind da nur einige Beispiele.

Und Sie besitzen hier die Chuzpe und tadeln die deutsche Presse ??
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Re: Erdogan macht sich bei seinem Volk extrem unbeliebt

Beitragvon Wasteland » Mo 24. Nov 2014, 15:45

Kardux » Mo 24. Nov 2014, 10:17 hat geschrieben:
Was genau ist dann die tuerkische Presse ??



Ja, das ist schon eine spannende Frage. Ich meine, die deutsche Presse hat schon ihre Abgründe. Den Spiegel rühre ich seit Jahren nichtmehr an, da der sehr viel Mist schreibt.
Axel-Springer kann man zum Grossteil auch nicht ernst nehmen und es gibt noch viele weitere Kritikpunkte.
Aber die türkische Presse ist sicherlich keine Referenz, mit ihrer Hofberichterstattung für Erdogan, den Zinslobbys die überall lauern, so wie die ausländischen Verschwörungen, die an so ziemlich allem Schuld sind.
Und wenn mal einer aus der Reihe tanzt, dann ist das ja schon länger Tradition (nicht erst seit Erdogan), das der schonmal mundtot gemacht wird.
Das ist also sogar im Verhältnis zur deutschen Presse (die auch Propaganda betreibt, allerdings subtiler) noch ein deutliches Downgrade.
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Re: Erdogan macht sich bei seinem Volk extrem unbeliebt

Beitragvon Kardux » Mo 24. Nov 2014, 16:25

Wasteland » Mo 24. Nov 2014, 17:45 hat geschrieben:
Ja, das ist schon eine spannende Frage. Ich meine, die deutsche Presse hat schon ihre Abgründe. Den Spiegel rühre ich seit Jahren nichtmehr an, da der sehr viel Mist schreibt.
Axel-Springer kann man zum Grossteil auch nicht ernst nehmen und es gibt noch viele weitere Kritikpunkte.
Aber die türkische Presse ist sicherlich keine Referenz, mit ihrer Hofberichterstattung für Erdogan, den Zinslobbys die überall lauern, so wie die ausländischen Verschwörungen, die an so ziemlich allem Schuld sind.
Und wenn mal einer aus der Reihe tanzt, dann ist das ja schon länger Tradition (nicht erst seit Erdogan), das der schonmal mundtot gemacht wird.
Das ist also sogar im Verhältnis zur deutschen Presse (die auch Propaganda betreibt, allerdings subtiler) noch ein deutliches Downgrade.


Ich stimme Ihnen zu das auch die deutsche Presse seine Abgründe hat, speziell die auflagenstarken Zeitungen. Ich würde aber niemals so weit gehen und sie pauschal als Massenverdummungsorgane bezeichnen. Fakt ist nunmal das man in Deutschland fast alles schreiben darf. Es gibt so viele verschiedene Zeitungen in Deutschland - ja betrachten wir doch nur die weitreichende Satire in Deutschland die sich gegen alle politischen Parteien richtet - das nennt man eine gesunde Streitkultur. Also es wäre naiv zu behaupten das die deutschen Medien keine Vorschriften von "Oben" bekämen, aber wenn man Deutschland und Mitteleuropa mit dem Rest der Welt vergleicht ist das schon eine ganz andere "Liga". Genauso blödsinnig wäre es wenn wir eine Grundsatzdebatte über die deutsche Demokratie führen würden. Aber es ist frech wenn ich als Kurde, Türke, Araber, etc. die Pressefreiheit in Deutschland in Frage stelle...
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Re: Erdogan macht sich bei seinem Volk extrem unbeliebt

Beitragvon Demolit » Mo 24. Nov 2014, 16:36

Na , der Schnaäuzer aus Ankara legt noch einen drauf:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/e ... 04690.html

die Türkentümler hier können dem doch mal so als Blaupause das schicken:

http://de.wikipedia.org/wiki/Mutterkreuz

Hat eine autoritäre, völkische und Führer bezogene Gesellschaft als Beiwerk innerhalb ihres ideologischen Gerüstes dabei....

alternativ, sollte er mal sich das übersetzen lassen:

viewtopic.php?f=22&t=1371
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Re: Erdogan macht sich bei seinem Volk extrem unbeliebt

Beitragvon Diskutator » Di 25. Nov 2014, 14:37

Hoffentlich macht sich YipYip so unbeliebt dass sie ihn mitsamt Stuhl aus dem obersten Fenster seine Protz-Palastes schmeißen.
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Re: Erdogan macht sich bei seinem Volk extrem unbeliebt

Beitragvon BattalGazi » Mi 26. Nov 2014, 07:37

Kardux » Mo 24. Nov 2014, 09:17 hat geschrieben:
Was genau ist dann die tuerkische Presse ??

Meine Frage ist zwar persoenlich und geht mich eigentlich nichts an, aber was genau bezwecken Sie mit Ihrer Diskreditierung ? Solche undankbaren Wirtschaftsfluechtlinge wie Sie sollten sich doch erst mal die Frage stellen was sie noch in Deutschland haelt. Wenn die Tuerkei denn so gut ist, weshalb kehren Sie dann nicht zurueck ? Und genau hier faengt es an. Die Tatsache das Sie in Deutschland leben bedeutet, das Sie keinen Einschnitt in Ihrem Leben haben moechten. Die deutsche Gesellschaft ist der tuerkischen, kurdischen, arabischen, etc. in jeder Hinsicht ueberlegen, angefuehrt bei der Pressefreiheit. Ich wuerde in Mitteleuropa nur den "way of life" kritisieren. Die Sozialisierung innerhalb der Familie und Umgebung ist mMn gering. Kritik sollte eigentlich immer erlaubt sein und ist es auch in Deutschland, aber wenn ein tuerkischer Wirtschaftsfluechtling der dem deutschen Staat seine Ausbildung zu verdanken hat und ein ruhiges Leben dann schreibt, das die deutsche Presse ein Massenverdummungsorgan waere, dann krieg ich so einen Hals...Vor nicht all zu langer Zeit wurden Journalisten in der Tuerkei auf offener Strasse ermordet oder durch tuerkische Gummiparagraphen angeklagt bzw. mundtot gemacht. Die vielen getoeteten Journalisten von Oezguer Guendem, der auf offener Strasse getoetete Armenier Hrant Dink, oder der angeklagte Orhan Pamuk sind da nur einige Beispiele.

Und Sie besitzen hier die Chuzpe und tadeln die deutsche Presse ??


Ein in Deutschland gebürtiger Türke ist kein Wirtschaftsflüchtling, und Aussagen wie "die deutsche Gesellschaft ist diesen oder jenen Gesellschaften in jeder Hinsicht überlegen" sind hohen Maße nationalistisch sogar fast rassistisch.

Als Mensch, der hier in diesem Land seine Steuern zahlt, sollte es mein Recht sein, Politik und Medien zu kritisieren, ohne eine plumpe und im gleichen Maße dumme Antwort zu bekommen die mir nahe legt, dass ich das Land ja verlassen könne wenn es mir nicht gefällt.

Tatsächlich gibt es genügend Beispiele warum man die deutsche Presse tadeln und kritisieren darf. Allein wenn man die einseitige Berichterstattung betrachtet und das gewisse Themen anscheinend noch nicht einmal von einem Journalisten recherchiert und verfasst werden, sondern fast eins zu eins (Wort für Wort, Abschnitt für Abschnitt) nur noch kopiert werden, bekommt man fast den Eindruck von gleichgeschalteten Medien.
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Re: Erdogan macht sich bei seinem Volk extrem unbeliebt

Beitragvon Kardux » Mi 26. Nov 2014, 08:27

BattalGazi » Mi 26. Nov 2014, 09:37 hat geschrieben:
Ein in Deutschland gebürtiger Türke ist kein Wirtschaftsflüchtling, und Aussagen wie "die deutsche Gesellschaft ist diesen oder jenen Gesellschaften in jeder Hinsicht überlegen" sind hohen Maße nationalistisch sogar fast rassistisch.

Als Mensch, der hier in diesem Land seine Steuern zahlt, sollte es mein Recht sein, Politik und Medien zu kritisieren, ohne eine plumpe und im gleichen Maße dumme Antwort zu bekommen die mir nahe legt, dass ich das Land ja verlassen könne wenn es mir nicht gefällt.

Tatsächlich gibt es genügend Beispiele warum man die deutsche Presse tadeln und kritisieren darf. Allein wenn man die einseitige Berichterstattung betrachtet und das gewisse Themen anscheinend noch nicht einmal von einem Journalisten recherchiert und verfasst werden, sondern fast eins zu eins (Wort für Wort, Abschnitt für Abschnitt) nur noch kopiert werden, bekommt man fast den Eindruck von gleichgeschalteten Medien.


Man kann und darf alles kritisieren in Deutschland - genau aus diesem Grund wollen auch Tuerken ihres Schlages in Deutschland leben und Steuern zahlen. Das ist eine Erfolgsgeschichte. Wenn die Staaten im Nahen Osten (die Tuerkei miteingeschlossen) annaehernd so erfolgreich waeren, dann wuerden Menschen aus Afrika und Asien nicht alle nach Europa schielen...

Ich finde es aber dreist wenn man sich hinstellt und die deutsche Presse als Ganzes diskreditiert. Und wenn das ein in Deutschland gebuertiger Tuerke tut ist das doppelt dreist. In Deutschland geboren aber sich nur als Tuerke fuehlen. In Deutschland geboren, in Deutschland eine Ausbildung geniessen, sich in Deutschland kultivieren, aber sich als nur als Tuerke fuehlen...

Das ist ein Verrat ! Ein Verrat an sich selber...
Es ist nur legitim wenn ich sage, wenn Ihr eure Heimat so lobt und so schaetzt und diese Heimat als so viel besser betrachtet als Deutschland, was haelt euch dann in Deutschland ? Das ist keine dumme Antwort, sondern mehr als nur legitim. Wenn Sie den ganzen Tag Ihr Elternhaus diskreditieren werden Sie auch irgendwann von Ihren Eltern hoeren, das Sie auch ausziehen koennen falls es Ihnen nicht passt.

Was mich hier so stoert ist, wie gerade Tuerken von der deutschen Presse reden. Haben Sie Hrant Dink schon vergessen ? Ich zumindest nicht ! Ich finde es auch immer frech wie Tuerken immer und immer wieder auf die deutsche Geschichte waehrend des dritten Reiches hinweisen. Im gleichen Atemzug preisen diese Menschen dann die tuerkische Geschichte. Koennen oder wollen Sie nicht verstehen das man nicht mit Steinen werfen darf wenn man im Glashaus sitzt ? Von Pressefreiheit, Demokratie, Voelkermorden brauchen Tuerken Ihres Schlages erst gar nicht anfangen zu palabern - sowas nennt man Doppelmoral. Nehmen Sie und Ihresgleichen sich ein Beispiel am Erfolg der Deutschen. Seien Sie Deutschland dankbar und fangen endlich an sich zu integrieren als DEUTSCHER. Wenn Sie fuer immer Tuerkisch bleiben wollen, wieso dann nicht nach Tuerkiye ?

Ach ich vergas, so toll ist es dort dann doch nicht. Den einen Monat im Jahr lebt es sich dort zwar gut, aber staendig ? Nein, dann lieber in Deutschland leben, und alle Vorzuege dort haben, aber schoen die deutsche Demokratie kritisieren wenn gleichzeitig in Istanbul Hrant Dink auf offener Strasse erschossen wird...
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Re: Erdogan macht sich bei seinem Volk extrem unbeliebt

Beitragvon Demolit » Mi 26. Nov 2014, 10:01

Was mich hier so stoert ist, wie gerade Tuerken von der deutschen Presse reden. Haben Sie Hrant Dink schon vergessen ? Ich zumindest nicht ! Ich finde es auch immer frech wie Tuerken immer und immer wieder auf die deutsche Geschichte waehrend des dritten Reiches hinweisen. Im gleichen Atemzug preisen diese Menschen dann die tuerkische Geschichte. Koennen oder wollen Sie nicht verstehen das man nicht mit Steinen werfen darf wenn man im Glashaus sitzt ? Von Pressefreiheit, Demokratie, Voelkermorden brauchen Tuerken Ihres Schlages erst gar nicht anfangen zu palabern - sowas nennt man Doppelmoral. Nehmen Sie und Ihresgleichen sich ein Beispiel am Erfolg der Deutschen. Seien Sie Deutschland dankbar und fangen endlich an sich zu integrieren als DEUTSCHER. Wenn Sie fuer immer Tuerkisch bleiben wollen, wieso dann nicht nach Tuerkiye ?


Das stört mehr als 2/3 aller Deutschen.......Das Türkentum in ausländischen Gefilden in der dritten Generation ist die Lachnummer schlechthin...aber, was will man machen. Komplexe brauchen ihren Ankerplatz.

echt ;)
Marie-Luise

Re: Erdogan macht sich bei seinem Volk extrem unbeliebt

Beitragvon Marie-Luise » Mi 26. Nov 2014, 12:35

Kardux » Mi 26. Nov 2014, 08:27

Man kann und darf alles kritisieren in Deutschland - genau aus diesem Grund wollen auch Tuerken ihres Schlages in Deutschland leben und Steuern zahlen. Das ist eine Erfolgsgeschichte. Wenn die Staaten im Nahen Osten (die Tuerkei miteingeschlossen) annaehernd so erfolgreich waeren, dann wuerden Menschen aus Afrika und Asien nicht alle nach Europa schielen...

Ich finde es aber dreist wenn man sich hinstellt und die deutsche Presse als Ganzes diskreditiert. Und wenn das ein in Deutschland gebuertiger Tuerke tut ist das doppelt dreist. In Deutschland geboren aber sich nur als Tuerke fuehlen. In Deutschland geboren, in Deutschland eine Ausbildung geniessen, sich in Deutschland kultivieren, aber sich als nur als Tuerke fuehlen...

Das ist ein Verrat ! Ein Verrat an sich selber...
Es ist nur legitim wenn ich sage, wenn Ihr eure Heimat so lobt und so schaetzt und diese Heimat als so viel besser betrachtet als Deutschland, was haelt euch dann in Deutschland ? Das ist keine dumme Antwort, sondern mehr als nur legitim. Wenn Sie den ganzen Tag Ihr Elternhaus diskreditieren werden Sie auch irgendwann von Ihren Eltern hoeren, das Sie auch ausziehen koennen falls es Ihnen nicht passt.

Was mich hier so stoert ist, wie gerade Tuerken von der deutschen Presse reden. Haben Sie Hrant Dink schon vergessen ? Ich zumindest nicht ! Ich finde es auch immer frech wie Tuerken immer und immer wieder auf die deutsche Geschichte waehrend des dritten Reiches hinweisen. Im gleichen Atemzug preisen diese Menschen dann die tuerkische Geschichte. Koennen oder wollen Sie nicht verstehen das man nicht mit Steinen werfen darf wenn man im Glashaus sitzt ? Von Pressefreiheit, Demokratie, Voelkermorden brauchen Tuerken Ihres Schlages erst gar nicht anfangen zu palabern - sowas nennt man Doppelmoral. Nehmen Sie und Ihresgleichen sich ein Beispiel am Erfolg der Deutschen. Seien Sie Deutschland dankbar und fangen endlich an sich zu integrieren als DEUTSCHER. Wenn Sie fuer immer Tuerkisch bleiben wollen, wieso dann nicht nach Tuerkiye ?

Ach ich vergas, so toll ist es dort dann doch nicht. Den einen Monat im Jahr lebt es sich dort zwar gut, aber staendig ? Nein, dann lieber in Deutschland leben, und alle Vorzuege dort haben, aber schoen die deutsche Demokratie kritisieren wenn gleichzeitig in Istanbul Hrant Dink auf offener Strasse erschossen wird...


Welch ein zutreffender Beitrag wieder von Dir, Kadux!

:thumbup: Danke.

Übrigens sollte man sich hin und wieder "Migazin" zu Gemüte führen, wenn man so richtig üble Laune bekommen will. Über den Titel "Fachmagazin" kann ich nur müde lächeln.
Zuletzt geändert von Marie-Luise am Mi 26. Nov 2014, 12:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erdogan macht sich bei seinem Volk extrem unbeliebt

Beitragvon Diskutator » Mi 26. Nov 2014, 15:29

Dazu hätte ich nur eines beizutragen...


https://www.youtube.com/watch?v=5t71H4FE0eM

Viel Spaß :)
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Re: Erdogan macht sich bei seinem Volk extrem unbeliebt

Beitragvon keysersoze » Mi 26. Nov 2014, 18:19

Ich hab keine Ahnung wie man den Beitrag von BattalGazi nochmal so kommentieren kann.
Jetzt ist Erdogan anscheinend auch noch für die Ermordung von Hirant Dink verantwortlich. Wenn Erdogan erst einmal weg ist dann erledigt sich alles wie von selbst.
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Re: Erdogan macht sich bei seinem Volk extrem unbeliebt

Beitragvon BattalGazi » Mi 26. Nov 2014, 18:35

Man kann und darf alles kritisieren in Deutschland - genau aus diesem Grund wollen auch Tuerken ihres Schlages in Deutschland leben und Steuern zahlen. Das ist eine Erfolgsgeschichte. Wenn die Staaten im Nahen Osten (die Tuerkei miteingeschlossen) annaehernd so erfolgreich waeren, dann wuerden Menschen aus Afrika und Asien nicht alle nach Europa schielen...


Sie werfen hier völlig unterschiedliche Themen durcheinander. Hier in Deutschland zu leben und Steuern zu zahlen hat nichts mit "wollen" zu tun, sondern mit der Tatsache hier geboren worden und aufgewachsen zu sein. Ich betrachte Deutschland wie auch die Türkei als meine Heimat. Aber auch diese Tatsache hat mit einer Erfolgsstorry nichts zu tun, sondern viel mehr mit meiner Einstellung.

Die Menschen aus dem nahen Osten und Afrika wollen nicht auf Grund von Meinungsfreiheit nach Europa, sondern aus wirtschaftlichen Gründen. Die Wirtschaftspolitik Europas in diesen Ländern führt leider Gottes dazu, dass die Menschen sich gezwungen sehen dem Geldfluss aus Ihren Ländern zu folgen.

Ich finde es aber dreist wenn man sich hinstellt und die deutsche Presse als Ganzes diskreditiert. Und wenn das ein in Deutschland gebuertiger Tuerke tut ist das doppelt dreist. In Deutschland geboren aber sich nur als Tuerke fuehlen. In Deutschland geboren, in Deutschland eine Ausbildung geniessen, sich in Deutschland kultivieren, aber sich als nur als Tuerke fuehlen...


In Deutschland geboren zu sein, die Ausbildung zu genießen, (sich in Deutschland kultivieren (?)) aber sich nur als Türke fühlen ist nicht dreist. Alle Menschen definieren sich durch ihr Zugehörigkeitsgefühl. Ich fühle mich beiden Kulturen zugehörig. Wenn ein Türkischstämmiger eher als Türke fühlt, muss man das genau so akzeptieren, wie einer der sich eher als Deutscher oder als beides fühlt. Dreist empfinde ich es eher jemandem vorschreiben zu wollen als was er sich fühlen sollte, ganz gleich aus welchen Gründen!!

Das ist ein Verrat ! Ein Verrat an sich selber...


Ein Verrat an sich selber ist es eher, wenn man entgegen seinen Überzeugungen und seinem Zugehörigkeitsgefühl handelt.

Es ist nur legitim wenn ich sage, wenn Ihr eure Heimat so lobt und so schaetzt und diese Heimat als so viel besser betrachtet als Deutschland, was haelt euch dann in Deutschland ?


Auch wenn ich ich sowohl die Türkei, als auch Deutschland als meine Heimat betrachte, wäre Ihre Frage nach meinem Verbleiben in Deutschland nicht legitim, wenn ich nur die Türkei als meine Heimat betrachten würde. Mir scheint, dass Ihnen eher die Argumente fehlen oder Sie sich gestört fühlen, dass ein in Deutschland lebender Türke Kritik an der Berichterstattung über die Türkei übt. Stellen Sie sich mal vor, dass jemand Ihrer Kritik mit der Frage begegnen würde, warum Sie so viel über die Türkei diskutieren, wenn es doch in Deutschland so toll ist. Sachliche Kritik und eben so sachlich geführte Diskussionen bedienen sich nicht plumper Stammtischparolen.

Das ist keine dumme Antwort, sondern mehr als nur legitim. Wenn Sie den ganzen Tag Ihr Elternhaus diskreditieren werden Sie auch irgendwann von Ihren Eltern hoeren, das Sie auch ausziehen koennen falls es Ihnen nicht passt.


Elternhäuser sind autokratisch geführte Lebensgemeinschaften. Sie eigenen sich nicht als Element um sie in Relation zum Staat zu setzten.

Was mich hier so stoert ist, wie gerade Tuerken von der deutschen Presse reden. Haben Sie Hrant Dink schon vergessen ? Ich zumindest nicht !


Hrant Dink wurde von einem nationalistischem Türken ermordet, und das hat jetzt genau was mit der Kritik von Türken an der deutschen Presse zu tun?

Ich finde es auch immer frech wie Tuerken immer und immer wieder auf die deutsche Geschichte waehrend des dritten Reiches hinweisen.


Die deutsche Geschichte während des dritten Reiches ist in Deutschland allgegenwärtig. Sie ist nicht zu ignorieren und hat nach wie vor viele Anhänger. Die NSU ist der Beweis dafür.

Im gleichen Atemzug preisen diese Menschen dann die tuerkische Geschichte. Koennen oder wollen Sie nicht verstehen das man nicht mit Steinen werfen darf wenn man im Glashaus sitzt ?


Ich setze mich gerne mit der türkischen Geschichte auseinander, viel differenzierter als Sie es jemals könnten. Auf Glashäuser sollte man generell keine Steine werfen.

Von Pressefreiheit, Demokratie, Voelkermorden brauchen Tuerken Ihres Schlages erst gar nicht anfangen zu palabern - sowas nennt man Doppelmoral.


Hmm, wenn ich als Türke also nicht Ihre Meinung bzw von Menschen Ihres Schlages vertrete darf ich nicht meine Meinung sagen? Über Doppelmoral müssen Sie anscheinend noch sehr viel lernen...

Nehmen Sie und Ihresgleichen sich ein Beispiel am Erfolg der Deutschen. Seien Sie Deutschland dankbar und fangen endlich an sich zu integrieren als DEUTSCHER. Wenn Sie fuer immer Tuerkisch bleiben wollen, wieso dann nicht nach Tuerkiye ?


Ich erfülle in Deutschland alle meine Pflichten, und versuche mit aller Macht auch meine Rechte zu wahren, was nicht immer ganz einfach ist. Ich lobe und tadele Deutschland wann immer es angebracht ist, genau so wie ich es mit der Türkei mache. Ich bin Türke und Deutscher- und nu?

Ach ich vergas, so toll ist es dort dann doch nicht. Den einen Monat im Jahr lebt es sich dort zwar gut, aber staendig ? Nein, dann lieber in Deutschland leben, und alle Vorzuege dort haben, aber schoen die deutsche Demokratie kritisieren wenn gleichzeitig in Istanbul Hrant Dink auf offener Strasse erschossen wird...


Kritik an der deutschen Demokratie kann nur die Demokratie in Deutschland stärken. Ihre Art mit der türkischen Kritik an deutschen Medien oder der deutschen Demokratie umzugehen ist unterstes Niveau. Ihnen fehlen die Grundlagen, die für eine Diskussion nötig sind. Sie sind ja nicht mal wirklich auf meine Argumente eingegangen. Sie verstehen es nicht vernünftige Relationen aufzustellen. Allein die Kritik an der deutschen Demokratie mit der Ermordung Hrant Dinks zu vergleichen löst bei mir Kopfschütteln aus, denn nach Ihrem Verständnis sähe es mit Hinblick auf die NSU sehr düster aus um die deutsche Demokratie.
Zuletzt geändert von BattalGazi am Mi 26. Nov 2014, 18:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erdogan macht sich bei seinem Volk extrem unbeliebt

Beitragvon Kardux » Fr 28. Nov 2014, 09:46

BattalGazi hat geschrieben:Sie werfen hier völlig unterschiedliche Themen durcheinander. Hier in Deutschland zu leben und Steuern zu zahlen hat nichts mit "wollen" zu tun, sondern mit der Tatsache hier geboren worden und aufgewachsen zu sein. Ich betrachte Deutschland wie auch die Türkei als meine Heimat. Aber auch diese Tatsache hat mit einer Erfolgsstorry nichts zu tun, sondern viel mehr mit meiner Einstellung.


Ich schrieb das die deutsche Demokratie eine Erfolgsstory ist, wenn man bedenkt wie die deutsche Gesellschaft noch während des zweiten Weltkrieg war und wie man sich danach aufgerappelt hat. Beachtlich.
Das Menschen wie Sie und ich und viele andere in Westeuropa leben durften und laut dem Gesetz gleichberechtigt waren, ja auch das ist eine Erfolgsstory. Das nennt sich Demokratie. Das muss der Nahe Osten erst einmal schaffen (auch die Türkei).

BattalGazi hat geschrieben:Die Menschen aus dem nahen Osten und Afrika wollen nicht auf Grund von Meinungsfreiheit nach Europa, sondern aus wirtschaftlichen Gründen. Die Wirtschaftspolitik Europas in diesen Ländern führt leider Gottes dazu, dass die Menschen sich gezwungen sehen dem Geldfluss aus Ihren Ländern zu folgen.


Es gibt genügend Menschen die nicht aus wirtschaftlichen Gründen nach Westeuropa wollen. Es gibt so viele Menschen die in Afrika und dem Nahen Osten ein gutes Leben führen (wirtschaftlich) aber sich aus politischen Gründen entscheiden nach Europa auszuwandern.

BattalGazi hat geschrieben:In Deutschland geboren zu sein, die Ausbildung zu genießen, (sich in Deutschland kultivieren (?)) aber sich nur als Türke fühlen ist nicht dreist. Alle Menschen definieren sich durch ihr Zugehörigkeitsgefühl. Ich fühle mich beiden Kulturen zugehörig. Wenn ein Türkischstämmiger eher als Türke fühlt, muss man das genau so akzeptieren, wie einer der sich eher als Deutscher oder als beides fühlt. Dreist empfinde ich es eher jemandem vorschreiben zu wollen als was er sich fühlen sollte, ganz gleich aus welchen Gründen!!


Wenn sich ein Türkischstämmiger nach drei Generation noch immer mehr als Türke fühlt sollte er sich die Frage stellen was ihn in Deutschland hält. Natürlich wird man in Deutschland kultiviert. Was glauben Sie ? In der Türkei wird schon in den Schulen Faschismus propagiert. Das nenne ich nicht kultivieren...
Die deutschen Geschichtsbücher lehren deutsche Schüler dass das "Deutschtum" nicht tadellos ist. Es lässt Selbstkritik zu. Sowas kennt man in der Türkei nicht.

BattalGazi hat geschrieben:Ein Verrat an sich selber ist es eher, wenn man entgegen seinen Überzeugungen und seinem Zugehörigkeitsgefühl handelt.


Warum lebt man dann unter Menschen die einem nicht zugehörig sind ? Warum lebt man unter Menschen mit denen man sich nicht identifizieren lassen will ?

Auch wenn ich ich sowohl die Türkei, als auch Deutschland als meine Heimat betrachte, wäre Ihre Frage nach meinem Verbleiben in Deutschland nicht legitim, wenn ich nur die Türkei als meine Heimat betrachten würde. Mir scheint, dass Ihnen eher die Argumente fehlen oder Sie sich gestört fühlen, dass ein in Deutschland lebender Türke Kritik an der Berichterstattung über die Türkei übt. Stellen Sie sich mal vor, dass jemand Ihrer Kritik mit der Frage begegnen würde, warum Sie so viel über die Türkei diskutieren, wenn es doch in Deutschland so toll ist. Sachliche Kritik und eben so sachlich geführte Diskussionen bedienen sich nicht plumper Stammtischparolen.


Mir fehlen überhaupt keine Argumente. Das sind auch keine Stammtischparolen. Das sind einfach nur unangenehme Fragen die ich stelle. Menschen wie Sie wollen einfach nur das gute Leben in Deutschland geniessen aber weiterhin die Türkei Deutschland vorziehen. Wenn es morgen einen Krieg zwischen beiden Staaten gäbe würden Leute wie Sie sich für wen entscheiden ? Und jetzt fragen Sie sich wieso...

Sie sind ein Wirtschaftsflüchtling oder Ihre Vorfahren waren es. Sie haben kein Recht das Gesicht Deutschlands zu verändern. Sie haben sich in Deutschland anzupassen. Sie können nicht Deutschland Türkisch oder Islamisch machen...Was würden Sie sagen wenn das jemand mit der Türkei machen würde ?

Fortsetzung folgt...
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Demolit

Re: Erdogan macht sich bei seinem Volk extrem unbeliebt

Beitragvon Demolit » Fr 28. Nov 2014, 12:09

n Deutschland geboren zu sein, die Ausbildung zu genießen, (sich in Deutschland kultivieren (?)) aber sich nur als Türke fühlen ist nicht dreist. Alle Menschen definieren sich durch ihr Zugehörigkeitsgefühl. Ich fühle mich beiden Kulturen zugehörig. Wenn ein Türkischstämmiger eher als Türke fühlt, muss man das genau so akzeptieren, wie einer der sich eher als Deutscher oder als beides fühlt. Dreist empfinde ich es eher jemandem vorschreiben zu wollen als was er sich fühlen sollte, ganz gleich aus welchen Gründen!!


Und was bedeutet das bei denen, mit denen man zusammenleben will ? Das Zugehörigkeitsfgefühl ( wunderbar auch deine Begriffsnutzung Zugehörigkeitsgefühl, nicht Zusammengehörigkeitsgefühl ;) ) zu denen, die nach den Bedingungen leben und leben wollen, die sich hier als gut erwiesen haben, warum die Menschen von außerhalb Ds auch kamen, müsste doch rein logisch starker sein, wird von den meisten hier auch zurecht erwartet (fordern kann man das nicht, wäre aus dem Sinn des Begriffes Gefühl eine Unmöglichkeit).

Also, wenn das Zusammengehörigkeitsgefühl bei den anderen den Kompass nicht ausschlagen lässt, das es in die Richtung geht, die Deutschland stärkt, dann kannst du mit deinem Zugehörigkeitsgefühl da bleiben, wo du dich zugehörig fühlst.. Vielleicht kannst dich zerreissen, aber du bist nicht dabei. Und komischer Weise müssen genau das, was du so darstellst, besonders die Ethnie aus morgenländischen Gefilden raus streichen.....warum bloß ?

lach und echt ;)
Marie-Luise

Re: Erdogan macht sich bei seinem Volk extrem unbeliebt

Beitragvon Marie-Luise » Fr 28. Nov 2014, 12:43

Demolit » Fr 28. Nov 2014, 12:09

Und was bedeutet das bei denen, mit denen man zusammenleben will ? Das Zugehörigkeitsfgefühl ( wunderbar auch deine Begriffsnutzung Zugehörigkeitsgefühl, nicht Zusammengehörigkeitsgefühl ;) ) zu denen, die nach den Bedingungen leben und leben wollen, die sich hier als gut erwiesen haben, warum die Menschen von außerhalb Ds auch kamen, müsste doch rein logisch starker sein, wird von den meisten hier auch zurecht erwartet (fordern kann man das nicht, wäre aus dem Sinn des Begriffes Gefühl eine Unmöglichkeit).

Also, wenn das Zusammengehörigkeitsgefühl bei den anderen den Kompass nicht ausschlagen lässt, das es in die Richtung geht, die Deutschland stärkt, dann kannst du mit deinem Zugehörigkeitsgefühl da bleiben, wo du dich zugehörig fühlst.. Vielleicht kannst dich zerreissen, aber du bist nicht dabei. Und komischer Weise müssen genau das, was du so darstellst, besonders die Ethnie aus morgenländischen Gefilden raus streichen.....warum bloß ?

lach und echt ;)


Wie Türken sich hier oft aufführen - da ziehe ich inzwischen die hier lebenden Iraner vor, die wegen Khomeini geflüchtet sind.

echt, Demolit :D
Zuletzt geändert von Marie-Luise am Fr 28. Nov 2014, 12:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erdogan macht sich bei seinem Volk extrem unbeliebt

Beitragvon Kardux » Fr 28. Nov 2014, 15:20

BattalGazi hat geschrieben:Elternhäuser sind autokratisch geführte Lebensgemeinschaften. Sie eigenen sich nicht als Element um sie in Relation zum Staat zu setzten.


In einem Staat muss man sich auch an gewisse Regeln halten. Wer Parallelgesellschaften fördert kann vom Staat keinen Dank erwarten. Euer Glück ist das die deutsche Demokratie sogar deutschfeindlichen Migranten eine Chance gibt...

Hrant Dink wurde von einem nationalistischem Türken ermordet, und das hat jetzt genau was mit der Kritik von Türken an der deutschen Presse zu tun?

Als was hat denn Hrant Dink gearbeitet ? Bevor er kaltblütig getötet wurde fand eine Hetzjagd in der türkischen Presse gegen ihn statt. Haben Sie es vergessen ? Ich nicht ! Die Märchengeschichte das Hrant Dink einfach nur von einem jungen Nationalisten getötet wurde ist lächerlich. Wer waren die Hintermänner ? Nicht etwa der Geheimdienst ? Und wieso wurden diese Hintermänner alle freigesprochen ? Das zeigt wieviel die türkische Justiz taugt...

Ihre dummdreiste Frage ist mehr als nur amüsant. Sie fragen was der Mord von Dink mit dem Thema zu tun hat ?
Es zeigt das Türken erst vor ihrer eigenen Haustür kehren sollten bevor Sie die Chuzpe besitzen und die deutsche Presse diskreditieren ! Die Ermordung von Dink hat gezeigt was die Türkei unter Pressefreiheit versteht. Der Freispruch der Angeklagten die hinter der Ermordung von Dink haben gezeigt das die Türkei weiterhin eine Bananenrepublik ist !

Die deutsche Geschichte während des dritten Reiches ist in Deutschland allgegenwärtig. Sie ist nicht zu ignorieren und hat nach wie vor viele Anhänger. Die NSU ist der Beweis dafür.


Die Nazizeit wurde komplett aufgearbeitet. Die Deutschen zahlen bis heute ihre Entschädigungen. Die deutschen Medien sprechen den Holocaust ständig an. In Deutschland gibt es eine sogenannte Schuldkultur. Der Völkermord an den Armeniern war in seiner Dimension vielleicht nicht so ausgeprägt wie die Shoa aber heute leben im Endeffekt keine Armenier mehr in Anatolien. Es gibt keine armenische Existenz mehr in Anatolien. Darüber hinaus wird dieser Völkermord kategorisch geleugnet. Und Sie wollen den Finger auf die Deutschen zeigen ? Lächerlich...
NSU ? In der Türkei herrscht bis heute der Faschismus, und Sie reden vom NSU- Skandal. In der Türkei ist die faschistische MHP drittstärkste Partei. Kein Land auf der Welt beherbergt so viele national- gesinnte Parteien wie die Türkei.

In der Türkei gibt es Hundertausende NSU- Skandale. Ich sage nur Ergenekon...

Ich setze mich gerne mit der türkischen Geschichte auseinander, viel differenzierter als Sie es jemals könnten. Auf Glashäuser sollte man generell keine Steine werfen.


Ja, merk ich. Sie haben nicht einmal eine Ahnung was differenziert überhaupt bedeutet...

Hmm, wenn ich als Türke also nicht Ihre Meinung bzw von Menschen Ihres Schlages vertrete darf ich nicht meine Meinung sagen? Über Doppelmoral müssen Sie anscheinend noch sehr viel lernen...

Sie als faschistischer Türke wollen die deutsche Demokratie in Frage stellen. Das ist Doppelmoral. Da muss ich nichts lernen.

Kritik an der deutschen Demokratie kann nur die Demokratie in Deutschland stärken. Ihre Art mit der türkischen Kritik an deutschen Medien oder der deutschen Demokratie umzugehen ist unterstes Niveau. Ihnen fehlen die Grundlagen, die für eine Diskussion nötig sind. Sie sind ja nicht mal wirklich auf meine Argumente eingegangen. Sie verstehen es nicht vernünftige Relationen aufzustellen. Allein die Kritik an der deutschen Demokratie mit der Ermordung Hrant Dinks zu vergleichen löst bei mir Kopfschütteln aus, denn nach Ihrem Verständnis sähe es mit Hinblick auf die NSU sehr düster aus um die deutsche Demokratie.


Wie viele Skandale bzw. Rückschläge hat die deutsche Demokratie in der Nachkriegszeit zu verweisen ? Das kann man an einer Hand abzählen. Soll ich Ihnen nun von der türkischen Politik seit 1923 berichten ? Von den vielen Völkermorden (u.a. in Dêrsim wo 70 000 Kurden umgebracht wurden), von den Lynchmorden gegenüber Aleviten, Griechen, Armeniern, Kurden, etc. von der Zerstörung mehrerer tausend kurdischer Dörfer, von der türkischen Assimilationspolitik, von den drei Militärputschen, etc.

Sie wollen den NSU- Skandal mit der blutigen Geschichte der Türkei vergleichen ? Lächerlich...
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Marie-Luise

Re: Erdogan macht sich bei seinem Volk extrem unbeliebt

Beitragvon Marie-Luise » Fr 28. Nov 2014, 16:08

Kardux » Fr 28. Nov 2014, 15:20

Sie wollen den NSU- Skandal mit der blutigen Geschichte der Türkei vergleichen ? Lächerlich...


Die Türkei hat es so nötig, mit dem Finger auf Deutschland zu zeigen (NSU), um nur ja von ihren eigenen Nazi-Mordbuben abzulenken.
keysersoze

Re: Erdogan macht sich bei seinem Volk extrem unbeliebt

Beitragvon keysersoze » Fr 28. Nov 2014, 18:52

Marie-Luise » Fr 28. Nov 2014, 16:08 hat geschrieben:
Die Türkei hat es so nötig, mit dem Finger auf Deutschland zu zeigen (NSU), um nur ja von ihren eigenen Nazi-Mordbuben abzulenken.



Lass dir mal mehr von Kardux über Hirant Dink und Ergenekon erzählen, ich bin mir sicher das dir das so wie die letzten Beiträge von ihr alles gefallen wird und du dem zustimmen wirst. :D
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Re: Erdogan macht sich bei seinem Volk extrem unbeliebt

Beitragvon Kardux » Fr 28. Nov 2014, 19:04

keysersoze hat geschrieben:Lass dir mal mehr von Kardux über Hirant Dink und Ergenekon erzählen


Wieso erzählen Sie uns nichts darüber ? Schmeckt Ihnen die Sachlage nicht ?
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keysersoze

Re: Erdogan macht sich bei seinem Volk extrem unbeliebt

Beitragvon keysersoze » Fr 28. Nov 2014, 19:13

Ladies first! Du soltest aber wissen das sie dir bezüglich der Sachlage nicht mehr zustimmen kann. Das war damit gemeint.
Zuletzt geändert von keysersoze am Fr 28. Nov 2014, 19:13, insgesamt 1-mal geändert.

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