Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

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Tantris
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitragvon Tantris » Do 22. Mai 2014, 07:36

BattalGazi » Do 22. Mai 2014, 08:30 hat geschrieben:
Tantris » Do 22. Mai 2014, 07:26 hat geschrieben:
Sie werden den mopp vor den gegendemonstranten schützen. Wie immer.


Netter Versuch, ich werde vor Ort sein und berichten ob die Gegendemonstranten gewalttätig gewesen sind, oder sich gesetzeskonform verhalten haben.


Warum nimmst du das schlimmste an?
Magst du keine türken oder nur die, die treu zu erdogan stehen?
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Gutmensch
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitragvon Gutmensch » Do 22. Mai 2014, 09:08

Bakelit » Mo 19. Mai 2014, 19:26 hat geschrieben:GröTaz ( größter Türke aller Zeiten) kommt Samstag nach Köln. Angesagt ist eine Gegendemo mit ca 40.000 Türken . Das nenne ich mal Integration!

echt ;)


Bin gespannt, ob der Gegendemo zu Erdogan. Nach dem Grubenunglück dürften auch die unteren Schichten bemerkt haben, wie menschenverachtend Erdogan tickt.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitragvon relativ » Do 22. Mai 2014, 09:45

Gutmensch » Do 22. Mai 2014, 09:08 hat geschrieben:
Bakelit » Mo 19. Mai 2014, 19:26 hat geschrieben:GröTaz ( größter Türke aller Zeiten) kommt Samstag nach Köln. Angesagt ist eine Gegendemo mit ca 40.000 Türken . Das nenne ich mal Integration!

echt ;)


Bin gespannt, ob der Gegendemo zu Erdogan. Nach dem Grubenunglück dürften auch die unteren Schichten bemerkt haben, wie menschenverachtend Erdogan tickt.

Ich würde dies nicht grundsätzlich Menschenverachtend nennen, sondern dies eher als Arroganz der Macht sehen.
Erdogan hat den Blick für eine Selbstreflextion m.M. total verloren. Sein Erfolg und Macht hat ihn Blind gemacht für einfache Realitäten. Es ist m.M. Zeit für ihn zu gehen und wenn er dies nicht von selber tun kann, hoffe ich, daß die Türken ihn diesen Exit zeigen, indem sie ihn einfach abwählen.
Zuletzt geändert von relativ am Do 22. Mai 2014, 11:37, insgesamt 1-mal geändert.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitragvon BattalGazi » Do 22. Mai 2014, 14:06

Tantris » Do 22. Mai 2014, 07:36 hat geschrieben:
BattalGazi » Do 22. Mai 2014, 08:30 hat geschrieben:
Netter Versuch, ich werde vor Ort sein und berichten ob die Gegendemonstranten gewalttätig gewesen sind, oder sich gesetzeskonform verhalten haben.


Warum nimmst du das schlimmste an?
Magst du keine türken oder nur die, die treu zu erdogan stehen?


Wenn Sie meinen Post noch einmal genau durchlesen, dann wird Ihnen sicherlich auffallen, dass ich nicht vom schlimmsten ausgehe, sondern beobachten möchte wie sich die Gegendemonstranten verhalten. Wenn Sie sich im Gegensatz zu den Demonstranten in der Türkei friedlich und gesetzeskonform verhalten, dann ist das erfreulich und würde einen signifikanten Unterschied zu den Demonstrationen in der Türkei aufzeigen, wo ein Großteil der Demonstranten vermummt und bis an die Zähne bewaffnet ihre Umgebung mit einem Höchstmaß an Zerstörungswut demolierten. Dann könnte allerdings die örtliche Polizei aus Köln nicht demonstrieren, wie man so einen gewalttätigen Mopp ohne Wasserwerfer und ohne Tränengas zerstreut.
Wobei ich bezweifele, dass die deutschen Ordnungshüter vermummte, gewalttätige Chaoten in Waldorfschulmanier austoben lassen würden...
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitragvon Gutmensch » Do 22. Mai 2014, 14:29

relativ » Do 22. Mai 2014, 10:45 hat geschrieben:
Gutmensch » Do 22. Mai 2014, 09:08 hat geschrieben:
Bin gespannt, ob der Gegendemo zu Erdogan. Nach dem Grubenunglück dürften auch die unteren Schichten bemerkt haben, wie menschenverachtend Erdogan tickt.

Ich würde dies nicht grundsätzlich Menschenverachtend nennen, sondern dies eher als Arroganz der Macht sehen.
Erdogan hat den Blick für eine Selbstreflextion m.M. total verloren. Sein Erfolg und Macht hat ihn Blind gemacht für einfache Realitäten. Es ist m.M. Zeit für ihn zu gehen und wenn er dies nicht von selber tun kann, hoffe ich, daß die Türken ihn diesen Exit zeigen, indem sie ihn einfach abwählen.


Sicherlich hat ihm sein Erfolg auch die Bodenhaftung verlieren lassen. Er konnte seine Machtzentrale und Netzwerke etablieren und fühlt sich unantastbar.
Ich glaube aber dass Erdogan nicht nur durch die Macht korrumpiert wurde. Er war schon als junger Mann ein Extremist, der seine Ziele rücksichtslos auf Kosten anderer durchzusetzen versuchte. Nicht umsonst ist er ein vorbestrafter Krimineller.

Das türkische Volk wird ihm aber früher oder später zeigen wo der Hammer hängt.
Zuletzt geändert von Gutmensch am Do 22. Mai 2014, 14:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitragvon BattalGazi » Fr 23. Mai 2014, 19:13

Gutmensch » Do 22. Mai 2014, 14:29 hat geschrieben:
relativ » Do 22. Mai 2014, 10:45 hat geschrieben: Ich würde dies nicht grundsätzlich Menschenverachtend nennen, sondern dies eher als Arroganz der Macht sehen.
Erdogan hat den Blick für eine Selbstreflextion m.M. total verloren. Sein Erfolg und Macht hat ihn Blind gemacht für einfache Realitäten. Es ist m.M. Zeit für ihn zu gehen und wenn er dies nicht von selber tun kann, hoffe ich, daß die Türken ihn diesen Exit zeigen, indem sie ihn einfach abwählen.


Sicherlich hat ihm sein Erfolg auch die Bodenhaftung verlieren lassen. Er konnte seine Machtzentrale und Netzwerke etablieren und fühlt sich unantastbar.
Ich glaube aber dass Erdogan nicht nur durch die Macht korrumpiert wurde. Er war schon als junger Mann ein Extremist, der seine Ziele rücksichtslos auf Kosten anderer durchzusetzen versuchte. Nicht umsonst ist er ein vorbestrafter Krimineller.

Das türkische Volk wird ihm aber früher oder später zeigen wo der Hammer hängt.


Erdogan hat ganz bestimmt nicht den Boden unter seinen Füßen verloren. Seine Macht ist das Volk und sein Netzwerk ist mit Sicherheit mit den Netzwerken in Deutschland vergleichbar. Oder glauben Sie wirklich, dass die Lobbyisten im Reichstag aus Nächstenliebe den Abgeordneten Mittagessen ausgeben und mit mehreren Millionen Euro jährlich einen "Beratervertrag" vermitteln?

Im übrigen räumt er mit der alten Elite auf, welche konservative Menschen unterdrückte und aus der Mitte der Gesellschaft verdrängte und sie ihrer Rechte beraubte.

Und Erdogan wurde wegen das Rezitieren eines Gedichtes verurteilt, welches alle Schüller in der Türkei seit Jahrzehnten in der Schule auswendig lernen müssen. Übrigens, das Gedicht hat unmittelbar mit dem Befreiungskrieg und der Republickgründung zu tun.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitragvon Jekyll » Sa 24. Mai 2014, 06:31

BattalGazi » Fr 23. Mai 2014, 19:13 hat geschrieben:
Gutmensch » Do 22. Mai 2014, 14:29 hat geschrieben:
Sicherlich hat ihm sein Erfolg auch die Bodenhaftung verlieren lassen. Er konnte seine Machtzentrale und Netzwerke etablieren und fühlt sich unantastbar.
Ich glaube aber dass Erdogan nicht nur durch die Macht korrumpiert wurde. Er war schon als junger Mann ein Extremist, der seine Ziele rücksichtslos auf Kosten anderer durchzusetzen versuchte. Nicht umsonst ist er ein vorbestrafter Krimineller.

Das türkische Volk wird ihm aber früher oder später zeigen wo der Hammer hängt.


Erdogan hat ganz bestimmt nicht den Boden unter seinen Füßen verloren. Seine Macht ist das Volk und sein Netzwerk ist mit Sicherheit mit den Netzwerken in Deutschland vergleichbar. Oder glauben Sie wirklich, dass die Lobbyisten im Reichstag aus Nächstenliebe den Abgeordneten Mittagessen ausgeben und mit mehreren Millionen Euro jährlich einen "Beratervertrag" vermitteln?

Im übrigen räumt er mit der alten Elite auf, welche konservative Menschen unterdrückte und aus der Mitte der Gesellschaft verdrängte und sie ihrer Rechte beraubte.

Und Erdogan wurde wegen das Rezitieren eines Gedichtes verurteilt, welches alle Schüller in der Türkei seit Jahrzehnten in der Schule auswendig lernen müssen. Übrigens, das Gedicht hat unmittelbar mit dem Befreiungskrieg und der Republickgründung zu tun.
Ich glaube nicht, dass Erdogan-Kritiker deshalb auf Erdogan so abfahren, weil sie damit irgendwelche (vermeintliche) Missstände in der Türkei anprangern wollen (Demokratie, Meinungsfreiheit...). Dafür kritisieren sie die Barbarei, die zurzeit in Ägypten im Gange ist, einfach zu wenig.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitragvon Tantris » Sa 24. Mai 2014, 07:15

Jekyll » Sa 24. Mai 2014, 07:31 hat geschrieben:
BattalGazi » Fr 23. Mai 2014, 19:13 hat geschrieben:
Erdogan hat ganz bestimmt nicht den Boden unter seinen Füßen verloren. Seine Macht ist das Volk und sein Netzwerk ist mit Sicherheit mit den Netzwerken in Deutschland vergleichbar. Oder glauben Sie wirklich, dass die Lobbyisten im Reichstag aus Nächstenliebe den Abgeordneten Mittagessen ausgeben und mit mehreren Millionen Euro jährlich einen "Beratervertrag" vermitteln?

Im übrigen räumt er mit der alten Elite auf, welche konservative Menschen unterdrückte und aus der Mitte der Gesellschaft verdrängte und sie ihrer Rechte beraubte.

Und Erdogan wurde wegen das Rezitieren eines Gedichtes verurteilt, welches alle Schüller in der Türkei seit Jahrzehnten in der Schule auswendig lernen müssen. Übrigens, das Gedicht hat unmittelbar mit dem Befreiungskrieg und der Republickgründung zu tun.
Ich glaube nicht, dass Erdogan-Kritiker deshalb auf Erdogan so abfahren, weil sie damit irgendwelche (vermeintliche) Missstände in der Türkei anprangern wollen (Demokratie, Meinungsfreiheit...). Dafür kritisieren sie die Barbarei, die zurzeit in Ägypten im Gange ist, einfach zu wenig.


Hm... wer nicht alle missstände der welt kritisiert, soll gefälligst das maul halten, sonst gibts ein paar tritte vom Yerkel, der ja wohl auch nichts dafür kann...

Ist doch wahr, oder?
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitragvon BattalGazi » Sa 24. Mai 2014, 15:13

Den Tritt hat er ja bekommen, weil er den Regierungskonvoi angegriffen hat, übrigens ebenfalls mit einem Tritt. Das soll nicht heissen, dass ich das gutheißen würde, aber es ist ja nicht so, dass er friedlich dagestanden hätte. Yerkel hat sich dummer weise auf das selbe niedrige neveau begeben und wurde dafür gekündigt.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitragvon Bakelit » Sa 24. Mai 2014, 15:33

BattalGazi » Fr 23. Mai 2014, 19:13 hat geschrieben:
Gutmensch » Do 22. Mai 2014, 14:29 hat geschrieben:
Sicherlich hat ihm sein Erfolg auch die Bodenhaftung verlieren lassen. Er konnte seine Machtzentrale und Netzwerke etablieren und fühlt sich unantastbar.
Ich glaube aber dass Erdogan nicht nur durch die Macht korrumpiert wurde. Er war schon als junger Mann ein Extremist, der seine Ziele rücksichtslos auf Kosten anderer durchzusetzen versuchte. Nicht umsonst ist er ein vorbestrafter Krimineller.

Das türkische Volk wird ihm aber früher oder später zeigen wo der Hammer hängt.


Erdogan hat ganz bestimmt nicht den Boden unter seinen Füßen verloren. Seine Macht ist das Volk und sein Netzwerk ist mit Sicherheit mit den Netzwerken in Deutschland vergleichbar. Oder glauben Sie wirklich, dass die Lobbyisten im Reichstag aus Nächstenliebe den Abgeordneten Mittagessen ausgeben und mit mehreren Millionen Euro jährlich einen "Beratervertrag" vermitteln?

Im übrigen räumt er mit der alten Elite auf, welche konservative Menschen unterdrückte und aus der Mitte der Gesellschaft verdrängte und sie ihrer Rechte beraubte.

Und Erdogan wurde wegen das Rezitieren eines Gedichtes verurteilt, welches alle Schüller in der Türkei seit Jahrzehnten in der Schule auswendig lernen müssen. Übrigens, das Gedicht hat unmittelbar mit dem Befreiungskrieg und der Republickgründung zu tun.


Na ja, dass das echte Türkische mal wieder so nach vorn kommt, freut dich, macht dich größer. Ist ok.

Freut uns hier aber nicht so richtig, können wir nichts mit anfangen.

Der Erdogan ist, wie alle Autokraten, genau auf dem Trip, der sie in den Orkus der Geschichte befördern wird. Seine patriarchalische Denke macht in offen für die Korruption in der Familie (bereits geschehen), seine gestörte Eigenwahrnehmung in Form der Überbetonung der eigenen Größe macht in willfährig für die Entrecourtrage der Einschleimer und Speichellecker (bereits geschehen siehe tretenden Affen), seine Haltsuche in quasi religiösen Elementen gepaart mit fehlendem intellektuellen Vermögen (Buchalter - man könnte auch Postkartenmaler hier einsetzen) macht ihn anfällig für Dogmatismus und Ausblenden der lebenswichtigen politischen Erkenntnisse aus der sich verändernden Welt ( bereits geschehen siehe Istanbul Gezi Park).

Das Ganze läuft einen putineske Situation hinaus.

Aber egal. Du freust dich über den neuen Groß-Osman...lass es dich freuen. Interessiert hier eigentlich keinen..oder besser gesagt nur am Rande, weil wir hier uns mit den Auswirkung der Rückständigkeit dann herumgeschlagen müssen.....

echt ;)
Zuletzt geändert von Bakelit am Sa 24. Mai 2014, 17:58, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitragvon Tantris » Sa 24. Mai 2014, 22:39

BattalGazi » Sa 24. Mai 2014, 16:13 hat geschrieben:Den Tritt hat er ja bekommen, weil er den Regierungskonvoi angegriffen hat, übrigens ebenfalls mit einem Tritt. Das soll nicht heissen, dass ich das gutheißen würde, aber es ist ja nicht so, dass er friedlich dagestanden hätte. Yerkel hat sich dummer weise auf das selbe niedrige neveau begeben und wurde dafür gekündigt.


Du hast yerkel kritisiert.... hm... ok.... jetzt wo er entlassen wurde, können wir das durchgehen lassen... aber, erdogan hat immer recht. Vergiss das lieber nicht!
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitragvon Jekyll » So 25. Mai 2014, 04:48

Tantris » Sa 24. Mai 2014, 07:15 hat geschrieben:
Jekyll » Sa 24. Mai 2014, 07:31 hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass Erdogan-Kritiker deshalb auf Erdogan so abfahren, weil sie damit irgendwelche (vermeintliche) Missstände in der Türkei anprangern wollen (Demokratie, Meinungsfreiheit...). Dafür kritisieren sie die Barbarei, die zurzeit in Ägypten im Gange ist, einfach zu wenig.


Hm... wer nicht alle missstände der welt kritisiert, soll gefälligst das maul halten, sonst gibts ein paar tritte vom Yerkel, der ja wohl auch nichts dafür kann...

Ist doch wahr, oder?
ALLE Missstände?? In der WELT? Warum jetzt diese maßlose Übertreibung, Tantris? Ist dir das konkrete Beispiel Ägypten etwa zu plausibel?

Ägypten, Tantris, Ägypten....wo demokratische Grundprinzipien mit Füßen getreten und hunderte von Todesurteile pauschal abgefertigt werden...all die Defizite an Menschenrechten also, die man auch Erdogan und seiner Partei vorwirft, nur halt unermesslich schlimmer.

Es ist wohl doch ein Unterschied, wer was macht, nicht wahr Kamerad?
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitragvon Jekyll » So 25. Mai 2014, 04:50

Tantris » Sa 24. Mai 2014, 22:39 hat geschrieben:
BattalGazi » Sa 24. Mai 2014, 16:13 hat geschrieben:Den Tritt hat er ja bekommen, weil er den Regierungskonvoi angegriffen hat, übrigens ebenfalls mit einem Tritt. Das soll nicht heissen, dass ich das gutheißen würde, aber es ist ja nicht so, dass er friedlich dagestanden hätte. Yerkel hat sich dummer weise auf das selbe niedrige neveau begeben und wurde dafür gekündigt.


Du hast yerkel kritisiert.... hm... ok.... jetzt wo er entlassen wurde, können wir das durchgehen lassen... aber, erdogan hat immer recht. Vergiss das lieber nicht!
Wir kritisieren Erdogan immer...egal was er tut!
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitragvon Tantris » So 25. Mai 2014, 07:42

Jekyll » So 25. Mai 2014, 05:48 hat geschrieben:
Tantris » Sa 24. Mai 2014, 07:15 hat geschrieben:
Hm... wer nicht alle missstände der welt kritisiert, soll gefälligst das maul halten, sonst gibts ein paar tritte vom Yerkel, der ja wohl auch nichts dafür kann...

Ist doch wahr, oder?
ALLE Missstände?? In der WELT? Warum jetzt diese maßlose Übertreibung, Tantris? Ist dir das konkrete Beispiel Ägypten etwa zu plausibel?

Nein, zuwenig.

Darf ich merkel nicht mehr kritisieren, wenn ich nicht gleichzeitig dänemark kritisiere?
Was sollen diese blöden bedingungen? In D herrscht meinungsfreiheit.


Ägypten, Tantris, Ägypten....wo demokratische Grundprinzipien mit Füßen getreten und hunderte von Todesurteile pauschal abgefertigt werden...all die Defizite an Menschenrechten also, die man auch Erdogan und seiner Partei vorwirft, nur halt unermesslich schlimmer.

Es ist wohl doch ein Unterschied, wer was macht, nicht wahr Kamerad?



Also... ich wäre erstmal nicht auf den gedanken gekommen, die türkei mit ägypten zu vergleichen...

Sollte die türkei nicht schon viel weiter sein?

Müssen wir jetzt dankbar sein, wenn D ein bisschen besser ist als nord korea?
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitragvon Jekyll » So 25. Mai 2014, 10:58

Tantris » So 25. Mai 2014, 07:42 hat geschrieben:
Jekyll » So 25. Mai 2014, 05:48 hat geschrieben:ALLE Missstände?? In der WELT? Warum jetzt diese maßlose Übertreibung, Tantris? Ist dir das konkrete Beispiel Ägypten etwa zu plausibel?

Nein, zuwenig.

Darf ich merkel nicht mehr kritisieren, wenn ich nicht gleichzeitig dänemark kritisiere?
Was sollen diese blöden bedingungen? In D herrscht meinungsfreiheit.
Das ist nicht der Punkt, Schlaumeier. Aber nicht schlecht, die Idee mit der "Meinungsfreiheit". Auf diesen findigen Gedanken kommt wohl jeder früher oder später.


Ägypten, Tantris, Ägypten....wo demokratische Grundprinzipien mit Füßen getreten und hunderte von Todesurteile pauschal abgefertigt werden...all die Defizite an Menschenrechten also, die man auch Erdogan und seiner Partei vorwirft, nur halt unermesslich schlimmer.

Es ist wohl doch ein Unterschied, wer was macht, nicht wahr Kamerad?



Also... ich wäre erstmal nicht auf den gedanken gekommen, die türkei mit ägypten zu vergleichen...

Sollte die türkei nicht schon viel weiter sein?

Müssen wir jetzt dankbar sein, wenn D ein bisschen besser ist als nord korea?
Ach so, du gehst tatsächlich davon aus, dass es den Erdogankritikern hier tatsächlich um sachliche Kritik und um echte Anteilnahme am Schicksal der Türken in der Türkei oder in Deutschland geht. Jaaa, Tantris, du hast es erfasst! Deutschland ist voll von Turkophilen, ganz zu schweigen von den erzkonservativen Rechtsknallern aus der pro-israelischen Ecke, die nur das Gute für die (moslemischen) Türken wollen...Wer hätte das gedacht.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitragvon Tantris » So 25. Mai 2014, 11:06

Jekyll » So 25. Mai 2014, 11:58 hat geschrieben:
Tantris » So 25. Mai 2014, 07:42 hat geschrieben:Nein, zuwenig.

Darf ich merkel nicht mehr kritisieren, wenn ich nicht gleichzeitig dänemark kritisiere?
Was sollen diese blöden bedingungen? In D herrscht meinungsfreiheit.
Das ist nicht der Punkt, Schlaumeier. Aber nicht schlecht, die Idee mit der "Meinungsfreiheit". Auf diesen findigen Gedanken kommt wohl jeder früher oder später.




Also... ich wäre erstmal nicht auf den gedanken gekommen, die türkei mit ägypten zu vergleichen...

Sollte die türkei nicht schon viel weiter sein?

Müssen wir jetzt dankbar sein, wenn D ein bisschen besser ist als nord korea?
Ach so, du gehst tatsächlich davon aus, dass es den Erdogankritikern hier tatsächlich um sachliche Kritik und um echte Anteilnahme am Schicksal der Türken in der Türkei oder in Deutschland geht. Jaaa, Tantris, du hast es erfasst! Deutschland ist voll von Turkophilen, ganz zu schweigen von den erzkonservativen Rechtsknallern aus der pro-israelischen Ecke, die nur das Gute für die (moslemischen) Türken wollen...Wer hätte das gedacht.


Also... deine ansicht, wer erdogan kritisiert ist sicher jude oder verbrecher... oder... wie war das nochmal?

also... ich halte erdogan für einen sterblichen menschen, der auch fehler macht und natürlich kann man die auch kritisieren. Auch, wenn man nicht nebenher noch dänemark oder kolumbien kritisiert.

Der glaube, der held sei so perfekt, dass jede kritik unsachlich sein muss, ist mir nicht wert, darüber zu reden. Sorry.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitragvon BattalGazi » So 25. Mai 2014, 12:09

Tantris » Sa 24. Mai 2014, 22:39 hat geschrieben:
BattalGazi » Sa 24. Mai 2014, 16:13 hat geschrieben:Den Tritt hat er ja bekommen, weil er den Regierungskonvoi angegriffen hat, übrigens ebenfalls mit einem Tritt. Das soll nicht heissen, dass ich das gutheißen würde, aber es ist ja nicht so, dass er friedlich dagestanden hätte. Yerkel hat sich dummer weise auf das selbe niedrige neveau begeben und wurde dafür gekündigt.


Du hast yerkel kritisiert.... hm... ok.... jetzt wo er entlassen wurde, können wir das durchgehen lassen... aber, erdogan hat immer recht. Vergiss das lieber nicht!


Das mögen Sie glauben oder nicht, aber Kritik wird auch innerhalb der AKP Anhänger ausgeübt. Sowohl der Tritt von Yerkel, als auch die falsche Wortwahl Erdogans, als keine zwei Stunden nach dem Unglück Erdogan direkt für das Unglück verantwortlich gemacht wurde. Dass Erdogan selbst schon als Kumpel in einem Bergwerk gearbeitet hat dürfte Ihnen sicherlich unbekannt sein, und dennoch hat er nicht die richtigen Worte gefunden.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitragvon BattalGazi » So 25. Mai 2014, 12:53

Bakelit » Sa 24. Mai 2014, 15:33 hat geschrieben:
BattalGazi » Fr 23. Mai 2014, 19:13 hat geschrieben:
Erdogan hat ganz bestimmt nicht den Boden unter seinen Füßen verloren. Seine Macht ist das Volk und sein Netzwerk ist mit Sicherheit mit den Netzwerken in Deutschland vergleichbar. Oder glauben Sie wirklich, dass die Lobbyisten im Reichstag aus Nächstenliebe den Abgeordneten Mittagessen ausgeben und mit mehreren Millionen Euro jährlich einen "Beratervertrag" vermitteln?

Im übrigen räumt er mit der alten Elite auf, welche konservative Menschen unterdrückte und aus der Mitte der Gesellschaft verdrängte und sie ihrer Rechte beraubte.

Und Erdogan wurde wegen das Rezitieren eines Gedichtes verurteilt, welches alle Schüller in der Türkei seit Jahrzehnten in der Schule auswendig lernen müssen. Übrigens, das Gedicht hat unmittelbar mit dem Befreiungskrieg und der Republickgründung zu tun.


Na ja, dass das echte Türkische mal wieder so nach vorn kommt, freut dich, macht dich größer. Ist ok.

Freut uns hier aber nicht so richtig, können wir nichts mit anfangen.

Der Erdogan ist, wie alle Autokraten, genau auf dem Trip, der sie in den Orkus der Geschichte befördern wird. Seine patriarchalische Denke macht in offen für die Korruption in der Familie (bereits geschehen), seine gestörte Eigenwahrnehmung in Form der Überbetonung der eigenen Größe macht in willfährig für die Entrecourtrage der Einschleimer und Speichellecker (bereits geschehen siehe tretenden Affen), seine Haltsuche in quasi religiösen Elementen gepaart mit fehlendem intellektuellen Vermögen (Buchalter - man könnte auch Postkartenmaler hier einsetzen) macht ihn anfällig für Dogmatismus und Ausblenden der lebenswichtigen politischen Erkenntnisse aus der sich verändernden Welt ( bereits geschehen siehe Istanbul Gezi Park).

Das Ganze läuft einen putineske Situation hinaus.

Aber egal. Du freust dich über den neuen Groß-Osman...lass es dich freuen. Interessiert hier eigentlich keinen..oder besser gesagt nur am Rande, weil wir hier uns mit den Auswirkung der Rückständigkeit dann herumgeschlagen müssen.....

echt ;)


Was mich größer macht ist, dass die Menschen in der Türkei ihren Glauben wieder frei ausleben können, oder was glauben Sie warum alle christlichen Organisationen ihren Mitgliedern die AKP als Wahlempfehlung nahegelegt haben?

Wer Veänderungen herbeiführt, muss mit viel Gegenwehr rechnen. Erdogan hat den Kurden Ihre Rechte wieder gegeben, gefällt der MHP nicht, den Konservativen den Weg in die Mitte der Gesellschaft frei gemacht, gefällt der CHP nicht so und den Einfluss des türkischen Militärs auf die Politik beendet was die CHP und MHP auf die Palme gebracht hat.

Ich war gestern in Köln, und fand eine ordnungsgemäß angekündigte und genehmigte Demonstration der alevitischen Gemeinde in der Deutschland vor. Keine vermummten, keine Molotov Cocktails, keine Wurfgeschosse oder Pyrogeschosse, keine Randale oder Sachbeschädigund, keine Gewalt gegenüber den Ordnungshütern, Sanitätern oder Feuerwehr. Und was diese Veranstaltung mit den Geziprotesten gemeinsam? NICHTS!!!

Sie glauben sich mit der Person Erdogans auseinander gesetzt zu haben. Sie denunzieren seine Person als autokratisch und Größenwahnsinnig. Sie führen Vorurteile gegen ihn und seine Familie auf, die in die Welt gesetzt wurden sind und bis heute nicht bewiesen sind. Aber das ist ihr gutes Recht genauso wie das der Menschen in der Türkei. Aber moment mal, wer ist in der Türkei deswegen in Haft gekommen?

Komisch, dass gerade jene die in Köln für Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Menschenrechte protestieren, alle Konservative in der Türkei pauschal als Mörder bezeichnen, Frauen mit Kopftuch als Kakerlaken bezeichnen, gegen das studieren mit Kopftuch sind, Konservative als ungebildet und rückstàndig denunzieren und diverse Repressionen gegenüber den Konservativen befürworten sich aber jegliche Kritik an ihrer Gemeinschaft und Atatürk verbitten, Erdogan als Diktator und Mörder bezeichnen aber auch nicht den Hauch einer Kritik an Assad ausüben. Sie beklagen die Ermordung etlicher Aleviten in Dersim, befürworten aber die Massenweise Ermordung von sunnitischen Imamen durch die Regierung.

Es geht in der Türkei nur noch darum einen Bürgerkrieg oder zumindest innere Unruhen auszulösen, damit das türkische Militär gemäß Verfassung intervenieren muss was in der Geschichte drei mal geschehen ist. Die Hoffnung ist groß, dass damit ein Ergebnis wie in Ägypten erreicht werden kann. Hier in der westlichen Welt wäre man darüber nicht wirklich traurig, diesen Eindru k bekommt wenn man die Reaktionen des Westens auf den Militärputsch in Ägypten sicher vor Augen hält wie auch auf cen überragenden Wahlsieg der AKP bei den Komunalwahlen in der Türkei dieses Jahr.
Zuletzt geändert von BattalGazi am So 25. Mai 2014, 12:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitragvon Jekyll » So 25. Mai 2014, 15:14

Tantris » So 25. Mai 2014, 11:06 hat geschrieben:
Jekyll » So 25. Mai 2014, 11:58 hat geschrieben:Das ist nicht der Punkt, Schlaumeier. Aber nicht schlecht, die Idee mit der "Meinungsfreiheit". Auf diesen findigen Gedanken kommt wohl jeder früher oder später.


Ach so, du gehst tatsächlich davon aus, dass es den Erdogankritikern hier tatsächlich um sachliche Kritik und um echte Anteilnahme am Schicksal der Türken in der Türkei oder in Deutschland geht. Jaaa, Tantris, du hast es erfasst! Deutschland ist voll von Turkophilen, ganz zu schweigen von den erzkonservativen Rechtsknallern aus der pro-israelischen Ecke, die nur das Gute für die (moslemischen) Türken wollen...Wer hätte das gedacht.


Also... deine ansicht, wer erdogan kritisiert ist sicher jude oder verbrecher... oder... wie war das nochmal?
Nein...so ganz trifft das nicht zu. Aber trotzdem interessant zu sehen, auf welche Bahnen sich dein Denke mittlerweile zu bewegen imstande ist. Solche Dummstelltaktiken kannte ich bisher nur von stupiden Pro-Israelisten (stupide, da Rechtsknaller).

also... ich halte erdogan für einen sterblichen menschen, der auch fehler macht und natürlich kann man die auch kritisieren. Auch, wenn man nicht nebenher noch dänemark oder kolumbien kritisiert.

Der glaube, der held sei so perfekt, dass jede kritik unsachlich sein muss, ist mir nicht wert, darüber zu reden. Sorry.
Danke, gleichfalls.
Say NO to racism and antisemitism!
Bakelit

Re: Staatsbesuch von Joachim Gauck in der Türkei

Beitragvon Bakelit » So 25. Mai 2014, 20:52

BattalGazi » So 25. Mai 2014, 12:53 hat geschrieben:
Bakelit » Sa 24. Mai 2014, 15:33 hat geschrieben:
Na ja, dass das echte Türkische mal wieder so nach vorn kommt, freut dich, macht dich größer. Ist ok.

Freut uns hier aber nicht so richtig, können wir nichts mit anfangen.

Der Erdogan ist, wie alle Autokraten, genau auf dem Trip, der sie in den Orkus der Geschichte befördern wird. Seine patriarchalische Denke macht in offen für die Korruption in der Familie (bereits geschehen), seine gestörte Eigenwahrnehmung in Form der Überbetonung der eigenen Größe macht in willfährig für die Entrecourtrage der Einschleimer und Speichellecker (bereits geschehen siehe tretenden Affen), seine Haltsuche in quasi religiösen Elementen gepaart mit fehlendem intellektuellen Vermögen (Buchalter - man könnte auch Postkartenmaler hier einsetzen) macht ihn anfällig für Dogmatismus und Ausblenden der lebenswichtigen politischen Erkenntnisse aus der sich verändernden Welt ( bereits geschehen siehe Istanbul Gezi Park).

Das Ganze läuft einen putineske Situation hinaus.

Aber egal. Du freust dich über den neuen Groß-Osman...lass es dich freuen. Interessiert hier eigentlich keinen..oder besser gesagt nur am Rande, weil wir hier uns mit den Auswirkung der Rückständigkeit dann herumgeschlagen müssen.....

echt ;)


Was mich größer macht ist, dass die Menschen in der Türkei ihren Glauben wieder frei ausleben können, oder was glauben Sie warum alle christlichen Organisationen ihren Mitgliedern die AKP als Wahlempfehlung nahegelegt haben?

Wer Veänderungen herbeiführt, muss mit viel Gegenwehr rechnen. Erdogan hat den Kurden Ihre Rechte wieder gegeben, gefällt der MHP nicht, den Konservativen den Weg in die Mitte der Gesellschaft frei gemacht, gefällt der CHP nicht so und den Einfluss des türkischen Militärs auf die Politik beendet was die CHP und MHP auf die Palme gebracht hat.

Ich war gestern in Köln, und fand eine ordnungsgemäß angekündigte und genehmigte Demonstration der alevitischen Gemeinde in der Deutschland vor. Keine vermummten, keine Molotov Cocktails, keine Wurfgeschosse oder Pyrogeschosse, keine Randale oder Sachbeschädigund, keine Gewalt gegenüber den Ordnungshütern, Sanitätern oder Feuerwehr. Und was diese Veranstaltung mit den Geziprotesten gemeinsam? NICHTS!!!

Sie glauben sich mit der Person Erdogans auseinander gesetzt zu haben. Sie denunzieren seine Person als autokratisch und Größenwahnsinnig. Sie führen Vorurteile gegen ihn und seine Familie auf, die in die Welt gesetzt wurden sind und bis heute nicht bewiesen sind. Aber das ist ihr gutes Recht genauso wie das der Menschen in der Türkei. Aber moment mal, wer ist in der Türkei deswegen in Haft gekommen?

Komisch, dass gerade jene die in Köln für Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Menschenrechte protestieren, alle Konservative in der Türkei pauschal als Mörder bezeichnen, Frauen mit Kopftuch als Kakerlaken bezeichnen, gegen das studieren mit Kopftuch sind, Konservative als ungebildet und rückstàndig denunzieren und diverse Repressionen gegenüber den Konservativen befürworten sich aber jegliche Kritik an ihrer Gemeinschaft und Atatürk verbitten, Erdogan als Diktator und Mörder bezeichnen aber auch nicht den Hauch einer Kritik an Assad ausüben. Sie beklagen die Ermordung etlicher Aleviten in Dersim, befürworten aber die Massenweise Ermordung von sunnitischen Imamen durch die Regierung.

Es geht in der Türkei nur noch darum einen Bürgerkrieg oder zumindest innere Unruhen auszulösen, damit das türkische Militär gemäß Verfassung intervenieren muss was in der Geschichte drei mal geschehen ist. Die Hoffnung ist groß, dass damit ein Ergebnis wie in Ägypten erreicht werden kann. Hier in der westlichen Welt wäre man darüber nicht wirklich traurig, diesen Eindru k bekommt wenn man die Reaktionen des Westens auf den Militärputsch in Ägypten sicher vor Augen hält wie auch auf cen überragenden Wahlsieg der AKP bei den Komunalwahlen in der Türkei dieses Jahr.


Was mich größer macht ist, dass die Menschen in der Türkei ihren Glauben wieder frei ausleben können, oder was glauben Sie warum alle christlichen Organisationen ihren Mitgliedern die AKP als Wahlempfehlung nahegelegt haben?



Ja natürlich unter den Aspekten des türkischen Wohlgefallens und nicht nach dem Recht des Rechtes wegen..sonst würden das Gehampel um die würde Bahndlung der Stätte des Paulus nicht seit 2006 schmottern und ein Museum von Weltrang nicht wieder in eine Moschee umdeklariert........wollen Sie sich über die Menschen die Freiheit richtig verstehen lustig machen ?

Was soll Ihr verschwörungstheoretischer Ansatz von Unruhen in der Türkei schüren? Selten so einen Quark gelesen. Zeigt wessen Geistes Kind Sie sind. Die Türkei hat sich seit mehren Jahren aus der Gemeinschaft der frei denkenden Gesellschaften langsam verabschiedet. Dafür, um da zu rechtfertigen, brauchen Sie den Mist den sie hier loslassen.

Komisch, dass bei mir beim dem Auftreten, dem Sprechen, dem Habitus des Erdogan immer wieder die Attituden des Minderwertigkeitskomplexes auftauchen. ...

Und so, wie er diesen Komplex versucht abzuarbeiten, bringt das nichts für uns in der BRD in der EU. Er muss damit klarkommen, dass über das Osmanische seit mehr als ein paar Hundert Jahren die Welt drüber weggelaufen ist. Diese Entwicklung kann man wie ein Erdogan verarbeiten. Das Auftrumpfen aus überholten Kategorien macht aber nur lächerlich und nicht einen ernsthaften Verhandlungspartner.

Das ist so wie mit dem Chinesen und dem Putin...die vermeintliche Kränkung eines völkischen Ideals wird mit völkischen Brimbramborium und Anmaßung gegenüber den vermeintlichen Gegner beantwortet.

Zeugt von Kleingeistigkeit , nicht von einer tatsächlichen Größe,

Also einfach mal ankommen in der BRD ohne das Türkentum als etwas ..na ja....besonderes darstellen zu wollen...ist es nämlich nicht.

echt :)
Zuletzt geändert von Bakelit am So 25. Mai 2014, 20:54, insgesamt 1-mal geändert.

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