Nicht anerkannte Minderheiten der Türkei: Kurden und Aramäer

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Ponderosa
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Re: Nicht anerkannte Minderheiten der Türkei: Kurden und Ara

Beitragvon Ponderosa » Fr 2. Mai 2014, 16:29

BattalGazi » Fr 2. Mai 2014, 11:39 hat geschrieben:Es steht außer Frage, dass es Massaker an Armeniern gegeben hat, aber ebenso steht es außer Frage, dass Armenier Massaker an Türken/Muslimen verübt haben. Die Anerkennung des Genozides würde die Tatsache von gegenseitigen Massakern ausschließen.

Das heißt nach dieser Logik: Wenn Gruppe A ein Massaker an Gruppe B begeht, dann kann Gruppe B versuchen, Gruppe A auszurotten und es ist kein Völkermord?
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Re: Nicht anerkannte Minderheiten der Türkei: Kurden und Ara

Beitragvon Wasteland » Fr 2. Mai 2014, 17:27

Subutai » Fr 2. Mai 2014, 17:08 hat geschrieben:Nein, informiere dich bitte. Vökermord ist definitionsmäßig durch eine Regierung gezielt und geplant, wenn aber bei der Umsiedlung viele durch äußere Umstände und/oder Angriffe von Banden´umkommen, dann ist es kein Völkermord.


Ich informiere mich dann wenn du richtig liest. Ich schrieb das es in jedem Fall Massenmord ist und den Toten ist es ziemlich egal wie man das rechtlich nennt.
Verbrechen ist Verbrechen und da gab es ein ganz massives.
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Re: Nicht anerkannte Minderheiten der Türkei: Kurden und Ara

Beitragvon BattalGazi » Fr 2. Mai 2014, 17:33

Wasteland » Fr 2. Mai 2014, 15:22 hat geschrieben:
BattalGazi » Fr 2. Mai 2014, 12:39 hat geschrieben:
Da gibt es aber schon signifikante Unterschiede. Es steht außer Frage, dass es Massaker an Armeniern gegeben hat, aber ebenso steht es außer Frage, dass Armenier Massaker an Türken/Muslimen verübt haben. Die Anerkennung des Genozides würde die Tatsache von gegenseitigen Massakern ausschließen. Die Armenier wären dann nur die Opfer, und die Türken nur die Täter.

Wenn wir geschichtlichen Vorfällen einen Namen geben, dann bitte unter Berücksichtigung aller Fakten.

Würde es für Sie keinen Unterschied machen ob Sie wegen Mordes, Totschlags oder fahrlässiger Tötung beschuldigt werden?


Fest steht, es wurde ein massives Verbrechen von seiten der Türkei/Türken/Kurden an Armeniern verübt.
Das die Armenier auch nicht sauber waren spielt dafür erstmal keine Rolle.
Ich glaube das ist es eigentlich was viele Nationalisten so unangenehm stört. Das könnten sie niemals in einem klaren und deutlichen Satz aussprechen und dazu stehen das dies fester Bestandteil der türkischen Geschichte ist.
Von dafür entschuldigen ganz zu schweigen. Die Selbstwahrnehmung strammer Nationalisten lässt solch selbstkritische Ansichten nichtmal im Keim zu.
Da wird herumgeeiert das sich die Balken biegen und zur Not an VTs gesponnen.

Klar macht es rechtlich gesehen einen Unterschied ob man von Genozid oder Massaker/Gemetzel redet. Im Ergebnis nicht.


Selbstverständlich spielen die armenischen Massaker bei der Bewertung eine Rolle, sogar eine immense!!
Klammert man die armenische Konspiration mit Frankreich und Russland aus, ebenso wie die Massaker, dann bliebe tatsächlich nur ein Genozid übrig.
Die Definition spielt selbstverständlich eine Rolle, denn geschichtlich gewesen hat es zwischen Türken und Armeniern gegenseitige Massaker gegeben, oder die Türken haben an den Armeniern einen Genozid verursacht.

Diese Haltung hat auch nichts mit Nationalismus zu tun, das spinnen Sie sich gerade einfach nur zurecht!!!
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Re: Nicht anerkannte Minderheiten der Türkei: Kurden und Ara

Beitragvon BattalGazi » Fr 2. Mai 2014, 17:37

Wasteland » Fr 2. Mai 2014, 15:58 hat geschrieben:
Subutai » Fr 2. Mai 2014, 16:39 hat geschrieben:Es gibt da ein Unterschied. Es gibt ja auch einen Unterschied zwischen Totschlag und Mord.


Nur das es in diesem Fall in jedem Fall ein Massenmord ist, ganz egal wie man es nennt.


Es waren gegenseitige Massaker, mit dem Unterschied, dass mir nicht bekannt ist, dass Armenier bei ihren ethnischen Säuberungen Türken/Muslime deportiert hätten...
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Re: Nicht anerkannte Minderheiten der Türkei: Kurden und Ara

Beitragvon BattalGazi » Fr 2. Mai 2014, 17:41

Ponderosa » Fr 2. Mai 2014, 16:29 hat geschrieben:
BattalGazi » Fr 2. Mai 2014, 11:39 hat geschrieben:Es steht außer Frage, dass es Massaker an Armeniern gegeben hat, aber ebenso steht es außer Frage, dass Armenier Massaker an Türken/Muslimen verübt haben. Die Anerkennung des Genozides würde die Tatsache von gegenseitigen Massakern ausschließen.

Das heißt nach dieser Logik: Wenn Gruppe A ein Massaker an Gruppe B begeht, dann kann Gruppe B versuchen, Gruppe A auszurotten und es ist kein Völkermord?


Stellen Sie doch die Relationen richtig auf.

Wenn Gruppe A Massaker an Gruppe B verübt, dann ist es kein Wunder, wenn Gruppe B, sofern die Möglichkeiten bestehen entsprechend hart zurückschlägt.

Wenn ich versuche Sie zu ermorden, und bei dem Kampf komme ich um, wer ist dann der Böse?
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Re: Nicht anerkannte Minderheiten der Türkei: Kurden und Ara

Beitragvon BattalGazi » Fr 2. Mai 2014, 17:43

Wasteland » Fr 2. Mai 2014, 17:27 hat geschrieben:
Subutai » Fr 2. Mai 2014, 17:08 hat geschrieben:Nein, informiere dich bitte. Vökermord ist definitionsmäßig durch eine Regierung gezielt und geplant, wenn aber bei der Umsiedlung viele durch äußere Umstände und/oder Angriffe von Banden´umkommen, dann ist es kein Völkermord.


Ich informiere mich dann wenn du richtig liest. Ich schrieb das es in jedem Fall Massenmord ist und den Toten ist es ziemlich egal wie man das rechtlich nennt.
Verbrechen ist Verbrechen und da gab es ein ganz massives.


Warum bestehen dann die Armenier darauf dass es ein Genozid gewesen sein soll?
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Re: Nicht anerkannte Minderheiten der Türkei: Kurden und Ara

Beitragvon Wasteland » Fr 2. Mai 2014, 17:44

BattalGazi » Fr 2. Mai 2014, 18:33 hat geschrieben:
Wasteland » Fr 2. Mai 2014, 15:22 hat geschrieben:
Fest steht, es wurde ein massives Verbrechen von seiten der Türkei/Türken/Kurden an Armeniern verübt.
Das die Armenier auch nicht sauber waren spielt dafür erstmal keine Rolle.
Ich glaube das ist es eigentlich was viele Nationalisten so unangenehm stört. Das könnten sie niemals in einem klaren und deutlichen Satz aussprechen und dazu stehen das dies fester Bestandteil der türkischen Geschichte ist.
Von dafür entschuldigen ganz zu schweigen. Die Selbstwahrnehmung strammer Nationalisten lässt solch selbstkritische Ansichten nichtmal im Keim zu.
Da wird herumgeeiert das sich die Balken biegen und zur Not an VTs gesponnen.

Klar macht es rechtlich gesehen einen Unterschied ob man von Genozid oder Massaker/Gemetzel redet. Im Ergebnis nicht.


Selbstverständlich spielen die armenischen Massaker bei der Bewertung eine Rolle, sogar eine immense!!
Klammert man die armenische Konspiration mit Frankreich und Russland aus, ebenso wie die Massaker, dann bliebe tatsächlich nur ein Genozid übrig.
Die Definition spielt selbstverständlich eine Rolle, denn geschichtlich gewesen hat es zwischen Türken und Armeniern gegenseitige Massaker gegeben, oder die Türken haben an den Armeniern einen Genozid verursacht.

Diese Haltung hat auch nichts mit Nationalismus zu tun, das spinnen Sie sich gerade einfach nur zurecht!!!


Seit wann lassen sich verbrechen rechtsgültig gegeneinander aufwiegen. Ein Mord wird durch einen anderen nicht gerecht.

Zudem ist die Verschwörungstheorie gegen die Türkei nichts weiter als das, eine Verschwörungstheorie.

Da gabs mal einen Kommentar dazu (von einer Türkin)

Türken sind zu sehr Opfer, um Täter zu sein

Nicht nur die türkische Regierung tobt. Die Türken leugnen ihre Schuld an den Armeniern, weil sie sich lieber in der Rolle des Opfers sehen, kommentiert D. Baspinar.

[...]

Egal zu welchem Ergebnis international renommierte Historiker gelangen, egal wie viele Dokumente die Tötung von Hunderttausenden Armeniern belegen: Die meisten Türken sehen sich als Opfer. Sie leugnen nicht nur die historische Schuld, sie verdrehen die Wirklichkeit.

[...]

Aber er bedient ein Kernelement des türkischen Selbstverständnisses, mag es noch so neurotisch anmuten. Und das ist: Wir sind immer Opfer; wie könnten wir da Täter sein? Die Türken sind so damit beschäftigt, sich über ihr Opfer-Sein immer und überall zu empören, dass sie die eigene Schuld gar nicht in ihr Selbstbild integrieren können.


http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... oelkermord
Zuletzt geändert von Wasteland am Fr 2. Mai 2014, 17:45, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Nicht anerkannte Minderheiten der Türkei: Kurden und Ara

Beitragvon Wasteland » Fr 2. Mai 2014, 17:46

BattalGazi » Fr 2. Mai 2014, 18:41 hat geschrieben:Wenn ich versuche Sie zu ermorden, und bei dem Kampf komme ich um, wer ist dann der Böse?


Nun waren es aber in vielen Fällen keine Kämpfe, sondern Ermordungsaktionen. Das ist vielfältig belegt.

Soweit ich informiert bin waren die Kurden an vorderster Front dabei.
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Re: Nicht anerkannte Minderheiten der Türkei: Kurden und Ara

Beitragvon Subutai » Fr 2. Mai 2014, 17:47

Wasteland » Fr 2. Mai 2014, 17:44 hat geschrieben:
BattalGazi » Fr 2. Mai 2014, 18:33 hat geschrieben:
Selbstverständlich spielen die armenischen Massaker bei der Bewertung eine Rolle, sogar eine immense!!
Klammert man die armenische Konspiration mit Frankreich und Russland aus, ebenso wie die Massaker, dann bliebe tatsächlich nur ein Genozid übrig.
Die Definition spielt selbstverständlich eine Rolle, denn geschichtlich gewesen hat es zwischen Türken und Armeniern gegenseitige Massaker gegeben, oder die Türken haben an den Armeniern einen Genozid verursacht.

Diese Haltung hat auch nichts mit Nationalismus zu tun, das spinnen Sie sich gerade einfach nur zurecht!!!


Seit wann lassen sich verbrechen rechtsgültig gegeneinander aufwiegen. Ein Mord wird durch einen anderen nicht gerecht.

Zudem ist die Verschwörungstheorie gegen die Türkei nichts weiter als das, eine Verschwörungstheorie.

Da gabs mal einen Kommentar dazu (von einer Türkin)

Türken sind zu sehr Opfer, um Täter zu sein

Nicht nur die türkische Regierung tobt. Die Türken leugnen ihre Schuld an den Armeniern, weil sie sich lieber in der Rolle des Opfers sehen, kommentiert D. Baspinar.

[...]

Egal zu welchem Ergebnis international renommierte Historiker gelangen, egal wie viele Dokumente die Tötung von Hunderttausenden Armeniern belegen: Die meisten Türken sehen sich als Opfer. Sie leugnen nicht nur die historische Schuld, sie verdrehen die Wirklichkeit.

[...]

Aber er bedient ein Kernelement des türkischen Selbstverständnisses, mag es noch so neurotisch anmuten. Und das ist: Wir sind immer Opfer; wie könnten wir da Täter sein? Die Türken sind so damit beschäftigt, sich über ihr Opfer-Sein immer und überall zu empören, dass sie die eigene Schuld gar nicht in ihr Selbstbild integrieren können.


http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... oelkermord

Was genau ist soll die Verschwörungstheorie sein und was soll das Zeit-Zitat beweisen, außer der Voreingenommenheit der Zeit?
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Re: Nicht anerkannte Minderheiten der Türkei: Kurden und Ara

Beitragvon Subutai » Fr 2. Mai 2014, 17:49

Wasteland » Fr 2. Mai 2014, 17:46 hat geschrieben:
BattalGazi » Fr 2. Mai 2014, 18:41 hat geschrieben:Wenn ich versuche Sie zu ermorden, und bei dem Kampf komme ich um, wer ist dann der Böse?


Nun waren es aber in vielen Fällen keine Kämpfe, sondern Ermordungsaktionen. Das ist vielfältig belegt.

Was nicht belegt ist, dass diese Angriffe durch die damalige Osmanische Regierung geplant bzw gesteuert wurden. Deshalb kein Völkermord.

Soweit ich informiert bin waren die Kurden an vorderster Front dabei.

Und?
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Re: Nicht anerkannte Minderheiten der Türkei: Kurden und Ara

Beitragvon BattalGazi » Fr 2. Mai 2014, 17:54

Seit wann lassen sich verbrechen rechtsgültig gegeneinander aufwiegen. Ein Mord wird durch einen anderen nicht gerecht.

Zudem ist die Verschwörungstheorie gegen die Türkei nichts weiter als das, eine Verschwörungstheorie.

Da gabs mal einen Kommentar dazu:


Sie wissen schon wie die Kriegsführung zu jenen Zeiten gewesen ist? Auge um Auge, Zahn um Zahn, aber mir fällt auf, dass für Sie die armenischen Massaker weder schrecklich, noch verachtenswert sind.

Türken sind zu sehr Opfer, um Täter zu sein

Nicht nur die türkische Regierung tobt. Die Türken leugnen ihre Schuld an den Armeniern, weil sie sich lieber in der Rolle des Opfers sehen, kommentiert D. Baspinar.

[...]

Egal zu welchem Ergebnis international renommierte Historiker gelangen, egal wie viele Dokumente die Tötung von Hunderttausenden Armeniern belegen: Die meisten Türken sehen sich als Opfer. Sie leugnen nicht nur die historische Schuld, sie verdrehen die Wirklichkeit.

[...]

Aber er bedient ein Kernelement des türkischen Selbstverständnisses, mag es noch so neurotisch anmuten. Und das ist: Wir sind immer Opfer; wie könnten wir da Täter sein? Die Türken sind so damit beschäftigt, sich über ihr Opfer-Sein immer und überall zu empören, dass sie die eigene Schuld gar nicht in ihr Selbstbild integrieren können.


Und Sie glauben, dass dieser Kommentar allgemein gültig ist?

Schauen Sie mal, das Problem an der ganzen Sache ist, dass die Armenier den Türken etwas vorwerfen, die Türken sagen ok, untersuchen wir mal ob das wirklich so gewesen ist und die Armenier weigern sich.

Wissen Sie, im umgekehrten Falle, würde ich vor ein internationales Gericht ziehen. Oder an einer Historiker Kommission teilnehmen und die Gegner unter der Beweiskraft aller Quellen zerschmettern.

Wo ist jetzt das Problem?? Wenn doch alles so auf der Hand liegt, warum erwartet Armenien eine bedingungslose Anerkennung des Genozid Vorwurfes?
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Re: Nicht anerkannte Minderheiten der Türkei: Kurden und Ara

Beitragvon BattalGazi » Fr 2. Mai 2014, 17:58

Nun waren es aber in vielen Fällen keine Kämpfe, sondern Ermordungsaktionen. Das ist vielfältig belegt.


Es waren gegenseitige Massaker, das ist eindeutig belegt. Anschließend wurden die Armenier deportiert

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Soweit ich informiert bin waren die Kurden an vorderster Front dabei.


Die Armenier schlachteten auch in erster Linie Kurden ab, zumindest die Armenier die mit den Russen aus dem Osten vordrangen.
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Re: Nicht anerkannte Minderheiten der Türkei: Kurden und Ara

Beitragvon Kardux » Fr 30. Mai 2014, 12:54

Subutai » Fr 2. Mai 2014, 17:49 hat geschrieben:
Wasteland » Fr 2. Mai 2014, 17:46 hat geschrieben:
Nun waren es aber in vielen Fällen keine Kämpfe, sondern Ermordungsaktionen. Das ist vielfältig belegt.

Was nicht belegt ist, dass diese Angriffe durch die damalige Osmanische Regierung geplant bzw gesteuert wurden. Deshalb kein Völkermord.

Soweit ich informiert bin waren die Kurden an vorderster Front dabei.

Und?


Die "Angriffe" waren also nicht geplant bzw. gesteuert ? Weshalb wurde dann zu Beginn des Völkermords erst einmal die intellektuelle Elite der Armenier in Istanbul fein säuberlich eliminiert ? Desweiteren gibt es Belege für die Deportationsbefehle von Talaat Pascha.

Nun, reden wir einmal Klartext. Aus Sicht der Türken ist es vielleicht verständlich das man die Armenier als innere Gefahr sah (weil sie das auch waren !), und sie umsiedeln wollte, aber niemand soll doch bitte leugnen das man sie auf Todesmärsche geschickt hat. Und während dieser Todesmärsche hetzte man auch noch Paramilitärs auf die Zivilbevölkerung, speziell die kurdischen Hamidye- Regimenter. Das ist sehr wohl geplant und gesteuert, ergo auch ein Völkermord. Dafür ist das Osmanische Reich verantwortlich, und auch die Kurden haben sich an vorderster Front beteiligt (auch deswegen weil sie die Opfer der armenisch- russischen Vorstöße ins Reich waren).

Wann werden es die Türken endlich lernen das nicht immer sie die Opfer sind ? Man hat die Armenier ihres Landes und weiten Teilen ihrer Bevölkerung beraubt. Das sollte man heute - 100 Jahre danach doch endlich zugeben...
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Re: Nicht anerkannte Minderheiten der Türkei: Kurden und Ara

Beitragvon Subutai » Fr 30. Mai 2014, 16:46

Kardux » Fr 30. Mai 2014, 12:54 hat geschrieben:
Subutai » Fr 2. Mai 2014, 17:49 hat geschrieben:Was nicht belegt ist, dass diese Angriffe durch die damalige Osmanische Regierung geplant bzw gesteuert wurden. Deshalb kein Völkermord.


Und?


Die "Angriffe" waren also nicht geplant bzw. gesteuert ? Weshalb wurde dann zu Beginn des Völkermords erst einmal die intellektuelle Elite der Armenier in Istanbul fein säuberlich eliminiert ? Desweiteren gibt es Belege für die Deportationsbefehle von Talaat Pascha.

Nun, reden wir einmal Klartext. Aus Sicht der Türken ist es vielleicht verständlich das man die Armenier als innere Gefahr sah (weil sie das auch waren !), und sie umsiedeln wollte, aber niemand soll doch bitte leugnen das man sie auf Todesmärsche geschickt hat. Und während dieser Todesmärsche hetzte man auch noch Paramilitärs auf die Zivilbevölkerung, speziell die kurdischen Hamidye- Regimenter. Das ist sehr wohl geplant und gesteuert, ergo auch ein Völkermord. Dafür ist das Osmanische Reich verantwortlich, und auch die Kurden haben sich an vorderster Front beteiligt (auch deswegen weil sie die Opfer der armenisch- russischen Vorstöße ins Reich waren).

Wann werden es die Türken endlich lernen das nicht immer sie die Opfer sind ? Man hat die Armenier ihres Landes und weiten Teilen ihrer Bevölkerung beraubt. Das sollte man heute - 100 Jahre danach doch endlich zugeben...

Deportationsbefehle sind Deportationsbefehle und keine Ermordungsbefehle und dass man die Kurden (Paramilitärs) zum Angriff auf die Armenier steuern und ermutigen musste glaubst du ja wohl selber nicht. Als Kurde musst du doch das Verhältnis der Kurden zur Gewalt und Rache selber bestens kennen. :rolleyes:
Zuletzt geändert von Subutai am Fr 30. Mai 2014, 16:47, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Nicht anerkannte Minderheiten der Türkei: Kurden und Ara

Beitragvon Kardux » Fr 30. Mai 2014, 21:21

Subutai » Fr 30. Mai 2014, 16:46 hat geschrieben:
Kardux » Fr 30. Mai 2014, 12:54 hat geschrieben:
Die "Angriffe" waren also nicht geplant bzw. gesteuert ? Weshalb wurde dann zu Beginn des Völkermords erst einmal die intellektuelle Elite der Armenier in Istanbul fein säuberlich eliminiert ? Desweiteren gibt es Belege für die Deportationsbefehle von Talaat Pascha.

Nun, reden wir einmal Klartext. Aus Sicht der Türken ist es vielleicht verständlich das man die Armenier als innere Gefahr sah (weil sie das auch waren !), und sie umsiedeln wollte, aber niemand soll doch bitte leugnen das man sie auf Todesmärsche geschickt hat. Und während dieser Todesmärsche hetzte man auch noch Paramilitärs auf die Zivilbevölkerung, speziell die kurdischen Hamidye- Regimenter. Das ist sehr wohl geplant und gesteuert, ergo auch ein Völkermord. Dafür ist das Osmanische Reich verantwortlich, und auch die Kurden haben sich an vorderster Front beteiligt (auch deswegen weil sie die Opfer der armenisch- russischen Vorstöße ins Reich waren).

Wann werden es die Türken endlich lernen das nicht immer sie die Opfer sind ? Man hat die Armenier ihres Landes und weiten Teilen ihrer Bevölkerung beraubt. Das sollte man heute - 100 Jahre danach doch endlich zugeben...

Deportationsbefehle sind Deportationsbefehle und keine Ermordungsbefehle und dass man die Kurden (Paramilitärs) zum Angriff auf die Armenier steuern und ermutigen musste glaubst du ja wohl selber nicht. Als Kurde musst du doch das Verhältnis der Kurden zur Gewalt und Rache selber bestens kennen. :rolleyes:


Ja, aber wenn Deportationen systematisch so ausgeführt werden das danach Hunderttausende sterben, ist es klar was die Intention war. So direkt von Vernichtung zu reden wie es das Dritte Reich tat, gab es sowieso nicht in der Menschheitsgeschichte. Alleine das die intellektuellen Köpfe der Armenier in Istanbul erst ausgelöscht wurden zeigte doch klar das man die Armenier auslöschen wollte. Erst nahm man ihnen den Hirten, dann machte man sich heran an die Schafe.
Die Kurden welche sich mehrheitlich an dem Genozid beteiligten gehörten den Hamidiye Regimenter an, eben unter der Führung der Türken. Die Intention die Armenier zu töten war wohl mehr auf die "Beute" bedacht als auf Rache. Trotz der Schuld vieler Kurden an diesem Völkermord wollen wir aber nicht die Hilfe vieler Kurden gegenüber der Armenier vergessen, speziell der Dêrsim- Kurden, die das später teuer bezahlen mussten (siehe Dêrsim- Genozid 1938).

Ihre Relativierungen sind höchst peinlich, die Jungtürken haben die Wirren des Ersten Weltkriegs für sich ausgenützt um die Türkei ethnisch zu säubern. Die Pogrome an den Armeniern waren doch nichts Neues, das gab es doch schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Überhaupt hatten die Armenier es nicht leicht im Osmanischen Reich.
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Re: Nicht anerkannte Minderheiten der Türkei: Kurden und Ara

Beitragvon Subutai » Fr 30. Mai 2014, 22:42

Kardux » Fr 30. Mai 2014, 21:21 hat geschrieben:
Subutai » Fr 30. Mai 2014, 16:46 hat geschrieben:Deportationsbefehle sind Deportationsbefehle und keine Ermordungsbefehle und dass man die Kurden (Paramilitärs) zum Angriff auf die Armenier steuern und ermutigen musste glaubst du ja wohl selber nicht. Als Kurde musst du doch das Verhältnis der Kurden zur Gewalt und Rache selber bestens kennen. :rolleyes:


Ja, aber wenn Deportationen systematisch so ausgeführt werden das danach Hunderttausende sterben, ist es klar was die Intention war. So direkt von Vernichtung zu reden wie es das Dritte Reich tat, gab es sowieso nicht in der Menschheitsgeschichte. Alleine das die intellektuellen Köpfe der Armenier in Istanbul erst ausgelöscht wurden zeigte doch klar das man die Armenier auslöschen wollte. Erst nahm man ihnen den Hirten, dann machte man sich heran an die Schafe.
Die Kurden welche sich mehrheitlich an dem Genozid beteiligten gehörten den Hamidiye Regimenter an, eben unter der Führung der Türken. Die Intention die Armenier zu töten war wohl mehr auf die "Beute" bedacht als auf Rache. Trotz der Schuld vieler Kurden an diesem Völkermord wollen wir aber nicht die Hilfe vieler Kurden gegenüber der Armenier vergessen, speziell der Dêrsim- Kurden, die das später teuer bezahlen mussten (siehe Dêrsim- Genozid 1938).

Ihre Relativierungen sind höchst peinlich, die Jungtürken haben die Wirren des Ersten Weltkriegs für sich ausgenützt um die Türkei ethnisch zu säubern. Die Pogrome an den Armeniern waren doch nichts Neues, das gab es doch schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Überhaupt hatten die Armenier es nicht leicht im Osmanischen Reich.

Das Hunderttausende starben macht die Sachen nicht zum Völkermord, das sind alles Indizien. Es haben ja schließlich auch Hunderttausende die Deportation überlebt, allein diese Tatsache ist ein sehr starkes Indiz, dass es eben kein Völkermord war. Es war auch keine ethnische Säuberung, da die Deportation innerhalb der Grenzen des Osmanischen Reiches stattfand, die Armenier wurden aus Regionen in denen sie Russen geholfen hatten in Gebiete (Syrien) deportiert in denen sie diese Möglichkeit nicht hatten. Es wurden auch nicht alle Armenier deportiert, die Armenier in Izmir und Istanbul sind immer noch dort bzw. deren Nachfahren. Ich frage mich was für ein Völkermord soll das gewesen sein in dem man nur bestimmte Teile einer Ethnie umsiedeld und aber andere unbehelligt lässt und die Umgesiedelten wurden nur von Kurden dahingemetzelt, nicht von Türken. Auch so eine Merwürdigkeit eines angeblich türkischen Völkermords. :rolleyes:

Die Osmanische Regierung hätte keinen Nutzen aus der Ermordung der Armenier gehabt, ganz im Gegegenteil, sie hätten befürchten müssen ihre Haupt-Allierten christliche Europäer gegen sich aufzubringen. Den einzigen Nutzen aus den Massakern haben die Kurden bezogen, denn sie haben sich der Frauen und Hab und Gut der Armenier bemächtigt. Ich finde es unter aller sau, dass ihr jetzt kommt und so tut als wäret ihr auch irgendwie Opfer gewesen und man hätte euch gezwungen die Armenier zu ermorden, als ob das möglich gewesen wäre. :rolleyes:

Zu Repartion sollten wir möglicherweise, den Armeniern das Rückkehrrecht in die Gebiete einräumen, die damals von den Kurden übernommen wurden.
Zuletzt geändert von Subutai am Fr 30. Mai 2014, 22:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nicht anerkannte Minderheiten der Türkei: Kurden und Ara

Beitragvon Mari » Fr 30. Mai 2014, 23:06

Subutai » Fr 30. Mai 2014, 23:42 hat geschrieben:
Kardux » Fr 30. Mai 2014, 21:21 hat geschrieben:
Ja, aber wenn Deportationen systematisch so ausgeführt werden das danach Hunderttausende sterben, ist es klar was die Intention war. So direkt von Vernichtung zu reden wie es das Dritte Reich tat, gab es sowieso nicht in der Menschheitsgeschichte. Alleine das die intellektuellen Köpfe der Armenier in Istanbul erst ausgelöscht wurden zeigte doch klar das man die Armenier auslöschen wollte. Erst nahm man ihnen den Hirten, dann machte man sich heran an die Schafe.
Die Kurden welche sich mehrheitlich an dem Genozid beteiligten gehörten den Hamidiye Regimenter an, eben unter der Führung der Türken. Die Intention die Armenier zu töten war wohl mehr auf die "Beute" bedacht als auf Rache. Trotz der Schuld vieler Kurden an diesem Völkermord wollen wir aber nicht die Hilfe vieler Kurden gegenüber der Armenier vergessen, speziell der Dêrsim- Kurden, die das später teuer bezahlen mussten (siehe Dêrsim- Genozid 1938).

Ihre Relativierungen sind höchst peinlich, die Jungtürken haben die Wirren des Ersten Weltkriegs für sich ausgenützt um die Türkei ethnisch zu säubern. Die Pogrome an den Armeniern waren doch nichts Neues, das gab es doch schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Überhaupt hatten die Armenier es nicht leicht im Osmanischen Reich.

Das Hunderttausende starben macht die Sachen nicht zum Völkermord, das sind alles Indizien. Es haben ja schließlich auch Hunderttausende die Deportation überlebt, allein diese Tatsache ist ein sehr starkes Indiz, dass es eben kein Völkermord war. Es war auch keine ethnische Säuberung, da die Deportation innerhalb der Grenzen des Osmanischen Reiches stattfand, die Armenier wurden aus Regionen in denen sie Russen geholfen hatten in Gebiete (Syrien) deportiert in denen sie diese Möglichkeit nicht hatten. Es wurden auch nicht alle Armenier deportiert, die Armenier in Izmir und Istanbul sind immer noch dort bzw. deren Nachfahren. Ich frage mich was für ein Völkermord soll das gewesen sein in dem man nur bestimmte Teile einer Ethnie umsiedeld und aber andere unbehelligt lässt und die Umgesiedelten wurden nur von Kurden dahingemetzelt, nicht von Türken. Auch so eine Merwürdigkeit eines angeblich türkischen Völkermords. :rolleyes:

Die Osmanische Regierung hätte keinen Nutzen aus der Ermordung der Armenier gehabt, ganz im Gegegenteil, sie hätten befürchten müssen ihre Haupt-Allierten christliche Europäer gegen sich aufzubringen. Den einzigen Nutzen aus den Massakern haben die Kurden bezogen, denn sie haben sich der Frauen und Hab und Gut der Armenier bemächtigt. Ich finde es unter aller sau, dass ihr jetzt kommt und so tut als wäret ihr auch irgendwie Opfer gewesen und man hätte euch gezwungen die Armenier zu ermorden, als ob das möglich gewesen wäre. :rolleyes:

Zu Repartion sollten wir möglicherweise, den Armeniern das Rückkehrrecht in die Gebiete einräumen, die damals von den Kurden übernommen wurden.


Jetzt komm mal zur Sache, findest Du das in Ordnung, wie in der Türkei mit Aramäern und Kurden umgegangen wird?
LG Mari
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Re: Nicht anerkannte Minderheiten der Türkei: Kurden und Ara

Beitragvon Subutai » Fr 30. Mai 2014, 23:59

Mari » Fr 30. Mai 2014, 23:06 hat geschrieben:
Subutai » Fr 30. Mai 2014, 23:42 hat geschrieben:Das Hunderttausende starben macht die Sachen nicht zum Völkermord, das sind alles Indizien. Es haben ja schließlich auch Hunderttausende die Deportation überlebt, allein diese Tatsache ist ein sehr starkes Indiz, dass es eben kein Völkermord war. Es war auch keine ethnische Säuberung, da die Deportation innerhalb der Grenzen des Osmanischen Reiches stattfand, die Armenier wurden aus Regionen in denen sie Russen geholfen hatten in Gebiete (Syrien) deportiert in denen sie diese Möglichkeit nicht hatten. Es wurden auch nicht alle Armenier deportiert, die Armenier in Izmir und Istanbul sind immer noch dort bzw. deren Nachfahren. Ich frage mich was für ein Völkermord soll das gewesen sein in dem man nur bestimmte Teile einer Ethnie umsiedeld und aber andere unbehelligt lässt und die Umgesiedelten wurden nur von Kurden dahingemetzelt, nicht von Türken. Auch so eine Merwürdigkeit eines angeblich türkischen Völkermords. :rolleyes:

Die Osmanische Regierung hätte keinen Nutzen aus der Ermordung der Armenier gehabt, ganz im Gegegenteil, sie hätten befürchten müssen ihre Haupt-Allierten christliche Europäer gegen sich aufzubringen. Den einzigen Nutzen aus den Massakern haben die Kurden bezogen, denn sie haben sich der Frauen und Hab und Gut der Armenier bemächtigt. Ich finde es unter aller sau, dass ihr jetzt kommt und so tut als wäret ihr auch irgendwie Opfer gewesen und man hätte euch gezwungen die Armenier zu ermorden, als ob das möglich gewesen wäre. :rolleyes:

Zu Repartion sollten wir möglicherweise, den Armeniern das Rückkehrrecht in die Gebiete einräumen, die damals von den Kurden übernommen wurden.


Jetzt komm mal zur Sache, findest Du das in Ordnung, wie in der Türkei mit Aramäern und Kurden umgegangen wird?

Die Aramäer sind irrelevant, mit den Kurden müssen wir uns irgend wie einigen oder einen sehr langen Abnutzungskrieg in Kauf nehmen, das für keine Seite von Vorteil wäre.
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Re: Nicht anerkannte Minderheiten der Türkei: Kurden und Ara

Beitragvon Tantris » Sa 31. Mai 2014, 01:10

Subutai » Sa 31. Mai 2014, 00:59 hat geschrieben:
Mari » Fr 30. Mai 2014, 23:06 hat geschrieben:
Jetzt komm mal zur Sache, findest Du das in Ordnung, wie in der Türkei mit Aramäern und Kurden umgegangen wird?

Die Aramäer sind irrelevant, mit den Kurden müssen wir uns irgend wie einigen oder einen sehr langen Abnutzungskrieg in Kauf nehmen, das für keine Seite von Vorteil wäre.


Solange menschen als "irrelevant" angesehen werden, kann sich sowas auch wiederholen.

Es wird vielleicht doch zeit, sich der geschichte zu stellen und seine würde wieder zu erlangen.
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odiug
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Re: Nicht anerkannte Minderheiten der Türkei: Kurden und Ara

Beitragvon odiug » Sa 31. Mai 2014, 01:59

Subutai » Fr 2. Mai 2014, 16:08 hat geschrieben:
Wasteland » Fr 2. Mai 2014, 15:58 hat geschrieben:
Nur das es in diesem Fall in jedem Fall ein Massenmord ist, ganz egal wie man es nennt.

Nein, informiere dich bitte. Vökermord ist definitionsmäßig durch eine Regierung gezielt und geplant, wenn aber bei der Umsiedlung viele durch äußere Umstände und/oder Angriffe von Banden´umkommen, dann ist es kein Völkermord.

Wenn eine Regierung den Tot grosser Teile der Zivilbevoelkerung bei von ihr angeordneten Massnahmen, wie zB Umsiedlungen billigend in Kauf nimmt, dann ist das Voelkermord.
Da beisst die Maus keinen Faden ab.
Zuletzt geändert von odiug am Sa 31. Mai 2014, 02:06, insgesamt 2-mal geändert.
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