Der Machtkampf zwischen Gülen und Erdogan

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Subutai
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Der Machtkampf zwischen Gülen und Erdogan

Beitragvon Subutai » Di 17. Dez 2013, 19:57

Staatsanwälte ermitteln gegen seine Minister, Prominente verlassen seine Partei, Unterstützer wenden sich ab: Die Macht des türkischen Premierministers Erdogan erodiert. Mit seinem einstigen Verbündeten der islamistischen Gülen-Bewegung erwächst ihm ein starker Feind.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/e ... 39529.html



Der Machtkampf ist seit langem am Köcheln und hier sind meine Eindrücke dazu (aus dem Gedächtnis):

Erdogan und andere aus der Milligörüsbewegung haben sich mit den Gülenisten in der AKP gegen die Kemalisten so um 2002 formiert. Den Gülenisten wird nachgesagt (was höchst wahrscheinlich auch stimmt) dass sie die Polizei und den Justizapparat weitesgehend unterwandert haben.

Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Erdoganlager und den Gülenisten gibt es eigentlich schon länger, das fing 2010 mit der Mavi Marmara Operation an, den Gülen kritisiert aber Erdogan gelobt/initiiert hatte.

Einen ersten Höhepunkt hat der Streit aber mit der Ernennung von Hakan Fidan (einem Erdogan-Vertratuen) zum Geheimdinstchef erreicht. Die türkische Justiz hat gleich danach ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet, Erdogan hat reagiert und hat extra ein Immunitätsgesetzt für ihn erlassen.

Erdogan hat dann in den letzten jahren wohl viele Gülenisten aus wichtigen Positionen der AKP gesäubert.
Dann kamen die Geziproteste, hier geschah dann für Menschen mit wenig Durchblick (aber natürlich nicht für mich) etwas überraschendes, alle Gülenmedien, die bislang als regierungsfreundlich galten, haben gegen Erdogan Stellung bezogen und ihn scharf kritisiert. Und Erdogan hat zum ersten mal mehr oder weniger öffentlich die Gülenisten beschuldigt die Regierung destabiliesieren zu wollen.
Und er hat letztens versucht die in der Türkei sehr weit verbreiteten privaten Nachhilfeschulen, die übrigens als einer der wichtigsten Einnahmequellen der Gülenbewegung gelten, zu schließen. Er musste dieses Vorhaben jedoch aufgrund sehr hohen Drucks seitens der Gülenmedien auf ein Jahr "verschieben".

Und es sah so aus als ob der Streit damit erstmal vor den Wahlen unter den Teppich gekehrt worden wäre, aber gestern hat Hakan Sükür -ein berühmter Ex-National-Spieler und Parlementarier der AKP und ein bekennender Gülenist- seine Mitgliedschaft in der AKP gekündigt.
Dazu muss man sagen, er hat vor einigen Tagen noch im Fernsehen versöhnlich über Erdogan gesprochen, deshalb gehe ich mal davon aus, dass er ein Befehl von oben erhalten hat zu kündigen.

Und heute hat die Gülenbewegung ganz schwere Geschütze herausgefahren und gleich über 40 Leute, darunter drei Söhne von Kabinetsmitgliedern aufgrund von Korruptionsvorwürfen verhaften lassen. Ob diese Vorwürfe stimmen ist nebensächlich. Die Tatsache, dass diese Verhaftungswelle gerade drei Monate vor den Regionalwahlen stattfindet, deutet auf eine koordinierte Aktion der Gülenisten hin.

Ganz brisant ist die Tatsache das TOKI ein staatliches Bauunterenehemen, das direkt Erdogans Büro untersteht- auch untersucht wird. Das ist also ein direkter Angriff auf Erdogan selbst.

Ich hoffe für Erdogan nur, dass er gut für diesen Fall vorgesorgt hat, ansonsten sieht es schlecht aus für ihn.
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Re: Der Machtkampf zwischen Gülen und Erdogan

Beitragvon Subutai » Sa 21. Dez 2013, 10:35

Die Strategie der AKP wird nun deutlich. Und sie besteht darin die Gülenbewegung als eine fünfte Kolonne von äußeren Mächten, sprich USA und Israel darzustellen. Da sage ich nur zum Glück gibt es Juden. :)

Deren Logik ist folgendermaßen:

1. Gülen war gegen die Mavi Marmara, die das israelische Embargo gegen die Palestinenser beenden sollte. Gülen hat also seine eigenen Glaubensbrüder verraten, um sich gut mit Israel und somit auch mit der USA zustellen.

2. Die Gülenisten haben versucht die Ernennung von Hakan Fidan zum Geheimdienstchef zu unterbinden, in dem sie ihn damals wegen Geheimtreffen mit der PKK wegen Verrat anklagen wollten. Hakan Fidan hatte im Auftrag von Erdogan gehandelt und der Angriff war somit direkt gegen Erdogan gerichtet. Hakan Fidan wurde auch damals sehr stark von Israel angegriffen, er wurd als ein Agent Irans bezeichnet unsoweiter, danach kam der Angriff der Gülenisten durch die Justiz.

3. Der neuste Korruptionsskandal ist nicht einer, sondern drei verschiedene, die zusammengefasst wurden. Der Erste geht um einen Korruptionsaffaire bei Vergabe von Bauaufträgen im Stadtteil Fatih in Istanbul. Der Zweite befasst sich um Korruption beim TOKI, ein staatliches Bauunternehmen, das Erdogan untersteht. Und der Dritte Fall befasst sich mit der Halkbank es geht hier um illigalen (Gold)Handel mit dem Iran.
Und hier setzt die AKP gegen die Gülenisten an, denn die Halkbank wurde immer wieder durch die USA und Israel beschuldigt das Embargo gegen den Iran zu unterlaufen und die Halkbank ist eine staatliche Bank. D.h. setzt auch nur die Staatspolitik um.

--------------


Diese Argumentationskette ist sehr schlüssig und wird beim türkischen Volk, die von natur aus etwas zum Paranoia und Verschwörungstheorien neigt, gut ankommen.

Ich bin schon sehr gespannt wie das Ganze weitergeht.
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Re: Der Machtkampf zwischen Gülen und Erdogan

Beitragvon Subutai » Sa 21. Dez 2013, 17:28

Es gibt da etwas was für mich keinen Sinn ergibt, unzwar ist der Angriff der Gülenisten so stark, dass am Ende entweder die AKP (die Wahlen) gewinnt und eine Hetzjagt auf die Gülenisten startet oder die AKP (die Wahlen) verliert d.h. die CHP und MHP gewinnen und eine Hetzjagt auf alle AKP-Anhänger starten, somit auch auf Gülünisten.

D.h. Die Gülenisten können nur verlieren, wieso also dieser Angriff, wäre der Angriff auf Erdogan etwas schwächer ausgefallen, würde ich denken, ok, sie wollen ihm eine Lektion erteilen, aber nein der Angriff zielt klar auf die Entmachtung von Erdogan.
Ich setze mal voraus, dass die Gülenstrategen keine Idioten sind. Sie müssen, trotz eines AKP-Untergangs, einen Weg gefunden haben ihr Überleben zu sichern. Und hier kommt die USA ins Spiel. Der Vorsitzender der CHP Kilicdaroglu war vor zwei Wochen in den USA. Mein Vater fragte mich damals, als es im Fernsehen kam, was der wohl dort zutun hätte und ich sagte scherzhaft, die NSA wird ihn wohl fragen wieviele Leute er auf die Straße für den geplanten Umsturzversuch Erdogans bringen kann.

Langer Rede, kurzer Sinn, ich glaube, dass die USA, als Kilicdaroglu in den USA war zwischen ihn und Gülen eine Allianz zusammengeschustert hat, in der Kilicdaroglu nach einem Regierungswechsel der Gülenbewegung versprochen hat sie in Ruhe zu lassen.

Einen Tag nach dem die Korruptionsaffaire von den Gülenisten losgetreten wurde, hat sich Kilicdaroglu mit dem Amerikanischem General-Konsul Frank Ricciardone getroffen.

Dazu kommt, es ist plötzlich ein Ricciardone-Zitat aufgetacht, in dem er vor EU-Diplamaten folgendes gesagt haben soll: "wir haben sie immer wieder über die Halkbank gewarnt und sie haben nicht auf uns gehört, aber bald werden wir den Untergang eines Imperiums erleben."

Erdogan hat Ricciardone, ohne ihn namentlich zu nennen, kürzlich sehr scharf angegriffen, der hat dann alles bestritten, aber er ist Ami und man glaubt ihm natürlich nicht.

Aber ich glaube tatsächlich dass die USA gerade versuchen einen Regierungswechsel in der Türkei herbeizuführen, denn ansonsten würden die Attaken der Gülenbewegung absolut keinen Sinn ergeben.
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Re: Der Machtkampf zwischen Gülen und Erdogan

Beitragvon Dragus » Sa 21. Dez 2013, 18:18

Subutai » Sa 21. Dez 2013, 11:58 hat geschrieben:Es gibt da etwas was für mich keinen Sinn ergibt, unzwar ist der Angriff der Gülenisten so stark, dass am Ende entweder die AKP (die Wahlen) gewinnt und eine Hetzjagt auf die Gülenisten startet oder die AKP (die Wahlen) verliert d.h. die CHP und MHP gewinnen und eine Hetzjagt auf alle AKP-Anhänger starten, somit auch auf Gülünisten.

D.h. Die Gülenisten können nur verlieren, wieso also dieser Angriff, wäre der Angriff auf Erdogan etwas schwächer ausgefallen, würde ich denken, ok, sie wollen ihm eine Lektion erteilen, aber nein der Angriff zielt klar auf die Entmachtung von Erdogan.[...]

Die Gülünisten haben die Wahl zwischen Verlieren (also ohne Gegenwehr politisch kalt gestellt zu werden) ohne sich zu Rächen oder mit aufrechtem Gang ab zu treten und sich an Erdogan zu für seine gebrochenen Versprechen zu revanchieren. Sollten sogar stichfeste Beweise auftauchen, wird ihnen das bei vielen einfachen Türken hoch angerechnet werden.

Die USA haben nicht die Möglichkeit, die Wahlen in der Türkei zu beeinflussen, sie können die Gülünisten nicht retten - das könnte allerdings ein Arrangement mit dem türkischen Militär. Angesichts der vielen außenpolitischen Fehlschläge dürfte es dem Militär alles andere als egal sein, was Erdogan bisher an Porzellan zerschlagen hat und die Gülünisten haben außenpolitisch einen Kurs, der sich mit denen der Kemalisten weitgehend deckt.
Aber ich glaube tatsächlich dass die USA gerade versuchen einen Regierungswechsel in der Türkei herbeizuführen, denn ansonsten würden die Attaken der Gülenbewegung absolut keinen Sinn ergeben.

Ich halte das für eine rein türkische Angelegenheit. Erdogan ist die Person, die seit seinem Machtantritt mit VTs argumentiert und immer ausländische Verschwörer hinter innenpolitischen Konkurrenten sieht. Da ist er ganz auf der Linie der Islamisten. Vielleicht hätte er sich gegenüber den Gülünisten einfach fair verhalten sollen? Die Macht ist ihm offensichtlich zu Kopf gestiegen.
Zuletzt geändert von Dragus am Sa 21. Dez 2013, 18:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Machtkampf zwischen Gülen und Erdogan

Beitragvon Subutai » Sa 21. Dez 2013, 18:32

Dragus » Sa 21. Dez 2013, 18:18 hat geschrieben:Die Gülünisten haben die Wahl zwischen Verlieren (also ohne Gegenwehr politisch kalt gestellt zu werden) ohne sich zu Rächen oder mit aufrechtem Gang ab zu treten und sich an Erdogan zu für seine gebrochenen Versprechen zu revanchieren. Sollten sogar stichfeste Beweise auftauchen, wird ihnen das bei vielen einfachen Türken hoch angerechnet werden.

Nein, die Gülenisten könnten noch eine Spaltung der AKP betreiben und eine eigene Partei Gründen, das aber würde erst nach den Wahlen wirken. Die Tatsache, dass sie jetzt schon zuschlagen bedeutet, dass sie sich mit der CHP geeinigt haben.

Die USA haben nicht die Möglichkeit, die Wahlen in der Türkei zu beeinflussen, sie können die Gülünisten nicht retten - das könnte allerdings ein Arrangement mit dem türkischen Militär. Angesichts der vielen außenpolitischen Fehlschläge dürfte es dem Militär alles andere als egal sein, was Erdogan bisher an Porzellan zerschlagen hat und die Gülünisten haben außenpolitisch einen Kurs, der sich mit denen der Kemalisten weitgehend deckt.

Und ob sie die Wahlen beeinflussen können, wenn dieses Korruptionsskandal von ihnen initiiert wurde, ist es nichts anderes als der Versuch einer Wahlbeeinflussung. Und du gibst ja auch selber zu, dass die Gülenisten und die CHP die gleiche, pro-westliche Außenpolitik verfolgen. Dass das Militär darin verwickelt ist, glaube ich nicht es gibt keinerlei Anzeichen dafür.

Ich halte das für eine rein türkische Angelegenheit. Erdogan ist die Person, die seit seinem Machtantritt mit VTs argumentiert und immer ausländische Verschwörer hinter innenpolitischen Konkurrenten sieht. Da ist er ganz auf der Linie der Islamisten. Vielleicht hätte er sich gegenüber den Gülünisten einfach fair verhalten sollen? Die Macht ist ihm offensichtlich zu Kopf gestiegen.

In Anbetracht der Wichtigkeit der Türkei für die USA, wäre es sehr unwahrscheinlich, wenn die USA nicht darin verwickelt wären. Und genau kann man sich gegen eine fünfte Kolonne fair verhalten? ;)
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Re: Der Machtkampf zwischen Gülen und Erdogan

Beitragvon palulu » Sa 21. Dez 2013, 19:06

Subutai » Di 17. Dez 2013, 20:57 hat geschrieben:Dann kamen die Geziproteste, hier geschah dann für Menschen mit wenig Durchblick (aber natürlich nicht für mich) etwas überraschendes, alle Gülenmedien, die bislang als regierungsfreundlich galten, haben gegen Erdogan Stellung bezogen und ihn scharf kritisiert.


Es interessiert mich. Kannst Du das belegen? Während der Proteste habe ich nicht wirklich wahrgenommen, dass sie ihn kritisierten. Erst jetzt wird sein Umgang mit den Protesten kritisch gewürdigt.
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Re: Der Machtkampf zwischen Gülen und Erdogan

Beitragvon Subutai » Sa 21. Dez 2013, 20:14

palulu » Sa 21. Dez 2013, 19:06 hat geschrieben:
Es interessiert mich. Kannst Du das belegen? Während der Proteste habe ich nicht wirklich wahrgenommen, dass sie ihn kritisierten. Erst jetzt wird sein Umgang mit den Protesten kritisch gewürdigt.

Ich verfolge die Meinung der Gülenisten über S-Haber, aus irgendeinem Grund erscheint die Zaman nicht in der Googlenews, und ich bezog mich auch auf die Meinungsverschiedenheiten zwischen Erdogan und den Gülenisten in der AKP während der Geziproteste, wie Arinc und auch Gül. Aber ich habe jetzt ein bischen gegooglet und tatsächlich scheint Gülen in seiner Predigt zu den Geziprotesten eher eine neutrale Position einzunehmen. Er kritisiert die zur Gewalt greifenden Demonstranten, sowie auch die Überreaktion der Polizei. Das könnte allerdings auch nur dazu gedient haben keine schlafenden Hunde zu wecken, zumindest nicht bevor die Geschütze bereit sind.
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Re: Der Machtkampf zwischen Gülen und Erdogan

Beitragvon Dragus » Sa 21. Dez 2013, 20:22

Subutai » Sa 21. Dez 2013, 13:02 hat geschrieben:Nein, die Gülenisten könnten noch eine Spaltung der AKP betreiben und eine eigene Partei Gründen, das aber würde erst nach den Wahlen wirken. Die Tatsache, dass sie jetzt schon zuschlagen bedeutet, dass sie sich mit der CHP geeinigt haben.

Das sie vor den Wahlen zu schlagen, ist sogar der eindeutige Beleg dafür, das sie mit Erdogan fertig sind. Darüber hinaus sind die Gülenisten ein geduldsamer Verein mit offensichtlich intellektueller Führung und einer langfristigen Strategie. Dagegen ist Erdogan ein kurzsichtiger Machtmensch, der selbst treue Verbündete für seine Machtspiele opfert. Erdogan wollte die Gülenisten tot stellen und seine Wiederwahl hätte ihm dazu möglicherweise die Macht verschafft. Da haben sie ihm schon mal einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Und ob sie die Wahlen beeinflussen können, wenn dieses Korruptionsskandal von ihnen initiiert wurde, ist es nichts anderes als der Versuch einer Wahlbeeinflussung. Und du gibst ja auch selber zu, dass die Gülenisten und die CHP die gleiche, pro-westliche Außenpolitik verfolgen. Dass das Militär darin verwickelt ist, glaube ich nicht es gibt keinerlei Anzeichen dafür.

Der Kooruptionsskandal und die dahinter stehenden Gülenisten sind keine Amerikaner und nicht der CIA. Und falls nun tatsächlich Korruption in großem Stil nachgewiesen wird, ist der Skandal auch nicht initiiert, sondern eine längst überfällige Abrechnung mit dem Erdogan Klan. Wäre dem nicht so, du kannst dir sicher sein, es hätten nicht so viele Funktionäre in Polizei/Justiz ihre Karriere dafür riskiert.
Da Gül offenbar enge Kontakte zu den Naqchbandi hat, gehe ich ich nicht davon aus, das seine Gefolgsleute besonders blöd sind und sich gerne von der CIA vorführen lassen. Das will Erdogan den Türken vielleicht vormachen, aber ich kann mir nicht vorstellen, das ihm da außer seinen eigenen Anhängern jemand glauben schenken wird.
In Anbetracht der Wichtigkeit der Türkei für die USA, wäre es sehr unwahrscheinlich, wenn die USA nicht darin verwickelt wären. Und genau kann man sich gegen eine fünfte Kolonne fair verhalten? ;)

Du bist also auf Erdogan Kurs? Er darf seinen besten Verbündeten, den Gülenisten ins Gesicht spucken und wenn sie zurück treten, dann weil sie die fünfte Kolonne der USA sind? :D :D :D

Und die Türkei wichtig für die USA? Sieh mal auf den Atlas, welche Länder die Türkei umgeben und welche die USA, dann bekommst du einen ungefähren Eindruck, wer hier die größeren Probleme hat.
Und Erdogans Außenpolitik war ja ganz Großartig.
Beziehungen zu Ägypten zerstört.
Beziehungen zu Israel zerstört.
Beziehungen zum Iran zerstört, in den Krieg in Syrien verwickelt. Erst wird Al-Nusra unterstützt, dann wieder fallen gelassen.
Der EU mehrmals deutlich gemacht, das man zwar an das Geld will, aber sonst nichts vom Westen hellt.
Und jetzt droht er der USA mal wieder mit dem Abbruch der Beziehungen . . .

Und das ist dann also der für die Nato wichtige Verbündete? Erdogan hat das Land jeglichen Vertrauens seiner ehemaligen Verbündeten beraubt ohne neue Verbündete zu gewinnen. Ob das im Interesse der USA ist, ist doch völlig egal. Die Frage ist, ob das im Interesse der Türkei ist und wer daran interessiert sein könnte, seinen außenpolitischen Amoklauf zu beenden, bevor es ernsthafte Konsequenzen hat.

An den Finanzmärkten waren schon erste Anzeichen zu spüren, das man dem Modell Erdogan nicht mehr traut.
Zuletzt geändert von Dragus am Sa 21. Dez 2013, 20:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Machtkampf zwischen Gülen und Erdogan

Beitragvon Subutai » Sa 21. Dez 2013, 21:42

Dragus » Sa 21. Dez 2013, 20:22 hat geschrieben:Das sie vor den Wahlen zu schlagen, ist sogar der eindeutige Beleg dafür, das sie mit Erdogan fertig sind.

Das auf jeden Fall, wenn sie aber mit sich auch nicht fertig sind, müssen sie mit der AKP nachfolgenden Partei, für den Fall dass dieser unterliegt, verbündet sein. Anssonsten wäre das ein Selbstmord und du sagst ja selbst die Gülenisten sind Intellektuel.

Darüber hinaus sind die Gülenisten ein geduldsamer Verein mit offensichtlich intellektueller Führung und einer langfristigen Strategie. Dagegen ist Erdogan ein kurzsichtiger Machtmensch, der selbst treue Verbündete für seine Machtspiele opfert.

Dass Erdogan keiner langfristigen Strategie folgt halt ich für dein Bauchgefühl, ich denke dass Erdogan hoch intelligent ist und langfristig plant, sonst wäre er nicht dort wo er ist.

Erdogan wollte die Gülenisten tot stellen und seine Wiederwahl hätte ihm dazu möglicherweise die Macht verschafft. Da haben sie ihm schon mal einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Richtig, nicht aber ohne sich abzusichern und genau hier kommen die CHP und die USA als Vermittler zwischen diesen ungleichen Gruppen.


Der Kooruptionsskandal und die dahinter stehenden Gülenisten sind keine Amerikaner und nicht der CIA.

Das die Gülenisten dahinterstecken ist offensichtlich, dass die CIA denen nicht geholfen hat ist eine Behauptung von dir.

Und falls nun tatsächlich Korruption in großem Stil nachgewiesen wird, ist der Skandal auch nicht initiiert, sondern eine längst überfällige Abrechnung mit dem Erdogan Klan.

Falls. Eine Abrechnung mit Erdogan wollen die Kemalisten, nicht die Mehrheit der türkischen Bevölkerung, du bist einer stimmts.

Wäre dem nicht so, du kannst dir sicher sein, es hätten nicht so viele Funktionäre in Polizei/Justiz ihre Karriere dafür riskiert.

Da wäre ich mir nicht sicher, vielen Sektenmitglieder gehen sogar sehr viel weiter wenn es ihnen der Sektenführer befiehlt.

Da Gül offenbar enge Kontakte zu den Naqchbandi hat, gehe ich ich nicht davon aus, das seine Gefolgsleute besonders blöd sind und sich gerne von der CIA vorführen lassen. Das will Erdogan den Türken vielleicht vormachen, aber ich kann mir nicht vorstellen, das ihm da außer seinen eigenen Anhängern jemand glauben schenken wird.

Möglich, die Frage ist nur wieviel Prozent werden seine Anhänger bei den nächsten Wahlen darstellen.

Du bist also auf Erdogan Kurs? Er darf seinen besten Verbündeten, den Gülenisten ins Gesicht spucken und wenn sie zurück treten, dann weil sie die fünfte Kolonne der USA sind? :D :D :D

Ich bin vielmehr für die Türkei und anders als ihr Kemalisten bin ich nicht bereit die Türkei in den Abgrund zu fahren nur um Erdogan eins auszuwischen. ;) Und selbstverständlich, darf er, sollte er einen Verbündeten, dass sich als fünfte Kolonne für dritte Mächte andient nicht nur ins Gesicht spucken, sondern so richtig in die Eier treten, so das sie jeglichen Einfluss verlieren. Das wäre zumindest das was ich tun würde.

Und die Türkei wichtig für die USA? Sieh mal auf den Atlas, welche Länder die Türkei umgeben und welche die USA, dann bekommst du einen ungefähren Eindruck, wer hier die größeren Probleme hat.

Das ist eine Milchmädchen rechnung und das weisst du ganz genau, wenn die Türkei das Lager wechselt ist es mit einem ungeheurem Machtverlusst für die USA gleich bedeutend. Denn die Türkei würde sich ja nicht von den USA abwenden und alleine verbleiben.

Und Erdogans Außenpolitik war ja ganz Großartig.
Beziehungen zu Ägypten zerstört.
Beziehungen zu Israel zerstört.
Beziehungen zum Iran zerstört, in den Krieg in Syrien verwickelt. Erst wird Al-Nusra unterstützt, dann wieder fallen gelassen.

Weitere Milchmädchen Rechungen:

Beziehungen zur Ägypten wurde aufgrund eines Putsches zerstört nicht durch Erdogan, Ägypten hat sich durch den Putsch aus politischem Spiel im Nahen Osten für die nächsten 10 Jahre verabschiedet und da die Militärs dort die Wirtschaft kontrollieren, werden sie auch den Ägyptischen Markt nicht für türkische Unternehmer öffenen. Kurz gesagt Ägypten ist irrelevant.

Die Beziehungen zur Israel lassen sich nur mit einem Anruf aus Ankare wieder beleben, falls irgendeine Notwendigkeit dazu bestehen sollte, die warten nur darauf.

Und was den Syrienkrieg betrifft, da kann sich die Türkei nicht raushalten, ist ein Ding der Unmöglichkeit, dass die türkische Regierung Al-Nusra unterstützen soll ist nur eine Behauptung, die nie belegt wurde. Ich halte das für reine Propaganda von bestimmten politischen Kreisen in der Türkei und Außland.

Und die Beziehungen zum Iran sind doch wieder bestens, da bist du nicht ganz auf dem neusten Stand. Es ist sogar eine Wirtschaftszone zwischen der Türkei und dem Iran im Gespräch.

Aber die Krönung der AKP-Außenpolitik ist der Nordirak. Die AKP hat dort direkt eine Pipeline gegen alle Widerstände (USA, Iran, Irak, die dummen Kemalsiten) durchgesetzt und der Irak hat diese Tatsache letzte woche nicht nur akzeptiert, sondern hat auch noch seine Bereitschaft Irakisches Öl und Gas da durch zu pumpen angedeutet. Eine Zweite Pipeline soll dieses Jahr noch angefangen werden.

Diese Pipelines sind von ungeheuerer Wichtigkeit für die Türkei, die CHP hätte es niemals gewagt, sowas gegen US-Widerstände zu bauen.

Der EU mehrmals deutlich gemacht, das man zwar an das Geld will, aber sonst nichts vom Westen hellt.
Und jetzt droht er der USA mal wieder mit dem Abbruch der Beziehungen . . .

Ich weiss ehrlich gesagt nicht was du willst, ein Beitritt steht zur Zeit nicht zur Debatte. Die EU staaten sind mehrheitlich dagegen, da ist es wurscht ob Erdogan was gegen oder für die EU sagt.

Und das ist dann also der für die Nato wichtige Verbündete? Erdogan hat das Land jeglichen Vertrauens seiner ehemaligen Verbündeten beraubt ohne neue Verbündete zu gewinnen. Ob das im Interesse der USA ist, ist doch völlig egal. Die Frage ist, ob das im Interesse der Türkei ist und wer daran interessiert sein könnte, seinen außenpolitischen Amoklauf zu beenden, bevor es ernsthafte Konsequenzen hat.

Es ist nicht im Interesse der Türkei, zu allem ja und amen zu sagen, es ist z.B. nicht im Interesse der Türkei teuerere Raketen ohne Techtransfer aus den USA zu kaufen. Und die NATO ist schon längst nicht mehr überlebenswichtig für die Türkei.


An den Finanzmärkten waren schon erste Anzeichen zu spüren, das man dem Modell Erdogan nicht mehr traut.

Nein, die Fanzmärkte reagieren allergisch auf Instabile Verhältnisse, diese Verhältnisse wurden nun ganz bewusst durch die Gülensiten und ihre Unterstützer im In und Außland initiiert. Und wenn Erdogan diese Sache überlebt werden sie zurecht einen Preis dafür zahlen müssen.
Zuletzt geändert von Subutai am Mi 25. Dez 2013, 13:32, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Der Machtkampf zwischen Gülen und Erdogan

Beitragvon Subutai » So 22. Dez 2013, 10:11

Ich habe gerade meine Theorie von der Geheimallianz zwischen Gülen und der CHP an regierungsnahe Stellen übermittelt. Mal sehen was sie daraus machen. :)
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Re: Der Machtkampf zwischen Gülen und Erdogan

Beitragvon Subutai » So 22. Dez 2013, 19:48

Ein sehr interessanter Stratfor Artikel aus 2010 zu dem Thema:

Turkey: An Emerging AKP-Gulenist Split?


The relationship between the ruling Justice and Development Party (AKP) and the Gulen movement -- allies in undermining the power of Turkey's unelected secular establishment in the military and judiciary -- appears to be fraying. The differences are rooted in the proper role for Turkey on the international stage and the speed at which the Turkish military should be sidelined from politics. While the AKP and the Gulenists will both work to pass the Sept. 12 constitutional referendum that would open up the secularist-dominated judiciary, there are signs the nature of their partnership is likely to shift.


.......

The Gulen movement's interests largely aligned with the Islamist-rooted AKP when it came to power in 2002, and the Gulenists saw the AKP as a political vehicle through which it could achieve its goals. Besides their religious links, these two groups, along with non-religious elements looking to assert civilian authority in Turkey, have adopted a common position against Turkey's traditional power center from which they perceived a threat: the staunchly secular Turkish military. In the course of their struggle against the army, the AKP benefited from Gulenist supporters' votes and the Gulen movement's broad network (which it has built up over decades and has members in key posts across various government institutions). Indeed, much of the evidence in several alleged coup plots by the military against the AKP -- the Ergenekon, Sledgehammer and Cage cases -- is believed to have been leaked by the Gulenist network within government institutions.

However, as the threat posed by the military to the AKP has gradually diminished and the party has asserted the predominance of civilian control over the government, fissures have emerged between the two groups over how far to go in limiting the military's power over Turkish political affairs. Undermining the military's influence in politics has been a decade-long effort for the Gulenists, a response to the overthrow of several democratically elected, Islamist-rooted political parties for allegedly violating the constitutional principles of secularism set at the foundation of the state. Because of this experience, the Gulen movement would like to see the AKP take a harder line with the military, while the AKP feels the need to maintain a working relationship with the army to get things done politically. Both the Gulen movement and the AKP also continue to struggle with being seen as "too Islamist," particularly in their portrayal to the West. Thus, both sides have increasingly sought ways to distance themselves from each other in public and use such fissures in an attempt to appear more pragmatic than the other.

The first public sign of a divergence surfaced when Gulen openly opposed the Turkish government's decision to allow an aid flotilla to sail toward the Gaza Strip in an attempt to break the Israeli blockade, which resulted in a May 31 Israeli raid on Turkish vessels that left nine Turks dead. Gulen's statement was intended to demonstrate the transnational character of the Gulen movement and a desire to avoid being linked too closely with the AKP's hard-line official stance on the issue. Gulen was also seizing the opportunity to portray his group -- a movement with businesses and schools across the world -- as more pragmatic than the AKP and thus more acceptable to the West to counter common criticism that it follows a purely Islamist agenda.

Further differences appeared when the Supreme Military Council, composed of the civilian government and army members, convened to decide on top military appointments Aug. 1. A Turkish court had issued arrest warrants for 102 military officials -- some of whom were generals expecting promotions -- before the council convened, in an attempt to weaken the army's position and allow the AKP to impose its decisions on military appointments, which has traditionally been the army's prerogative. However, none of the 102, save for one low-ranking soldier, were taken into custody despite the warrants. The Gulenists had pushed for arrests, but the AKP annulled the warrants to reach a compromise with the military on promotions. The AKP also ignored later Gulenist calls for the resignations of the interior and defense ministers for failing to arrest the officials.

The annulment angered the Gulen movement, which had pledged its support for the AKP-initiated constitutional referendum altering the makeup of the secularist-dominated Constitutional Court and Supreme Board of Judges and Prosecutors. While the AKP says the amendment will make these institutions more democratic, its opponents say that the package will allow Gulenists to infiltrate the high courts more easily, which would give the AKP more power over the judiciary.

Tensions between the Gulenists and the AKP appear to be building in the lead-up to the referendum, and the recent publication of a book by a prominent police chief detailing the Gulenist infiltration of the Turkish security apparatus is now causing waves within Turkey over Islamist clout in key institutions, particularly police intelligence. The timing of the book's release, just weeks prior to the referendum, was designed to damage the Gulen movement's relationship with the AKP, which has already begun to view its Gulenist allies as a liability as much as they are an asset -- the Turkish justice minister said allegations against the group laid out in the book will be seriously investigated.

Though the AKP still needs the Gulen network's support for the September referendum as well as the July 2011 parliamentary elections, the AKP is likely to become more active in trying to curtail the Gulen movement's influence after the vote.
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Re: Der Machtkampf zwischen Gülen und Erdogan

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 25. Dez 2013, 09:46

Der Prediger Gülen sitzt doch im Exil in den USA?

Gibt es eigentlich eine Meinung dazu, daß Erdogan und die AKP, unter der die Türkei eine wesentlich selbstbewußtere Rolle als zur Zeit des Kalten Krieges spielte und in den letzten Jahren oft mit den USA und Israel deshalb kollidierte, irgendwie wieder in die "alte Rolle" zurückgezwängt werden soll? Eine ähnliche Rolle, im wesentlichen als Sicherheitssäule im Südosten der NATO spielen soll. Also wieder mehr mit den USA und Israel zusammenarbeiten soll? Erdogan wähnt ja internationale Verschwörungen, die dahingehen sollen. Natürlich mag Filz, Korruption und Vetternwirtschaft als faktischer Grund dienen. Der soll ja global nicht selten Vorkommen.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
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Re: Der Machtkampf zwischen Gülen und Erdogan

Beitragvon Externsteine » Fr 27. Dez 2013, 18:46

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Re: Der Machtkampf zwischen Gülen und Erdogan

Beitragvon Dragus » Fr 27. Dez 2013, 23:08

Die Finanzmärkte sind vom Krisenmanagement Erdogans offenbar nicht besonders angetan. Das er zu Ausfällen und VTs neigt, war ja bekannt, aber nun hat er eine Grenze überschritten. Mal sehen, wer nun einspringt. Vielleicht die Saudis, die haben ja schon Ägypten gerettet :D
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Re: Der Machtkampf zwischen Gülen und Erdogan

Beitragvon Externsteine » Sa 28. Dez 2013, 16:30



Auch wenn du Erdogan-Anhänger bist, solltest du andere Meinungen respektieren und unliebsame Kommentare nicht als Spam abtun, wenn sie zutreffend sind.
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Berk
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Re: Der Machtkampf zwischen Gülen und Erdogan

Beitragvon Berk » So 2. Mär 2014, 16:46

Ich kann nur Lachen Erdogan ( Saß im Knast) und Gülen ( im Exil weil Terroristische ambitionen) Arbeiten Jahrelang hand in Hand mit einander , vorwurf von Erdogan an Gülen er habe/hat die Justiz und die Exekutive unterwandert aber er tut nichts um es zu ändern sondern er setzt lieber seine eigenen Leute ein .... hat er Gut von seinem Lehrer Gülen gelernt.
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Re: Der Machtkampf zwischen Gülen und Erdogan

Beitragvon Diskutator » Sa 8. Mär 2014, 14:54

Und es sind immer die andern Schuld und soundso ist das alles nur eine Verschwörung gegen den Heilsbringer und Vater der großen Türkei....

Mann Gottes, wenn Erdogan auch nur noch einen funken Anstand in seinem verlogenen Leib trägt, geht er mit einem Rest Würde aus seinem Amt. Aber stattdessen zieht es dieser Mann ja vor sich eher so aufzuführen wie Lach-Mal-dine-Schlapp im Iran zu seiner Zeit. Aber die Türken sind aufgeklärt und mündig und wissen leider Gottes dass sie sich nicht allen Scheiß erzählen lassen müssen, erst Recht nicht von der Regierung.
Dies ist eine Signatur, sie soll Untstreichen wie der Benutzer tickt.
Erwarten Sie also keine Biografie im Kurzformat, schließlich bin ich nur eine Signatur und kein gesammeltes Werk über zwei Dekaden.
Nun lesen Sie schon endlich weiter, hier gibt es soviel interessantere Sachen...

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