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Re: Wie die russische Militärmacht und Bedrohung reduzieren?

Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 13:17
von Senexx
Containment
Containment war der Begriff für die von George F. Kennan entworfene Politik der Eindämmung des russischen Expansionsdrangs, die erstmals in der Truman Doktrin zur Anwendung kam. Auch später gehörte diese Zielrichtung immer zum Inventar westlicher Friedenspolitik.

In russischen Frühling hat man diese Politik mehr oder minder beerdigt, sehr bald aber gemerkt, dass es ohne sie nicht geht. Die Osteuropäer haben in die NATO gedrängt, weil sie anders als der Westen kein kurzes Gedächtnis haben, und wissen, dass mit den Russen nicht zu spassen ist, und Russland wieder zu Großmacht- und Hegemonieambitionen zurückkehren würde.

Jetzt wäre eine günstige Gelegenheit, die Russen aus dem Mittelmeer zu vertreiben und diese Gegend ein wenig sicherer zu machen. So ließe sich auch der nahe Osten leichtere befrieden.

Re: Wie die russische Militärmacht und Bedrohung reduzieren?

Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 13:30
von Ammianus
Langsam fragt man sich wirklich, ob Meschugge nicht irgendwie immer mehr zum Trumpf wird. Klar, die russische Basis in Syrien zusammenschießen. Da vertreibt man dann die Russen aus dem Mittelmeer. Ist doch ganz einfach.

Russland aber ist mit Syrien verbündet. Syrien wird vom Assad-Regime regiert und ist ein souveränes Land. Der Regime-Chance ist vollkommen gescheitert. Ein Angriff auf den Hafen wäre ein Angriff auf einen souveränen Staat. Russland als dessen Verbündeter hätte jedes Recht, die angreifenden Schiffe seinerseits anzugreifen.

Russland und die USA werden z.Z. von zwei Problembären regiert. Putin ist der Besonnenere während Trump von seinem Umfeld mehr oder weniger in Schach gehalten wird. Dieser Tweed z.B. von dem er dann gestern zurückgerudert ist, wäre eigentlich Grund für seine sofortige Festsetzung und Einweisung in eine Klinik.

Re: Wie die russische Militärmacht und Bedrohung reduzieren?

Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 13:54
von Moses
Dieser Strang wird Inhaltlich und auch von der Intension her einer genaueren Untersuchung unterzogen - außerdem werden einige Beiträge entfernt, die rein provozieren, hetzerisch oder simpel Spam sind.

Moses
Mod

wieder offen:

Ich bitte darum auch in diesem Strang ganz besonders aufmerksam auf Provokationen und ad personam sowie auf Spam zu verzichten, das Thema ist so schon heikel genug

Moses
Mod

Re: Wie die russische Militärmacht und Bedrohung reduzieren?

Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 15:00
von Senexx
Senexx hat geschrieben:(12 Apr 2018, 22:48)


Nun lesen wird, dass die russischen Kriegsschiffe den Hafen von Syrien "aus Sicherheitsgründen" verlassen haben.

https://www.welt.de/politik/ausland/liv ... icker.html

Warum nutzt man diese Gelegenheit nicht, den Hafen von Tartus zu zerstören. Das schwächt die russische Militärmacht im Mittelmeer, die dort einfach nicht hingehört. Wenn sie keine Häfn mehr haben, müssen sie abziehen.

Die Frage ist auch, warum die russischen Kriegsschiffe den Hafen verlassen haben.

Nur aus Sicherheitsgründen im Falle eines Natoangriffs auf Syrien?

Oder sollen sie eine Drohkulisse gegen sich nähernde Natoschiffe ausfbauen?

Re: Wie die russische Militärmacht und Bedrohung reduzieren?

Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 15:28
von Bielefeld09
Senexx hat geschrieben:(13 Apr 2018, 16:00)

Die Frage ist auch, warum die russischen Kriegsschiffe den Hafen verlassen haben.

Nur aus Sicherheitsgründen im Falle eines Natoangriffs auf Syrien?

Oder sollen sie eine Drohkulisse gegen sich nähernde Natoschiffe ausfbauen?

Möglicherweise entzieht es sich der allgemeinen Wahrnehmung,
aber wer auf Fassbomben mit weiteren Bomben reagiert,
der riskiert im Moment einen Weltkrieg.
Das sollte mal zumindest bedacht werden!

Re: Wie die russische Militärmacht und Bedrohung reduzieren?

Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 15:31
von Ebiker
Senexx hat geschrieben:(13 Apr 2018, 08:34)

Das ist eine Machtfrage. Entschlossenheit des Westens vorausgesetzt, ist das eine kleine Sache.


Das ist keine kleine Sache. Es ist der Zündfunke zur Entfesselung eines Atomkrieges. Ich hoffe allen Beteiligten ist das bewußt.

Re: Wie die russische Militärmacht und Bedrohung reduzieren?

Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 15:34
von Senexx
Ebiker hat geschrieben:(13 Apr 2018, 16:31)

Das ist keine kleine Sache. Es ist der Zündfunke zur Entfesselung eines Atomkrieges. Ich hoffe allen Beteiligten ist das bewußt.

Sie glauben also, Putin würde dann mit Atomraketen antworten?

Re: Wie die russische Militärmacht und Bedrohung reduzieren?

Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 15:48
von Ebiker
Ich glaube das ein Angriff auf einen russischen Militärstützpunkt bis zum Atomkrieg eskalieren kann. Ich hoffe sehr das es nicht dazu kommt.

Re: Wie die russische Militärmacht und Bedrohung reduzieren?

Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 16:02
von Bielefeld09
Ebiker hat geschrieben:(13 Apr 2018, 16:48)

Ich glaube das ein Angriff auf einen russischen Militärstützpunkt bis zum Atomkrieg eskalieren kann. Ich hoffe sehr das es nicht dazu kommt.

Hoffnung hilft da wenig.
Das abwenden einer weiteren Eskalation gelingt nur über Verhandlungen und Sanktionen.
Und sollte Assad wieder einmal Fassbomben geworfen haben,
dann hat er sich in Den Haag zu verantworten.
Und Atommächte wie Russland und die USA sind sowieso nur über Diplomatie
und Sanktionen zu steuern.
Warum ist das nicht klar?

Re: Wie die russische Militärmacht und Bedrohung reduzieren?

Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 16:06
von Adam Smith
Bielefeld09 hat geschrieben:(13 Apr 2018, 17:02)

Hoffnung hilft da wenig.
Das abwenden einer weiteren Eskalation gelingt nur über Verhandlungen und Sanktionen.
Und sollte Assad wieder einmal Fassbomben geworfen haben,
dann hat er sich in Den Haag zu verantworten.


Und wer soll Assad jetzt verhaften?

Re: Wie die russische Militärmacht und Bedrohung reduzieren?

Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 16:09
von Adam Smith
Senexx hat geschrieben:(13 Apr 2018, 16:34)

Sie glauben also, Putin würde dann mit Atomraketen antworten?


So eine Gefahr gab es bisher nur einmal in der Geschichte. John F. Kennedy hat damit gedroht. Die Russen haben dann nachgegeben. Die Frage ist wie verrückt war John F. Kennedy?

Re: Wie die russische Militärmacht und Bedrohung reduzieren?

Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 16:10
von Audi
Bielefeld09 hat geschrieben:(13 Apr 2018, 17:02)

Hoffnung hilft da wenig.
Das abwenden einer weiteren Eskalation gelingt nur über Verhandlungen und Sanktionen.
Und sollte Assad wieder einmal Fassbomben geworfen haben,
dann hat er sich in Den Haag zu verantworten.
Und Atommächte wie Russland und die USA sind sowieso nur über Diplomatie
und Sanktionen zu steuern.
Warum ist das nicht klar?

USA hat die Fassbomben erfunden und eingesetzt. Wer von denen ist im Knast gelandet? Es ist eine Waffe die tötet wie andere auch

Re: Wie die russische Militärmacht und Bedrohung reduzieren?

Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 16:20
von Bielefeld09
Adam Smith hat geschrieben:(13 Apr 2018, 17:06)

Und wer soll Assad jetzt verhaften?

Möglicherweise nicht jetzt, aber später.
Jetzt sollen aber erst mal Beweise gesichert werden,
bevor man sich auf Putin oder Trump einlässt.
Wie einfach wäre das!

Re: Wie die russische Militärmacht und Bedrohung reduzieren?

Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 20:28
von Kritikaster
Senexx hat geschrieben:(13 Apr 2018, 10:17)

Putin ist nicht verrückt, sondern nur eiskalt und berechnend.

Sie haben, ausweislich ihres Postings, Angst vor Putin. Sie glauben, dass er Krieg führen würde.

Interessant, dass sie daraus nicht den Schluss ziehen, das Putin eine Gefahr und ein potentieller Kriegstreiber ist, sondern ihn sogar noch verteidigen.

Nein, werter Senexx, tut mir leid, aber da liegst Du neben der Spur.

Dass Putin eine Gefahr für den Weltfrieden darstellt, würde ich sicher nicht bestreiten (und regelmäßige Mitleser in diesem Forum dürften mich hierzu kaum anders einschätzen). Deiner Ansicht zur Frage eines sinnvollen Vorgehens mit Blick auf exterritoriale russische Stützpunkte zu widersprechen, was ich mir hiermit erneut zu tun heraus nehme, hat nicht das Geringste mit einer Verteidigung des Kremlzaren und seiner aggressiv-imperialistischen Oligarchenclique zu tun!

Grundsätzlich hat NIEMAND das Recht, aufgrund seiner eigenen Einschätzung einer konkreten (macht-)politischen Situation, völkerrechtlich bindende Abmachungen einseitig außer Kraft zu setzen. Das trifft im von Dir angedachten Angriff auf einen syrischen Hafen ebenso zu, wie es auf die widerrechtliche und bis zum heutigen Tag andauernde Besetzung der ukrainischen Krim durch Kriegstreiber Putin zutrifft.

Re: Wie die russische Militärmacht und Bedrohung reduzieren?

Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 20:36
von unity in diversity
Senexx hat geschrieben:(13 Apr 2018, 08:34)

Das ist eine Machtfrage. Entschlossenheit des Westens vorausgesetzt, ist das eine kleine Sache.

Ist das dein Ernst, oder willst du nur bestimmte User auf die Schippe nehmen?
Um die Frage zu stellen, ob ein begrenzter Giftgaseinsatz einen allgemeinen, europäischen Genozid rechtfertigt?

Re: Wie die russische Militärmacht und Bedrohung reduzieren?

Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 20:50
von Sole.survivor@web.de
Senexx hat geschrieben:(13 Apr 2018, 16:00)

Die Frage ist auch, warum die russischen Kriegsschiffe den Hafen verlassen haben.


Schiffe sind hervorragend dazu geeignet, Häfen zu verlassen und auf dem Meer herumzufahren, vor allem Hochseeschiffe. Man könnte sagen, das umherfahren außerhalb des Hafens ist einer der Hauptzwecke des Schiffbaus an sich.
Der Herr Trump hat zudem wenig Anlass, russische Schiffe auf dem offenen Meer angreifen zu lassen. Er ist, im Gegensatz zu manchen Feierabendstrategen, Präsident eines Landes und an gewisse Prinzipien gebunden.

Re: Wie die russische Militärmacht und Bedrohung reduzieren?

Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 20:59
von unity in diversity
Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(13 Apr 2018, 21:50)

Schiffe sind hervorragend dazu geeignet, Häfen zu verlassen und auf dem Meer herumzufahren, vor allem Hochseeschiffe. Man könnte sagen, das umherfahren außerhalb des Hafens ist einer der Hauptzwecke des Schiffbaus an sich.
Der Herr Trump hat zudem wenig Anlass, russische Schiffe auf dem offenen Meer angreifen zu lassen. Er ist, im Gegensatz zu manchen Feierabendstrategen, Präsident eines Landes und an gewisse Prinzipien gebunden.

Mit Kanonen und ballistischen Raketen, kann man Schiffe nicht treffen. Außer im direkten Richten.
Um englische U-Boote zu orten, braucht man Längstwellenradar, also mehr Reichweite, als Sonare haben.
Die US-Überwassereinheiten, im Mittelmeer, kann man aus dem kaspischen Meer mit Kurzwellenüberhorizontradars peilen, aber nur mit Lenkflugkörpern bekämpfen.

Re: Wie die russische Militärmacht und Bedrohung reduzieren?

Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 22:27
von Senexx
Kritikaster hat geschrieben:(13 Apr 2018, 21:28)

Nein, werter Senexx, tut mir leid, aber da liegst Du neben der Spur.

Dass Putin eine Gefahr für den Weltfrieden darstellt, würde ich sicher nicht bestreiten (und regelmäßige Mitleser in diesem Forum dürften mich hierzu kaum anders einschätzen). Deiner Ansicht zur Frage eines sinnvollen Vorgehens mit Blick auf exterritoriale russische Stützpunkte zu widersprechen, was ich mir hiermit erneut zu tun heraus nehme, hat nicht das Geringste mit einer Verteidigung des Kremlzaren und seiner aggressiv-imperialistischen Oligarchenclique zu tun!

Ich hatte Sie nie im Verdacht, das Lied des Kreml-Herren zu singen.

Grundsätzlich hat NIEMAND das Recht, aufgrund seiner eigenen Einschätzung einer konkreten (macht-)politischen Situation, völkerrechtlich bindende Abmachungen einseitig außer Kraft zu setzen. Das trifft im von Dir angedachten Angriff auf einen syrischen Hafen ebenso zu, wie es auf die widerrechtliche und bis zum heutigen Tag andauernde Besetzung der ukrainischen Krim durch Kriegstreiber Putin zutrifft.

Es ist nicht völkerrechtlich bindend, dass Syrien den Russen Häfen zur Verfügung stellt. Sondern die Abmachung eines verbrecherischen Regimes mit einem anderem verbrecherischen Regime. Abmachungen zwischen Verbrechern sind nichtig.

Re: Wie die russische Militärmacht und Bedrohung reduzieren?

Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 23:17
von Quatschki
Senexx hat geschrieben:(13 Apr 2018, 23:27)

Ich hatte Sie nie im Verdacht, das Lied des Kreml-Herren zu singen.


Es ist nicht völkerrechtlich bindend, dass Syrien den Russen Häfen zur Verfügung stellt. Sondern die Abmachung eines verbrecherischen Regimes mit einem anderem verbrecherischen Regime. Abmachungen zwischen Verbrechern sind nichtig.

Der entscheidende Punkt ist nicht das Völkerrecht, sondern das Prinzip der atomaren Abschreckung.
Es beruht darauf, dass man eine Linie zieht und der andere sie respektiert und nicht überschreitet, weil dann Knöpfchen gedrückt werden. Wenn dann so ein "Ätschbätsch traust dich ja doch nicht"-Typ kommt, der dieses Konzept nicht verstanden hat, dann wird es ungemütlich.
Denn eine Atommacht, die nachdem der Gegner die Linie überschritten hat, weiter hinten eine neue Linie zieht, kann ihre Atomwaffen ebensogut verschrotten.

Re: Wie die russische Militärmacht und Bedrohung reduzieren?

Verfasst: Sa 14. Apr 2018, 06:05
von Senexx
Abschreckung heißt, dass man sich gegenseitig abschreckt, Atomwaffen einzusetzen.