Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

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Ist die russische Regierung an Skripal-Vergiftung beteiligt?

Ja
32
43%
Nein
23
31%
Momentan unklar
19
26%
 
Abstimmungen insgesamt: 74
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yogi61
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon yogi61 » Mo 26. Mär 2018, 14:20

Selina hat geschrieben:(26 Mar 2018, 15:16)

Haste auch wieder recht ;) Spaßenshalber kannste ja mal hier reingucken: viewtopic.php?f=10&t=57962&p=4165196#p4165196 Ich glaub, da werd ich gleich gelyncht :D (also nicht nur der eine Beitrag da. Is ne ganze nette Reihe von Beiträgen seit gestern oder vorgestern ;) )


Ja, dieser Strang ist grossartig. :thumbup: Hin und wieder frage ich dort mal nach, wie es denn jetzt so aussieht mit dem Krieg und ob ich meine Klamotten aus dem Keller holen muss. Ich bekomme aber keine Antwort von den "Russland-Experten" :|
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon der Russe » Mo 26. Mär 2018, 14:23

Welcher Killer wird so komplizierte Waffenart wählen? Für Täter auch gefährlich und als Waffe so unsicher (Opfer lebe immer noch). Es gibt doch einfachere und gut bewährwte Methoden! Das ist doch eine Inszenierung. Und bei der Inszenierung ist wichtig, dass der Mörder möglichst grausam dargestellt wird. Pistole oder Messer würden nicht so grausam wirken.
Warum Inszenierung? Für was? Das werden wir sehen, wofür es als "Begründung" benutzt wird.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Selina » Mo 26. Mär 2018, 14:38

yogi61 hat geschrieben:(26 Mar 2018, 15:20)

Ja, dieser Strang ist grossartig. :thumbup: Hin und wieder frage ich dort mal nach, wie es denn jetzt so aussieht mit dem Krieg und ob ich meine Klamotten aus dem Keller holen muss. Ich bekomme aber keine Antwort von den "Russland-Experten" :|


Weiße Laken nicht vergessen. Nee, aber mal im Ernst: Bei einigen hat man wirklich den Eindruck, dass sie es gar nicht erwarten können, dass es endlich knallt. Hat denen keiner erklärt, dass da nix mehr bleibt von uns allen, nothing, nitschewo... egal, wo man sein Kreuz aufm Wahlzettel auch immer gemacht hat?
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Selina » Mo 26. Mär 2018, 14:43

der Russe hat geschrieben:(26 Mar 2018, 15:23)

Welcher Killer wird so komplizierte Waffenart wählen? Für Täter auch gefährlich und als Waffe so unsicher (Opfer lebe immer noch). Es gibt doch einfachere und gut bewährwte Methoden! Das ist doch eine Inszenierung. Und bei der Inszenierung ist wichtig, dass der Mörder möglichst grausam dargestellt wird. Pistole oder Messer würden nicht so grausam wirken.
Warum Inszenierung? Für was? Das werden wir sehen, wofür es als "Begründung" benutzt wird.


Ja, die Kalten Krieger brauchten wieder mal einen Anlass fürs Kräftemessen und fürs Drehen an der Rüstungsspirale. Eine "Begründung" wird da nicht nachgeliefert. Höchstens irgendein gefälschter "Beweis". Siehe Irakkrieg.

https://de.wikipedia.org/wiki/Begr%C3%B ... Irakkriegs
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon yogi61 » Mo 26. Mär 2018, 14:48

Selina hat geschrieben:(26 Mar 2018, 15:38)

Weiße Laken nicht vergessen. Nee, aber mal im Ernst: Bei einigen hat man wirklich den Eindruck, dass sie es gar nicht erwarten können, dass es endlich knallt. Hat denen keiner erklärt, dass da nix mehr bleibt von uns allen, nothing, nitschewo... egal, wo man sein Kreuz aufm Wahlzettel auch immer gemacht hat?


Seit die Bundeswehr blindlings in Teilen der Welt herumballert, gibt es einige Kameraden die den Einfluss unseres Landes wohl ein wenig überschätzen. Bei der Bundeswehr darf man übrigens ruhig mal nachfragen. Fast hundert Prozent der Soldaten, würden einen echten bewaffneten Konflikt mit Russland als nicht so prickelnd ansehen und die Bevölkerung sieht das übrigens genau so. Wenn es hier so ein paar kalte Krieger gibt, dann sollte man das nicht überbewerten.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Selina » Mo 26. Mär 2018, 14:56

yogi61 hat geschrieben:(26 Mar 2018, 15:48)

Seit die Bundeswehr blindlings in Teilen der Welt herumballert, gibt es einige Kameraden die den Einfluss unseres Landes wohl ein wenig überschätzen. Bei der Bundeswehr darf man übrigens ruhig mal nachfragen. Fast hundert Prozent der Soldaten, würden einen echten bewaffneten Konflikt mit Russland als nicht so prickelnd ansehen und die Bevölkerung sieht das übrigens genau so. Wenn es hier so ein paar kalte Krieger gibt, dann sollte man das nicht überbewerten.


Stimmt. Wobei das Ausweisen von Diplomaten schon mal eine recht heikle Eskalationsstufe ist. Man sagt halt "es wird nicht mehr geredet". Nicht mehr miteinander reden, kommt einem Spiel mit dem Feuer gleich. Ich frag mich, wo die linken SPD-Stimmen bleiben. Vielleicht gibts die ja gar nicht mehr...
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 26. Mär 2018, 15:01

yogi61 hat geschrieben:(26 Mar 2018, 15:48)

Seit die Bundeswehr blindlings in Teilen der Welt herumballert, gibt es einige Kameraden die den Einfluss unseres Landes wohl ein wenig überschätzen. Bei der Bundeswehr darf man übrigens ruhig mal nachfragen. Fast hundert Prozent der Soldaten, würden einen echten bewaffneten Konflikt mit Russland als nicht so prickelnd ansehen und die Bevölkerung sieht das übrigens genau so. Wenn es hier so ein paar kalte Krieger gibt, dann sollte man das nicht überbewerten.

Mehr als 70 % der Ukrainer wollen keine Aggression. Sie haben nicht darum gebeten, angegriffen zu werden. Dennoch ist dort der kalte Krieg ein heißer.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon yogi61 » Mo 26. Mär 2018, 15:08

Selina hat geschrieben:(26 Mar 2018, 15:56)

Stimmt. Wobei das Ausweisen von Diplomaten schon mal eine recht heikle Eskalationsstufe ist. Man sagt halt "es wird nicht mehr geredet". Nicht mehr miteinander reden, kommt einem Spiel mit dem Feuer gleich. Ich frag mich, wo die linken SPD-Stimmen bleiben. Vielleicht gibts die ja gar nicht mehr...


Die SPD befindet sich in einer Koalitionsregierung und trägt jeden Mist mit. Die Stimmen, die die Sozialdemokraten vor so einer Entscheidung gewarnt haben, wurden nicht gehört. Die Machtgeilheit bei vielen Handelnden war da einfach zu gross. Im Moment wird sie gerade wieder mal zerquetscht. Wer das politische Geschäft beobachtet, der sieht auch, dass die SPD da nicht mehr vorkommt. Im Moment redet jeder über Seehofer und über diesen seltsamen neuen Minister. die ganz einfach machen was sie wollen und die Kanzlerin scheint auch nicht mehr in der Lage zu sein, die irgendwie zu stoppen. Warum man aber jetzt gerade dieser Brexit-Regierung hilft ihre desaströse Innenpolitik zu vertuschen,obwohl man mit dem Mann da im weissen Haus eigentlich ganz andere Probleme hat, erschliesst sich mir auch nicht wirklich. Naja, jedenfalls spielt Europa jetzt wenigstens die Einigungs-Charade,ist ja auch mal ganz schön, bevor man dann bei den nächsten Problemen wieder im hohen Bogen auseinanderfliegt.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon imp » Mo 26. Mär 2018, 15:10

Selina hat geschrieben:(26 Mar 2018, 15:38)

Weiße Laken nicht vergessen. Nee, aber mal im Ernst: Bei einigen hat man wirklich den Eindruck, dass sie es gar nicht erwarten können, dass es endlich knallt. Hat denen keiner erklärt, dass da nix mehr bleibt von uns allen, nothing, nitschewo... egal, wo man sein Kreuz aufm Wahlzettel auch immer gemacht hat?

Das ist die fatale Lehre aus der jüngeren Vergangenheit: Krieg trifft irgendwelche fremden Länder und hat mit mir nichts zu tun. Wer weggebombt wird, hat es irgendwie wohl verdient. In einer Welt der Atomwaffen geht es aber anders aus.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon yogi61 » Mo 26. Mär 2018, 15:11

DarkLightbringer hat geschrieben:(26 Mar 2018, 16:01)

Mehr als 70 % der Ukrainer wollen keine Aggression. Sie haben nicht darum gebeten, angegriffen zu werden. Dennoch ist dort der kalte Krieg ein heißer.


Im Jemen will der Großteil der Bevölkerung auch nicht zerbombt werden und ein Großteil der deutschen Bevölkerung interessiert sich nur am Rande für den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, ist eben so.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Selina » Mo 26. Mär 2018, 15:17

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(26 Mar 2018, 16:10)

Das ist die fatale Lehre aus der jüngeren Vergangenheit: Krieg trifft irgendwelche fremden Länder und hat mit mir nichts zu tun. Wer weggebombt wird, hat es irgendwie wohl verdient. In einer Welt der Atomwaffen geht es aber anders aus.


Richtig. Im Grunde ist das eine maßlose Arroganz. Weil billigend in Kauf genommen wird, dass alle anderen - auch strikte Kriegsgegner und strikte Abrüstungs-Anhänger - mit in die Luft fliegen. Atomwaffen unterscheiden da nicht. Ich dachte immer, das sei Grundschulwissen ;)
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon yogi61 » Mo 26. Mär 2018, 15:52

Selina hat geschrieben:(26 Mar 2018, 16:17)

Richtig. Im Grunde ist das eine maßlose Arroganz. Weil billigend in Kauf genommen wird, dass alle anderen - auch strikte Kriegsgegner und strikte Abrüstungs-Anhänger - mit in die Luft fliegen. Atomwaffen unterscheiden da nicht. Ich dachte immer, das sei Grundschulwissen ;)


Dazu kommt noch, dass hier einige Leuten offenbar die geografischen Gegebenheiten ausblenden. Wir liegen als Deutsche wunderbar inmitten eines Horrorszenarios, aber vielleicht würde uns anschliessend auch niemand so wirklich vermissen.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Selina » Mo 26. Mär 2018, 16:07

yogi61 hat geschrieben:(26 Mar 2018, 16:52)

Dazu kommt noch, dass hier einige Leuten offenbar die geografischen Gegebenheiten ausblenden. Wir liegen als Deutsche wunderbar inmitten eines Horrorszenarios, aber vielleicht würde uns anschliessend auch niemand so wirklich vermissen.


Sicher doch :D Eigentlich wäre es doch gerade wegen der zentralen Lage Deutschlands und wegen seines internationalen Einflusses eine dankbare Aufgabe, verbindend und versöhnlich zu wirken statt Konflikt verschärfend. Warum lädt Merkel nicht zu einer deutsch-russischen Sicherheitskonferenz ein? Warum will man seit Jahrzehnten kein "gemeinsames Haus Europa" (Gorbatschow) mehr? Warum verteufelt man plötzlich alle Leute, die für eine deutsch-russische Verständigung eintreten? Bei diesem Russlandhass geht es doch nicht um Menschenrechtsverstöße, die den edlen, immer guten Deutschen so in die Nase fahren. Da geht es schlicht um Einfluss- und Macht-Sphären.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon JJazzGold » Mo 26. Mär 2018, 16:16

Die AfDler warnen wegen ein paar Flüchtlingen vor dem Untergang des Abendlandes und die Die Linke Fans zelebrieren den Untergang Deutschlands durch Atomwaffeneinsatz, nur weil ein paar Geheimdienstagenten für einen Zeitraum X des Landes verwiesen werden.

Dabei merkt ihr noch nicht einmal, wie sehr ihr euch in eurer maßlosen Übertreibung ähnelt.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon yogi61 » Mo 26. Mär 2018, 16:18

Selina hat geschrieben:(26 Mar 2018, 17:07)

Sicher doch :D Eigentlich wäre es doch gerade wegen der zentralen Lage Deutschlands und wegen seines internationalen Einflusses eine dankbare Aufgabe, verbindend und versöhnlich zu wirken statt Konflikt verschärfend. Warum lädt Merkel nicht zu einer deutsch-russischen Sicherheitskonferenz ein? Warum will man seit Jahrzehnten kein "gemeinsames Haus Europa" (Gorbatschow) mehr? Warum verteufelt man plötzlich alle Leute, die für eine deutsch-russische Verständigung eintreten? Bei diesem Russlandhass geht es doch nicht um Menschenrechtsverstöße, die den edlen, immer guten Deutschen so in die Nase fahren. Da geht es schlicht um Einfluss- und Macht-Sphären.


Das sehe ich auch so. Zu Beruhigung darf man aber erwähnen, dass ein sehr grosser Teil der Bevölkerung in diesem Land kein Interesse daran hat,sich mit den Russen zu verfeinden. Das die Regierung aus gepolitischen und taktischen Gründen da manchmal anders handelt, wird zwar hingenommen, aber eben nur bis zu einer gewissen Grenze und das ist der Regierung dann auch klar. Für einen Grossteil der Bevölkerung sind diese Sachen eher abstrakt und der Ukraine-Konflikt gehört sicherlich nicht zu den politischen Prioritäten der Menschen in diesem Land.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon yogi61 » Mo 26. Mär 2018, 16:21

JJazzGold hat geschrieben:(26 Mar 2018, 17:16)

Die AfDler warnen wegen ein paar Flüchtlingen vor dem Untergang des Abendlandes und die Die Linke Fans zelebrieren den Untergang Deutschlands durch Atomwaffeneinsatz, nur weil ein paar Geheimdienstagenten für einen Zeitraum X des Landes verwiesen werden.

Dabei merkt ihr noch nicht einmal, wie sehr ihr euch in eurer maßlosen Übertreibung ähnelt.


Es sind eher die bürgerlichen Gazetten und Medien, die daraus ein Brimborium machen. Wie gesagt, im kalten Krieg wurden laufend Diplomaten auf beiden Seiten rausgeschmissen und dann wieder ersetzt. Das war früher kaum eine Meldung wert, aber irgendwie möchte man sich ja mit der Brexit-Tante solidarisieren.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon JJazzGold » Mo 26. Mär 2018, 17:42

yogi61 hat geschrieben:(26 Mar 2018, 17:21)

Es sind eher die bürgerlichen Gazetten und Medien, die daraus ein Brimborium machen. Wie gesagt, im kalten Krieg wurden laufend Diplomaten auf beiden Seiten rausgeschmissen und dann wieder ersetzt. Das war früher kaum eine Meldung wert, aber irgendwie möchte man sich ja mit der Brexit-Tante solidarisieren.


Ach komm, wer hat hier gerade vom Atomschlag und "Deutschland mittendrin" fabuliert?
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon yogi61 » Mo 26. Mär 2018, 17:59

JJazzGold hat geschrieben:(26 Mar 2018, 18:42)

Ach komm, wer hat hier gerade vom Atomschlag und "Deutschland mittendrin" fabuliert?


Ein Atomschlag dürfte beim Zustand unserer Streitkräfte nicht notwendig sein. Mittendrin sind wir allerdings.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 26. Mär 2018, 18:02

Selina hat geschrieben:(26 Mar 2018, 17:07)

Sicher doch :D Eigentlich wäre es doch gerade wegen der zentralen Lage Deutschlands und wegen seines internationalen Einflusses eine dankbare Aufgabe, verbindend und versöhnlich zu wirken statt Konflikt verschärfend. Warum lädt Merkel nicht zu einer deutsch-russischen Sicherheitskonferenz ein? Warum will man seit Jahrzehnten kein "gemeinsames Haus Europa" (Gorbatschow) mehr? Warum verteufelt man plötzlich alle Leute, die für eine deutsch-russische Verständigung eintreten? Bei diesem Russlandhass geht es doch nicht um Menschenrechtsverstöße, die den edlen, immer guten Deutschen so in die Nase fahren. Da geht es schlicht um Einfluss- und Macht-Sphären.

Eine Berlin-Moskau-Achse zu Lasten der sog. Zwischenländer hätte zwar eine gewisse Tradition, würde aber auch der expansiven Aggressions- und Annexionspolitik des derzeit rechtsgerichteten Regimes im Kreml Vorschub leisten.

Die Missachtung der osteuropäischen Sicherheitsinteressen wäre keine Entspannung, sondern Anspannung.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Selina » Mo 26. Mär 2018, 18:21

yogi61 hat geschrieben:(26 Mar 2018, 17:18)

Das sehe ich auch so. Zu Beruhigung darf man aber erwähnen, dass ein sehr grosser Teil der Bevölkerung in diesem Land kein Interesse daran hat,sich mit den Russen zu verfeinden. Das die Regierung aus gepolitischen und taktischen Gründen da manchmal anders handelt, wird zwar hingenommen, aber eben nur bis zu einer gewissen Grenze und das ist der Regierung dann auch klar. Für einen Grossteil der Bevölkerung sind diese Sachen eher abstrakt und der Ukraine-Konflikt gehört sicherlich nicht zu den politischen Prioritäten der Menschen in diesem Land.


Ja, genau, davon bin ich auch zutiefst überzeugt, dass eine Mehrheit der Deutschen keine weitere Zuspitzung der deutsch-russischen Krise will.
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