Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Moderator: Moderatoren Forum 3

Ist die russische Regierung an Skripal-Vergiftung beteiligt?

Ja
30
43%
Nein
22
31%
Momentan unklar
18
26%
 
Abstimmungen insgesamt: 70
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zollagent
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » So 6. Mai 2018, 08:31

Selina hat geschrieben:(06 May 2018, 07:46)

Das ist Russlands Reaktion auf die Verlegung von vier Nato-Bataillonen in die baltischen Staaten und nach Polen. Wirklich sehr "defensiv" deine Nato.



So, so, vier Battailone erfordern eine nukleare Abschreckung. Wieder einmal bei dir das freundliche Übersehen der vorher durchgeführten Übung Zapad, deren Manöverziel die Einnahme "feindlichen Territoriums", in diesem Fall deutlich: die baltischen Staaten, war und nach deren Beendigung Herr Putin "vergaß", 3 Divisionen mit 72.000 Mann in die Kasernen zurückzurufen. Die also jederzeit die Übung in einen Ernstfall verwandeln könnten. Und zu deiner Information, die vier NATO-Bataillone haben eine Stärke von knapp 1.000 Mann. Zu deren Inschachhaltung braucht man also 72.000 Mann und Atomraketen. Mir scheint, Putin selbst schätzt den Kampfwert der russischen Armee ungefähr auf den der Jugendfeuerwehr von Hintertupfingen ein. :D


Selina hat geschrieben:(06 May 2018, 07:46)Was aufhören muss, ist das Hochpeitschen der Rüstungsspirale, das treibt uns ins Unglück. Was ist daran nicht zu verstehen.



Daran ist nicht zu verstehen, daß du WEISST, wer die Rüstungsspirale hoch treibt. Und WER in Europa Krieg führt. Trotzdem rufst du auf zum kollektiven Kriechen. Kriech alleine, Selina. ;)

....
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » So 6. Mai 2018, 08:33

Nomen Nescio hat geschrieben:(06 May 2018, 09:18)

einigen wir uns auf eine Putin-Frau. :D

Sie hat halt gut gelernt.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Selina » So 6. Mai 2018, 12:45

zollagent hat geschrieben:(06 May 2018, 09:14)

Auf genau dieser Ebene bewegen sich deine Beiträge hier. Wenn du deswegen beleidigt bist, erinnerst du an die weinerlichen Verlautbarungen des DDR-Regimes, wenn mal wieder über Mauertote berichtet wurde, über die angeblich "staatsfeindliche Propaganda". Das kommt inzwischen nicht mehr an.


Bleib mal schön gelassen. Ich sehe einfach das Verhältnis Westen - Russland ein wenig anders als du. Oder besser: Grundlegend anders. Trotzdem bin ich keine Putin-Freundin. Absolut nicht. Ich mache mir nur Sorgen wegen dieser Eskalation, die sich auch in Sprache äußert. Du musst also nicht immer wieder beleidigend werden. Du weißt nichts von mir. Dein Hass aber gegen Unbekannt ist so groß, dass ich vermuten muss, du gehst immer so vor: Du kennst einen Menschen, Politiker, eine politische Situation überhaupt nicht, maßt dir aber Urteile an. Motto: Immer kräftig draufhaun, es wird schon die Richtige oder den Richtigen treffen. Sehr unguter Zug.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » So 6. Mai 2018, 13:15

Selina hat geschrieben:(06 May 2018, 13:45)

Bleib mal schön gelassen. Ich sehe einfach das Verhältnis Westen - Russland ein wenig anders als du. Oder besser: Grundlegend anders. Trotzdem bin ich keine Putin-Freundin. Absolut nicht. Ich mache mir nur Sorgen wegen dieser Eskalation, die sich auch in Sprache äußert. Du musst also nicht immer wieder beleidigend werden. Du weißt nichts von mir. Dein Hass aber gegen Unbekannt ist so groß, dass ich vermuten muss, du gehst immer so vor: Du kennst einen Menschen, Politiker, eine politische Situation überhaupt nicht, maßt dir aber Urteile an. Motto: Immer kräftig draufhaun, es wird schon die Richtige oder den Richtigen treffen. Sehr unguter Zug.

Du arme Unverstandene. Wenn das seine einzige Entgegnung ist, ist das nichts weiter als der Stil des Neuen Deutschland aus der von mir beschriebenen Zeit. Selbstmitleid und Opfergejammer. Ich beleidige dich nicht, glaube mir, mir stünde ein Wortschatz für diese Absicht zur Verfügung, von dem andere nur träumen, wenn ich so was ernsthaft beabsichtigen würde. Wenn du von Vorhaltungen beleidigt bist, oder der Tatsache, daß man dir deine Selbstbeschreibungen nicht glaubt, dann hast du ein ernsthaftes Kommunikationsproblem. Hier im Forum geht man von dem aus, was hier geäußert wird. Und wenn das in sich stimmig ist, kann man es glauben, ist es nicht stimmig, dann glaubt man es eben nicht. Ich schreibe meist sehr konkret und fuchtele nicht "in der Gegend herum, um irgendjemanden zu treffen". Von diesem schmalen Pfad mußt du abkommen. Es sind auch noch andere als du in der Lage, Quellen zu lesen und ihre Schlüsse daraus zu ziehen. Und eine Lehre aus der Geschichte habe ich gezogen: Appeasement macht nur Appetit auf mehr. Es bringt keinen Frieden.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Selina » So 6. Mai 2018, 13:23

zollagent hat geschrieben:(06 May 2018, 14:15)

Du arme Unverstandene. Wenn das seine einzige Entgegnung ist, ist das nichts weiter als der Stil des Neuen Deutschland aus der von mir beschriebenen Zeit. Selbstmitleid und Opfergejammer. Ich beleidige dich nicht, glaube mir, mir stünde ein Wortschatz für diese Absicht zur Verfügung, von dem andere nur träumen, wenn ich so was ernsthaft beabsichtigen würde. Wenn du von Vorhaltungen beleidigt bist, oder der Tatsache, daß man dir deine Selbstbeschreibungen nicht glaubt, dann hast du ein ernsthaftes Kommunikationsproblem. Hier im Forum geht man von dem aus, was hier geäußert wird. Und wenn das in sich stimmig ist, kann man es glauben, ist es nicht stimmig, dann glaubt man es eben nicht. Ich schreibe meist sehr konkret und fuchtele nicht "in der Gegend herum, um irgendjemanden zu treffen". Von diesem schmalen Pfad mußt du abkommen. Es sind auch noch andere als du in der Lage, Quellen zu lesen und ihre Schlüsse daraus zu ziehen. Und eine Lehre aus der Geschichte habe ich gezogen: Appeasement macht nur Appetit auf mehr. Es bringt keinen Frieden.


Naja, du solltest dich schon etwas zügeln und lieber ein paar Minuten länger nachdenken, bevor du in die Tasten haust. Du hast es hier nicht mit nem heurigen Hasen zu tun. Sondern lediglich mit jemandem, der in einigen Punkten deine politischen Überzeugungen nicht teilt.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » So 6. Mai 2018, 13:38

Selina hat geschrieben:(06 May 2018, 14:23)

Naja, du solltest dich schon etwas zügeln und lieber ein paar Minuten länger nachdenken, bevor du in die Tasten haust. Du hast es hier nicht mit nem heurigen Hasen zu tun. Sondern lediglich mit jemandem, der in einigen Punkten deine politischen Überzeugungen nicht teilt.

Vielleicht sind ja meine Denkvorgänge ein bißchen schneller als die Deinen. Und daß Putins Parteigänger von sich überzeugt sind, ist eine alte Eigenschaft derer, die Diktaturen näherstehen als der Demokratie. :D :D
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon SirToby » Mo 7. Mai 2018, 19:34

Selina hat geschrieben:(05 May 2018, 07:40)

Stimmt. Wenn es um Friedenspolitik statt um ein immer weiteres Ankurbeln der Rüstungsspirale geht, da bin ich echt nicht neutral. Sozusagen ne einseitige verbissene Friedens-Freundin, eine, die am Leben hängt :D

Früher sprach man mal von "friedlicher Koexistenz". Das war gar keine so schlechte Idee, die sich auch bewährte. Wo es quasi immer um den kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen den "Lagern", nämlich Frieden und Abrüstung, ging. Auch wenn es die Weltsysteme nicht mehr gibt, wäre es ratsam, wenn der Westen und Russland wieder dahin kämen, sie also mindestens wieder eine Art moderner "friedlicher Koexistenz" anstreben würden. In diesem Sinne muss ich Röttgen mal recht geben, wenn er vor "sprachlichen Verschärfungen" gegenüber Russland warnt. Womit vor allem Maas gemeint ist.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 06191.html


Die Behauptung, man sei für den Frieden unterstellt seinem Gegenüber, dass er/sie nicht für den Frieden sei, es handele sich also um einen "bösen" Menschen. Das ist aber in der Regel Quatsch. Man muss schon sehr lange in Russland genauso wie im Westen suchen, bis man jemanden findet, der den Krieg dem Frieden vorzieht. Und wer wirklich für etwas ist, was selbstverständlich sein sollte, muss dies auch nicht extra bewohnen.

Aber sei's drum: Das Thema sind die Polit. Folgen der Skripal-Vergiftung:
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 7. Mai 2018, 20:46

SirToby hat geschrieben:(07 May 2018, 20:34)

Aber sei's drum: Das Thema sind die Polit. Folgen der Skripal-Vergiftung:

da kann ich sehr kurz sein: putin hat das russische höchstgericht höher erklärt als welches anderes gericht denn auch (gilt m.e. auch für die USA). wird also in GB oder durch die UNO rußland schuldig erklärt, dann sagt das russische oberstgericht NJET !!
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Europa2050 » Di 8. Mai 2018, 08:09

Nomen Nescio hat geschrieben:(07 May 2018, 21:46)

da kann ich sehr kurz sein: putin hat das russische höchstgericht höher erklärt als welches anderes gericht denn auch (gilt m.e. auch für die USA). wird also in GB oder durch die UNO rußland schuldig erklärt, dann sagt das russische oberstgericht NJET !!


Was wir gerade erleben, ist ein Niedergang des Multilateralismus. Internationale Organisationen werden entwertet. „Deals“ und Hinterzimmerpolitik werden wieder hoffähig.
Bush junior hat damit angefangen, als er die UN in Sachen Irak für irrelevant betrachtet hat,
Putin auf der Krim weitergemacht,
und Trump und Putin mit ihren Fangroups a la AfD und Co., die am liebsten den Presslufthammer an die EU anlegen würden, sind aktuell die Gefahr.
Diese sch... „*first“ und „Russki mir“ Politik bringt uns wieder dahin, wo wir 1914 schon mal waren.
Nationalismus lehrt Dich,
stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Orbiter1 » Fr 18. Mai 2018, 13:45

Skripal wurde heute aus der Klinik entlassen. Zu seiner Sicherheit (da hat ja offensichtlich jemand seinen Job nicht erfolgreich zu Ende gebracht) hält er sich jetzt an einem unbekannten Ort auf. Bin schon gespannt ob die Wahrheit noch ans Licht kommt.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » Fr 18. Mai 2018, 16:05

Orbiter1 hat geschrieben:(18 May 2018, 14:45)

Skripal wurde heute aus der Klinik entlassen. Zu seiner Sicherheit (da hat ja offensichtlich jemand seinen Job nicht erfolgreich zu Ende gebracht) hält er sich jetzt an einem unbekannten Ort auf. Bin schon gespannt ob die Wahrheit noch ans Licht kommt.

Die ist längst bekannt. Man spricht sie nur nicht offen aus.
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Selina
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Selina » Sa 19. Mai 2018, 08:46

Was genau hat eigentlich der BND mit dem Fall Skripal bzw. mit dem Gift Nowitschok zu tun? Neue Ungereimtheiten, diesmal aus Deutschland. Ob die Wahrheit jemals ans Licht kommt? Ich hab da so meine Zweifel.

Zitat:

Warum Politiker an Russlands Schuld bei Skripal-Anschlag zweifeln
Bisher kam nur Russland für den Angriff mit dem sowjetischen Kampfstoff Nowitschok in Frage. Doch auch der BND hatte in den 90ern Zugang zu dem Gift.

Berlin/München. Nach Berichten, dass sich Deutschland Mitte der 90er Jahren eine Probe des Nervengifts Nowitschok verschafft habe, sehen deutsche Politiker den Fall Skripal im neuen Licht. Nun sei „ein Stück weit“ die Argumentationskette erschüttert, nur die Russen hätten einen derartigen Anschlag mit Nowitschok verüben können, sagte etwa der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Burkhard Lischka, der „Mitteldeutschen Zeitung“ (Freitag).

Seit zwei Monaten rätseln Ermittler, wer den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter in England mit dem Kampfstoff Nowitschok vergiftet hat. Weil die Substanz einst in der Sowjetunion entwickelt wurde, richten sich die Vorwürfe des Westens gegen Russland. Gemeinsame Recherchen von „Süddeutscher Zeitung“, NDR und WDR und der „Zeit“ (Mittwoch) ergaben nun, dass der Auslandsgeheimdienst BND Mitte der 90er Jahre durch einen Überläufer aus Russland an den gefährlichen chemischen Kampfstoff gekommen sein soll. Die Probe sei in einem schwedischen Labor analysiert worden.

Der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, André Hahn, sagte laut „Mitteldeutscher Zeitung“ mit Blick auf die Vorwürfe gegen Russland: „Die Aussage der Bundesregierung, es gebe keine andere nachvollziehbare Erklärung, ist vom Tisch. Jetzt gibt es zumindest eine andere ebenfalls plausible Option. Das ist schon ziemlich krass.“

Der stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bundestag, Konstantin von Notz, erklärte: „Es wäre gut gewesen, wenn vorher kommuniziert worden wäre, dass westliche Nachrichtendienste über eine Probe und die entsprechende Formel verfügen.“ Er fügte allerdings hinzu: „Der Tatverdacht, der im Raum steht, ist weitgehend schlüssig.“

Skripal und seine Tochter Julia waren Anfang März im südenglischen Salisbury vergiftet worden. Großbritannien geht davon aus, dass dabei ein Stoff aus der Nowitschok-Klasse verwendet wurde, und macht Russland für den Anschlag verantwortlich. Die Kampfstoffe der Nowitschok-Gruppe waren in der Sowjetunion entwickelt worden. Der Kreml weist die Vorwürfe von sich und verweist darauf, dass das Gift, mit dem die Skripals angegriffen wurden, in mehreren Ländern hätte produziert werden können.


http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 80208.html
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » Sa 19. Mai 2018, 08:49

Es sind halt immer dieselben Politiker, die "zweifeln". Du vergißt immer wieder die Motivlage. Nur ein Diktator muß immer wieder seinen langen Arm beweisen, damit seine Autorität gewahrt bleibt. Nach wie vor ist Russland der Kandidat, der als Einziger a. Motiv, b. Mittel und c. Gelegenheit hatte.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon DagDag » Sa 19. Mai 2018, 08:51

Selina hat geschrieben:(19 May 2018, 09:46)

Was genau hat eigentlich der BND mit dem Fall Skripal bzw. mit dem Gift Nowitschok zu tun? Neue Ungereimtheiten, diesmal aus Deutschland. Ob die Wahrheit jemals ans Licht kommt? Ich hab da so meine Zweifel.

Zitat:

Warum Politiker an Russlands Schuld bei Skripal-Anschlag zweifeln
Bisher kam nur Russland für den Angriff mit dem sowjetischen Kampfstoff Nowitschok in Frage. Doch auch der BND hatte in den 90ern Zugang zu dem Gift.

Berlin/München. Nach Berichten, dass sich Deutschland Mitte der 90er Jahren eine Probe des Nervengifts Nowitschok verschafft habe, sehen deutsche Politiker den Fall Skripal im neuen Licht. Nun sei „ein Stück weit“ die Argumentationskette erschüttert, nur die Russen hätten einen derartigen Anschlag mit Nowitschok verüben können, sagte etwa der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Burkhard Lischka, der „Mitteldeutschen Zeitung“ (Freitag).

Seit zwei Monaten rätseln Ermittler, wer den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter in England mit dem Kampfstoff Nowitschok vergiftet hat. Weil die Substanz einst in der Sowjetunion entwickelt wurde, richten sich die Vorwürfe des Westens gegen Russland. Gemeinsame Recherchen von „Süddeutscher Zeitung“, NDR und WDR und der „Zeit“ (Mittwoch) ergaben nun, dass der Auslandsgeheimdienst BND Mitte der 90er Jahre durch einen Überläufer aus Russland an den gefährlichen chemischen Kampfstoff gekommen sein soll. Die Probe sei in einem schwedischen Labor analysiert worden.

Der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, André Hahn, sagte laut „Mitteldeutscher Zeitung“ mit Blick auf die Vorwürfe gegen Russland: „Die Aussage der Bundesregierung, es gebe keine andere nachvollziehbare Erklärung, ist vom Tisch. Jetzt gibt es zumindest eine andere ebenfalls plausible Option. Das ist schon ziemlich krass.“

Der stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bundestag, Konstantin von Notz, erklärte: „Es wäre gut gewesen, wenn vorher kommuniziert worden wäre, dass westliche Nachrichtendienste über eine Probe und die entsprechende Formel verfügen.“ Er fügte allerdings hinzu: „Der Tatverdacht, der im Raum steht, ist weitgehend schlüssig.“


Skripal und seine Tochter Julia waren Anfang März im südenglischen Salisbury vergiftet worden. Großbritannien geht davon aus, dass dabei ein Stoff aus der Nowitschok-Klasse verwendet wurde, und macht Russland für den Anschlag verantwortlich. Die Kampfstoffe der Nowitschok-Gruppe waren in der Sowjetunion entwickelt worden. Der Kreml weist die Vorwürfe von sich und verweist darauf, dass das Gift, mit dem die Skripals angegriffen wurden, in mehreren Ländern hätte produziert werden können.


http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 80208.html

Linke sind in diesem Bezug ja die Hüter des Rechts. Deutschland hassen - Russland lieben!
Nur weiter mit der VT. Wahrscheinlich waren es die Buddhas, oder doch Pinocchio ?
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 19. Mai 2018, 08:54

was ich nicht verstehe ist das bis jetzt nur rußland dafür bekannt ist unbarmherzig im ausland töten. dazu kommt noch die aussage putins über überläufer.
wenn ich parafrasieren darf: was brauchen wir weiter zeugnis ?
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 19. Mai 2018, 08:55

zollagent hat geschrieben:(19 May 2018, 09:49)

Es sind halt immer dieselben Politiker, die "zweifeln". Du vergißt immer wieder die Motivlage. Nur ein Diktator muß immer wieder seinen langen Arm beweisen, damit seine Autorität gewahrt bleibt. Nach wie vor ist Russland der Kandidat, der als Einziger a. Motiv, b. Mittel und c. Gelegenheit hatte.

und d. erfahrung mit solchen handlungen hatte.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Selina » Sa 19. Mai 2018, 08:56

zollagent hat geschrieben:(19 May 2018, 09:49)

Es sind halt immer dieselben Politiker, die "zweifeln". Du vergißt immer wieder die Motivlage. Nur ein Diktator muß immer wieder seinen langen Arm beweisen, damit seine Autorität gewahrt bleibt. Nach wie vor ist Russland der Kandidat, der als Einziger a. Motiv, b. Mittel und c. Gelegenheit hatte.


Nö, umgekehrt: Der Westen (zu dem bekanntlich auch Deutschland gehört) hat ein starkes Motiv, Russland in Verdacht zu bringen. So geht das schon eine ganze Weile und so wird das auch weitergehen: Russland muss aus militärischen, geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen permanent diskreditiert werden. Das sind schlicht weltpolitische Machtfragen. Der Westen braucht das Feindbild Russland wie die Luft zum Atmen. Und die Frage bleibt spannend: Was hat der BND mit alledem zu tun?
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » Sa 19. Mai 2018, 08:59

Nomen Nescio hat geschrieben:(19 May 2018, 09:55)

und d. erfahrung mit solchen handlungen hatte.

Das kommt in der Tat dazu. Denn nicht jeder, der die Möglichkeit hätte, solch einen Kampfstoff zusammenzubrauen, muß ihn auch zwangsläufig einsetzen. Die Dummbehauptung "auch Deutschland zählt jetzt zum Kreis der Verdächtigen" ist nichts weiter als die gleiche Taktik, die wir schon bei MH-17 beobachten konnten, wo zuletzt sogar Spanier als "Mittäter" gelten sollten. Nein, Selina und Konsorten, auf diese Weise kann sich Putin nicht reinwäschen.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » Sa 19. Mai 2018, 09:04

Selina hat geschrieben:(19 May 2018, 09:56)

Nö, umgekehrt: Der Westen (zu dem bekanntlich auch Deutschland gehört) hat ein starkes Motiv, Russland in Verdacht zu bringen. So geht das schon eine ganze Weile und so wird das auch weitergehen: Russland muss aus militärischen, geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen permanent diskreditiert werden. Das sind schlicht weltpolitische Machtfragen. Der Westen braucht das Feindbild Russland wie die Luft zum Atmen. Und die Frage bleibt spannend: Was hat der BND mit alledem zu tun?

Wieder mal die übliche Verschwörungstaktik. Von hinten durch die Brust ins Auge, damit die Spinnerei stimmt. Dir wurde schon oft aufgezählt, was Russland alles unternimmt, von verdeckten Kriegen, Wunderwaffenentwicklung, politischen Erpressungen, aber das ist ja alles "Diffamierung". Und Machtwunsch, wie ihn Putin zeigt, ist KEIN Argument für dieses Handeln. Wer in der menschlichen Zivilisation vorwärtskommen will, schafft sich Freunde und nimmt von Unterdrückungen und Hegemoniewünschen Abstand. Nur, wer Freunde hat, hat kein Argument für seine diktatorische Herrschaft mehr. Und deshalb die ewig gleiche Jammer- und Verdächtigungsarie der Putinisten. Es ist Putin, der ein Feindbild braucht, sonst könnten ihn die russischen Bürger fragen "warum geht es uns nicht so gut wie denen im Westen?" Und Putin hätte ohne Feindbild keine Antwort.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Der General » Sa 19. Mai 2018, 09:43

zollagent hat geschrieben:(19 May 2018, 10:04)

Wieder mal die übliche Verschwörungstaktik. Von hinten durch die Brust ins Auge, damit die Spinnerei stimmt. Dir wurde schon oft aufgezählt, was Russland alles unternimmt, von verdeckten Kriegen, Wunderwaffenentwicklung, politischen Erpressungen, aber das ist ja alles "Diffamierung". Und Machtwunsch, wie ihn Putin zeigt, ist KEIN Argument für dieses Handeln. Wer in der menschlichen Zivilisation vorwärtskommen will, schafft sich Freunde und nimmt von Unterdrückungen und Hegemoniewünschen Abstand. Nur, wer Freunde hat, hat kein Argument für seine diktatorische Herrschaft mehr. Und deshalb die ewig gleiche Jammer- und Verdächtigungsarie der Putinisten. Es ist Putin, der ein Feindbild braucht, sonst könnten ihn die russischen Bürger fragen "warum geht es uns nicht so gut wie denen im Westen?" Und Putin hätte ohne Feindbild keine Antwort.


Russland ging es vor Putin noch viel schlechter und Zukünftig wird man auch Innenpolitisch Verbesserungen anstreben.

Wir wissen nun das auch Westliche Geheimdienste über Proben und somit über die entsprechenden Formeln, was Nowitschok angeht verfügen. Demnach kann man also nicht die Aussage Russland´s als Lüge bezeichnen, wenn diese Behaupten, es kämen auch noch zig andere Staaten in Frage die über dieses Nervengift verfügen !

Es ist nicht von der Hand zuweisen, dass es Staaten gibt die Russland Schaden wollen. Diese Länder bzw. Geheimdienste, kommen Selbstverständlich auch in Betracht, zum Beispiel die Ukraine !??!

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