Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

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Ist die russische Regierung an Skripal-Vergiftung beteiligt?

Ja
33
44%
Nein
23
31%
Momentan unklar
19
25%
 
Abstimmungen insgesamt: 75
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Nomen Nescio
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Nomen Nescio » Do 26. Apr 2018, 14:22

Darkfire hat geschrieben:(26 Apr 2018, 14:03)

Wie beim MH17 Thread auf dem Höhepunkt, man windet sich, stellt sich Dumm, streut mögliche Falschmeldungen und und und.
So gezielt wie hier einige vorgehen, bedeuten das man sich hier genau bewusst ist was man verschleiern will.
...
Auch um den großen unfehlbaren Putin scheint es ein Gürtel an Inkompetenz zu geben, was aber im eigenen Land unter einer Menge Propaganda begraben ist.
Dort dürfen Leute wie ein General ungehemmt und unwidersprochen Märchen von Fischvergiftungen verbreiten und alle anderen Stimmen werden eben Mundtot gemacht.
Deswegen können solche Systeme eben nicht mit Opposition und Wiederspruch umgehen.

abgesehen davon daß putin n.m.m. auch inkompetent ist. einer der nicht versucht den druck der knute zu erleichtern, sondern stattdessen sie erhöht, hat nichts mit demokratie zu tun.
ich weiß nicht ob er autokrat oder plutokrat ist, denn inzwischen soll er steinreich sein.
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Selina
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Selina » Fr 4. Mai 2018, 16:18

Es kommen also mehrere Länder für die Produktion des Giftes in Frage. Bin mal gespannt was Frau May und ihr Getreuer Johnson dazu sagen. Sicher nix. Auch die Kommentare unter dem Tagesschau-Text sind interessant.

http://www.tagesschau.de/ausland/tschec ... k-103.html
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon imp » Fr 4. Mai 2018, 16:21

Selina hat geschrieben:(04 May 2018, 17:18)

Es kommen also mehrere Länder für die Produktion des Giftes in Frage. Bin mal gespannt was Frau May und ihr Getreuer Johnson dazu sagen. Sicher nix. Auch die Kommentare unter dem Tagesschau-Text sind interessant.

http://www.tagesschau.de/ausland/tschec ... k-103.html

Komm, in diese Jauchegrube muss man nun wirklich nicht steigen.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Selina » Fr 4. Mai 2018, 16:37

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(04 May 2018, 17:21)

Komm, in diese Jauchegrube muss man nun wirklich nicht steigen.


Wieso? Das ist eine klare Wende im Fall Skripal, wird aber hier wie auch anderswo einfach untern Teppich gekehrt bzw. überhaupt nicht erst erwähnt. Wieso eigentlich? Das ist doch die eigentlich spannende Frage. Passt offenbar nicht ins Russland-Bild, ergo wirds totgeschwiegen.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » Fr 4. Mai 2018, 16:39

Selina hat geschrieben:(04 May 2018, 17:18)

Es kommen also mehrere Länder für die Produktion des Giftes in Frage. Bin mal gespannt was Frau May und ihr Getreuer Johnson dazu sagen. Sicher nix. Auch die Kommentare unter dem Tagesschau-Text sind interessant.

http://www.tagesschau.de/ausland/tschec ... k-103.html

Daß mehrere Länder etwas herstellen KÖNNTEN, sagt längst nicht aus, daß sie es auch getan haben. Putins Fans klammern sich an alle möglichen Strohhalme. :D
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Selina » Fr 4. Mai 2018, 17:12

zollagent hat geschrieben:(04 May 2018, 17:39)

Daß mehrere Länder etwas herstellen KÖNNTEN, sagt längst nicht aus, daß sie es auch getan haben. Putins Fans klammern sich an alle möglichen Strohhalme. :D


Ich bin kein "Putin-Fan". So ein Käse. Das ist immer so eine alberne Kindergarten-Rhetorik. Ich bin einfach dafür, den Kalten Krieg nicht weiter anzuheizen und die Eskalationsspirale zu stoppen. Dazu gehört nun mal, Klarheit in die jüngsten Giftvorfälle zu bringen. Und sich möglicherweise auch bei den Russen für die monatelangen Verdächtigungen zu entschuldigen. Denn wohin das führen kann, wenn einfach auf der schlichten Grundlage eines nicht bewiesenen Verdachtes auf der Welt herumgeballert werden kann, hat man jüngst gesehen. Damit zeigen einige Staaten des Westens, dass sie eher an der Militarisierung der internationalen Beziehungen interessiert sind und nicht an ernsthaften Bestrebungen, den Frieden zu bewahren. Was aber Not tut, ist die Deeskalation, das Zurückfinden zum Reden und Verhandeln. Ansonsten fliegt uns hier bald alles um die Ohren.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » Fr 4. Mai 2018, 17:33

Selina hat geschrieben:(04 May 2018, 18:12)

Ich bin kein "Putin-Fan". So ein Käse. Das ist immer so eine alberne Kindergarten-Rhetorik. Ich bin einfach dafür, den Kalten Krieg nicht weiter anzuheizen und die Eskalationsspirale zu stoppen. Dazu gehört nun mal, Klarheit in die jüngsten Giftvorfälle zu bringen. Und sich möglicherweise auch bei den Russen für die monatelangen Verdächtigungen zu entschuldigen. Denn wohin das führen kann, wenn einfach auf der schlichten Grundlage eines nicht bewiesenen Verdachtes auf der Welt herumgeballert werden kann, hat man jüngst gesehen. Damit zeigen einige Staaten des Westens, dass sie eher an der Militarisierung der internationalen Beziehungen interessiert sind und nicht an ernsthaften Bestrebungen, den Frieden zu bewahren. Was aber Not tut, ist die Deeskalation, das Zurückfinden zum Reden und Verhandeln. Ansonsten fliegt uns hier bald alles um die Ohren.

Nein, du bist kein Putin-Fan. Wenn du den kalten Krieg nicht weiter anheizen möchtest, dann bring dein Idol dazu, seine Truppen aus der Ukraine abzuziehen und seinen Agenten die Anweisung zu geben, von weiteren Anschlägen abzusehen. Ich glaube dir schlichtweg nicht. Du bist genau so ein Fan des großen Bruders wie der General und du folgst den Vorgaben des kalten Kriegs bedingungslos. So, wie du es augenscheinlich gelernt hast.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon SirToby » Fr 4. Mai 2018, 19:26

Selina hat geschrieben:(04 May 2018, 18:12)

Ich bin kein "Putin-Fan". So ein Käse. Das ist immer so eine alberne Kindergarten-Rhetorik. Ich bin einfach dafür, den Kalten Krieg nicht weiter anzuheizen und die Eskalationsspirale zu stoppen. Dazu gehört nun mal, Klarheit in die jüngsten Giftvorfälle zu bringen. Und sich möglicherweise auch bei den Russen für die monatelangen Verdächtigungen zu entschuldigen. Denn wohin das führen kann, wenn einfach auf der schlichten Grundlage eines nicht bewiesenen Verdachtes auf der Welt herumgeballert werden kann, hat man jüngst gesehen. Damit zeigen einige Staaten des Westens, dass sie eher an der Militarisierung der internationalen Beziehungen interessiert sind und nicht an ernsthaften Bestrebungen, den Frieden zu bewahren. Was aber Not tut, ist die Deeskalation, das Zurückfinden zum Reden und Verhandeln. Ansonsten fliegt uns hier bald alles um die Ohren.


Na ja, um es mal gaaanz vorsichtig zu formulieren: Sie tendieren schon sehr zu einer Seite. :p

Also neutral sind Sie definitiv nicht. Sie sehen es wahrscheinlich so, aber so ist es nunmal nicht.

Ich weiss wovon ich rede, weil ich auch nicht neutral bin. Der Unterschied zwischen uns ist nur, dass ich weiss, dass ich auf einer Seite stehe und das dürfen ruhig auch alle andern wissen. :)
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Selina » Sa 5. Mai 2018, 06:40

SirToby hat geschrieben:(04 May 2018, 20:26)

Na ja, um es mal gaaanz vorsichtig zu formulieren: Sie tendieren schon sehr zu einer Seite. :p

Also neutral sind Sie definitiv nicht. Sie sehen es wahrscheinlich so, aber so ist es nunmal nicht.

Ich weiss wovon ich rede, weil ich auch nicht neutral bin. Der Unterschied zwischen uns ist nur, dass ich weiss, dass ich auf einer Seite stehe und das dürfen ruhig auch alle andern wissen. :)


Stimmt. Wenn es um Friedenspolitik statt um ein immer weiteres Ankurbeln der Rüstungsspirale geht, da bin ich echt nicht neutral. Sozusagen ne einseitige verbissene Friedens-Freundin, eine, die am Leben hängt :D

Früher sprach man mal von "friedlicher Koexistenz". Das war gar keine so schlechte Idee, die sich auch bewährte. Wo es quasi immer um den kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen den "Lagern", nämlich Frieden und Abrüstung, ging. Auch wenn es die Weltsysteme nicht mehr gibt, wäre es ratsam, wenn der Westen und Russland wieder dahin kämen, sie also mindestens wieder eine Art moderner "friedlicher Koexistenz" anstreben würden. In diesem Sinne muss ich Röttgen mal recht geben, wenn er vor "sprachlichen Verschärfungen" gegenüber Russland warnt. Womit vor allem Maas gemeint ist.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 06191.html
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » Sa 5. Mai 2018, 07:32

Selina hat geschrieben:(05 May 2018, 07:40)

Stimmt. Wenn es um Friedenspolitik statt um ein immer weiteres Ankurbeln der Rüstungsspirale geht, da bin ich echt nicht neutral. Sozusagen ne einseitige verbissene Friedens-Freundin, eine, die am Leben hängt :D

Früher sprach man mal von "friedlicher Koexistenz". Das war gar keine so schlechte Idee, die sich auch bewährte. Wo es quasi immer um den kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen den "Lagern", nämlich Frieden und Abrüstung, ging. Auch wenn es die Weltsysteme nicht mehr gibt, wäre es ratsam, wenn der Westen und Russland wieder dahin kämen, sie also mindestens wieder eine Art moderner "friedlicher Koexistenz" anstreben würden. In diesem Sinne muss ich Röttgen mal recht geben, wenn er vor "sprachlichen Verschärfungen" gegenüber Russland warnt. Womit vor allem Maas gemeint ist.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 06191.html

Tja, du bist aber keine Friedenskämpferin. Du benennst dich nur so. In Wahrheit bist du eine Parteigängerin eines neoimperialistischen Staates, der nur Frieden bewahren will, wenn er seinen Willen bekommt. Das ist weder Frieden, noch ist es "Koexistenz". Das ist lupenreine Hegemonie, der du das Wort redest.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Cobra9 » Sa 5. Mai 2018, 07:45

Selina hat geschrieben:(04 May 2018, 18:12)

Ich bin kein "Putin-Fan". So ein Käse. Das ist immer so eine alberne Kindergarten-Rhetorik. Ich bin einfach dafür, den Kalten Krieg nicht weiter anzuheizen und die Eskalationsspirale zu stoppen. Dazu gehört nun mal, Klarheit in die jüngsten Giftvorfälle zu bringen. Und sich möglicherweise auch bei den Russen für die monatelangen Verdächtigungen zu entschuldigen. Denn wohin das führen kann, wenn einfach auf der schlichten Grundlage eines nicht bewiesenen Verdachtes auf der Welt herumgeballert werden kann, hat man jüngst gesehen. Damit zeigen einige Staaten des Westens, dass sie eher an der Militarisierung der internationalen Beziehungen interessiert sind und nicht an ernsthaften Bestrebungen, den Frieden zu bewahren. Was aber Not tut, ist die Deeskalation, das Zurückfinden zum Reden und Verhandeln. Ansonsten fliegt uns hier bald alles um die Ohren.


Auch hier....Gähn. Wer mal genau sich mit dem Thema befasst hst eines ganz deutlich verstehen können. Bisher weissen alle Spuren nach Russland. Die OCPW hat Russland nicht entlastet.

Das andere Länder auch Kampfstoffe herstellen können ist kein Frage. Nur kann man die Herkunft belegen und es weist die Spur nach Russland. Da kann man jetzt neue Verschwörungstheorien spinnen wie man will :)


Weil unsere Russland Anhänger sollten mal auch Informationen verstehen und ganz darstellen. Tschechien hat geforscht. Aber alle Bestände vernichtet
http://m.faz.net/aktuell/politik/nowits ... 73652.html


Damit gibt's auch keine ausreichende Menge an Kampfstoff. Außerdem ist die verwendete Form nicht der entsprechend wo damals erforscht wurde.


https://mobile.nytimes.com/2018/05/04/w ... ttack.html

Im Abschluss Bericht der OCPW wird Russland stehen.

Als Täter oder Auftraggeber der Tat. Das ist sicher in Anbetracht der Informationen, Indizien. Darf jeder anders sehen. Aber es ist nur die noch eine Frage der Zeit und wie man dann reagiert. Auf einen Staat der C Waffe einsetzt für Attenate. Oder Gifstoffe. Ich bin dann für sehr harte Reaktionen. Bsp. NS 2 auf Eis legen so für 9 Jahre
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Selina » Sa 5. Mai 2018, 23:21

zollagent hat geschrieben:(05 May 2018, 08:32)

Tja, du bist aber keine Friedenskämpferin. Du benennst dich nur so. In Wahrheit bist du eine Parteigängerin eines neoimperialistischen Staates, der nur Frieden bewahren will, wenn er seinen Willen bekommt. Das ist weder Frieden, noch ist es "Koexistenz". Das ist lupenreine Hegemonie, der du das Wort redest.


Auf dieser Ebene muss man wohl nicht weiter reden. Dein ad personam kannste steckenlassen.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Selina » Sa 5. Mai 2018, 23:24

Ich hab mit meinen Worten nichts anderes gesagt als das, was seit Wochen besonnene Politiker aller Parteien immer wieder sagen.

Zitat:

In der Diskussion um die neue Tonlage von Außenminister Heiko Maas gegenüber Russland warnt Norbert Röttgen vor unnötiger Schärfe. "Man sollte das Gespräch mit Russland nicht unnötig erschweren", mahnt der CDU-Politiker im SPIEGEL. "Da die Sache ernst genug ist, sollten wir auf sprachliche Verschärfungen verzichten", sagte Röttgen, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 06191.html
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Darkfire » So 6. Mai 2018, 00:02

Klar eine geschlagene Frau muss ja auch nur genug kuschen dann wird der Mann schon irgendwann einsehen das er nicht im Recht ist.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon DarkLightbringer » So 6. Mai 2018, 00:10

Selina hat geschrieben:(05 May 2018, 07:40)

Stimmt. Wenn es um Friedenspolitik statt um ein immer weiteres Ankurbeln der Rüstungsspirale geht, da bin ich echt nicht neutral. Sozusagen ne einseitige verbissene Friedens-Freundin, eine, die am Leben hängt :D

Früher sprach man mal von "friedlicher Koexistenz". Das war gar keine so schlechte Idee, die sich auch bewährte. Wo es quasi immer um den kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen den "Lagern", nämlich Frieden und Abrüstung, ging. Auch wenn es die Weltsysteme nicht mehr gibt, wäre es ratsam, wenn der Westen und Russland wieder dahin kämen, sie also mindestens wieder eine Art moderner "friedlicher Koexistenz" anstreben würden. In diesem Sinne muss ich Röttgen mal recht geben, wenn er vor "sprachlichen Verschärfungen" gegenüber Russland warnt. Womit vor allem Maas gemeint ist.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 06191.html

Der Neue Realismus von Maas ist noch etwas ungewohnt, da mag es "scharf" klingen, wenn er etwa einen "konstruktiven Beitrag" erwartet, als Ergänzung zur bekannten Dialog-Formel.

Zur einseitigen Friedensbotschaft gehört es natürlich, den putinischen Militarismus und die Aggressionspolitik freundlich zu übersehen.
Russland lässt "Iskander"-Raketen in Kaliningrad auffahren
http://www.spiegel.de/politik/ausland/r ... 06355.html
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon DarkLightbringer » So 6. Mai 2018, 00:13

Darkfire hat geschrieben:(06 May 2018, 01:02)

Klar eine geschlagene Frau muss ja auch nur genug kuschen dann wird der Mann schon irgendwann einsehen das er nicht im Recht ist.

An dieser Art "Neutralität" hätte auch ein Pinochet seine Freude gehabt.
>>We’ll always have Paris<<
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Selina » So 6. Mai 2018, 06:46

DarkLightbringer hat geschrieben:(06 May 2018, 01:10)

Der Neue Realismus von Maas ist noch etwas ungewohnt, da mag es "scharf" klingen, wenn er etwa einen "konstruktiven Beitrag" erwartet, als Ergänzung zur bekannten Dialog-Formel.

Zur einseitigen Friedensbotschaft gehört es natürlich, den putinischen Militarismus und die Aggressionspolitik freundlich zu übersehen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/r ... 06355.html


Das ist Russlands Reaktion auf die Verlegung von vier Nato-Bataillonen in die baltischen Staaten und nach Polen. Wirklich sehr "defensiv" deine Nato. Was aufhören muss, ist das Hochpeitschen der Rüstungsspirale, das treibt uns ins Unglück. Was ist daran nicht zu verstehen. Da müssen die Großmächte einfach mal Vernunft walten lassen, so, wie das besonnene Politiker aller Parteien (auch der Partei, die du bevorzugst) schon lange fordern. Diese Sorgen, dass eine weitere Eskalation den Weltfrieden bedroht, teilen viele Menschen. Da muss man wahrlich kein Russland- oder Westmächte-Freund sein, um das zu erkennen. Die Kombination aus immenser Rechtsdrift und immenser Militarisierung der Beziehungen bedroht unser aller Leben. Jeder Schritt der Deeskalation (auch verbal) ist daher sehr willkommen und sehr nötig inzwischen. Alles andere ist unverantwortlich.

Zitat:

Frau Dutschke, Sie haben als Jugendliche die McCarthy-Ära, fanatischen Antikommunismus und Russophobie erlebt. Was empfinden Sie angesichts des neuen Kalten Krieges zwischen den USA und Russland? Ängstigen Sie die neuen Spannungen auf politischer Ebene?

Ich finde es schon beängstigend. Gefährlich. Und ich hoffe, dass es nicht zu weiterer Eskalation kommt. Wenn es zwischen den beiden Großmächten zu einem Krieg kommen sollte, wäre das der Untergang der Menschheit. Keiner würde das überleben. Besorgt bin ich aber auch über das Erstarken von Rechtsextremismus und Rassismus überall. Antidemokratische Bewegungen breiten sich aus, stiften Unfrieden. Dagegen müssen wir uns wieder organisieren, dagegen müssen wir ankämpfen.


https://www.neues-deutschland.de/artike ... ckend.html
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » So 6. Mai 2018, 08:14

Selina hat geschrieben:(06 May 2018, 00:21)

Auf dieser Ebene muss man wohl nicht weiter reden. Dein ad personam kannste steckenlassen.

Auf genau dieser Ebene bewegen sich deine Beiträge hier. Wenn du deswegen beleidigt bist, erinnerst du an die weinerlichen Verlautbarungen des DDR-Regimes, wenn mal wieder über Mauertote berichtet wurde, über die angeblich "staatsfeindliche Propaganda". Das kommt inzwischen nicht mehr an.
Zuletzt geändert von zollagent am So 6. Mai 2018, 08:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Nomen Nescio » So 6. Mai 2018, 08:17

Selina hat geschrieben:(04 May 2018, 17:37)

Wieso? Das ist eine klare Wende im Fall Skripal, wird aber hier wie auch anderswo einfach untern Teppich gekehrt bzw. überhaupt nicht erst erwähnt. Wieso eigentlich? Das ist doch die eigentlich spannende Frage. Passt offenbar nicht ins Russland-Bild, ergo wirds totgeschwiegen.

ein man ist ermordet. mit einem messer. laut deiner denkweise kann oder aber muß es jeden sein, auch wenn man soviel hinweise hat daß du es getan hast.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Nomen Nescio » So 6. Mai 2018, 08:18

zollagent hat geschrieben:(04 May 2018, 18:33)

Nein, du bist kein Putin-Fan.

einigen wir uns auf eine Putin-Frau. :D
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