Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

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Ist die russische Regierung an Skripal-Vergiftung beteiligt?

Ja
33
44%
Nein
23
31%
Momentan unklar
19
25%
 
Abstimmungen insgesamt: 75
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Kritikaster » So 15. Apr 2018, 10:36

Senexx hat geschrieben:(15 Apr 2018, 11:22)

Ja, er kann salbungsvolle Reden halten. Aber für Putin zu werben, ist keine Integrationsaufgabe.

Erstens ist das keine Werbung für Putin, wie Dir hier schon wiederholt aufgezeigt wurde, und zweitens hat das mit der ihm zustehenden Freiheit der zitierten Amtsführung zu tun.

Du solltest Dich davon lösen, nur selektiv wahrzunehmen, was andere hier posten.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Senexx » So 15. Apr 2018, 10:44

Kritikaster hat geschrieben:(15 Apr 2018, 11:36)

Erstens ist das keine Werbung für Putin, wie Dir hier schon wiederholt aufgezeigt wurde, und zweitens hat das mit der ihm zustehenden Freiheit der zitierten Amtsführung zu tun.

Du solltest Dich davon lösen, nur selektiv wahrzunehmen, was andere hier posten.

"Keine Vertrauensbasis auf beiden Seiten". Die übliche hinterlistige Redefigur, um russische Aggressivität zu exkulpieren und zu relativieren.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » So 15. Apr 2018, 10:47

Arcturus hat geschrieben:(14 Apr 2018, 14:23)

Thema ist hier Skripal, nicht Nemzow.

Komisch, für dich nimmst du das Recht in Anspruch, Vergleiche zu ziehen. Andere weichen vom Thema ab. Einigen wir uns auf das Generalthema "Politischer Mord im Interesse der Diktatoren". Dann gibt es keine Themenabweichung.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Kritikaster » So 15. Apr 2018, 10:50

Senexx hat geschrieben:(15 Apr 2018, 11:44)

"Keine Vertrauensbasis auf beiden Seiten". Die übliche hinterlistige Redefigur, um russische Aggressivität zu exkulpieren und zu relativieren.

Nein, das ist einfach nur eine Tatsachenbeschreibung.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » So 15. Apr 2018, 10:50

Darkfire hat geschrieben:(14 Apr 2018, 14:35)

Das sagen die selben Leute die gern mal als Rechtfertigung für diesen Mord alle möglichen Kriege der Vergangenheit bemühen.
Dieses ist aber auch genau der Trick, sieht man diesen Mord mit allen anderen Morden in der Gesamtheit dann ist es sehr klar wie der Kreml hier vorgeht.

Daher versucht man in die kleinsten Details zu gehen und dort irgendwie Desinformation zu streuen. Ein uralter Trick der Kremlunterstützer der bei älteren Fällen, diesem Fall und neuen Fällen genau gleich gehandhabt wird.
Natürlich hat ein Putin das Zeug nicht selber hergestellt, natürlich hat er auch selbst keinen schriftlichen Befehl dafür unterschrieben, aber er ist der Führer eines Apparats über die er die Macht hat. Und ohne das Wissen eines Putins ist so etwas nicht möglich.
Das wissen auch seine treusten Verteidiger hier, nur stellt man sich dumm.
Der Beweis ist ja gerade das Vorgehen dieser Putinverteidiger, denn sie bemühen sich ja gerade darum die Wahrheit zu verschleiern und nicht sie aufzuklären.
Man würde keine unwahrscheinlichen Nebelbomben werfen müssen um alles noch stärker zu verwischen, wenn man nicht eh schon genau wusste das es eben doch der Kreml ist der dahintersteckt.

Habe es schon in einem anderen Strang gepostet, paßt aber auch hier wunderbar rein:

Ein interessanter Artikel, der Russlands Methodik deutlich zeigt. Einen Absatz daraus will ich den Lesern direkt präsentieren:
Russlands Propaganda folgt dem gleichen Muster – dennoch fallen viele darauf rein

Seit Jahren folgt die russische Propaganda dem selben Drehbuch. Egal ob im Konflikt in der Ukraine, bei dem Giftanschlag auf den Ex-Agenten Sergej Skripal und seine Tochter in Großbritannien oder dem letzten syrischen Giftgasangriff vor einer Woche: Auf offiziellen und inoffiziellen Kanälen leugnet Moskau, verbreitet wilde Verschwörungstheorien und ändert seine Narrative so schnell, dass man gar nicht mehr hinterherkommt. Mal gab es gar keinen Giftgasangriff, dann soll es ein Täuschungsmanöver der Opposition gewesen sein, um Amerika in den Konflikt zu ziehen. Dann waren es wieder die Briten oder andere, die hinter allem stecken. Offenbar glauben die Propagandisten im Kreml, dass ihre Lügen nicht einmal eine innere Konsistenz aufweisen müssen. Es reicht ihnen bereits, wenn in Medien und im Internet möglichst viele Zweifel an der westlichen Version der Ereignisse geschürt werden. Erstaunlich daran ist nur, wie viele Menschen darauf Moskau hereinfallen, trotz einer inzwischen gut dokumentierten und lang andauernden Geschichte systematischer Täuschungen. Noch deprimierender ist, dass die russischen Verschwörungsnarrative immer wieder in traditionellen Medien, etwa auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, als seriöse Meinungen dargestellt werden.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » So 15. Apr 2018, 10:52

Arcturus hat geschrieben:(14 Apr 2018, 15:05)

Ich dachte, ich darf das vielleicht auch mal vorwerfen ;)



Wieso sollten das eigentlich die angeblichen Putinisten aus deiner Sicht tun? Also sich dumm stellen. Welchen Grund sollte man dafür haben? Ich will deine Vorwürfe nur mal nachvollziehen können.

Wer selber weiß, daß er keine echten, vor allem keine auf demokratischen und zivilisierten Grundsätzen basierenden Argumente hat, dem bleibt nichts anderes übrig, als sich dumm zu stellen. Gewaltherrscher und ihre Methoden sind halt nicht mit unseren gültigen Werten zu begründen und zu unterstützen.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » So 15. Apr 2018, 10:58

Der General hat geschrieben:(15 Apr 2018, 01:03)

Wieso sollte ein Verdächtiger denn etwas "entkräften" müssen und WO kam etwas zu 99% raus :?:

Hat man keine Beweise, sind es Indizien, wenn selbst die nicht stimmen ist es aber Russland... zumindest zu 99% :p

"Die üblichen Verdächtigen" haben auch oft genug Grund geliefert, sie auch weiterhin für Vorfälle zu verdächtigen. So ist das halt, wenn man solche Methoden zu seinem täglichen Gebrauch macht, General. :|
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » So 15. Apr 2018, 10:59

Der General hat geschrieben:(15 Apr 2018, 02:02)

Was dann auch im Kontext bedeutet, dass wenn Putin hinter der Vergiftung der Skripals gestanden hätte, diese aktuell schon längst beerdigt worden wären ;)

Na ja, die Vereinnahmung und Disziplinierung der Ukraine klappt ja auch nicht so recht. So wirklich "der Macher" ist Putin also auch nicht.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » So 15. Apr 2018, 11:01

Senexx hat geschrieben:(15 Apr 2018, 09:09)

Putinist Steinmeier ergreift Partei

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 42806.html

Überschreitet er damit nicht seine Kompetenzen?

Nein, er trennt doch gut erkennbar die Nation und ihr Regime.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Kritikaster » So 15. Apr 2018, 11:09

zollagent hat geschrieben:(15 Apr 2018, 11:50)

Habe es schon in einem anderen Strang gepostet, paßt aber auch hier wunderbar rein:

Ein interessanter Artikel, der Russlands Methodik deutlich zeigt. Einen Absatz daraus will ich den Lesern direkt präsentieren:

Offenbar glauben die Propagandisten im Kreml, dass ihre Lügen nicht einmal eine innere Konsistenz aufweisen müssen.

Das glauben die Kremlpropagandisten nicht nur, es trifft erkennbar auf Moskaus 5. Kolonne zu, wie wir ja auch hier beobachten können. Da wird - wenn es manchem allzu unangenehm wird, ständig die Unhaltbarkeit der russischen Lügenphilosophie nachgewiesen zu bekommen - dann zur Gesichtswahrung allenfalls halbherzig ein "Schlußstrich" oder "Neuanfang in den Beziehungen" gefordert.

Kurz: Die putinsche Dauergehirnwäsche funktioniert leider bei der Zielgruppe.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Cobra9 » So 15. Apr 2018, 11:14

Kritikaster hat geschrieben:(15 Apr 2018, 12:09)

Das glauben die Kremlpropagandisten nicht nur, es trifft erkennbar auf Moskaus 5. Kolonne zu, wie wir ja auch hier beobachten können. Da wird - wenn es manchem allzu unangenehm wird, ständig die Unhaltbarkeit der russischen Lügenphilosophie nachgewiesen zu bekommen - dann zur Gesichtswahrung allenfalls halbherzig ein "Schlußstrich" oder "Neuanfang in den Beziehungen" gefordert.

Kurz: Die putinsche Dauergehirnwäsche funktioniert leider bei der Zielgruppe.



Ich verweise auf gewisse Versuche auch hier.

---> Fischvergiftung

---> ganz anderer Kampfstoff

---> es muss ein tödlicher Krankheitsverlauf sein




Ich bin mal gespannt wie die Story mit dem Schweizer Labor erzählt wird. Schaffen wir dieses mal die 50 Versionen aus Russland ?


Die russische Verdrehte Welt ist lustig. Das beteiligte Schweizer Labor am 5 April
https://www.nzz.ch/international/kein-z ... ld.1374775


Russland soll doch mal seine Top Quelle nennen. Weil wie im Artikel gennant gibt es sehr wenig Einrichtungen wo Tests der Art fahren können. Ich bin gespannt auf die russ. Demenz bald
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » So 15. Apr 2018, 11:14

Kritikaster hat geschrieben:(15 Apr 2018, 12:09)

Das glauben die Kremlpropagandisten nicht nur, es trifft erkennbar auf Moskaus 5. Kolonne zu, wie wir ja auch hier beobachten können. Da wird - wenn es manchem allzu unangenehm wird, ständig die Unhaltbarkeit der russischen Lügenphilosophie nachgewiesen zu bekommen - dann zur Gesichtswahrung allenfalls halbherzig ein "Schlußstrich" oder "Neuanfang in den Beziehungen" gefordert.

Kurz: Die putinsche Dauergehirnwäsche funktioniert leider bei der Zielgruppe.

Putin verwendet das nur, die Methodik funktioniert seit Nero. Immer und überall, wo Gewaltherrscher ihre Methoden und ihr Regime als richtig darstellen wollen.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon unity in diversity » So 15. Apr 2018, 11:14

Kritikaster hat geschrieben:(15 Apr 2018, 12:09)

Das glauben die Kremlpropagandisten nicht nur, es trifft erkennbar auf Moskaus 5. Kolonne zu, wie wir ja auch hier beobachten können. Da wird - wenn es manchem allzu unangenehm wird, ständig die Unhaltbarkeit der russischen Lügenphilosophie nachgewiesen zu bekommen - dann zur Gesichtswahrung allenfalls halbherzig ein "Schlußstrich" oder "Neuanfang in den Beziehungen" gefordert.

Kurz: Die putinsche Dauergehirnwäsche funktioniert leider bei der Zielgruppe.

Was war nochmal der Unterschied zwischen einem Gas, mit dem man die Ratten zwingen kann, ihre Nester zu verlassen und einem Kontaktgift?
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » So 15. Apr 2018, 11:15

unity in diversity hat geschrieben:(15 Apr 2018, 12:14)

Was war nochmal der Unterschied zwischen einem Gas, mit dem man die Ratten zwingen kann, ihre Nester zu verlassen und einem Kontaktgift?

Die Ratten haben keine Haustüren, deren Klinken man mit dem Kontaktgift bestreichen könnte. :D
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon unity in diversity » So 15. Apr 2018, 11:17

zollagent hat geschrieben:(15 Apr 2018, 12:15)

Die Ratten haben keine Haustüren, deren Klinken man mit dem Kontaktgift bestreichen könnte. :D

Genau.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Kritikaster » So 15. Apr 2018, 11:22

zollagent hat geschrieben:(15 Apr 2018, 12:14)

Putin verwendet das nur, die Methodik funktioniert seit Nero. Immer und überall, wo Gewaltherrscher ihre Methoden und ihr Regime als richtig darstellen wollen.

Ja, selbstverständlich. Mit den Mitteln der Gegenwart hat Putins Variante halt nur eine erheblich höhere Frequenz und Reichweite für die Verbreitung der Märchen.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Nomen Nescio » So 15. Apr 2018, 11:29

Der General hat geschrieben:(15 Apr 2018, 02:47)

Naja, dass ist DEINE Einschätzung der Dinge bzw. Meinung, die ich aber ohne Probleme akzeptieren kann.

Grundsätzlich finde ich, dass dieses Ganze Theater von Fakten, Beweisen und Anschuldigungen aufhören sollte. Damit meine ich, dass die Ganze Haltung gegenüber Russland aber auch Umgekehrt überdenkt werden muß und ein Dialog stattfinden sollte.

Gute Diplomaten sind gefragt um das Verhältnis wieder zu verbessern. Wenn man Offen und Ehrlich auf Russland zu gehen würde, könnte man viele Konflikte lösen.

du machst viele fehler.
erstens ist es eine ausnahme wenn der boss zugibt/zugeben läßt daß fehler gemacht wurden. dazu muß wirklich was erschütterndes geschehen sein.
erst nach dem stürz der SU wurden viele missetaten durch stalin, lenin, c.s. zugegeben. m.w. ist der papst derjenige der letztlich zugab sich geirrt zu haben.

politik ist nicht rechtssprache. ich wiederhole ein zitat meines schwagers »nachrichtendienste sagen nicht was der gegner tut, sondern was er tun könnte«.
nehmen wir mal das beispiel ostukraine. dort ist es fast eine pattsituation. die dienste sagen jetzt »gegeben die zahl der pänzer und kanone in rußland« könnte rußland dieses spiel so- und soviel jahre spielen. sie sagen nicht »dies ist eine never ending story«.
diese aussage über nachrichtendienste muß man immer im hinterkopf halten. denn auf solche aussagen wird politik geschützt.
stell mal vor »russische panzer könnten in ± 3 à 4 wochen westeuropa überrennen« wäre die nachricht der dienste. dann wird jede westeuropäische regierung sich sputen die bewaffnung zu verstärken. erzählt aber die bevölkerung eine nur abgeschwächte mitteilung. sonst könnte es sein daß die menschen denken »lieber sklave als tot«.

OK, was bedeutet dies für anklagen wie die skrivalvergiftigung? gans einfach. es ist wie ein puzzlespiel. man findet immer mehr teilchen und fügt sie zusammen. auch wenn das puzzle nie 100% komplett bekommen wird, man hat bestenfalls mehr als nur einen umriß. und das scheint bei die skripalaffäre der fall zu sein.
1. die vorgeschichte aus der man lehrt daß die FSB und ihre vorgänger (sowie bundesgenossen wie damals stellvertretend bulgarien) sich nicht scheuten zu töten. wer erinnert sich noch den regenschirmtod?
2. auch wenn R sagt, es gibt jetzt einen experten der OPCW der sagt daß das mittel eine weitere entwicklung von nowotsjik durch den westen ist, die OPCW an sich sagt »es ist nowotsjik«. wieder eine berüchtigte ablenkung russen? das russische motto ist ja »angriff ist die beste verteidigung. nicht wir, sondern sie...«.
3. eine frage wobei man eine längere zeit still stehen bleiben muß lautet »was hatten die russen daran skripal schon fünf jahre lang zu beobachten«?
4. rußland hat(te) ja nowotsjik.
5. putin hat mal ungefähr gesagt »mit verräter wird abgerechnet«. vergiß nicht, daß er selbst ex-geheimdienstler ist.


was hat es für sinn die skripals jetzt zu vergiftigen? dafür gibt es n.m.m. einen deutlichen grund: ABLENKUNG.
ablenkung von syrien. ablenkung von der MH17 affäre, ablenkung von der krim besetzung. und... ablenkung von den geplanten taten von rußland.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Senexx » So 15. Apr 2018, 11:35

Kritikaster hat geschrieben:(15 Apr 2018, 11:50)

Nein, das ist einfach nur eine Tatsachenbeschreibung.

So argumentieren die Putinisten: Der Westen habe mit der Ausdehnung der Nato das Vertrauen zerstört.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon DarkLightbringer » So 15. Apr 2018, 11:35

Selina hat geschrieben:(15 Apr 2018, 11:31)

Lawrow zweifelt zurecht an den Berichten des Westens, was die Skripal-Aktion anbelangt. Die frühere Vermutung, es könne sich um bewusste Fälschungen Großbritanniens oder anderer Kräfte des Westens zur Verunglimpfung Russlands handeln (false flag), ist also gar nicht so abwegig. Auch der Film mit den syrischen Kindern, die angeblich gerade einer Giftgasattacke ausgesetzt waren, soll ja gefälscht sein. Ich weiß, gleich geht der User-Protest los, die Quellen zu Letzterem seien unzuverlässig. Da kann ich nur sagen: Fast alles, was zu Russland derzeitig vom Westen verbreitet wird, ist genauso anzuzweifeln und einer neutralen Prüfung zu unterziehen. Der Russe ist nun mal das westliche Feindbild und dafür ist jedes Mittel recht. Und was Steinmeier sagte, ist das einzig Richtige, was in dieser verfahrenen Beziehung zwischen Deutschland und Russland zu sagen ist. Schön, dass es immer mal wieder paar vernünftige Stimmen im Land gibt:
Zitat:
Diese Substanz findet sich im Arsenal der US-Armee, Großbritanniens und anderer Nato-Länder.
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/gi ... t-100.html
Zitat:
"Dieser gefährlichen Entfremdung entgegenzuwirken, ist die eigentliche Herausforderung und Aufgabe verantwortlicher Politik", sagte er. Man dürfe sich "nicht von einer neuen Endzeitstimmung im Verhältnis zu schwierigen Nachbarn dominieren lassen".
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/ze ... n-100.html

Herr Lawrow und seine Gefolgsleute könnten auch mal an ihren Oligarchen zweifeln. Weshalb stehen sie im Verdacht der Geldwäsche und weshalb schaffen sie große Vermögen aus Russland heraus in den Westen ?

Um es klar zu sagen - was die Freunde des rechtsgerichteten Putin-Regimes unter "Russland" verstehen, hat mit Russland ziemlich
genau so viel zu tun wie die 125-Millionen-Pfund-Villa im Londoner Nobel-Viertel Kensington Palace Gardens.


Nichts gegen Geschäftstüchtigkeit, gut bezahlte Fußballer haben auch ihre Fans, aber wir bewegen uns hier im Graubereich der Geldwäsche.

Außerdem sollte Monetarismus nicht mit Russophilie verwechselt werden.
Die allerwenigsten Russen, die - wie Xenia Sobtschak sagt - in Baracken hausen, können an den Finanzplätzen der Welt spekulieren oder sich an Wunderwaffen begeistern.

Vernunft geböte es, die Korruption mal unter die Lupe zu nehmen. Durchaus in London oder auf Borkum.

In London haben viele reiche Russen große Teile ihres Vermögens geparkt. Um Druck auf Moskau im Fall des Anschlags
auf Sergei Skripal auszuüben, könnten ihre Mittel eingefroren werden. Erste Pläne gibt es bereits.
https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... ienen.html
Zuletzt geändert von DarkLightbringer am So 15. Apr 2018, 11:39, insgesamt 1-mal geändert.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » So 15. Apr 2018, 11:37

Kritikaster hat geschrieben:(15 Apr 2018, 12:22)

Ja, selbstverständlich. Mit den Mitteln der Gegenwart hat Putins Variante halt nur eine erheblich höhere Frequenz und Reichweite für die Verbreitung der Märchen.

Der Planet schrumpft. Und deswegen sind Gewaltherrschaft und Unterdrückung auch wie ansteckende Krankheiten der Gesellschaften zu sehen und können auch viel leichter überspringen, als noch z.B. vor 2 Jahrhunderten, wo man sich lustig machen konnte über den Orient, "wenn hinten in der Türkei die Völker aufeinanderschlagen". Ich stelle fest, der olle Goethe und sein Dr. Faustus hat eine fast universelle Gültigkeit und Aktualität. :D
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