Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

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Ist die russische Regierung an Skripal-Vergiftung beteiligt?

Ja
32
43%
Nein
23
31%
Momentan unklar
19
26%
 
Abstimmungen insgesamt: 74
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Nomen Nescio
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 10. Okt 2018, 10:20

Elsombrero hat geschrieben:(10 Oct 2018, 07:10)

Ja.... seeeeeeeeehr interessant... ich frage mich wer das ins Deutsche übersetzt hat... man lese sich den englischen Teil durch und dann die selektive Wahrheit die user audi daraus gemacht hat

as usual
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Cobra9 » Mi 10. Okt 2018, 12:43

Russland scheint Skripal schon länger beobachten zu lassen


http://m.faz.net/aktuell/politik/auslan ... 30619.html
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Nomen Nescio
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 10. Okt 2018, 20:11

Audi hat geschrieben:(10 Oct 2018, 20:24)

Ebenso wäre Wladimin Putins Glaubwürdigkeit angekratzt, da er versicherte, beide würden nicht dem Militär angehören.

putin hat ja selbst dafür gesorgt daß wir ihn nicht schnell glauben werden.

zuerst hatte er nichts zu tun mit der krim und deren grünen männchen. später aber sagte er an einem bestimmten datum den auftrag gegeben zu haben zur operation krim. und hat er sogar die soldaten der krim bedankt und unterscheidet.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Cobra9 » Do 11. Okt 2018, 15:31

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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Nomen Nescio » Do 11. Okt 2018, 21:40

Cobra9 hat geschrieben:(11 Oct 2018, 16:31)

Was wollen Touristen von Skripal
https://www.radio.cz/de/rubrik/tagesech ... ng-in-prag

natürlich einfach den landsmann grüßen ;)
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » Fr 12. Okt 2018, 09:32

Nomen Nescio hat geschrieben:(11 Oct 2018, 22:40)

natürlich einfach den landsmann grüßen ;)

...was sie offensichtlich ja auch getan haben.... :|
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Orbiter1 » Fr 12. Okt 2018, 18:08

Die NZZ sieht den russischen Geheimdienst u. a. wg Skripal langsam aber sicher im Niedergang.

"Die Affäre Skripal entwickelt sich zu einer der grössten und peinlichsten Niederlagen in der Geschichte der russischen und sowjetischen Geheimdienste. Es stellte sich zum Beispiel heraus, dass russische Agenten in geheimen Missionen mit Pässen mit dicht aufeinanderfolgenden Seriennummern unterwegs waren, anhand dieser Seriennummern können wohl ganze Netzwerke ausgehoben werden. In den Niederlanden wurden vier Offiziere des GRU enttarnt, die mit solchen Papieren einreisten, um in die Netzwerke der Organisation für das Verbot chemischer Waffen einzubrechen, jener Organisation, die sich gerade mit dem Nervengiftanschlag von Salisbury befasst. Laut niederländischen Ermittlern waren dieselben Männer unterwegs, um sich in die Netzwerke der internationalen Antidopingbehörde (Wada) zu hacken oder in die Computer des Teams, das den Abschuss von MH17 untersucht. In Russland kommen diese Enthüllungen gar nicht gut an, selbst linientreue Komiker machen darüber Witze im staatlich kontrollierten Fernsehen. ... Die Geheimdienste kümmern sich um die Glaubwürdigkeit der Tarnung ihrer Agenten genauso wenig wie die Propagandamaschine um die Glaubwürdigkeit ihrer Lügen."

Na wenigstens Putins Speichellecker hier im Forum halten das Fähnchen für ihren Herrn und Meister noch hoch.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon yogi61 » Fr 12. Okt 2018, 18:51

Orbiter1 hat geschrieben:(12 Oct 2018, 19:08)

Die NZZ sieht den russischen Geheimdienst u. a. wg Skripal langsam aber sicher im Niedergang.

"Die Affäre Skripal entwickelt sich zu einer der grössten und peinlichsten Niederlagen in der Geschichte der russischen und sowjetischen Geheimdienste. Es stellte sich zum Beispiel heraus, dass russische Agenten in geheimen Missionen mit Pässen mit dicht aufeinanderfolgenden Seriennummern unterwegs waren, anhand dieser Seriennummern können wohl ganze Netzwerke ausgehoben werden. In den Niederlanden wurden vier Offiziere des GRU enttarnt, die mit solchen Papieren einreisten, um in die Netzwerke der Organisation für das Verbot chemischer Waffen einzubrechen, jener Organisation, die sich gerade mit dem Nervengiftanschlag von Salisbury befasst. Laut niederländischen Ermittlern waren dieselben Männer unterwegs, um sich in die Netzwerke der internationalen Antidopingbehörde (Wada) zu hacken oder in die Computer des Teams, das den Abschuss von MH17 untersucht. In Russland kommen diese Enthüllungen gar nicht gut an, selbst linientreue Komiker machen darüber Witze im staatlich kontrollierten Fernsehen. ... Die Geheimdienste kümmern sich um die Glaubwürdigkeit der Tarnung ihrer Agenten genauso wenig wie die Propagandamaschine um die Glaubwürdigkeit ihrer Lügen."

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Ist doch toll, wenn die NZZ das so sieht. :thumbup: Der Niedergang des russischen Geheimdienstes steht unmittelbar bevor, alles wird gut und die Welt friedlich.
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https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » So 14. Okt 2018, 18:28

yogi61 hat geschrieben:(12 Oct 2018, 19:51)

Ist doch toll, wenn die NZZ das so sieht. :thumbup: Der Niedergang des russischen Geheimdienstes steht unmittelbar bevor, alles wird gut und die Welt friedlich.

...und Putins Fans werden pseudoironisch, weil der große Bruder (wieder mal) erwischt wurde.... :mad2:
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Cobra9 » So 14. Okt 2018, 18:40

Ich möchte nur mal Lillehammer ins Gedächtnis rufen. Da hat der Mosad auch Mist gebaut.Warum ssollte ees russ. Diensten besser gehen ?
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon easylocoman » Sa 27. Okt 2018, 10:58

Sputnik hat geschrieben:Massenbetrug erwiesen? London dankt Moskau für Skripal-Datenleck

Die Regierung in London hat die Echtheit der Bildpräsentation bestätigt, die eine Verwicklung Russlands in den Giftanschlag von Salisbury beweisen soll. Das russische Außenamt hatte die durch die Medien gesickerten Bilder als Beweis für einen Betrug der Briten und als das persönliche „Scheitern“ der britischen Premierministerin May bezeichnet.

Das Dokument „beschreibt die systematische Unverantwortlichkeit der russischen Behörden in den letzten Jahren, einschließlich des Zwischenfalls in Salisbury. Sein Inhalt entspricht voll und ganz den öffentlichen Äußerungen der Premierministerin“, hieß es weiter in London.[...]

Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa bezeichnete das Leck am Dienstag als ein „Scheitern von Theresa May“. „Enttarnt ist die größte Manipulation der internationalen öffentlichen Meinung, in die die Behörden Großbritanniens verwickelt sind. Bitte urteilen Sie selbst. Anhand von sechs Bildern wurden Entscheidungen über die Verantwortung eines Staates für eine chemische Attacke getroffen“, schrieb Sacharowa auf Facebook.


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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Darkfire » Sa 27. Okt 2018, 16:27

Mit einem starken Führer ist die Welt halt noch in Ordnung.
Man muss nur einfach alles glauben was er sagt und schon werden alle Probleme gelöst.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 27. Okt 2018, 16:59

Orbiter1 hat geschrieben:(12 Oct 2018, 19:08)

Die NZZ sieht den russischen Geheimdienst u. a. wg Skripal langsam aber sicher im Niedergang.

"Die Affäre Skripal entwickelt sich zu einer der grössten und peinlichsten Niederlagen in der Geschichte der russischen und sowjetischen Geheimdienste. Es stellte sich zum Beispiel heraus, dass russische Agenten in geheimen Missionen mit Pässen mit dicht aufeinanderfolgenden Seriennummern unterwegs waren, anhand dieser Seriennummern können wohl ganze Netzwerke ausgehoben werden. In den Niederlanden wurden vier Offiziere des GRU enttarnt, die mit solchen Papieren einreisten, um in die Netzwerke der Organisation für das Verbot chemischer Waffen einzubrechen, jener Organisation, die sich gerade mit dem Nervengiftanschlag von Salisbury befasst. Laut niederländischen Ermittlern waren dieselben Männer unterwegs, um sich in die Netzwerke der internationalen Antidopingbehörde (Wada) zu hacken oder in die Computer des Teams, das den Abschuss von MH17 untersucht. In Russland kommen diese Enthüllungen gar nicht gut an, selbst linientreue Komiker machen darüber Witze im staatlich kontrollierten Fernsehen. ... Die Geheimdienste kümmern sich um die Glaubwürdigkeit der Tarnung ihrer Agenten genauso wenig wie die Propagandamaschine um die Glaubwürdigkeit ihrer Lügen."

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ich finde es einfach DUMM um fakten wie z.b. über die paßnummer bekannt zu machen.
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 27. Okt 2018, 17:00

Darkfire hat geschrieben:(27 Oct 2018, 17:27)

Mit einem starken Führer ist die Welt halt noch in Ordnung.
Man muss nur einfach alles glauben was er sagt und schon werden alle Probleme gelöst.

oder sind sie gelöst (sagt er) ... :?:
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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon easylocoman » Di 30. Okt 2018, 19:22

INFOsperber - Andreas Zumch am 22. Oktober 2018

[...]
Harsche Reaktionen nach dem Giftanschlag in Salisbury

Erinnern Sie sich noch? Anfang März dieses Jahres überlebten der ehemalige russische Doppelspion Sergej Skripal und seine Tochter Julia an ihrem britischen Wohnort Salisbury nur knapp einen Anschlag mit dem einst in der früheren Sowjetunion entwickelten Nervengift Nowitschok. Bereits sechs Tage später machte die britische Premierministerin Theresa May Russland und namentlich auch Präsident Wladimir Putin für den Anschlag verantwortlich. Obwohl May zunächst überhaupt keine Beweise vorlegte, schlossen sich US-Präsident Donald Trump und sein französischer Amtskollege Emmanuel Macron, Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie weitere Regierungschefs der westlichen Bündnispartner Grossbritanniens der Anschuldigung gegen Moskau in einer gemeinsamen Erklärung sofort an. Aus westlichen Hauptstädten wurden über hundert russische Diplomaten ausgewiesen. Die USA und die EU drohten Russland mit neuen Sanktionen.

Im aktuellen Fall des saudischen Journalisten Jamal Kashoggi verhalten sich Trump, Merkel, Macron und die übrigen westlichen Regierungschefs bislang ganz anders. Bereits vor fast drei Wochen, am 2. Oktober, betrat Kashoggi das saudische Generalkonsulat in Istanbul. Seitdem ist er spurlos verschwunden. Inzwischen sind immer mehr Indizien dafür aufgetaucht, dass der als Kritiker des saudischen Machthabers, Kronprinz Mohammed Bin Salam bekannte Journalist in dem Generalkonsulat seines Landes von einem Spezialkommando aus der Hauptstadt Riad bestialisch gefoltert und ermordet und seine zerstückelte Leiche anschliessend beseitigt worden ist. Belegt werden all die grausigen Details durch einen Audiomitschnitt, auf dem die Schmerzensschreie des gefolterten Opfers sowie Anweisungen des bei dem Verbrechen anwesenden Generalkonsuls zu hören sind. Zu dem 15-köpfigen Killerkommando gehörten nach bislang vorliegenden Erkenntnissen der wichtigste Diplomat und Leibwächter von Kronprinz Bin Salman sowie drei weitere Bodyguards und ein Gerichtsmediziner, der offensichtlich für die Beseitigung aller Tatortspuren zuständig war.

Beschämende Zurückhaltung im Fall Kashoggi

Doch trotz aller erdrückenden Indizien für die Ermordung Kashoggis und für die politische Verantwortung von Kronprinz Bin Salman vermieden US-Präsident Trump und die anderen westlichen Regierungschefs bis zum Wochenende jegliche Schuldzuweisung und Kritik an Riad. Sie forderten lediglich mehr oder weniger deutlich eine Antwort auf die Frage, was mit dem seit knapp drei Wochen spurlos verschwundenen Journalisten passiert sei.

Am letzten Freitag dementierte das Königshaus in Riad seine über zwei Wochen wiederholte Lüge, wonach Kashoggi das saudische Konsulat am 2. Oktober wieder unbeschadet verlassen habe. Zwischenzeitlich behauptet Riad, der Regimekritiker sei bei einem «Faustkampf» im Konsulat unbeabsichtigt getötet worden. Diese Version ist angesichts aller bislang schon bekannten Details der Vorgänge in dem Konsulat eine noch offensichtlichere und daher dreistere Lüge des saudischen Regimes als seine ursprüngliche Falschbehauptung. US-Präsident Trump bezeichnete diese Lüge am Wochenende als «glaubwürdig». Einige andere westliche Regierungen, darunter die deutsche, gaben nach dem Eingeständnis Riads immerhin zu Protokoll, dass sie die Tötung Kashoggis «in aller Schärfe» verurteilen. Konkrete Sanktionsmassnahmen gegen Riad bleiben jedoch aus.
[...]

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Re: Politische Folgen der Skripal-Vergiftung

Beitragvon zollagent » Mi 31. Okt 2018, 10:33

Meinen August hauen sie, aber den bösen bei den sieben Zwergen, über den sieben Bergen, den lassen sie in Ruhe. Das ist unfaiiiiiiiiir, Buhuuuuuu :( !

Wann wirst du lernen, daß JEDES Verbrechen für sich steht und nicht das eine mit dem Anderen aufgerechnet werden kann. Mach du dich weiter für deine Attentatsregierung stark, um andere Attentatsregierungen wird man sich auch kümmern.
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Die Salisbury Tales und viele offene Fragen

Beitragvon easylocoman » Mi 31. Okt 2018, 18:29

INFOsperber - Helmut Scheben am 23. Mai 2018

[...]Das mag alles zutreffen oder nicht. Es ist aber unerheblich zur Klärung des Falles. Die einfache Frage, die angestrengt vermieden wird, lautet: Warum sollte der Kreml eine solche Mega-Waffe einsetzen, um einen ehemaligen Doppelagenten zu beseitigen? Sergei Wiktorowitsch Skripal hätte in Salisbury an jeder Strassenecke bei einem einfachen Autounfall ums Leben kommen können. Oder mit der Diagnose Suizid in seiner Wohnung gefunden werden können. Einen Kampfstoff russischer Fabrikation am Tatort zu hinterlassen bedeutet: Die Spur führt nach Moskau. Eine Parole, die langsam zum Running Gag verkommt.[...]

Letzte Woche wurde in der Schweizer Nachrichtensendung «10vor10» als wichtige Neuigkeit vermeldet, das Nervengift Nowitschok sei schon in den neunziger Jahren in den Westen gelangt. Es war aber keine Neuigkeit. In russischen Medien war seit langem berichtet worden, dass Leute wie der Chemiker Leonid Rink seinerzeit einen schwunghaften Handel mit dem Kampfstoff betrieben hatten. Nowitschok war überall hingelangt, auch in die USA und nach Grossbritannien, und möglicherweise auch in die Hände von zwielichtigen Gruppierungen.

Die entscheidenden Fragen, die «10vor10» offensichtlich nicht zu stellen wagt, wären die folgenden: Warum haben die britischen Nachrichtendienste nicht unmittelbar nach der Tat bekannt gegeben, dass sie ebenfalls im Besitz der Formel für Nowitschok sind? Warum haben Theresa May und ihr Aussenminister die Öffentlichkeit in die Irre geführt, als sie behaupteten, einzig Russland verfüge über den entdeckten Giftstoff, und dies sei der Beweis für die Täterschaft des Kremls? Solche Fragen sind für die meisten unserer Medien offensichtlich zu unbequem.[...]

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Re: Die Salisbury Tales und viele offene Fragen

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 31. Okt 2018, 19:04

easylocoman hat geschrieben:(31 Oct 2018, 18:29)

[...]Das mag alles zutreffen oder nicht. Es ist aber unerheblich zur Klärung des Falles. Die einfache Frage, die angestrengt vermieden wird, lautet: Warum sollte der Kreml eine solche Mega-Waffe einsetzen, um einen ehemaligen Doppelagenten zu beseitigen?

die antwort war in einer vorigen beitrag schon gegeben.
zwei möglichkeiten: a) die GRU (mil. nachrichtendienst) braucht erfolge. hat ein budget kleiner als 1/10 der FSB. was die zahl der mitarbeiter betrifft gilt idem.
b) putin himself hat den tat nie verurteilt und vom opfer in stark zu verurteilen worte gesagt daß er ein schuft (meine umschreibung NN) ist. ich dachte daß er auch sagte daß man immer solche verräter einmal die rechnung präsentiert. also hat er (in)direkt den auftrag gegeben.
wie anders sind seine worte wenn es menschen betrifft die pro-rußland handeln.

du unterschätzt die drohung die von solchen aktionen ausgeht. »du verrätst? denk daran, einmal kriegen wir dich«.
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Die Sache mit dem vergifteten Türgriff

Beitragvon easylocoman » Mi 31. Okt 2018, 19:29

INFOsperber - Helmut Scheben am 23. Mai 2018

[...]Nach Ermittlungen der Polizei sollen Skripal und seine Tochter mit dem Nervengift in Kontakt gekommen sein, als sie die äussere Türklinke anfassten. Da stellt sich dem einfachen Zeitungsleser die Frage: Wenn zwei Personen ein Haus verlassen, fassen dann beide den äusseren Türgriff an? Wohl selten. Wenn aber in der Regel nur einer den Türgriff berührt, dann wäre bei diesem Attentat die Wahrscheinlichkeit hoch, dass nur einer getötet würde, also zum Beispiel die Tochter, nicht aber der Vater. Sollten die russischen Geheimdienstler, die angeblich dort am Werk waren, solche Anfänger sein, dass sie das nicht bedacht hätten?

Die britischen Medien wurden von «Sicherheitsquellen» unterrichtet, man sei in den Besitz eines Handbuches des russischen Geheimdienstes gelangt. In diesem Handbuch für Attentäter werde beschrieben, wie man Nervengift auf Türklinken aufträgt. Der «Daily Mirror» zitierte seine «Sicherheitsquellen» folgendermassen:

«Das ist der schlagende Beweis. Es beweist eindeutig, dass Russland in den vergangenen zehn Jahren Methoden zur Anwendung von Giften erforscht hat, unter anderem durch den Gebrauch von Türgriffen. Entscheidend ist, dass diese Fakten geholfen haben, unsere Verbündeten davon zu überzeugen, dass es nur Russland gewesen sein kann.»

Im Theater gibt es den Begriff Deus ex machina für eine überraschende Einwirkung von ausserhalb, um die Handlung weiterzubringen. Der plötzliche und äusserst nützliche Fund eines «geheimen russischen Handbuchs» sollte in die Ausbildung von Drehbuchschreibern aufgenommen werden. Als Beispiel für einen wirksamen Deus ex machina. Wenn auch ein etwas weit hergeholter, denn Geheimdienste verfassen in der Regel keine schriftlichen Lehrbücher für Mordanschläge.[...]

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Re: Die Salisbury Tales und viele offene Fragen

Beitragvon zollagent » Do 1. Nov 2018, 10:50

easylocoman hat geschrieben:(31 Oct 2018, 18:29)

INFOsperber - Helmut Scheben am 23. Mai 2018

[...]Das mag alles zutreffen oder nicht. Es ist aber unerheblich zur Klärung des Falles. Die einfache Frage, die angestrengt vermieden wird, lautet: Warum sollte der Kreml eine solche Mega-Waffe einsetzen, um einen ehemaligen Doppelagenten zu beseitigen? Sergei Wiktorowitsch Skripal hätte in Salisbury an jeder Strassenecke bei einem einfachen Autounfall ums Leben kommen können. Oder mit der Diagnose Suizid in seiner Wohnung gefunden werden können. Einen Kampfstoff russischer Fabrikation am Tatort zu hinterlassen bedeutet: Die Spur führt nach Moskau. Eine Parole, die langsam zum Running Gag verkommt.[...]

Letzte Woche wurde in der Schweizer Nachrichtensendung «10vor10» als wichtige Neuigkeit vermeldet, das Nervengift Nowitschok sei schon in den neunziger Jahren in den Westen gelangt. Es war aber keine Neuigkeit. In russischen Medien war seit langem berichtet worden, dass Leute wie der Chemiker Leonid Rink seinerzeit einen schwunghaften Handel mit dem Kampfstoff betrieben hatten. Nowitschok war überall hingelangt, auch in die USA und nach Grossbritannien, und möglicherweise auch in die Hände von zwielichtigen Gruppierungen.

Die entscheidenden Fragen, die «10vor10» offensichtlich nicht zu stellen wagt, wären die folgenden: Warum haben die britischen Nachrichtendienste nicht unmittelbar nach der Tat bekannt gegeben, dass sie ebenfalls im Besitz der Formel für Nowitschok sind? Warum haben Theresa May und ihr Aussenminister die Öffentlichkeit in die Irre geführt, als sie behaupteten, einzig Russland verfüge über den entdeckten Giftstoff, und dies sei der Beweis für die Täterschaft des Kremls? Solche Fragen sind für die meisten unserer Medien offensichtlich zu unbequem.[...]

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Was in den Köpfen von Autokraten und Diktatoren vor sich geht, kann man nicht sehen. Was aber sicher ist, sie vergessen nichts und sie verzeihen nichts. Und das ist auch der Grund für die versuchte Liquidierung. Putin selbst hat es mit seinen Drohungen bekräftigt.
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