Janes: Georgien und Ukraine wollen EU und NATO beitreten

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Re: Janes: Georgien und Ukraine wollen EU und NATO beitreten

Beitragvon Teeernte » Sa 17. Mär 2018, 09:42

H2O hat geschrieben:(17 Mar 2018, 09:37)

Oh je, dann wird die NATO am Ende noch zum Beschützer chinesischen Eigentums? Ja, wer kreist da denn Rußland ein... :cool:


...irgendwo muss Monsanto doch noch "abwerfen" dürfen...

....und mit Deutschen Truppen vor ORT - wandert das Geld aus D - nicht gleich DIREKT in die Taschen der Oligarchen....

Man könnte die Landmaschinen der Volks&Raiffeisen (Fern/OST) immer jeden Tag nachzählen. Die würden nicht mehr "verdunsten".
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Re: Janes: Georgien und Ukraine wollen EU und NATO beitreten

Beitragvon H2O » Sa 17. Mär 2018, 09:49

Teeernte hat geschrieben:(17 Mar 2018, 09:42)

...irgendwo muss Monsanto doch noch "abwerfen" dürfen...

....und mit Deutschen Truppen vor ORT - wandert das Geld aus D - nicht gleich DIREKT in die Taschen der Oligarchen....

Man könnte die Landmaschinen der Volks&Raiffeisen (Fern/OST) immer jeden Tag nachzählen. Die würden nicht mehr "verdunsten".


Mann, sind Sie ein Chaot! :D Eben haben die Chinesen die Ukraine aufgekauft, und die NATO soll chinesisches Eigentum schützen, und schon sollen Oligarchen durch das segensreiche Wirken deutscher Soldaten verarmen? Muttern bereitet heute "quer durch den Garten (Europas)" vor. Die kann von ihnen noch etwas lernen! :D
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Re: Janes: Georgien und Ukraine wollen EU und NATO beitreten

Beitragvon unity in diversity » Sa 17. Mär 2018, 10:03

Teeernte hat geschrieben:(17 Mar 2018, 09:38)

Nun wie lange soll das dauern ?



Klar - dass die Russen der Ukraine in RICHTUNG mehr RENTE und Lohn schauen....direkt nach Russland.

Abgesehen von ihren Oligarchen, sind Russen und Ukrainer gleich arm.
Nur die Oligarchen hindern sie daran, sich zu verständigen.
Das wäre das Ende der Oligarchie auf beiden Seiten.
Deshalb sollten wir beiden Völkern Unterstützung leisten.
Damit sie frei werden.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
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Re: Janes: Georgien und Ukraine wollen EU und NATO beitreten

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 17. Mär 2018, 10:17

Skeptiker hat geschrieben:(16 Mar 2018, 22:55)

Die NATO ist ein strategisches Bündnis. Es ist durchaus vorstellbar, dass es strategische Gründe gibt Länder nicht aufzunehmen.

Es gibt kein staatliches "Menschenrecht" auf NATO-Mitgliedschaft. Gerne will man das seitens der NATO so darstellen. Es ist den USA aber selber nicht egal wer sich in deren direkter Nachbarschaft mit Militärbündnissen anfreundet. Das ist alles scheinheiliges Taktieren - sehr erfolgreich übrigens.

Russland würde eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine und von Georgien mindestens als agressiven Akt bewerten. Kann man machen, aber es war halt schon oft trotzige Missachtung der Interessen der anderen die zu Kriegen geführt hat. Warum sollte sich Geschichte hier nicht wiederholen, wenn sie das sonst auch tut.

Klar ist es so, dass Putins Imperium die postsowjetischen Länder als Sklavenstaaten betrachtet, die ohne Vertrags- und Bündnisfreiheit auszukommen hätten. Die Assoziationswünsche der EU werden entsprechend als Rivalität wahrgenommen und innere Freiheitsbewegungen als revolutionäre Bedrohung.

Und der Nordatlantikrat ist ein exklusiver Club, der nur stabile Länder nördlich des Wendekreises aufnimmt, die sich der Demokratie verpflichten und überdies einen Beitrag zur Sicherheitsarchitektur nach dem Prinzip der kollektiven Selbstverteidigung leisten können.

In die NATO darf man eigentlich nur, wenn man sie nicht braucht. Gleichwohl sind aber auch schon Alternativideen vorgeschlagen und diskutiert worden, just für jene Länder, die vom Imperium weg streben und um ihre Freiheit ringen müssen. Da gibt es die Idee einer "Entente Cordiale", die ihre Interessen zwar bündelt, aber zur Gänze ohne Atomwaffen auskommt. Sie könnte einerseits das russische Imperium nicht wirklich bedrohen, könnte andererseits aber untereinander Unterstützung gewähren und als Anwalt eines eigenen Bündnisses auftreten.

So haben sich am 2. März 2018 Sicherheitsexperten der Ukraine, Georgiens und der Republik Moldau in Chisinau getroffen, um als "Östliche Partnerschaft" die Herausforderungen im Bereich der Sicherheitspolitik zu debattieren. Das geht exakt in die Richtung einer solchen "Entente Cordiale", einer Notgemeinschaft des Herzens im Solidargedanken gegenseitigen Beistandes.
Alle diese drei Länder sehen ihre Souveränität ziemlich klar durch den Desinformations- und Hybridkrieg des imperialen Nachbarn bedroht, der als revanchistische Macht agiert.

Die NATO ihrerseits kann einem solchen Bündnis, der "Östlichen Partnerschaft", mit Wohlwollen entgegentreten, Gespräche führen, diplomatisch und materiell unterstützen.

Der "Kalte Dialog" mit der Russ. Föderation ist das eine, der warmherzige Dialog mit östlichen Partnern das andere.
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Re: Janes: Georgien und Ukraine wollen EU und NATO beitreten

Beitragvon Skeptiker » Sa 17. Mär 2018, 10:54

H2O hat geschrieben:(17 Mar 2018, 08:01)
Erstens hatte ich gesagt, daß formale Gründe gegen die Aufnahme der beiden möglichen Bewerber in die NATO sprechen. Das Spiel findet also auf unabsehbare Zeit gar nicht statt.

Darin stimmen wir überein.
H2O hat geschrieben:(17 Mar 2018, 08:01)
Zweitens sollten wir uns jetzt nicht den Kopf darüber zerbrechen, ob das Spiel in ferner Zukunft nun mit Sieg, Niederlage oder Unentschieden enden könnte. Auf jeden Fall aber sollte allen Teilnehmern an diesem Gewusele klar sein, daß der Westen sich nicht vorschreiben läßt, mit wem er ein Bündnis eingeht, wenn es keine staatsrechtlichen Gegengründe gibt. Sich hinstellen, diesem Halbstarken beim Schattenboxen zusehen und pflichtschuldigst kuschen... das ist ja lächerlich! Damit rechnet dieser selbstverliebte Retter Rußlands doch!

Genauso hatte Kuba das Recht sich mit der SU zu verbünden. Selbstverständlich hatten die das Recht auf ihrem Boden zu tun und zu lassen was sie wollten. Da gab es auch keine staatsrechtlichen Probleme die dagegen gesprochen hätten.
Wenn dann die ganze Welt in einer nuklearen Apokalypse untergegangen wäre, dann wäre das ja auch vollkommen in Ordnung gewesen - es hat ja staatsrechtlich nichts dagegen gesprochen, oder?!?

Wann haben die Menschen in diesem Land eigentlich aufgehört zu verstehen, dass sie nicht die einzigen auf der Welt sind? Wann wird man wieder verstehen, dass es auf der Welt Regionen gibt, die andere Interessen verfolgen. Man kann gegen diese verstoßen, aber dann gibt es halt einen Konflikt.

Sollte es nicht unser bestreben sein schlau zu handeln um Konflikten aus dem Weg zu gehen? Schlau wäre es z.B, gewesen nicht zwei Jahrzehnte lang amerikanischen Interessen nachzugeben und Russland aus jeder engen Partnerschaft herauszuhalten. Wir Europäer haben dabei versagt unsere Interessen, die eine Annäherung an Russland gewesen wären, gegenüber den USA durchzusetzen.
Ich sehe auch weiter eine Politik der Annäherung an Russland als für Europa viel besser an. Dadurch kann man die Dinge in Russland viel besser beeinflussen, denn die laufen einer solchen Annäherung seit Jahrzehnten hinterher.

Wenn ich mich umsehe sehe ich aber ein Heer von Moralisten die sich von den USA vor den Karren spannen lassen und zu derem Wohl Europa zur Konfliktregion gegen Russland gemacht haben. Die machen sich dabei die Vorstellung zunutze Russland wäre von Natur aus "böse" - so wie es in vielen Köpfen noch drin ist. Ich halte das für ignorant und weltfremd. Soetwas treibt uns und andere Staaten in Kriege hinein.

Warum wohl läßt Russland es in diesen Staaten brodeln? Natürlich um deren Fähigkeit zum NATO-Beitritt zu stören. Das folgt einer Logik die wir unterbrechen müssen, aber ganz sicher nicht durch trotzige Ignoranz und Abkanzeln.
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Re: Janes: Georgien und Ukraine wollen EU und NATO beitreten

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 17. Mär 2018, 11:39

Teeernte hat geschrieben:(17 Mar 2018, 09:08)

Nur mal HART nachgefragt....: >> Wer will aus D für die Ukraine STERBEN ?

ach, man könnte es auch anders stellen. hast du die panzer lieber in D oder in U ?
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Re: Janes: Georgien und Ukraine wollen EU und NATO beitreten

Beitragvon H2O » Sa 17. Mär 2018, 11:48

Skeptiker hat geschrieben:(17 Mar 2018, 10:54)

...

Sollte es nicht unser bestreben sein schlau zu handeln um Konflikten aus dem Weg zu gehen?

...


Jedenfalls halte ich es für eine Riesendummheit, den Drohungen eines böswilligen Machtmenschen nach zu geben. Rußland hatte alle Möglichkeiten der Welt, seine Wirtschaft gemeinsam mit seinen Nachbarn zu entwickeln. Aber das Land hat sich entschieden, auf Drohungen und Gewalt über zu gehen. Davor gilt es sich zu schützen. Darauf muß Europa zuarbeiten. Denn der Appetit kommt beim Essen.
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Re: Janes: Georgien und Ukraine wollen EU und NATO beitreten

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 17. Mär 2018, 11:54

Skeptiker hat geschrieben:(17 Mar 2018, 10:54)

Wenn ich mich umsehe sehe ich aber ein Heer von Moralisten die sich von den USA vor den Karren spannen lassen und zu derem Wohl Europa zur Konfliktregion gegen Russland gemacht haben. Die machen sich dabei die Vorstellung zunutze Russland wäre von Natur aus "böse" - so wie es in vielen Köpfen noch drin ist. Ich halte das für ignorant und weltfremd. Soetwas treibt uns und andere Staaten in Kriege hinein.

Warum wohl läßt Russland es in diesen Staaten brodeln? Natürlich um deren Fähigkeit zum NATO-Beitritt zu stören. Das folgt einer Logik die wir unterbrechen müssen, aber ganz sicher nicht durch trotzige Ignoranz und Abkanzeln.

was ich hier lese ist eine einstellung die man im vorigen jhdt im interbellum sah »nie mehr krieg, gebrochenen gewehrchen«. und dann gab es einen der sich dafür nicht interessierte. die folgen wissen wir: münchen, denn dann ist ein gutes verständnis möglich.

vor 2 jahrtausenden wurde schon gesagt »si vis pacem para bellum«. sinngemäß übersetzt »wer friede will, muß bereit sein krieg zu führen«.

treibt uns in krieg ein?? ach so, ich verstehe, R ist unschuldig. das böse ausland hat teile R besetzt.
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Re: Janes: Georgien und Ukraine wollen EU und NATO beitreten

Beitragvon Skeptiker » Sa 17. Mär 2018, 13:27

H2O hat geschrieben:(17 Mar 2018, 11:48)
Jedenfalls halte ich es für eine Riesendummheit, den Drohungen eines böswilligen Machtmenschen nach zu geben. Rußland hatte alle Möglichkeiten der Welt, seine Wirtschaft gemeinsam mit seinen Nachbarn zu entwickeln. Aber das Land hat sich entschieden, auf Drohungen und Gewalt über zu gehen. Davor gilt es sich zu schützen. Darauf muß Europa zuarbeiten. Denn der Appetit kommt beim Essen.

Ich halte es für sehr schwierig Macht- und Interessenpolitik, und nichts anderes ist die Politik von Staaten untereinander, in Kategorien von gut und böse einzustufen. Bei Kindern macht man das um ihnen die Welt so stark zu vereinfachen, dass man das erreicht was man will, ohne lange Diskussionen führen zu müssen. Bei Erwachsenen sehe ich das gleiche Prinzip.

Russland hatte eine Strategie der Annäherung und der Kooperation an den Westen. Die ist über 20 Jahre lang blockiert worden. Deine Behauptung dass Russland alle Möglichkeiten der Welt hatte seine Wirtschaft mit den Nachbarn zu entwickeln, kann ich nicht nachvollziehen - da müssen wir wohl ein anderes Russland und ein anderes Europa meinen.

Nun hat Russland einen Strategiewechsel durchgeführt kurz bevor es dazu nicht mehr in der Lage gewesen wäre. Ich halte das für nachvollziehbar, ebenso wie ich es für offensichtlich halte was man dagegen tun kann.

Wir brauchen eine neue Entspannungspolitik. Aber dafür benötigen wir natürlich Politiker die, so wie Brandt damals, die Eier in der Hose haben zu erkennen, dass Europa andere Interessen hat als die USA, und diese auch konsequent zu verfolgen - des Friedens willen.

In einem gebe ich Dir aber Recht; einem grundlos pöbelndem Unmenschen entgegenzukommen wäre das falsche Signal. Putin zu einem solchen zu machen, verkennt aber die geamte Historie seit dem Zusammenbruch der SU. Leider hat Russland viele Gründe geliefert bekommen knallhart seine eigenen Interessen in der Welt einzufordern. Niemand wollte sie ja integrieren, nun hat man sich eben einen Gegenspieler geschaffen.
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Re: Janes: Georgien und Ukraine wollen EU und NATO beitreten

Beitragvon H2O » Sa 17. Mär 2018, 13:49

Skeptiker hat geschrieben:(17 Mar 2018, 13:27)

...

...einem grundlos pöbelndem Unmenschen entgegenzukommen wäre das falsche Signal. Putin zu einem solchen zu machen, verkennt aber die geamte Historie seit dem Zusammenbruch der SU. Leider hat Russland viele Gründe geliefert bekommen knallhart seine eigenen Interessen in der Welt einzufordern. Niemand wollte sie ja integrieren, nun hat man sich eben einen Gegenspieler geschaffen.


Damit kann ich wirklich nichts anfangen. Natürlich hat die EU, hat Deutschland lange Jahre versucht, gemeinsam mit den Russen die russische Wirtschaft auf den bestehenden Bedarf an Zivilgütern um zu bauen. Sicher nicht ganz uneigennützig, das ist doch klar im Wirtschaftsleben.

Politisch ließ sich dies zunächst ganz gut an; aber dann bauten sich Hindernisse in der Verwaltung auf... mit Willkür und Korruption. Die Risiken wurden für mittlere und kleine Unternehmen viel zu groß, zumal auch einige geprügelte Hunde den Heimweg antreten mußten. Das ist jetzt alles schon wieder etwa 10 Jahre her. Oder können Sie sich erklären, warum die deutsche Wirtschaft in Rußland und mit Rußland nur wenig Geschäfte macht? Wo sie ansonsten fast überall in der Welt ihr Glück versucht?

Nun ja, in dem Spiel sind die sogenannten Oligarchen übrig geblieben. Besonders glücklich jene, die ihre Verbindungen zum alten Machtgefüge der untergehenden Sowjetmacht hatten. Und Rußland wurde zu dem Land, das wir heute kennen und sicher zu Recht auch fürchten. Inzwischen ist die Kremologie schon wieder hoffähig geworden!

Dieser Bedrohung müssen die EU und die NATO entgegen treten... so lange es die NATO in der bestehenden Form noch gibt: Stichworte Trump und Erdogan. Europa hat dazu nicht mehr allzu viel Zeit; mich wundert, daß der Aufbau einer wirksamen Abwehr so träge voran kommt. Offenbar ist die Bewahrung von Freiheit und Wohlstand keine besondere Anstrengung wert!
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Re: Janes: Georgien und Ukraine wollen EU und NATO beitreten

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 17. Mär 2018, 14:16

Also, bei dem Wort "Russland" denke ich immer an die Taiga, an idyllische Dörfchen in verschneiten Gegenden, an Fauna und Flora, wie sie etwa bei Phönix häufig gezeigt werden. Russland ist etwas nahezu entpolitisiertes. Die Tier- und Landschafts-Dokumentationen verstärken diesen Eindruck noch.

Putin ist etwas völlig anderes. Man beachte den Aufstieg vom eher blassen KGB-Agenten am Schreibtisch zum Kofferträger des Petersburger Bürgermeisters bis hin zu den eigentlichen Schaltzentralen der Macht. Die Verquickungen mit der "Geschäftswelt", wie manche das nennen, andere nennen es die Mafia oder Oligarchen-Clans, sind ebenso bezeichnend wie teils auch demonstrativ illustriert. Mit der Taiga-Romantik hat das gar nichts zu tun, jedenfalls nicht mehr als Al Capone mit der texanischen Prärie.

Nicht von ungefähr spricht der Volksmund von der "Partei der Gauner und Diebe" und praktisch niemand vertraut Wahlen. Und umgekehrt wagt es kein Moskauer Verkehrspolizist, eine abgedunkelte Limousine mit Begleitschutz zu stoppen. Man weiß nicht, wer drin sitzt - vielleicht ein Politiker, vielleicht ein Mafiosi, aber sicherlich jemand Wichtiges.

Es gibt Leute, die formulieren, Russland sei "besetzt". Es ist nicht immer leicht zu verstehen, was damit genau gemeint ist. Es heißt, schon zu Putins Petersburger Zeit habe es vier Arten von wichtigen Leuten gegeben - die Geheimdienstler, die Politiker, die Geschäftsleute und die undurchsichtigen Leute in der Mischung aus allem. Putin soll der V-Mann zwischen Geheimdienst und Geschäftswelt (Mafia) gewesen sein. Daraus ergibt sich die Bedeutung als Politiker - nicht zu verwechseln mit kleinen Kommunalbeamten und Gefolgschaften, die es auch noch gibt.

Will sagen, Russland und der Kreml - in seiner Bedeutung als sog. Tiefer Staat - sind zwei völlig verschiedene Dinge.
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Re: Janes: Georgien und Ukraine wollen EU und NATO beitreten

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 17. Mär 2018, 14:40

Provokateur hat geschrieben:(12 Mar 2018, 19:45)

Das russische Säbelrasseln, welches in der Ukraine und in Georgien ja bekanntermaßen schon umgeschlagen ist in volles Säbelschwenken im Gallopp, wirkt. Allerdings nicht so, wie erhofft. Die beiden Opfer russischer Strafexpeditionen wollen immer noch (und sogar noch mehr) dem Staatenbund EU und dem Verteidigungsbündnis NATO beitreten. Janes schreibt dazu:



http://www.janes.com/article/78499/georgia-and-ukraine-still-knocking-on-nato-s-door

Sollten die EU und die NATO diesem Ansinnen stattgeben? Ist die Zeit schon reif? Soll ein Annäherungsprozess ähnlich dem auf dem Balkan eingeleitet werden, um beide Staaten fit zu machen, damit sie Bündnisaufgaben übernehmen können?


Das Thema ist abgehakt. Es wird keinen Beitritt geben. "Wollen" wollen die beiden Staaten schon immer. Thema erledigt.
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Re: Janes: Georgien und Ukraine wollen EU und NATO beitreten

Beitragvon H2O » Sa 17. Mär 2018, 14:47

DarkLightbringer hat geschrieben:(17 Mar 2018, 14:16)

Also, bei dem Wort "Russland" denke ich immer an die Taiga, an idyllische Dörfchen in verschneiten Gegenden, an Fauna und Flora, wie sie etwa bei Phönix häufig gezeigt werden. Russland ist etwas nahezu entpolitisiertes. Die Tier- und Landschafts-Dokumentationen verstärken diesen Eindruck noch.

...

Will sagen, Russland und der Kreml - in seiner Bedeutung als sog. Tiefer Staat - sind zwei völlig verschiedene Dinge.


Dann darf man doch in romantischer Liebe zu Rußland entbrennen und zugleich die Kremlherrschaft zum Teufel wünschen? :)
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Re: Janes: Georgien und Ukraine wollen EU und NATO beitreten

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 17. Mär 2018, 15:01

H2O hat geschrieben:(17 Mar 2018, 14:47)

Dann darf man doch in romantischer Liebe zu Rußland entbrennen und zugleich die Kremlherrschaft zum Teufel wünschen? :)

Das tun sicherlich viele, die neue, russische Militärdoktrin berücksichtigt allerdings, dass der Gedanke der Freiheit eine ernstliche Bedrohung sein kann.
Man hat in der Ukraine gesehen, wie Leute einfach auf die Straße gehen und ein Regime davon jagen. Das muss die Kremlherrscher ziemlich aufgeschreckt haben. Insbesondere die Jugend gilt als verdächtig.
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Re: Janes: Georgien und Ukraine wollen EU und NATO beitreten

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 17. Mär 2018, 15:53

Skeptiker hat geschrieben:(17 Mar 2018, 13:27)

Ich halte es für sehr schwierig Macht- und Interessenpolitik, und nichts anderes ist die Politik von Staaten untereinander, in Kategorien von gut und böse einzustufen. Bei Kindern macht man das um ihnen die Welt so stark zu vereinfachen, dass man das erreicht was man will, ohne lange Diskussionen führen zu müssen. Bei Erwachsenen sehe ich das gleiche Prinzip.
Die vollständige Moralentleerung ist sicherlich hilfreich, wenn eine Machtpolitik nicht ganz sauber sein soll. Andererseits wissen wir historisch etwa durch die beiden Weltkriege, dass der Pfad zwischen Barbarei und Zivilisation nicht ganz ohne Bedeutung ist.

Russland hatte eine Strategie der Annäherung und der Kooperation an den Westen. Die ist über 20 Jahre lang blockiert worden. Deine Behauptung dass Russland alle Möglichkeiten der Welt hatte seine Wirtschaft mit den Nachbarn zu entwickeln, kann ich nicht nachvollziehen - da müssen wir wohl ein anderes Russland und ein anderes Europa meinen.
Das sieht die russische Historikerin Lilia Schewzowa ganz anders, just die EU habe noch unentwegt auf die sog. Modernisierungspartnerschaft gesetzt, als es längst nichts mehr zu modernisieren gab. In dieser Zeit sei in Russland der Revisionismus und Revanchismus vorbereitet worden. Der Westen habe sozusagen geschlafen.

Nun hat Russland einen Strategiewechsel durchgeführt kurz bevor es dazu nicht mehr in der Lage gewesen wäre. Ich halte das für nachvollziehbar, ebenso wie ich es für offensichtlich halte was man dagegen tun kann.
Der Strategiewechsel heißt Gewalt. Sie ist auch innenpolitisch von großer Bedeutung.

Wir brauchen eine neue Entspannungspolitik. Aber dafür benötigen wir natürlich Politiker die, so wie Brandt damals, die Eier in der Hose haben zu erkennen, dass Europa andere Interessen hat als die USA, und diese auch konsequent zu verfolgen - des Friedens willen.
Eine Aufspaltung der atlantischen Rückversicherung wäre nahezu fatal. In Moskau glaubt man offenbar, die zerrissene EU auf sich allein gestellt, wäre eher leicht zu besiegen. Entspannung ist in Ordnung, aber erst sollten wir im Kalten Dialog darauf hinweisen, dass die Hand von der Gurgel zu nehmen sei. So viel Zeit muss sein.

In einem gebe ich Dir aber Recht; einem grundlos pöbelndem Unmenschen entgegenzukommen wäre das falsche Signal. Putin zu einem solchen zu machen, verkennt aber die geamte Historie seit dem Zusammenbruch der SU. Leider hat Russland viele Gründe geliefert bekommen knallhart seine eigenen Interessen in der Welt einzufordern. Niemand wollte sie ja integrieren, nun hat man sich eben einen Gegenspieler geschaffen.
Das ist richtig, der Kreml hat ganz eigene Interessen. Bedauerlicherweise sind sie mit unseren Leitbildern und Prinzipien völlig unvereinbar. Putin hat den Untergang der DDR hautnah selbst erlebt und es muss ihn ziemlich geschockt haben. Ein gelernter KGBler wird dem Volk niemals vertrauen und er versteht auch gar nicht, was "Dialog" heißen soll. Aus Agentensicht ist ein Dialog soetwas wie eine Operation und im Grunde ist immer Krieg, ganz einfach. Agenten sind nicht wirklich Politiker.

PS
Wenn du von der genannten Lilia Schewzowa etwas lesen willst, einfach nachfragen, hätte dazu natürlich eine heiße Quelle. ;)
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Re: Janes: Georgien und Ukraine wollen EU und NATO beitreten

Beitragvon Skeptiker » Sa 17. Mär 2018, 16:50

Nomen Nescio hat geschrieben:(17 Mar 2018, 11:54)
was ich hier lese ist eine einstellung die man im vorigen jhdt im interbellum sah »nie mehr krieg, gebrochenen gewehrchen«. und dann gab es einen der sich dafür nicht interessierte. die folgen wissen wir: münchen, denn dann ist ein gutes verständnis möglich.

vor 2 jahrtausenden wurde schon gesagt »si vis pacem para bellum«. sinngemäß übersetzt »wer friede will, muß bereit sein krieg zu führen«.

treibt uns in krieg ein?? ach so, ich verstehe, R ist unschuldig. das böse ausland hat teile R besetzt.

Wow, sind wir nun schon bei Hiltervergleichen angekommen. Cool. Nö, das ist mir vollkommen überdreht. Darauf gehe ich nicht ein.

Natürlich muss man sich notfalls verteidigen. Aber wie ich hier schon klargestellt habe sehe ich die Bedrohung aus Russland eher wie eine selbsterfüllende Prophezeihung. Die Bedrohung ist nun real, es ist aber genauso klar, dass weitere Eskalation die Bedrohung nicht mindert.

Ich finde es allerdings erstaunlich mit welche Wehemenz hier jeder Ursachenforschung und Deeskalation begegnet wird. Glaubt man sich "staatsrechtlich" auf der sicheren Seite, denkt man man sei moralisch im Recht, dann wird auch eben mal ein Konflikt mit Russland riskiert. Mir ist noch eine Talkshow zur Ukrainekrise in Erinnerung. Da hat ein Grüner sich leidenschaftlich beklagt man müsse Russland militärisch Einhalt gebieten. Wow, ein Vertreter einer Partei die für sich in Anspruch nimmt der Friedensbewegung zu entstammen. Wir sind ja die Guten, gelle? Wir wollen das Gute und für die Folgen sind dann andere zuständig.

Westliche Moralisten und Prinzipienreiter mit Sendungsbewusstsein bringen uns noch mal alle ins Grab ... . Es ist doch vollkommen Banane WOFÜR die Welt in Schutt und Asche gelegt wird - man sollte verhindern dass es soweit kommt.

Wir brauchen Entspannung, nicht weitere Provokation und Gegenprovokation (siehe Thema dieses Stanges)!
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Re: Janes: Georgien und Ukraine wollen EU und NATO beitreten

Beitragvon Teeernte » Sa 17. Mär 2018, 17:01

unity in diversity hat geschrieben:(17 Mar 2018, 10:03)

Abgesehen von ihren Oligarchen, sind Russen und Ukrainer gleich arm.
Nur die Oligarchen hindern sie daran, sich zu verständigen.
Das wäre das Ende der Oligarchie auf beiden Seiten.
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Russland :

Russische Rentner erhalten ab April 2017 fast 220 Euro pro Monat

Die jahresdurchschnittliche Rente in Russland erhöht sich in 2017 auf 13.700 Rubel (ca. 220 Euro...im Moment 193 €) pro Monat. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS.

Die Summe wurde bei einem Treffen des „Russischen Rentenfonds“ in Moskau vereinbart. Der Vorsitzende des Fonds, Anton Drosdow, wies auf die diesjährige Steigerung der Rentenhöhe hin.

Einmalzahlung von 5.000 Rubel

Am 1. Februar 2017 sei die jahresdurchschnittliche Rente um 5,8 Prozent erhöht worden, erklärte Drosdow. Im April sei eine weitere Erhöhung um 0,38 Prozent geplant. Für das Gesamtjahr 2017 werde die Rente durchschnittlich 13.655 Rubel pro Monat betragen, was 159,9 Prozent des staatlich definierten Existenzminimums für Pensionäre entspräche.

Im Vorjahr hatte die Regierung beschlossen, vorerst auf eine weitere Rentenindexierung zu verzichten. Statt eines Inflationsausgleichs wurde im Januar 2017 eine Einmalzahlung in Höhe von 5.000 Rubel (ca. 80 Euro) veranlasst. Unter Berücksichtigung dieser Zahlung betrage die jahresdurchschnittliche Rente in 2017 sogar 14.072 Rubel, so Drosdow.

Die Altersgrenze wurde damals für Frauen auf 55 Jahre, für Männer auf 60 Jahre festgelegt. In Fällen erschwerter Arbeitsbedingungen ist ein vorgezogenes Renteneintrittsalter möglich.


Ukraine :

Die ukrainischen Renten werden im Rahmen der ersten Indexierung im Jahr 2019 um 20% steigen.

Dies berichtete der stellvertretende Minister für Sozialpolitik, Mykola Shambir, am Freitag, dem 5. Januar.

Shambir sagte, die Regierung habe ein System entwickelt, das eine automatische jährliche Erhöhung der Renten vorsieht.

"Der Anstieg wird 50% des durchschnittlichen Lohnwachstums zuzüglich 50% der Inflation betragen. Dies wird es ermöglichen, die Renten vollständig zu erhöhen, indem sie das Inflationsniveau und sogar noch mehr abdecken. Nach vorläufigen Schätzungen ist dieser Anstieg im Jahr 2019 und wird etwa 20% betragen", sagte der Politiker.

Die Inflation in der Ukraine wird 2018 laut einer Prognose der Nationalbank bei 7,3% liegen.

Im Rahmen der Rentenreform erhöhte die Regierung die Renten für 10,2 Mio. ukrainische Rentner, was 90% der gesamten Rentner in der Ukraine sind.

Nach Neuberechnungen, wuchsen die Renten im Durchschnitt um 561,18 Griwna auf insgesamt 2.447,95 Griwna 76,10 €, allerdings betrug die Erhöhung der Renten für 40% der ukrainischen Rentner, bisher weniger als 200 Griwna.

Das gesetzliche Renteneintrittsalter ist in der Ukraine eines der niedrigsten in Europa. Der IWF bestand darauf, das Rentenalter auf 63 Jahre und höher anzuheben. Doch für Männer wird in der Ukraine weiterhin ein Renteneintrittsalter von 60 Jahren und für Frauen von 57,5 ​​Jahren gelten. Zwar hebt die Regierung nicht das Rentenalter an, dafür erhöht sie aber die notwendigen Beitragszeiten zur Pensionskasse. Bisher mussten Personen, die das Rentenalter erreicht hatten, mindestens 15 Jahre Beiträge gezahlt haben.

Dem neuen Gesetz zufolge werden im Jahr 2018 aber nur noch diejenigen mit 60 beziehungsweise mit 57,5 ​​Jahren in den Ruhestand treten können, die eine Beitragszeit von mindestens 25 Jahren haben. Jedes Jahr kommen dann zwölf Monate dazu, bis im Jahr 2028 eine Beitragszeit von mindestens 35 Jahren für dieses Renteneintrittsalter erreicht ist.



Ja 200 Eu = 80 Eu....????

Also lieber in Russland (UNFREI) 200 Euro .....oder in der Ukraine (Unfrei) 80 Eu ab 2019....?

Deine WAHL ......?
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Re: Janes: Georgien und Ukraine wollen EU und NATO beitreten

Beitragvon Cobra9 » Sa 17. Mär 2018, 17:03

unity in diversity hat geschrieben:(17 Mar 2018, 08:27)

Deshalb bin ich für die Einrichtung einer UN-überwachten militärischen Demarkationslinie.
Danach möge der ökonomische Wettbewerb gestartet werden.


Nun einer UN Mission stimm Ich zu. Das wird auch wohl die einzige Möglichkeit sein. Aber dazu muss Russland zustimmen
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Re: Janes: Georgien und Ukraine wollen EU und NATO beitreten

Beitragvon Alexyessin » Sa 17. Mär 2018, 17:07

Skeptiker hat geschrieben:(17 Mar 2018, 16:50)



Westliche Moralisten und Prinzipienreiter mit Sendungsbewusstsein bringen uns noch mal alle ins Grab ... . Es ist doch vollkommen Banane WOFÜR die Welt in Schutt und Asche gelegt wird - man sollte verhindern dass es soweit kommt.

Wir brauchen Entspannung, nicht weitere Provokation und Gegenprovokation (siehe Thema dieses Stanges)!


Die Ukraine und Georgien sind zwei Staaten mit offenen Wunden zu Russland. Ungelöste Grenzkonflikte sind kein gutes Argument um einem Verteidigungsbündniss beizutreten. Und so lange das Fakt ist - und ich denke das die russische Seite dahingehend sehr bemüht sein wird, das es so bleibt - wird es keinen Beitritt der Ukraine oder Georgiens in die NATO geben. Die direkte Folge davon wäre Krieg. Richtiger Krieg. Denn dann wäre § 5 fällig und ich kann mir nicht vorstellen, das viele Regierungen in der NATO wirklich darauf erpicht sind, das es zu einem Krieg zu Russland kommt.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Janes: Georgien und Ukraine wollen EU und NATO beitreten

Beitragvon Cobra9 » Sa 17. Mär 2018, 17:09

Teeernte hat geschrieben:(17 Mar 2018, 09:08)

Nur mal HART nachgefragt....: >> Wer will aus D für die Ukraine STERBEN ?


Ganz harte Antwort. Ab wann wäre es den genehm einem Aggressor irgendwie Paroli zu bieten ?

Erst wenn der Agressor uns wirklich angreift oder möchtest Du gleich einfach sagen......och lassen Wir mal jegliche Agression zu. Hauptsache Ich hab es bequem, mir passiert nix.

Ich bin ganz sicher nicht Pro Gewalt. Sollte es aber die letzte Option sein gegen einen Agressor müsste man den Weg gehen
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