Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovakei)

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holymoly
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon holymoly » Do 7. Sep 2017, 10:15

Nomen Nescio hat geschrieben:(07 Sep 2017, 10:56)

da denke ich anders. wohl die lusten aber nicht die lasten ??? weg damit.

Weg damit?
Und dann....mit welchen Gästen möchtest Du denn weiterfeiern?
Das Kombinat rote Rübe...aka EU läuft eh schon unter Plansoll.
Ich bin und war nie ein EU Fan...weil es eigentlich klar sein sollte, dass dieser Verband aus Zwegats Kandidaten und ehemaligen Ostblock Staaten das gleiche Schicksal wie die Sowjetunion oder Jugoslawien erleiden wird.Aber alle Befürworter Brehms Tierleben sollten sich ob Merkels Flüchtlingspolitik mal Gedanken machen.....es gibt ein Leben nach Merkel!
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Balsamico
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Balsamico » Do 7. Sep 2017, 10:37

Uffhausen hat geschrieben:(07 Sep 2017, 01:46)

Ich habe nichts dagegen, dass diverse Staaten, welche die Aufnahme von Flüchtlingen ablehnen, Mitglieder der EU sind. Ich befürworte deren Ablehnung sogar, weil ich es als sehr wichtig empfinde, dass jedes Land - trotz EU-Mitgliedschaft - seine Souveränität und Eigenständigkeit behält. Andererseits kann ich mir auch nicht vorstellen, dass muslimische Flüchtlinge bspw. im erzkatholischen Polen glücklich werden könnten. Da ist ein aus religiöser Sicht ein freiheitliches Land wie Deutschland durchaus die bessere Adresse. Und aus geschichtlicher Sicht sind die osteuropäischen Staaten (inklusive Ostdeutschland!) bestimmt auch nicht bereit dafür, ihre noch relativ neue politische Freiheit mit dem Rest der Welt zuteilen und sich auf fremde Kulturen und Religionen einzulassen. Ein entsprechender Wandlungs-Prozess dürfte noch einige Jahrzehnte dauern. Darauf sollte man unbedingt Rücksicht nehmen.

Freilich, es geht zunehmend darum festzustellen, ob nicht diverse osteuropäische Staaten eher aus finanziellen Gründen der EU beigetreten sind und weniger aus politischer Überzeugung. Ungarn bspw. könnte ich mir diesbezüglich gut vorstellen. Polen dürfte auch nur aus Angst vor den Russen der EU beigetreten sein - andererseits zeigt sich das Land auf politischer Ebene auch zunehmend EU-feindlich (außer wenn Geld aus Brüssel fließt, versteht sich), während das Volk mehrheitlich die EU befürwortet. Bei Tschechien und der Slowakei weiß ich nicht so richtig - irgendwie sind die zu verschlafen und haben noch nicht ihren Platz in der EU gefunden.

Ohne Konsequenzen dürfte die Aufnahme-Verweigerung dieser Staaten nicht sein, finanziell sollten sie unbedingt belangt werden. Politische Konsequenzen halte ich für unangebracht - obgleich die Vertrauenfrage ernsthaft gestellt werden müsste.

Und wie gesagt, wenn die osteuropäischen Staaten partout keine fremden Menschen, Kulturen und Religionen akzeptieren/tolerieren/respektieren können oder wollen, dann sollen sie gefälligst ihre Landsleute vornehmlich aus Deutschland zurückbeordern und ihre EU-Mitgliedsschaft ablegen.


Wow, gigantisch einleuchtend ausgedrückt. So habe ich das noch nicht gesehen, dass die Freiheit im Osten quasi noch ein Kleinkind ist und sich die Weltoffenheit noch garnicht entwickeln konnte und man Geduld haben sollte. Zwar eine Erwartungshaltung klar ausdrücken auch mit Sanktionen, aber geduldig sein (pädagogisch hochwertige Erziehungsarbeit quasi :) ). Du hast echt ganz schön was drauf anscheinend, toll! Danke



holymoly hat geschrieben:Die Frage impliziert das eigentliche Problem.
Wir sind nicht die EU....Europa besteht aus vielen verschiedenen Ländern, die in einem Wirtschaftsverband zusammen gefasst wurden....nicht mehr oder weniger.
Die deutsche....besser gesagt Merkels Sichtweise der Flüchtlingspolitik ist keine europäische Sichtweise....das ist wohl offensichtlich.
Wir neigen dazu, ob unserer Wirtschaftskraft die EU als unser Werk zu betrachten, in dem wir bestimmen was richtig und falsch ist.

Naja, die Wirtschaftskraft zu nutzen um andere Länder sich in Richtung Weltoffenheit und Hilfbereitschaft entwickeln zu lassen finde ich schon legitim. Allerdings sollte man dafür, wie Uffhausen sagt, wohl sehr viel Geduld aufbringen.


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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon holymoly » Do 7. Sep 2017, 11:29

Balsamico hat geschrieben:(07 Sep 2017, 11:37)

Wow, gigantisch einleuchtend ausgedrückt. So habe ich das noch nicht gesehen, dass die Freiheit im Osten quasi noch ein Kleinkind ist und sich die Weltoffenheit noch garnicht entwickeln konnte und man Geduld haben sollte. Zwar eine Erwartungshaltung klar ausdrücken auch mit Sanktionen, aber geduldig sein (pädagogisch hochwertige Erziehungsarbeit quasi :) ). Du hast echt ganz schön was drauf anscheinend, toll! Danke




Naja, die Wirtschaftskraft zu nutzen um andere Länder sich in Richtung Weltoffenheit und Hilfbereitschaft entwickeln zu lassen finde ich schon legitim. Allerdings sollte man dafür, wie Uffhausen sagt, wohl sehr viel Geduld aufbringen.


.

Das was wir als Weltoffenheit und Hilfsbereitschaft verstehen, kann und wird in anderen Ländern als kultureller, gesellschftlicher Suizid begriffen.
Es sollte jedem klar sein, dass wir in Europa ganz scharf an einer Machtübernahme durch Rechtsextremisten vorbei gerauscht sind.
Das dieses noch verhindert wurde....ist bestimmt nicht in der Zustimmung der Flüchtlingspolitik zu sehen...sondern vielmehr in der Angst vor den Rechtsradikalen.

Nebenbei....mit welchen Argumenten möchtest Du die abtrünnigen Staaten überzeugen?
Meinst Du, die bekommen nicht mit, dass fast täglich Straftaten von Flüchtlingen begangen werden....dass diese über Jahrzehnte mit dem Familiennachzug voll in die Sozialsicherungssysteme fallen?

Vor die Frage gestellt, ob ein Pole eher auf einen Besuch des Weihnachtsmarktes....oder aber auf 23 Hadyshops in seiner Straße verzichten kann....wirst du wohl ein eindeutige Antwort bekommen.
Auch ein Ungar oder Tscheche wird beim Anblick unserer Parallelgesellschaften nicht vor Neid platzen.
Hier sind auch die Kultur und Mentalitäten zu betrachten. Im vielen osteuropäischen Staaten sind Sportarten wie Massenvergewaltigungen Bombenweitwurf oder Slalomrennen auf Weihnachtsmärkten gänzlich unbekannt.

Ich kann mir schwerlich vorstellen, wie Du diese Menschen überzeugen willst.
Eine Idee?
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon holymoly » Do 7. Sep 2017, 12:08

Stellen wir uns mal folgendes Szenario vor...Ich bin Pole und wir beide liegen im Freibad nebeneinander.
Auf dem Weg hierher konnte ich die Rolltreppe zur U Bahn benutzen, während Du die Treppen runter getreten wurdest. Ich habe die Fahrt genossen und im Gegensatz zu dir, erfreut sich kein Roma über meine Brieftasche.
Ich genieße den Fußweg durch die Stadt und lausche den Gespächen meiner Landsleute.
Bis hierher habe ich schon einen großen Vorsprung, denn keiner der zahlreichen afrikanischen Drogendealer kann dir bei der Suche nach deiner Tochter weiterhelfen. Sie verstehen dich nicht und können auch kein Marokkanisch, denn sonst würden sie dir natürlich verraten, dass sich eine Gruppe traumatisierter Nafris gerade mit deiner Tochter vergnügen.
Im Freibad angekommen wundere ich mich zwar über den hohen Preis....mir wird aber schnell klar, dass die 17 Sicherheitskräfte...allesamt mit Migrationshintergrund und Strafregister natürlich bezahlt werden müssen. Das kenne ich so nicht aus Polen.

Erstmal bis hierher...gespannt höre ich dir zu....erzähle mir mal warum deine Welt besser ist.
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon hafenwirt » Do 7. Sep 2017, 12:11

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(06 Sep 2017, 23:04)

Hallo Balsamico, mit dem Rauswurf ist es Essig. Selbst wenn rechtlich ein Weg wäre, würde das keine Mehrheiten finden.


Die westlichen EU-Staaten könnten den östlichen EU-Staaten auf anderem Wege drohen.
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon relativ » Do 7. Sep 2017, 12:21

Quatschki hat geschrieben:(06 Sep 2017, 23:08)

Brüssel hat doch größten Schiss davor, dass weitere Staaten die EU verlassen könnten oder vielleicht in ein paar Jahren sogar die Konföderierten Staaten von Europa gründen.

Rausschmeißen können sie noch ncht mal einen abgelehnten Asylbewerber
Und wenn erstmal damit angefangen wird, innerhalb der EU gegenseitig Sanktionen zu erlassen ist das ohnehin der Anfang vom Ende der EU.

Was heisst schiss. Als sie noch ein kleiner elitärer Kreis in Europa waren ging es den EU.Mitgliedern auch nicht schlecht.
Tragisch ist nur, daß damit auch der europäische Einigungsprozess hinüber wäre, Staaten würden wieder auseinanderdriften , die Gefahr von kriegerischen Auseinandersetzungen steigt in Europa dann wieder.
Viele vergessen einfach den tieferen Sinn hinter einem geeinigten Europa. Gemeinsam ist jeder einzelne Staat eben stärker wenn Europa dahinter steht, dies gilt sogar für Russland. Wie stark wäre z.B. Europa mit Russland.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 7. Sep 2017, 12:36

hafenwirt hat geschrieben:(07 Sep 2017, 13:11)

Die westlichen EU-Staaten könnten den östlichen EU-Staaten auf anderem Wege drohen.

Wenn nicht lieb, dann kein Geld.
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon KarlRanseier » Do 7. Sep 2017, 12:42

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(07 Sep 2017, 13:36)

Wenn nicht lieb, dann kein Geld.



Ist ja auch richtig so. Wer sich nicht an die Regeln halten will, der darf eben nicht mitspielen.
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon hafenwirt » Do 7. Sep 2017, 12:43

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(07 Sep 2017, 13:36)

Wenn nicht lieb, dann kein Geld.


Und wenn Geld sie nicht beeindruckt, muss man vielleicht über eine militärische Lösung nachdenken. Die Verlegung von Truppenteilen an die Grenze könnte vielleicht schon als Provokation ausreichen. Eventuell auch Übungen und Flugmanöver, wo die Flugzeuge kurzzeitig in den ungarischen Luftraum eindringen und in letzter Sekunde wieder rüberziehen auf eigenen Boden.
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon H2O » Do 7. Sep 2017, 12:43

Offenbar haben diese Staaten, die verarmt aus dem sowjetischen Machtbereich in Freiheit gelangt sind, nur die wirtschaftliche Seite der EU-Mitgliedschaft auf ihrer Rechnung gehabt... und dafür alles getan, was sie einer Mitgliedschaft näher bringen konnte. Unter anderem haben sie auch Verträge unterschrieben und den Maastrichtvertrag ratifiziert. Es sieht jetzt so aus, als ob diese Bindungen erheblich über das hinaus gehen, was die Politik dort auf Dauer ertragen kann. Leserzuschriften in der polnischen Tageszeitung Rzeczpospolita sprechen dann schon einmal von der EUdSSR... aber solche Unmutsäußerungen gibt es ja auch vereinzelt in diesem Forum.

Hilft aber alles nichts: Ein freiwilliger Bund freier Völker muß doch Regeln folgen oder über neue Regeln fair verhandeln. Und wenn da hinten und vorne nichts zusammen passen will, dann ist ein -XIT im Einzelnen wohl die sinnvollere Lösung als ein Dauerstreit. Der BREXIT hat eben nicht nur schlechte Seiten: Können doch die verbliebenen Mitglieder nun die EU weiter entwickeln. So empfinde ich auch die Lage, die sich durch betont nationales Gehabe in den Visegrad-Staaten, besonders aber in Ungarn und Polen, aufgeschaukelt hat. Wenn diese Partner sich nicht mit den Zielen der EU , Stichwort: "stetig sich vertiefende Zusammenarbeit", abfinden mögen, dann sollten sie sich anders ausrichten... etwa mit einem Assoziierungsabkommen mit der EU, das ihnen die Freiheit läßt, nach der sie sich sehnen. Das paßt eben hinten und vorne nicht zusammen.

Unser Innenminister de Maizière hat aber auch Recht: Wenn man Mitglieder durch Entzug von Zuwendungen dazu bringen muß, sich in die vertraglichen Bindungen und Grundsätze der EU zu fügen, dann ist es schlecht um die EU als Gemeinschaft bestellt. Man muß ihm aber als amtierendem Politiker in der EU vorhalten, daß das Vertragswerk im Grunde keine anderen "Überzeugungsmaßnahmen" bereit hält, er also gar keinen gangbaren Weg aufzeigt, wie dieser Grundsatzstreit in erträgliche Bahnen geleitet werden kann. Selbstaufgabe der Mehrheit? So ist es hartnäckigen Widerborsten möglich, die sehr große Mehrheit der Partner am Sinn der EU verzweifeln zu lassen, weil selbst rechtlich zulässige Gemeinschaftsbeschlüsse durch qualifizierte Mehrheit nun nicht mehr gelten sollen... oder eben nicht anerkannt werden.

Also doch erst einmal wirtschaftlicher Druck zur Disziplinierung, und die Drohgebärde des Ausschlusses durch Entzug des Stimmrechts, der Grenzschließung und dessen, was souveräne Staaten alles so können ohne gleich einen bewaffneten Konflikt vom Zaun zu brechen.

Ein anderer Weg wäre die Bildung eines Kerns der Willigen, der von den Grundlagen des Maastricht Vertrags eine vertiefte staatenähnliche Gemeinschaft bildet, die sich erst einmal selbst genug ist. Um daran beteiligt zu sein, müssten unsere Widerborste erneut die Beitrittsbedingungen der EU erfüllen, Stichworte: Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung der demokratischen Gesellschaft. Obendrauf dann noch der Verzicht auf nationale Hoheitsrechte zugunsten der Gemeinschaft, so wie es der "Kern" für sich beschlossen hat. Jahrelang gar nichts gegen Vertragsverletzungen tun, das geht bestimmt nicht gut!
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 7. Sep 2017, 12:44

hafenwirt hat geschrieben:(07 Sep 2017, 13:43)

Und wenn Geld sie nicht beeindruckt, muss man vielleicht über eine militärische Lösung nachdenken. Die Verlegung von Truppenteilen an die Grenze könnte vielleicht schon als Provokation ausreichen. Eventuell auch Übungen und Flugmanöver, wo die Flugzeuge kurzzeitig in den ungarischen Luftraum eindringen und in letzter Sekunde wieder rüberziehen auf eigenen Boden.

Um Truppenteile an die Grenzen von Ostland zu verlegen, müsste man sie dort erst herausholen.
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon hafenwirt » Do 7. Sep 2017, 12:48

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(07 Sep 2017, 13:44)

Um Truppenteile an die Grenzen von Ostland zu verlegen, müsste man sie dort erst herausholen.


Die Regierung könnte gegenüber Ungarn wie folgt handeln:
- Schließung der Botschaft
- Abzug aller Staatsbürger und Schließung der Kasernen, Kappung sämtlicher Verbindungen (Kultur, Universitäten, Wirtschaft ...)
- Strafzölle
- Handelsverbot
- Isolation wie bei Nordkorea, massives internationales Einwirken auf andere Staaten
- Anzeige bei den Vereinten Nationen
- Provokationen an der Grenze
- ggbf. Invasion

Natürlich in der Reihenfolge und ich hoffe nicht, dass es bis zum Schluss läuft. Vielleicht reicht die Androhung.
Ideal wäre ein starkes, europäisches Handeln, aber auch mit 2-3 Staaten gemeinsam reicht es eventuell.
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Balsamico » Do 7. Sep 2017, 13:03

holymoly hat geschrieben:(07 Sep 2017, 13:08)

Stellen wir uns mal folgendes Szenario vor...Ich bin Pole und wir beide liegen im Freibad nebeneinander.
Auf dem Weg hierher konnte ich die Rolltreppe zur U Bahn benutzen, während Du die Treppen runter getreten wurdest. Ich habe die Fahrt genossen und im Gegensatz zu dir, erfreut sich kein Roma über meine Brieftasche.
Ich genieße den Fußweg durch die Stadt und lausche den Gespächen meiner Landsleute.
Bis hierher habe ich schon einen großen Vorsprung, denn keiner der zahlreichen afrikanischen Drogendealer kann dir bei der Suche nach deiner Tochter weiterhelfen. Sie verstehen dich nicht und können auch kein Marokkanisch, denn sonst würden sie dir natürlich verraten, dass sich eine Gruppe traumatisierter Nafris gerade mit deiner Tochter vergnügen.
Im Freibad angekommen wundere ich mich zwar über den hohen Preis....mir wird aber schnell klar, dass die 17 Sicherheitskräfte...allesamt mit Migrationshintergrund und Strafregister natürlich bezahlt werden müssen. Das kenne ich so nicht aus Polen.

Erstmal bis hierher...gespannt höre ich dir zu....erzähle mir mal warum deine Welt besser ist.


Während wir im Freibad liegen würde ich immer wieder nachschauen ob alle meine Geldscheine noch in meiner Geldbörse liegen. Wenn du mich dann fragst weshalb ich das tu würde ich sagen, dass du das nicht persönlich nehmen sollst, aber dass ich dir als Polen nunmal nicht ganz trauen kann weil deine Landsmänner klauen wie die Raben. So würdest du feststellen, dass die negativen Beispiele nunmal viel stärker auffallen und nicht vergessen werden, ganz im Gegensatz zu den positiven von denen es aber viel mehr gibt, die aber keinen interessieren. So spürst du deine eigene Denkweise am eigenen Leib. Außerdem würde ich dir als "erzkatholischen" Polen naheliegen, dass Gott es nunmal mit der deutschen Wirtschaft besser meinen muss weil wir unser Geld sozialer einsetzten - direkt sozial (z.B. Asyl, Sozialleistungen...) und indirekt in dem wir damit versuchen erzieherisch auf andere Staaten einwirken es uns gleich zu tun (EU-Wirtschaftssanktionen - Kürzung der Unterstützungen bei mangelnder Solidarität)



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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon KarlRanseier » Do 7. Sep 2017, 13:07

hafenwirt hat geschrieben:(07 Sep 2017, 13:48)

Die Regierung könnte gegenüber Ungarn wie folgt handeln:
- Schließung der Botschaft
- Abzug aller Staatsbürger und Schließung der Kasernen, Kappung sämtlicher Verbindungen (Kultur, Universitäten, Wirtschaft ...)
- Strafzölle
- Handelsverbot
- Isolation wie bei Nordkorea, massives internationales Einwirken auf andere Staaten
- Anzeige bei den Vereinten Nationen
- Provokationen an der Grenze
- ggbf. Invasion

Natürlich in der Reihenfolge und ich hoffe nicht, dass es bis zum Schluss läuft. Vielleicht reicht die Androhung.
Ideal wäre ein starkes, europäisches Handeln, aber auch mit 2-3 Staaten gemeinsam reicht es eventuell.



Deutschland hat keine gemeinsame Grenze mit Ungarn. :rolleyes:
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon hafenwirt » Do 7. Sep 2017, 13:10

KarlRanseier hat geschrieben:(07 Sep 2017, 14:07)

Deutschland hat keine gemeinsame Grenze mit Ungarn. :rolleyes:


Ideal wäre ein starkes, europäisches Handeln, aber auch mit 2-3 Staaten gemeinsam reicht es eventuell.


Dazu gehts ja auch um die Tschechen, Slovaken und Polen.
...
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon H2O » Do 7. Sep 2017, 13:19

KarlRanseier hat geschrieben:(07 Sep 2017, 14:07)

Deutschland hat keine gemeinsame Grenze mit Ungarn. :rolleyes:


Das ist doch alles nur noch Quatsch! Schließlich haben wir das Schengener Abkommen mit offenen Grenzen! :p
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon hafenwirt » Do 7. Sep 2017, 13:50

H2O hat geschrieben:(07 Sep 2017, 14:19)

Das ist doch alles nur noch Quatsch! Schließlich haben wir das Schengener Abkommen mit offenen Grenzen! :p


Hahahaha.
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon holymoly » Do 7. Sep 2017, 14:05

Balsamico hat geschrieben:(07 Sep 2017, 14:03)

Während wir im Freibad liegen würde ich immer wieder nachschauen ob alle meine Geldscheine noch in meiner Geldbörse liegen. Wenn du mich dann fragst weshalb ich das tu würde ich sagen, dass du das nicht persönlich nehmen sollst, aber dass ich dir als Polen nunmal nicht ganz trauen kann weil deine Landsmänner klauen wie die Raben. So würdest du feststellen, dass die negativen Beispiele nunmal viel stärker auffallen und nicht vergessen werden, ganz im Gegensatz zu den positiven von denen es aber viel mehr gibt, die aber keinen interessieren. So spürst du deine eigene Denkweise am eigenen Leib. Außerdem würde ich dir als "erzkatholischen" Polen naheliegen, dass Gott es nunmal mit der deutschen Wirtschaft besser meinen muss weil wir unser Geld sozialer einsetzten - direkt sozial (z.B. Asyl, Sozialleistungen...) und indirekt in dem wir damit versuchen erzieherisch auf andere Staaten einwirken es uns gleich zu tun (EU-Wirtschaftssanktionen - Kürzung der Unterstützungen bei mangelnder Solidarität)



.

Du hast mich noch nicht überzeugt. Okay...es ist Tatsache, dass ein großer Teil der in Deutschland gestohlen Fahrzeuge von oder über Polen abgewickelt werden. Den mir vorgeworfenen Taschendiebstahl ist erwiesenermaßen eher den Sinti und Roma zuzutrauen.
Hier möchte ich gleich noch an eure mangelnde...im Prinzip nicht vorhandene Grenzsicherung erinnern.
Mein Staat ist durchaus sozial. So wird ein Teil meines Einkommens für die Sozialversicherungen verwendet. Mein Staat versucht auch durch seine Sicht der Flüchtlingspolitik auf andere Staaten zu wirken und darauf aufmerksam zu machen, dass in Deutschland Millionen Menschen arbeitslos...Millionen in prekären Arbeitsverhältnisse stehen...eure Altersarmut wächst.

Es macht nicht den Eindruck, dass ihr diese Probleme in den Griff bekommt....warum sollten wir also die von euch im Alleingang entschiedene Flüchtlingspolitik mittragen?
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Uffhausen » Do 7. Sep 2017, 14:12

holymoly hat geschrieben:(07 Sep 2017, 12:29)
Auch ein Ungar oder Tscheche wird beim Anblick unserer Parallelgesellschaften nicht vor Neid platzen

Dummerweise bilden diverse osteuropäische sowie russische Bürger in Deutschland selbst Parallelgesellschaften.

In meiner Stadt entstanden ab Mitte der 90er zwei neue Stadtviertel mit schicken Ein- und Mehrfamilienhäusern samt Gärten, in welchen sich ziemlich zügig bis heute die Russen im wahrsten Sinne des Wortes ghettoisieren. Seit einigen Jahren darf ein Tanzlokal in der Innenstadt nur noch von russischen Staatsbürgern besucht werden. Ich sage das nicht nur so, dort findet tatsächlich durch Security Ausweiskontrolle statt. Deutsche Staatsbürger sind unerwünscht! Mit bis zu 70% wurden in diesen im Volksmund nur "Klein-Moskau" und "Klein-Sibirien" genannten Stadtvierteln die AfD gewählt.

Die Polen und Rumänen in meiner Nachbarschaft bleiben in der Regel auch ausschließlich unter sich; sprechen nur deutsch wenn es notwendig ist (Südeuropäische Mitbürger sind da seltsamerweise ganz anders). Im Frühjahr wurden bei uns einige Mitglieder einer georgischen Diebesbande festgenommen, die für aberdutzende Einbrüche in den letzten Jahren verantwortlich gemacht werden. In den letzten Monaten fanden bei uns und in der Region immer wieder Anschläge auf Bordelle und Spielhallen statt, man vermutet dass irgendeine osteuropäische Mafia dahintersteckt - die Besitzer selbiger Einrichtungen stammen nämlich allesamt aus osteuropäischen Ländern.

Und ich wohne nicht in irgendeiner deutschen Großstadt, sondern in einem 30 000 Einw. Kaff im Südwesten Baden-Württembergs. Ganz ehrlich: Die Flüchtlinge sind unser kleinstes Problem! :| Von dem her würde ich liebend gerne die Flüchtlinge behalten und dafür das ganze osteuropäische Gesocks loswerden! :mad:
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon JJazzGold » Do 7. Sep 2017, 14:18

holymoly hat geschrieben:(07 Sep 2017, 15:05)

Du hast mich noch nicht überzeugt. Okay...es ist Tatsache, dass ein großer Teil der in Deutschland gestohlen Fahrzeuge von oder über Polen abgewickelt werden. Den mir vorgeworfenen Taschendiebstahl ist erwiesenermaßen eher den Sinti und Roma zuzutrauen.
Hier möchte ich gleich noch an eure mangelnde...im Prinzip nicht vorhandene Grenzsicherung erinnern.
Mein Staat ist durchaus sozial. So wird ein Teil meines Einkommens für die Sozialversicherungen verwendet. Mein Staat versucht auch durch seine Sicht der Flüchtlingspolitik auf andere Staaten zu wirken und darauf aufmerksam zu machen, dass in Deutschland Millionen Menschen arbeitslos...Millionen in prekären Arbeitsverhältnisse stehen...eure Altersarmut wächst.

Es macht nicht den Eindruck, dass ihr diese Probleme in den Griff bekommt....warum sollten wir also die von euch im Alleingang entschiedene Flüchtlingspolitik mittragen?


Das würde zeigen, dass Sie recht uninformiert sind.

https://www.welt.de/politik/ausland/gal ... -vorn.html
God creates dinosaurs. God destroys dinosaurs. God creates man. Man destroys God. Man creates dinosaurs.
Dinosaurs eat man. Woman inherits the earth.

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