Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovakei)

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holymoly
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon holymoly » Do 7. Sep 2017, 14:25

JJazzGold hat geschrieben:(07 Sep 2017, 15:18)

Das würde zeigen, dass Sie recht uninformiert sind.

https://www.welt.de/politik/ausland/gal ... -vorn.html

Ich kann den Statistiken nicht entnehmen, dass sie in irgendeiner Form gegen die polnische Flüchtlingspolitik steht.
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holymoly
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon holymoly » Do 7. Sep 2017, 14:31

Uffhausen hat geschrieben:(07 Sep 2017, 15:12)

Dummerweise bilden diverse osteuropäische sowie russische Bürger in Deutschland selbst Parallelgesellschaften.

In meiner Stadt entstanden ab Mitte der 90er zwei neue Stadtviertel mit schicken Ein- und Mehrfamilienhäusern samt Gärten, in welchen sich ziemlich zügig bis heute die Russen im wahrsten Sinne des Wortes ghettoisieren. Seit einigen Jahren darf ein Tanzlokal in der Innenstadt nur noch von russischen Staatsbürgern besucht werden. Ich sage das nicht nur so, dort findet tatsächlich durch Security Ausweiskontrolle statt. Deutsche Staatsbürger sind unerwünscht! Mit bis zu 70% wurden in diesen im Volksmund nur "Klein-Moskau" und "Klein-Sibirien" genannten Stadtvierteln die AfD gewählt.

Die Polen und Rumänen in meiner Nachbarschaft bleiben in der Regel auch ausschließlich unter sich; sprechen nur deutsch wenn es notwendig ist (Südeuropäische Mitbürger sind da seltsamerweise ganz anders). Im Frühjahr wurden bei uns einige Mitglieder einer georgischen Diebesbande festgenommen, die für aberdutzende Einbrüche in den letzten Jahren verantwortlich gemacht werden. In den letzten Monaten fanden bei uns und in der Region immer wieder Anschläge auf Bordelle und Spielhallen statt, man vermutet dass irgendeine osteuropäische Mafia dahintersteckt - die Besitzer selbiger Einrichtungen stammen nämlich allesamt aus osteuropäischen Ländern.

Und ich wohne nicht in irgendeiner deutschen Großstadt, sondern in einem 30 000 Einw. Kaff im Südwesten Baden-Württembergs. Ganz ehrlich: Die Flüchtlinge sind unser kleinstes Problem! :| Von dem her würde ich liebend gerne die Flüchtlinge behalten und dafür das ganze osteuropäische Gesocks loswerden! :mad:


Du möchtest lieber das osteuropäische Gesocks loswerden?
Kann ich aus deiner Sicht absolut nachvollziehen.
Kannst Du dir vorstellen, dass es in anderen Städten ähnliche Situationen gibt....nur das die Menschen dort mit anderen Migranten und Ethnien Probleme haben?
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon DerBesteVonAllen » Do 7. Sep 2017, 14:51

Tja, der Ostblock ist arm, wir sind reich. Danke Einwanderer. Danke Merkel
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Uffhausen » Do 7. Sep 2017, 14:51

holymoly hat geschrieben:(07 Sep 2017, 15:31)
Kannst Du dir vorstellen, dass es in anderen Städten ähnliche Situationen gibt....nur das die Menschen dort mit anderen Migranten und Ethnien Probleme haben?

Freilich - daran gibt es absolut nichts zu beschwichtigen.
Was ich aber abgrundtief schäbig und realitätsfern finde ist, Gewalt und Straftaten generell mit Flüchtlingen und Migranten insbesondere aus arabischen und afrikanischen Ländern in Verbindung zu setzen. Oder mit einer bestimmten Religionszugehörigkeit. Wenn man manche Debatten über bspw. Flüchtlingskriminalität verfolgt, bekommt man schon hin und wieder den abstossenden Eindruck, dass viele Menschen der grotesken Überzeugung sind, die Vergewaltigung einer deutschen christlichen Frau durch einen deutschen christlichen Mann wäre weitaus weniger schlimm, als selbige durch einen bildungsmäßig rückständigen Nordafrikaner muslimischen Glaubens. :eek:

Wie ich hier schon erwähnte, ich bin ganz konform mit dem Widerstand diverser osteuropäischer Staaten, Flüchtlinge zurück-, bzw. aufzunehmen; sowie mit der allgemeinen Ablehnung, dem Unwillen und der Angst vor Flüchtlingen, fremder Kultur und Religion usw. Vorrangig Deutschland hat sich die Flüchtlingssuppe selbst eingebrockt, also sollen wir sie gefälligst auch selbst auslöffeln. Es sollte um Verantwortung gehen, nicht um EU-Mitgliedschaft!
Zuletzt geändert von Uffhausen am Do 7. Sep 2017, 14:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon DerBesteVonAllen » Do 7. Sep 2017, 14:53

holymoly hat geschrieben:(07 Sep 2017, 15:31)

Du möchtest lieber das osteuropäische Gesocks loswerden?
Kann ich aus deiner Sicht absolut nachvollziehen.
Kannst Du dir vorstellen, dass es in anderen Städten ähnliche Situationen gibt....nur das die Menschen dort mit anderen Migranten und Ethnien Probleme haben?

Also ich hab mit allen östlich Berlins Probleme. Die sind keine Europäer. Händeaufhalter. Warum sollte ich für sowas Steuern zahlen?
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon holymoly » Do 7. Sep 2017, 15:06

DerBesteVonAllen hat geschrieben:(07 Sep 2017, 15:53)

Also ich hab mit allen östlich Berlins Probleme. Die sind keine Europäer. Händeaufhalter. Warum sollte ich für sowas Steuern zahlen?

Weil es nicht nur Europäer....sondern Deutsche sind. Uns teilte weder Sprache, Herkunft noch Kultur und Religion....lediglich eine temporäre Mauer.
Ich weiß aber was dein Plan ist....mit der Wiedervereinigung gegen die Flüchtlingspolitik zu argumentieren....na ja....mach mal weiter :D
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon JJazzGold » Do 7. Sep 2017, 15:17

holymoly hat geschrieben:(07 Sep 2017, 15:25)

Ich kann den Statistiken nicht entnehmen, dass sie in irgendeiner Form gegen die polnische Flüchtlingspolitik steht.


Dann lesen Sie sich am besten noch einmal durch, was Sie als angeblicher Pole behauptet haben.
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Postfach » Do 7. Sep 2017, 15:23

Uffhausen hat geschrieben:(06 Sep 2017, 23:47)

Ich finde nichts verwerfliches daran, wenn andere EU-Staaten - vornehmlich die osteuropäischen - keine Flüchtlinge aufnehmen wollen. Zudem wollen die Flüchtlinge auch gar nicht freiwillig nach Polen, nach Ungarn & Co. Die osteuropäischen Länder bieten nichts, was sich zum bleiben lohnt - deswegen kommen ja auch soviele osteuropäische Staatsbürger selbst nach Deutschland.
Im Gegenzug sollten insbesondere wir Deutschen denen also ihre eigenen Landsleute allesamt zurückschicken, sind ja eben vornehmlich auch aus wirtschaftlichen, finanziellen und freiheitlichen Gründen bei uns... Da gibt es genausoviele Integrationsverweigerer und deutsch sprechen sie auch nur, wenn es gar nicht anders geht... :mad:


Also das ist ja jetzt wirklich lächerlich, wie viele Polen, Tschechen und Slovakische Integrationsverweigerer kennst du denn persönlich ?
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon holymoly » Do 7. Sep 2017, 15:25

Uffhausen hat geschrieben:(07 Sep 2017, 15:51)

Freilich - daran gibt es absolut nichts zu beschwichtigen.
Was ich aber abgrundtief schäbig und realitätsfern finde ist, Gewalt und Straftaten generell mit Flüchtlingen und Migranten insbesondere aus arabischen und afrikanischen Ländern in Verbindung zu setzen. Oder mit einer bestimmten Religionszugehörigkeit. Wenn man manche Debatten über bspw. Flüchtlingskriminalität verfolgt, bekommt man schon hin und wieder den abstossenden Eindruck, dass viele Menschen der grotesken Überzeugung sind, die Vergewaltigung einer deutschen christlichen Frau durch einen deutschen christlichen Mann wäre weitaus weniger schlimm, als selbige durch einen bildungsmäßig rückständigen Nordafrikaner muslimischen Glaubens. :eek:

Wie ich hier schon erwähnte, ich bin ganz konform mit dem Widerstand diverser osteuropäischer Staaten, Flüchtlinge zurück-, bzw. aufzunehmen; sowie mit der allgemeinen Ablehnung, dem Unwillen und der Angst vor Flüchtlingen, fremder Kultur und Religion usw. Vorrangig Deutschland hat sich die Flüchtlingssuppe selbst eingebrockt, also sollen wir sie gefälligst auch selbst auslöffeln. Es sollte um Verantwortung gehen, nicht um EU-Mitgliedschaft!


Seien wir doch aber ehrlich. Die ganze Flüchtlingsdebatte wäre weder für AFD, noch für alle anderen Parteien ein Thema, wenn eine Millionen Schweden vor den Grenzen gestanden hätten.
Dann gäbe es zwar auch eine Debatte über die Verteilung....aber nur darum, wer wie viele bekommen darf.

Es ist zwar bitter und ungerecht....aber jeder weiß, dass die realen Flüchtlinge für keinen Staat gür keine westliche Gesellschaft zu keiner Zeit irgendeine Bereicherung sein wird....ganz im Gegenteil.
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon holymoly » Do 7. Sep 2017, 15:27

JJazzGold hat geschrieben:(07 Sep 2017, 16:17)

Dann lesen Sie sich am besten noch einmal durch, was Sie als angeblicher Pole behauptet haben.

Konkret...wo erkennst Du einen Wiederspruch?
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon think twice » Do 7. Sep 2017, 15:52

holymoly hat geschrieben:(07 Sep 2017, 13:08)

Stellen wir uns mal folgendes Szenario vor...Ich bin Pole und wir beide liegen im Freibad nebeneinander.
Auf dem Weg hierher konnte ich die Rolltreppe zur U Bahn benutzen, während Du die Treppen runter getreten wurdest. Ich habe die Fahrt genossen und im Gegensatz zu dir, erfreut sich kein Roma über meine Brieftasche.
Ich genieße den Fußweg durch die Stadt und lausche den Gespächen meiner Landsleute.
Bis hierher habe ich schon einen großen Vorsprung, denn keiner der zahlreichen afrikanischen Drogendealer kann dir bei der Suche nach deiner Tochter weiterhelfen. Sie verstehen dich nicht und können auch kein Marokkanisch, denn sonst würden sie dir natürlich verraten, dass sich eine Gruppe traumatisierter Nafris gerade mit deiner Tochter vergnügen.
Im Freibad angekommen wundere ich mich zwar über den hohen Preis....mir wird aber schnell klar, dass die 17 Sicherheitskräfte...allesamt mit Migrationshintergrund und Strafregister natürlich bezahlt werden müssen. Das kenne ich so nicht aus Polen.

Erstmal bis hierher...gespannt höre ich dir zu....erzähle mir mal warum deine Welt besser ist.

Dann zieh doch nach Polen. Die Polen werden grade erdoganisiert. Alle Macht der Führungsriege. Das gefällt dir bestimmt.
Zeit für mehr Gerechtigkeit. Dafür trete ich ein.
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon think twice » Do 7. Sep 2017, 15:55

Nicht nur mit dem Rauswurf drohen, es tun! Kassieren wollen sie, aber nichts leisten. Die braucht kein Mensch. Sollen sie sich ihre Mauern wieder hochziehen, die Polen, Ungarn und Slowaken, wenn sie dann zufriedener sind.
Zeit für mehr Gerechtigkeit. Dafür trete ich ein.
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon JJazzGold » Do 7. Sep 2017, 15:57

holymoly hat geschrieben:(07 Sep 2017, 16:27)

Konkret...wo erkennst Du einen Wiederspruch?


“....dass in Deutschland Millionen Menschen arbeitslos...Millionen in prekären Arbeitsverhältnisse stehen...“

Deshalb habe ich den Vergleich Deutschland-Polen verlinkt.
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Keoma » Do 7. Sep 2017, 15:58

Hat jemand eine Ahnung, wie viele westliche Firmen eigentlich von der Ostöffnung profitieren?
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Postfach » Do 7. Sep 2017, 16:12

Uffhausen hat geschrieben:(07 Sep 2017, 01:46)

Ich habe nichts dagegen, dass diverse Staaten, welche die Aufnahme von Flüchtlingen ablehnen, Mitglieder der EU sind. Ich befürworte deren Ablehnung sogar, weil ich es als sehr wichtig empfinde, dass jedes Land - trotz EU-Mitgliedschaft - seine Souveränität und Eigenständigkeit behält. Andererseits kann ich mir auch nicht vorstellen, dass muslimische Flüchtlinge bspw. im erzkatholischen Polen glücklich werden könnten. Da ist ein aus religiöser Sicht ein freiheitliches Land wie Deutschland durchaus die bessere Adresse. Und aus geschichtlicher Sicht sind die osteuropäischen Staaten (inklusive Ostdeutschland!) bestimmt auch nicht bereit dafür, ihre noch relativ neue politische Freiheit mit dem Rest der Welt zuteilen und sich auf fremde Kulturen und Religionen einzulassen. Ein entsprechender Wandlungs-Prozess dürfte noch einige Jahrzehnte dauern. Darauf sollte man unbedingt Rücksicht nehmen.

Freilich, es geht zunehmend darum festzustellen, ob nicht diverse osteuropäische Staaten eher aus finanziellen Gründen der EU beigetreten sind und weniger aus politischer Überzeugung. Ungarn bspw. könnte ich mir diesbezüglich gut vorstellen. Polen dürfte auch nur aus Angst vor den Russen der EU beigetreten sein - andererseits zeigt sich das Land auf politischer Ebene auch zunehmend EU-feindlich (außer wenn Geld aus Brüssel fließt, versteht sich), während das Volk mehrheitlich die EU befürwortet. Bei Tschechien und der Slowakei weiß ich nicht so richtig - irgendwie sind die zu verschlafen und haben noch nicht ihren Platz in der EU gefunden.

Ohne Konsequenzen dürfte die Aufnahme-Verweigerung dieser Staaten nicht sein, finanziell sollten sie unbedingt belangt werden. Politische Konsequenzen halte ich für unangebracht - obgleich die Vertrauenfrage ernsthaft gestellt werden müsste.

Und wie gesagt, wenn die osteuropäischen Staaten partout keine fremden Menschen, Kulturen und Religionen akzeptieren/tolerieren/respektieren können oder wollen, dann sollen sie gefälligst ihre Landsleute vornehmlich aus Deutschland zurückbeordern und ihre EU-Mitgliedsschaft ablegen.


Also zum Beispiel Tschechien kann ich dazu nur sagen, dort leben seit vielen vielen Jahren viele Vietnamesen, die sich dort wunderbar integriert haben und ein fester Bestandteil des täglichen lebens in allen städten Tschechiens sind.
Ebenfalls leben dort auch viele Roma, die vielleicht nicht immer genauso gut integriert sind, aber das liegt auch eher an den Roma als an den Tschechen ...
Es ist von daher völliger Unsinn, den östlichen EU Staaten vorzuwerfen andere "Kulturen und Religionen nicht zu akzeptieren/tolerieren/respektieren können oder wollen"
Was richtig ist, sie möchten keine Flüchtlinge aus arabisch geprägten Ländern zu tausenden unkontrolliert aufnehmen, wie es unsere Frau Merkel betrieben hat.
Und sind wir mal ehrlich, hätte man darüber eine demokratische Bürgerabstimmung in D oder einem anderen Staat im Süden, Westen, Norden von Europa gemacht, wären mit absoluter Sicherheit auch niemals so viele Flüchtlinge bei uns gelandet !
Auch nicht in anderen europäischen Staaten !
Helfen "JA", aber die Grenzen aufreissen ist dann nochmal was ganz anderes.
Und so sehen es der großteil der Tschechen & Polen ...
Ich persönlich finde sie haben vollkommen recht !

Frau Merkel hätte sich erstmal mit den anderen Staaten abstimmen müssen, bevor sie laut verkündet "alle hier her "dass wäre dann auch demokratischer gewesen, oder ?
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Keoma » Do 7. Sep 2017, 16:17

Als erstes Land hat meines Wissens Frankreich die Maastricht - Bestimmungen verletzt.
Und ist natürlich folgerichtig aus der EU geflogen. Ähm.
Deutschland gehört wegen Dublin-Verstosses auch hinausgeschmissen.
Oder?
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Uffhausen » Do 7. Sep 2017, 16:36

holymoly hat geschrieben:(07 Sep 2017, 16:25)

Seien wir doch aber ehrlich. Die ganze Flüchtlingsdebatte wäre weder für AFD, noch für alle anderen Parteien ein Thema, wenn eine Millionen Schweden vor den Grenzen gestanden hätten.
Dann gäbe es zwar auch eine Debatte über die Verteilung....aber nur darum, wer wie viele bekommen darf.

Es ist zwar bitter und ungerecht....aber jeder weiß, dass die realen Flüchtlinge für keinen Staat gür keine westliche Gesellschaft zu keiner Zeit irgendeine Bereicherung sein wird....ganz im Gegenteil.

Das mag schon so sein. Aber was können die Flüchtlinge dafür, dass sie nun mal sind, wer sie sind?

Die westliche Welt hat sich den ganzen Schlamassel auch irgendwie selber zu zuschreiben; wir bekriegen und sanktionieren fremde Länder, weil sie nicht so tun, wie wir es für richtig empfinden (Afghanistan, Nordkorea). Wir nutzen sie tw. schamlos aus, um uns an ihnen zu bereichern (Bodenschätze, billige Klamotten aus Fernost).
Es wäre schön, wenn wir uns einfach mal zurückhalten und stattdessen auf uns selbst konzentrieren würden - Trump hat derartiges für die USA in seinem Wahlkampf versprochen und wurde mitunter deswegen auch gewählt. Und jetzt? Jetzt steht uns wenn's ganz blöd läuft der dritte Weltkrieg bevor, nur weil die westliche Welt einem fremden, fernöstlichen Land nicht dieselben Rechte und Freiheiten zugestehen will, welche für uns ganz selbstverständlich sind. Aber wehe, wenn jemand von uns verlangen würde, dass wir erst höflich bitten und eine Erlaubnis abwarten, bevor wir irgendwas tun...
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon holymoly » Do 7. Sep 2017, 17:10

JJazzGold hat geschrieben:(07 Sep 2017, 16:57)

“....dass in Deutschland Millionen Menschen arbeitslos...Millionen in prekären Arbeitsverhältnisse stehen...“

Deshalb habe ich den Vergleich Deutschland-Polen verlinkt.


Nochmals....wo erkennst Du einen Wiederspruch?
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon holymoly » Do 7. Sep 2017, 17:21

think twice hat geschrieben:(07 Sep 2017, 16:52)

Dann zieh doch nach Polen. Die Polen werden grade erdoganisiert. Alle Macht der Führungsriege. Das gefällt dir bestimmt.

Die Polen werden erdoganisiert? Da muss ich aber kräftig lachen....
Ich stelle mir gerade vor...das würdest Du einen Polen vorwerfen....als Deutscher....lol!
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon holymoly » Do 7. Sep 2017, 17:24

Keoma hat geschrieben:(07 Sep 2017, 17:17)

Als erstes Land hat meines Wissens Frankreich die Maastricht - Bestimmungen verletzt.
Und ist natürlich folgerichtig aus der EU geflogen. Ähm.
Deutschland gehört wegen Dublin-Verstosses auch hinausgeschmissen.
Oder?


Eigentlich schon...aber dafür wurde Merkel ja wegen Hochverrat verurteilt.
Ähm..

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