Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovakei)

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Balsamico
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Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovakei)

Beitragvon Balsamico » Mi 6. Sep 2017, 21:23

Hallo,

Zunächst mal, ich verfolge politisches Geschehen kaum ein Jahr weshalb ich wahrscheinlich ein bisschen naiv erscheine. :)

Polen, Tschechien, Ungarn und die Slovakei weigern sich ja bekanntlich sich an dem Flüchtlingsproblem zu beteiligen. Das stinkt mir grade wenn ich ich mitbekomme, dass dort sogar junge Menschen extrem unsolidarisch zu sein scheinen. Zwar geht es uns in Deutschland wirtschaftlich viel besser, aber die Anzahl an Flüchtlingen die die genannten Staaten aufnehmen sollen sind doch lächerlich. Trotzdem scheint prinzipieller Egoismus zu überwiegen.

Unterstützung und Freiheit dank der EU sind denen aber recht, was ja wohl nicht angehen kann. Dass die EU kein Wunschkonzert ist oder ein Restaurant in dem man a la Carte bestellen kann wird denen ja mitgeteilt. In LETZTER KONSEQUENZ muss das doch bedeuten, dass wer nicht mitspielt gehen kann. Wenn ich das richtig sehe, dann kosten uns diese Länder doch nur und rein wirtschaftlich gesehen würden sie uns nicht fehlen.
Sehe ich das richtig?
Und was ich euch fragen wollte:
Wird in Brüssel "friss oder stirb" nicht kategorisch ausgeschlossen und wird vielleicht mit Rauswurf gedroht oder gibt sich die EU in letzter Konsequenz geschlagen?

Danke und liebe Grüße
Zuletzt geändert von Balsamico am Mi 6. Sep 2017, 21:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Misterfritz
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität

Beitragvon Misterfritz » Mi 6. Sep 2017, 21:34

Balsamico hat geschrieben:(06 Sep 2017, 22:23)

Hallo,

Zunächst mal, ich verfolge politisches Geschehen kaum ein Jahr weshalb ich wahrscheinlich ein bisschen naiv erscheine. :)

Polen, Tschechien, Ungarn und die Slovakei weigern sich ja bekanntlich sich an dem Flüchtlingsproblem zu beteiligen. Das stinkt mir grade wenn ich ich mitbekomme, dass dort sogar junge Menschen extrem unsolidarisch zu sein scheinen. Zwar geht es uns in Deutschland wirtschaftlich viel besser, aber die Anzahl an Flüchtlingen die die genannten Staaten aufnehmen sollen sind doch lächerlich. Trotzdem scheint prinzipieller Egoismus zu überwiegen.

Unterstützung und Freiheit dank der EU sind denen aber recht, was ja wohl nicht angehen kann. Dass die EU kein Wunschkonzert ist oder ein Restaurant in dem man a la Carte bestellen kann wird denen ja mitgeteilt. In LETZTER KONSEQUENZ muss das doch bedeuten, dass wer nicht mitspielt gehen kann. Wenn ich das richtig sehe, dann kosten uns diese Länder doch nur und rein wirtschaftlich gesehen würden sie uns nicht fehlen.
Sehe ich das richtig?
Und was ich euch fragen wollte:
Wird in Brüssel "friss oder stirb" nicht kategorisch ausgeschlossen oder gibt sich die EU in letzter Konsequenz geschlagen?

Danke und liebe Grüße
Es gibt nicht wirklich die Möglichkeit, ein unwilliges Mitglied aus der EU zu werfen. Was man tun kann sind Sanktionen, finanzielle Sanktionen, also Kürzung von Förderungen. Wenn man das richtig anwenden würde, würden sich die Länder sicherlich überlegen, ob sie auf Milliarden an Förderung wegen ein paar Flüchtlingen verzichten würden. ;)
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Provokateur » Mi 6. Sep 2017, 21:37

Ich wüsste jetzt auch nicht, ob es die Verträge hergeben, jemanden aus der EU zu werfen.

Aber es gibt weniger Kohle.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität

Beitragvon Adam Smith » Mi 6. Sep 2017, 21:37

Wie viel Geld erhält denn Ungarn von der EU?
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität

Beitragvon Bielefeld09 » Mi 6. Sep 2017, 21:43

Adam Smith hat geschrieben:(06 Sep 2017, 22:37)

Wie viel Geld erhält denn Ungarn von der EU?

Und wie lange noch?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Flaschengeist » Mi 6. Sep 2017, 21:52

Balsamico hat geschrieben:(06 Sep 2017, 22:23)

Hallo,

Zunächst mal, ich verfolge politisches Geschehen kaum ein Jahr weshalb ich wahrscheinlich ein bisschen naiv erscheine. :)

Polen, Tschechien, Ungarn und die Slovakei weigern sich ja bekanntlich sich an dem Flüchtlingsproblem zu beteiligen. Das stinkt mir grade wenn ich ich mitbekomme, dass dort sogar junge Menschen extrem unsolidarisch zu sein scheinen. Zwar geht es uns in Deutschland wirtschaftlich viel besser, aber die Anzahl an Flüchtlingen die die genannten Staaten aufnehmen sollen sind doch lächerlich. Trotzdem scheint prinzipieller Egoismus zu überwiegen.

Unterstützung und Freiheit dank der EU sind denen aber recht, was ja wohl nicht angehen kann. Dass die EU kein Wunschkonzert ist oder ein Restaurant in dem man a la Carte bestellen kann wird denen ja mitgeteilt. In LETZTER KONSEQUENZ muss das doch bedeuten, dass wer nicht mitspielt gehen kann. Wenn ich das richtig sehe, dann kosten uns diese Länder doch nur und rein wirtschaftlich gesehen würden sie uns nicht fehlen.
Sehe ich das richtig?
Und was ich euch fragen wollte:
Wird in Brüssel "friss oder stirb" nicht kategorisch ausgeschlossen und wird vielleicht mit Rauswurf drohen oder gibt sich die EU in letzter Konsequenz geschlagen?

Danke und liebe Grüße



Die Regierungschefs in diesen Ländern setzen den Willen ihrer Bevölkerung um. Das ist ihr Job.

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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon holymoly » Mi 6. Sep 2017, 21:59

Provokateur hat geschrieben:(06 Sep 2017, 22:37)

Ich wüsste jetzt auch nicht, ob es die Verträge hergeben, jemanden aus der EU zu werfen.

Aber es gibt weniger Kohle.

Die EU ist nicht Alternativlos...es gibt durchaus andere Partner.
Ferner ist es höchst fraglich, ob sich die angeschlagene EU weitere Austritte leisten möchte.
Es ist doch unschwer zu erkennen, dass gerade genannte Staaten....na ja...sich nicht mehr wirklich um den Verbleib bemühen.
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Balsamico » Mi 6. Sep 2017, 22:03

Misterfritz hat geschrieben:Es gibt nicht wirklich die Möglichkeit, ein unwilliges Mitglied aus der EU zu werfen. Was man tun kann sind Sanktionen, finanzielle Sanktionen, also Kürzung von Förderungen. Wenn man das richtig anwenden würde, würden sich die Länder sicherlich überlegen, ob sie auf Milliarden an Förderung wegen ein paar Flüchtlingen verzichten würden. ;)

Gottseidank haben wir die Kohle, hoffentlich wird diese Karte auch ausgespielt.


Flaschengeist hat geschrieben:(06 Sep 2017, 22:52)

Die Regierungschefs in diesen Ländern setzen den Willen ihrer Bevölkerung um. Das ist ihr Job.


Das spielt doch keine Rolle, es ist ja der Wille der Bevölkerung der nicht akzeptabel ist und die soll es auch ausbaden. Wenn denen eine Erweiterung des russischen Einflussbereiches lieber ist als die paar Asylanten, würde ich sagen bitteschön und Tschüss...
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Provokateur » Mi 6. Sep 2017, 22:04

holymoly hat geschrieben:(06 Sep 2017, 22:59)

Die EU ist nicht Alternativlos...es gibt durchaus andere Partner.
Ferner ist es höchst fraglich, ob sich die angeschlagene EU weitere Austritte leisten möchte.
Es ist doch unschwer zu erkennen, dass gerade genannte Staaten....na ja...sich nicht mehr wirklich um den Verbleib bemühen.


Bisher haben die genannten Staaten sehr von der EU profitiert. Fraglich ist, ob die Staaten dies aufgeben wollen.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 6. Sep 2017, 22:04

Hallo Balsamico, mit dem Rauswurf ist es Essig. Selbst wenn rechtlich ein Weg wäre, würde das keine Mehrheiten finden.
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Balsamico » Mi 6. Sep 2017, 22:05

holymoly hat geschrieben:(06 Sep 2017, 22:59)

Die EU ist nicht Alternativlos...es gibt durchaus andere Partner.
Ferner ist es höchst fraglich, ob sich die angeschlagene EU weitere Austritte leisten möchte.
Es ist doch unschwer zu erkennen, dass gerade genannte Staaten....na ja...sich nicht mehr wirklich um den Verbleib bemühen.

Was meinst du mit "leisten"? Was wären negative Konsequenzen für die EU?
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Quatschki » Mi 6. Sep 2017, 22:08

Brüssel hat doch größten Schiss davor, dass weitere Staaten die EU verlassen könnten oder vielleicht in ein paar Jahren sogar die Konföderierten Staaten von Europa gründen.

Rausschmeißen können sie noch ncht mal einen abgelehnten Asylbewerber
Und wenn erstmal damit angefangen wird, innerhalb der EU gegenseitig Sanktionen zu erlassen ist das ohnehin der Anfang vom Ende der EU.
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Flaschengeist » Mi 6. Sep 2017, 22:08

Balsamico hat geschrieben:(06 Sep 2017, 23:03)

Gottseidank haben wir die Kohle, hoffentlich wird diese Karte auch ausgespielt.



Das spielt doch keine Rolle, es ist ja der Wille der Bevölkerung der nicht akzeptabel ist und die soll es auch ausbaden. Wenn denen eine Erweiterung des russischen Einflussbereiches lieber ist als die paar Asylanten, würde ich sagen bitteschön und Tschüss...



Wie Herr Gauck schon sagte.

"Die Eliten sind gar nicht das Problem, die Bevölkerungen sind im Moment das Problem"
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon holymoly » Mi 6. Sep 2017, 22:15

Provokateur hat geschrieben:(06 Sep 2017, 23:04)

Bisher haben die genannten Staaten sehr von der EU profitiert. Fraglich ist, ob die Staaten dies aufgeben wollen.

In letzter Instanz werden sie es. Polen und Ungarn werden keine Flüchtlinge aufnehmen....und das ist konsequent wie richtig. Es sind und bleiben selbstbestimmte Staaten, deren Menschen diesen Standpunkt gewählt haben....und keine Rückhaltebecken für Merkels Geister, welche sie gerufen hat.

Darüber hinaus, ist es schon lächerlich auf Gesetze und Richtlinien zu pochen, wenn man vorher selbst gegen andere verstoßen hat.
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Uffzach » Mi 6. Sep 2017, 22:34

Balsamico hat geschrieben:(06 Sep 2017, 22:23)

Hallo,

Zunächst mal, ich verfolge politisches Geschehen kaum ein Jahr weshalb ich wahrscheinlich ein bisschen naiv erscheine. :)

Polen, Tschechien, Ungarn und die Slovakei weigern sich ja bekanntlich sich an dem Flüchtlingsproblem zu beteiligen. Das stinkt mir grade wenn ich ich mitbekomme, dass dort sogar junge Menschen extrem unsolidarisch zu sein scheinen. Zwar geht es uns in Deutschland wirtschaftlich viel besser, aber die Anzahl an Flüchtlingen die die genannten Staaten aufnehmen sollen sind doch lächerlich. Trotzdem scheint prinzipieller Egoismus zu überwiegen.

Unterstützung und Freiheit dank der EU sind denen aber recht, was ja wohl nicht angehen kann. Dass die EU kein Wunschkonzert ist oder ein Restaurant in dem man a la Carte bestellen kann wird denen ja mitgeteilt. In LETZTER KONSEQUENZ muss das doch bedeuten, dass wer nicht mitspielt gehen kann. Wenn ich das richtig sehe, dann kosten uns diese Länder doch nur und rein wirtschaftlich gesehen würden sie uns nicht fehlen.
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Danke und liebe Grüße


Polen, Tschechien, Ungarn und die Slovakei haben vollkommen Recht. Es geht um innere Angelegenheiten, die Brüssel nicht die Bohne was angehen. Es ist unmöglich, dass eine Innenministerversammlung, die nicht demokratisch legitimiert ist, über die Geschicke anderer Länder per Mehrheit entscheidet.
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Uffhausen » Mi 6. Sep 2017, 22:47

Ich finde nichts verwerfliches daran, wenn andere EU-Staaten - vornehmlich die osteuropäischen - keine Flüchtlinge aufnehmen wollen. Zudem wollen die Flüchtlinge auch gar nicht freiwillig nach Polen, nach Ungarn & Co. Die osteuropäischen Länder bieten nichts, was sich zum bleiben lohnt - deswegen kommen ja auch soviele osteuropäische Staatsbürger selbst nach Deutschland.
Im Gegenzug sollten insbesondere wir Deutschen denen also ihre eigenen Landsleute allesamt zurückschicken, sind ja eben vornehmlich auch aus wirtschaftlichen, finanziellen und freiheitlichen Gründen bei uns... Da gibt es genausoviele Integrationsverweigerer und deutsch sprechen sie auch nur, wenn es gar nicht anders geht... :mad:
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Balsamico » Mi 6. Sep 2017, 23:15

Europäische Hilfbereitschaft ist genauso europäisch wie europäisches Geld. Wenn die genannten Staaten die EU wegen FUTTERNEID ablehnen, dann sollten sie das doch als ganzes müssen, oder nicht? Ich könnte das angesichts der lächerlichen Anzahl an Flüchtlichen die sie aufnehmen sollen nicht nachvollziehen. Findet ihr etwa, dass wir sie unter den Umständen weiterhin unterstützen sollten @Uffzach , @holymoly und @Uffhausen??
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Uffhausen » Do 7. Sep 2017, 00:46

Balsamico hat geschrieben:(07 Sep 2017, 00:15)

Europäische Hilfbereitschaft ist genauso europäisch wie europäisches Geld. Wenn die genannten Staaten die EU wegen FUTTERNEID ablehnen, dann sollten sie das doch als ganzes müssen, oder nicht? Ich könnte das angesichts der lächerlichen Anzahl an Flüchtlichen die sie aufnehmen sollen nicht nachvollziehen. Findet ihr etwa, dass wir sie unter den Umständen weiterhin unterstützen sollten @Uffzach , @holymoly und @Uffhausen??


Ich habe nichts dagegen, dass diverse Staaten, welche die Aufnahme von Flüchtlingen ablehnen, Mitglieder der EU sind. Ich befürworte deren Ablehnung sogar, weil ich es als sehr wichtig empfinde, dass jedes Land - trotz EU-Mitgliedschaft - seine Souveränität und Eigenständigkeit behält. Andererseits kann ich mir auch nicht vorstellen, dass muslimische Flüchtlinge bspw. im erzkatholischen Polen glücklich werden könnten. Da ist ein aus religiöser Sicht ein freiheitliches Land wie Deutschland durchaus die bessere Adresse. Und aus geschichtlicher Sicht sind die osteuropäischen Staaten (inklusive Ostdeutschland!) bestimmt auch nicht bereit dafür, ihre noch relativ neue politische Freiheit mit dem Rest der Welt zuteilen und sich auf fremde Kulturen und Religionen einzulassen. Ein entsprechender Wandlungs-Prozess dürfte noch einige Jahrzehnte dauern. Darauf sollte man unbedingt Rücksicht nehmen.

Freilich, es geht zunehmend darum festzustellen, ob nicht diverse osteuropäische Staaten eher aus finanziellen Gründen der EU beigetreten sind und weniger aus politischer Überzeugung. Ungarn bspw. könnte ich mir diesbezüglich gut vorstellen. Polen dürfte auch nur aus Angst vor den Russen der EU beigetreten sein - andererseits zeigt sich das Land auf politischer Ebene auch zunehmend EU-feindlich (außer wenn Geld aus Brüssel fließt, versteht sich), während das Volk mehrheitlich die EU befürwortet. Bei Tschechien und der Slowakei weiß ich nicht so richtig - irgendwie sind die zu verschlafen und haben noch nicht ihren Platz in der EU gefunden.

Ohne Konsequenzen dürfte die Aufnahme-Verweigerung dieser Staaten nicht sein, finanziell sollten sie unbedingt belangt werden. Politische Konsequenzen halte ich für unangebracht - obgleich die Vertrauenfrage ernsthaft gestellt werden müsste.

Und wie gesagt, wenn die osteuropäischen Staaten partout keine fremden Menschen, Kulturen und Religionen akzeptieren/tolerieren/respektieren können oder wollen, dann sollen sie gefälligst ihre Landsleute vornehmlich aus Deutschland zurückbeordern und ihre EU-Mitgliedsschaft ablegen.
"Man sollte auf seinem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen." Erich Kästner
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon holymoly » Do 7. Sep 2017, 08:02

Balsamico hat geschrieben:(07 Sep 2017, 00:15)

Europäische Hilfbereitschaft ist genauso europäisch wie europäisches Geld. Wenn die genannten Staaten die EU wegen FUTTERNEID ablehnen, dann sollten sie das doch als ganzes müssen, oder nicht? Ich könnte das angesichts der lächerlichen Anzahl an Flüchtlichen die sie aufnehmen sollen nicht nachvollziehen. Findet ihr etwa, dass wir sie unter den Umständen weiterhin unterstützen sollten @Uffzach , @holymoly und @Uffhausen??


Die Frage impliziert das eigentliche Problem.
Wir sind nicht die EU....Europa besteht aus vielen verschiedenen Ländern, die in einem Wirtschaftsverband zusammen gefasst wurden....nicht mehr oder weniger.
Die deutsche....besser gesagt Merkels Sichtweise der Flüchtlingspolitik ist keine europäische Sichtweise....das ist wohl offensichtlich.
Wir neigen dazu, ob unserer Wirtschaftskraft die EU als unser Werk zu betrachten, in dem wir bestimmen was richtig und falsch ist.

Ich bin beruflich ständig in Europa unterwegs und weiß wie man Deutschland von außen betrachtet.

Zum einen ist der Gröfaz, welcher Europa beherrschen wollte nicht vergessen....zum anderen ist Merkel, die die Welt einläd ein großes Thema.
Konsens...wenn Merkel sich als Veranstalter ihrer Party versteht und Leute einläd, welche von anderen nicht erwünscht sind, dann werden die Stammgäste diese Veranstaltung verlassen.
Keiner wird unter der Androhung, dass das Freibier gestrichen wird....einen dieser Gäste unter Zwang mit nach Hause nehmen.
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Re: Wie abwegig ist es mit Rauswurf aus der EU zu drohen für mangelhafte Solidarität (Ungarn, Polen, Tschechien, Slovake

Beitragvon Nomen Nescio » Do 7. Sep 2017, 09:56

da denke ich anders. wohl die lusten aber nicht die lasten ??? weg damit.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«

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