Russlands Militärhaushalt

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Moses
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Re: Russlands Militärhaushalt

Beitragvon Moses » Fr 24. Mär 2017, 19:32

theo hat geschrieben:(24 Mar 2017, 19:25)

Hatte die Nato für den Krieg gegen Jugoslawien ein UN-Mandat?


Nein, das hatte sie nicht, es war Nothilfe. Insoweit schon fast richtig nur hast Du folgendes geschrieben:

theo hat geschrieben:(24 Mar 2017, 18:55)

Ja!
überall dort, wo sie Angriffskriege ohne UN-Mandat führten


und damit suggerierst Du, das die NATO permanent ohne UN-Mandat angreift.

Der Begriff "Angriffskriege" ist ein Plural - um nicht als Lügner dazustehen brauchst Du mindest noch einen NATO Angriff ohne Mandat . . . na dann such mal theo, die Nase wächst schon!
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Nomen Nescio
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Re: Russlands Militärhaushalt

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 24. Mär 2017, 19:35

theo hat geschrieben:(24 Mar 2017, 19:15)

Kannst Du beweisen, dass die Nato-Verbündeten keine Kriege geführt haben, für die sie kein UN-Mandat hatten?
bzw. im Rahmen einer UN-Mission nicht die Befugnisse überschritten worden sind?

warum müßte jemand beweisen daß deine behauptung nicht wahr ist? du stellst eine behauptung. dann mußt du die auch beweisen können.
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Re: Russlands Militärhaushalt

Beitragvon Welfenprinz » Fr 24. Mär 2017, 22:05

:rolleyes: wenn das ein Angeiffskrieg gewesen wäre,dann hielte jetzt irgendjemand Jugoslawien besetzt.
Die Entscheidung in einen Bürgerkrieg einzugreifen ist zwar alles andere als einfach und widerspruchslos,aber man kann nicht einfach solche Vokabeln wie “Angriffskrieg“ sinn und zusammenhangfrei benutzen wie es einem in den kruden Kram passt.

So,und jetzt seriös und langsam:
Ja,gerade der Jugoslawienkrieg ist ein Beispiel für die Konflikt eindämmende Wirkung der NATO.
Aus solchen lokalen Konflikten sind in 1000 Jahren europäischer Geschichte des öfteren Flächenbrände geworden. Über die jeweiligen Allianzen und Koalitionen.
Wie wir uns erinnern hatten z. B. Frankreich und Deutschland durchaus unterschiedliche Ansichten zum Fortbestand Jugoslawiens ......was in einem Europa vor 1949 eben dazu geführt hat,dass diese beiden Mächte dann auch noch direkt oder stellvertretermässig involviert werden.
Eben das -die Ausweitung und Kettenreaktion -wird verhindert,weil in einer supranationalen Organisation verhandelt und gemeinsam agiert werden muss.

Mich macht so ein kruder Schwachsinn ungeheuer wütend,gerade angesichts der europäischen und deutschen Geschichte. :mad2:
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
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Re: Russlands Militärhaushalt

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 24. Mär 2017, 23:01

Welfenprinz hat geschrieben:(24 Mar 2017, 22:05)

:rolleyes: wenn das ein Angeiffskrieg gewesen wäre,dann hielte jetzt irgendjemand Jugoslawien besetzt.
Die Entscheidung in einen Bürgerkrieg einzugreifen ist zwar alles andere als einfach und widerspruchslos,aber man kann nicht einfach solche Vokabeln wie “Angriffskrieg“ sinn und zusammenhangfrei benutzen wie es einem in den kruden Kram passt.

So,und jetzt seriös und langsam:
Ja,gerade der Jugoslawienkrieg ist ein Beispiel für die Konflikt eindämmende Wirkung der NATO.
Aus solchen lokalen Konflikten sind in 1000 Jahren europäischer Geschichte des öfteren Flächenbrände geworden. Über die jeweiligen Allianzen und Koalitionen.
Wie wir uns erinnern hatten z. B. Frankreich und Deutschland durchaus unterschiedliche Ansichten zum Fortbestand Jugoslawiens ......was in einem Europa vor 1949 eben dazu geführt hat,dass diese beiden Mächte dann auch noch direkt oder stellvertretermässig involviert werden.
Eben das -die Ausweitung und Kettenreaktion -wird verhindert,weil in einer supranationalen Organisation verhandelt und gemeinsam agiert werden muss.

Mich macht so ein kruder Schwachsinn ungeheuer wütend,gerade angesichts der europäischen und deutschen Geschichte. :mad2:

Warum immer so präzise?
Das macht doch Angst.
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Russlands Militärhaushalt

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 25. Mär 2017, 07:54

Welfenprinz hat geschrieben:(24 Mar 2017, 22:05)

:rolleyes: wenn das ein Angeiffskrieg gewesen wäre,dann hielte jetzt irgendjemand Jugoslawien besetzt.
Die Entscheidung in einen Bürgerkrieg einzugreifen ist zwar alles andere als einfach und widerspruchslos,aber man kann nicht einfach solche Vokabeln wie “Angriffskrieg“ sinn und zusammenhangfrei benutzen wie es einem in den kruden Kram passt.

So,und jetzt seriös und langsam:
Ja,gerade der Jugoslawienkrieg ist ein Beispiel für die Konflikt eindämmende Wirkung der NATO.
Aus solchen lokalen Konflikten sind in 1000 Jahren europäischer Geschichte des öfteren Flächenbrände geworden. Über die jeweiligen Allianzen und Koalitionen.
Wie wir uns erinnern hatten z. B. Frankreich und Deutschland durchaus unterschiedliche Ansichten zum Fortbestand Jugoslawiens ......was in einem Europa vor 1949 eben dazu geführt hat,dass diese beiden Mächte dann auch noch direkt oder stellvertretermässig involviert werden.
Eben das -die Ausweitung und Kettenreaktion -wird verhindert,weil in einer supranationalen Organisation verhandelt und gemeinsam agiert werden muss.

Mich macht so ein kruder Schwachsinn ungeheuer wütend,gerade angesichts der europäischen und deutschen Geschichte. :mad2:

ich habe was gegoogelt und fand viel verweisungen. von seite 1 kopierte ich einiges.
Sehr viel problematischer als ein Fall einzelstaatlicher Gewaltanwendung ist dagegen die humanitäre Intervention, also die Anwendung militärischer Gewalt zum Schutz der Bevölkerung im angegriffenen Staat. Hier geht es nicht um den Schutz des eigenen Gebiets oder der eigenen Staatsbürger, sondern um den Schutz der Menschenrechte, also eines objektiven Rechtsgutes der internationalen Gemeinschaft, im anderen Staat. Dieses Rechtsgut ist nicht nur in der UN-Charta, sondern in vielen völkerrechtlichen Verträgen verankert, im Prinzip also vom gleichen Rang wie das Gewaltverbot. Kann ein einzelner Staat daher berechtigt sein, sich gegenüber einem anderen zum Protektor dieses Allgemeininteresses aufzuschwingen, und dies auch noch mit Gewalt?


Im März 1999 aber meinten 19 NATO-Staaten, dass die Behandlung, welche die Albaner im Kosovo durch das serbische Regime unter Slobodan Milosevic' erfuhren, ein gewaltsames Eingreifen rechtfertigte. Die Reaktionen der anderen Staaten waren sehr unterschiedlich, keinesfalls also Ausdruck eines neuen Konsenses zur humanitären Intervention in der Völkergemeinschaft. Immerhin aber erscheint es wegen der breiten Beteiligung an der Intervention und der Zustimmung, die sie in Teilen der Staatengemeinschaft gefunden hat, nun möglich, dass sich hier eine gewohnheitsrechtliche Ausnahme vom völkerrechtlichen Gewaltverbot in der Entwicklung befindet

https://www.tagesschau.de/inland/syrien ... ht100.html
http://www.unric.org/de/charta
http://www.bpb.de/apuz/28036/gewalt-und ... echt?p=all
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Re: Russlands Militärhaushalt

Beitragvon Selina » Sa 25. Mär 2017, 08:12

Ein guter Kommentar von Jürgen Todenhöfer zum russischen Militärhaushalt, zur Rüstungsspirale generell, zur Nato und dazu, wie man abrüsten statt aufrüsten kann:

https://www.freitag.de/autoren/der-frei ... assensturz
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
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Re: Russlands Militärhaushalt

Beitragvon Cobra9 » So 26. Mär 2017, 09:13

Selina hat geschrieben:(25 Mar 2017, 08:12)

Ein guter Kommentar von Jürgen Todenhöfer zum russischen Militärhaushalt, zur Rüstungsspirale generell, zur Nato und dazu, wie man abrüsten statt aufrüsten kann:

https://www.freitag.de/autoren/der-frei ... assensturz


Ja ein Kommentar der einiges außer Acht lässt. Wenn Russland bsp. bereit wäre die


---> gegenseitigen Rüstungskontrollen in alter Form wieder zu akzeptieren
---> die Krim zurückzugeben, Operationen in der Ukraine einstellen würde usw.
---> die jeweilige Eigenständigkeit der Länder zu akzeptieren in beweisbarer From
---> seine schwarzen Kassen nicht für die Aufrüstung nutzen würde


wäre ein Ansatz mal da. Wird aber nicht passieren, mit der Arktis ist der nächste Zankapfel schon da. Dir ist wohl entgangen das die USA als Antwort auf Russland bsp. eine ihrer wenigen Gebirgsjägerdivisionen und eine komplette MEU in die Ecke verlegt haben. Dazu ein volles Geschwader F35, Verstärkung der Luftabwehr. Natürlich schützt Russland in der Arktis nur seine Bürger :p
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Re: Russlands Militärhaushalt

Beitragvon Cobra9 » So 26. Mär 2017, 09:23

theo hat geschrieben:(24 Mar 2017, 18:51)

die Nato hat sich in der Vergangenheit auch nicht gerade als besonders friedfertig gezeigt

Wettrüsten ist jedenfalls keine gute Idee, wenn man wirklich möchte, dass Europa friedlicher wird


Das sind ja mal wieder Argumente. Ja nicht eingehen auf
die Punkte das Russland mit den Ausgaben nicht die laufenden Projekte finanzieren könnte, aber die komischerweise immer wieder gesichtet werden. Nachrechnen sagte Ich bereits. Putin beendete die Rüstungskontrollen zudem Zeitpunkt als seine agressive Politik begann. Die Rüstungsprojekte real umgesetzt sprechen ihre eigene Sprache. Das Wettrüsten löste Russland aus mit seiner Politik, nicht die euro. Staaten. SIPRI mal nachlesen, steht es schwarz auf weiß wer abgerüstet und wer nicht :)

https://www.sipri.org/

Antwort...oh Russland. Selbst die USA senkten ihr Budget. Russland wird wie die Sowjetzone enden wenn es meint finanziell mit unseren Ausgaben im Bedarfsfall mithalten zu können
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Re: Russlands Militärhaushalt

Beitragvon Frank_Stein » So 26. Mär 2017, 11:14

Cobra9 hat geschrieben:(26 Mar 2017, 10:23)

Das sind ja mal wieder Argumente. Ja nicht eingehen auf
die Punkte das Russland mit den Ausgaben nicht die laufenden Projekte finanzieren könnte, aber die komischerweise immer wieder gesichtet werden. Nachrechnen sagte Ich bereits. Putin beendete die Rüstungskontrollen zudem Zeitpunkt als seine agressive Politik begann. Die Rüstungsprojekte real umgesetzt sprechen ihre eigene Sprache. Das Wettrüsten löste Russland aus mit seiner Politik, nicht die euro. Staaten. SIPRI mal nachlesen, steht es schwarz auf weiß wer abgerüstet und wer nicht :)

https://www.sipri.org/

Antwort...oh Russland. Selbst die USA senkten ihr Budget. Russland wird wie die Sowjetzone enden wenn es meint finanziell mit unseren Ausgaben im Bedarfsfall mithalten zu können



Man darf das ganze aber auch nicht losgelöst von der amerikanisch-europäischen Politik gegenüber Russland und
anderen osteuropäischen Staaten betrachten.
Das ist eine Art Henne-Ei-Problem.
Wer hat mit der Aggression angefangen? Wir sehen ja nicht, wie die Geheimdienste im Hintergrund wirken, um
Revolutionen anzuzetteln. Russland kann das aber eben auch - das Resultat sieht man nun im Ukraine-Konflikt.

Wir sind auch keine Engel - und wer frei ist von Sünde, der soll den ersten Stein werfen - aber es ist niemand frei von Sünde.
Demokratie ist zu wichtig, um sie dem Volk zu überlassen.
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Re: Russlands Militärhaushalt

Beitragvon Ger9374 » So 26. Mär 2017, 11:42

theo hat geschrieben:(26 Mar 2017, 12:14)

Man darf das ganze aber auch nicht losgelöst von der amerikanisch-europäischen Politik gegenüber Russland und
anderen osteuropäischen Staaten betrachten.
Das ist eine Art Henne-Ei-Problem.
Wer hat mit der Aggression angefangen? Wir sehen ja nicht, wie die Geheimdienste im Hintergrund wirken, um
Revolutionen anzuzetteln. Russland kann das aber eben auch - das Resultat sieht man nun im Ukraine-Konflikt.

Wir sind auch keine Engel - und wer frei ist von Sünde, der soll den ersten Stein werfen - aber es ist niemand frei von Sünde.


Weltmächte machen Politik nach ihrem Ermessen.
Dazu wählen sie auch das Mittel Soldaten und Waffen für die Durchsetzung ihrer Politik einzusetzen.Das ist unbestritten. Das fatale ist das Russland mit minimalen Mitteln seit Jahren seine Interessen geschickt durchsetzt. Mehr oder weniger beachtet von der Welt. Dann der Knall mit der Krim, wer hat da in Russland überreagiert.
Einen souveränen Staat anzugreifen. Das die Politischen Pfeile der Ukraine Richtung Westen gingen ? Nato?
Der Westen hätte schon drauf geachtet das die Ukraine nicht zu schnell die Russen provoziert.
Vielleicht Warteschlange, Anpassungen der Rechtsverhältnisse ect.
Alles hätte erstmal zur Ruhe kommen müssen.
Die Krim oder Zugänge zu einer Teil autonomisierten Krim , alles denkbar.
Militärhafen auf Pachtzeit, geht vieles.
Der Westen hätte auf die Ukraine als Vermittler einwirken können. Die Regierung der Ukraine war doch auch nicht sattelfest!
Warum der Kriegshammer, auch Europa hätte mitreden können, gerade Deutschland.
Der Kanonendonner vor Europas Haustür hat Russland viel Vertrauen gekostet. Ein Phyrrussieg!
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
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Re: Russlands Militärhaushalt

Beitragvon Frank_Stein » So 26. Mär 2017, 12:02

Ger9374 hat geschrieben:(26 Mar 2017, 12:42)

Weltmächte machen Politik nach ihrem Ermessen.
Dazu wählen sie auch das Mittel Soldaten und Waffen für die Durchsetzung ihrer Politik einzusetzen.Das ist unbestritten. Das fatale ist das Russland mit minimalen Mitteln seit Jahren seine Interessen geschickt durchsetzt. Mehr oder weniger beachtet von der Welt. Dann der Knall mit der Krim, wer hat da in Russland überreagiert.
Einen souveränen Staat anzugreifen. Das die Politischen Pfeile der Ukraine Richtung Westen gingen ? Nato?
Der Westen hätte schon drauf geachtet das die Ukraine nicht zu schnell die Russen provoziert.
Vielleicht Warteschlange, Anpassungen der Rechtsverhältnisse ect.
Alles hätte erstmal zur Ruhe kommen müssen.
Die Krim oder Zugänge zu einer Teil autonomisierten Krim , alles denkbar.
Militärhafen auf Pachtzeit, geht vieles.
Der Westen hätte auf die Ukraine als Vermittler einwirken können. Die Regierung der Ukraine war doch auch nicht sattelfest!
Warum der Kriegshammer, auch Europa hätte mitreden können, gerade Deutschland.
Der Kanonendonner vor Europas Haustür hat Russland viel Vertrauen gekostet. Ein Phyrrussieg!



die USA waren am Putsch gegen die ukrainische Regierung nicht unbeteiligt
immerhin war die damalige Regierung mehrheitlich mit den Stimmen in der Ostukraine gewählt worden und
deren Stimmen wurden durch den Putsch als wertlos erachtet. Es ist also durchaus verständlich, dass die
Menschen sich unter diesen Umständen nicht mehr verstanden fühlten und sich von den Putschisten lossagen
wollten.
Dass die Verträge mit der EU nicht unterschrieben worden sind - was ja als Ursache für die Demonstrationen
gilt - lag eben auch daran, dass die ausgehandelten Ergebnisse nicht im Interesse der Ukraine standen. Der
Preis, den die Ukraine hätte zahlen müssen, war zu groß. Die damit verbundene Reduzierung des Handels
mit Russland konnte durch den Handel mit der EU nicht kompensiert werden.
Das hätten die EU-Verhandlungsführer vorher wissen können und man hätte von Anfang an Russland mit
und Vertreter des Ostens der Ukraine mit in die Verhandlungen einbeziehen müssen.
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Re: Russlands Militärhaushalt

Beitragvon Nomen Nescio » So 26. Mär 2017, 12:32

theo hat geschrieben:(26 Mar 2017, 12:14)

Man darf das ganze aber auch nicht losgelöst von der amerikanisch-europäischen Politik gegenüber Russland und
anderen osteuropäischen Staaten betrachten.
Das ist eine Art Henne-Ei-Problem.
Wer hat mit der Aggression angefangen? Wir sehen ja nicht, wie die Geheimdienste im Hintergrund wirken, um
Revolutionen anzuzetteln. Russland kann das aber eben auch - das Resultat sieht man nun im Ukraine-Konflikt.

Wir sind auch keine Engel - und wer frei ist von Sünde, der soll den ersten Stein werfen - aber es ist niemand frei von Sünde.

1. henne-ei problem besteht nicht. eine protol- oder prea-henne legte ein mutiertes ei. das erste echte ei. :p

2. es hängt davon ab was du aggression nennst. rußland untersagt FREIE länder das recht der selbstverwaltung. dazu gehört u.a. selbst freunde und nicht-freunde zu wählen. vide moldawien und georgien.
das freie länder gerne von den möglichkeiten profitieren wollen, ist logisch. so sehen sie z.b. daß im westen europas die länder wirtschaflich viel weiter sind und viel reicher. auch wird davon gesagt daß die menschen dort zu den glücklichsten der welt gehören. das konnte man alles bestimmt nicht sagen von den sowjetstaaten.
sie willen erbgo anschluß am reichen FREIEN westen. und das gefällt nur mal rußland nicht.

3. rußland - oder besser kann man sagen putin - kann das nicht erlauben. denn unzweifelhaft käme sonst der moment, daß die russen dasselbe wollten. und daas wäre das ende von putin und seiner clique. die möglichkeit zu grapschen in rußlands einnahmen wäre dann nicht nur vorbei, sondern putin müßte auch fürchten vorm gericht geladen zu werden.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
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Re: Russlands Militärhaushalt

Beitragvon Frank_Stein » So 26. Mär 2017, 12:41

Nomen Nescio hat geschrieben:(26 Mar 2017, 13:32)

1. henne-ei problem besteht nicht. eine protol- oder prea-henne legte ein mutiertes ei. das erste echte ei. :p

2. es hängt davon ab was du aggression nennst. rußland untersagt FREIE länder das recht der selbstverwaltung. dazu gehört u.a. selbst freunde und nicht-freunde zu wählen. vide moldawien und georgien.
das freie länder gerne von den möglichkeiten profitieren wollen, ist logisch. so sehen sie z.b. daß im westen europas die länder wirtschaflich viel weiter sind und viel reicher. auch wird davon gesagt daß die menschen dort zu den glücklichsten der welt gehören. das konnte man alles bestimmt nicht sagen von den sowjetstaaten.
sie willen erbgo anschluß am reichen FREIEN westen. und das gefällt nur mal rußland nicht.

3. rußland - oder besser kann man sagen putin - kann das nicht erlauben. denn unzweifelhaft käme sonst der moment, daß die russen dasselbe wollten. und daas wäre das ende von putin und seiner clique. die möglichkeit zu grapschen in rußlands einnahmen wäre dann nicht nur vorbei, sondern putin müßte auch fürchten vorm gericht geladen zu werden.


einen Beitrittskandidaten Ukraine - daran hat Deutschland nicht wirklich Interesse.
Willst Du Deine Frühstücksmilch aus Tschernobyl haben? oder deine Pfifferlinge und das Getreide für Dein Brot oder als Futter für die Tiere, die Du essen willst?

Die wollen vor allem auch Geld aus dem EU-Haushalt haben - und dieses Geld zahlt am Ende auch Deutschland oder die Niederlande als Nettobeitragzahler.
Ich bin daher den Niederländern sehr dankbar, dass ihre Volksabstimmung zu einem Nein führte.


Wenn die Ukraine so verhandelt, dass die Westukrainer von den Verträgen profitieren - die Ostukrainer aber zu den Verlierern zählen, dann dürfen sie sich nicht wundern, wenn das Land am Ende gespalten ist - und Russland sich auf die Seite der Ostukrainer schlägt.
Das war ein Bürgerkrieg mit Ansage - das hätte man kommen sehen können. Am Ende haben alle verloren.
Demokratie ist zu wichtig, um sie dem Volk zu überlassen.
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Re: Russlands Militärhaushalt

Beitragvon Nomen Nescio » So 26. Mär 2017, 12:57

theo hat geschrieben:(26 Mar 2017, 13:41)

einen Beitrittskandidaten Ukraine - daran hat Deutschland nicht wirklich Interesse.
Willst Du Deine Frühstücksmilch aus Tschernobyl haben? oder deine Pfifferlinge und das Getreide für Dein Brot oder als Futter für die Tiere, die Du essen willst?

du verstehst offensichtlich nicht was qualitätskontrollen sind.

theo hat geschrieben:(26 Mar 2017, 13:41)Die wollen vor allem auch Geld aus dem EU-Haushalt haben - und dieses Geld zahlt am Ende auch Deutschland oder die Niederlande als Nettobeitragzahler.
Ich bin daher den Niederländern sehr dankbar, dass ihre Volksabstimmung zu einem Nein führte.

ich zahle nicht gerne. immerhin ist es doch noch viel billiger als krieg führen. und zahlte sich HOFFENTLICH am ende aus. nur muß die kontrollen darauf gut und unabhängig sein. vide die mittelmeerländer. :rolleyes:

theo hat geschrieben:(26 Mar 2017, 13:41)Wenn die Ukraine so verhandelt, dass die Westukrainer von den Verträgen profitieren - die Ostukrainer aber zu den Verlierern zählen, dann dürfen sie sich nicht wundern, wenn das Land am Ende gespalten ist - und Russland sich auf die Seite der Ostukrainer schlägt.
Das war ein Bürgerkrieg mit Ansage - das hätte man kommen sehen können. Am Ende haben alle verloren.

das UND verstehe ich nicht... rußland mischt sich ja in internen sachen eines unabhängigen landes
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Re: Russlands Militärhaushalt

Beitragvon Ger9374 » So 26. Mär 2017, 13:32

Nomen Nescio hat geschrieben:(26 Mar 2017, 13:57)

du verstehst offensichtlich nicht was qualitätskontrollen sind.


ich zahle nicht gerne. immerhin ist es doch noch viel billiger als krieg führen. und zahlte sich HOFFENTLICH am ende aus. nur muß die kontrollen darauf gut und unabhängig sein. vide die mittelmeerländer. :rolleyes:


das UND verstehe ich nicht... rußland mischt sich ja in internen sachen eines unabhängigen landes





Das ist es was viele User gerne unter den Tisch fallen lassen, die Ukraine ist ein Souveräner Staat!
Das ist es was die Alarmglocken bummeln lässt.
Eine unsichtbare aber einzuhaltende Grenze würde überschritten.Was wenn die Ukraine noch
Atomwaffen gehabt hätte? Auch die anderen Nachbarn Russlands dürfen ahnen mit wem sie ihre Grenzen teilen. Misstrauen schürt jetzt die Bereitschaft zum Aufrüsten, völlig unnötig!
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

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Re: Russlands Militärhaushalt

Beitragvon Frank_Stein » So 26. Mär 2017, 14:04

Nomen Nescio hat geschrieben:(26 Mar 2017, 13:57)

du verstehst offensichtlich nicht was qualitätskontrollen sind.


ich zahle nicht gerne. immerhin ist es doch noch viel billiger als krieg führen. und zahlte sich HOFFENTLICH am ende aus. nur muß die kontrollen darauf gut und unabhängig sein. vide die mittelmeerländer. :rolleyes:


das UND verstehe ich nicht... rußland mischt sich ja in internen sachen eines unabhängigen landes



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Re: Russlands Militärhaushalt

Beitragvon Frank_Stein » So 26. Mär 2017, 14:09

Ger9374 hat geschrieben:(26 Mar 2017, 14:32)

Das ist es was viele User gerne unter den Tisch fallen lassen, die Ukraine ist ein Souveräner Staat!
Das ist es was die Alarmglocken bummeln lässt.
Eine unsichtbare aber einzuhaltende Grenze würde überschritten.Was wenn die Ukraine noch
Atomwaffen gehabt hätte? Auch die anderen Nachbarn Russlands dürfen ahnen mit wem sie ihre Grenzen teilen. Misstrauen schürt jetzt die Bereitschaft zum Aufrüsten, völlig unnötig!



nun - die Ostukrainer sehen das eben so, dass die Ukraine mind. 2 unabhängige Staaten sind


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Re: Russlands Militärhaushalt

Beitragvon Darkfire » So 26. Mär 2017, 15:06

theo hat geschrieben:(26 Mar 2017, 15:09)

nun - die Ostukrainer sehen das eben so, dass die Ukraine mind. 2 unabhängige Staaten sind
.


Dir ist schon klar daß es eben kein Konflikt West gegen Ostukraine war, sondern die Ostukrainer selbst die Russisch unterstützen Warlords gestoppt haben.
Informiere dich mal über den Ablauf bevor du die von Russland verbreitete Prophaganda nachbetest.
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Re: Russlands Militärhaushalt

Beitragvon Cobra9 » Mo 27. Mär 2017, 06:43

theo hat geschrieben:(26 Mar 2017, 12:14)

Man darf das ganze aber auch nicht losgelöst von der amerikanisch-europäischen Politik gegenüber Russland und
anderen osteuropäischen Staaten betrachten.
Das ist eine Art Henne-Ei-Problem.
Wer hat mit der Aggression angefangen? Wir sehen ja nicht, wie die Geheimdienste im Hintergrund wirken, um
Revolutionen anzuzetteln. Russland kann das aber eben auch - das Resultat sieht man nun im Ukraine-Konflikt.

Wir sind auch keine Engel - und wer frei ist von Sünde, der soll den ersten Stein werfen - aber es ist niemand frei von Sünde.


Willst Du mir erklären das die Politik das man eigenständige Staaten auch eigenständige Entscheidungen treffen lassen muss, etwa neuerdings dem Wunsch von Agressoren unterordnen muss ? Ich glaube es geht los. Russland ist der einzige Staat wo seit langem eine Besetzung mit Militär dauerhaft durchführte. Seit Jahrzehnten und noch dazu einen Terrorkrieg auslöst sowie unterstützt. Es ist dazu beteiligt in Georgien, Syrien, Moldawien.

Russland begann mit der Agression und Russland brach die Verträge.
Anton Tschechow

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Re: Russlands Militärhaushalt

Beitragvon Cobra9 » Mo 27. Mär 2017, 06:55

theo hat geschrieben:(26 Mar 2017, 15:09)

nun - die Ostukrainer sehen das eben so, dass die Ukraine mind. 2 unabhängige Staaten sind


MOD

Hetze §5.2

MOD



Deine Meinung ist falsch. Die Ukraine haben auch im Osten der Ukraine mehrheitlich den Terroristen deutlich gemacht was Sie von Ihnen halten und aus dem Land gejagt. Warum gab man den das tolle NeuRussland auf ? Weil die Sepas nicht in den Städten wie Mairupol, Charkiw, Odessa und Dnipropetrowsk irgendeine Chance hatten die Menschen langfristig zu überzeugen. Die jagten die Sepas raus.

Lies doch mal nach wie die realistische Seite aussieht

https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%B6de ... eurussland


Was aber im überigen hat das mit dem russ. Etat für Verteidigung zu tun ? Gut Russland belastet seine Kassen durch illegale Kriege, Finanzierung von "Verbündeten" usw. massiv. Aber es ist ein Pünktlein im PR Krieg. Russland hat seinen Etat nur PR mässig reduziert.

Weil auch russ. Waffen kosten Geld und wenn man sieht was geplant ist, sowie real in die Streitkräfte kommt passt es nicht.
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