Russlands Außenpolitk und ihre Folgen

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zollagent
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Re: Russlands Außenpolitk und ihre Folgen

Beitragvon zollagent » Mo 8. Okt 2018, 10:21

Everythingchanges hat geschrieben:(08 Oct 2018, 10:51)

Wenn du das könntest bzw. wahrscheinlich eher wolltest, würdest du wohl kaum Italien und Russlandvergleiche bemühen.
Gerade wenn du dir die wirtschaftlichen Fakten anschaust. ;)

Italien ist KEIN autoritärer Staat, Russland schon.

Aber in einem hast du Recht, ich habe Italien schwächer eingeschätzt, als es ist. Russland kann nicht mal mit denen mithalten.
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TheManFromDownUnder
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Re: Russlands Außenpolitk und ihre Folgen

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mo 8. Okt 2018, 10:40

zollagent hat geschrieben:(08 Oct 2018, 11:21)

Italien ist KEIN autoritärer Staat, Russland schon.

Aber in einem hast du Recht, ich habe Italien schwächer eingeschätzt, als es ist. Russland kann nicht mal mit denen mithalten.


Italien mit Russland zu vergleichen ist irrsinnig. Seit wann ist Ialien eine Welttmacht? Hat Italien das atomare Potential diese Welt mehrfach zu vernichten? Bedroht Italien ein anderes Land?

Abgesehen davon. Russland's Aussenpolitik ist daruaf ausrechichtet die Nato zu schwaechen, die EU zu schwaechen bis zu dem Zeitpunkt wo Putin glaubt er koenne ohne Konsequenzen, die baltischen Staaten, ewventuell Polen und "Aufgepasst Deutsche" den Osten Deutschlands wieder in den russischen Machtbereich einzugliedern. Gerne haette Russland die ganze Ukraine heim ins Reich genommen aber der Widerstand ist zu gross. Putin gibt nicht auf

Die Einflussnahme auf Wahlen in den USA und Trump als Folge, die Einflussnahme auf Wahlen in Europa und die Unterstuetzung der Rechtspopulisten und Putin Trolle, das alles zielt nur auf eines hin. Die Unterwerfung der reien Welt und Verwirklichgung der Weltherccher Traueme des Vladimir Putin.
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Re: Russlands Außenpolitk und ihre Folgen

Beitragvon zollagent » Mo 8. Okt 2018, 11:13

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(08 Oct 2018, 11:40)

Italien mit Russland zu vergleichen ist irrsinnig. Seit wann ist Ialien eine Welttmacht? Hat Italien das atomare Potential diese Welt mehrfach zu vernichten? Bedroht Italien ein anderes Land?

Abgesehen davon. Russland's Aussenpolitik ist daruaf ausrechichtet die Nato zu schwaechen, die EU zu schwaechen bis zu dem Zeitpunkt wo Putin glaubt er koenne ohne Konsequenzen, die baltischen Staaten, ewventuell Polen und "Aufgepasst Deutsche" den Osten Deutschlands wieder in den russischen Machtbereich einzugliedern. Gerne haette Russland die ganze Ukraine heim ins Reich genommen aber der Widerstand ist zu gross. Putin gibt nicht auf

Die Einflussnahme auf Wahlen in den USA und Trump als Folge, die Einflussnahme auf Wahlen in Europa und die Unterstuetzung der Rechtspopulisten und Putin Trolle, das alles zielt nur auf eines hin. Die Unterwerfung der reien Welt und Verwirklichgung der Weltherccher Traueme des Vladimir Putin.

Du beschreibst es ganz gut. Russland ist der Staat, der sich in erster Linie auf eine überdimensionierte militärische Macht stützt und Politik in erster Linie auf Hegemonisierung der und Einflußnahme auf Andere versteht. Ich habe den Italien-Vergleich deswegen gezogen, weil zu der weltbeherrschenden Rolle, die die Russische Führung anstrebt, bzw. besser ausgedrückt, von der sie träumt, auch eine wirtschaftliche Potenz gehört, die Russland schlichtweg nicht hat.
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Re: Russlands Außenpolitk und ihre Folgen

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 8. Okt 2018, 14:45

NL hatte deN russischen botschafter bestellt um ihm ein protest zu überreichen über das handeln der vier ertappte GRU-spionen.
und jetzt hat R den NL-botschafter beschieden weil es protestiert gegen das »rußland bashing« (meine worte).

diesmal waren es, laut der russische außenminister, normale spezialisten die in ihre arbeit gestört wurden. :rolleyes: :D :thumbup:
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Re: Russlands Außenpolitk und ihre Folgen

Beitragvon Europa2050 » Mo 8. Okt 2018, 14:50

Nomen Nescio hat geschrieben:(08 Oct 2018, 15:45)

...

diesmal waren es, laut der russische außenminister, normale spezialisten die in ihre arbeit gestört wurden. :rolleyes: :D :thumbup:


Da kann ich den Lavrov zum ersten Mal seit Jahren verstehen.

Ich werd auf der Autobahn auch immer von Niederländern bei der Arbeit gestört. Und ich bin auch Spezialist, vor Allem auf der Strecke Nürnberg-München! ;)
Nationalismus lehrt Dich,
stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
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Re: Russlands Außenpolitk und ihre Folgen

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 8. Okt 2018, 18:23

Europa2050 hat geschrieben:(08 Oct 2018, 15:50)

Da kann ich den Lavrov zum ersten Mal seit Jahren verstehen.

Ich werd auf der Autobahn auch immer von Niederländern bei der Arbeit gestört. Und ich bin auch Spezialist, vor Allem auf der Strecke Nürnberg-München! ;)

er sagte aber nicht was ihr spezialismus ist.
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Re: Russlands Außenpolitk und ihre Folgen

Beitragvon zollagent » Mo 8. Okt 2018, 18:53

Nomen Nescio hat geschrieben:(08 Oct 2018, 15:45)

NL hatte deN russischen botschafter bestellt um ihm ein protest zu überreichen über das handeln der vier ertappte GRU-spionen.
und jetzt hat R den NL-botschafter beschieden weil es protestiert gegen das »rußland bashing« (meine worte).

diesmal waren es, laut der russische außenminister, normale spezialisten die in ihre arbeit gestört wurden. :rolleyes: :D :thumbup:

Reklamiert jetzt Russland, daß die anderen Staaten seine Geheimdienstler auf ihrem Territorium arbeiten lassen MÜSSEN? Fangen die jetzt ganz an, durchzudrehen? :D :D
Zuletzt geändert von zollagent am Mo 8. Okt 2018, 21:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Russlands Außenpolitk und ihre Folgen

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 8. Okt 2018, 19:50

zollagent hat geschrieben:(08 Oct 2018, 19:53)

Reklamiert jetzt Russland, daß die anderen Staaten seine Geheimdienstler auf ihrem Territorium arbeiten lassen MUSS? Fangen die jetzt ganz an, durchzudrehen? :D :D

sie finden das ähnlich wie »bashing«. es waren ja ordinäre (??) spezialisten.
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Re: Russlands Außenpolitk und ihre Folgen

Beitragvon zollagent » Mo 8. Okt 2018, 21:09

Nomen Nescio hat geschrieben:(08 Oct 2018, 20:50)

sie finden das ähnlich wie »bashing«. es waren ja ordinäre (??) spezialisten.

Da kommt auch etwas Ähnliches wie Trumps Narzissmus heraus. Der meint auch, er dürfe alles, was ihm einfällt.
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Re: Russlands Außenpolitk und ihre Folgen

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 8. Okt 2018, 22:05

zollagent hat geschrieben:(08 Oct 2018, 22:09)

Da kommt auch etwas Ähnliches wie Trumps Narzissmus heraus. Der meint auch, er dürfe alles, was ihm einfällt.

wir hatten es falsch. soeben wurde bekannt gemacht daß die apparatur im wagen dazu diente um den russischen botschaft zu testen. :eek: :thumbup:
es ähnelt MH17. neue ergänzungen. war es nicht monthy pyton mit »wait for me«??
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Re: Russlands Außenpolitk und ihre Folgen

Beitragvon zollagent » Mo 8. Okt 2018, 22:29

Nomen Nescio hat geschrieben:(08 Oct 2018, 23:05)

wir hatten es falsch. soeben wurde bekannt gemacht daß die apparatur im wagen dazu diente um den russischen botschaft zu testen. :eek: :thumbup:
es ähnelt MH17. neue ergänzungen. war es nicht monthy pyton mit »wait for me«??

Klar doch "die Botschaft testen". Das ginge zu Hause ohne großes Aufsehen.
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Re: Russlands Außenpolitk und ihre Folgen

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 8. Okt 2018, 22:31

zollagent hat geschrieben:(08 Oct 2018, 23:29)

Klar doch "die Botschaft testen". Das ginge zu Hause ohne großes Aufsehen.

:D :thumbup:
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Re: Russlands Außenpolitk und ihre Folgen

Beitragvon Everythingchanges » Di 9. Okt 2018, 11:48

Die Welt für die russischen Milliardäre in GB/USA-Sphären wird immer ungemütlicher:

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... sitesearch
https://nypost.com/2018/10/08/feds-free ... e-mansion/
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Re: Russlands Außenpolitk und ihre Folgen

Beitragvon Everythingchanges » Di 9. Okt 2018, 12:17

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(08 Oct 2018, 11:40)


Abgesehen davon. Russland's Aussenpolitik ist daruaf ausrechichtet die Nato zu schwaechen, die EU zu schwaechen bis zu dem Zeitpunkt wo Putin glaubt er koenne ohne Konsequenzen, die baltischen Staaten, ewventuell Polen und "Aufgepasst Deutsche" den Osten Deutschlands wieder in den russischen Machtbereich einzugliedern. Gerne haette Russland die ganze Ukraine heim ins Reich genommen aber der Widerstand ist zu gross. Putin gibt nicht auf



Wie kommst du denn auf so eine extreme Ansicht?
Russland hat genug mit der Krim und der Unterstützung des Donbass und der Stabilisierung Syriens in ihrem Sinne zu tun.
Die wissen ganz genau, dass ihnen die Ressourcen fehlen, um einen auf SU 2.0 zu machen. Vielmehr achten sie sehr darauf, dass sich ein Engagement lohnt/rechnet.
Die Budgets für ihre Einsätze sind sehr klein. Gerade, wenn man sich anschaut, was sie damit holen.

Zudem ist auch an der Entwicklung der letzten Jahrzehnte zu sehen, dass es kein nachhaltiger Ansatz ist, Ländereien zu übernehmen, in denen die Bevölkerung das nicht will. (zb. wie viele Russen/Mittel sollen die nach Polen schicken, um ein 60 Mio-Volk zu kontrollieren?)
Vielmehr spielt sich die Hegemonie heute mit Vertragswerken ala Freihandelsabkommen oä. ab. Man bietet ein paar Vorteile und macht die Länder langsam abhängig, aber lässt die bestehen, damit man die Probleme nicht an der Backe hat. Die Europäische Nachbarschaftsabkommen waren ein Paradebeispiel dafür. Da konnte man die EU-Softpower perfekt auf die Straße bringen.
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Re: Russlands Außenpolitk und ihre Folgen

Beitragvon Nomen Nescio » Di 9. Okt 2018, 14:24

Everythingchanges hat geschrieben:(09 Oct 2018, 13:17)

Wie kommst du denn auf so eine extreme Ansicht?
Russland hat genug mit der Krim und der Unterstützung des Donbass und der Stabilisierung Syriens in ihrem Sinne zu tun.
Die wissen ganz genau, dass ihnen die Ressourcen fehlen, um einen auf SU 2.0 zu machen. Vielmehr achten sie sehr darauf, dass sich ein Engagement lohnt/rechnet.
Die Budgets für ihre Einsätze sind sehr klein. Gerade, wenn man sich anschaut, was sie damit holen.

Zudem ist auch an der Entwicklung der letzten Jahrzehnte zu sehen, dass es kein nachhaltiger Ansatz ist, Ländereien zu übernehmen, in denen die Bevölkerung das nicht will. (zb. wie viele Russen/Mittel sollen die nach Polen schicken, um ein 60 Mio-Volk zu kontrollieren?)
Vielmehr spielt sich die Hegemonie heute mit Vertragswerken ala Freihandelsabkommen oä. ab. Man bietet ein paar Vorteile und macht die Länder langsam abhängig, aber lässt die bestehen, damit man die Probleme nicht an der Backe hat. Die Europäische Nachbarschaftsabkommen waren ein Paradebeispiel dafür. Da konnte man die EU-Softpower perfekt auf die Straße bringen.

putin hat deutlich gemacht, daß er die zergliederung der SU die größte katastrophe des 20. jhdts fand. und daß er HOFFT daß die sich bedenken werden.

und die bevölkerung nicht will? vide tschetschenien.
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Re: Russlands Außenpolitk und ihre Folgen

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 10. Okt 2018, 00:09

Everythingchanges hat geschrieben:(09 Oct 2018, 13:17)

Wie kommst du denn auf so eine extreme Ansicht?
Russland hat genug mit der Krim und der Unterstützung des Donbass und der Stabilisierung Syriens in ihrem Sinne zu tun.
Die wissen ganz genau, dass ihnen die Ressourcen fehlen, um einen auf SU 2.0 zu machen. Vielmehr achten sie sehr darauf, dass sich ein Engagement lohnt/rechnet.
Die Budgets für ihre Einsätze sind sehr klein. Gerade, wenn man sich anschaut, was sie damit holen.

Zudem ist auch an der Entwicklung der letzten Jahrzehnte zu sehen, dass es kein nachhaltiger Ansatz ist, Ländereien zu übernehmen, in denen die Bevölkerung das nicht will. (zb. wie viele Russen/Mittel sollen die nach Polen schicken, um ein 60 Mio-Volk zu kontrollieren?)
Vielmehr spielt sich die Hegemonie heute mit Vertragswerken ala Freihandelsabkommen oä. ab. Man bietet ein paar Vorteile und macht die Länder langsam abhängig, aber lässt die bestehen, damit man die Probleme nicht an der Backe hat. Die Europäische Nachbarschaftsabkommen waren ein Paradebeispiel dafür. Da konnte man die EU-Softpower perfekt auf die Straße bringen.


Putin hat es klar gemacht dass der Zerfall der SU eine Katastrophe war. Die ganze Politik Russlands zielt auf eine Schwaechung westlicher Buendnisse hin und unterstuetzt Rechtspopulisten (die meisten sind Putin Glauebige) versucht Wahlen zu beienflussen (siehe USA) usw.

Man muss schon ein Moron oder ein Putin Troll sein um Freihandelsabkommen oder die EU auch nur annaehernd mit Hegemonie a la SU zu vergleichen.
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Re: Russlands Außenpolitk und ihre Folgen

Beitragvon Everythingchanges » Mi 10. Okt 2018, 13:15

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(10 Oct 2018, 01:09)

1.
Putin hat es klar gemacht dass der Zerfall der SU eine Katastrophe war. Die ganze Politik Russlands zielt auf eine Schwaechung westlicher Buendnisse hin und unterstuetzt Rechtspopulisten (die meisten sind Putin Glauebige) versucht Wahlen zu beienflussen (siehe USA) usw.

2.
Man muss schon ein Moron oder ein Putin Troll sein um Freihandelsabkommen oder die EU auch nur annaehernd mit Hegemonie a la SU zu vergleichen.


1.
Das berühmte Zitat zur Katastrophe... Lies dir die Rede durch und du wirst sehen, dass dieses Zitat nichts mit Expansion zu tun hatte:
http://en.kremlin.ru/events/president/transcripts/22931

Wir kommen hier wieder an den Punkt, wo man sich fragen muss, ob das nun so besondere Eigenschaften sind, dass sich solche extremen Ansichten damit rechtfertigen lassen:
Wollen "wir" nicht auch andere schwächen?
Unterstützten wir nicht auch Extreme in anderen Ländern?
Wollen wir nicht auch uns genehme Regierungen in anderen Ländern?
usw.

Würdest du nun ableiten, dass alle Staaten, auf die das zutrifft ähnlich unterwegs sind, wie du es Russland zuschreibst?
Ich bezweifle es :D

2.
Oder man muss sich ein wenig mit der Geschichte auseinandersetzen.
Marktzugänge und das Bestimmen von Regeln sind der Kern von Hegemonie und genau das leitet die Politik des so genannten Westens schon seit ca. 500 Jahren (Andere natürlich auch, aber die waren nicht so erfolgreich damit). Fremdes Land zu übernehmen ist nur eine Extremform davon (und früher eher üblich als heute). Andere Methoden sind viel effektiver.

auch wenn es ein anderes Thema ist:
Glaubst du wirklich, dass die EU Ländern aus reiner Nächstenliebe Abkommen anbietet, bei denen diese Länder alle in Vorleistungen treten müssen?
Dabei geht es vor allem um Marktzugang/Expansion zu "unseren" Regeln und um Sicherheitsaspekte. Die Folge kann man sich heute im Osten der EU anschauen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der ... _Osteuropa
Es gibt im Grunde nur Staatsunternehmen und Unternehmen, die "westliche" Eigentümer haben. Das ist natürlich kein Zufall.
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Re: Russlands Außenpolitk und ihre Folgen

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 10. Okt 2018, 20:45

Everythingchanges hat geschrieben:(10 Oct 2018, 14:15)

1.
Das berühmte Zitat zur Katastrophe... Lies dir die Rede durch und du wirst sehen, dass dieses Zitat nichts mit Expansion zu tun hatte:
http://en.kremlin.ru/events/president/transcripts/22931

putin hat offensichtlich gesagt
»die besetzten gebiete werden wie staatsgebiete rußlands behandelt.
rußland wolle demnach dauerhaft die politische verantwortung in der region übernehmen«.
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Re: Russlands Außenpolitk und ihre Folgen

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 11. Okt 2018, 00:56

Everythingchanges hat geschrieben:(10 Oct 2018, 14:15)

1.
Das berühmte Zitat zur Katastrophe... Lies dir die Rede durch und du wirst sehen, dass dieses Zitat nichts mit Expansion zu tun hatte:
http://en.kremlin.ru/events/president/transcripts/22931

Wir kommen hier wieder an den Punkt, wo man sich fragen muss, ob das nun so besondere Eigenschaften sind, dass sich solche extremen Ansichten damit rechtfertigen lassen:
Wollen "wir" nicht auch andere schwächen?
Unterstützten wir nicht auch Extreme in anderen Ländern?
Wollen wir nicht auch uns genehme Regierungen in anderen Ländern?
usw.

Würdest du nun ableiten, dass alle Staaten, auf die das zutrifft ähnlich unterwegs sind, wie du es Russland zuschreibst?
Ich bezweifle es :D

2.
Oder man muss sich ein wenig mit der Geschichte auseinandersetzen.
Marktzugänge und das Bestimmen von Regeln sind der Kern von Hegemonie und genau das leitet die Politik des so genannten Westens schon seit ca. 500 Jahren (Andere natürlich auch, aber die waren nicht so erfolgreich damit). Fremdes Land zu übernehmen ist nur eine Extremform davon (und früher eher üblich als heute). Andere Methoden sind viel effektiver.

auch wenn es ein anderes Thema ist:
Glaubst du wirklich, dass die EU Ländern aus reiner Nächstenliebe Abkommen anbietet, bei denen diese Länder alle in Vorleistungen treten müssen?
Dabei geht es vor allem um Marktzugang/Expansion zu "unseren" Regeln und um Sicherheitsaspekte. Die Folge kann man sich heute im Osten der EU anschauen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der ... _Osteuropa
Es gibt im Grunde nur Staatsunternehmen und Unternehmen, die "westliche" Eigentümer haben. Das ist natürlich kein Zufall.


1. Das Zitat,»die besetzten gebiete werden wie staatsgebiete rußlands behandelt",
ist eindeutig und ich kenne keine Staaten mit eventuell Ausnahme von China auf die ein solches Zitat zutrifft.


2.
Ich bleibe dabei das jeglicher Vergleich der Zugehoerigkeit zur EU mit der Zugehoerigkeit zur SU absurd ist.

Es ist vollkommen normal das Staaten die sich einem Buednis anschliessen gewissen Regeln befolgen, die gleiche Interessenlage haben und das es fuer Mitgliedschaft Voraussetzungen gibt. Ansonsten ist es kein Buendnis. Gemeinsam ist besser als allein wenn es um Sicherheitsaspekte und Wirtschaft geht. In einem globalen Zeitalter ist es vollkommen normal das die Eigentuemer von Unternehmen nicht zwangslauefig dort angesiedelt sind wo das Unternehmen ist. Das ist weltweit so. US Unternehmen haben deutsche Eigentuemer (zB Monsanto gehoert zu Bayer), US Unternehmen besitzen deutsche Unternehmen (zB Ford), China investiert im Ausland. Ich kennen ein paar mittelstaendische deutsche Unternehmen die chinesischen Interessen gehoeren. Das es sowenig globale Unternehmen mit Sitz Osteuropa gibt liegt daran das die kommunistische Planwirtschaft nichts nenneswertes, konkurrenzfaehiges und profitables hervorbrachte. Nach dem Fall der SU wurden viele Unternehmen von westlichen Firmen saniert und wettbewerbsfaehig zB Skoda uebernommen von VW.

Australien verhandelt gerade mit der EU ueber ein Freihandelsabkommen. Warum? Wir wollen Zugang zu der EU und umgekehrt genauso! Wir haben Freihandelsabkommen mit China, Japan usw usw. Es ist vollkommen normal das bei solchen Verhandlungen jede Seite den besten Deal will. Von Zwang, Erpressung und Hegonomie ist dabei nicht die Rede.
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Re: Russlands Außenpolitk und ihre Folgen

Beitragvon Everythingchanges » Do 11. Okt 2018, 07:01

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(11 Oct 2018, 01:56)

1. Das Zitat,»die besetzten gebiete werden wie staatsgebiete rußlands behandelt",
ist eindeutig und ich kenne keine Staaten mit eventuell Ausnahme von China auf die ein solches Zitat zutrifft.


2.
Ich bleibe dabei das jeglicher Vergleich der Zugehoerigkeit zur EU mit der Zugehoerigkeit zur SU absurd ist.

Es ist vollkommen normal das Staaten die sich einem Buednis anschliessen gewissen Regeln befolgen, die gleiche Interessenlage haben und das es fuer Mitgliedschaft Voraussetzungen gibt. Ansonsten ist es kein Buendnis. Gemeinsam ist besser als allein wenn es um Sicherheitsaspekte und Wirtschaft geht. In einem globalen Zeitalter ist es vollkommen normal das die Eigentuemer von Unternehmen nicht zwangslauefig dort angesiedelt sind wo das Unternehmen ist. Das ist weltweit so. US Unternehmen haben deutsche Eigentuemer (zB Monsanto gehoert zu Bayer), US Unternehmen besitzen deutsche Unternehmen (zB Ford), China investiert im Ausland. Ich kennen ein paar mittelstaendische deutsche Unternehmen die chinesischen Interessen gehoeren. Das es sowenig globale Unternehmen mit Sitz Osteuropa gibt liegt daran das die kommunistische Planwirtschaft nichts nenneswertes, konkurrenzfaehiges und profitables hervorbrachte. Nach dem Fall der SU wurden viele Unternehmen von westlichen Firmen saniert und wettbewerbsfaehig zB Skoda uebernommen von VW.

Australien verhandelt gerade mit der EU ueber ein Freihandelsabkommen. Warum? Wir wollen Zugang zu der EU und umgekehrt genauso! Wir haben Freihandelsabkommen mit China, Japan usw usw. Es ist vollkommen normal das bei solchen Verhandlungen jede Seite den besten Deal will. Von Zwang, Erpressung und Hegonomie ist dabei nicht die Rede.


1.
Das ist kein (Putin)zitat, sondern ein Satz aus der Bild, den irgendwelche Experten angeblich aus irgendeinem einem Dokument haben...(Frag am besten Nomen, warum er es ohne Quelle so seicht formuliert und dabei Putin als Begriff zugefügt hat und die ersten Wörter weggelassen hat ;) )
https://www.krone.at/503174 ("Die von den Separatisten besetzten Gebiete in der Ostukraine werden mittlerweile wie Staatsgebiete Russlands behandelt."

Das ganze stammt aus dem Jahr 2016, wo der Donbass bereits seine Sonderstellung hatte.
Sprich da geht es um eher um Verwaltungsfragen als um Expansion. Das muss einem nicht gefallen, aber es gibt tatsächlich gewisse Verpflichtungen bei solchen "Protektoraten".
Hier auch wieder die Gegenfrage mit einem Gegenbeispiel.
Würdest du so windige "Beweise" (Zusammengestückeltes Zitat von irgendwem und irgendwoher) auch gelten lassen, wenn es um die Organisation sagen wir im Kosovo geht und daraus folgern, dass der Westen die Welt erobern möchte?

2.
Die SU war ein eigener Staat, die EU ist eine Staatensammlung.
Wenn, dann müsste man so was wie die Zollunion oder die GUS daneben stellen.
Gemeinsam ist beiden, dass es einen dominanten Kern gibt. Das die Entwicklung derzeit zu solchen Bündnissen geht, zeigt, dass diese Variante effektiver zu sein scheint als das klassische Erobern und natürlich reden die dabei nicht von Zwang oder Hegemonie. Das tut Russland auch nicht, wenn es die Zollunion vorantreibt, China tut es auch nicht, wenn sie über die Seidenstrasse reden.
Und schau dir einfach mal an, welche Argumente zb. aus westlichen Gefilden kommen. Als Beispiel: https://www.n-tv.de/politik/Macron-warn ... 19989.html

Wenn ungleiche Parteien Verträge abschließen, dass wird der stärkere davon überproportional profitieren.
Die Wege dazu sind natürlich extrem vielfältig. Das beginnt bei "Schuldenfallen", geht über Schiedsgerichtsbarkeiten bis zu ungleichen Zollvereinbarungen (Frag in der Ukraine nach, die recht deutliche Mengeneinschränkungen für Agraprodukte bei der Zollfreiheit akzeptieren mussten).
Um auf deine Beispiele zu kommen.
Es ist was völlig anderes, wenn China und die EU verhandeln, als wenn zb. die EU mit sagen wir Mazedonien oder irgendeinem afrikanischen Staat
Sowas: https://www.deutschlandfunk.de/eu-erpre ... _id=322037 kann man mit Japan, China oder Australien nicht machen und es hat auch seine Gründe, warum es so viel Widerstand gegen diese Cetas, TTIPs, JEFTA usw. zwischen den großen Staaten gibt, denn da stecken nicht hauptsächlich Staateninteressen sondern Wirtschaftsinteressen hinter, aber das gehört nun wirklich nicht hierher.

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