Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

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ciesta
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon ciesta » Sa 31. Dez 2016, 12:43

Darkfire hat geschrieben:(30 Dec 2016, 16:21)

Du kannst dir sicher sein das ich die Schwachpunkte unserer Gesellschaft sehr wohl kenne, aber ich sehe auch daß die Rattenfänger diese Schwachpunkte dazu benutzen um den Menschen ein "autoritärerer Führungsstil" als Lösung dazu verkaufen.
Dieser attraktiver werdenden "autoritärerer Führungsstil" ist nichts anderes wie ein verklärter Faschismus und Nationalismus reinsten Wassers der schon mal am Anfang des letzten Jahrhunderts global starken Zulauf hatte unter den Menschen die durch die Umwälzungen der Moderne verunsichert waren.
Ändern konnten auch diese Nationalen Führer nichts, im Gegenteil ihr Umfeld war wie in einer Mafia die Gewinner und ihre Nationen stürzten sie in ein Chaos.

Im Aufstieg des Nationalismus dieser Zeit bediente man sich der gleichen Mittel wie man sie auch jetzt wieder benutzt.
Du machst mit deinem Model Putin hier mehr oder offen Werbung und viele Hassprediger die es auch in diesem Forum gibt schlagen immer wieder gern in diese Kerbe.
Ja man muss dieses Problem auch nach innen bekämpfen, genau so wie die Ursachen die mir sehr bewusst sind, gleichzeitig bin ich mir aber sehr wohl auch der Gefahr bewusst denn diese Führergestalten für die Länder um sie herum bedeuten.

Ein Putin ist wie die letzte US Wahl zeigt eben nicht nur ein Phänomen das auf Russland beschränkt ist, sondern jemand der auch massiv mit Verbrechen sich in die Belange anderer Länder einmischt.

Als Autokrat hat man natürlich sehr viele Vorteile gegenüber den langsamen Institutionen einer Demokratie und die welche sich hier in unserer Gesellschaft so gerne als Verlierer fühlen, freuen sich natürlich Diebisch wenn ein Putin diese ihnen so verhasste Gesellschaft immer wieder vorführen kann.

Nur die Mafia kann auch nur existieren weil sie eher klein ist, auf die Gesetze pfeift und die Justiz immer wieder vorführt.
Nur für die Menschen auch wenn sie solche Typen lieben sind sie selbst nur Kanonenfutter.
Eine Gesellschaft wird unter einem Führer und seiner Clique nicht besser.


Die "Werbung" für autoritärere Wege machen Merkel und Co. Dieses Spitzenpersonal ist schlicht und ergreifend nicht in der Lage die Probleme unserer Zeit so zu lösen, dass die Mehrheit damit zufrieden ist. In solchen Momenten erstarken Extreme und wenn es keine Lösungen der Probleme gibt, werden die Extreme eben noch stärker.
So laufen Demokratien nun mal und das festzustellen ist keine Werbung, sondern ein mittlerweile historisch oft belegter Verlauf.

Wenn du wirklich meinst, dass jemand gleich Werbung für Putin macht, der versucht aufzuzeigen, dass sich Merkel und Co zb. ggü Russland sehr bescheiden schlagen, kann ich dir auch nicht helfen.

Eine ehrliche Analyse ist eine zwingende Voraussetzung für eine Weiterentwicklung.
Insbesondere ist es existenziell festzustellen, welche Fehler hier gemacht wurden.
Gerade diejenigen, die die hiesige Gesellschaft verteidigen wollen, sollten daran interessiert sein statt irgendwelchen Trugschlüssen (Mehr Druck auf Russland bringt es) oder Wunschszenarien (Lähmung von Putins Regierung wegen Wirtschaftsproblemen) hinterherzurennen. Die vergangen 2-3 Jahren zeigen, dass diese Richtung vor allem die westliche Seite tendenziell zu Verhaltensänderungen bringt (siehe letzte Wahlergebnisse).
Wer heute ehrlich glaubt mit Argumenten ala Werteverteidigen den Kurs zb. Merkels zu rechtfertigen, der hat den Schuss nicht gehört.
Die Zeit des vorgebilchen Dogmatismus ist sowas von vorbei.

Wer sich heute lieber mit Themen wie Fakenews oder Russlandbashing ablenken lassen will, der soll es tun.
Helfen wird er unserer Gesellschaft damit nicht.
Genau die dahinterliegende Einseitigkeit schafft keine Problemlösung und treibt die Menschen eher dazu extremer zu wählen bzw. lässt sie eher an den etablierten Kräften zweifeln. Die sogeartete Positionierung von Volksparteien ist die beste Werbung, die autoritärere Verteter auf der Weltbühne oder auch auf der nationalen Bühne bekommen können.

Ich habe es schon mal geschrieben.
Die Aussagen vieler EU-(Staats)-Spitzen waren lange Zeit eine aktuelle Form von Honneckers berühmten "Den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf."

Heute kämpft die EU ums Überleben. Nicht Russland.
Wenn ich mich recht erinnere war das anders rum geplant und ich wüsste nicht, warum man die verantwortlichen Spitzenkräfte dadurch stärken sollte, in dem man ihnen die Fehlentscheidungen durch externe Ablenkung quasi durchgehen lässt. Ich werde hier nicht den russischen Deutschen geben, der sich durch externe Feindbildhysterie vom Fehlverhalten von Merkel und Co. ablenken lässt.
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon ciesta » Sa 31. Dez 2016, 12:59

SirToby hat geschrieben:(30 Dec 2016, 18:04)

Wenn Sie meinen, dass unser Gesellschaftsmodell so unattraktiv ist, hindert einen nichts daran, woanders hinzugehen. Manche Deutschen zieht es nach Pattaya, andere nach Russland, wieder andere in die USA.

Das (pan)europäische Gesellschaftsmodell zieht auf jeden Fall Millionen Einwanderer aus der ganzen Welt an. So unattraktiv kann es also nicht sein.

Widersprüche gibt und gab es immer. Und auch die Erkenntnis, dass eine demokratisch-bürgerliche Zivilgesellschaft daran scheitert Lösungen zu finden, wie Robert Kagan in diesem kurzen Video hervorragend ausführt:

https://www.youtube.com/watch?v=27opuFFx7zM

Nur bedeutet das im Umkehrschluss halt nicht, dass autoritäre Gesellschaften diese Probleme besser im Griff haben.

Das einzige was sie besser im Griff haben, sind Propaganda und die Presse, die über Missstände berichten könnte.



Ich mag unsere Gesellschaft ungemein. Du sollest mein Post noch mal lesen.

Wenn ich schreibe, dass unser Gesellschaftsmodell unattraktiver wird, weil wir unsere Widersprüche nicht gelöst bekommen, dann ist das eher der Aufruf, sich auf das wesentliche zu konzentrieren. Ich werbe eigentlich seit langer Zeit dafür, die Probleme HIER zu lösen, statt sich in irgendwelchen Rückzugsgefechten aufzureiben und den Weltgutmensch zu geben.

Wenn wir die Probleme nicht lösen, werden autoritärere Züge hier viel schneller Fuss fassen.
Nicht weil ich das so toll finde, sondern weil das in Demokratien ein zeimlich normaler Verlauf ist.
Zb. Ausnahmezustände in Frankreich, Verschärfung von Abschottung und Überwachung hier oder Staatsrepressionen gegen Arbeitnehmer in Spanien.
Das waren alles EU-Staatsregieungen und nicht der Putin.

Um es mal überspitzt zu formulieren.
"Während wir noch die Ukraine wegen irgendwelcher Rechtdogmen retten, übernehmen in der EU immer mehr europ. Putins die Regierungsruder."
Man muss garnicht auswandern, um tendenziell immer mehr in den "Genuss" autoritärerer Staatselemente zu kommen.
Die große Anzahl von Krisen in der EU "beglückt" uns von ganz alleine mit einer solchen Entwicklung.
Aber die EU-Regierungen widmen ihre Aufmerksamkeit und einiges an Ressourcen lieber externen Problemen (zb. Ukraine, Syrien oder Russlands angeblichen Cyberangriffen), die wir nicht lösen können.
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon ciesta » Fr 6. Jan 2017, 12:23

https://www.bloomberg.com/news/articles ... ts-in-2017
The Most Popular Investor Picks for Emerging Markets in 2017

Ganz vorne dabei ist Russland - Der Markt ist einfach derzeit sehr billig und hat immenses Aufholpotential.

Bei den Ostexperten gibt es einen Jahresrückblick plus Ausblick zur russischen Wirtschaft : http://www.ostexperte.de/wirtschaft-russland/

Spannend auch die neue Kritik von Kudrin am langsamen Reformprozess
Kudrin report finds only third planned reforms implemented, in key areas no reforms at all (http://www.intellinews.com/kudrin-repor ... ed-113211/ )

Dazu passt auch ein Artikel aus der NZZ
http://www.nzz.ch/wirtschaft/reformfein ... -ld.137814
Reformfeindliche Kreml-Elite - Der Zar und sein General
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon SirToby » Mo 9. Jan 2017, 22:49

ciesta hat geschrieben:(31 Dec 2016, 12:59)

Ich mag unsere Gesellschaft ungemein. Du sollest mein Post noch mal lesen.

Wenn ich schreibe, dass unser Gesellschaftsmodell unattraktiver wird, weil wir unsere Widersprüche nicht gelöst bekommen, dann ist das eher der Aufruf, sich auf das wesentliche zu konzentrieren. Ich werbe eigentlich seit langer Zeit dafür, die Probleme HIER zu lösen, statt sich in irgendwelchen Rückzugsgefechten aufzureiben und den Weltgutmensch zu geben.

Wenn wir die Probleme nicht lösen, werden autoritärere Züge hier viel schneller Fuss fassen.
Nicht weil ich das so toll finde, sondern weil das in Demokratien ein zeimlich normaler Verlauf ist.
Zb. Ausnahmezustände in Frankreich, Verschärfung von Abschottung und Überwachung hier oder Staatsrepressionen gegen Arbeitnehmer in Spanien.
Das waren alles EU-Staatsregieungen und nicht der Putin.

Um es mal überspitzt zu formulieren.
"Während wir noch die Ukraine wegen irgendwelcher Rechtdogmen retten, übernehmen in der EU immer mehr europ. Putins die Regierungsruder."
Man muss garnicht auswandern, um tendenziell immer mehr in den "Genuss" autoritärerer Staatselemente zu kommen.
Die große Anzahl von Krisen in der EU "beglückt" uns von ganz alleine mit einer solchen Entwicklung.
Aber die EU-Regierungen widmen ihre Aufmerksamkeit und einiges an Ressourcen lieber externen Problemen (zb. Ukraine, Syrien oder Russlands angeblichen Cyberangriffen), die wir nicht lösen können.


Ich bezweifele sehr, dass dieser Ansatz erfolgversprechend ist.

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... o-gut.html

Unsere Probleme sind durchaus lösbar und das darf durchaus auch so gesagt werden, weniger gravierend als die Russlands. Sich auf die "heimische Scholle" zurückzuziehen, und darauf zu hoffen, dass Russland dann schon nix mehr macht, halte ich bei der gegenwärtigen russ. Regierung für naiv.

Wesentlich sinnvoller ist es, aktiv dagegen zuhalten. Wenn man den Vorgarten nicht ausreichend pflegt, wächst der Dschungel und drängt sich irgendwann ins Haus rein.

Was soll das überhaupt für ein Ansatz sein? Wenn man angegriffen wird, soll man sich nicht wehren dürfen? Zumindest die Europäer nicht.
Daniel Patrick Moynihan: "Sie haben ein Recht auf ihre eigene Meinung! Sie haben kein Recht auf ihre eigenen Fakten!"
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon ciesta » Di 10. Jan 2017, 14:47

SirToby hat geschrieben:(09 Jan 2017, 22:49)

1.
Ich bezweifele sehr, dass dieser Ansatz erfolgversprechend ist.

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... o-gut.html

Unsere Probleme sind durchaus lösbar und das darf durchaus auch so gesagt werden, weniger gravierend als die Russlands. Sich auf die "heimische Scholle" zurückzuziehen, und darauf zu hoffen, dass Russland dann schon nix mehr macht, halte ich bei der gegenwärtigen russ. Regierung für naiv.

Wesentlich sinnvoller ist es, aktiv dagegen zuhalten. Wenn man den Vorgarten nicht ausreichend pflegt, wächst der Dschungel und drängt sich irgendwann ins Haus rein.

2.
Was soll das überhaupt für ein Ansatz sein? Wenn man angegriffen wird, soll man sich nicht wehren dürfen? Zumindest die Europäer nicht.


1.
Dein Link ist genau das Problem. Deutschland ist kein guter Repräsentant für die EU.
Es wird wohl keiner auf die Idee kommen zu sagen, dass es dem Süden der EU nie so gut ging wie heute.

Die Probleme der EU werden eben nicht schnell genug/nachhaltig genug gelöst und genau so ist dort ein Dschungel am wachsen. Ganz ohne Russland.
Die brauchen nur warten und bei Bedarf ein wenig düngen. Deren Neigung zum Düngen wird in einer gewissen Korrelation zur Haltung der EU ggü Russland stehen.
Die Probleme für die EU werden dadurch eben nicht kleiner sondern größer.

Russland bietet einige Schlüssel zur Lösung/für Fortschritte bei einigen Problemen. Umsonst ist das natürlich nicht.

2.
Die EU ist nicht angegriffen worden. ;)
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon ciesta » Di 10. Jan 2017, 14:56

Russland und Weißrussland liegen sich seit einiger Zeit in Sachen Preise für Energie in den Haaren.
Russland bringt nun Lieferkürzungen ins Spiel, weil Weißrussland für gewisse Liefervolumen nicht zahlt.
http://derstandard.at/2000050441356/Min ... streit-aus
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Cobra9 » Sa 14. Jan 2017, 08:06

ciesta hat geschrieben:(10 Jan 2017, 14:47)

1.
Dein Link ist genau das Problem. Deutschland ist kein guter Repräsentant für die EU.
Es wird wohl keiner auf die Idee kommen zu sagen, dass es dem Süden der EU nie so gut ging wie heute.

Die Probleme der EU werden eben nicht schnell genug/nachhaltig genug gelöst und genau so ist dort ein Dschungel am wachsen. Ganz ohne Russland.
Die brauchen nur warten und bei Bedarf ein wenig düngen. Deren Neigung zum Düngen wird in einer gewissen Korrelation zur Haltung der EU ggü Russland stehen.
Die Probleme für die EU werden dadurch eben nicht kleiner sondern größer.

Russland bietet einige Schlüssel zur Lösung/für Fortschritte bei einigen Problemen. Umsonst ist das natürlich nicht.

2.
Die EU ist nicht angegriffen worden. ;)


Die EU braucht Russland nicht wirklich, Russland die EU schon als Geldgeber für erbrachte Energielieferungen. Sehr gut ist das man den Einfluss von Russland als Energie-Rohstoff Lieferant reduzieren will. Wird dem Kreml gefallen das man in den nächsten zehn Jahren immer mehr Lieferanten kriegt in der EU :) Russland ist technisch rückständig. Welche Lösungen soll es den haben ? Wie der Staat die Hand aufhält und die Rechtslage nach dem Willen des Kreml und seiner Behörden läuft ?

Wow. Nein Danke. Überigens sieht ein Mann wo es wissen muss ähnlich
Technisch konkurrenzfähig ist das größte Land der Erde derzeit nur bei Rüstung und in Teilen der Digitalwirtschaft, Haupteinnahmequellen sind Öl, Gas und andere Rohstoffe. Als Hemmnisse für einen Aufschwung nannte Kudrin auch die Isolation von den Weltfinanzmärkten, fehlende Investitionen, niedrige Produktivität und schlechte Regierungsführung.

http://www.finanztreff.de/news/kudrin-w ... s/11807313
Anton Tschechow

Keine Literatur kann in puncto Zynismus das wirkliche Leben übertreffen.
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon ciesta » Sa 14. Jan 2017, 13:23

Cobra9 hat geschrieben:(14 Jan 2017, 08:06)

Die EU braucht Russland nicht wirklich, Russland die EU schon als Geldgeber für erbrachte Energielieferungen. Sehr gut ist das man den Einfluss von Russland als Energie-Rohstoff Lieferant reduzieren will. Wird dem Kreml gefallen das man in den nächsten zehn Jahren immer mehr Lieferanten kriegt in der EU :) Russland ist technisch rückständig. Welche Lösungen soll es den haben ? Wie der Staat die Hand aufhält und die Rechtslage nach dem Willen des Kreml und seiner Behörden läuft ?

Wow. Nein Danke. Überigens sieht ein Mann wo es wissen muss ähnlich


Die EU braucht Russland und Russland braucht die EU. Das ist eine gegenseitige Abhängigkeit und sich daraus auf eine sinnvolle Weise zu lösen wäre für jede der beiden Seite eine Frage von mehreren Jahren bzw. sogar Jahrzehnten.

Ich kann mit dieser westlichen Arroganz ala "Die brauchen unser Geld, aber wir sind ja nicht so abhängig." nichts anfangen.

Russlands Einfluss würde nur sinken, wenn man denn wirklich als EU bzw. als EU-Staat eine Abkehr von Russland anstreben würde.
Nur tut man das eben nur in Sonntagsreden. Die EU ist zb. extrem abhängig von billiger Energie und Russland braucht Geld.
Genau da treffen sich die Interessen Russlands und der EU und es geht eben eher um die Frage, wie der Preis aussehen soll.

Beispiel:
http://www.baltic-course.com/eng/good_f ... doc=126571
Gazprom regains half of Lithuania's gas market

Du brauchst also nicht mal 10 Jahre warten. Selbst im überaus "russlandfreundlichen" Litauen ist denen schon heute die Jacke (billige Energie egal woher) näher als die Hose (dauerhaft auf teurere nicht russische Energie umstellen). Russland legt bereits heute wieder an Marktanteil in der EU/eingigen EU-Staaten zu. Eine Abkehr von Russland stelle ich mir irgendwie anders vor und solange die Russen einen beachtlichen Anteil der Rohstoffe liefern, ist das Gerede vom angeblichen Nichtbrauchen Russlands einfach nur eine hohle Phrase.

Das ist nur der Bereich der Energie, aber die EU hat weit mehr Probleme.
In vielen kann ein wohlgesonnenes Russland sicher bei der Problemlösung helfen und ein nichtwohlgesonnenes Russland kann diese Probleme recht einfach verstärken.

Die Probleme Russlandssind dabei auch eher ein Plus der Eu-Staaten.
Wenn die nicht in vielen Bereichen zurückhängen würden, wären die wohl kaum so abhängig von Einnahmen aus Rohstoffen.
Wir sollten also eher hoffen, dass die ihre Reformen schön weiter verzögern.
Im Gegensatz zu einem großangelegten Umstieg der EU in Sachen russische Rohstoffe, wären solche Reformen in Russland durch Russland nähmlich deutlich einfacher umsetzbar.
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Cobra9 » Sa 14. Jan 2017, 13:28

Russland, schwache Wirtschaft aber Top bei Militärausgaben

http://www.afr.com/news/world/europe/ru ... 102-gtl2nz

Nette Infos über die reale Lage in Russland

http://www.pbs.org/newshour/updates/how ... ussia-now/
Anton Tschechow

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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Cobra9 » Sa 14. Jan 2017, 13:55

ciesta hat geschrieben:(14 Jan 2017, 13:23)

Die EU braucht Russland und Russland braucht die EU. Das ist eine gegenseitige Abhängigkeit und sich daraus auf eine sinnvolle Weise zu lösen wäre für jede der beiden Seite eine Frage von mehreren Jahren bzw. sogar Jahrzehnten.

Ich kann mit dieser westlichen Arroganz ala "Die brauchen unser Geld, aber wir sind ja nicht so abhängig." nichts anfangen.

Russlands Einfluss würde nur sinken, wenn man denn wirklich als EU bzw. als EU-Staat eine Abkehr von Russland anstreben würde.
Nur tut man das eben nur in Sonntagsreden. Die EU ist zb. extrem abhängig von billiger Energie und Russland braucht Geld.
Genau da treffen sich die Interessen Russlands und der EU und es geht eben eher um die Frage, wie der Preis aussehen soll.

Beispiel:
http://www.baltic-course.com/eng/good_f ... doc=126571
Gazprom regains half of Lithuania's gas market

Du brauchst also nicht mal 10 Jahre warten. Selbst im überaus "russlandfreundlichen" Litauen ist denen schon heute die Jacke (billige Energie egal woher) näher als die Hose (dauerhaft auf teurere nicht russische Energie umstellen). Russland legt bereits heute wieder an Marktanteil in der EU/eingigen EU-Staaten zu. Eine Abkehr von Russland stelle ich mir irgendwie anders vor und solange die Russen einen beachtlichen Anteil der Rohstoffe liefern, ist das Gerede vom angeblichen Nichtbrauchen Russlands einfach nur eine hohle Phrase.

Das ist nur der Bereich der Energie, aber die EU hat weit mehr Probleme.
In vielen kann ein wohlgesonnenes Russland sicher bei der Problemlösung helfen und ein nichtwohlgesonnenes Russland kann diese Probleme recht einfach verstärken.

Die Probleme Russlandssind dabei auch eher ein Plus der Eu-Staaten.
Wenn die nicht in vielen Bereichen zurückhängen würden, wären die wohl kaum so abhängig von Einnahmen aus Rohstoffen.
Wir sollten also eher hoffen, dass die ihre Reformen schön weiter verzögern.
Im Gegensatz zu einem großangelegten Umstieg der EU in Sachen russische Rohstoffe, wären solche Reformen in Russland durch Russland nähmlich deutlich einfacher umsetzbar.


Die EU hat natürlich ihre Probleme. Ist auch bekannt. Nur hat Sie auch ganz klare Abkommen getroffen, an die sich die Staaten in der EU halten werden. Ebenso hat die Bundesregierung mal reagiert.Die Sicherung der Gasversorung, Ausbau der LNG Kapazitäten und eine massive Reduzierung des Energiebedarfes gesamt sind gute Idee

https://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/ ... b=true.pdf
http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-16-310_de.htm

Eine neuer Energieeffizienzplan wird folgen.

http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-16-311_de.htm

Mehr Einsparungen, mehr Handel und mehr Lieferanten sind der richtige Mix. Litauen nett das Du es erwähnst. Russland mag hier zwar ein großer Versorger bleiben, nur sollte man erwähnen das Russland hier manche Dominanz verloren hat :D Man stelle sich vor die neuen Verträge sind mal echt gut für Litauen. Russland muss gute Preise machen oder wird ersetzt. Russland hat keine Gaswaffe mehr, sondern muss sich dem Markt anpassen. Dann wird man es als Lieferant weiter akzeptieren.
Vom Marktführer zum Nobody? Noch im Jahr 2015 war Gazprom in Litauen der unangefochtener Marktführer mit einem Marktanteil von mehr als 80 Prozent, doch in 2016 ging dieser Wert stark zurück und Gazprom hat einen guten Anteil seiner Marktpräsenz einbüßen müssen.
Wieder aufwärts! Die Lage scheint sich jedoch aktuell wieder zu wenden für Gazprom, denn der litauische staatliche Konzern Lietuvos Energija hat angekündigt, in 2017 gut ein Drittel seines Bedarfs aus Russland importieren zu wollen. Zudem wird auch der größte Verbraucher im Land, der Düngemittelhersteller Achema, zwei Drittel seines Bedarfs mit Gas aus Russland decken. Gazprom könnte also seinen Marktanteil in Litauen in diesem Jahr wieder auf 55 Prozent steigern, doch finanzielle Details und Informationen zur genauen Dauer der Kooperationen sind nicht bekannt.

´http://www.finanztrends-newsletter.de/2017/01/gazprom-zurueck-in-litauen/
Anton Tschechow

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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon ciesta » Sa 14. Jan 2017, 14:09

Cobra9 hat geschrieben:(14 Jan 2017, 13:55)
1,
Die EU hat natürlich ihre Probleme. Ist auch bekannt. Nur hat Sie auch ganz klare Abkommen getroffen, an die sich die Staaten in der EU halten werden. Ebenso hat die Bundesregierung mal reagiert.Die Sicherung der Gasversorung, Ausbau der LNG Kapazitäten und eine massive Reduzierung des Energiebedarfes gesamt sind gute Idee

https://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/ ... b=true.pdf
http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-16-310_de.htm

Eine neuer Energieeffizienzplan wird folgen.

http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-16-311_de.htm

Mehr Einsparungen, mehr Handel und mehr Lieferanten sind der richtige Mix. Litauen nett das Du es erwähnst. Russland mag hier zwar ein großer Versorger bleiben, nur sollte man erwähnen das Russland hier manche Dominanz verloren hat :D Man stelle sich vor die neuen Verträge sind mal echt gut für Litauen. Russland muss gute Preise machen oder wird ersetzt. Russland hat keine Gaswaffe mehr, sondern muss sich dem Markt anpassen. Dann wird man es als Lieferant weiter akzeptieren.


Dagegen ist auch absolut nichts einzuwenden, nur wirst du zugeben müssen, dass diese Wege einige Zeit in Anspruch nehmen werden.
So ist das im Grunde mit der Umstellung in vielen Bereichen was russische Rohstoffe angeht.

Litauen macht genau das, was wirtschaftlich vernünftig ist.
Eines ist dabei aber glasklar. Ein Gasmarkt, der zu 50% von Russland dominiert wird, bedeutet russischen Einfluss.
Russland hält auch weiter die "Gaswaffe" in der Hand. Wenn die morgen die Leitungen zudrehen, gibt es in den belieferten Ländern binnen Monaten nicht zu kompensierende Ausfälle. Es gibt keine neuen Hebel, die diese Abhängigkeit bei einer Marktdominanz Gazproms ändern.
Es ist so wie es vor der Ukraine war.
Im Grunde besteht der einzige wirkliche Hebel darin, dass Gazprom/Russland liefert, weil ein Lieferstopp den Markt kosten würde, den sie nicht verlieren wollen (nur deshalb machen die auch Preiszugeständnisse).

Insbesondere, wenn man das auf die EU bezogen betrachtet.
Eine schnelle Abkehr von russischen Rohstoffen bedeutet massiv steigende Kosten.
Die kann sich eine EU in einer globalisierten Welt eben nicht leisten. Genau das ist der Kern unserer Abhängigkeit und der wird sich auch nicht so schnell verändern.
Ohne russische Rohstoffe verliert unsere Industrie Wettbewerbsfähigkeit, was am Ende eben auch deutlich weniger Geld für die EU bedeuten würde.
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Cobra9 » So 15. Jan 2017, 13:46

ciesta hat geschrieben:(14 Jan 2017, 14:09)

Dagegen ist auch absolut nichts einzuwenden, nur wirst du zugeben müssen, dass diese Wege einige Zeit in Anspruch nehmen werden.
So ist das im Grunde mit der Umstellung in vielen Bereichen was russische Rohstoffe angeht.


Ich sprach von Jahren und nicht von Tagen oder Monaten. Es ist doch völlig klar das schon aufgrund der Langzeitverträge mit russ. Firmen man nicht einfach mal ein Stop reinhauen kann. Von den Umbauten in der Infrastruktur mal zu schweigen. Aber man hat die ersten Schritte ergriffen die Gasversorgung auf diverse Füße zu stellen und im Krisenfall kann man Russland in den nächsten 5 Jahren einigermaßen ersetzen. Mit Krise meine Ich das man notwendige Mengen an Gas zur Versorgung beziehen kann, wirtschaftliche Seite ist da wieder was ganz anderes.

Aber seit die EU sowie die Regierungen der Länder hier viel bewegt haben ist auch für Russland die Lage anders geworden. Gazprom konnte früher den Preis, die Inhalte der Verträge usw. oft vorgeben. Gerichtsverfahren zeugen von den Problemen damit. Mittlerweile ist Gazprom und Co. ein Anbieter an einem sehr lebendigen Markt. Dazu hat es entweder zum üblichen Preis zu liefern sowie normale Verträge zu akzeptieren. Oder es ist raus.

Vom Monopol wechselt die Stellung zum Gleichen unter Gleichen. Je mehr der Energiemix voran geht , je mehr Einsparungen es gibt und mehr Lieferanten desto besser für die EU.
Litauen macht genau das, was wirtschaftlich vernünftig ist.
Eines ist dabei aber glasklar. Ein Gasmarkt, der zu 50% von Russland dominiert wird, bedeutet russischen Einfluss.
Russland hält auch weiter die "Gaswaffe" in der Hand. Wenn die morgen die Leitungen zudrehen, gibt es in den belieferten Ländern binnen Monaten nicht zu kompensierende Ausfälle. Es gibt keine neuen Hebel, die diese Abhängigkeit bei einer Marktdominanz Gazproms ändern.


Falsch. Die EU kann eine Versorgung auf die Beine stellen. Das geht aus den EU Papieren hervor. Projekte in Polen, Litauen, Estland usw. reduzieren die Abhängikeit von Russland bis Mitte 2017 um mindestens 50%. Damit könnte man dann aus dem westlichen Teil von Europa durchaus auch Gas beziehen. Die Grundlagen werden geschaffen. Aber das zu Kosten die jenseits von Gut und Böse sind Im Falle einer Krise aber denkbar.

Du verdrehst auch mal wieder die Situation in Litauen. Litauen wäre auch in der Lage sein Gas von anderen Lieferanten zu beziehen, sollte Russland den Gashahn zudrehen. Das schwimmende LNG-Terminal Independence kann jederzeit die Versorgung von Litauen gewährleisten, man sagte 90% des Baltikums wäre machbar von dort aus in der Gasversorgung. Auch Polen baute ein LNG Terminal. Dort wird mit einer Anfangskapazität von 5,3 Milliarden Kubikmeter jährlich etwa ein Drittel des polnischen Gasbedarfs abgedeckt. Eine Erweiterung ist bereits beschlossen. Estland baut ebenfalls ein LNG Terminal

Vor Litauens Küste ist eine schwimmende Anlage zur Lagerung und Aufbereitung von verflüssigtem Erdgas eingetroffen. Sie könnte bis zu 90 Prozent des Gasbedarfs im Baltikum decken
http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 99558.html

http://www.businesstimes.com.sg/energy- ... y-security
http://www.deutschlandfunk.de/litauen-s ... _id=353260



Litauen kann mit seinem Terminal seinen Bedarf alleine abdecken und notfalls den der Nachbarn zu 90% laut Quelle. Polen kann 1/3 seines Bedarfes schon über ein Terminal decken. Estland hat auch bald sein Terminal. Lieferanten bieten sich gerne an. So einfach den Hahn zudrehen kann Russland also gar nicht mehr, zumal die Länder vorsorgen. Polen kann bald 55% seines Bedarfes woanders beziehen. Laut pol. Medien sollen zwei weitere Terminals kommen.

In der westlichen EU gibt es auch Schritte. Alleine nur die wirtschaftliche Seite sorgt noch dafür das man mit Russland arbeitet. Aber die große Drohung wird immer weniger Effekt haben. Höchstens das man sich ganz von Russland langfristig löst.
Es ist so wie es vor der Ukraine war.
Im Grunde besteht der einzige wirkliche Hebel darin, dass Gazprom/Russland liefert, weil ein Lieferstopp den Markt kosten würde, den sie nicht verlieren wollen (nur deshalb machen die auch Preiszugeständnisse).


Entschuldige das ist falsch. Litauen wählte nur Gazporm weil es das beste Angebot machte, aber es könnte jederzeit andere Lieferanten wählen. Das Terminal ist ja da und verfügbar. Dazu baut Litauen eine Pipeline nach Polen. Polen eine bis nach Frankreich. Also sichert man sich durchaus ab. Russland kann Litauen nicht mehr erpressen wie früher. Russland hat sich als normaler Lieferant zu benehmen , was es mittlerweile auch tut.

Für Gasimporte aus Russland zahlen die Litauer mittlerweile deutlich weniger als noch vor zwei Jahren, da die Konkurrenz nun verfügbar ist. Das ist der Grund warum Russland sich bewegt. Aber den Hebel kann Russland bei Litauen nicht mehr einfach umlegen. Gazprom muss gute Preise machen, darf nicht mehr direkt liefern. Als erstes Land der EU hat Litauen 2014 im Gasmarkt auch die Vorgaben aus dem sogenannten dritten Energiepaket umgesetzt, wonach Netzbetreiber, Versorger und Lieferant nicht identisch sein dürfen. Gazprom musste seine Beteiligungen an litauischen Energiekonzernen verkaufen. Auch das hat seine Effekte. Aber auch der Gasverbrauch des baltischen Landes ist mittlerweile enorm gesunken. Heute werden 60 Prozent der Wärme durch Holzpellets aus litauischen Wäldern gewonnen. Quelle: Energieminister Masiulis in lit. Medien

Auch hat Gazprom viel an Marktstellung eingbüsst. Von 80% auf 55% Prozent

Das neue litauische Selbstbewusstsein bekam Gazprom schon zu spüren. War das Land mit bis zu 480 US-Dollar für 1000 Kubikmeter Gas bis Juli der Abnehmer mit der höchsten Gebühr, konnte Vilnius durch ein Abkommen den Preis auf 370 US-Dollar bis Ende 2015 drücken. Der Preis der entsprechenden Gasmenge aus Norwegen wird zwischen 328 bis 366 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter liegen, berichtet die litauische Tageszeitung "Delfi".

https://www.heise.de/tp/features/Litaue ... 68194.html

http://www.finanztreff.de/news/gazprom- ... n/11793651

Insbesondere, wenn man das auf die EU bezogen betrachtet.
Eine schnelle Abkehr von russischen Rohstoffen bedeutet massiv steigende Kosten.
Die kann sich eine EU in einer globalisierten Welt eben nicht leisten. Genau das ist der Kern unserer Abhängigkeit und der wird sich auch nicht so schnell verändern.
Ohne russische Rohstoffe verliert unsere Industrie Wettbewerbsfähigkeit, was am Ende eben auch deutlich weniger Geld für die EU bedeuten würde



Falsch. Immer mehr verliert Russland seine Dominanz am Markt, es werden Alternativen geschaffen und das kannst Du gerne auf den EU Sites nachlesen. Osteuropa ist jetzt mit Westeuropa vernetzt. Strom, Gas kann man austauschen. Nicht das die Balten und Polen nicht mittlerweile eigene Alternativen hätten.
Wirtschaftlich mag es sinnvoll sein mit Gazprom und Co. weiter in Teilen zu arbeiten. Aber Russland kann jedes Jahr weniger auf den Gashebel Effekt was geben. Das ist wichtig.

Beispiel gefällig ? Hier bitte gerne.
Europe’s Trans Anatolian natural gas pipeline in Turkey has hit a major milestone. It passed the halfway mark to completion at the end of 2016, bringing the Southern Gas Corridor pipeline project closer to its finishing point – and closer to reducing Europe’s dependence on Russian gas. If the corridor succeeds as planned, the project will bring Caspian gas into the European market for the first time

Perhaps even more importantly for Europe: The progress of the project will add a new dimension to the sweeping changes currently taking place in the global natural gas markets.

The increase in global natural gas production, the buildup of new gas transport infrastructure, the decrease in natural gas prices, the growth of liquefied natural gas (LNG) trade are all already increasing the options for Europe’s gas importers and reducing the influence of the Russian energy giant Gazprom. That, in turn, will transform Europe’s energy security in the coming years.

Why is the Southern Gas Corridor project so important? The answer is rooted as much in politics as in fuel. The EU backed the Southern Gas Corridor to bypass Russian-controlled gas pipelines and to avoid crises like the one that arose when Gazprom cut supplies to gas transit-hub Ukraine in the icy winter of 2009, turning off the heat in EU member states like Hungary, Romania and Poland. Relations between Brussels and Moscow deteriorated further when Russia invaded Ukraine and annexed Crimea in 2014. In addition, Russia’s bid to bypass Ukraine as a transit center by building the Nord Stream II pipeline raised further concerns about the effects on the EU.

By 2020 the Southern Gas Corridor will bring around 10 billion cubic meters (BCM) – about 353 billion cubic feet – of natural gas from Azerbaijan’s Shah Deniz II gas field to Albania, Italy, Georgia, Turkey and Greece. By 2026 that number will increase to 31 BCM.

http://www.reuters.com/article/us-griga ... SKBN14V1D5

Greece, Italy and Cyprus have individual and collective plans for LNG-import and small-scale distribution infrastructure
Although it is a relatively mature LNG-import market, Europe is developing significant new import and small-scale capacity and new capacity is concentrated in the south and east of the continent.

Several factors are driving this shift. Falling prices and slowing demand from Asia’s mature importers have made LNG more competitively priced, compared with piped gas, for buyers in Europe.

http://www.lngworldshipping.com/news/vi ... _46038.htm


Sieh Dir mal nur die Zahlen an, Entwicklungen zum Preis usw.....Russland wird bei der neuen Pipeline außen vor gelassen. Es tut sich was und das im großen Rahmen. Wieso sollte also die Abhängigkeit von Russland eher zunehmen wenn die Fakten dagegen sprechen ? Mehr Pipelines ohne russ. Zugriff, mehr LNG Terminals, Einsparungen bei der Energie führen nicht zu mehr Abhängigkeit oder Steierungen beim Preis.
Anton Tschechow

Keine Literatur kann in puncto Zynismus das wirkliche Leben übertreffen.
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon ciesta » So 15. Jan 2017, 19:29

Cobra9 hat geschrieben:(15 Jan 2017, 13:46)
1.
Ich sprach von Jahren und nicht von Tagen oder Monaten. Es ist doch völlig klar das schon aufgrund der Langzeitverträge mit russ. Firmen man nicht einfach mal ein Stop reinhauen kann. Von den Umbauten in der Infrastruktur mal zu schweigen. Aber man hat die ersten Schritte ergriffen die Gasversorgung auf diverse Füße zu stellen und im Krisenfall kann man Russland in den nächsten 5 Jahren einigermaßen ersetzen. Mit Krise meine Ich das man notwendige Mengen an Gas zur Versorgung beziehen kann, wirtschaftliche Seite ist da wieder was ganz anderes.

2.
Aber seit die EU sowie die Regierungen der Länder hier viel bewegt haben ist auch für Russland die Lage anders geworden. Gazprom konnte früher den Preis, die Inhalte der Verträge usw. oft vorgeben. Gerichtsverfahren zeugen von den Problemen damit. Mittlerweile ist Gazprom und Co. ein Anbieter an einem sehr lebendigen Markt. Dazu hat es entweder zum üblichen Preis zu liefern sowie normale Verträge zu akzeptieren. Oder es ist raus.

Vom Monopol wechselt die Stellung zum Gleichen unter Gleichen. Je mehr der Energiemix voran geht , je mehr Einsparungen es gibt und mehr Lieferanten desto besser für die EU.

3.
Falsch. Die EU kann eine Versorgung auf die Beine stellen. Das geht aus den EU Papieren hervor. Projekte in Polen, Litauen, Estland usw. reduzieren die Abhängikeit von Russland bis Mitte 2017 um mindestens 50%. Damit könnte man dann aus dem westlichen Teil von Europa durchaus auch Gas beziehen. Die Grundlagen werden geschaffen. Aber das zu Kosten die jenseits von Gut und Böse sind Im Falle einer Krise aber denkbar.

Du verdrehst auch mal wieder die Situation in Litauen. Litauen wäre auch in der Lage sein Gas von anderen Lieferanten zu beziehen, sollte Russland den Gashahn zudrehen. Das schwimmende LNG-Terminal Independence kann jederzeit die Versorgung von Litauen gewährleisten, man sagte 90% des Baltikums wäre machbar von dort aus in der Gasversorgung. Auch Polen baute ein LNG Terminal. Dort wird mit einer Anfangskapazität von 5,3 Milliarden Kubikmeter jährlich etwa ein Drittel des polnischen Gasbedarfs abgedeckt. Eine Erweiterung ist bereits beschlossen. Estland baut ebenfalls ein LNG Terminal




Litauen kann mit seinem Terminal seinen Bedarf alleine abdecken und notfalls den der Nachbarn zu 90% laut Quelle. Polen kann 1/3 seines Bedarfes schon über ein Terminal decken. Estland hat auch bald sein Terminal. Lieferanten bieten sich gerne an. So einfach den Hahn zudrehen kann Russland also gar nicht mehr, zumal die Länder vorsorgen. Polen kann bald 55% seines Bedarfes woanders beziehen. Laut pol. Medien sollen zwei weitere Terminals kommen.

In der westlichen EU gibt es auch Schritte. Alleine nur die wirtschaftliche Seite sorgt noch dafür das man mit Russland arbeitet. Aber die große Drohung wird immer weniger Effekt haben. Höchstens das man sich ganz von Russland langfristig löst.
Es ist so wie es vor der Ukraine war.


Entschuldige das ist falsch. Litauen wählte nur Gazporm weil es das beste Angebot machte, aber es könnte jederzeit andere Lieferanten wählen. Das Terminal ist ja da und verfügbar. Dazu baut Litauen eine Pipeline nach Polen. Polen eine bis nach Frankreich. Also sichert man sich durchaus ab. Russland kann Litauen nicht mehr erpressen wie früher. Russland hat sich als normaler Lieferant zu benehmen , was es mittlerweile auch tut.

4.
Für Gasimporte aus Russland zahlen die Litauer mittlerweile deutlich weniger als noch vor zwei Jahren, da die Konkurrenz nun verfügbar ist. Das ist der Grund warum Russland sich bewegt. Aber den Hebel kann Russland bei Litauen nicht mehr einfach umlegen. Gazprom muss gute Preise machen, darf nicht mehr direkt liefern. Als erstes Land der EU hat Litauen 2014 im Gasmarkt auch die Vorgaben aus dem sogenannten dritten Energiepaket umgesetzt, wonach Netzbetreiber, Versorger und Lieferant nicht identisch sein dürfen. Gazprom musste seine Beteiligungen an litauischen Energiekonzernen verkaufen. Auch das hat seine Effekte. Aber auch der Gasverbrauch des baltischen Landes ist mittlerweile enorm gesunken. Heute werden 60 Prozent der Wärme durch Holzpellets aus litauischen Wäldern gewonnen. Quelle: Energieminister Masiulis in lit. Medien

Auch hat Gazprom viel an Marktstellung eingbüsst. Von 80% auf 55% Prozent


5.
Falsch. Immer mehr verliert Russland seine Dominanz am Markt, es werden Alternativen geschaffen und das kannst Du gerne auf den EU Sites nachlesen. Osteuropa ist jetzt mit Westeuropa vernetzt. Strom, Gas kann man austauschen. Nicht das die Balten und Polen nicht mittlerweile eigene Alternativen hätten.
Wirtschaftlich mag es sinnvoll sein mit Gazprom und Co. weiter in Teilen zu arbeiten. Aber Russland kann jedes Jahr weniger auf den Gashebel Effekt was geben. Das ist wichtig.

Beispiel gefällig ? Hier bitte gerne.


Sieh Dir mal nur die Zahlen an, Entwicklungen zum Preis usw.....Russland wird bei der neuen Pipeline außen vor gelassen. Es tut sich was und das im großen Rahmen. Wieso sollte also die Abhängigkeit von Russland eher zunehmen wenn die Fakten dagegen sprechen ? Mehr Pipelines ohne russ. Zugriff, mehr LNG Terminals, Einsparungen bei der Energie führen nicht zu mehr Abhängigkeit oder Steierungen beim Preis.


1.
Du sprachst davon, dass die EU Russland nicht wirklich braucht. Das beeinhaltet, dass man sehr schnell auf Russland verzichten kann.
Oder anders.
Wenn das schnelle Umsteigen für die EU nicht möglich ist, dann braucht man Russland.

2.
Das stimmt sicher.
Das ist der Punkt, den ich mit der Frage des Preises gemeint habe.
Solange zb. Gazprom aber Marktvolumen im Bereich 30% der EU abdeckt, wird es das bleiben, was es zb. in Dtl. schon immer war.
Ein Marktakteur mit viel marktmacht.

Monopolrenten kommten die eh nur in den ehemaligen SU-Republiken durchsetzen. Dort ändert sich in der Tat viel.
Freilich arbeiten die Russen ebenso wie die EU an einer Diversifizierung, damit sie eben die sinkenden Preise nicht notwendigerweise mitgehen müssen.

Alles in allem erkennt man bei Gazprom UND der EU/den einzelnen Ländern sehr viel stinknormales Marktverhalten.
Wenn es da wirklich mehr um politische Fragen ginge, gäbe es nicht die diversen Entwicklungen, die man heute sieht.

3.
Das kann sie nur, wenn es sich bei einem Gasstopp nur um zb. Litauen handeln würde.
Gäbe es einen Komplettstopp, könnte die EU nicht binnen kurzer Zeit für Ersatz sorgen und die Preise für das Flüssiggas würden just in dem Moment, wo Russland seine Hähne zudreht sofort ein paar heftige Preissteigerungen erfahren.
Für ein Schließen der potentiellen Gaslücke via Flüssiggas müssen im besten Fall noch einige Jahre ins land gehen.
Die Infrastruktur gibt das derzeit nicht her.

4.
Das mag sein, aber dafür haben sie nun die Kosten für die LPG-Infrastruktur und den Unterhalt.
Das sind letztlich Subventionen für den Druck aus Gazprom.
Das die wirken, zeigt, dass Russland sein Gas gerne verkaufen will.
Wenn es dort eher nach nicht wirtschaftlichen Haltungen gehen würde, wären diese Anlagen keine sonderlich rentable Nummer.

5.
Was soll daran falsch sein?
Eine schnelle Abkehr würde die Kosten der EU-Unternehmen deutlich steigen lassen.
Folgerichtig versucht man die Weichen für die von dir ja genannten längeren Zeiträume zu stellen, aber eben keine Vollbremsung hinzulegen.
Im ganzen Gegenteil.
Gerade in der Übergangsphase findet man russische Rohstoffe ziemlich gut. Trotz politischen Verwerfungen

Seit einigen Jahren legt Gazprom in der EU was den Marktanteil angeht zu.
2013: 25,4
2014: 30
2015:´: 30,2
https://owc.de/2015/06/12/marktanteil-v ... a-waechst/
2016 ging es lt. Sputnik auch leicht rauf (31%).

Solange die Anteile der russischen Rohstoffe in wichtigen Bereichen nahe einem Drittel sind, solange ist man abhängig von Russland.
Eben weil man kurzfristig kein Drittel ersetzen kann. (Russlands Haushalt ist ja insgesamt -also nicht nut EU- auch "nur" zu 30-40% von Rohstoffeinnahmen abhängig)
Eine gegenseitige Abhängigkeit ist da für beide Seiten eine schöne Sache, weil diese Freiräume für Weichenstellung verschafft.
Aber wie schon ein paar mal geschrieben.
Beide Seiten versuchen gerade Weichen zu stellen und ich bin ehrlich gesagt nicht sonderlich froh darüber, dass man gegenseitig unabhängiger werden will.
Aber am Ende hängt das nicht von mir ab. :D
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Ger9374 » So 15. Jan 2017, 19:57

Abhängig wenn man es so krass nennen will
sind E.U und Russland voneinander wirklich
nur im Gasbereich. Hat sich über die Jahrzehnte
so ergeben. Trotz U.S Protesten. Der Markt schafft
Fakten. Wirklich unzuverlässig waren die Russen
auch nicht. Liegt immer etwas Säbelrasseln in der
Luft wenn es Politisch kriselt aber sonst alles o.k.
Das man unabhängiger werden sollte , auch o k.
Keine Firma sollte eine Art Monopol Stellung haben.Auch für die Preise besser. Konkurrenz belebt das Geschäft. Am sonsten hat Russland bis auf den militärischen Bereich nichts was Deutschland so gewaltig Interessieren könnte.
Reiner Absatzmarkt. Eine ESA Kooperation mit
den Russen im Weltraumbereich wäre vorstellbar.
Vielleicht kommt eine Zeit wo Deutsche,europäische Firmen im Militärischen Bereich sich verschachteln. Das könnte die U.S
Dominanz im Flugzeugbereich relativieren.
Russland ist im Moment kritisch zu betrachten,
aber sie sind noch nicht unsere Feinde!!
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Ger9374 » So 15. Jan 2017, 20:02

Ger9374 hat geschrieben:(15 Jan 2017, 19:57)

Abhängig wenn man es so krass nennen will
sind E.U und Russland voneinander wirklich
nur im Gasbereich. Hat sich über die Jahrzehnte
so ergeben. Trotz U.S Protesten. Der Markt schafft
Fakten. Wirklich unzuverlässig waren die Russen
auch nicht. Liegt immer etwas Säbelrasseln in der
Luft wenn es Politisch kriselt aber sonst alles o.k.
Das man unabhängiger werden sollte , auch o k.
Keine Firma sollte eine Art Monopol Stellung haben.Auch für die Preise besser. Konkurrenz belebt das Geschäft. Am sonsten hat Russland bis auf den militärischen Bereich nichts was Deutschland so gewaltig Interessieren könnte.
Reiner Absatzmarkt. Eine ESA Kooperation mit
den Russen im Weltraumbereich wäre vorstellbar.
Vielleicht kommt eine Zeit wo Deutsche,europäische Firmen im Militärischen Bereich sich verschachteln. Das könnte die U.S
Dominanz im Flugzeugbereich relativieren.
Russland ist im Moment kritisch zu betrachten,
aber sie sind noch nicht unsere Feinde!!

Allerdings würde ich militärische Zusammenarbeit
mit Europäern bevorzugen.Frankreich vor allem.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon ciesta » Mo 16. Jan 2017, 10:47

http://www.ostexperte.de/russischer-reservefonds/
Hier ein paar Daten zu den Reservefonds und dessen Stand
Zusammen haben sie noch ca. 90 Mrd Dollar da drin.

+
https://www.topagrar.com/news/Rind-Rind ... 42628.html
Russland weiter auf Milch-Import angewiesen

Hier zu einem Landwirtschaftsbereich, wo es noch happert.
Die Kühe scheinen nicht so schnell zu wachsen wie die Schweine und das Geflügel
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Welfenprinz » Mo 16. Jan 2017, 12:15

Hach,die topagrar als Quelle im pf,ich bin begeistert. :D
Wie schon mal gesagt,Russland sucht da qualifiziertes Personal,wer Erfahrung in Mittel oder Grossbetrieben hat,kann hier heut abend um fünf kündigen und morgen früh um fünf zu guten Konditionen in Russland anfangen.

“Bezugsland Weissrussland“ bedeutet bei Agrarprodukten natürlich EU-Ware. Genau wie Moldawien oder Kasachstan. :cool:
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon ciesta » Mo 16. Jan 2017, 12:27

Welfenprinz hat geschrieben:(16 Jan 2017, 12:15)

Hach,die topagrar als Quelle im pf,ich bin begeistert. :D
Wie schon mal gesagt,Russland sucht da qualifiziertes Personal,wer Erfahrung in Mittel oder Grossbetrieben hat,kann hier heut abend um fünf kündigen und morgen früh um fünf zu guten Konditionen in Russland anfangen.

“Bezugsland Weissrussland“ bedeutet bei Agrarprodukten natürlich EU-Ware. Genau wie Moldawien oder Kasachstan. :cool:



die Quelle habe ich seit der Russlandkrise mit in den Favoriten :D
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Welfenprinz » Mo 16. Jan 2017, 14:05

Ist auch okay. Diese Fachblätter nehmen für statistische Angaben Primärquellen wie eustat oder USDA ,das haut dann schon hin.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Summers » Mo 16. Jan 2017, 18:33

Montag, 16. Januar 2017
Der Tag bei n-tv

Heute mit Volker Petersen und Max Borowski

18:14 Uhr

Deutschland kauft so viel russisches Gas wie nie

Wirtschaftssanktionen gegen Russland? Den Gasexport trifft das nicht - im Gegenteil:

Der russische Staatskonzern Gazprom hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben mehr Gas nach Deutschland exportiert als je zuvor.
Wie das Unternehmen mitteilte, wurden 2016 etwa 49,8 Milliarden Kubikmeter Gas nach Deutschland geliefert. Seit Jahresbeginn seien knapp 21 Prozent mehr Gas über die Pipeline Nord Stream angekommen als im selben Zeitraum im Jahr zuvor. Auch das sei ein Rekordergebnis.


http://www.n-tv.de/der_tag/Montag-16-Ja ... 57166.html

So weit gehen die Beiträge einiger hier an der Wirklichkeit vorbei…

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