Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

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Europa2050
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Europa2050 » Do 20. Jul 2017, 17:22

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(20 Jul 2017, 18:14)

Ganz so beispiellos ist das alles nicht, aber das führt jetzt zu weit. Wenn es eine nennenswerte Nachfrage nach Unterricht in ukrainisch oder sonstiger Sprache gibt, sollte dieser auch entsprochen werden. Die andere Frage ist eben, inwieweit man Menschen wirklich in ihrem Minderheit-Sein über das Private hinaus bestärken sollte, egal wo auf der Welt. Das kostet schließlich alles extra und hat wenig erkennbaren Nutzen. Aus wirtschaftlicher Sicht bringt eine gemeinsame Sprache schon sehr viel.


Das Minderheit sein ist nunmal ein Grundrecht, Thoeretisch ohne jede Einschränkung.

Ich würde nochhinzufügen, dass im Gegenzug ein Bekenntnis zum Mehrheitsstaat verlangt werden sollte (inklusive Staatssprache als Zweitsprache) , was aber im Fall der Krim aufgrund des ungeklärten Zustandes eh kompliziert ist.

Und eine "lingua franca" bildet sich eh immer wieder mal heraus, heute ist es Englisch, auch Französisch oder Latein waren schon mal in der Position. Diese zu sprechen ist schon im Interesse des Menschen selbst.
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 20. Jul 2017, 17:29

Europa2050 hat geschrieben:(20 Jul 2017, 18:22)

Das Minderheit sein ist nunmal ein Grundrecht, Thoeretisch ohne jede Einschränkung.

Ums Recht haben geht's gar nicht. Die Frage ist eher, ob es vorwärts gewandt ist. In der Familie und sonst privat kann man ja sprechen, wie man will. Öffentlich wird es immer schwierig, egal wie viele Minderheitenrechte ein Staat aufbietet.

Ich würde nochhinzufügen, dass im Gegenzug ein Bekenntnis zum Mehrheitsstaat verlangt werden sollte (inklusive Staatssprache als Zweitsprache) , was aber im Fall der Krim aufgrund des ungeklärten Zustandes eh kompliziert ist.

Die Frage war auch Thema meines verschwundenen Beitrages. Mag sein, dass der Staat regional auch eine Zweitsprache im Amt anbietet. Wirklich mitmachen in der Gesellschaft und im Recht kann man aber nur, wenn man die vorrangige Sprache wenigstens versteht und in Teilen auch sprechen kann.

Und eine "lingua franca" bildet sich eh immer wieder mal heraus, heute ist es Englisch, auch Französisch oder Latein waren schon mal in der Position. Diese zu sprechen ist schon im Interesse des Menschen selbst.

Das auf jeden Fall, heutzutage.
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Nomen Nescio
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Nomen Nescio » Do 20. Jul 2017, 19:18

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(20 Jul 2017, 18:14)

Ganz so beispiellos ist das alles nicht, aber das führt jetzt zu weit. Wenn es eine nennenswerte Nachfrage nach Unterricht in ukrainisch oder sonstiger Sprache gibt, sollte dieser auch entsprochen werden. Die andere Frage ist eben, inwieweit man Menschen wirklich in ihrem Minderheit-Sein über das Private hinaus bestärken sollte, egal wo auf der Welt. Das kostet schließlich alles extra und hat wenig erkennbaren Nutzen. Aus wirtschaftlicher Sicht bringt eine gemeinsame Sprache schon sehr viel.

wir haben einen provinz »friesland«. dort wird in der schulen neben NL auch friesisch unterricht gegeben. ich dachte bis 13 jahr verpflichtet; danach ist es fakultativ. auch ist friesisch anerkannt in jener provinz als offizielle amtssprache (neben NL).
sogar beim gericht darf man friesisch reden und schreiben.
ich dachte daß nur bei unserem höchsten gericht NL als sprache vorgeschrieben ist.

50-60 % der bewohner von friesland spricht friesisch als erste und umgangssprache. viel kann, wenn man es will.
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 21. Jul 2017, 07:34

http://www.ostexperte.de/krim-sewastopol-bip/

Kann jemand beurteilen, wie seriös diese Seite ist? Offenbar war das Wirtschaftswachstum in den Bezirken Krim und Sewastopol überdurchschnittlich stark im Jahr 2016. Kann natürlich auch sein, dass 2015 ein sehr schlechtes Jahr war. Offenbar will die öffentliche Hand auf der Krim in den kommenden Jahren mehrere Milliarden Euro investieren. Das wird wohl auch nötig sein, denn private Investoren vor allem mit überregionaler Bedeutung tun sich derzeit schwer, sich zur Krim zu bekennen. So entwickelt sich die Wirtschaft auf der Krim hin zu Tourismus und staatsnahen Auftraggebern. In Moskau sei dagegen laut diesem Bericht die Wirtschaft zuletzt geschrumpft.
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Summers
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Summers » Sa 12. Aug 2017, 01:46

Die russische Wirtschaft wächst und gedeiht:

http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/kon ... 47636.html
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Olympus » Sa 12. Aug 2017, 02:27

Summers hat geschrieben:(12 Aug 2017, 02:46)

Die russische Wirtschaft wächst und gedeiht:

http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/kon ... 47636.html

Das einzige das in Russland wächst ist die Korruption und das Militär.
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Summers » Sa 12. Aug 2017, 11:21

Olympus hat geschrieben:(12 Aug 2017, 03:27)

Das einzige das in Russland wächst ist die Korruption und das Militär.


Das kannst Du doch gar nicht beurteilen.
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 12. Aug 2017, 12:26

Summers hat geschrieben:(12 Aug 2017, 12:21)

Das kannst Du doch gar nicht beurteilen.

warum könnte er das nicht? fakt ist das die bevölkerung ärmer wird. tatsache ist auch das es neue reichen gibt. wie paßt das zusammen, wenn nicht irgendwas nicht goldehrlich verlief?
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Summers » So 13. Aug 2017, 09:54

Nomen Nescio hat geschrieben:(12 Aug 2017, 13:26)

warum könnte er das nicht? fakt ist das die bevölkerung ärmer wird. tatsache ist auch das es neue reichen gibt. wie paßt das zusammen, wenn nicht irgendwas nicht goldehrlich verlief?


Die Bevölkerung wird ärmer? In welchem Vergleich? Zur Sowjetunion? Wohl kaum!
Der Rest Deines Beitrags ist Kapitalismuskritik, nicht falsch, lässt sich aber auf alle kapitalistischen Länder übertragen.
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Ger9374 » So 13. Aug 2017, 10:42

Die Russische Wirtschaft mag gut laufen, ist aber mehr auf das Inland ausgelegt, vermute ich!
Exportfähig sind wohl nicht so viele Produkte.
Öl und. Rohstoffe wie immer.
Den Russen geht es scheint es noch gut genug
zu gehen, sie jubeln ihren Herren ja zu.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Aristide » So 13. Aug 2017, 22:11

Die russkis haben ein bip/kopf das manche eu staaten übertrifft und immer noch die sechstgrößte vw der welt. Diejenigen die hier vor einigen zeit davon schwadronierten, wie putins russland bald zusammenbricht, sind wohl ziemlich miese analysten.
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 15. Aug 2017, 17:18

Aristide hat geschrieben:(13 Aug 2017, 23:11)

Die russkis haben ein bip/kopf das manche eu staaten übertrifft und immer noch die sechstgrößte vw der welt. Diejenigen die hier vor einigen zeit davon schwadronierten, wie putins russland bald zusammenbricht, sind wohl ziemlich miese analysten.

Russlands Wirtschaft hat viele und schwere Probleme. Daraus aber einen Untergang zu erfinden, ist unseriöse, dümmliche Propaganda.
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Nomen Nescio » Di 15. Aug 2017, 17:26

Summers hat geschrieben:(13 Aug 2017, 10:54)

Die Bevölkerung wird ärmer? In welchem Vergleich? Zur Sowjetunion? Wohl kaum!
Der Rest Deines Beitrags ist Kapitalismuskritik, nicht falsch, lässt sich aber auf alle kapitalistischen Länder übertragen.

verglichen mit 5-10 jahre her.
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Aristide » Fr 18. Aug 2017, 20:26

Nomen Nescio hat geschrieben:(15 Aug 2017, 18:26)

verglichen mit 5-10 jahre her.

Die ukraine hat heute auch ein bip, das geringer als 1990 ist. Sollen wir daraus schließen, dass die bolschewistenherrschaft für das land besser war!? :p
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 18. Aug 2017, 20:28

Aristide hat geschrieben:(18 Aug 2017, 21:26)

Die ukraine hat heute auch ein bip, das geringer als 1990 ist. Sollen wir daraus schließen, dass die bolschewistenherrschaft für das land besser war!? :p

nein, denn die ukraine führt einen krieg die ihr aufgedrungen war. krieg kostet immer geld. geld daß man sonst anders hätte anwenden können.
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Aristide » Fr 18. Aug 2017, 20:36

Nomen Nescio hat geschrieben:(18 Aug 2017, 21:28)

nein, denn die ukraine führt einen krieg die ihr aufgedrungen war. krieg kostet immer geld. geld daß man sonst anders hätte anwenden können.

Man kann sich auch einfach an das minsk II abkommen halten! Aber die ukrainische aggression gegen abtrünnige gebiete ist nicht ursächlich für ihren wirtschaftlichen niedergang.
Da helfen auch die zahlreichen imf kredite nix.
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 18. Aug 2017, 21:58

Aristide hat geschrieben:(18 Aug 2017, 21:36)

Man kann sich auch einfach an das minsk II abkommen halten! Aber die ukrainische aggression gegen abtrünnige gebiete ist nicht ursächlich für ihren wirtschaftlichen niedergang.
Da helfen auch die zahlreichen imf kredite nix.

was tun dann - durch internationalen wahrnehmer festgestellt - die neuen russischen waffen in ostukraine ?
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Aristide » Fr 18. Aug 2017, 22:05

Beschießen sie etwa die zentralbank in kiew?
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Europa2050 » Fr 18. Aug 2017, 22:13

Aristide hat geschrieben:(18 Aug 2017, 23:05)

Beschießen sie etwa die zentralbank in kiew?


Nein, aber wenn die ukrainische Armee sie nicht dran hindern würde - zum Preis einer massiven Belastung des ukrainischen Haushaltes - würden sie das sicher tun. Ich kann mich zumindestens dran erinnern, dass in der Verlautbarung zur Unabhängigkeit so was ähnliches vorkam.

(Und wer jetzt sagt, in der Erklärung komme die Zentralbank gar nicht vor, dem spreche ich jede Fähigkeit zur Transformation ab)

Was natürlich nichts daran ändert, dass die Länder, die direkt von Zarenherrschaft und Bolschewismus in den Kapitalismus übergingen extremst Korruptions- und Oligarchiegefährdet sind und da die Ukraine eben zu größten Teilen auch gehört.
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... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:
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Re: Russlands Wirtschaft- Sammelstrang

Beitragvon Aristide » Fr 18. Aug 2017, 22:18

Europa2050 hat geschrieben:(18 Aug 2017, 23:13)

Nein, aber wenn die ukrainische Armee sie nicht dran hindern würde - zum Preis einer massiven Belastung des ukrainischen Haushaltes - würden sie das sicher tun. Ich kann mich zumindestens dran erinnern, dass in der Verlautbarung zur Unabhängigkeit so was ähnliches vorkam.

(Und wer jetzt sagt, in der Erklärung komme die Zentralbank gar nicht vor, dem spreche ich jede Fähigkeit zur Transformation ab)

Was natürlich nichts daran ändert, dass die Länder, die direkt von Zarenherrschaft und Bolschewismus in den Kapitalismus übergingen extremst Korruptions- und Oligarchiegefährdet sind und da die Ukraine eben zu größten Teilen auch gehört.


Ich kann mich auch daran erinnern, dass russland nach ukrainischen angaben atomwaffen im konfliktgebiet eingesetzt haben soll !! Man sollte nicht jede propaganda des regimes in kiew für bare münze nehmen.

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