Drohender Krieg mit Russland?

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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon zollagent » Fr 29. Jun 2018, 21:13

Cobra9 hat geschrieben:(29 Jun 2018, 20:31)

Kindersoldaten.....ich weiss nicht. Was hat das mit Kultur zu tun

Militarismus hat wenig mit Kultur zu tun, ist eigentlich sogar die Negation der Kultur. Er ist das letzte Werkzeug, zu dem Diktaturen greifen, wenn sich ihre vermeintlichen oder tatsächlichen Vorteile gegenüber anderen abgenutzt haben. Auf irgendwas muß man ja stolz sein.
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Antonius
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Antonius » Sa 30. Jun 2018, 12:08

Cobra9 hat geschrieben:(29 Jun 2018, 20:31)
Kindersoldaten.....ich weiss nicht. Was hat das mit Kultur zu tun
Nun, wer in Ressentiments befangen ist, wird leicht zu Fehlschlüssen kommen....

Wie gesagt, schon in jungen Jahren lernen die Russen die reiche Kultur ihres Landes kennen, und das ist auch gut so.
Darüber hinaus sind sie iaR auch über andere Länder und deren Kultur sehr gut unterrichtet.

Die Journalistin Dr. Gabriele Krone-Schmalz berichtet in ihrem aktuellen Buch(*) über Michail Dmitrijews Aussage,
daß der Westen zu einer Entspannungspolitik zurückkehren möge, die die Interessen Rußlands ernst nimmt und respektiert,
denn dann würden die Reformkräfte im Innern gestärkt.
Mit einer Konfrontationspolitik würde er genau das Gegenteil erreichen.
Also, welche Politik sollte der Westen verfolgen: "Eindämmung durch Abschreckung" oder "Wandel durch Annäherung"?

(*) Gabriele Krone-Schmalz, Eiszeit, Verlag C.H. Beck, München, 2017.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon zollagent » Sa 30. Jun 2018, 12:13

Antonius hat geschrieben:(30 Jun 2018, 13:08)

Nun, wer in Ressentiments befangen ist, wird leicht zu Fehlschlüssen kommen....

Wie gesagt, schon in jungen Jahren lernen die Russen die reiche Kultur ihres Landes kennen, und das ist auch gut so.
Darüber hinaus sind sie iaR auch über andere Länder und deren Kultur sehr gut unterrichtet.

Die Journalistin Dr. Gabriele Krone-Schmalz berichtet in ihrem aktuellen Buch(*) über Michail Dmitrijews Aussage,
daß der Westen zu einer Entspannungspolitik zurückkehren möge, die die Interessen Rußlands ernst nimmt und respektiert,
denn dann würden die Reformkräfte im Innern gestärkt.
Mit einer Konfrontationspolitik würde er genau das Gegenteil erreichen.
Also, welche Politik sollte der Westen verfolgen: "Eindämmung durch Abschreckung" oder "Wandel durch Annäherung"?

(*) Gabriele Krone-Schmalz, Eiszeit, Verlag C.H. Beck, München, 2017.

So, wie die "Interessen Russlands" derzeit praktiziert werden, ist es der Anspruch auf Hegemonie gegenüber den Nachbarn. Das kann sich keine souveräne Nation bieten lassen.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Cobra9 » Sa 30. Jun 2018, 13:17

Antonius hat geschrieben:(30 Jun 2018, 13:08)

Nun, wer in Ressentiments befangen ist, wird leicht zu Fehlschlüssen kommen....

Wie gesagt, schon in jungen Jahren lernen die Russen die reiche Kultur ihres Landes kennen, und das ist auch gut so.
Darüber hinaus sind sie iaR auch über andere Länder und deren Kultur sehr gut unterrichtet.

Die Journalistin Dr. Gabriele Krone-Schmalz berichtet in ihrem aktuellen Buch(*) über Michail Dmitrijews Aussage,
daß der Westen zu einer Entspannungspolitik zurückkehren möge, die die Interessen Rußlands ernst nimmt und respektiert,
denn dann würden die Reformkräfte im Innern gestärkt.
Mit einer Konfrontationspolitik würde er genau das Gegenteil erreichen.
Also, welche Politik sollte der Westen verfolgen: "Eindämmung durch Abschreckung" oder "Wandel durch Annäherung"?

(*) Gabriele Krone-Schmalz, Eiszeit, Verlag C.H. Beck, München, 2017.



Eine militärische Ausbildung hilft die Kultur zu erhalten in einem Land.....ahja. Ich behaupte eher gehts um blinde Menschen die ihrem Putin folgen.

http://tv.orf.at/orf3/stories/2628581/

Ich halte es für falsch bei +10Jahren sowas anzufangen
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Vongole » Sa 30. Jun 2018, 13:51

Antonius hat geschrieben:(30 Jun 2018, 13:08)

Nun, wer in Ressentiments befangen ist, wird leicht zu Fehlschlüssen kommen....

Wie gesagt, schon in jungen Jahren lernen die Russen die reiche Kultur ihres Landes kennen, und das ist auch gut so.
Darüber hinaus sind sie iaR auch über andere Länder und deren Kultur sehr gut unterrichtet.

Die Journalistin Dr. Gabriele Krone-Schmalz berichtet in ihrem aktuellen Buch(*) über Michail Dmitrijews Aussage,
daß der Westen zu einer Entspannungspolitik zurückkehren möge, die die Interessen Rußlands ernst nimmt und respektiert,
denn dann würden die Reformkräfte im Innern gestärkt.
Mit einer Konfrontationspolitik würde er genau das Gegenteil erreichen.
Also, welche Politik sollte der Westen verfolgen: "Eindämmung durch Abschreckung" oder "Wandel durch Annäherung"?

(*) Gabriele Krone-Schmalz, Eiszeit, Verlag C.H. Beck, München, 2017.


Diesem Satz
Nun, wer in Ressentiments befangen ist, wird leicht zu Fehlschlüssen kommen....
kann ich uneingeschränkt zustimmen, wenn es sich um Krone-Schmalz handelt.
Diese Autorin ist dermaßen in Ressentiments gegen alles und jeden befangen, der Putin kritisiert, dass sie z.B. die Annexion der Krim keine widerrechtliche Landnahme, sondern "Notwehr unter Zeitdruck" nannte.

Die Kultur ihres Landes lernen junge Russen schon lange nicht mehr, sie lernen Hass auf einen Westen, den sie als Feind verstehen sollen, sie lernen eine verdrehte Geschichtsansicht,
die Stalin relativiert, sie lernen, dass an ihrer fehlenden Zukunftsperspektive und an ihrer Armut die "Anderen", aber niemals Putin schuld sei, sie lernen Kritiklosigkeit, Duckmäusertum und Angst, die vor allem,
sie lernen, dass es Russland dient", in fremde Länder einzufallen, und natürlich eine völlig distanzlose Einstellung zur Kirche, deren Obere mit Putin paktieren, denn der Glaube diente schon immer dem Diktator
mehr als das Wissen.

Was sie nicht lernen, weil sie keinen freien Zugang zu unabhängigen Medien und Lehrern haben und schon als Kinder indokriniert werden, ist, eine eigene Meinung zu entwickeln, ein freies Denken,
die Unabhängigkeit, sein Leben frei von pol. Einflussnahme zu gestalten.

Liebe zu Russland und seinen Menschen drückt sich nicht darin aus, ein Unterdrückersystem "entspannt" hinzunehmen, und auf die Interessen Putins, nicht Russlands, einzugehen.
Liebe zu Russland stützt die Kräfte, die gerne in einer freien Demokratie leben möchten.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Antonius » So 1. Jul 2018, 13:45

Vongole hat geschrieben:(30 Jun 2018, 14:51)
Diesem Satz kann ich uneingeschränkt zustimmen, wenn es sich um Krone-Schmalz handelt.
Diese Autorin ist dermaßen in Ressentiments gegen alles und jeden befangen, der Putin kritisiert, dass sie z.B. die Annexion der Krim keine widerrechtliche Landnahme, sondern "Notwehr unter Zeitdruck" nannte.

Die Kultur ihres Landes lernen junge Russen schon lange nicht mehr, sie lernen Hass auf einen Westen, den sie als Feind verstehen sollen, sie lernen eine verdrehte Geschichtsansicht,
die Stalin relativiert, sie lernen, dass an ihrer fehlenden Zukunftsperspektive und an ihrer Armut die "Anderen", aber niemals Putin schuld sei, sie lernen Kritiklosigkeit, Duckmäusertum und Angst, die vor allem,
sie lernen, dass es Russland dient", in fremde Länder einzufallen, und natürlich eine völlig distanzlose Einstellung zur Kirche, deren Obere mit Putin paktieren, denn der Glaube diente schon immer dem Diktator
mehr als das Wissen.

Was sie nicht lernen, weil sie keinen freien Zugang zu unabhängigen Medien und Lehrern haben und schon als Kinder indokriniert werden, ist, eine eigene Meinung zu entwickeln, ein freies Denken,
die Unabhängigkeit, sein Leben frei von pol. Einflussnahme zu gestalten.

Liebe zu Russland und seinen Menschen drückt sich nicht darin aus, ein Unterdrückersystem "entspannt" hinzunehmen, und auf die Interessen Putins, nicht Russlands, einzugehen.
Liebe zu Russland stützt die Kräfte, die gerne in einer freien Demokratie leben möchten.
Es tut mir leid, aber der Aussage, daß die Journalistin Dr. Gabriele Krone-Schmalz in Ressentiments befangen sei,
kann ich nach der Lektüre ihres aktuellen Buches(*) nicht zustimmen.
Im Gegenteil, allenfalls könnte man ihr Langatmigkeit und minutiöse Genauigkeitskrämerei vorwerfen.

Hast Du das Buch gelesen?
Hast sonst ein Buch oder eine Schrift von ihr gelesen? Welche?

Was die Krim betrifft, so gehört diese Halbinsel seit der Eroberung durch die Zarin Katharina II., die Große, um 1783 zu Rußland.
Das Osmanische Reich erkannte im Jahre 1792 mit dem Vertrag von Jassy die russische Oberhoheit über die Krim an.
Durch die administrative Verfügung von Chruschtschow im Jahre 1954 hat sich daran - aus meiner Sicht - auch nichts geändert.

(*) Gabriele Krone-Schmalz, Eiszeit, Verlag C.H. Beck, München, 2017.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon zollagent » So 1. Jul 2018, 15:12

Antonius hat geschrieben:(01 Jul 2018, 14:45)

Es tut mir leid, aber der Aussage, daß die Journalistin Dr. Gabriele Krone-Schmalz in Ressentiments befangen sei,
kann ich nach der Lektüre ihres aktuellen Buches(*) nicht zustimmen.
Im Gegenteil, allenfalls könnte man ihr Langatmigkeit und minutiöse Genauigkeitskrämerei vorwerfen.

Hast Du das Buch gelesen?
Hast sonst ein Buch oder eine Schrift von ihr gelesen? Welche?

Was die Krim betrifft, so gehört diese Halbinsel seit der Eroberung durch die Zarin Katharina II., die Große, um 1783 zu Rußland.
Das Osmanische Reich erkannte im Jahre 1792 mit dem Vertrag von Jassy die russische Oberhoheit über die Krim an.
Durch die administrative Verfügung von Chruschtschow im Jahre 1954 hat sich daran - aus meiner Sicht - auch nichts geändert.

(*) Gabriele Krone-Schmalz, Eiszeit, Verlag C.H. Beck, München, 2017.

Duch das Budapester Memorandum allerdings schon.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Cobra9 » So 1. Jul 2018, 15:16

Seh Ich aber schon ähnlich das die Dame tendenziell Pro Russland ist.

Aus ihrem Buch Eiszeit


“Gut und Böse, Schwarz und Weiß, richtig und falsch. Das sieht nach eindeutigen Kategorien aus. Jedenfalls auf den ersten Blick. Auf den zweiten stellt sich heraus, dass es sehr unterschiedliche Kategorien von Schwarz und Weiß gibt (...). Richtig und falsch ist nicht so eindeutig, wie man es erwarten könnte.“

Lesern, die mit dem Thema Russland nicht vertraut sind, droht in der Tat eine Verschiebung der Maßstäbe bei Lektüre des Buches – und das ist ein Problem. Finde Ich zumindest.

Gefährlich ist nicht Kritik im Umgang mit Diktatoren, sondern deren Schönreden.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Europa2050 » So 1. Jul 2018, 17:58

zollagent hat geschrieben:(01 Jul 2018, 16:12)

Duch das Budapester Memorandum allerdings schon.


Kurz mal Besserwissern:

Die völkerrechtliche Anerkennung der gegenseitigen Grenzen von Russland, Belarus und Ukraine als Ergebnis der Gliederung der Teilrepubliken der UdSSR erfolgte im Belowescher Abkommen am 8.12.1991 und wurde auch von der Duma ratifiziert (wie auch den anderen beiden Parlamenten).

Und die USA / Bush Senior waren weder beteiligt, noch begeistert, schließlich hatten sie auf Gorbatschow und eine reformierte UdSSR gesetzt.
Nationalismus lehrt Dich,
stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 1. Jul 2018, 18:05

Europa2050 hat geschrieben:(01 Jul 2018, 18:58)

Kurz mal Besserwissern:

Die völkerrechtliche Anerkennung der gegenseitigen Grenzen von Russland, Belarus und Ukraine als Ergebnis der Gliederung der Teilrepubliken der UdSSR erfolgte im Belowescher Abkommen am 8.12.1991 und wurde auch von der Duma ratifiziert (wie auch den anderen beiden Parlamenten).

Und die USA / Bush Senior waren weder beteiligt, noch begeistert, schließlich hatten sie auf Gorbatschow und eine reformierte UdSSR gesetzt.

Kohl ursprünglich auch. Er hat aber schnell auch an Jelzins Torkelland Gefallen gefunden. Mit dem neuen Selbstbewusstsein ist der Umgang freilich schwieriger, wenn man so umfangreiche Ansprüche ans Ausland hat wie Deutsche Land.
Striving for Excellence, Demonstrating Integrity, Activating Leadership, Acting Sustainably, Enjoying Participation, Living Diversity.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Vongole » So 1. Jul 2018, 18:27

Antonius hat geschrieben:(01 Jul 2018, 14:45)

Es tut mir leid, aber der Aussage, daß die Journalistin Dr. Gabriele Krone-Schmalz in Ressentiments befangen sei,
kann ich nach der Lektüre ihres aktuellen Buches(*) nicht zustimmen.
Im Gegenteil, allenfalls könnte man ihr Langatmigkeit und minutiöse Genauigkeitskrämerei vorwerfen.

Hast Du das Buch gelesen?
Hast sonst ein Buch oder eine Schrift von ihr gelesen? Welche?

Was die Krim betrifft, so gehört diese Halbinsel seit der Eroberung durch die Zarin Katharina II., die Große, um 1783 zu Rußland.
Das Osmanische Reich erkannte im Jahre 1792 mit dem Vertrag von Jassy die russische Oberhoheit über die Krim an.
Durch die administrative Verfügung von Chruschtschow im Jahre 1954 hat sich daran - aus meiner Sicht - auch nichts geändert.

(*) Gabriele Krone-Schmalz, Eiszeit, Verlag C.H. Beck, München, 2017.


Ich habe mir ihr Buch "Eiszeit" angetan, und durfte der Dame auch bei verschiedenen Polittalks zuhören.
Was sie auszeichnet, ist absolut fehlende Distanz zwischen dem Land Russland und dem System Putin, und ein m.M.n. sehr eigenartiges Verständnis von Demokratie.

Zur Krim wurde dankenswerter Weise von anderen Foristen alles gesagt.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Cobra9 » So 1. Jul 2018, 18:37

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(01 Jul 2018, 19:05)

Kohl ursprünglich auch. Er hat aber schnell auch an Jelzins Torkelland Gefallen gefunden. Mit dem neuen Selbstbewusstsein ist der Umgang freilich schwieriger, wenn man so umfangreiche Ansprüche ans Ausland hat wie Deutsche Land.


Stimmt. Brutal wenn ein Staat was dagegen hat wenn Russland seine Nachbarn überfällt :D
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon zollagent » So 1. Jul 2018, 19:23

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(01 Jul 2018, 19:05)

Kohl ursprünglich auch. Er hat aber schnell auch an Jelzins Torkelland Gefallen gefunden. Mit dem neuen Selbstbewusstsein ist der Umgang freilich schwieriger, wenn man so umfangreiche Ansprüche ans Ausland hat wie Deutsche Land.

Und welche "umfangreichen Ansprüche" wären das im Falle Russland?
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Everythingchanges » Mo 2. Jul 2018, 11:03

Cobra9 hat geschrieben:(29 Jun 2018, 19:38)

1.
Uiiii ganz neu das Russland sein Einkommen hauptsächlich mit dem Export von Öl und Gas finanziert. Aber bsp. den Agrar Sektor mit Finanziellen Mitteln von der Rente finanziert.

Hatte ich im Strang Blick nach Russland verlinkt


Die Berechnung ergibt sich aus der Summe, mit der der Staat dem Agrarsektor helfen muss. Die westlichen Sanktionen nach der Krim-Annexion und das als Vergeltung verhängte Importverbot auf westliche Agrarprodukte zwangen ihn dazu.

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... Preis.html

2.
Das Ziel der Sanktionen ist Russland lästig zu sein. Klappt. Langfristig wirds weh tun und gerade bei Rüstung sowie Ölexploration wird's schmerzhaft.

3.
Wieder die Märchenstunde. Die S400 ist ein gutes System. Aber weder wird es jeder kaufen ,noch wird es massenhaft verbreitet sein. Erspar solche Dinge doch jedem.

Außerdem ist das S400 System nicht das modernste System und es wurde längst mehrfach bewiesen es ist nur halb so wirksam wie gewünscht in der Propaganda russischer Art.

Es ist eine Entwicklung bzw. ein Upgrade des
SA-21 Growler2 System. Die Usa, NATO haben sich längst angepasst. Seit 2015 gibt's regulär Raketen bsp. die das System bequem auschalten können, ECM usw. wurden angepasst. Das man das S400 nicht unbedingt gottgleich fürchten muss sollten die Operationen gezeigt haben und es gab keine Abschüsse.

Kleines Beispiel. Eine F16 mit JASSM kann massiv gefährlich werden. Eine F35 kann immer noch bis zur
Small Diameter Bomb range einfliegen. Kombiniert man das mit anderen Maßnahmen ist eine S400 verwundbar.

Vor allem bsp. durch Raketen (AGM-158B). Gibts übrigens schon ein Weilchen.

Die Luftfahrzeugzelle der JASSM besteht vollständig aus Verbundwerkstoffen. Dazu so gebaut das Radar, Infrarot usw. weniger Zugriff haben

http://www.designation-systems.net/dusrm/m-158.html

Das ist nur eine von div. Systemen. Russland ist nicht allmächtig :) Die S400 ist ein gutes System. Aber es ist nicht der Game Changer.

Ein gutes System ohne Frage. Aber es ist mittlerweile gut zu bekämpfen. Jede Seite passt sich laufend an die Entwicklung an. Russland hat hier den Nachteil finanzielle Mittel nicht ausreichend verfügbar zu haben im Vergleich und Technologien ist man etwas hinterher

4.
Dummerweise ist das nur Verdrehen von Worten. Russland wird nirgends in der UNO von der Mehrheit gelobt, eher mit Kritik überzogen. Und Trump verstärkt seine Streitkräfte enorm. Soviel zum.Vertrauen in Russland :D

Klar vertraut man Russland. Weshalb man 55% mehr Truppen in die EU Staaten bringt :p

5.
Och nein bestimmt nicht. Wenn Russland nicht neue Ölfelder erschließen kann gibt es bestimmt von Bäumen das Öl. Russland kann in den meisten Fällen nicht zeitnah neue Öl Quellen erschließen. Das dauert Jahre.

Die Sanktionen verhindern Technik, Kapital und Know-how. Russland ist aber abhängig vom Öl. Ich seh da aber auch kein Problem. Russland ist nicht so wirklich wichtig. Große Ölfelder finden sich ja in Kanada. Brasilien und den Usa.

Gut das man langfristige Lieferverträge unterzeichnet hat mit den Anbietern.

6.
Falsch. Europäische Staaten investieren nichts oder nicht viel. China hat rs getan und erhält dafür Anteile. Anteile an russ. Firmen, Ölfeldern , Infrastruktur.

Indien zieht sich zurück, der Iran verlagert eher nach China. Sooooo toll ist es nicht wie Heil Putin es erzählt.


Bullshit. Russland kann keine internationale Devisen ausreichend kriegen, wegen der Sanktionen. Deshalb muss man ausweichen. Was glaubst Du warum russ. Banken keine Kredite kriegen.....pfeif.

Unter anderem geht es um Einschränkungen bei Geschäften mit russischen Banken und im Energiesektor. Die Verlängerung soll dann bis Ende Januar 2019 laufen.
https://diepresse.com/home/ausland/auss ... ter-EUBann
Das die EU vom Dollar abweichen würde wegen dem Iran ist gelogen. Man möchte das Atomprogramm Abkommen retten. Aber wie arg Russland Erfolg gegen die Sanktionen hat
https://www.cnbc.com/2018/06/29/eu-lead ... ussia.html


Das die Sanktionen der Usa auch treffen



Die neuen Strafmaßnahmen der USA belasten die russische Wirtschaft schwer. Sie gelten auch für europäische Unternehmen, die in Russland Geschäfte machen. Die Krux: Wenn beispielsweise deutsche Firmen auch in den Vereinigten Staaten tätig sind, können sie von den dortigen Behörden belangt werden. Banken droht darüber hinaus die Abkopplung vom internationalen Zahlungssystem Swift, wenn sie die US-Sanktionen unterlaufen.
http://www.finanztreff.de/news/ostaussc ... n/13177036


1.
siehe anderer Strang.
Nur weil Kohle aus dem Rentensystem genommen wird, ist das nicht gleich ein Fehler.

2.
Abwarten und Tee trinken.
Wie geschrieben, ich glaube es, wenn die Daten das hergeben.
Imo wollen sie die Förderung steigern.

btw. Das Ziel waren mal Verhaltensänderungen der Russen.
Wenn es jetzt nur noch ums Lästigsein ginge, wäre das auch ein Statement.

3.
Es ist ein Gamechanger, wenn man in Gebieten, die vorher mit sehr wenig Risiko kontrolliert werden konnten, nun ein höheres Risiko einpreisen muss.
Das die Nato nun erstmals eine eigenen Luftstrategie veröffentlich, fällt ja nicht vom Himmel.

4.
Vor der UN gelobt?
Was ist denn das für eine Kategorie?
Man muss Russland auch nicht vertrauen, aber es ist nun mal ein Fakt, dass aktuell immer mehr Länder eine größere Nähe zu Russland suchen.

Einige europ. Staaten sind zb. ganz verwundert, weil sich in Afrika plötzlich ein Präsident von Russen beschützen lässt und manches Land sich waffentechnisch breiter aufstellt.

5.
Verhindern ist mMn ein zu hartes Wort.
Verzögern trifft es eher und ob das mit den Langfristperspektiven in Sachen Sanktionen aufgeht, wird sich erst noch zeigen.

6.
Die ausl. Direktinvestitionen steigen seit einiger Zeit und das betrifft zb. auch die deutschen Investitionen.
Das aktuelle Umfeld (steigende Löhne usw.) fördern Investitionen und die kommen eben dahin, wo Renditen winken.

Das wird man auch nicht verhindern, indem man die Brechstange ala Swift, Dollarsystemgetriebene Sanktionen auspackt.
Das chin. Cips ist mittlerweile fast 800 Banken stark (die großen europ. sind auch dabei) und im Fall der Fälle tut es zwar weh SWIFT nicht nutzen zu können, aber ein Ausschluss wäre wohl für Russland kein Kriegsgrund mehr wie 2014/15.
Am Ende würde das das Zerbrechen der weltweiten Dollardominanz nur beschleunigen. Imo läuft es in einem gemächlicherem Tempo, aber Trump scheint es nicht schnell genug gehen zu können...

btw.
Die EU bezahlt einen Großteil iranisches Öl schon längst in Euro. Die EU-Staaten wissen wie alle anderen, dass das Dollarsystem nicht nur Sonnenseiten hat und darauf versucht man sich einzustellen.
Da geht es eher um das Angebot Russlands & des Irans dem Euro eine größere Bedeutung zu verleihen, indem sie den EURO an die Stelle des Dollars bei den restlichen Geschäften setzen.
Das wäre augenscheinlich sehr symbolträchtig, aber auf der anderen Seite braucht eine EURO-Zone mehr Euronachfrage auf der Welt, wenn sie das EZB-Doping zurückfahren wollen ohne dass die Zinsen explodieren...
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Cobra9 » Mo 2. Jul 2018, 14:15

"Everythingchanges"
1.
siehe anderer Strang.
Nur weil Kohle aus dem Rentensystem genommen wird, ist das nicht gleich ein Fehler.



Ich brauche keinen anderen Strang zu nehmen. Russland fehlt Geld wegen der agressiven Politik und Finanzierung seiner Kriege. Deshalb muss man wirtschaftliche Subventionen aus allm rauskramen wo möglich.

Zeigt allzu deutlich das Russland eher wirtschaftlich Defezite hat. Hoffentlich wird das noch angespannter. Je mehr Geld aufgebracht werden muss, desto besser.
2.
Abwarten und Tee trinken.
Wie geschrieben, ich glaube es, wenn die Daten das hergeben.
Imo wollen sie die Förderung steigern.

btw. Das Ziel waren mal Verhaltensänderungen der Russen.
Wenn es jetzt nur noch ums Lästigsein ginge, wäre das auch ein Statement.



Klar abwarten wird viel helfen :p Die bisher genutzten Felder versiegen. Das ist logisch. Und die meisten neuen Felder sind schwer nutzbar. Ohne Westen voel Spaß :)
3.
Es ist ein Gamechanger, wenn man in Gebieten, die vorher mit sehr wenig Risiko kontrolliert werden konnten, nun ein höheres Risiko einpreisen muss.
Das die Nato nun erstmals eine eigenen Luftstrategie veröffentlich, fällt ja nicht vom Himmel.



Entschuldige das ist dummes Gerede. Syrien war nie eine Free Fly Zone. Und internationale Lufträume sind sowieso frei. Oder nationale Lufträume. Feuert Russland hier auf NATO Kräfte haben wir Krieg. Oder es wird zumindest die Ausgangsbasis des Beschuss vernichtet. Ist in Syrien passiert. NATO Jets wurde beleuchtet, es gab Angriffe.


Diese Reaktion war angekündigt worden. Israel, Usa, Frankreich und diverse NATO Staaten haben ihr EAW, ECM upgedatet. F16 reicht aus um mit S400 fertig zu werden. Große Veränderung......bin nicht überzeugt.


Die S400 ist nicht schlecht. Hat anfangs auch zu Sorgen geführt. Mittlerweile ist es nur ein gutes System, das aber gut bekämpfbar wurde.


4.
Vor der UN gelobt?
Was ist denn das für eine Kategorie?
Man muss Russland auch nicht vertrauen, aber es ist nun mal ein Fakt, dass aktuell immer mehr Länder eine größere Nähe zu Russland suchen.

Einige europ. Staaten sind zb. ganz verwundert, weil sich in Afrika plötzlich ein Präsident von Russen beschützen lässt und manches Land sich waffentechnisch breiter aufstellt.


Venezuela, Transnistrien, Donezk & Co, Abchasien, Tschetenien........huiioo was für Namen
5.
Verhindern ist mMn ein zu hartes Wort.
Verzögern trifft es eher und ob das mit den Langfristperspektiven in Sachen Sanktionen aufgeht, wird sich erst noch zeigen.



Seit 2014 mehrfach im Jahr wird bei Pro Russland gemeint die Sanktionen finden ein Ende. Was ist bis heute ?

Aktiv. Und verhindern kann man nicht alles. Verzögerungen trifft es wirklich. Aber teure Verzögerungen.

6.
Die ausl. Direktinvestitionen steigen seit einiger Zeit und das betrifft zb. auch die deutschen Investitionen.
Das aktuelle Umfeld (steigende Löhne usw.) fördern Investitionen und die kommen eben dahin, wo Renditen winken.

Das wird man auch nicht verhindern, indem man die Brechstange ala Swift, Dollarsystemgetriebene Sanktionen auspackt.
Das chin. Cips ist mittlerweile fast 800 Banken stark (die großen europ. sind auch dabei) und im Fall der Fälle tut es zwar weh SWIFT nicht nutzen zu können, aber ein Ausschluss wäre wohl für Russland kein Kriegsgrund mehr wie 2014/15.
Am Ende würde das das Zerbrechen der weltweiten Dollardominanz nur beschleunigen. Imo läuft es in einem gemächlicherem Tempo, aber Trump scheint es nicht schnell genug gehen zu können...

btw.
Die EU bezahlt einen Großteil iranisches Öl schon längst in Euro. Die EU-Staaten wissen wie alle anderen, dass das Dollarsystem nicht nur Sonnenseiten hat und darauf versucht man sich einzustellen.
Da geht es eher um das Angebot Russlands & des Irans dem Euro eine größere Bedeutung zu verleihen, indem sie den EURO an die Stelle des Dollars bei den restlichen Geschäften setzen.
Das wäre augenscheinlich sehr symbolträchtig, aber auf der anderen Seite braucht eine EURO-Zone mehr Euronachfrage auf der Welt, wenn sie das EZB-Doping zurückfahren wollen ohne dass die Zinsen



Sorry zwei Dinge seh ich logisch anders. Die Investitionen steigen nicht wirklich spürbar und Löhne sinken real

Ein investitionsgetriebenes Modell hätte an seine Stelle treten müssen, wofür allerdings ausreichend Fortschritte beim Geschäftsklima fehlten. Durch das Zerwürfnis mit dem Westen ist die Investitionstätigkeit nach 2014 signifikant zurückgegangen. Und stimmt die neue Prognose des Wirtschaftsministeriums, so ist auch dieses und nächstes Jahr mit deutlich weniger Investitionen zu rechnen als bisher angenommen.
https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... reise.html
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Cobra9 » Di 3. Jul 2018, 08:49

Zu früh gefreut Pro Russland ;)

Die Krim Annektierung wird nicht annerkannt

https://www.blick.ch/news/ausland/trump ... 70630.html
https://www.zeit.de/politik/deutschland ... exion-krim
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Everythingchanges » Di 3. Jul 2018, 09:54

Cobra9 hat geschrieben:(02 Jul 2018, 15:15)

1.
Ich brauche keinen anderen Strang zu nehmen. Russland fehlt Geld wegen der agressiven Politik und Finanzierung seiner Kriege. Deshalb muss man wirtschaftliche Subventionen aus allm rauskramen wo möglich.

Zeigt allzu deutlich das Russland eher wirtschaftlich Defezite hat. Hoffentlich wird das noch angespannter. Je mehr Geld aufgebracht werden muss, desto besser.

2.
Klar abwarten wird viel helfen :p Die bisher genutzten Felder versiegen. Das ist logisch. Und die meisten neuen Felder sind schwer nutzbar. Ohne Westen voel Spaß :)

3.
Entschuldige das ist dummes Gerede. Syrien war nie eine Free Fly Zone. Und internationale Lufträume sind sowieso frei. Oder nationale Lufträume. Feuert Russland hier auf NATO Kräfte haben wir Krieg. Oder es wird zumindest die Ausgangsbasis des Beschuss vernichtet. Ist in Syrien passiert. NATO Jets wurde beleuchtet, es gab Angriffe.


Diese Reaktion war angekündigt worden. Israel, Usa, Frankreich und diverse NATO Staaten haben ihr EAW, ECM upgedatet. F16 reicht aus um mit S400 fertig zu werden. Große Veränderung......bin nicht überzeugt.


Die S400 ist nicht schlecht. Hat anfangs auch zu Sorgen geführt. Mittlerweile ist es nur ein gutes System, das aber gut bekämpfbar wurde.

4.
Venezuela, Transnistrien, Donezk & Co, Abchasien, Tschetenien........huiioo was für Namen

5.
Seit 2014 mehrfach im Jahr wird bei Pro Russland gemeint die Sanktionen finden ein Ende. Was ist bis heute ?

Aktiv. Und verhindern kann man nicht alles. Verzögerungen trifft es wirklich. Aber teure Verzögerungen.

6.
Sorry zwei Dinge seh ich logisch anders. Die Investitionen steigen nicht wirklich spürbar und Löhne sinken real

Ein investitionsgetriebenes Modell hätte an seine Stelle treten müssen, wofür allerdings ausreichend Fortschritte beim Geschäftsklima fehlten. Durch das Zerwürfnis mit dem Westen ist die Investitionstätigkeit nach 2014 signifikant zurückgegangen. Und stimmt die neue Prognose des Wirtschaftsministeriums, so ist auch dieses und nächstes Jahr mit deutlich weniger Investitionen zu rechnen als bisher angenommen.
https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... reise.html


1.
Ein Staat, der Haushaltsüberschüsse erwirtschaftet hat Geld und muss es nicht irgendwo herkramen.

2.
Spaß wird es nicht machen, aber wenn sie es hinbekommen, dann ist das für die westlichen Anbieter dieses Knowhows ganz sicher nicht so toll.
Die Russen sagen ja schon jetzt, dass sie unabhängiger werden müssen.

3.
Eben.
Und so eine Strategie wird auch nicht in zwei Wochen geschrieben. Die Nato nutzt genau diese Erkenntnisse in Syrien, um sich (und ihre Strategie) anzupassen.
In Syrien hat man sich mit Russland in Sachen Flugbetrieb abgestimmt, um just die Risiken zu verringern.

Wenn Russland Flugabwehr (es geht ja nicht nur um s400) großzügig verkauft, wird es auch anderswo problematischer eine Luftüberlegenheit zu garantieren.
Wenn die bisherige Strategie Nr.1 nicht mehr so funktioniert wie früher und du das nicht als Gamechanger siehst, was ist den dann in deinen Augen ein Gamechanger?

4.
Japan, Nord- und Südkorea, China, Indien, Afghanistan, Indien, Iran, Syrien, Saudi Arabien, Israel, Türkei, Ägypten, Lybien(was davon überig ist), Bulgarien, Griechenland, Österreich, Italien, Senegal, Kongo, Südsudan, Zentralafrikanische Republik, Venezuela, Philippien, Mosambik fallen mir spontan ein, die die Beziehungen zu Russland im Vergleich zu einem Zeitpunkt 2013/14 verbessern.
Das sind sicher nicht alle, aber es sollte ausreichen, um die Namen, die du gepostet hast zu übertreffen.

5.
Ja und da liegen die falsch. Ich hätte auch auf früher getippt. So what.
Wichtig ist vor allem, dass man Antworten auf die Entwicklungen hat und Russland hat diese bisher.
Und um das mal in die andere Richtung zu spielen.
"Antirussland" erklärt seit Jahren Dinge, die von der Realität überholt werden.

6.
Sowohl die Investitionen als auch die Löhne steigen real seit mehr als einem Jahr wieder.
https://tradingeconomics.com/russia/wage-growth
https://tradingeconomics.com/russia/gro ... -formation
https://tradingeconomics.com/russia/for ... investment

Ich mag den Autor des Artikels. Wobei mir hier allein die Überschrift schon zu unsachlich ist.
Die Russen haben die letzten Jahre viele Anpassungen veröffentlicht. Sowohl nach oben als auch nach unten.
Im Grunde geht es bei der Anpassung um das Einpreisen der neuen Sanktionen und daran müssen und werden sie sich wieder anpassen.
Die USA versuchen ziemlich viel, um Russland Knüppel zwischen die Beine zu werfen.
Ich glaube nicht, dass sie damit Erfolg haben werden.

Nur zum Vergleich: In Dtl. werden die Wachstumsprognosen seit einiger Zeit auch (sogar deutlicher) korrigiert und hier wirken bislang im Grunde "nur" verringerte Erwartungen.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon SirToby » Mi 4. Jul 2018, 07:43

Everythingchanges hat geschrieben:(28 Jun 2018, 10:03)

Ich habe die Pentagonmeldung dazu und zu manch anderer Begegnungen gelesen.
Diese folgen einem interessanten Muster.

Wenn diese beiden Staaten aneinandergeraten, beschweren sich meist die USA über das "gefährliche und unprofessionelle" Verhalten der Russen.
Bei Begegnungen zw. sagen wir chin. und amerikanischen Schiffchen/Fliegern ist es meist genau andersrum.

Die Zeichen für "Unfähigkeiten" sind recht gut zu sehen. Wo du diese Unfähigkeit ansiedeln willst, sei dir überlassen.

Es gibt erstaunlich viele "Unfälle" seit dem die Zeiten zwischen den beiden rauher geworden sind...
Seinen es Abstürze von Fliegern, Drohnen oder Crashs/Groundings von Schiffchen.
Entweder die USA (und auch Russland) haben immer mehr Schrott im Einsatz, immer mehr miserabel ausgebildete Soldaten oder irgendwer kennt die Schwächen dieser Systeme ziemlich gut und nutzt sie bisweilen...


Es gibt keine Pentagon-Meldung zu einem Kompletten Systemausfall auf der James Cook, noch auf einem anderem Schiff.

Lassen Sie ihren Worten Taten folgen, und verlinken Sie diese angebliche Meldung doch mal.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Everythingchanges » Mi 4. Jul 2018, 09:09

SirToby hat geschrieben:(04 Jul 2018, 08:43)

Es gibt keine Pentagon-Meldung zu einem Kompletten Systemausfall auf der James Cook, noch auf einem anderem Schiff.

Lassen Sie ihren Worten Taten folgen, und verlinken Sie diese angebliche Meldung doch mal.


Und natürlich wird eine Armee so was ganz offen zugeben... :D
Es gibt eine offizielle Meldung, die die 12 Überflüge am 12.04. bestätigt und dass das Schiff nach diesem Manöver nach Rumänien zurück fuhr und am 14.4 dort anlegte, wo es erst am 10.04. angelegt hatte.
Eines ist glasklar: Die Bewegung des Schiffs ist ein sehr seltsames Verhalten, wenn es so gar keine Probleme unterwegs gab
Das ein US-Schiff in internationalen Gewässern wegen zwei unbewaffneter russischer Flieger umdreht, die angeblich so gar keine Gefahr waren, passt einfach nicht ins Bild der US-Navy.

Das Gute ist, dass da natürlich alles und nichts reininterpretiert werden kann. Von "alles russische Propaganda" beginnend bis zum Problem der amerikanischen Technik.
Wie ich schon geschrieben habe, beschweren sich die USA sonst eher selten über das aggressive Verhalten anderer, sondern es ist sonst meist so, dass die Chinesen oä über das US-Militär meckern.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Kritikaster » Mi 4. Jul 2018, 09:21

Everythingchanges hat geschrieben:(04 Jul 2018, 10:09)

Das Gute ist, dass da natürlich alles und nichts reininterpretiert werden kann.

In der Tat, und Putins Trollfabriken gefolgt von deren 5. Kolonne machen von dieser Möglichkeit ja nicht nur in diesem Fall, sondern ganz generell großzügigen Gebrauch. :D
Der am höchsten entwickelte Sinn ist der Unsinn. (Peter E. Schumacher)
Wo der Sinn aufhört, beginnt der Wahnsinn. (Erhard Horst Bellermann)

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