Drohender Krieg mit Russland?

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Everythingchanges
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Everythingchanges » So 24. Jun 2018, 15:56

zollagent hat geschrieben:(24 Jun 2018, 15:04)
1.
Das ist zweifelhaft. Russland macht preisgünstige Angebote, weil es den Umsatz und die damit verbundenen Einnahmen braucht. Es gibt noch andere Energielieferanten, das Angebot ist groß genug, daß es nicht DEN Anbieter gibt, den alle brauchen.
2.
Wer ist "man"? Und welche wirtschaftliche Potenz stünde hinter Russland, daß es ein nennenswerter Faktor wäre? Angesichts einer Gesamtwirtschaftsleistung, die ungefähr der Italiens entspricht, ist die weltwirtschaftspolitische Bedeutung, die du hier sehen willst, eher marginal.

3.
Investitionen in welchem Wirtschaftsbereich?

4.
Für Aufträge braucht man Devisen. Russlands Einnahmen werden aber derzeit durch andere Dinge aufgebraucht.


Der Wiederaufbau Syriens muß auch finanziert werden. Wer soll das tun? So lange der Assad-Clan in Syrien die Regierung stellt, wird da nicht viel passieren.

Ob sie es tun, steht auf einem anderen Blatt, denn Russlands Hegemoniestreben hat ja nicht aufgehört.

5.
Die "russlandfreundliche Stimmung" ist eher Wunschdenken. Es wird mit der "Russland-Karte" versucht, die EU zu erpressen, aber die "russlandfreundlichen" Staaten wissen auch genau, daß Russland ihnen die EU nicht ersetzen kann. Und es auch gar nicht will. Der tägliche Polit-Poker innerhalb der EU ändert die grundsätzliche Ausrichtung nicht.


6.
Das wiederum sieht Russland aber anders. Es testet ständig aus, wie abwehrbereit diese beiden Staaten sind. Was sonst will Russland mit den ständigen Verletzungen finnischen und schwedischen Luftraums erreichen? Angst erzeugen?

7.
Es gibt nicht nur die Wahl Putin oder Trump. Europa hat genug Potential, um auf eigenen Füßen zu stehen. Trump dürfte aber nur eine temporäre Erscheinung sein. Sein Nachfolger wird viel aufzuräumen haben, die grundsätzlichen Gemeinsamkeiten werden aber auch einen Trump überdauern.


1.
Russland bekommt mehr als genug Devisen.
Die haben die Reserven seit einiger Zeit beständig nach oben gefahren und verzichten mittlerweile bewusst auf Optionen mehr Dollar zu bekommen.
Findest du wirklich, dass das jemand tun würde, wenn er unbedingt Devisen braucht?
ich nicht.

2.
Welches Substanz steht hinter Deutschland, wenn man billige Energie nicht zur VErfügung hätte?
Wenn du dem auf den Kern gehst, weißt du auch, das die Substanz Russlands sehr solide ist.

3.
Korridore von China gen EU oder durch Rußland gen Indien.
Sind zwei MEgaprojekte
Ein weiters ist Syrien.

4.
Russland hat genug Deviesen. Will sich sogar davon lösen.
Siehe 1.

5.
Natürlich ist das noch Wunschdenken, aber es wird eben eine immer interessantere Option, wenn zb. die USA Handelskrieg spielen oder man ggü China was durchsetzen möchte...

6.
Wird doch umgekehrt auch so gemacht. Wer immer einseitig schaut, wird immer nur ein Blick aufs Geschehen haben.

7.
Es gibt kein Europa ohne Russland.
Selbst jeder Geograph weiß das. ;)
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Everythingchanges » So 24. Jun 2018, 16:00

zollagent hat geschrieben:(24 Jun 2018, 16:27)

China bringt sich bewußt in KEINE Abhängigkeiten mehr. Wer Chinas Erfahrungen in der Vergangenheit und die jeder Diktatur anhängende Tendenz zur Autarkie kennt, der weiß auch, daß eine solche Annahme einfach nur Wunschdenken ist.

Russland versteht unter Kooperation das Übernehmen der Kommandogewalt. Darauf wird sich Europa nicht einlassen.

Und was die Waffenimporte angeht, China importiert MUSTER, noch nicht verstanden? :D


Chinas Geschichte steht eben genau dafür Ausgleich durch Handel (Sprich Abhängigkeiten) zu schaffen und anderen Reiche ihren Raum zu lassen.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon zollagent » So 24. Jun 2018, 17:15

Everythingchanges hat geschrieben:(24 Jun 2018, 17:00)

Chinas Geschichte steht eben genau dafür Ausgleich durch Handel (Sprich Abhängigkeiten) zu schaffen und anderen Reiche ihren Raum zu lassen.

Das ist nirgendwo zu sehen. Chinas Ausbreitung und Schaffung von Abhängigkeiten für ANDERE ist nur nicht so offensichtlich wie die Putins, weil China das nicht mit militärischer Gewalt forciert, sondern wirtschaftliche Mittel einsetzt. Man denke an die vielen Farmen, die in Afrika für China arbeiten. Ähnliches gibt es übrigens auch in der Ukraine. Und als die Chinesen ihre Liegenschaften dort durch den von Russland geförderten Bürgerkrieg in Gefahr sahen, gab es einen schrillen Pfiff aus Peking und Moskau war schnell bei Fuß. Daher hat die Offensive der Separatisten, deren Aufstand zunächst militärisch zu scheitern drohte, und die dann von regulären russischen Streitkräften, den berühmten "Urlaubern", zum Vorstoß weiter nach Westen ansetzte, schnell ein Ende gefunden. Damit war dann, um Moskau seine Eroberungen auch weiterhin zu erhalten, für das Minsker Abkommen der Weg frei.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon zollagent » So 24. Jun 2018, 17:38

Everythingchanges hat geschrieben:(24 Jun 2018, 16:56)

1.
Russland bekommt mehr als genug Devisen.
Die haben die Reserven seit einiger Zeit beständig nach oben gefahren und verzichten mittlerweile bewusst auf Optionen mehr Dollar zu bekommen.
Findest du wirklich, dass das jemand tun würde, wenn er unbedingt Devisen braucht?
ich nicht.


"Mehr als genug" scheint eben NICHT genug zu sein. Bei jeder Preisschwankung am Energiemarkt muß Russland um seine notwendigen Einnahmen zittern. Und die Chinesen mögen Gas und Öl abnehmen, aber ganz sicher werden sie dann auch die dafür bezahlten Preise diktieren.

Everythingchanges hat geschrieben:(24 Jun 2018, 16:56)2.
Welches Substanz steht hinter Deutschland, wenn man billige Energie nicht zur VErfügung hätte?
Wenn du dem auf den Kern gehst, weißt du auch, das die Substanz Russlands sehr solide ist.


In Deutschland ist eine moderne Wirtschaft, eine weitgehend intakte Infrastruktur und eine gut ausgebildete Arbeitnehmerschaft vorhanden. Alles Gebiete, in denen in Russland mehr der Mangel als irgendwas sonst regiert. Deine Solidität ist ein Wunschbild. Russland ist Infrastrukturmäßig eher Steppe mit ein paar Leuchttürmen rund um große Städte, im europäischen Teil etwas mehr ausgebaut als im Asiatischen.

Everythingchanges hat geschrieben:(24 Jun 2018, 16:56)3. Korridore von China gen EU oder durch Rußland gen Indien.
Sind zwei MEgaprojekte
Ein weiters ist Syrien.


Unser Planet ist rund und jeder Weg kann umfahren werden. Und Wege durch eine Autokratie sind immer von den Launen des Autokraten abhängig. Syrien ist ein Trümmerhaufen, der auf Jahrzehnte hinaus noch Gelder benötigen wird. Ich hatte gefragt, WER die Investitionen vornehmen soll. Die Frage hast du einfach mal umschifft. Ich stelle sie noch mal: WER bitte? Wenn ich mir, wie weiter oben verlinkt, den Zustand des "mehr als genug versorgten" :D russischen Staatshaushalts so ansehe, sehe ich DORT keine Quelle für Investitionen.


Everythingchanges hat geschrieben:(24 Jun 2018, 16:56)4.
Russland hat genug Deviesen. Will sich sogar davon lösen.
Siehe 1.


Wiederholungen von offenbarem Unsinn machen diesen nicht sinnvoller.


Everythingchanges hat geschrieben:(24 Jun 2018, 16:56)5.
Natürlich ist das noch Wunschdenken, aber es wird eben eine immer interessantere Option, wenn zb. die USA Handelskrieg spielen oder man ggü China was durchsetzen möchte...


Etwas gegen China durchsetzen? Mit Kleinstaaten aus dem Osteuropäischen Gürtel? Oder mit einem autokratisch regierten Staat, dessen Führung offenbar nur gut schlafen kann, wenn sie keine Partner hat, sondern Untergebene? Solche "Partner" braucht Europa nicht. Es hat genug eigene Wirtschaftskraft, um ohne Randlagennachbarn auszukommen, die ihre eigenen politischen Ambitionen eben nicht kompatibel mit den Grundwerten der EU machen wollen.

Everythingchanges hat geschrieben:(24 Jun 2018, 16:56)6.
Wird doch umgekehrt auch so gemacht. Wer immer einseitig schaut, wird immer nur ein Blick aufs Geschehen haben.


Wo bitte gab es Vorfälle, in denen schwedische oder finnische Kampfflugzeuge russischen Luftraum verletzen würden? Bitte Ort und Zeitpunkt angeben. Danke.

Everythingchanges hat geschrieben:(24 Jun 2018, 16:56)7.
Es gibt kein Europa ohne Russland.
Selbst jeder Geograph weiß das. ;)


Politik und Geographie muß man schon auseinanderhalten können. Europa lebt gut auch ohne Russland. Es hat Handelspartner und Lieferanten in aller Welt, die das, was aus Russland kommt, locker ersetzen könnten. Der größte daraus resultierende Nachteil wäre vielleicht, aber auch nur vielleicht, eine etwas teurere Energiebelieferung. Die aber wäre zu verkraften. Ob aber Russland auf Dauer ohne die zuverlässigen Zahler aus der EU leben könnte, das wage ich zu bezweifeln. Die Chinesen warten nur auf so eine Situation. Dann könnte Russland womöglich plötzlich "heim ins Reich" wollen. :D :D
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Everythingchanges » So 24. Jun 2018, 18:38

zollagent hat geschrieben:(24 Jun 2018, 18:38)
1.
"Mehr als genug" scheint eben NICHT genug zu sein. Bei jeder Preisschwankung am Energiemarkt muß Russland um seine notwendigen Einnahmen zittern. Und die Chinesen mögen Gas und Öl abnehmen, aber ganz sicher werden sie dann auch die dafür bezahlten Preise diktieren.

2.

In Deutschland ist eine moderne Wirtschaft, eine weitgehend intakte Infrastruktur und eine gut ausgebildete Arbeitnehmerschaft vorhanden. Alles Gebiete, in denen in Russland mehr der Mangel als irgendwas sonst regiert. Deine Solidität ist ein Wunschbild. Russland ist Infrastrukturmäßig eher Steppe mit ein paar Leuchttürmen rund um große Städte, im europäischen Teil etwas mehr ausgebaut als im Asiatischen.

3.
Unser Planet ist rund und jeder Weg kann umfahren werden. Und Wege durch eine Autokratie sind immer von den Launen des Autokraten abhängig. Syrien ist ein Trümmerhaufen, der auf Jahrzehnte hinaus noch Gelder benötigen wird. Ich hatte gefragt, WER die Investitionen vornehmen soll. Die Frage hast du einfach mal umschifft. Ich stelle sie noch mal: WER bitte? Wenn ich mir, wie weiter oben verlinkt, den Zustand des "mehr als genug versorgten" :D russischen Staatshaushalts so ansehe, sehe ich DORT keine Quelle für Investitionen.


4.
Wiederholungen von offenbarem Unsinn machen diesen nicht sinnvoller.



5.
Etwas gegen China durchsetzen? Mit Kleinstaaten aus dem Osteuropäischen Gürtel? Oder mit einem autokratisch regierten Staat, dessen Führung offenbar nur gut schlafen kann, wenn sie keine Partner hat, sondern Untergebene? Solche "Partner" braucht Europa nicht. Es hat genug eigene Wirtschaftskraft, um ohne Randlagennachbarn auszukommen, die ihre eigenen politischen Ambitionen eben nicht kompatibel mit den Grundwerten der EU machen wollen.


Politik und Geographie muß man schon auseinanderhalten können. Europa lebt gut auch ohne Russland. Es hat Handelspartner und Lieferanten in aller Welt, die das, was aus Russland kommt, locker ersetzen könnten. Der größte daraus resultierende Nachteil wäre vielleicht, aber auch nur vielleicht, eine etwas teurere Energiebelieferung. Die aber wäre zu verkraften. Ob aber Russland auf Dauer ohne die zuverlässigen Zahler aus der EU leben könnte, das wage ich zu bezweifeln. Die Chinesen warten nur auf so eine Situation. Dann könnte Russland womöglich plötzlich "heim ins Reich" wollen. :D :D

6.
Wo bitte gab es Vorfälle, in denen schwedische oder finnische Kampfflugzeuge russischen Luftraum verletzen würden? Bitte Ort und Zeitpunkt angeben. Danke.




1.
???
Die haben selbst in den Krisenjahren ab 2015 bei sehr tiefen Preisen Devisen aufgebaut, als sie aufgehört haben die zur Rubelpflege einzusetzen.
Auch wen du es scheinbar nicht glauben kannst. Wer im Überfluss das Zeug hat, dass man gegen Devisen verkaufen kann, hat keine Probleme an Devisen zu kommen.

2.
Sicher.
Nur ohne billige Energie bricht die zusammen. Spricht Russlands Fundament ist unsere Abhängigkeit von Rohstoffen für unsere moderne Wirtschaft.

3.
:D
Ich hoffe mal, dass das ironisch gemeint ist. Andernfalls wäre es eine beleidigendes Argument.
Wir leben im Kapitalismus. Da werden in deiner modernen Wirtschaft wegen ein paar Cent bei einem Produkt wie einem Auto gefeilscht.
Du willst mir hoffentlich nicht erklären, dass man gerne zig tausend Kilometer mehr Weg in Kauf nimmt, wenn es auch schneller (und weit günstiger) geht?

Der russische Haushalt ist nur eine Quelle für Investitionen. Es gibt weit mehr und da wir ja in einer modernen Wirtschaft leben, wirst du auch wissen, dass man mit der entsprechenden Rendite selten Probleme hat sich Kapital zu besorgen. Bei gewissen Geschäftsaussichten wird Kapital schnell sehr unmodern und gierig.

4.
Manche Wahrheit kann man nicht oft genug wiederholen. Deutschland (und alle Welt) braucht billige Energie. Russland hat sie und nur deshalb ist ihr HAushalt "abhängig".

5.
Wir reden von der EU und nicht von Europa. Jemand der sich gerne über russische Propaganda erregt, sollte nicht der eigenen Öffentlichkeitsarbeit aufsitzen.
Auch wenn das ein paar größenwahnsinnige Eurokraten oder EU-Staatenleader gerne anders hätten. Nur in deren Wahn werden die die Idee aufrecht halten können, dass die EU solche Partner nicht brauchen, aber selbst die rudern zurück (ohne Russland...). Die EU ist NICHT Europa und sie braucht Partner immer dringender und kann immer weniger wählerisch dabei sein.

Es gibt da das schöne Sprichtwort: Hochmut kommt vor dem Fall und die alte EU (zer)fällt schon.
Es haben nur noch nicht alle mitbekommen, weil sie gerne glauben wollen, dass sowas wie Brexit oder Migrationsgipfel in kleiner Runde oder Militärentwicklung in kleinerer Runde ganz normale Entwicklung für eine EU sind. Ist es nicht. Das sind Anpassungen an Krisenzustände.

6.
Hab ich eher im Bündnissinne gemeint. Vorfälle zu Grenzverletzungen gab es von der NATO und von Russland.
Schweden und die NAto überlegen intensiver, diesem Bündnis beizutreten und beteiligen sich an Manövern usw.
Sprich Russland deutet an, was es für diese Länder bedeutet, wenn sie diese Schritte weitergehen.
Die Falken nutzen es dann um diese Schritte zu fordern und die Tauben mahnen, ob man das in noch intensiver wirklich haben möchte...
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Cobra9 » So 24. Jun 2018, 19:41

1.
Deshalb sind alle so heiß auf das S400?


Alle ? Saudi-Arabien, Türkei, Iran sind bei weitem nicht alle. China produziert eine eigene Version in Lizenz. Mit dem gleichen Spruch könnte man behaupten alle wollen Leopard Panzer kaufen. Was völlig überzogen ist als Behauptung.

Ja Russland exportiert Rüstungsgüter die ihre Funktion erfüllen. Energie, Rüstung und Atomkraftwerke ist aber alles was Russland irgendwie noch in Stückzahl exportiert. Darauf stolz sein darfst gerne.

Zeigt aber nur wie wenig Russland anzubieten hat als Wirtschaft.



2.
Mag ja sein, nur sind das immernoch Gelder für eine Waffe, die es nirgendwo sonst gibt und vor allem, die man heute auch eigentlich kaum noch braucht.
Die Zukunft findet auf anderen Feldern statt.


Richtig und auch da ist man vorne mit dabei. Russland hat deutlich mehr Probleme. Brain Drain, veraltete Wirtschaft und ein ungünstiges Umfeld.

Den Brain Drain hab ich mit einer Quelle im Blick nach Russland Strang verlinkt. Finanzier mal Forschung unter den Grundlagen.


3.
Ich habe da deinen Aussagen seinerzeit zu dem Thema die größe BEdeutung beigemessen.

Es gab aber die von dir in naher Zukunft angekündigten Förderkürzungen nicht.
Ich räume da sofort ein, dass ich falsch liege, wenn sich die Realität entsprechend entwickelt, aber derzeit trifft das einfach nicht zu.



Nicht Ich sage das sondern die IAE. Quelle wurde genan unten. Es ist auch klug zu versuchen mit den Usa den Handel zu verstärken.

Das die Usa eine wesentlich größere Rolle spielen werden ist die Prognose.

https://webstore.iea.org/search?q=russi ... g/oil2018/

https://www.wiwo.de/finanzen/boerse/ene ... 09016.html


China möchte auch mehr Öl aus den Usa

https://www.boerse-online.de/nachrichte ... 1025952354
4.
Russland ist so besorgt an Geld zu kommen, dass die freiwillig bei Devisenbringern vom Dollar wegwollen!!!
Oligarchen "betteln" um Amnestien, um GEld heimwärts zu bringen.
Man könnte glauben, dass GB und die USA sich zum Ziel gesetzt haben russischen Dollar/Pfund nach Moskau zu treiben.


Na ja nicht alle Oligarchen kommen heim. Je nachdem wie man zum Kreml steht. Ich kann aber nachvollziehen dss Russland wegen der Sanktionen keine Dollar will. Eigene Position stärken, aber klappt weniger gut.


5.
Das war das aktuellste Beispiel.
Die Liste es ellenlang.
Angefangen bein Japan, Indien, Südkorea bis zu Förderländern ala Iran, Syrien, afrikanische Staaten, Venezuela usw.




Und weiter ?

6.
Die Eu wird abhängig von billiger Energie bleiben und Russland wird seinen Einfluss just auf die Produzenten ausweiten.
Das muss man einkalkulieren.



Russland hat Pech. Das wollen alle
Leben ist das was passiert, während du beschäftigt bist, andere Pläne zu machen.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon zollagent » So 24. Jun 2018, 20:12

Everythingchanges hat geschrieben:(24 Jun 2018, 19:38)

1.
???
Die haben selbst in den Krisenjahren ab 2015 bei sehr tiefen Preisen Devisen aufgebaut, als sie aufgehört haben die zur Rubelpflege einzusetzen.
Auch wen du es scheinbar nicht glauben kannst. Wer im Überfluss das Zeug hat, dass man gegen Devisen verkaufen kann, hat keine Probleme an Devisen zu kommen.


So, haben sie das? Einen Überfluß kann ich nicht erkennen. Der Haushalt jedenfalls spiegelt das nicht wider. Hier scheint der Wunsch wieder mal der Vater des Gedankens zu sein. Es geht ja dabei nicht nur ums "reinbekommen". Das Hauptproblem von Putins Russland ist, wofür es rausgeht. Und da sind sehr viele unproduktive Aktionen dabei. Syrien ist eines davon, die Unterstützung der Aufständischen in der Ukraine ein Anderes.

Everythingchanges hat geschrieben:(24 Jun 2018, 19:38)2.
Sicher.
Nur ohne billige Energie bricht die zusammen. Spricht Russlands Fundament ist unsere Abhängigkeit von Rohstoffen für unsere moderne Wirtschaft.


Energie muß nicht billig sein, sie muß in einer produktiven Gesellschaft VERFÜGBAR sein. Das ist sie von diversen Lieferanten, nicht nur von Russland. Und viel mehr als Energieträger hat Russland nicht zu bieten, was in unserer Wirtschaft gebraucht wird. Für andere Rohstoffe haben wir auch andere Lieferanten.


Everythingchanges hat geschrieben:(24 Jun 2018, 19:38)3.
:D
Ich hoffe mal, dass das ironisch gemeint ist. Andernfalls wäre es eine beleidigendes Argument.
Wir leben im Kapitalismus. Da werden in deiner modernen Wirtschaft wegen ein paar Cent bei einem Produkt wie einem Auto gefeilscht.
Du willst mir hoffentlich nicht erklären, dass man gerne zig tausend Kilometer mehr Weg in Kauf nimmt, wenn es auch schneller (und weit günstiger) geht?


Sicherheit geht im Zweifel vor Günstigkeit. Zumal auch Straßen- oder Bahntransport es mit den Kosten pro transportierter Tonne mit Schiffsverkehr nicht aufnehmen kann. ;)


Everythingchanges hat geschrieben:(24 Jun 2018, 19:38)Der russische Haushalt ist nur eine Quelle für Investitionen. Es gibt weit mehr und da wir ja in einer modernen Wirtschaft leben, wirst du auch wissen, dass man mit der entsprechenden Rendite selten Probleme hat sich Kapital zu besorgen. Bei gewissen Geschäftsaussichten wird Kapital schnell sehr unmodern und gierig.


Im Fall Griechenland kannst du sehen, was mit der besten Rendite im Problemfall geschieht. Sie wird schlichtweg nicht gezahlt und das geliehene Kapital ist gleich mit perdu. Der russische Haushalt ist chronisch unterfinanziert und vor allen Dingen von der Preisentwicklung am Energiemarkt abhängig. Schon kleine Schwankungen können da Löcher in die Haushaltsplanung reißen. Ob Kapital "gierig" wird, das ist auch eine Frage. Vor allem, wenn man weiß, wie viele russische Oligarchen ihr Kapital im Westen geparkt haben. Auch Putin und sein Kapellmeister. Die Panama-Papers waren da sehr aussagekräftig. Was sein aktueller Haushalt eher nicht ist.


Everythingchanges hat geschrieben:(24 Jun 2018, 19:38)4.
Manche Wahrheit kann man nicht oft genug wiederholen. Deutschland (und alle Welt) braucht billige Energie. Russland hat sie und nur deshalb ist ihr HAushalt "abhängig".


Wahrheiten durchaus. Daran emporgesponnene Legenden aber nicht. Russland braucht den Erdöl- und Gasverkauf wesentlich dringender als Europa seine Energie aus Russland beziehen muß. Denn nur der ist der Devisenbringer für das Land.



Everythingchanges hat geschrieben:(24 Jun 2018, 19:38)5.
Wir reden von der EU und nicht von Europa. Jemand der sich gerne über russische Propaganda erregt, sollte nicht der eigenen Öffentlichkeitsarbeit aufsitzen.
Auch wenn das ein paar größenwahnsinnige Eurokraten oder EU-Staatenleader gerne anders hätten. Nur in deren Wahn werden die die Idee aufrecht halten können, dass die EU solche Partner nicht brauchen, aber selbst die rudern zurück (ohne Russland...). Die EU ist NICHT Europa und sie braucht Partner immer dringender und kann immer weniger wählerisch dabei sein.

Es gibt da das schöne Sprichtwort: Hochmut kommt vor dem Fall und die alte EU (zer)fällt schon.
Es haben nur noch nicht alle mitbekommen, weil sie gerne glauben wollen, dass sowas wie Brexit oder Migrationsgipfel in kleiner Runde oder Militärentwicklung in kleinerer Runde ganz normale Entwicklung für eine EU sind. Ist es nicht. Das sind Anpassungen an Krisenzustände.


Das ist das Wunschbild Putins und möglicherweise auch Trumps. Mit der Wirklichkeit stimmt das eher nicht überein. Die Wahrheit ist eher, daß gerade diejenigen, die am meisten gegen die EU schießen, die größten Nehmerländer sind. Die werden vieles tun, aber die EU verlassen, das werden sie nicht. Auch nicht für Russland. Denn was sie von Russland zu erwarten haben, wissen sie aus über vierzigjähriger Geschichte. Die EU ist keineswegs so in Not, so daß sie sich mit jedem, der sich andient, zusammentun müßte. Sie ist eines der reichsten Gebiete der Welt, Russland kann da nur neidisch danebenstehen. Man kann es auch daran erkennen, daß die EU das Ziel vieler Flüchtlinge ist. Russland dagegen nicht.


Everythingchanges hat geschrieben:(24 Jun 2018, 19:38)6.
Hab ich eher im Bündnissinne gemeint. Vorfälle zu Grenzverletzungen gab es von der NATO und von Russland.
Schweden und die NAto überlegen intensiver, diesem Bündnis beizutreten und beteiligen sich an Manövern usw.
Sprich Russland deutet an, was es für diese Länder bedeutet, wenn sie diese Schritte weitergehen.
Die Falken nutzen es dann um diese Schritte zu fordern und die Tauben mahnen, ob man das in noch intensiver wirklich haben möchte...


Schweden und Finnland sind aber keine Bündnismitglieder. Von daher ist die ständige Verletzung der Hoheitsgebiete und Lufträume schlicht nichts als eine militärische Drohung. Und militärische Erpressung (dein Schreiben, "ob man das [=militärische Provokationen durch russische Flugzeuge und Kriegsschiffe] noch intensiver möchte") wird die beiden Länder um so schneller in die NATO treiben. Das wird dort schon diskutiert. Und die jüngeren Bevölkerungsteile sind mehrheitlich dafür.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Cobra9 » So 24. Jun 2018, 20:29

Leben ist das was passiert, während du beschäftigt bist, andere Pläne zu machen.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Cobra9 » Mo 25. Jun 2018, 06:41

1.
Frag das die Russen, wie das funktioniert. :D
Der Weg, den sie gehen, deutet nicht darauf hin, dass sie besondere Sorgen wegen Aufhebung der Sanktionen haben.
Ich halte sie einfach nicht für blöd genug, um sich auf einen Weg zu begeben, der ohne westliches KnowHow zusammenbricht.



Russland pokert und hofft das die Sanktionen aufgehoben werden. Dazu treibt es auch Spielchen munter weiter.

Aber seltsam das die Sanktionen immer wieder verlängert werden. Wo man Russland doch allgemein so liebt. Russland braucht für neue Ölquellen die Technik von Uns.

2.
Ja und der Verbrauch steigt auch.


Aber es gibt auch viele neue Lieferanten. Welche die eher zu akzeptieren wären. Die USA bsp.

3.
Natürlich spielen da viele andere mit, aber Russland bekommt erstaunlich viele Optionen für so einen immens abhängig Tankstelle,
Die OPEC+ ist in einer Zeit Realität geworden, als Russland angeblich ganz schlimm isoliert war.


Es ging um den Ölpreis. Da hat man einen wunderschönen gemeinsamen Nenner. Aber das war es auch.

4.
In der Gesamtbetrachtung sicher, aber im Krisengebiet zählen nicht die Waffen, die irgendwo über den Ozean im Hangar stehen oder im Hafen liegen.
Wenn ich also sagen wir in Nordkorea als Nato tätig werden wollte, bringt mit die ganze zahlenmäßige Überlegenheit 0,0, weil ich sie nicht aufs Brett bekomme.



Bullshit. Japan bietet sich im Fall des Falles an. Südkorea natürlich auch. Kampfflugzeuge zu verlegen ist kein Problem. Und Russland zu bekämpfen geht auch. Tun die Usa notfalls. Syrien bsp.

5.
Und haben sie davon nicht ein paar?
Um das Rückgrat der USA vor Ort (sprich ins Umland Russland) zu bringen braucht es Logisik und vor allem Raketen, die in Masse nun mal nicht mit DHL geliefert werden.
Bei beidem ist die Navy unersetzbar und wenn das Risiko für ein Ankommen zu hoch ist, wird man sie nicht einsetzen.


Ja hab gesehen wie beeindruckt man von Russland samt Drohungen ist. Gar nicht. Erpressen lässt man sich nicht. Russland kann der Us Navy weh tun, dann blutet aber Russland am Ende. Wie gesagt Syrien zeigte das Russland viel Drohungen ausstoßen kann. Aber wenn es hart auf hart kommt findet das niemand so beeindruckend.
6.
Russland wird keine Natostaaten angreifen, aber die aktuellen Problemzonen sind auch keine Natogebiete.
Die Nato wird für einen Krieg gegen Russland im Nichtnatobereich keine Einigkeit mehr erzielen, weil diese Einzelstaaten auf Vernunft umschalten.
Zu allererst mal die USA selber, die lieber Einfluss aufgeben als wirklich auf Kriegskurs in Nahost oder Nordkorea zu gehen.
Aber auch so ziemlich alle anderen großen haben imo besseres zu tun, als Russlands Wirkungskreise weiter einzuschränken.


Falsch. Russland ist aktiv. Wie in der Ukraine. Als Agressor
7.
Es liegt unter der Erwartung der Zentralbank ;) , die gilt aber als sehr konservativer Schätzer.
Und trotzdem liegen diese Werte weit über dem, was seinerzeit so erwartet wurde, da Russland ja mit den Sanktionen angeblich in die Knie gezwungen werden könne

Aber Putin versucht auch genau das Wachstum zu steigern, was aber in Russland schon immer eine Herkulesaufgabe war.



Russland ist eben wirtschaftlich drittklassig und bleibt rs noch
Leben ist das was passiert, während du beschäftigt bist, andere Pläne zu machen.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Everythingchanges » Mo 25. Jun 2018, 10:15

zollagent hat geschrieben:(24 Jun 2018, 21:12)

1.
So, haben sie das? Einen Überfluß kann ich nicht erkennen. Der Haushalt jedenfalls spiegelt das nicht wider. Hier scheint der Wunsch wieder mal der Vater des Gedankens zu sein. Es geht ja dabei nicht nur ums "reinbekommen". Das Hauptproblem von Putins Russland ist, wofür es rausgeht. Und da sind sehr viele unproduktive Aktionen dabei. Syrien ist eines davon, die Unterstützung der Aufständischen in der Ukraine ein Anderes.

2.
Energie muß nicht billig sein, sie muß in einer produktiven Gesellschaft VERFÜGBAR sein. Das ist sie von diversen Lieferanten, nicht nur von Russland. Und viel mehr als Energieträger hat Russland nicht zu bieten, was in unserer Wirtschaft gebraucht wird. Für andere Rohstoffe haben wir auch andere Lieferanten.

3.
Sicherheit geht im Zweifel vor Günstigkeit. Zumal auch Straßen- oder Bahntransport es mit den Kosten pro transportierter Tonne mit Schiffsverkehr nicht aufnehmen kann. ;)


4.
Im Fall Griechenland kannst du sehen, was mit der besten Rendite im Problemfall geschieht. Sie wird schlichtweg nicht gezahlt und das geliehene Kapital ist gleich mit perdu. Der russische Haushalt ist chronisch unterfinanziert und vor allen Dingen von der Preisentwicklung am Energiemarkt abhängig. Schon kleine Schwankungen können da Löcher in die Haushaltsplanung reißen. Ob Kapital "gierig" wird, das ist auch eine Frage. Vor allem, wenn man weiß, wie viele russische Oligarchen ihr Kapital im Westen geparkt haben. Auch Putin und sein Kapellmeister. Die Panama-Papers waren da sehr aussagekräftig. Was sein aktueller Haushalt eher nicht ist.



5.
Wahrheiten durchaus. Daran emporgesponnene Legenden aber nicht. Russland braucht den Erdöl- und Gasverkauf wesentlich dringender als Europa seine Energie aus Russland beziehen muß. Denn nur der ist der Devisenbringer für das Land.

6.
Das ist das Wunschbild Putins und möglicherweise auch Trumps. Mit der Wirklichkeit stimmt das eher nicht überein. Die Wahrheit ist eher, daß gerade diejenigen, die am meisten gegen die EU schießen, die größten Nehmerländer sind. Die werden vieles tun, aber die EU verlassen, das werden sie nicht. Auch nicht für Russland. Denn was sie von Russland zu erwarten haben, wissen sie aus über vierzigjähriger Geschichte. Die EU ist keineswegs so in Not, so daß sie sich mit jedem, der sich andient, zusammentun müßte. Sie ist eines der reichsten Gebiete der Welt, Russland kann da nur neidisch danebenstehen. Man kann es auch daran erkennen, daß die EU das Ziel vieler Flüchtlinge ist. Russland dagegen nicht.
7.
Schweden und Finnland sind aber keine Bündnismitglieder. Von daher ist die ständige Verletzung der Hoheitsgebiete und Lufträume schlicht nichts als eine militärische Drohung. Und militärische Erpressung (dein Schreiben, "ob man das [=militärische Provokationen durch russische Flugzeuge und Kriegsschiffe] noch intensiver möchte") wird die beiden Länder um so schneller in die NATO treiben. Das wird dort schon diskutiert. Und die jüngeren Bevölkerungsteile sind mehrheitlich dafür.


1.
Ja haben sie.
Auch wenn du das nicht erkennst. Am ehesten sieht man das am Leistungsbilanzsaldo und der ist in Russland meist sehr grün...

2.
Schau dir mal die großen Wirtschaftskrisen an.
Billige Energie ist wichtig.
Energie gab es zu den Ölkrisen auch, die war nur plötzlich viel teurer. Die Folgen sind bekannt

Was andere Lieferanten angeht, schau dir die jüngste Entwicklung zum Thema Aluminium und Rusal an.
Dann bekommst du einen Eindruck, was es schon auslöst, wenn Lieferengpässe EINES wichtigen Unternehmens für EINEN wichtigen Rohstoff nur vermutet werden.

3.
Da kennst du das Kapital aber schlecht bzw. nur eine Seite davon. Es gibt ein sehr berühmtes Zitat dazu:
"Kapital, sagt der Quarterly Reviewer, flieht Tumult und Streit und ist ängstlicher Natur. Das ist sehr wahr, aber doch nicht die ganze Wahrheit. Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens." T. J. Dunning

4.
Richtig, aber Russland ist eben nicht Griechenland und dass das Kapital solche Sorgen relativ schnell hinter sich lässt, sieht man schon daran, wer sich in Griechenland so alles engagiert.

Der russische Haushalt ist eben nicht chronisch unterfinanziert.
Mit diesem Haushalt hat man Reservefonds aufbauen können, die man in schlechten Zeiten nutzen kann und dass dort Defizite auftreten hängt maßgeblich mit Krisenzeiten zusammen.
So wie des nach mancher Wirtschaftssicht sein sollte: https://de.tradingeconomics.com/russia/ ... dget-value (Dort auf Max klicken.)

5.
:D
Russland braucht den Erdöl- und Gasverkauf[/url] wesentlich dringender als Europa seine Energie aus Russland beziehen muß.
Da gebe ich dir sogar Recht. Aber nur, weil du dir den Satz so hinzauberst wie du ihn gerne hättest.

Russland braucht den Erdöl- und Gasverkauf wesentlich dringender als Europa seine Energie beziehen muß.
Wäre natürlich falsch

und ebenfalls fragwürdig wäre:
Russland braucht den Erdöl- und Gasverkauf Richtung EUropa wesentlich dringender als Europa seine Energie aus Russland beziehen muß.

6.
Warten wir es ab.
Dein erster Teil beschreibt den Zustand ganz gut.
Genau so sehen aber auch Zweckehen aus. Die halten zwar oft genug lange, aber dort findet man auch oft genug Fremdgänger.

7.
Natürlich sind das Handlungen, die Drohpotential haben.
Russland hat durch unser Verhalten ja gelernt, dass diese Richtung vielversprechender ist als ein mit Schwäche gepaartes "Bitte, bitte..."
Zuletzt geändert von Everythingchanges am Mo 25. Jun 2018, 12:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Everythingchanges » Mo 25. Jun 2018, 11:12

Cobra9 hat geschrieben:(25 Jun 2018, 07:41)

1.
Russland pokert und hofft das die Sanktionen aufgehoben werden. Dazu treibt es auch Spielchen munter weiter.

2.
Aber seltsam das die Sanktionen immer wieder verlängert werden. Wo man Russland doch allgemein so liebt. Russland braucht für neue Ölquellen die Technik von Uns.

3.
Aber es gibt auch viele neue Lieferanten. Welche die eher zu akzeptieren wären. Die USA bsp.


4.
Es ging um den Ölpreis. Da hat man einen wunderschönen gemeinsamen Nenner. Aber das war es auch.

5.
Bullshit. Japan bietet sich im Fall des Falles an. Südkorea natürlich auch. Kampfflugzeuge zu verlegen ist kein Problem. Und Russland zu bekämpfen geht auch. Tun die Usa notfalls. Syrien bsp.



Ja hab gesehen wie beeindruckt man von Russland samt Drohungen ist. Gar nicht. Erpressen lässt man sich nicht. Russland kann der Us Navy weh tun, dann blutet aber Russland am Ende. Wie gesagt Syrien zeigte das Russland viel Drohungen ausstoßen kann. Aber wenn es hart auf hart kommt findet das niemand so beeindruckend.

6.
Falsch. Russland ist aktiv. Wie in der Ukraine. Als Agressor

7.
Russland ist eben wirtschaftlich drittklassig und bleibt rs noch


1.
Vielleicht hast du Recht.
Ich denke, aber das Russland Schach spielt

2.
:D
Du meinst diese Sanktionen, die so nach und nach umgangen werden?
Die werden verlängert, weil es eben ein Symbol ist und nicht wegen ihrer Wirksamkeit.

Ich kann mich noch entsinnen, dass hier in den Raum gestellt wurde, dass Russland zb. bei diversen Pumpen schnell Schwierigkeiten bekommt.
Naja und dann zb. hat Wilo lokalisiert.

3.
Das hat nichts mit "eher akzeptieren" zu tun, sondern mit Preisen und Versorgungssicherheit.
Russland hat da einen sehr guten Stand.

4.
Schau noch mal in die Liste der Kooperationspartner, die ihre Beziehungen kürzlich zu Russland intensiviert haben.
Atom, Waffen, Förderung von Rohstoffen. Viele Opecländer findest du auf dieser Liste wieder.
Russland versucht diese Länder mehr an sich zubinden, weil es in der OPEC oder auch einer OPEC+ mehr als nur die Preisdimension gibt.
Da geht es um das Nutzen der Marktmacht zum Vorteil der Mitglieder und die stärksten Mitglieder werden sich mit Ihren Sichten weit mehr durchsetzen als die kleinen.
Das sind Machthebel.

5.
Hoffen wir, dass wir es nie herausfinden werden...
btw. ich dachte die USA bekämpfen in Syrien den IS und nicht Russland ;)

6.
was soll daran falsch sein?
Die Ukraine ist nicht in der NATO und Russland wird dafür sorgen, dass das auch so bleibt.
Russland wird keine NAtostaaten angreifen und auf den Gebieten, wo es aktuell knirscht, fehlt der Nato der Wille wirklich gegen Russland vorzugehen.
Zuletzt geändert von Everythingchanges am Mo 25. Jun 2018, 12:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon zollagent » Mo 25. Jun 2018, 11:31

Everythingchanges hat geschrieben:(25 Jun 2018, 11:15)

1.
Ja haben sie.
Auch wenn du das nicht erkennst. Am ehesten sieht man das am Leistungsbilanzsaldo und der ist in Russland meist sehr grün...


Die Hoffnung ist grün, ich mache das am Lebenstandard fest. Und da sehe ich bei uns einen Transferleistungsempfänger auf dem Niveau eines russischen Durchschnittsbürgers.

Everythingchanges hat geschrieben:(25 Jun 2018, 11:15)2.
Schau dir mal die großen Wirtschaftskrisen an.
Billige Energie ist wichtig.
Energie gab es zu den Ölkrisen auch, die war nur plötzlich viel teurer. Die Folgen sind bekannt


Hast du die Ölkrisen erlebt? Ich schon. Die Wirtschaft kam nicht zum Erliegen. Und wir (damals) Jugendlichen konnten auf der Autobahn Skateboard fahren. :D

Everythingchanges hat geschrieben:(25 Jun 2018, 11:15)Was andere Lieferanten angeht, schau dir die jüngste Entwicklung zum Thema Aluminium und Rusal an.
Dann bekommst du einen Eindruck, was es schon auslöst, wenn Lieferengpässe EINES wichtigen Unternehmens für EINEN wichtigen Rohstoff nur vermutet werden.


Und? Steht deshalb die Wirtschaft? Ich denke mal, das könntest selbst du nicht erkennen. :D

Everythingchanges hat geschrieben:(25 Jun 2018, 11:15)3.
Da kennst du das Kapital aber schlecht bzw. nur eine Seite davon. Es gibt ein sehr berühmtes Zitat dazu:
"Kapital, sagt der Quarterly Reviewer, flieht Tumult und Streit und ist ängstlicher Natur. Das ist sehr wahr, aber doch nicht die ganze Wahrheit. Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens." T. J. Dunning


Ich kenne "das Kapital" sehr gut. Es gibt immer Hasardeure, das ist nicht abzustreiten. Nur wird Russland solche Renditen gar nicht zahlen können. Womit auch?

Everythingchanges hat geschrieben:(25 Jun 2018, 11:15)4.
Richtig, aber Russland ist eben nicht Griechenland und dass das Kapital solche Sorgen relativ schnell hinter sich lässt, sieht man schon daran, wer sich in Griechenland so alles engagiert.


Stimmt, Russland ist nicht Griechenland. Es hätte keinen großen Bruder, der es aus der Misere herausholt. Es müßte einen Staatsbankrott alleine ausbaden.

Everythingchanges hat geschrieben:(25 Jun 2018, 11:15)Der russische Haushalt ist eben nicht chronisch unterfinanziert.
Mit diesem Haushalt hat man Reservefonds aufbauen können, die man in schlechten Zeiten nutzen kann und dass dort Defizite auftreten hängt maßgeblich mit Krisenzeiten zusammen.
So wie des nach mancher Wirtschaftssicht sein sollte: https://de.tradingeconomics.com/russia/ ... dget-value


Genau wegen dieser Unterfinanzierung streckt doch Putin große Projekte. Man kann sich die Welt auch schönträumen.

Everythingchanges hat geschrieben:(25 Jun 2018, 11:15)5.
:D
Russland braucht den Erdöl- und Gasverkauf[/url] wesentlich dringender als Europa seine Energie aus Russland beziehen muß.
Da gebe ich dir sogar Recht. Aber nur, weil du dir den Satz so hinzauberst wie du ihn gerne hättest.

Russland braucht den Erdöl- und Gasverkauf wesentlich dringender als Europa seine Energie beziehen muß.
Wäre natürlich falsch

und ebenfalls fragwürdig wäre:
Russland braucht den Erdöl- und Gasverkauf Richtung EUropa wesentlich dringender als Europa seine Energie aus Russland beziehen muß.


Das ist nicht fragwürdig, das ist Fakt. Ohne die laufenden Einnahmen aus dem Erdöl- und Gasverkauf wäre der Haushalt nicht zu finanzieren. Europa ist der einzige Zahler, der auch die Preise zahlt, die Russland fordert. China als zweiter Abnehmer diktiert, wieviel es zahlen will. Die Wirtschaft selbst ist nicht leistungsfähig genug und vor allem auch nicht auf die Versorgung der Bevölkerung ausgerichtet, sondern auf Putins Imperiumsrekonstruktion.

Everythingchanges hat geschrieben:(25 Jun 2018, 11:15)6.
Warten wir es ab.
Dein erster Teil beschreibt den Zustand ganz gut.
Genau so sehen aber auch Zweckehen aus. Die halten zwar oft genug lange, aber dort findet man auch oft genug Fremdgänger.


Die letzte "Zweckehe" mit Russland hat für die Osteuropäischen Staaten gut vierzig Jahre lang gehalten und ist sofort geschieden worden, als die sowjetische Diktatur zusammenbrach. "Die russische Karte" ist eher Taktik als reale Aussicht.

Everythingchanges hat geschrieben:(25 Jun 2018, 11:15)7.
Natürlich sind das Handlungen, die Drohpotential haben.
Russland hat durch unser Verhalten ja gelernt, dass diese Richtung vielversprechender ist als ein mit Schwäche gepaartes "Bitte, bitte..."


Und jetzt weint es, wie sehr es durch ein paar Bataillone der NATO in den baltischen Ländern bedroht sei. Putin selbst scheint kein gutes Bild von seinen Soldaten zu haben, wenn er meint, daß seine drei Divisionen mit 72.000 Mann, die nach Zapad "vergessen" wurden, in die Kasernen zurückzurufen, vor einer NATO-Brigade zittern müßten. Die Annäherung der Schweden und Finnen an die NATO wird eben durch diese russischen Drohgebärden befeuert. Diese Staaten sehen, daß sie bedroht werden und sie sehen auch, daß diejenigen, die in der NATO sind, nicht allein da stehen. Was sagt da die Logik? Den Drohungen nachgeben, hätte als Konsequenz die Abgabe der Souveränität.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Everythingchanges » Mo 25. Jun 2018, 11:50

zollagent hat geschrieben:(25 Jun 2018, 12:31)
1.
Die Hoffnung ist grün, ich mache das am Lebenstandard fest. Und da sehe ich bei uns einen Transferleistungsempfänger auf dem Niveau eines russischen Durchschnittsbürgers.

2.
Hast du die Ölkrisen erlebt? Ich schon. Die Wirtschaft kam nicht zum Erliegen. Und wir (damals) Jugendlichen konnten auf der Autobahn Skateboard fahren. :D
+
Und? Steht deshalb die Wirtschaft? Ich denke mal, das könntest selbst du nicht erkennen. :D

3.
Ich kenne "das Kapital" sehr gut. Es gibt immer Hasardeure, das ist nicht abzustreiten. Nur wird Russland solche Renditen gar nicht zahlen können. Womit auch?

4.
Stimmt, Russland ist nicht Griechenland. Es hätte keinen großen Bruder, der es aus der Misere herausholt. Es müßte einen Staatsbankrott alleine ausbaden.

5.
Genau wegen dieser Unterfinanzierung streckt doch Putin große Projekte. Man kann sich die Welt auch schönträumen.


6.
Das ist nicht fragwürdig, das ist Fakt. Ohne die laufenden Einnahmen aus dem Erdöl- und Gasverkauf wäre der Haushalt nicht zu finanzieren. Europa ist der einzige Zahler, der auch die Preise zahlt, die Russland fordert. China als zweiter Abnehmer diktiert, wieviel es zahlen will. Die Wirtschaft selbst ist nicht leistungsfähig genug und vor allem auch nicht auf die Versorgung der Bevölkerung ausgerichtet, sondern auf Putins Imperiumsrekonstruktion.



Die letzte "Zweckehe" mit Russland hat für die Osteuropäischen Staaten gut vierzig Jahre lang gehalten und ist sofort geschieden worden, als die sowjetische Diktatur zusammenbrach. "Die russische Karte" ist eher Taktik als reale Aussicht.



Und jetzt weint es, wie sehr es durch ein paar Bataillone der NATO in den baltischen Ländern bedroht sei. Putin selbst scheint kein gutes Bild von seinen Soldaten zu haben, wenn er meint, daß seine drei Divisionen mit 72.000 Mann, die nach Zapad "vergessen" wurden, in die Kasernen zurückzurufen, vor einer NATO-Brigade zittern müßten. Die Annäherung der Schweden und Finnen an die NATO wird eben durch diese russischen Drohgebärden befeuert. Diese Staaten sehen, daß sie bedroht werden und sie sehen auch, daß diejenigen, die in der NATO sind, nicht allein da stehen. Was sagt da die Logik? Den Drohungen nachgeben, hätte als Konsequenz die Abgabe der Souveränität.


1.
Jedem seine Sichtweise.
Wenn du meinst, dass die Devisenfrage des russischen Staats von den Rubeleinkommen der Russen abhängig ist, sei es dir gegönnt. ;)

2.
Nun wenn das deine Maßlatte ist, hast du recht, allerdings gibt es dann sowieso kaum irgendwo Probleme.
irgendwie geht es immer weiter.

3.
Die Investitionsrenditen zahlt nicht Russland. ;)

4.
:)
Staatsbankrotte sind in solchen Situationen ein Segen. Es ermöglicht den Neustart, den die EU Griechenland konsequent verweigert.
Schau dir den letzten Bankrott 1998 in Russland an.
Ist jetzt nicht so, dass es mit ihnen in den 20 Jahren danach nicht aufwärts ging.

5.
Such dir die neusten Zahlen für Q1 in 2018 und die Prognosen fürs Gesamtjahr. Die rechnen mit Haushaltsüberschüssen und diese sollen wieder zum Aufbau der Reserven genutzt werden...und das, obwohl Subventionen deutlich ausgeweitet wurden.

Man kann die Welt auch schwarzmalen ;)

6.
Du weißt doch selber, dass das Quatsch ist.
Russlands Hauptdevisenbringer ist Öl, welches sie auf einem sehr breiten Markt zu Marktpreisen verkaufen.
Das reicht von Japan, Südkorea über China, Indien bis nach Europa.
Die selbe Diversifikation wird gerade für Gas umgesetzt und die verschenken ihre Waren genausowenig wie wir unserer Autos.

Das die diese Gelder brauchen ist klar, aber du tust so, als könnten wir mal eben schnell umsteigen und Russland geht dann unter, während wir mal kurz mehr Pullover anziehen müssten.
Das ist einfach falsch. In einem Szenario plötzlich ohne Rohstoffe aus Russland geht es mit unserer Wirtschaft mindestens genauso schnell den Bach runter.
Und nicht nur die EU sondern auch Russland diversifiziert sich in Sachen mehr Kunden.
Das ist einfach so.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon zollagent » Mo 25. Jun 2018, 12:29

Doppelt, sorry,
Zuletzt geändert von zollagent am Mo 25. Jun 2018, 12:30, insgesamt 1-mal geändert.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon zollagent » Mo 25. Jun 2018, 12:30

Everythingchanges hat geschrieben:(25 Jun 2018, 12:50)

1.
Jedem seine Sichtweise.
Wenn du meinst, dass die Devisenfrage des russischen Staats von den Rubeleinkommen der Russen abhängig ist, sei es dir gegönnt. ;)



Ich bin eben der Meinung, daß der Staat für seine Bürger da sein soll, nicht umgekehrt. :)

Everythingchanges hat geschrieben:(25 Jun 2018, 12:50)2.
Nun wenn das deine Maßlatte ist, hast du recht, allerdings gibt es dann sowieso kaum irgendwo Probleme.
irgendwie geht es immer weiter.



Nur ist auch in der Ölkrise nie die Rede davon gewesen, daß der Staat oder die Wirtschaft zusammenbrechen würde. Ich bin immer wieder amüsiert, wie schnell der totale Untergang an die Wand gemalt wird. Tja, wirtschaftliches Wissen ist halt nicht zu ersetzen, außer durch noch mehr Wissen. :D

Everythingchanges hat geschrieben:(25 Jun 2018, 12:50)3.
Die Investitionsrenditen zahlt nicht Russland. ;)



Sondern wer? Weißt du, auch Lenin lag schief mit seinen "nützlichen Idioten". Es gab einfach nicht genug davon. Und das ist jetzt wieder der Fall. ;)

Everythingchanges hat geschrieben:(25 Jun 2018, 12:50)4.
:)
Staatsbankrotte sind in solchen Situationen ein Segen. Es ermöglicht den Neustart, den die EU Griechenland konsequent verweigert.
Schau dir den letzten Bankrott 1998 in Russland an.
Ist jetzt nicht so, dass es mit ihnen in den 20 Jahren danach nicht aufwärts ging.



"Aufwärts" ist relativ. Es hätte mehr sein können, wenn es die Ideen der Korrektur "der größten Geopolitischen Katastrophe des vergangenen Jahrhunderts" nicht gäbe. Solche Ideen sind teuer. Sie kosten Leben und Geld. ;)

Everythingchanges hat geschrieben:(25 Jun 2018, 12:50)5.
Such dir die neusten Zahlen für Q1 in 2018 und die Prognosen fürs Gesamtjahr. Die rechnen mit Haushaltsüberschüssen und diese sollen wieder zum Aufbau der Reserven genutzt werden...und das, obwohl Subventionen deutlich ausgeweitet wurden.

Man kann die Welt auch schwarzmalen ;)



Ich male meine Welt nicht schwarz. Bei mir fallen halt nur die Ungeheuer ein bißchen kleiner aus. :)

Everythingchanges hat geschrieben:(25 Jun 2018, 12:50)6.
Du weißt doch selber, dass das Quatsch ist.
Russlands Hauptdevisenbringer ist Öl, welches sie auf einem sehr breiten Markt zu Marktpreisen verkaufen.
Das reicht von Japan, Südkorea über China, Indien bis nach Europa.
Die selbe Diversifikation wird gerade für Gas umgesetzt und die verschenken ihre Waren genausowenig wie wir unserer Autos.



Ich weiß z.B., daß Putin während der Verhandlungen mit China, die er demonstrativ nach der Krim-Annexion betrieb, von "Sonderkonditionen" für China geredet hat. Von Marktpreisen war da keine Rede. Und Russisches Öl geht nur sehr marginal nach Indien, Korea oder Japan. Du baust wieder Kartenhäuser. :D

Everythingchanges hat geschrieben:(25 Jun 2018, 12:50)Das die diese Gelder brauchen ist klar, aber du tust so, als könnten wir mal eben schnell umsteigen und Russland geht dann unter, während wir mal kurz mehr Pullover anziehen müssten.
Das ist einfach falsch. In einem Szenario plötzlich ohne Rohstoffe aus Russland geht es mit unserer Wirtschaft mindestens genauso schnell den Bach runter.
Und nicht nur die EU sondern auch Russland diversifiziert sich in Sachen mehr Kunden.
Das ist einfach so.


Nein, das ist so, wie du es dir wünschst. Die Palette von Lieferanten ist halt um Einiges größer. Russland wird auch nicht untergehen. Das sind deine Visionen, offenbar kannst du nur in Superlativen denken. Russland hätte in einem Fall von Lieferungsausfällen einfach mal die Hälfte seiner Staatseinnahmen weniger. Das Panje-Pferdchen und der gute alte Maulesel kämen wieder zu neuen Ehren. Und Putin müßte seine Weltmachtambitionen vertagen. In Europa werden die schlimmsten Auswirkungen sein, daß die Produktionskosten steigen und Material- oder Rohstofflieferungen etwas länger brauchen, bis sie zur Verfügung stehen. Europas Wirtschaft ist kein Junkie, der täglich einen Schuß braucht. Es hat "Schüsse" auf Vorrat. Und das schon seit einigen Jahren.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Everythingchanges » Mo 25. Jun 2018, 13:15

zollagent hat geschrieben:(25 Jun 2018, 13:30)

1.
Ich bin eben der Meinung, daß der Staat für seine Bürger da sein soll, nicht umgekehrt. :)

2.
Nur ist auch in der Ölkrise nie die Rede davon gewesen, daß der Staat oder die Wirtschaft zusammenbrechen würde. Ich bin immer wieder amüsiert, wie schnell der totale Untergang an die Wand gemalt wird. Tja, wirtschaftliches Wissen ist halt nicht zu ersetzen, außer durch noch mehr Wissen. :D

3.
Sondern wer? Weißt du, auch Lenin lag schief mit seinen "nützlichen Idioten". Es gab einfach nicht genug davon. Und das ist jetzt wieder der Fall. ;)

4.
"Aufwärts" ist relativ. Es hätte mehr sein können, wenn es die Ideen der Korrektur "der größten Geopolitischen Katastrophe des vergangenen Jahrhunderts" nicht gäbe. Solche Ideen sind teuer. Sie kosten Leben und Geld. ;)

5.
Ich male meine Welt nicht schwarz. Bei mir fallen halt nur die Ungeheuer ein bißchen kleiner aus. :)

6.
Ich weiß z.B., daß Putin während der Verhandlungen mit China, die er demonstrativ nach der Krim-Annexion betrieb, von "Sonderkonditionen" für China geredet hat. Von Marktpreisen war da keine Rede. Und Russisches Öl geht nur sehr marginal nach Indien, Korea oder Japan. Du baust wieder Kartenhäuser. :D

Nein, das ist so, wie du es dir wünschst. Die Palette von Lieferanten ist halt um Einiges größer. Russland wird auch nicht untergehen. Das sind deine Visionen, offenbar kannst du nur in Superlativen denken. Russland hätte in einem Fall von Lieferungsausfällen einfach mal die Hälfte seiner Staatseinnahmen weniger. Das Panje-Pferdchen und der gute alte Maulesel kämen wieder zu neuen Ehren. Und Putin müßte seine Weltmachtambitionen vertagen. In Europa werden die schlimmsten Auswirkungen sein, daß die Produktionskosten steigen und Material- oder Rohstofflieferungen etwas länger brauchen, bis sie zur Verfügung stehen. Europas Wirtschaft ist kein Junkie, der täglich einen Schuß braucht. Es hat "Schüsse" auf Vorrat. Und das schon seit einigen Jahren.


1.
Und was hat das mit Devisen zu tun?

2.
Nun die Energie ist ja auch nicht richtig teuer geworden, sondern nur teurer. ;)

3.
Warst du nicht eben der, der irgendwas von wirtschaftlichem Wissen geschrieben hat?

4.
Mehr geht immer, aber sagen wir es so.
Griechenland 10 Jahre nach Krisenstart in 2008 und Russland 10 Jahre nach 1998 Staatsbankrott sind ja gute Hinweisgeber, welcher Weg Neustarts eher ermöglicht.

5.
Siehst du und bei mir gibt es gar keine Ungeheuer.

6.
Wenn du meinst...
Schon 2016 ging mehr als 1/3 von Russlands Ölexporten nach Asien. China war mit Abstand wichtigster Abnehmer (ca 1,5 mal des dtl. Volumens)
Japan hat schon da ca. ein Drittel des deutschen Volumens bezogen (Südkorea ca. 1/6 von Dtl) & Tendenz dort wie auch in Indien steigend. (Indien hat zb. einen Vertrag mit Rosneft, dass für 2017 mal eben eine Verzehnfachung der Rohölimporte vorsah...)

Wenn die Nachfrage und das Angebot ausbalaciert ist, dann wird ein wie auch immer gearteter Ausfall starke Preiseffekte haben.
Gerade bei Öl, weil die gesamte Weltwirtschaft ein Öljunkie ist. :)
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Cobra9 » Mo 25. Jun 2018, 14:19

Unbestätigten Berichten zufolge sind US Truppen und russ. Söldner in Syrien aneinandergeraten. Auch Milizen des Asad Lagers seien dabei gewesen.

On May 24, 2018, the New York Times ran an article by Thomas Gibbons-Neff detailing an intense battle between U.S. special forces and Syrian government-allied troops and Russian mercenaries for control of the Conoco gas field east of Deir ez-Zor. The article supported a statement made by Secretary of State Pompeo in a confirmation hearing that the U.S. military had killed a “couple hundred Russians” in the engagement. Similar claims had been swirling in Russian media as well.

However, the New York Times article appears to contradict earlier claims from sources within Syria that the majority of losses were suffered by Iranian-backed militias rather than Russian mercenaries, particularly cited in an investigative report by Christoph Reuter published by Der Spiegel on March 2.

http://nationalinterest.org/blog/the-bu ... yria-26279


Aber bischen offen zeigt es doch das Russland nicht alles diktieren kann. In seinem Spielplatz kriegt es auf die Hörner. Belegbar mit anderen Aktionen das man Drohungen nicht allzu ängstlich gegenüber steht grundsätzlich.

Es verdeutlicht sehr das Russland noch Grenzen kennt
Leben ist das was passiert, während du beschäftigt bist, andere Pläne zu machen.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon zollagent » Mo 25. Jun 2018, 14:48

Everythingchanges hat geschrieben:(25 Jun 2018, 14:15)

1.
Und was hat das mit Devisen zu tun?


Wenn die eigene Wirtschaft die Bürger nicht mit allem, was gebraucht wird, versorgen kann braucht man Devisen, um die benötigten Dinge zu beschaffen.

Everythingchanges hat geschrieben:(25 Jun 2018, 14:15)2.
Nun die Energie ist ja auch nicht richtig teuer geworden, sondern nur teurer. ;)


Eben, und das war verkraftbar. Eine innovative Gesellschaft ist sowohl kreativ als auch produktiv. Was Kommandogesellschaften, und dazu zähle ich auch Oligarchen-Gesellschaften, nicht sind.

Everythingchanges hat geschrieben:(25 Jun 2018, 14:15)3.
Warst du nicht eben der, der irgendwas von wirtschaftlichem Wissen geschrieben hat?


Durchaus. Und da kann ich wohl mehr aufweisen als so einige "kritische" oder "besorgte" User hier. Sowohl vom Wissen als auch von der Erfahrung her. Magst du glauben, oder nicht glauben. ;)

Everythingchanges hat geschrieben:(25 Jun 2018, 14:15)4.
Mehr geht immer, aber sagen wir es so.
Griechenland 10 Jahre nach Krisenstart in 2008 und Russland 10 Jahre nach 1998 Staatsbankrott sind ja gute Hinweisgeber, welcher Weg Neustarts eher ermöglicht.


Nun ja, so wie ich es sehe, ist der Start Russlands ziemlich behindert durch finanzielle Klötze, die Putin ihm ans Bein bindet, u.a. seine außenpolitischen Abenteuer in der Ukraine oder in Syrien, oder auch seine Rüstungsprojekte. Da muß dann halt die neue Straße im Hinterland in Sibirien halt noch ein bißchen warten.

Everythingchanges hat geschrieben:(25 Jun 2018, 14:15)5.
Siehst du und bei mir gibt es gar keine Ungeheuer.


Doch. Die NATO, die mit 300 Mann Russlands staatlichen Zusammenhalt aufs schärfste gefährdet. :D :D

Everythingchanges hat geschrieben:(25 Jun 2018, 14:15)6.
Wenn du meinst...
Schon 2016 ging mehr als 1/3 von Russlands Ölexporten nach Asien. China war mit Abstand wichtigster Abnehmer (ca 1,5 mal des dtl. Volumens)
Japan hat schon da ca. ein Drittel des deutschen Volumens bezogen (Südkorea ca. 1/6 von Dtl) & Tendenz dort wie auch in Indien steigend. (Indien hat zb. einen Vertrag mit Rosneft, dass für 2017 mal eben eine Verzehnfachung der Rohölimporte vorsah...)

Wenn die Nachfrage und das Angebot ausbalaciert ist, dann wird ein wie auch immer gearteter Ausfall starke Preiseffekte haben.
Gerade bei Öl, weil die gesamte Weltwirtschaft ein Öljunkie ist. :)


Nicht wirklich. Gerade die Staaten Europas sind dabei, sich vom Öl abzunabeln. China auch. Wird zwar noch ein bißchen dauern, bis das flächendeckend ist, aber diesem Trend wird sich niemand entziehen können.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Everythingchanges » Mo 25. Jun 2018, 20:06

Cobra9 hat geschrieben:(25 Jun 2018, 15:19)

Unbestätigten Berichten zufolge sind US Truppen und russ. Söldner in Syrien aneinandergeraten. Auch Milizen des Asad Lagers seien dabei gewesen.



Aber bischen offen zeigt es doch das Russland nicht alles diktieren kann. In seinem Spielplatz kriegt es auf die Hörner. Belegbar mit anderen Aktionen das man Drohungen nicht allzu ängstlich gegenüber steht grundsätzlich.

Es verdeutlicht sehr das Russland noch Grenzen kennt


Russland diktiert auch nicht. Wenn das so rübergekommen ist, dann ist es mein Fehler.
Mir geht es eher um den Punkt, dass sich die Entwicklungen gerade dort zu Russlands Gunsten verschieben, was eben nicht möglich wäre, wenn die westlichen Staaten (insb. die USA) dort soo überlegen wären.

Ganz frisch aus Syrien:
Es heißt aus Kreisen der "Rebellen", dass die USA den "Rebellen" im Südwesten übermittelt hat, dass sie keine Hilfe bei der aktuell laufenden Aktion der syrischen Armee bekommen. Just zu diesem Zeitpunkt haben einige Teile der FSA dort die Seiten zu Assad gewechselt.
Russland scheint dafür die Reduzierung ihrer Fliegerkräfte umzusetzen.
Solche Zugeständnisse macht eine Supermacht wie die USA nicht, wenn auf der anderen Seite keine säße.
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Re: Drohender Krieg mit Russland?

Beitragvon Everythingchanges » Mo 25. Jun 2018, 20:27

zollagent hat geschrieben:(25 Jun 2018, 15:48)

1.
Wenn die eigene Wirtschaft die Bürger nicht mit allem, was gebraucht wird, versorgen kann braucht man Devisen, um die benötigten Dinge zu beschaffen.

2.
Eben, und das war verkraftbar. Eine innovative Gesellschaft ist sowohl kreativ als auch produktiv. Was Kommandogesellschaften, und dazu zähle ich auch Oligarchen-Gesellschaften, nicht sind.

3.
Durchaus. Und da kann ich wohl mehr aufweisen als so einige "kritische" oder "besorgte" User hier. Sowohl vom Wissen als auch von der Erfahrung her. Magst du glauben, oder nicht glauben. ;)

4.
Nun ja, so wie ich es sehe, ist der Start Russlands ziemlich behindert durch finanzielle Klötze, die Putin ihm ans Bein bindet, u.a. seine außenpolitischen Abenteuer in der Ukraine oder in Syrien, oder auch seine Rüstungsprojekte. Da muß dann halt die neue Straße im Hinterland in Sibirien halt noch ein bißchen warten.

5.
Doch. Die NATO, die mit 300 Mann Russlands staatlichen Zusammenhalt aufs schärfste gefährdet. :D :D

6.
Nicht wirklich. Gerade die Staaten Europas sind dabei, sich vom Öl abzunabeln. China auch. Wird zwar noch ein bißchen dauern, bis das flächendeckend ist, aber diesem Trend wird sich niemand entziehen können.


1.
Nur hat Russland diese Devisen und die VErsorgung läuft eigentlich auch dort nicht via Staatsplanung sondern in einer Art Kapitalismus.

3.
Woher Renditen kommen können und dass es nicht unbedingt vom Staat sein muss, wirst du sicher wissen, wenn deine Behauptung zutrifft.
Auch das Devisenbeschaffungsmöglichkeiten nicht allzu viel mit Rusbeltransferzahlungen zu tun haben.
Ich glaube dir die Erfahrung gerne, wenn die Aussagen das hergeben.

4.
Die sind 1998/99 neu gestartet. Da gabe es eher Innenpolitik"abenteuer" und Abbau der militärischen Fähigkeiten

5.
Das wissen ja fast alle :D

6.
Für die alternde EU mag gelten, dass der Ölverbrauch stangniert und ggf langsam zurückgeht, aber es kommen sehr große Nachfrager nach.
Sprich es wird schon noch eine Weile nach oben gehen, bis die Gesamtnachfrage stagniert.
Halb Asien und Afrika haben relativ junge Bevölkerungen und ordentliches Wachstum, was idr zu mehr Ölkonsum führt.

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