Blick nach Russland Sammelstrang

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SirToby
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Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Beitragvon SirToby » Sa 20. Jan 2018, 12:01

Kunz hat geschrieben:(19 Jan 2018, 19:40)

Der Herr Eidman ist ein Cousin des Herrn Nemzow, und wohnt seit 2011 in Leipzig.
Das Buch kostet inzwischen, gebraucht, 2.58€


Und das soll mir jetzt was sagen?
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SirToby
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Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Beitragvon SirToby » So 21. Jan 2018, 15:49

Also hat Eidman zu Recht die Wahrheit gesagt und Sie stehen hilflos davor und wissen Sie nicht mehr was Sie noch sagen sollen, um Putin zu verteidigen.

Auch gut, halten wir das gemeinsam so fest.
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Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 26. Jan 2018, 23:50

Kunz hat geschrieben:(19 Jan 2018, 19:40)

Der Herr Eidman ist ein Cousin des Herrn Nemzow, und wohnt seit 2011 in Leipzig.
Das Buch kostet inzwischen, gebraucht, 2.58€

Scheint ja nicht der Bestseller zu sein.
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Selina
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Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Beitragvon Selina » Sa 3. Feb 2018, 13:12

Bitte nicht gleich aufschreien vor Empörung: Aber diese Rezension des neuen Russland-Buches von Krone-Schmalz stimmt schon sehr nachdenklich. Sie meint: "Sicher: Es gibt viel zu kritisieren an Putins Politik. Aber ist er wirklich der omnipotente Bösewicht, wie ihn sich Ian Fleming, der Erfinder von James Bond, nicht besser hätte ausdenken können?" (um gleich vorzubeugen: Nein, ich stimme ganz entschieden nicht mit der AfD überein, die sich bekanntlich gut mit russischen Nationalisten versteht)

https://www.neues-deutschland.de/artike ... boese.html
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
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SirToby
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Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Beitragvon SirToby » Mi 7. Feb 2018, 06:49

Ach, das neue Deutschland und Krone-Schmalz: Unabhängig, neutral und unvoreingenommen, wie wir es kennen.... :rolleyes:
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Russland

Beitragvon Autark » Fr 30. Mär 2018, 09:55

Warum ist es so schlecht, ein Russlandfreund zu sein? Warum wenn du sagst, dass Putin ein prima Kerl ist, wirst du bestenfalls die kalte Schulter gezeigt, aber am häufigsten mit faulen Äpfeln geworfen? Stimmt, Russen unterschieden sich sich von uns dramatisch, aber sie haben deutlich etwas, was wir auch lernen können.
Können Russen auch überall schuld sein, wie jeder spricht? Mir ist es egal, was da in der Ukraine oder mit den US-Wahlen passiert, es ist zu weit von meinem Haus.Was ihr denkt?
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Arcturus
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Re: Russland

Beitragvon Arcturus » Fr 30. Mär 2018, 10:16

Roady66 hat geschrieben:(30 Mar 2018, 11:13)

Ich denke, der Faden bringt nix. Außer Propaganda. Beweis ist der Satz : ........haben deutlich was, was wir auch lernen könnten.

Ich denke, der Faden kann gelöscht werden.


Sie meinen, man kann von einem Russen nichts lernen? Das halte ich für eine höchst fragwürdige Aussage.
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Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Beitragvon Geri2 » Fr 30. Mär 2018, 17:39

Könnte man Nawalny als Faschisten bzw. Reaktionären bezeichnen?

Wie sieht es mit den Machthabern in er Ukraine aus?
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Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Beitragvon zollagent » Fr 30. Mär 2018, 18:02

Geri2 hat geschrieben:(30 Mar 2018, 18:39)

Könnte man Nawalny als Faschisten bzw. Reaktionären bezeichnen?

Wie sieht es mit den Machthabern in er Ukraine aus?

Bezeichnen kann man viele als vieles. Und mit den Machthabern in der Ukraine sieht es nicht anders aus als vorgestern. Wie sieht es mal damit aus, was zum Thema zu schreiben?
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Russland und der Westen

Beitragvon Geri2 » So 1. Apr 2018, 12:23

Bis 1989 war die internationale Nachkriegspolitik geprägt von dem, was wir Ostwestkonflikt nannten.

Dieser Konflikt hatte eine ideologische, aber vor allem auch eine geostrategische Dimension.

Dann kam der Zusammenbruch des östlichen Systems, dessen Auslöser die DDR war.

Der Zerfall der UDSSR war die Folge und damit auch die geostrategische Entmachtung Russlands.

Lag die Grenze des westlichen Machtbereichs Richtung Osten 1989 noch kurz hinter Bad Hersfeld,
so liegt dieser Raum inzwischen in der Nähe von Kiew.

Moskau und Sankt Petersburg kommen immer näher.

War Russland bis 1989 eines der zwei bis drei größten Machtzentren der Welt, so war Mitte der 90er Jahre
Russland plötzlich zu einem Nobody geworden, den selbst die USA nicht mehr ernst nahm.

Der Westen führte nach 1989 einen geostrategisch motivierten Krieg nach dem anderen und musste nun vorher
nicht mehr diplomatisch in Moskau anklingeln, um abzuchecken, ob Russland militärische Gegenmaßnahmen ergreifen
bzw. inoffiziell seinen Segen geben würde.

Für die russische Volksseele war das ein Desaster.

Dass irgendwann derjenige, der am offensten mit dem Westen ins Bett ging, abgeschossen würde, war nur eine Frage der Zeit. Gorbatschow.

Mit Wladimir Putin hat Russland nun wieder einen Mann gefunden, der dem Westen die Stirn bietet und der russische Stärke ausstrahlt.

Über zwei Jahrzehnte nach dem Zerfall der UDSSR werden die Karten wieder neu gemischt.

Inzwischen hat aber auch China die globale Bühne betreten.
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Re: Russland und der Westen

Beitragvon Nomen Nescio » So 1. Apr 2018, 12:37

Geri2 hat geschrieben:(01 Apr 2018, 13:23)

Dieser Konflikt hatte eine ideologische, aber vor allem auch eine geostrategische Dimension.

Dann kam der Zusammenbruch des östlichen Systems, dessen Auslöser die DDR war.

mindestens war ungarn dann doch der katalysator.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
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Re: Russland und der Westen

Beitragvon Flaschengeist » So 1. Apr 2018, 12:41

Nomen Nescio hat geschrieben:(01 Apr 2018, 13:37)

mindestens war ungarn dann doch der katalysator.



Die Führung der DDR hatte keine Rückendeckung aus der SU.

Eine chinesische Lösung wäre auch in Leipzig möglich gewesen. Aber eben nicht ohne Rückendeckung.
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Re: Russland und der Westen

Beitragvon Nomen Nescio » So 1. Apr 2018, 12:47

Flaschengeist hat geschrieben:(01 Apr 2018, 13:41)

Die Führung der DDR hatte keine Rückendeckung aus der SU.

Eine chinesische Lösung wäre auch in Leipzig möglich gewesen. Aber eben nicht ohne Rückendeckung.

das ist keine relevante antwort.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
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Re: Russland und der Westen

Beitragvon unity in diversity » So 1. Apr 2018, 13:43

Die russische Volksseele mag wundervoll land, von den shadows und Tim Janis.
Ist zwar teilweise etwas spät, aber daraus kann man dennoch etwas machen.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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Re: Russland und der Westen

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 2. Apr 2018, 14:25

Geri2 hat geschrieben:(01 Apr 2018, 13:23)

Bis 1989 war die internationale Nachkriegspolitik geprägt von dem, was wir Ostwestkonflikt nannten.

Dieser Konflikt hatte eine ideologische, aber vor allem auch eine geostrategische Dimension.

Dann kam der Zusammenbruch des östlichen Systems, dessen Auslöser die DDR war.

Der Zerfall der UDSSR war die Folge und damit auch die geostrategische Entmachtung Russlands.

Lag die Grenze des westlichen Machtbereichs Richtung Osten 1989 noch kurz hinter Bad Hersfeld,
so liegt dieser Raum inzwischen in der Nähe von Kiew.

Moskau und Sankt Petersburg kommen immer näher.

War Russland bis 1989 eines der zwei bis drei größten Machtzentren der Welt, so war Mitte der 90er Jahre
Russland plötzlich zu einem Nobody geworden, den selbst die USA nicht mehr ernst nahm.

Der Westen führte nach 1989 einen geostrategisch motivierten Krieg nach dem anderen und musste nun vorher
nicht mehr diplomatisch in Moskau anklingeln, um abzuchecken, ob Russland militärische Gegenmaßnahmen ergreifen
bzw. inoffiziell seinen Segen geben würde.

Für die russische Volksseele war das ein Desaster.

Dass irgendwann derjenige, der am offensten mit dem Westen ins Bett ging, abgeschossen würde, war nur eine Frage der Zeit. Gorbatschow.

Mit Wladimir Putin hat Russland nun wieder einen Mann gefunden, der dem Westen die Stirn bietet und der russische Stärke ausstrahlt.

Über zwei Jahrzehnte nach dem Zerfall der UDSSR werden die Karten wieder neu gemischt.

Inzwischen hat aber auch China die globale Bühne betreten.

Kina hat mehr als nur betreten. Kina wird von den Amerikanern als hauptsächliche Herausforderung befriffen, daher auch das ursprüngliche Desinteresse an Syrienabenteuern, bevor Russland und Iran die amerikanische Fähigkeit im Regierungskegeln für alle sichtbar blamierten. Eigentlich war der Pazifikraum angesagt, Europa und naher Osten abgemeldet (pivot to asia). Das musste ein Stück revidiert werden, weil in der Region EMEA doch nicht alle so lammfromm die US-Ideen umsetzten, wie man das als Supermacht wünscht und kennt. Zudem gingen auch in der Ukraine die Pläne für "mehr Verantwortung" für die europäischen NATO-Partner für alle sichtbar in die Hose, sodass auch hier Einmischung geboten war. Syrien ist so weit schiefgegangen, dass sich der Auswand nicht mehr lohnt, entweder halbherzig mitzumischen und dabei weitere Unbotmäßigkeiten zu riskieren oder in groß aufzutrumpfen und dabei ohne großen Gewinn viele Kräfte zu binden, viel Porzellan zu zerschlagen. Aus der Ukrainenummer kommt man so leicht nicht heraus, dazu ist die Sache von beiden Seiten zu stabil.
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Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 3. Apr 2018, 16:50

Krimbrücke soll laut "Stern" eröffnet werden am 9. Mai. Man kann jetzt schon raten, wie das kommentiert wird: Als Fortschritt von den einen, als weitere Zementierung eines Unrechtes von den anderen. Für die Betroffenen verbessert sich die Reise- und Versorgungslage aber sprungartig. Die Brücke wird wohl von Wert bleiben, egal wie es politisch mal weitergeht. Autobahn und Eisenbahn werden von der neuen Brücke getragen. Ursprünglich ging man von einer Eröffnung 2019 aus. Damit macht die Regierung die Brücke auch zu einer Leistungsschau ihrer Bauwirtschaft, die in vier Jahren eine 19 Kilometer lange Brücke geplant und gebaut hat. Es wird nicht ohne Folgen bleiben, wenn der Hochdrucktermin schließlich doch nicht gehalten werden kann.
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Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Beitragvon Schnitter » Di 3. Apr 2018, 19:11

Die Unterdrückung und Entrechtung von Homosexuellen nimmt in Russland weiter seinen Lauf:

Das 2013 eingeführte landesweite russische Gesetz gegen "Homo-Propaganda" hat zur Sperrung der Nachrichtenseite Gay.ru geführt. Seit Montagabend ist das Portal nur noch aus dem Ausland aufrufbar, nachdem die Seite auf die schwarze Liste von Webseiten gesetzt wurde, die Provider sperren müssen.


http://www.queer.de/detail.php?article_id=30911
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Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 8. Apr 2018, 08:55

Schnitter hat geschrieben:(03 Apr 2018, 20:11)

Die Unterdrückung und Entrechtung von Homosexuellen nimmt in Russland weiter seinen Lauf:



http://www.queer.de/detail.php?article_id=30911

Ihren. Nicht seinen. Es ist furchtbar.
https://m.huffingtonpost.de/entry/jagd- ... ce2e57d2b3
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Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Beitragvon Audi » So 8. Apr 2018, 09:07

Seltsam, man regt sich nur über Russland auf obwohl das gleiche in Europa passiert... Von den Usern lese ich nie Entrüstung...
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Re: Blick nach Russland Sammelstrang

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 8. Apr 2018, 09:36

Audi hat geschrieben:(08 Apr 2018, 10:07)

Seltsam, man regt sich nur über Russland auf obwohl das gleiche in Europa passiert... Von den Usern lese ich nie Entrüstung...

Du darfst dir sicher sein, dass ich jede Verfolgung von Homosexuellen auch in Deutschland sehr kritisiere.
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