Gibt Kiew den Donbass auf?

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Abensberg
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Re: Gibt Kiew den Donbass auf?

Beitragvon Abensberg » Mi 2. Sep 2015, 09:24

Cooper » Mi 2. Sep 2015, 08:14 hat geschrieben:Tschetschenen finden sich auf beiden Seiten. Die Kadyrow/Putin-Loyalisten auf der Sepa-Seite, und die die vor 20 Jahren selber für die Unabhängigkeit kämpften, auf ukrainischer.

So ist es
robro43

Re: Gibt Kiew den Donbass auf?

Beitragvon robro43 » Mi 2. Sep 2015, 10:56

Alexyessin » Mi 2. Sep 2015, 07:06 hat geschrieben:
..als Krieg. Aber zu Transitrechten gehört der Transitstaat. Warum sollte die Ukraine hier nur einen Jota nachgeben?


Es ist absehbar das in der Ukraine wieder die Vernunft einkehrt...,sobald Kater und Katzenjammer nach dem Genuss des billigen US-Fusels verflogen sind und Inventur gemacht wurde....die Kosten und "Früchte" des angezettelten Putsches aufgelistet sind wird man aufarbeiten wollen und Fragen stellen
und danach womöglich neu wählen....
....warum sollte die Ukraine auch nur einen Jota nachgeben halte ich für eine rührend naive Frage, die Ukraine wird es sich nicht leisten können auf Einnahmen zu verzichten zumal ihr der Hauptabsatzmarkt für Produkte ersatzlos wegzubrechen droht und wie erpressbar man wird wenn man nur auf den Verkauf seiner Ressourcen setzt erlebt Russland gerade zumal diese auch von Schurkenstaaten erbeutet werden können falls man nicht ähnlich wehrhaft wie Russland ist.

Die Geier scheinen sich verrechnet zu haben, das dicke Ende kommt für sie aber erst noch und auch wir werden für den Vasallen-Gehorsam unserer jetzigen peinlichen Regierung noch die Rechnung bekommen.

Die Hoffnung auf einen Kampf um Mariupol können die interessierten und engagierten Zuschauer und "Berichterstatter" aber ohnehin getrost aufgeben denn Russland baut bereits eine Brücke als Landverbindung zur Krim. Auch wenn die ewigen Hassprediger derartige Kleinigkeiten gerne unterschlagen und ausblenden um ihren Träumen von einer blutigen Schlacht um Mariupol nachzuhängen sie werden die Realität nicht ewig verleugnen können.

Bezeichnend ist aber doch das die Waffenruhe, die anscheinend von Separatisten und örtlichen Kommandeuren ausgehandelt wurde hält während der rechte Sektor an anderer Stelle "beschäftigt" ist.

Nach der nächsten, wirklich freien Wahl, in der Ukraine prophezeie ich ein böses Erwachen für "den angeblich freien Westen"....
Zuletzt geändert von robro43 am Mi 2. Sep 2015, 11:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gibt Kiew den Donbass auf?

Beitragvon Der General » Mi 2. Sep 2015, 11:22

Cobra9 » Mi 2. Sep 2015, 06:08 hat geschrieben:
Hatte Fichtenblog keine Infos dazu :) Sowas auch. Die Angriffe sind bestätigt von beide Seiten mit Zeitraum , OSZE Berichte und sogar Russland sagte in seinen Staatsmedien es gab Kämpfe bei Mariupol. Man kann das meiste einfach nachlesen da ich zu 90% Quellen zum anklicken liefere. Im überigen kann sich jeder sehr genau informieren wenn die Person das WILL. Man kann viel nachlesen ohne PR. Gibt genügend gute Sites. Aber gut ist einfacher zu blöcken....neeeeeeeeeeeee ist nicht so oder Quellen einfach lächerlich zu finden. Aber das Gegenteil mal auch mit Argumenten zu beweisen würde gerade Dir gut zu Gesicht stehen :)

Einfache Frage kannst Du wiederlegen das die ukr. Armee über 70% der Stellungen bei Mariupol besetzt :?:


Cobra; beruhige Dich doch bitte. Habe doch gar nicht behauptet es würde nicht stimmen was Du hier schreibst (zumindest meistens).

Hatte doch nur darauf hingewiesen, dass in "Deinen" amerikanischen Wochenmagazinen nicht unbedingt auch immer die Wahrheit enthalten sein muß.

Mich interessiert das überhaupt nicht welche Hightech Waffen oder Panzer die Ukr. Armee hat oder auch nicht. Und ob die nun Mariupol mit 70% oder der Poroschenko selber in einem Panzer sitzt ebensowenig.

Wenn nicht Heute dann eben morgen oder erst in einem Jahr wird der Bürgerkrieg beendet werden, mit dem Ergebniss das die Seperatisten Ihre jetzigen Gebiete behalten haben und sich von der "West" Ukraine lösen können. Man kann auch sagen, dass es der Ukrainischen Armee nicht gelungen ist militärisch gesehen, die Seperatisten zu bezwingen.

Von daher, hätte man sich schon viel früher zurückziehen müssen, da bis Heute, sinnlos Blut vergossen wurde. :(
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Re: Gibt Kiew den Donbass auf?

Beitragvon Der General » Mi 2. Sep 2015, 11:30

Cobra9 » Mi 2. Sep 2015, 06:21 hat geschrieben:
Schon mal geschrieben ist das falsch. Kiew hat Probleme mit den Rekruten, kann aber die Zahlen in der aktiven Truppe sehr gut halten. Söldner hat Russland überigens als erstes angefangen zu rekrutieren. Im überigen gibt es maximal einige tausend Interessenten. Wie sollen die das angebliche große Loch im Personal ausreichend stopfen wenn Zehntausende fehlen :?: Erklär mal.


Was genau soll ich Dir denn jetzt erklären :?:

Das die Ukr. Armee seit mehr als einem Jahr nicht in der Lage ist Traktorfahrer und Bergarbeiter militärisch zu "entwaffnen" :rolleyes:

Diese Ukr. Armee ist desolat und auf einem Video das per Helmcam aufgenommen wurde, gibt es sogar Ukrainische Soldaten die mit Turnschuhe da rumrennen.

Die sollen sich zurückziehen bzw. die Waffenruhe einhalten. Anschließend muß am Tisch vernünftigt weiter verhandelt werden. Alles andere ist Unwichtig.

PUNKT
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Re: Gibt Kiew den Donbass auf?

Beitragvon zollagent » Mi 2. Sep 2015, 11:45

Der General » Mi 2. Sep 2015, 12:30 hat geschrieben:
Was genau soll ich Dir denn jetzt erklären :?:

Das die Ukr. Armee seit mehr als einem Jahr nicht in der Lage ist Traktorfahrer und Bergarbeiter militärisch zu "entwaffnen" :rolleyes:

Diese Ukr. Armee ist desolat und auf einem Video das per Helmcam aufgenommen wurde, gibt es sogar Ukrainische Soldaten die mit Turnschuhe da rumrennen.

Die sollen sich zurückziehen bzw. die Waffenruhe einhalten. Anschließend muß am Tisch vernünftigt weiter verhandelt werden. Alles andere ist Unwichtig.

PUNKT

...erklärt sich schlicht und einfach dadurch, daß die Mär von den Bergarbeitern und Traktorfahrern nämlich genau das ist, ein Märchen. Wie man es aus roten Kreisen schon zu Zeiten der DDR mit ihren Märchenstories der Kartoffelkäfer-Fallschirmjäger, der westlichen Angriffen ausgesetzten Grenztruppen und dem Märchen von der Zweckbestimmung der Mauer als "antifaschistischen Schutzwalls" lesen durfte, der aber nur den Zweck hatte, die Menschen der DDR zu hindern, dieses Land zu verlassen. Eine Lügentradition, die unsere Linken bis heute ungebrochen fortsetzen. Die Ukrainische Armee steht nämlich in der Hauptsache Russlands verdeckter Invasions-Armee, dem Gegenstück der deutschen Legion Condor gegenüber.
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Re: Gibt Kiew den Donbass auf?

Beitragvon Der General » Mi 2. Sep 2015, 11:53

zollagent » Mi 2. Sep 2015, 12:45 hat geschrieben:...erklärt sich schlicht und einfach dadurch, daß die Mär von den Bergarbeitern und Traktorfahrern nämlich genau das ist, ein Märchen. Wie man es aus roten Kreisen schon zu Zeiten der DDR mit ihren Märchenstories der Kartoffelkäfer-Fallschirmjäger, der westlichen Angriffen ausgesetzten Grenztruppen und dem Märchen von der Zweckbestimmung der Mauer als "antifaschistischen Schutzwalls" lesen durfte, der aber nur den Zweck hatte, die Menschen der DDR zu hindern, dieses Land zu verlassen. Eine Lügentradition, die unsere Linken bis heute ungebrochen fortsetzen. Die Ukrainische Armee steht nämlich in der Hauptsache Russlands verdeckter Invasions-Armee, dem Gegenstück der deutschen Legion Condor gegenüber.


Gut Deine Meinung.

Wenn es aber tatsächlich eine "Russische verdeckter Invasions-Armee" geben sollte, würde dieser Bürgerkrieg ganz bestimmt nicht mehr als nun 1 Jahr andauern. Die Sache wäre in spätestens 8 Wochen erledigt gewesen, von daher halte ich Deine Meinung für unrealistisch.
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Re: Gibt Kiew den Donbass auf?

Beitragvon Provokateur » Mi 2. Sep 2015, 11:59

Russland kann sich nicht massiv beteiligen, weil dann mehr und mehr Beweise auf den Tisch kämen. Und Russland hat auch kein Interesse daran, diesen Konflikt zu beenden.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Gibt Kiew den Donbass auf?

Beitragvon robro43 » Mi 2. Sep 2015, 11:59

Sobald der Waffenstillstand hält und die ukr. Armee nicht mehr die Städte der Separatisten beschießt
hat Mariupol ohnehin seine Faustpfandrolle verloren, Faustpfand im Sinne von "beschießt ihr uns weiterhin nehmen wir Mariupol ein" und sie hätten es gekonnt.... ein anderer Sinn für die damaligen, mehr als halbherzigen Scharmützel in den Vororten von Mariupol war und ist nicht erkennbar.

Die Separatisten haben ihr Ziel erreicht, sie haben sich, nach eigenem Befinden, vor den Faschisten in Sicherheit gebracht und denen mehr als nur eine blutige Nase beigebracht und das diese sich jetzt mit Kiew beschäftigen und die Revolution und ihre wahren Ziele deutlicher fortsetzen wollen gibt den Separatisten auch im Nachhinein recht.

Banderas faschistische Horden wären ohne Putin sicher erfolgreich gewesen, Putin ist also tatsächlich nicht ohne Grund bei einigen derart verhasst, nun gilt es die Freunde Banderas an das Licht der Öffentlichkeit zu zerren auch wenn es manch einem der mit ihnen ruderte peinlich ist weil er ja mal wieder nix gewusst oder geahnt hat, der Arme. :mad2:
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Re: Gibt Kiew den Donbass auf?

Beitragvon zollagent » Mi 2. Sep 2015, 12:04

Der General » Mi 2. Sep 2015, 12:53 hat geschrieben:
Gut Deine Meinung.

Wenn es aber tatsächlich eine "Russische verdeckter Invasions-Armee" geben sollte, würde dieser Bürgerkrieg ganz bestimmt nicht mehr als nun 1 Jahr andauern. Die Sache wäre in spätestens 8 Wochen erledigt gewesen, von daher halte ich Deine Meinung für unrealistisch.

Russland kann auch nicht die Kräfte einsetzen, die zu solch vollmundigen Vorsätzen nötig wären, denn Russland ist ein höchst fragiles Gebilde. Kräfte, die man aus anderen labilen Gebieten abzieht, machen Unzufriedenen dort Mut. General, so wirklich leicht ist es nicht, ein solches nicht von allen Teilen des Volkes getragenes Gebilde zusammenzuhalten. Da helfen auch deine Quartettkartenzusammenstellungen nicht.
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Re: Gibt Kiew den Donbass auf?

Beitragvon Cobra9 » Mi 2. Sep 2015, 12:07

DG
Was genau soll ich Dir denn jetzt erklären :?:


Ich wollte eigentlich nur wissen wie Du drauf kommst das die "Söldner" die Personalprobleme lösen würden. Das Gesetz für Ausländer wo zur ukr. Armee wurde doch geschaffen für Freiwillige die es eh schon gibt. Kämpfen aktuell in den Freiwilligenverbänden. Ich übertreib jetzt mal die Zahlen aber glaubst Du wirklich 10.000 neue Freiwilligen würden viel bringen für die Armee der Ukraine im Gesamtbild ? Bin etwas skeptisch.

Das man Probleme hat mit der Rekrutierun im Innland ist richtig bei der Ukraine. Aber die Zahlen sind soweit stabil und ausreichend um dem Kampfbetrieb leisten zu können.
DG
Das die Ukr. Armee seit mehr als einem Jahr nicht in der Lage ist Traktorfahrer und Bergarbeiter militärisch zu "entwaffnen" :rolleyes:


Dazu nur drei Stichworte. Die Regierungen vor Poroschenko haben die Armee verkommen lassen in jeder Hinsicht. Daraus ergibt sich dann das deren Kampfkraft kaum optimal sein kann. Trotzdem hat man es geschafft die Sepas bis zu einer Niederlage fast zu treiben. Seltsame Wendung dann plötzlich mit frischen Verbänden, guten Waffen usw. auf der Seite der Sepas. Ausrüstung made in Russia war zu sehen mehr als einmal.
DG
Diese Ukr. Armee ist desolat und auf einem Video das per Helmcam aufgenommen wurde, gibt es sogar Ukrainische Soldaten die mit Turnschuhe da rumrennen.


Die Ukr. Armee war desolat. Das hat sich massiv gebessert. Aber neue Panzer bauen kostet Zeit. Die hat man genutzt. Dazu andere Ausrüstung und viele Verbände sind trainiert worden. Macht sich bemerkbar da die Sepas recht wenig Erfolge hatten. Ich hab nette Bilder welche Verluste man eingefahren hat. Spricht gegen deine These. Jetzt hat man erstmal einen Waffenstillstand. Wenn der hält sieht man weiter. Nur eines ist wohl klar, wo ein Oplot vom Band läuft kommen jetzt noch mehr dazu. Dazu sind die T64 Bulat in größerer Zahl ausgeliefert worden und werden umgerüstet. PT-91 ‘Twardy ebenfalls usw. usw.

Wie Du da meinen kannst die Zeit spielt für die Sepas ist mir ein Rätsel. Wenn die Quellen nicht lügen sind bis Ende des Jahre in der Ukraine einige hundert neue Panzer im Dienst mit einem Standart an Technik der russ. Panzern gleichwertig ist. Für mich sieht das eher so aus als würde die Ukraine ihre Prdouktio nutzen können um mehr Waffen zu bauen und Truppen vernüftig auszurüsten. Dazu die Ausbildung weiterführen. Erzähl mir jetzt bloss nicht die Sepas haben ähnliche Waffenproduktionen wie die Ukraine. Ein Blick auf Ukrobronprom sagt das ist nicht so.
DG
Die sollen sich zurückziehen bzw. die Waffenruhe einhalten. Anschließend muß am Tisch vernünftigt weiter verhandelt werden. Alles andere ist Unwichtig.

PUNKT


Rückzug wirst Du nicht sehen. Verhandlungen wenn der Waffenstillstand hält wären eine Option. Aber über was den genauer ? Die Sepas sollen mal klären ob nun Verbleib bei der Ukraine, Eigenständigkeit oder Anschluss an Russland gewollt ist. Die letzte Option ist ja eh unrealistisch weil Russland die zwei Städte ja nicht will
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Re: Gibt Kiew den Donbass auf?

Beitragvon Darkfire » Mi 2. Sep 2015, 12:09

Hätte er es anfangs in 8 Wochen gewollt hätte er es auch gekonnt, da sind wir uns einig.
Ich frag mich nur warum sich hier einige so dumm stellen zu kapieren welchen Vorteil der verdeckte Krieg hat der hier Geführt wird.

Man wittert einerseits bei englischsprachigen Minenräumer schon eine US Invasion, anderseits stellt man sich aber Blind gegenüber jeder Tatsache daß hier Russen im Einsatz sind.

Das Märchen das hier einige noch tatsächlich daran glauben daß hier ausschließlich Traktorfahrer und Bergarbeiter kämpfen nehme ich keinen mehr ab.
Daß heißt für mich einige hier drin verleugnen ganz absichtlich die Wahrheit.

Daß diese Seite dann aber ihrerseits immer wieder die Wahrheit fordert ist etwas unverschämt.

Wie gesagt ich sehe die USA durchaus kritisch und glaubte auch mal daran das mit der Achse Paris Berlin Moskau etwas geht und man ein Gegengewicht zur USA oder auch bald China bilden könnte.

Nur ändere ich auch meine Meinung wenn sich die Faktenlage ändert.
Ich sehe inzwischen wieder Russland als die größte Gefahr für den Weltfrieden und Putin als einen Diktator der gewissenlos auf Populismus setzt.

Ich sehe das sich viele Linken von Nationalisten instrumentalisieren lassen und offenbar in der EX DDR noch ein großer Bodensatz derer existiert die sich nach einem starken Diktator sehnen und noch irgendwie an einer Ostalgie hängen.

Nur dummerweise ist Putin an die Macht gekommen gerade weil er gegen die Kommunisten war.
Putin ist ein Rechter und kein Linker und irgendwie kapieren das die alten Kameraden nicht.
Auch ist Putins Diktatur keine Linke sondern eine Nationalistische.

Daß was er im Moment im Westen sieht, diese Gesellschaft die sich gegenseitig zerfleischt, ist genau das was er eigentlich Verachtet.
Er macht sich daß zu Nutze was er verachtet und das sollten die Menschen wissen die im Westen so begeistert für ihn sind.
HugoBettauer

Re: Gibt Kiew den Donbass auf?

Beitragvon HugoBettauer » Mi 2. Sep 2015, 12:10

robro43 » Mi 2. Sep 2015, 11:59 hat geschrieben:Sobald der Waffenstillstand hält und die ukr. Armee nicht mehr die Städte der Separatisten beschießt
hat Mariupol ohnehin seine Faustpfandrolle verloren, Faustpfand im Sinne von "beschießt ihr uns weiterhin nehmen wir Mariupol ein" und sie hätten es gekonnt.... ein anderer Sinn für die damaligen, mehr als halbherzigen Scharmützel in den Vororten von Mariupol war und ist nicht erkennbar.

Ich habe dieses Mariupol-Argument immer ein wenig kritisch gesehen. Ein Blick auf die Karte zeigt, dass es von dort bis zur Krim kein kurzer Weg ist. Da wäre doch erheblich mehr Raum genommen und gehalten werden müssen.

Die Separatisten haben ihr Ziel erreicht, sie haben sich, nach eigenem Befinden, vor den Faschisten in Sicherheit gebracht und denen mehr als nur eine blutige Nase beigebracht und das diese sich jetzt mit Kiew beschäftigen und die Revolution und ihre wahren Ziele deutlicher fortsetzen wollen gibt den Separatisten auch im Nachhinein recht.

In der Ukraine zu verbleiben, so wie sie sich in diesen Monaten entwickelte, war eine immer schwerere Option, am Ende keine mehr. Es glaubt doch keiner, dass diese Menschen für eine zeitlich begrenzte, nicht sehr weit gehende Autonomie zurück unter die Staatsgewalt der Häuseranzünder wollen. Um so mehr steht die Frage, wie es weitergehen kann. Schließlich ist der Anschluß an einen anderen Staat nicht gewünscht und die Eigenständigkeit auch mühsam. Der neue Staat wird also Bündnisse eingehen müssen und lange Zeit wirtschaftliche Abhängigkeiten erleben.

Ein Frieden und vielleicht eine Versöhnung in einigen Jahrzehnten ist nicht möglich, solange noch regelmäßig auf Lugansk geschossen wird.
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Re: Gibt Kiew den Donbass auf?

Beitragvon Cobra9 » Mi 2. Sep 2015, 12:11

Der General » Mi 2. Sep 2015, 12:53 hat geschrieben:
Gut Deine Meinung.

Wenn es aber tatsächlich eine "Russische verdeckter Invasions-Armee" geben sollte, würde dieser Bürgerkrieg ganz bestimmt nicht mehr als nun 1 Jahr andauern. Die Sache wäre in spätestens 8 Wochen erledigt gewesen, von daher halte ich Deine Meinung für unrealistisch.


Falsch. Russland kann so wie aktuell den Konflikt nach Bedarf am köcheln halten und es hat selber erklärt das man die Volksrepubliken nicht an der Backe haben will. So jedenfalls Putin damals. Also will man hier den Frozen Conflikt wieder mal auspacken.
Leben ist das was passiert, während du beschäftigt bist, andere Pläne zu machen.
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Re: Gibt Kiew den Donbass auf?

Beitragvon Darkfire » Mi 2. Sep 2015, 12:13

robro43 » Mi 2. Sep 2015, 11:59 hat geschrieben:Sobald der Waffenstillstand hält und die ukr. Armee nicht mehr die Städte der Separatisten beschießt


Wieder mal Märchenstunde, ihr habt immer noch keinen einzigen Beweis dafür das die Ukraine die Städte gezielt beschießt.
Im Gegenteil es waren die Vorrückenden Separatisten welche die Städte beschossen haben.
Diese Lüge wird einfach immer und immer wiedererholt bist man daran glaubt.
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Re: Gibt Kiew den Donbass auf?

Beitragvon Darkfire » Mi 2. Sep 2015, 12:20

Cobra9 » Mi 2. Sep 2015, 12:11 hat geschrieben:
und es hat selber erklärt das man die Volksrepubliken nicht an der Backe haben will. So jedenfalls Putin damals. Also will man hier den Frozen Conflikt wieder mal auspacken.


Immer mehr Ostukrainer blicken das inzwischen selbst.
Am Anfang dachte man noch daß Russland die abtrünnigen Provinzen aufnimmt und man dann einfach auf einen Schlag das 4. fache verdient.
Schon als der Krieg der Separatisten unnötig blutig wurde, ging diese Zustimmung dramatisch zurück.
Inzwischen setzt sich auch in den Köpfen der Menschen in der Ostukraine das Bild durch, daß man diese umkämpfte Gebiete lediglich als Druckmittel, als brennender Gürtel benutzen will um Druck auf seine Nachbarn zu machen die nicht hören wollen.

Man wird sich immer klarer darüber daß Putin nur die Lebensgrundlage der Menschen dort zerstört um politische Ziele durchzusetzen.
Was aus den Menschen dort wird interessiert ihn herzlich wenig.

Das es hier aber immer noch Putin Begeisterte gibt die diesen Krieg versuchen zu legitimieren ist das was mich am stärksten enttäuscht.
Es wird einem inzwischen schon sehr schwer gemacht wegzuschauen und sich dumm zu stellen.

Die Menschen in der Ostukraine werden das Opfer von politischen Zielen eines Putins.
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Re: Gibt Kiew den Donbass auf?

Beitragvon zollagent » Mi 2. Sep 2015, 12:21

SoleSurvivor » Mi 2. Sep 2015, 13:10 hat geschrieben:Ich habe dieses Mariupol-Argument immer ein wenig kritisch gesehen. Ein Blick auf die Karte zeigt, dass es von dort bis zur Krim kein kurzer Weg ist. Da wäre doch erheblich mehr Raum genommen und gehalten werden müssen.


In der Ukraine zu verbleiben, so wie sie sich in diesen Monaten entwickelte, war eine immer schwerere Option, am Ende keine mehr. Es glaubt doch keiner, dass diese Menschen für eine zeitlich begrenzte, nicht sehr weit gehende Autonomie zurück unter die Staatsgewalt der Häuseranzünder wollen. Um so mehr steht die Frage, wie es weitergehen kann. Schließlich ist der Anschluß an einen anderen Staat nicht gewünscht und die Eigenständigkeit auch mühsam. Der neue Staat wird also Bündnisse eingehen müssen und lange Zeit wirtschaftliche Abhängigkeiten erleben.

Ein Frieden und vielleicht eine Versöhnung in einigen Jahrzehnten ist nicht möglich, solange noch regelmäßig auf Lugansk geschossen wird.

"Die Menschen" dort werden gar nicht erst gefragt, und wenn, dann mit dem Sturmgewehr im Anschlag. Wer könnte auch erwarten, daß Legionäre akzeptieren würden, daß die Gebiete, die sie einem Staat zu entreißen, ausgesandt wurden, letztlich wieder in diesen Staat zurückkehren. Sicher dürfte sein, daß das dann eine russische, keine ukrainische Entscheidung ist.
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Re: Gibt Kiew den Donbass auf?

Beitragvon Alexyessin » Mi 2. Sep 2015, 12:28

Der General » Mi 2. Sep 2015, 12:30 hat geschrieben:
Was genau soll ich Dir denn jetzt erklären :?:

Das die Ukr. Armee seit mehr als einem Jahr nicht in der Lage ist Traktorfahrer und Bergarbeiter militärisch zu "entwaffnen" :rolleyes:


Es sind halt keine Traktorfahrer und Bergarbeiter. Damit fällt deine Argumentation in sich zusammen wie ein Kartenhaus.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Gibt Kiew den Donbass auf?

Beitragvon Darkfire » Mi 2. Sep 2015, 12:34

Es gibt für diese nichtvorhandenen Russischen Truppen sogar einen Namen.

Systematisch soll das russische Militär seine Soldaten in die Ukraine schmuggeln - mit einer ausgeklügelten Taktik, so die Zeitung "Kommersant". Als "Donbass-Indianer" kämpfen sie dort gegen Kiew.

Aber wie kommen russische Soldaten in die Ostukraine? Schließlich hat Moskau die Vorwürfe, Streitkräfte und Waffen über die ukrainische Grenze zu schicken, stets abgestritten. Wie die Recherchen des "Kommersant"-Journalisten jedoch ergeben ergeben, schleust das russische Militär anscheinend mit einer ausgeklügelten Methode seine Truppen nach Donezk, Lugansk oder Debalzewe. Dem Bericht zufolge, werde den Soldaten zunächst eingeredet, dass sie nur durch ihren Einsatz an der Front den Krieg in der Ukraine stoppen und nur so ihre russische Heimat verteidigen könnten.

"Die Logik der Kriegsführung der letzten Monate ist einfach: In die selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk reisen zum Kampf diejenigen an, die das Kriegshandwerk tatsächlich beherrschen", schreibt der "Kommersant". Es seien genau diese beurlaubten russischen Profisoldaten, die die Kampfeinsätze ausführen, sich aber danach wieder zurückziehen. Die von ihnen eroberten Städte, Stützpunkte und Checkpoints würden anschließend mit ukrainischen Separatisten besetzt werden, die dann mit Freuden Journalisten über ihr früheres Bergarbeiter-Dasein berichten würden.

http://www.stern.de/politik/ausland/ukr ... 47338.html


Hat ja auch schon gut bei der Legion Condor geklappt die waren auch nur auf Urlaub in Spanien.
robro43

Re: Gibt Kiew den Donbass auf?

Beitragvon robro43 » Mi 2. Sep 2015, 13:03

SoleSurvivor » Mi 2. Sep 2015, 12:10 hat geschrieben:Ich habe dieses Mariupol-Argument immer ein wenig kritisch gesehen. Ein Blick auf die Karte zeigt, dass es von dort bis zur Krim kein kurzer Weg ist. Da wäre doch erheblich mehr Raum genommen und gehalten werden müssen.


In der Ukraine zu verbleiben, so wie sie sich in diesen Monaten entwickelte, war eine immer schwerere Option, am Ende keine mehr. Es glaubt doch keiner, dass diese Menschen für eine zeitlich begrenzte, nicht sehr weit gehende Autonomie zurück unter die Staatsgewalt der Häuseranzünder wollen. Um so mehr steht die Frage, wie es weitergehen kann. Schließlich ist der Anschluß an einen anderen Staat nicht gewünscht und die Eigenständigkeit auch mühsam. Der neue Staat wird also Bündnisse eingehen müssen und lange Zeit wirtschaftliche Abhängigkeiten erleben.

Ein Frieden und vielleicht eine Versöhnung in einigen Jahrzehnten ist nicht möglich, solange noch regelmäßig auf Lugansk geschossen wird.


Eine Offensive gegen Mariupol war immer die letzte Hoffnung der Kriegstreiber und Spieler die verzückt ihre Zinnsoldaten, Panzer etc. zählen und im Sandkasten bewegen denn sie selber haben ja keinen Blutzoll zu leisten und können es daher anscheinend kaum erwarten das der "Film" endlich wieder weiter geht.

Die Ukraine hat nur noch eine Chance wenn sie die Verfassungsänderung mit weitgehender Autonomie
der separierten Gebiete im Rahmen einer Bundesrepublik durchbekommt, danach halte ich sehr vieles für möglich, auch eine Aussöhnung, vor allem nach einer Neuwahl ohne Einmischung von außen.

Man sollte den Menschen endlich ihren Frieden und ihre Unversehrtheit gönnen und die Unterstützung der nationalistischen und faschistischen Strömungen in der Ukraine aufgeben.

Bedrohlich wird es für die Putschisten in Kiew wenn die Waffenruhe länger als eine Woche anhält und die privaten Freiwilligen-Bataillone nicht mehr für die üblichen Provokationen im Osten sorgen denn die reguläre Armee scheint nicht dazu bereit zu sein und Banderas Horden scheinen sich in Kiew aufzuhalten um die zweite Lesung zur Verfassungsänderung entsprechend zu "beschützen".
robro43

Re: Gibt Kiew den Donbass auf?

Beitragvon robro43 » Mi 2. Sep 2015, 13:18

Darkfire » Mi 2. Sep 2015, 12:13 hat geschrieben:
Wieder mal Märchenstunde, ihr habt immer noch keinen einzigen Beweis dafür das die Ukraine die Städte gezielt beschießt.
Im Gegenteil es waren die Vorrückenden Separatisten welche die Städte beschossen haben.
Diese Lüge wird einfach immer und immer wiedererholt bist man daran glaubt.


Im Gegenteil es waren die Vorrückenden Separatisten welche die Städte beschossen haben.
Diese Lüge wird einfach immer und immer wiedererholt bist man daran glaubt


RICHTIG...nur ich habe Euch diese absurde Spinnerei nie abgenommen, woher nur plötzlich diese überraschende Erkenntnis :? Womöglich den Aluhut mal nicht aufgehabt ? Das könnte aber leicht zum Ausschluss aus der ALU-Hut-Fraktion führen :? :?

....immer schön den Kinnriemen anziehen !!
Zuletzt geändert von robro43 am Mi 2. Sep 2015, 13:20, insgesamt 1-mal geändert.

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