Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew

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Re: Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew

Beitragvon Der General » Mi 16. Sep 2015, 13:07

[Cobra9 hat geschrieben:Uii Herschaftsform kannst Du bei Wiki nachschlagen, aber den nicht passenden Teil nicht. Lenk nicht ab. Russland ist keine Demokratie mehr. Was der Kreml will wird gemacht. Das nennt man freundlich wie von mir beschrieben. Arabische Staaten sind ähnlich teilweise. Soviel Freiheiten wie der Herscher gewährt. Ja Nordkorea ist da nach deiner Auslegung auch eine Demokratie :)


Vielleicht liest Du erst mal noch und blätterst hier mal zurück, damit Du weißt worum es eigentlich ging bei diesem OT. Thema?!!

Es ging darum, dass hier jemand behauptet hat, es gäbe keine unterschiedlichen Arten oder Formen von DEMOKRATIE!

UND das ist/war Natürlich ziemlicher Nonsens. Speziell um Rußland ging es dabei eher weniger.
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Re: Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew

Beitragvon Der General » Mi 16. Sep 2015, 13:08

[DarkLightbringer hat geschrieben:Freie Wahlen als ein "Witz" zu bezeichnen, zeugt davon, die Volkssouveränität nicht respektieren zu wollen.


Das hast Du wohl falsch gelesen? Von freien Wahlen hatte ich nichts geschrieben, sondern von Wahlen, wobei Millionen von Wählerinnen und Wählern nicht berücksichtigt wurden. Eine Volkssouveränität ist doch somit überhaupt nicht vorhanden, die man dann respektieren könnte.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Das ukrainische Volk hat sich in zwei Wahlen entschieden, Mandat und Kurs sind unzweideutig.


Die Partei Die Linke hat die "Wahl" in der Ukraine detalliert analysiert und hat sehr interessantes festgestellt:

Der Favorit des Wahlkampfes "Block Poroschenko" erreichte deutlich weniger als erwartet. Die kürzlich gegründete Partei "Volksfront" dagegen überholte den "Block Poroschenko" sogar um einige Prozentbruchteile.

Der Grund dafür könnte unter anderem die Figur des amtierenden Premiers Jazenjuk sein. Jazenjuk ist einer der Führer der "Volksfront" und die Kampagne der Partei war darauf ausgerichtet, den Premierposten wieder durch ihn zu besetzen. Das Volk entschied sich praktisch für eine "Tandemokratie".

@DarkLightbringer;

Es ist alles andere als "unzweideutig".

[DarkLightbringer hat geschrieben:Der Großteil der Welt sympathisiert mit dem ukrainischen Volk.


Mir ist das ukrainische Volk auch nicht unsympathisch, ähnliches gilt für Rußland,Spanien oder Italien.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Und in den besetzten Gebieten genießt die Kollaborationsverwaltung mehrheitlich kein Vertrauen, wie Umfragen immer wieder ausweisen.


Andere Umfragen belegen, dass die Menschen mit der Kiev Junta nichts mehr zu tun haben wollen, zugleich möchte man Frieden in den Gebieten. Angst vor den aus Kiev entsandten Faschistischen Gruppierungen besteht aber weiterhin.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Tatsächlich ist sich das Land so einig wie nie zuvor.


Das bezweifel ich sehr stark!

[DarkLightbringer hat geschrieben:Was die FAZ-Reportage anzudeuten versuchte, ist der Umstand, dass sich auch immer mehr ehemalige Janukowitsch-Anhänger der patriotischen Bewegung anschließen, aber auch vormals politisch Letharge oder solche, die weit links stehen.
Im Grunde ist ein ähnlicher Effekt zu erkennen wie in Frankreich 1943/44 - unter dem Eindruck des Krieges und der äußeren Bedrohung solidarisieren sich die Leute auch über Parteigrenzen hinweg.


Ich würde sagen, dass es beim "andeuten" und beim Versuch der FAZ geblieben ist. Auch dieses Blatt kämpft um jeden Leser und auch dort droht das verscherbeln der Zeitung vor einem Obi Baumarkt für die Zukunft.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Es ist ein sehr hoffnungsvollzes Zeichen, dass die russische Menschenrechtsgruppe "Memorial" mit einer ukrainischen Gruppe zusammenarbeitet. Diese zivilgesellschaftlichen Kontakte sind wichtig, um eines Tages in einer Post-Putin-Ära die Versöhnung beider Nationen anzustossen.
Polen und Ukraine haben eine gemeinsame Historiker-Kommission gebildet, um die trüben Stunden in den Beziehungen der beiden Länder aufzuarbeiten, die viele Jahrzehnte zurückliegen - das ist ein Beispiel für eine gelungene Völkerverständigung. Besatzung und Krieg ist indes für die Völkerverständigung eher kontraproduktiv, das muss man einfach so sagen.


Das ist alles sehr begrüßenswert, hoffen wir das die Versöhnung in naher Zukunft funktioniert.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Und wenn eine Zahl von 10 bis 15.000 mutmaßliche Folteropfer für die besetzten Gebiete angegeben wird, so ist das schon ein Anlass zur Sorge.


Propaganda Quatsch, den man nicht Kommentieren muß!

[DarkLightbringer hat geschrieben:Der frühere Milizenkommandeur Igor Girkin befasst sich in seiner Freizeit mit Rollenspielen, die historische Kriege nachstellen. Von einem Bergwerks- oder Traktoren-Hobby ist nichts bekannt. ;)


Ist der früherer Milizenkmommandeur irgendwie Wichtig? Ich denke nicht.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Sicher gibt es einige Probleme zwischen Kiew und Moskau, die Idee von Einheit und Unabhängigkeit besitzt jedoch fraglos mehr Strahlkraft als rein "mechanische" Argumente in Gestalt von Panzern und Stacheldraht.


Es war die Gestalt des gewaltsamen Sturz eines zuvor Demokratisch gewählten Präsidenten, der die Einheit und Unabhängigkeit in Gefahr brachte. Das "mechanische" Argument des Maidans war höchst Kontraproduktiv!

[DarkLightbringer hat geschrieben:Sowohl die Vereinte Nationen wie auch Amnesty International berichten von Menschenrechtsverletzungen auf der Autonomen Republik Krim während der Besatzungszeit.


Nun ja, Menschenrechtsverletzungen gibt es andernortes sicherlich auch, siehe aktuell Ungarn usw... Zum Glück ist die Krim ja jetzt nicht mehr besetzt und es gibt klare Verhältnisse. Mehrheitlich sind die Menschen dort sehr zufrieden.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Der Schauprozess gegen den von der Krim verschleppten Filmregisseur geht sogar einem in Russland sehr bekannten Arbeitskollegen und 120-prozentigen Putinisten zu weit.
Amnesty International konstatierte in einer Erklärung vom Juli, die ukrainischen Bürger und Einwohner der Krim - Senzow und Koltschenko - haben sich gegen die russische Annexion ausgesprochen.
Zudem fordert Amnesty eine unparteiische Untersuchung über Foltervorwürfe, die seitens der Angeklagten und einiger Zeugen erhoben werden.


Ich denke, es ist Sache des Russischen Gerichts den Fall nach geltenen Recht abzuhandeln. Stellt sich eine Unschuld heraus gehört er Selbstverständlich Freigesprochen. Werden aus Handfesten Hinweisen, beweise, muß dieser mutmaßliche Terrorist bestraft werden.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Dennoch ist es doch zweifelhaft, ob Personen, deren Vermögen teils eingefroren ist, deren Geschäftsfähigkeit eingeschränkt ist und die nicht in den Schengen-Raum einreisen können, davon unberührt sind.
Wie schon gesagt, gerade Kreml-Bonzen unterhalten üblicherweise äußerst intensive private und geschäftliche Beziehungen in den Westen. Um ein Beispiel zu nennen: Vize-Parlamentssprecher Schelesnjak, der in seiner Steuererklärung ein Einkommen von 3,5 Millionen Rubel angibt, gibt allein schon 11 Millionen Rubel jährlich für die Ausbildung seiner 3 Kinder an Elite-Schulen im Westen aus.


Wie dem auch sei, ich halte Sanktionen gegen solche "Öffentliche Personen" für ziemlich albern. Wie lange sind diese jetzt schon sanktioniert und was hat sich geändert?

[DarkLightbringer hat geschrieben:Pointiert könnte man sagen, diverse Kreml-Bonzen sind westlicher als die einfachen Menschen im Westen selbst.


Dem stimme ich zu.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Die Ukraine bedroht in keinster Weise irgendein Nachbarland.
Der Wunsch der Ukraine nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung in Fragen der außenpolitischen Orientierung richtet sich gegen niemand, ist aber unumkehrbar.


Auch da kann und möchte ich gar nicht wiedersprechen.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Die Besetzung der Autonomen Republik Krim durch auswärtige Kommandos ist völkerrechtswidrig, untergräbt die territoriale Unversehrtheit der Ukraine und verstößt überdies gegen das Truppenstationierungsabkommen.
Die Besatzungsmacht mag "zufrieden" sein, die Besetzten sind von zahllosen Menschenrechtsverletzungen betroffen.


Darüber kann man streiten und wurde ja hier im Forum schon Intensiv behandelt. Grundsätzlich bin ich da anderer Meinung als Du, wie Natürlich viele andere auch.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Die entsprechende Wutrede, auf die hier wohl angespielt wird, soll in den sozialen Medien äußerst populär gewesen sein.


Du meinst die vom Steinmeier? Ja in der Tat und ich muß zugeben, dass ich sehr erstaunt war. Ein inkompetenter Politiker, der bei der Rede die Maske fallen gelassen hat :(

[DarkLightbringer hat geschrieben:Die Atlantische Gemeinschaft steht für die Sicherheit von mehr als 500 Millionen Menschen und darüber hinaus für positive Werte. Es dürfte seine Gründe haben, weshalb aktuell etwa sechs Nationen an einem Beitritt interessiert wären.
Der ameroeuropäische Stabilitätsraum ist seit fast 7 Jahrzehnten die sicherste Region der Welt.


Ich bin mir sehr sicher, dass auch ohne die Atlantische Gemeinschaft mehr als 500 Mio. Menschen nicht weniger Sicher wären. Die Atlantische Gemeinschaft ist nichts Gutes, sondern eher das Gegenteil in vielen Bereichen.
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Re: Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew

Beitragvon Cobra9 » Mi 16. Sep 2015, 15:01

Der General » Mi 16. Sep 2015, 14:07 hat geschrieben:
Vielleicht liest Du erst mal noch und blätterst hier mal zurück, damit Du weißt worum es eigentlich ging bei diesem OT. Thema?!!

Es ging darum, dass hier jemand behauptet hat, es gäbe keine unterschiedlichen Arten oder Formen von DEMOKRATIE!

UND das ist/war Natürlich ziemlicher Nonsens. Speziell um Rußland ging es dabei eher weniger.


Russland ist schon Teil des Themas. Eine Demokratie kann nicht agieren wie Russland aktuell. Russlands Handlungsweise führte zur Eskalation im Konflikt. Das stärkt Nationalisten dann leider. Ergibt sich dann als Klappe zum Ende das Russland zumindest einen Trigger inne hatte.

Eine sehr nette Chronik:

http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... raine.html
Zuletzt geändert von Cobra9 am Mi 16. Sep 2015, 15:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew

Beitragvon jan2009 » Mi 16. Sep 2015, 22:39

schokoschendrezki » Mi 16. Sep 2015, 08:06 hat geschrieben:Lassen wir mal die DDR beiseite ... Demokratie als normativer Begriff lässt sich klar an Kriterien wie Pressefreiheit, Gewaltenteilung usw. bemessen. Eine nüchterne und reale Analyse der jüngeren russischen Geschichte wird im wesentlichen zwischen der letzten Phase der SU unter Gorbatschow, der Jelzin-Ära, der Putin-Ära bis etwa 2008 und der Zeit danach unterscheiden. Und sie wird diesen Phasen unterschiedliche Grade an normativer Demokratie zuweisen.

Das theoretische Verzaubern der gesellschaftlichen und politischen Veränderungen nach Zerfall der Sowjetunion mit Deckmantel der Demokratie ist sicherlich ein schönes Konstrukt, das Du persönlich meinetwegen auch gerne vertreten magst.
Beim selektiven Betrachten mancher Kriterien kann man fidel auch das III. Reich mit einer Demokratie vergleichen.

Hier geht es aber doch gar nicht darum, ob die vermeintliche Demokratie in Russland mal die normative, mal empirische Form annimmt oder vielleicht noch nach Rhetorik der hier auftretenden Traumtänzer das altgriechische Abbild hier als Muster gelten sollte.

Russland befand sich zu Beginn der Jelzin's Ära auf dem Wege, sich den gesellschaftlich-politischen und vor allem den wirtschaftlichen Systemen der führenden Wirtschaftsmächte oder -zonen ( Europa z. B. ) anzunähern, bis die Kremlführung nun aber auch deutlich eine nationalistische Kurve eingeschlagen hatte, um nun auch die anfängliche Ansätze einer demokratischen Veränderung mit all ihren entscheidenden Kernelementen durch die jetzigen Machthaber heutzutage zum Einlullen der Gesellschaft jetzt nur noch als Spott zu verunglimpfen.
Wobei durchaus zu konstatieren ist, dass spätestens mit der Präsidentschaftswahl 2012 eine Schwelle unterschritten wurde, bei der es zweifelhaft ist, überhaupt noch von "Demokratie" zu sprechen.

Für mich entscheidend für die moderne Demokratie ist die inhaltliche Einhaltung den in den wirtschaftlich und gesellschaftlich-politischen gesünderen (weil demokratischen) Staaten vertretenen Kernelemente und nicht die rhetorische Form-Auslegung , ob halbschwanger vielleicht doch auch noch schwanger ist.....
Soweit zu meinem Hinweis zuvor auf Gewaltenteilung oder Rechtstaat, welche maßgebend für die moderne und (nicht unbedingt die griechische...) Demokratie hier zu verstehen wären....
Die Berufung auf eine "Wertegemeinschaft" ist - abgesehen davon, dass das eine dieser typischen Sonntagsredensphrasen ist - vor allem kulturalistisch.

Die Phantasie der Menschen kennt keine Grenzen und Du kannst Dich darin meinetwegen auch genauso austoben, solange Du darin nicht einen plumpen Unsinn unterstellst.
In meiner Vorstellung einer "Wertegemeinschaft" betrachte ich diese als den gesellschaftlichen Fortschritt. Keinesfalls anthropologisch....
Vielmehr als das Zusammenspiel der gesellschaftlich-politischen Prozesse, die eben in einer modernen Demokratie zur Stärkung der Zivilgesellschaft im Innern und international zum Verzicht auf Gewalt und zur Einhaltung des Völkerrechts zu assoziieren sind.

Und, anders als Du, sehe ich darin nicht unbedingt " das Wort zum Sonntag" oder als eine Phrase.
Damit wir uns verstehen, ok?....
Und dies lehne ich ab. Es gibt in Europa eine lange und sehr ungute Tradition von Russophobie, nach der das Russische immer in irgendeiner Art und Weise als nicht zu irgendeinem "Kulturkreis" gehörig angesehen wird.

Du scheinst hier nicht der Erste und wohl auch nicht der Letzte zu sein, der auch hier eine plumpe Brücke zu kreieren versucht, aus einer sehr wohl vertretenen Abneigung gegen eine autoritäre oder satrapische Führung und ihre Aggressionen zu einer plötzlich für ein Volk oder Rasse allgemein geltenden und aber nur selbst gesponnenen Phobie zu projizieren.

Ich gebe zu, Du kleidest es besser, als die Anderen...... :)
Zuletzt geändert von jan2009 am Do 17. Sep 2015, 09:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew

Beitragvon Der General » Mi 16. Sep 2015, 23:42

[Cobra9 hat geschrieben:Russland ist schon Teil des Themas. Eine Demokratie kann nicht agieren wie Russland aktuell. Russlands Handlungsweise ...


Wie oft eigentlich noch? Kannst Du es oder willst Du es nicht kapieren, dass Rußland und Mehrheitlich das Volk überhaupt keine Demokratie nach Westlichen Vorbild haben möchte?

Man muß das doch mal zur Kenntniss nehmen und dann auch so akzeptieren!

Putin ist in Rußland sehr beliebt, demnach kann die Handlungsweise doch gar nicht so schlecht sein. Auch das solltest Du akzeptieren.

Ich persönlich, finde auch nicht alles gut. Trotzdem sehe ich Rußland langfristig gesehen auf einen sehr guten Weg. Putin hat durchaus schon einiges bewirkt was Positiv für das Land ist, im Gegensatz zu früheren Zeiten.
Zuletzt geändert von Der General am Mi 16. Sep 2015, 23:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew

Beitragvon DarkLightbringer » Do 17. Sep 2015, 01:29

@ Der General

Eine Antwort zu zwei Teilen.

Teil 1

Das hast Du wohl falsch gelesen? Von freien Wahlen hatte ich nichts geschrieben, sondern von Wahlen, wobei Millionen von Wählerinnen und Wählern nicht berücksichtigt wurden. Eine Volkssouveränität ist doch somit überhaupt nicht vorhanden, die man dann respektieren könnte.

Die Ukraine ist Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen, die Wählerinnen und Wähler haben Parlament und Präsident frei gewählt und das ist auch international anerkannt.

Anscheinend erkennt ja auch die deutsche Linke-Partei die Regierung der Republik Ukraine an. Gramscistischen Klein-Sekten steht es natürlich frei, ein anderes Narrativ zu verfolgen.

Im übrigen waren die Bewohner der Autonomen Republik Krim durchaus wahlberechtigt, es soll jedoch viele gegeben haben, die aus Sorge vor Repression die Halbinsel zum Wahltag nicht verlassen haben.
Und wenn der wahlberechtigte Filmregisseur Oleg Senzow zum Zeitpunkt der Wahlen bereits in Geiselhaft des russischen Geheimdienstes war, konnte er natürlich keinen Gebrauch vom Wahlrecht machen.
Das ändert aber nichts daran, dass das Votum des ukrainischen Volkes berechtigt ist.

Die Partei Die Linke hat die "Wahl" in der Ukraine detalliert analysiert und hat sehr interessantes festgestellt: Der Favorit des Wahlkampfes "Block Poroschenko" erreichte deutlich weniger als erwartet. Die kürzlich gegründete Partei "Volksfront" dagegen überholte den "Block Poroschenko" sogar um einige Prozentbruchteile. Der Grund dafür könnte unter anderem die Figur des amtierenden Premiers Jazenjuk sein. Jazenjuk ist einer der Führer der "Volksfront" und die Kampagne der Partei war darauf ausgerichtet, den Premierposten wieder durch ihn zu besetzen. Das Volk entschied sich praktisch für eine "Tandemokratie". @DarkLightbringer; Es ist alles andere als "unzweideutig".

Diese "Tandemokratie" nennt sich semi-präsidentielles System - es gibt einen direkt gewählten Präsidenten und einen Premierminister. In Frankreich ist das ganz ähnlich. Die Partei "Die Linke" sollte ihre diesbezüglichen Forschungsarbeiten vertiefen.

Die diversen Parteien der Koalition haben natürlich schon verschiedene Ansätze, aber der generelle Kurs ist völlig klar - pro-europäisch, patriotisch und reformistisch. Auch die "Revolution der Würde" wird überwiegend positiv rezepiert, selbst in unpolitischen Unterhaltungssendungen.

Mir ist das ukrainische Volk auch nicht unsympathisch, ähnliches gilt für Rußland,Spanien oder Italien.

Ich erkenne auch die Regierung von Spanien oder Italien an, unabhängig davon, ob sie mir zusagt oder nicht. ;)
Jede Nation hat ihre eigenen Vertreter aus den Reihen des Volkes zu bestimmen und wenn das aus einer legitimen Wahl hervorgeht, dann steht die Spezialmeinung eines wie auch immer gearteten Clubhauses eben hintenan.

Andere Umfragen belegen, dass die Menschen mit der Kiev Junta nichts mehr zu tun haben wollen, zugleich möchte man Frieden in den Gebieten. Angst vor den aus Kiev entsandten Faschistischen Gruppierungen besteht aber weiterhin.

Das dürfte Propaganda im Auftrag des Aggressors sein.

Das bezweifel ich sehr stark!

Das findet von wissenschaftlicher Seite bereits seine Bestätigung. Aber es ist doch auch ganz einfach und leicht erschließbar. 2004 gab es noch keine äußere Bedrohung, jetzt schon. Das macht für viele einen erheblichen Unterschied. Daher ja eben auch die Schlußfolgerung, dass der Krieg für die Spaltungsidee eher kontraproduktiv ist.

Ich würde sagen, dass es beim "andeuten" und beim Versuch der FAZ geblieben ist. Auch dieses Blatt kämpft um jeden Leser und auch dort droht das verscherbeln der Zeitung vor einem Obi Baumarkt für die Zukunft.

Selbst wenn dem so wäre - viele Ukrainer, gerade auch in der befreiten Stadt Mariupol, treten für eine freie Ukraine ein, und Kollaborateure werden weniger.

Das ist alles sehr begrüßenswert, hoffen wir das die Versöhnung in naher Zukunft funktioniert.

...die macht gerade Quantensprünge. Polen versteht sich als Anwalt der Ukraine innerhalb des europäischen Staatenbundes. Sodann wird noch an einer polnisch-ukranisch-litauischen Sicherheitsarchitektur gearbeitet, in Form der Trilateralen Brigade.
Die Ukraine kann Freunde gebrauchen und jetzt ist genau der richtige Augenblick für Annäherungen.

Die traditionelle Meinungsverschiedenheit darüber, ob die Vorgänge in Wolhynien zu Zeiten des 2. Weltkrieges nun "Massaker" oder aber "Tragödie" genannt werden sollen, scheint darüber fast schon vergessen zu sein. Die gemeinsame Historiker-Kommission soll es aber endgültig klären, um der neu intensivierten Freundschaft nicht im Wege zu sein.

Propaganda Quatsch, den man nicht Kommentieren muß!

Menschenrechtsorganisationen kann man auch als Partner verstehen, zumal sie aus der Zivilgesellschaft kommen. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte ist indes offizieller - in seinem Bericht über die Situation in der Ukraine für den Zeitraum Mai bis August 2015 wird unter Punkt 42 die Exekution von Zivilisten erwähnt. Die Ermordeten unterstützten ihr eigenes Land, die Ukraine.

Ist der früherer Milizenkmommandeur irgendwie Wichtig? Ich denke nicht.

Irgendwie schon, weil er durch Interviews Einblicke gewährt. Und er rühmt sich selbst, den Krieg angestossen zu haben.

Es war die Gestalt des gewaltsamen Sturz eines zuvor Demokratisch gewählten Präsidenten, der die Einheit und Unabhängigkeit in Gefahr brachte. Das "mechanische" Argument des Maidans war höchst Kontraproduktiv!

Proteste haben in der Ukraine eine längere Tradition - die "Ukraine-ohne-Kutschma"-Kampagne hatte ich bereits erwähnt - es berechtigt Drittstaaten nicht zur Intervention.
Die Rückkehr zur alten Verfassung und damit zur Demokratie ging mit dem Verschwinden des korrupten Usurpators Janukowitsch einher.
Und wo ist nun Janukowitsch? Er hält sich ausgerechnet beim Aggressor auf und hat auch praktisch keine Anhänger mehr im Land.

Nun ja, Menschenrechtsverletzungen gibt es andernortes sicherlich auch, siehe aktuell Ungarn usw... Zum Glück ist die Krim ja jetzt nicht mehr besetzt und es gibt klare Verhältnisse. Mehrheitlich sind die Menschen dort sehr zufrieden.

Natürlich ist die Autonome Republik Krim derzeit besetzt und mit der Repression und den Menschenrechtsverletzungen sind viele unzufrieden.

Der Sprecher der Krimtataren schreibt in einem Offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel, Präsident Hollande und Präsident Poroschenko unter anderem:
An dem Tag, an dem Sie sich in Berlin treffen werden, werden es genau 542 Tage (seit dem 27. Februar 2014) sein, seit die ganze Welt vor die Tatsache der offen begonnenen militärischen Spezialoperation Russlands gegen die Ukraine gestellt wurde, deren Folge die Okkupation der Krim und bis heute andauernde blutige Kämpfe auf einem Teil der Territorien der Luhansker und Donezker Gebiete wurden.

542 Tage lebt die ukrainische Gesellschaft unter Bedingungen des faktischen Krieges Russlands gegen die Ukraine, im Laufe dessen viele Tausende Menschen (Zivilisten und Soldaten) getötet wurden, Zehntausende Menschen wurden verwundet und verstümmelt, und über 1 500 000 Menschen waren gezwungen, den Ort, an dem sie bislang lebten, zu verlassen.

Auf der durch die Russische Föderation okkupierten Krim droht die direkte Gefahr für die eigentliche Existenz des krimtatarischen Volks – der Ureinwohner der Krim, die im Februar-März 2014 mit Massenkundgebungen und Protesten gegen die Invasion der russischen Streitkräfte auftraten und noch immer die Resolution der UN-Generalversammlung A/RES/68/262 vom 27. März 2014 über die territoriale Integrität der Ukraine vertreten.
http://de.euromaidanpress.com/2015/08/2 ... roschenko/

Tschubarows Familie ist 1944 deportiert worden - die jetzigen Besatzer haben ihn für 5 Jahre verbannt.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew

Beitragvon Cobra9 » Do 17. Sep 2015, 05:48

DG
Wie oft eigentlich noch? Kannst Du es oder willst Du es nicht kapieren, dass Rußland und Mehrheitlich das Volk überhaupt keine Demokratie nach Westlichen Vorbild haben möchte?


Wie oft eigentlich noch kommst Du auf die Idee ich spreche für das russ. Volk :?: :? Was ICH feststelle ist das Russland keine Demokratie ist sondern bei maixmal freundlicher Auslegung sehe ist noch eine gelenkte Demokratie, eher aber eher schon ist Russland ein Autoritäres Regime geworden. Putin hat Russland vor dem Zerfall bewahrt, aber seine Politik des „starken Staates“, die von den Einnahmen aus den Rohstoffverkäufen finanziert wurde, hat die Etablierung eines bürokratisch-autoritären Regimes erst ermöglichte.
DG
Man muß das doch mal zur Kenntniss nehmen und dann auch so akzeptieren!


Nimm Du mal zur Kentniss das ich nicht für die Russen spreche sondern meine Meinung vertrete. Die Idee der Demokratie wurde diskreditiert durch Politiker wie Jelzin und viele Russen wünschten sich eine Rückkehr zum alten System des autoritären Paternalismus. Deswegen fiel es Wladimir Putin so leicht, die Kontrolle über Politik und Medien durchzusetzen sowie die Unterordnung der Regionalbehörden und der Oligarchen unter die Zentralgewalt zu erreichen

DG
Putin ist in Rußland sehr beliebt, demnach kann die Handlungsweise doch gar nicht so schlecht sein. Auch das solltest Du akzeptieren.


Also nach dem Motto....Klappe halten alles gut ? Pech gehabt.
DG
Ich persönlich, finde auch nicht alles gut. Trotzdem sehe ich Rußland langfristig gesehen auf einen sehr guten Weg. Putin hat durchaus schon einiges bewirkt was Positiv für das Land ist, im Gegensatz zu früheren Zeiten


Putin hat nur ein Glück---> Rohstoffe. Aber die reale Lage in Russland ist rechtlich Mist. Wehe man ist nicht Pro System....kennt man noch von frühee. Hofentlich wird aus Putin kein neuer Stalin
Zuletzt geändert von Cobra9 am Do 17. Sep 2015, 06:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew

Beitragvon zollagent » Do 17. Sep 2015, 12:02

Der General » Do 17. Sep 2015, 00:42 hat geschrieben:
Wie oft eigentlich noch? Kannst Du es oder willst Du es nicht kapieren, dass Rußland und Mehrheitlich das Volk überhaupt keine Demokratie nach Westlichen Vorbild haben möchte?

Man muß das doch mal zur Kenntniss nehmen und dann auch so akzeptieren!

Putin ist in Rußland sehr beliebt, demnach kann die Handlungsweise doch gar nicht so schlecht sein. Auch das solltest Du akzeptieren.

Ich persönlich, finde auch nicht alles gut. Trotzdem sehe ich Rußland langfristig gesehen auf einen sehr guten Weg. Putin hat durchaus schon einiges bewirkt was Positiv für das Land ist, im Gegensatz zu früheren Zeiten.

Exakt das Bild, das man in Deutschland 1938 auch sehen konnte. Die Blaupausen werden wirklich Schritt für Schritt abgearbeitet. Düstere Aussichten. :|
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
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Re: Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew

Beitragvon Der General » Fr 18. Sep 2015, 01:03

[DarkLightbringer hat geschrieben:
@ Der General

Eine Antwort zu zwei Teilen.

Teil 1


Mach Dir doch keine allzu große Mühen. Es dürfte schwierig werden, dass ich meine Meinung noch ändere, dafür habe ich viel zu viele Gegenargumente ;)

[DarkLightbringer hat geschrieben:Die Ukraine ist Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen, die Wählerinnen und Wähler haben Parlament und Präsident frei gewählt und das ist auch international anerkannt.
Anscheinend erkennt ja auch die deutsche Linke-Partei die Regierung der Republik Ukraine an. Gramscistischen Klein-Sekten steht es natürlich frei, ein anderes Narrativ zu verfolgen.


Stell Dir vor, sogar Rußland hat die Wahlen anerkannt. Trotzdem bleibe ich bei meiner Meinung, dass wenn kein Landesweiter Urnengang stattfindet es dann auch keine Regulären bzw. Demokratische Wahl ist! Was mit den Abgeordneten gemacht wurde, die in Verdacht standen die Interessen der alten Regierung schützen zu wollen oder auch verhindert wurde das Kandidaten von kommunistische Parteien aufgestellt werden, unterstreicht das Ganze doch sehr schön.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Im übrigen waren die Bewohner der Autonomen Republik Krim durchaus wahlberechtigt, es soll jedoch viele gegeben haben, die aus Sorge vor Repression die Halbinsel zum Wahltag nicht verlassen haben.


Es soll auch Bewohner gegeben haben, die aus anderen Gründen nicht an der Wahl teilgenommen haben. Ich schrieb aber nicht nur von den Krim Bewohnern, sondern vom Osten der Ukraine, also von Millionen Menschen die nicht Ihre Wahlberechtigung ausüben konnten bzw. nicht berücksichtigt wurden! Stell Dir vor es sind Bundestagswahlen und das Saarland wählt nicht, aus welchen Gründen auch immer.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Und wenn der wahlberechtigte Filmregisseur Oleg Senzow zum Zeitpunkt der Wahlen bereits in Geiselhaft des russischen Geheimdienstes war, konnte er natürlich keinen Gebrauch vom Wahlrecht machen.
Das ändert aber nichts daran, dass das Votum des ukrainischen Volkes berechtigt ist.


Es ist dabei dann schon ein Unterschied, ob ein mutmaßlicher Terrorist nicht wählt im Verhältniß von mehreren Millionen oder?

[DarkLightbringer hat geschrieben:Diese "Tandemokratie" nennt sich semi-präsidentielles System - es gibt einen direkt gewählten Präsidenten und einen Premierminister. In Frankreich ist das ganz ähnlich.


Mein Kompliment, dass ist vollkommen Richtig, du kennst Dich aus!

[DarkLightbringer hat geschrieben:Die Partei "Die Linke" sollte ihre diesbezüglichen Forschungsarbeiten vertiefen.


Das Ergebniss der Analyse umfasst mehrere Seiten, ich hatte nur zwei Sätze daraus kopiert.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Die diversen Parteien der Koalition haben natürlich schon verschiedene Ansätze, aber der generelle Kurs ist völlig klar - pro-europäisch, patriotisch und reformistisch. Auch die "Revolution der Würde" wird überwiegend positiv rezepiert, selbst in unpolitischen Unterhaltungssendungen.


Danke für die Information.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Ich erkenne auch die Regierung von Spanien oder Italien an, unabhängig davon, ob sie mir zusagt oder nicht. ;)
Jede Nation hat ihre eigenen Vertreter aus den Reihen des Volkes zu bestimmen und wenn das aus einer legitimen Wahl hervorgeht, dann steht die Spezialmeinung eines wie auch immer gearteten Clubhauses eben hintenan.


Sicher, dass gleiche gilt für die Krim und Selbstverständlich auch für die Ostukraine Stichwort "Neurußland".

[DarkLightbringer hat geschrieben:Das dürfte Propaganda im Auftrag des Aggressors sein.


Also, sollten wir doch besser zukünftig in unserer Debatte irgendwelche "FAZ" Artikel oder "Deutschlandfunk" Propaganda besser weglassen, bringt ja nichts und wäre Unseriös.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Das findet von wissenschaftlicher Seite bereits seine Bestätigung. Aber es ist doch auch ganz einfach und leicht erschließbar. 2004 gab es noch keine äußere Bedrohung, jetzt schon. Das macht für viele einen erheblichen Unterschied. Daher ja eben auch die Schlußfolgerung, dass der Krieg für die Spaltungsidee eher kontraproduktiv ist.


Eine echte Bedrohung findet nur in den "Betonköpfen" statt und auch wenn sich das nun ein wenig Zynisch anhört, einige von denen wünschen sich vielleicht sogar auch eine Bedrohung :rolleyes:

[DarkLightbringer hat geschrieben:Selbst wenn dem so wäre - viele Ukrainer, gerade auch in der befreiten Stadt Mariupol, treten für eine freie Ukraine ein, und Kollaborateure werden weniger.


Nun, ich habe da andere Informationen. Viele Ukrainer sind aus Mariupol geflüchtet, erstaunlich dabei ist die Tatsache, dass diese nicht nach Kiev, sondern nach Rußland geflüchtet sind.

[DarkLightbringer hat geschrieben:...die macht gerade Quantensprünge. Polen versteht sich als Anwalt der Ukraine innerhalb des europäischen Staatenbundes. Sodann wird noch an einer polnisch-ukranisch-litauischen Sicherheitsarchitektur gearbeitet, in Form der Trilateralen Brigade.


Hattest DU nicht zuvor geschrieben, dass die Ukraine Ihre Unabhängigkeit anstrebt? Wozu einen "Anwalt" ?

[DarkLightbringer hat geschrieben:Die traditionelle Meinungsverschiedenheit darüber, ob die Vorgänge in Wolhynien zu Zeiten des 2. Weltkrieges nun "Massaker" oder aber "Tragödie" genannt werden sollen, scheint darüber fast schon vergessen zu sein. Die gemeinsame Historiker-Kommission soll es aber endgültig klären, um der neu intensivierten Freundschaft nicht im Wege zu sein.


Also, ich kann von mit behaupten, dass ich sehr gut informiert bin über den 2. Weltkrieg. Was nun irgendwelche Leute tun ist mir aber ziemlich egal, hat auch mit dem Thema kaum etwas zu tun.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Menschenrechtsorganisationen kann man auch als Partner verstehen, zumal sie aus der Zivilgesellschaft kommen. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte ist indes offizieller - in seinem Bericht über die Situation in der Ukraine für den Zeitraum Mai bis August 2015 wird unter Punkt 42 die Exekution von Zivilisten erwähnt. Die Ermordeten unterstützten ihr eigenes Land, die Ukraine.


Zunächst einmal sollte man die diversen Menschenrechtsorganisationen durchleuchten und Ihre Identität auf Glaubwürdigkeit hinterfragen. Ich denke auch, dass Du mir zustimmst, dass es viele Organisationen gibt, die gerne in der Öffentlichkeit stehen nur um Geld und Profit zu erzielen. Das 10.000 bis 15.000 Menschen in der Ostukraine durch die Seperatisten gefoltert seien sollen, oder sogar hingerichtet worden sind, halte ich für völligen Schwachsinn!

[DarkLightbringer hat geschrieben:Irgendwie schon, weil er durch Interviews Einblicke gewährt. Und er rühmt sich selbst, den Krieg angestossen zu haben.


Interviews und dessen Einblicke von "ehemaligen" sind Generell zu vernachlässigen. Diese haben meistens viele Motive um sich zu Rechtfertigen oder aber noch einmal die Möglichkeit zu nutzen um Geld zu verdienen. Ein Buch wird sicherlich auch noch folgen.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Proteste haben in der Ukraine eine längere Tradition - die "Ukraine-ohne-Kutschma"-Kampagne hatte ich bereits erwähnt - es berechtigt Drittstaaten nicht zur Intervention.


Ich kenne keine Drittstaaten die interveniert haben!!? Interveniert haben Faschistische NAZIS die Gewaltsam einen zuvor Demokratisch gewählten Präsidenten aus dessen Amt gejagt hat. Dort ist die Wurzel der Misere zu finden!

[DarkLightbringer hat geschrieben:Die Rückkehr zur alten Verfassung und damit zur Demokratie ging mit dem Verschwinden des korrupten Usurpators Janukowitsch einher.
Und wo ist nun Janukowitsch? Er hält sich ausgerechnet beim Aggressor auf und hat auch praktisch keine Anhänger mehr im Land.


Das Janukowitsch sehr Wahrscheinlich Korrupt war stelle ich nicht in Abrede. Er war genauso ein schlechter und korrupter Politiker wie seine Vorgänger! Richtig ist auch, dass er flüchten musste und genau da hin, wo mittlerweile Millionen von anderen Ukrainern auch geflüchtet ist, nämlich nach Rußland! Wie erklärst DU Dir das, dass soviele Menschen ausgerechnet zum "Agressor" Rußland flüchten und nicht, beispielsweise zum "guten" Kiev?

[DarkLightbringer hat geschrieben:Natürlich ist die Autonome Republik Krim derzeit besetzt und mit der Repression und den Menschenrechtsverletzungen sind viele unzufrieden.


Nein, dass stimmt so nicht. Die Wahlergebnisse sprechen da eine eindeutige Sprache. Wieviele Videos von feiernden und glücklichen Menschen soll ich Dir verlinken? Bin aber dafür, dass man sich um die Minderheiten wie z.B. die Krimtartaren auch kümmern muß für ein Friedliches miteinander.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Der Sprecher der Krimtataren schreibt in einem Offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel, Präsident Hollande und Präsident Poroschenko unter anderem:
An dem Tag, an dem Sie sich in Berlin treffen werden, werden es genau 542 Tage (seit dem 27. Februar 2014) sein, seit die ganze Welt vor die Tatsache der offen begonnenen militärischen Spezialoperation Russlands gegen die Ukraine gestellt wurde, deren Folge die Okkupation der Krim und bis heute andauernde blutige Kämpfe auf einem Teil der Territorien der Luhansker und Donezker Gebiete wurden.

542 Tage lebt die ukrainische Gesellschaft unter Bedingungen des faktischen Krieges Russlands gegen die Ukraine, im Laufe dessen viele Tausende Menschen (Zivilisten und Soldaten) getötet wurden, Zehntausende Menschen wurden verwundet und verstümmelt, und über 1 500 000 Menschen waren gezwungen, den Ort, an dem sie bislang lebten, zu verlassen.

Auf der durch die Russische Föderation okkupierten Krim droht die direkte Gefahr für die eigentliche Existenz des krimtatarischen Volks – der Ureinwohner der Krim, die im Februar-März 2014 mit Massenkundgebungen und Protesten gegen die Invasion der russischen Streitkräfte auftraten und noch immer die Resolution der UN-Generalversammlung A/RES/68/262 vom 27. März 2014 über die territoriale Integrität der Ukraine vertreten.


Nun gut, ist Natürlich viel Unsinn dabei was dieser Krimtataren Sprecher da äussert. Er muß schnell lernen, dass sich in einer Demokratie die Minderheiten anpassen müssen. Selbstverständlich sollte man aber diese "Radikalen" schnell eingliedern, eine Art von Migration wäre begrüssenswert.

PS. Wann folgt Dein Teil 2? :)


grüsse
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Re: Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew

Beitragvon Der General » Fr 18. Sep 2015, 01:18

zollagent » Do 17. Sep 2015, 13:02 hat geschrieben:Exakt das Bild, das man in Deutschland 1938 auch sehen konnte. Die Blaupausen werden wirklich Schritt für Schritt abgearbeitet. Düstere Aussichten. :|


Deine merkwürdigen Vergleiche hinken in allen Bereichen!

Lege Deine Scheuklappen ab, dann klappt es auch mit dem Realismuß ;)
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Re: Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew

Beitragvon Der General » Fr 18. Sep 2015, 01:30

Cobra9 hat geschrieben:DG
Wie oft eigentlich noch kommst Du auf die Idee ich spreche für das russ. Volk :?: :? Was ICH feststelle ist das Russland keine Demokratie ist sondern bei maixmal freundlicher Auslegung sehe ist noch eine gelenkte Demokratie, eher aber eher schon ist Russland ein Autoritäres Regime geworden. Putin hat Russland vor dem Zerfall bewahrt, aber seine Politik des „starken Staates“, die von den Einnahmen aus den Rohstoffverkäufen finanziert wurde, hat die Etablierung eines bürokratisch-autoritären Regimes erst ermöglichte.


Ja UND :?: Das Russische Volk ist Mehrheitlich zufrieden und der Herr Putin ist als Präsident sehr beliebt.

Cobra9 hat geschrieben:Nimm Du mal zur Kentniss das ich nicht für die Russen spreche sondern meine Meinung vertrete. Die Idee der Demokratie wurde diskreditiert durch Politiker wie Jelzin und viele Russen wünschten sich eine Rückkehr zum alten System des autoritären Paternalismus. Deswegen fiel es Wladimir Putin so leicht, die Kontrolle über Politik und Medien durchzusetzen sowie die Unterordnung der Regionalbehörden und der Oligarchen unter die Zentralgewalt zu erreichen


Auch hier wieder: Ja UND :?: Wenn die Menschen in Rußland Mehrheitlich zufrieden sind, was laberst Du dann hier groß rum? Akzeptiere das doch einfach, oder möchtest Du hier das Russische Volk "aufklären" und hälst es für dumm?

Cobra9 hat geschrieben:
Also nach dem Motto....Klappe halten alles gut ? Pech gehabt.


Ja glaubst Du denn das, wenn Du hier Deine Meinung niederschreibst irgendein Russe der die Politik von Putin gut findet, jetzt anderer Meinung wäre?!

Cobra9 hat geschrieben:
Putin hat nur ein Glück---> Rohstoffe. Aber die reale Lage in Russland ist rechtlich Mist. Wehe man ist nicht Pro System....kennt man noch von frühee. Hofentlich wird aus Putin kein neuer Stalin


"Putin hat nur Glück". Na dann hoffen wir doch mal, dass er auch keinen Krebs bekommt :D
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Re: Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew

Beitragvon Darkfire » Fr 18. Sep 2015, 02:18

Es kann ja sein daß das Volk im Moment merheitlich zufrieden ist, aber das Volk kann seine Meinung auch ändern.
Etwas was in einer Demokratie gang und gebe ist.
Dumm nur daß dann das Volk seine Rechte aufgegeben hat und meist auch schon durch Zensur und Lügen beheerscht wird (Ja ja ich weis der böse Westen wird durch kontrollierte Medien gehirngewaschen).
Um diese dann wieder zurückzubekommen muss dann auf die Barrikaden und wieder darum kämpfen.

Die Demokratie die hier gerade von einigen Seiten so unter Beschuss gerät, hat den Vorteil daß ein Richtungswechsel relativ Friedlich vor sich gehen kann, während bei einer Diktatur das nur noch mit Gewalt geht.

Dieses Ewige, ja die Russen wollen es ja so, hackt daran daß diese Stimmung sich relativ schnell drehen kann und in die andere Richtung es dann eben keine friedlichen Mittel mehr gibt.

Im übrigen wissen wir nicht einmal wie viel Zustimmung es für Putin wirklich gibt, weil er eben auch die Umfragen fälscht.

Oft habe ich bei Putin Fans gesehen daß sie sich nicht wirklich für Geschichte interessieren und damit oft auch mangelhaft informiert sind.
Wenn man sich nicht für die Geschichte interessiert, dann kann man sich auch schwer vorstellen daß sich die Zeiten ändern und daß dann ein System ganz praktisch ist in dem es Richtungswechsel in einer friedlichen Form durch Wahlen geben kann.

Erschreckend finde ich aber wie offen Demokratiefeindlich hier einige agieren und die Demokratie schlecht reden wollen.
Besonders schlimm sind dann die welche das Wort "so genannte" Demokratien gern anführen.

Dann heißt es auch gern man kann wählen was man will man bekommt eh die Merkel.
Ich habe sie nicht gewählt, aber mir ist klar wenn die Mehrheit eine Merkel nicht will dann wird sie auch nicht gewählt.
Daraus kann man dann gern mal schließen daß der Wirkliche Grund für die Demokratiefeindlichkeit einiger hier ist, daß es ihnen eigentlich nicht passt daß die Merheit das sagen haben, sondern sie glauben sie wären eine tolle Elite, wissen eh besser wie die Mehrheit was besser ist (Oft erschreckend wenn man die Wissenslücken bei diesen Elitepostern sieht) und sie denken sie könnten ihren Willen in einer Diktatur gegen die Mehrheit durchsetzen.

Oft sieht man dann auch die Angehörigen einer Querfront welche eine Demokratie zu Fall gebracht haben, wie sie sich danach zerstreiten, weil sie dann auch untereinander merken daß ihr Gegenüber eigentlich ein Idiot ist und sie es viel besser wissen.
Zuletzt geändert von Darkfire am Fr 18. Sep 2015, 02:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 18. Sep 2015, 06:16

Der General » Fr 18. Sep 2015, 01:30 hat geschrieben:Das Russische Volk ist Mehrheitlich zufrieden und der Herr Putin ist als Präsident sehr beliebt.
wieder eine halbe wahrheit. das russische volk ist mehrheitlich zufrieden mit putin. und bevor die krim annektiert wurde galt das für minder als 50%.
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Re: Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 18. Sep 2015, 10:46

@ Der General

Teil 2

Ich denke, es ist Sache des Russischen Gerichts den Fall nach geltenen Recht abzuhandeln. Stellt sich eine Unschuld heraus gehört er Selbstverständlich Freigesprochen. Werden aus Handfesten Hinweisen, beweise, muß dieser mutmaßliche Terrorist bestraft werden.

Der Schauprozess gegen den Filmschaffenden ist weltweit mit Bestürzung aufgenommen worden. Und eine Folterung des Angeklagten und der Zeugen ist nicht akzeptabel.

Wie dem auch sei, ich halte Sanktionen gegen solche "Öffentliche Personen" für ziemlich albern. Wie lange sind diese jetzt schon sanktioniert und was hat sich geändert?

Das ist das, was man konkret für den Frieden und für internationales Recht tun kann. Roosevelt hatte das gleiche unternommen, seinerzeit "Quarantäne" genannt. Ob das etwas geändert hat oder noch ändern wird, ist die große Gretchenfrage. Es hängt ja auch von den Plänen jener ab, die sich gemeinschaftlich gegen den Frieden verschworen haben.

Dem stimme ich zu.

Sehr erfreulich. Und die selben Kreml-Bonzen, die intensive private und geschäftliche Kontakte im Westen unterhalten, unterstützen ein Regime zur Unterdrückung des russischen Volkes und beteiligen oder billigen die Zerschlagung eines osteuropäischen Landes.

Auch da kann und möchte ich gar nicht wiedersprechen.

Hervorragend, dann sind wir schon einen Schritt weiter. Durch die Anerkennung der Unabhängigkeit der Ukraine und des Rechts auf Selbstbestimmung im Einklang mit dem internationalen Recht verbietet sich jede Aggression gegen das Land. Auch dann, wenn die Regierung einige Ansichten vertritt, die von jenen des Moskauer Regimes abweichen.

Darüber kann man streiten und wurde ja hier im Forum schon Intensiv behandelt. Grundsätzlich bin ich da anderer Meinung als Du, wie Natürlich viele andere auch.

Die Okkupation eines Territoriums ist immer ein Weg in den Krieg. Das Argument der meisten Annexionsbefürworter, der Handstreich sei weitgehendst unblutig verlaufen, ist ein Scheinargument.

Die Besetzung Dänemarks 1940 durch die Wehrmacht erfolgte ebenfalls weitgehendst unblutig, sie wurde gar offiziell als friedliche Besetzung deklariert, die territoriale Unversehrtheit wurde garantiert und der König blieb im Lande.
Es war also eine der "freundlichsten" Besetzungen der Geschichte überhaupt und erst nach 3 Jahren gab es sowas wie Versammlungsverbote und Todesurteile aufgrund von Aktivitäten des dänischen Widerstandes.
Dennoch war die Okkupation Unrecht und gerade der Widerstand wird heute in Dänemark geehrt - immerhin gelang diesem die Blockade der Staatsbahn, so dass der Nachschub erschwert und die Alliierten unterstützt wurden, die 1944 in der Normandie gelandet waren.

Du meinst die vom Steinmeier? Ja in der Tat und ich muß zugeben, dass ich sehr erstaunt war. Ein inkompetenter Politiker, der bei der Rede die Maske fallen gelassen hat :(

Steinmeier sagt in dieser Rede, dass die Sozialdemokratie wisse, weshalb sie für Frieden kämpft, dass es keine einfachen Lösungen gebe und dass dieses Europa das Ergebnis von Zeiten wäre, in denen man aufeinander geschossen hat statt sich zuzuhören.

Also, ich finde, in deser sog. Wutrede steckt immer noch sehr viel Appeasement drin.

Ich bin mir sehr sicher, dass auch ohne die Atlantische Gemeinschaft mehr als 500 Mio. Menschen nicht weniger Sicher wären. Die Atlantische Gemeinschaft ist nichts Gutes, sondern eher das Gegenteil in vielen Bereichen.

Das räumt also ein, dass rund eine halbe Milliarde Menschen unter der Ägide des Atlantischen Schildes sicher sind. Wozu dann die Änderung einer funktionierenden und über viele Jahrzehnte bewährte Sicherheitsarchitektur?

Hat ein Perikles etwa die schützende Minerva vom Sockel gestossen und die Auflösung des Attischen Seebundes gefordert - WEIL man bis dahin sicher lebte?!?

Herzliche Grüße. ;)
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Re: Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew

Beitragvon Cobra9 » Fr 18. Sep 2015, 11:44

Der General » Do 17. Sep 2015, 00:42 hat geschrieben:
Wie oft eigentlich noch? Kannst Du es oder willst Du es nicht kapieren, dass Rußland und Mehrheitlich das Volk überhaupt keine Demokratie nach Westlichen Vorbild haben möchte?

Man muß das doch mal zur Kenntniss nehmen und dann auch so akzeptieren!

Putin ist in Rußland sehr beliebt, demnach kann die Handlungsweise doch gar nicht so schlecht sein. Auch das solltest Du akzeptieren.

Ich persönlich, finde auch nicht alles gut. Trotzdem sehe ich Rußland langfristig gesehen auf einen sehr guten Weg. Putin hat durchaus schon einiges bewirkt was Positiv für das Land ist, im Gegensatz zu früheren Zeiten.


Hitler war auch mal sehr beliebt bei den Deutschen , wurde vom Volk und rechtfertigt das was in der Geschichte hinterlegt ist :rolleyes: Geh ich nach deiner Logik wohl schon. Jemand ist gewählt also frei Fahrt für den Chef des Landes. Egal ob der einen Krieg planen lässt, die Menschenrechte einschränken lässt, die Justiz an die Leine nimmt und in 14 Jahren eine Wirtschaftspolitik vorzuweisen hat die zum Lachen ist. Ohne Rohstoffe wäre Russland pleite. Die Abhängigkeit des Petro Staates Light zeigt sich jedesmal wenn der Ölpreis schwankt. Nein die eigene Industire usw. modern aufzustellen ist ja super geglückt. Nenn mir mal zehn vergleichbare Unternehmen wie Mircosoft, Bayer usw. die Weltmarktführer sind aus Russland. Nein keine Waffen :D Gut Kriege und Konflikfte muss ich sagen hat Putin eine Menge an Kompetenzen. Dazu Menschenrechtsverletzungen in seinem Namen. Mord und Vergewaltigung durch die russ. Armee in Tschetschenien ist belegt.


Auch in diesem Krieg wurden und werden schwere Menschenrechtsverletzungen durch russische Einheiten (Soldaten, Truppen des Innenministeriums, „OMON“-Sondereinheiten) und Rebellen verübt. Seit Beginn des Krieges sind Tausende von Zivilisten, vorwiegend junge tschetschenische Männer, unter dem Vorwurf des Terrorismus verschleppt, gefoltert und ermordet worden. Vergewaltigungen und Plünderungen sowie Erpressungen der Zivilbevölkerung durch die Sicherheitskräfte an den zahlreichen Kontrollpunkten halten an.

https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_T ... enienkrieg
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Re: Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew

Beitragvon Cobra9 » Fr 18. Sep 2015, 11:53

DG
Ja UND :?: Das Russische Volk ist Mehrheitlich zufrieden und der Herr Putin ist als Präsident sehr beliebt.


Stalin und Hitler waren auch mal sehr beliebt. Keine Rechfertigung ist das für Taten durch Personen bzw. Handlungen die sie angeben. Putin ist ein Ersatz-Napoleon der Russland mehr Schaden zufügen als Nutzen. Als China intervenierte wegen der Ukraine, aus Sorge um die eigenen Interessen, bewegte sich der ach so freie Putin urplötzlich. Russland wird zu einem Fürstentum mit Atomwaffen, abhängig von China. Gut gibt schlimmeres. Chinas Politiker sind wesentlich vernüftiger als Putin.
DG
Auch hier wieder: Ja UND :?: Wenn die Menschen in Rußland Mehrheitlich zufrieden sind, was laberst Du dann hier groß rum? Akzeptiere das doch einfach, oder möchtest Du hier das Russische Volk "aufklären" und hälst es für dumm?


Auch hier wieder--- was willst Du hier wenn Du meinst man soll alles abnicken und Ja sagen ? Wenn Du sturr deine Meinung einstellen willst ohne Einwände kannste sowas wie den Fichtenblog machen :) Wozu solche Haltungen wie deine Meinung auc führen können habe ich gesagt.


DG
Ja glaubst Du denn das, wenn Du hier Deine Meinung niederschreibst irgendein Russe der die Politik von Putin gut findet, jetzt anderer Meinung wäre?!


Ich glaube das Russland sich ins Abseites für sssssssssehrrr lange Zeit stellt und finde es schade das manche Russen bis heute die alten Fehler wiederholen.
DG
"Putin hat nur Glück". Na dann hoffen wir doch mal, dass er auch keinen Krebs bekommt :D


Nenne mir zehn Unternehmen aus Russland die eine ähnliche Marktstellung haben wie Bayer, VW, Nike, Microsoft usw. usw. und selbst in Asien den Markt dominieren.
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Re: Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew

Beitragvon Cobra9 » Fr 18. Sep 2015, 11:55

Der General » Fr 18. Sep 2015, 02:18 hat geschrieben:
Deine merkwürdigen Vergleiche hinken in allen Bereichen!

Lege Deine Scheuklappen ab, dann klappt es auch mit dem Realismuß ;)


Zolli ist was Putin angeht sehr realistisch. Ein kleiner Dikator der sich als Demokrat tarnt, Kriege anzettelt und führen lässt. Er erzeugt bei den Russen die Hoffnung auf ein neues mächtiges Russland. Macht kommt aber nicht nur von den Gewehren. Russland ist wirtschaftlich ohne Rohstoffe eine Lachnummer.
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Re: Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew

Beitragvon Der General » Sa 19. Sep 2015, 12:48

[DarkLightbringer hat geschrieben:@ Der General
Teil 2
Der Schauprozess gegen den Filmschaffenden ist weltweit mit Bestürzung aufgenommen worden. Und eine Folterung des Angeklagten und der Zeugen ist nicht akzeptabel.


Mein lieber DarkLightbringer, wo bleiben die Weltweiten Bestürzungen, wenn die USA Terrorverdächtige festnehmen? Sind Dir die neuen Gesetze beim großen "Freund" bekannt? Da dürfen die Leute einfach verhaftet werden und ohne einen Prozess in Gewahrsam verbleiben so lange wie man möchte. Es gab Hinweise, also muß man ermitteln und anschließend urteilen ob Schuldig oder nicht.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Das ist das, was man konkret für den Frieden und für internationales Recht tun kann. Roosevelt hatte das gleiche unternommen, seinerzeit "Quarantäne" genannt. Ob das etwas geändert hat oder noch ändern wird, ist die große Gretchenfrage. Es hängt ja auch von den Plänen jener ab, die sich gemeinschaftlich gegen den Frieden verschworen haben.


Ich bleibe dabei, dass Sanktionen gegen Öffentliche Personen nichts bewirken. Noch einmal die Frage an Dich, was sich durch solche Sanktionen bisher geändert hat, nicht viel oder?

[DarkLightbringer hat geschrieben:Sehr erfreulich. Und die selben Kreml-Bonzen, die intensive private und geschäftliche Kontakte im Westen unterhalten, unterstützen ein Regime zur Unterdrückung des russischen Volkes und beteiligen oder billigen die Zerschlagung eines osteuropäischen Landes.


Vielleicht liest Du noch mal genauer nach, unter welchem Aspekt ich zugestimmt habe. Von Kreml-Bonzen war da überhaupt nicht die Rede und schon gar nicht mal von einem Regime was das Volk unterdrückt! Also bitte nichts verdrehen, Danke.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Hervorragend, dann sind wir schon einen Schritt weiter. Durch die Anerkennung der Unabhängigkeit der Ukraine und des Rechts auf Selbstbestimmung im Einklang mit dem internationalen Recht verbietet sich jede Aggression gegen das Land. Auch dann, wenn die Regierung einige Ansichten vertritt, die von jenen des Moskauer Regimes abweichen.


Kleinen Moment mal bitte. Ich glaube das wir noch nicht einen Schritt weiter sind. An der Stelle wo ich nichts Gegenteiliges schreiben wollte, ging es nicht um internationales Recht usw., sondern nur darum welche Wünsche die Ukraine hat oder anstrebt. Du hattest ua. geschrieben:" Die Ukraine bedroht in keinster Weise irgendein Nachbarland.
Der Wunsch der Ukraine nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung
".. und dagegen kann und will ich auch gar nicht wieder sprechen das ist auch völlig in Ordnung.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Die Okkupation eines Territoriums ist immer ein Weg in den Krieg. Das Argument der meisten Annexionsbefürworter, der Handstreich sei weitgehendst unblutig verlaufen, ist ein Scheinargument.


Zunächst einmal fand keine Okkupation statt, sondern eine Annexion die Praktisch vom eigenen Volk durch eine Wahl erfolgt ist. Einige Rechtswissentschaftler und Prof. streiten sich über das RECHT ob Völkerrechtswidrig oder nicht. Nach meiner Meinung ist das Gut der Selbstbestimmung mehr Wert als das Völkerrecht als solches, Ergebniss offen.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Die Besetzung Dänemarks 1940 durch die Wehrmacht erfolgte ebenfalls weitgehendst unblutig, sie wurde gar offiziell als friedliche Besetzung deklariert, die territoriale Unversehrtheit wurde garantiert und der König blieb im Lande.
Es war also eine der "freundlichsten" Besetzungen der Geschichte überhaupt und erst nach 3 Jahren gab es sowas wie Versammlungsverbote und Todesurteile aufgrund von Aktivitäten des dänischen Widerstandes.
Dennoch war die Okkupation Unrecht und gerade der Widerstand wird heute in Dänemark geehrt - immerhin gelang diesem die Blockade der Staatsbahn, so dass der Nachschub erschwert und die Alliierten unterstützt wurden, die 1944 in der Normandie gelandet waren.


Das was vor über 70 Jahren passiert ist, kann man doch mit der Heutigen Lage überhaupt nicht miteinander vergleichen! Mir ist auch nicht bekannt, dass man vor hatte Dänemark zu annexieren, weil die Dänen das wollten. Also hier verwechselst Du Äpfel mit Stick Pullover.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Steinmeier sagt in dieser Rede, dass die Sozialdemokratie wisse, weshalb sie für Frieden kämpft, dass es keine einfachen Lösungen gebe und dass dieses Europa das Ergebnis von Zeiten wäre, in denen man aufeinander geschossen hat statt sich zuzuhören.Also, ich finde, in deser sog. Wutrede steckt immer noch sehr viel Appeasement drin.


Ich habe einen unbeherrschten und agressiven Quatschkopp dort vernommen, der mit der Situation völlig überfordert war! Ein Aussenminister der die Interessen von Millionen Menschen vertritt, darf sich nicht so gehen lassen. Sein Benehmen war das Gegenteil eines klugen Diplomaten. Sein Auftritt erinnert an einem Stammtisch in einer Bahnhofskneipe.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Das räumt also ein, dass rund eine halbe Milliarde Menschen unter der Ägide des Atlantischen Schildes sicher sind. Wozu dann die Änderung einer funktionierenden und über viele Jahrzehnte bewährte Sicherheitsarchitektur?


Ich kann nicht erkennen, warum eine halbe Milliarden Menschen unsicher wären, wenn die Atlantische Gemeinschafft aufgelöst werden würde. Glaubst Du im ernst daran, dass Rußland, Nordkorea oder Guinea, Europa Militärisch angreifen würde?? Nochmal, die Atlantische Gemeinschaft schadet mehr als sie von nutzen ist. "Freundschaft" gibt es in dieser Beziehung nicht, hat es auch noch nie gegeben.

[DarkLightbringer hat geschrieben:Herzliche Grüße. ;)


Dito :)
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Re: Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew

Beitragvon Der General » Sa 19. Sep 2015, 12:58

Cobra9 » Fr 18. Sep 2015, 12:55 hat geschrieben:
Zolli ist was Putin angeht sehr realistisch. Ein kleiner Dikator der sich als Demokrat tarnt, Kriege anzettelt und führen lässt. Er erzeugt bei den Russen die Hoffnung auf ein neues mächtiges Russland. Macht kommt aber nicht nur von den Gewehren. Russland ist wirtschaftlich ohne Rohstoffe eine Lachnummer.


Zölli, ist ein "interessanter" Gesprächspartner. Leider sehr dogmatisch und an seine Argumentationen die sehr oft aus Unterstellungen bestehen muß er noch arbeiten. Im Gegensatz zu anderen ist er aber nie beleidigend und das finde ich gut!

Beim Thema Putin/Rußland hingegen sehe ich leider keinen "interessanten" Gesprächspartner mehr, sondern nur noch ein mit viel Hass erfüllten User, der fast jede kleinste Gelegenheit ausnutzt um gegen Putin/Rußland zu bashen!

Wer tatsächlich irgendwelche Vergleiche mit der Zeit des 3.Reiches heranzieht, relativiert die Unglaublich schlimme Zeit von früher :dead:

Das gehört sich nicht und ich werde mich ganz sicher nicht darauf einlassen :(
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Re: Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 19. Sep 2015, 15:28

@ Der General

Mach Dir doch keine allzu große Mühen. Es dürfte schwierig werden, dass ich meine Meinung noch ändere, dafür habe ich viel zu viele Gegenargumente ;)

Keine Sorge, wenn wir uns jeweils selbst überzeugen können, dürfte das doch völlig genügen. Was die Masse an Argumenten angeht, so sei Kennedys Werk "Dämme gegen die Flut" (1962) empfohlen. ;)
Stell Dir vor, sogar Rußland hat die Wahlen anerkannt. Trotzdem bleibe ich bei meiner Meinung, dass wenn kein Landesweiter Urnengang stattfindet es dann auch keine Regulären bzw. Demokratische Wahl ist! Was mit den Abgeordneten gemacht wurde, die in Verdacht standen die Interessen der alten Regierung schützen zu wollen oder auch verhindert wurde das Kandidaten von kommunistische Parteien aufgestellt werden, unterstreicht das Ganze doch sehr schön.

Die beiden Urnengänge waren ja landesweit, der neue Kurs hat sich jeweils bestätigt und sie unterstanden einer langfristigen, internationalen Beobachtung. Das ukrainische Volk akzeptiert seine Wahlen, die internationale Gemeinschaft ebenso, Beobachter haben keine Beanstandungen. Mit einer negativen Betrachtung des "Generals" wird das gegebene Staatsvolk wohl leben können.

Die Proteste gegen die Kommunistische Partei der Ukraine mag man unterschiedlich beurteilen - sie galt jedenfalls als korrupt und Janukowitsch-nah, schon vor den Wahlen.
Bei der Parlamentswahl 2014 scheiterte sie dann an der 5-%-Hürde, wobei die Vorwürfe, sie würde illegal mit Terroristen zusammenarbeiten und das Land spalten wollen, eine Rolle gespielt haben könnten.

Das ist ja, was ich sage - der Krieg ist kontraproduktiv für jene, die Zwietracht säen und das Land spalten wollen. 2004 gab es keinen Krieg, dafür alsbald Streit unter den Orangenen. Heute ist die Situation eine ganze andere.

Neulich sah ich mir eine Parlamentsdebatte an, von der ich zwar sprachlich wenig verstand, aber zwei Dinge waren dafür mehr als deutlich: 1. Es wurde heftig über einen Gesetzesentwurf gerungen. 2. Die Kontrahenten beriefen sich darauf, patriotischer als die andere Seite zu sein. In der Debatte mussten sich die Abgeordneten gleich zwei mal in kurzer Zeit hintereinander erheben, weil beide Redner jeweils die Nationalhymne anstimmten. Sehr amüsant. Es verdeutlicht aber eben auch, welch große Bedeutung mittlerweile die Idee von Einheit und Unabhängigkeit einnimmt. Eine Partei, die Wahlen gewinnen will, wird daran nicht vorbei kommen.

Es soll auch Bewohner gegeben haben, die aus anderen Gründen nicht an der Wahl teilgenommen haben. Ich schrieb aber nicht nur von den Krim Bewohnern, sondern vom Osten der Ukraine, also von Millionen Menschen die nicht Ihre Wahlberechtigung ausüben konnten bzw. nicht berücksichtigt wurden! Stell Dir vor es sind Bundestagswahlen und das Saarland wählt nicht, aus welchen Gründen auch immer.

Früher lebten in der Stadt Donezk mal 1,1 Millionen Menschen, inzwischen sind viele geflohen. Aus welchen "anderen" Gründen könnten Wahlberechtigte nicht teilgenommen haben?

In Deutschland gab es ja schon den von dir gemeinten Fall - 1923 gab es eine Rheinische Republik von Seperatisten in Koblenz, unterstützt von französischen Besatzern.
Daran scheiterte die Weimarer Republik jedoch nicht.

Es ist dabei dann schon ein Unterschied, ob ein mutmaßlicher Terrorist nicht wählt im Verhältniß von mehreren Millionen oder?

Die Wahlbeteiligungen waren jeweils sehr hoch. Und wenn tausende ukrainische Staatsbürger am Wahlrecht gehindert werden, weil sie den Gewehrläufen einer auswärtigen Macht entgegenblicken, dann lässt sich doch daraus keine Spaltung der ukrainischen Nation ableiten.

Die Wahlbeteiligung im Gebiet Donezk bei der Parlamentswahl lag immerhin bei fast 35 %. Zutreffend ist lediglich, dass in einem Teil der Stimmbezirke im Gebiet keine Wahl durchgeführt werden konnte, weil diese von Pistoleros kontrolliert wurden.

Das Ergebniss der Analyse umfasst mehrere Seiten, ich hatte nur zwei Sätze daraus kopiert.

Die deutsche Partei "Die Linke" hätte gewiss eine Chance, im russisch-ukrainischen Konflikt eine linke Position einzunehmen. Ob sie diese nutzt oder sich von neurechten Putinisten lähmen lässt, sei ihr überlassen.

Sicher, dass gleiche gilt für die Krim und Selbstverständlich auch für die Ostukraine Stichwort "Neurußland".

Es gilt nicht für das Protektorat Böhmen und Mähren und auch nicht für ein Protektorat Neurussland oder sonstige Gespenster-Gebilde, die völkerrechtlich nicht anerkannt sind.

Die Autonome Republik Krim gehört zum ukrainischen Rechtskörper - von einer privaten Anerkennung der russischen Annexion würde ich abraten.

Also, sollten wir doch besser zukünftig in unserer Debatte irgendwelche "FAZ" Artikel oder "Deutschlandfunk" Propaganda besser weglassen, bringt ja nichts und wäre Unseriös.

Man kann schon die gewöhnliche Tagespresse verfolgen - Karl Marx tat dies ja auch und kommentierte sogar - oder auch Propaganda des russischen Verteidigungsministeriums erwähnen. Man sollte es nur auch kenntlich machen.

Eine echte Bedrohung findet nur in den "Betonköpfen" statt und auch wenn sich das nun ein wenig Zynisch anhört, einige von denen wünschen sich vielleicht sogar auch eine Bedrohung :rolleyes:

Es sind tausende umgekommen, darunter viele Zivilisten, auch Kinder, zehntausende verwundet und über 1,5 Millionen Menschen mussten ihre Heimat verlassen - das wird schon als eine Bedrohung von Sicherheit wahrgenommen.

Aber nicht nur Ukrainer beklagen diese Tragödie mitten in Europa,
die russische Opposition fragt, wofür die Söhne des Landes eigentlich sterben; zumal die Ukraine das Territorium der Russischen Föderation in keinster Weise bedroht.

Die Sozialistische Bewegung in Russland lehnt den ganzen Krieg als einen Kampf um den Reichtum von Oligarchen ab und bewertet die Annexion ausländischen Territoriums als "Imperialismus".

Nun, ich habe da andere Informationen. Viele Ukrainer sind aus Mariupol geflüchtet, erstaunlich dabei ist die Tatsache, dass diese nicht nach Kiev, sondern nach Rußland geflüchtet sind

Nach meinen Informationen sind viele aus Donezk nach Mariupol geflüchtet und die Zahl der Flüchtlinge macht bereits zwischen 4 und 5 % der Gesamtbevölkerung Mariupols aus.

Hattest DU nicht zuvor geschrieben, dass die Ukraine Ihre Unabhängigkeit anstrebt? Wozu einen "Anwalt" ?

Das ist eine sehr einfache Frage, General - ein Anwalt berät, vermittelt, führt Gespräche und zeigt Wege auf. Seine Loyalität gilt doch aber immer dem Mandanten.
Unabhängigkeit heißt ja nicht, dass es überhaupt keine Willensäußerung geben dürfte. Die ukrainische Regierung ist dafür gewählt worden, eine neue Ukraine zu schaffen, die sicherer, freier und gerechter ist. So einfach ist das im Grunde.

Also, ich kann von mit behaupten, dass ich sehr gut informiert bin über den 2. Weltkrieg. Was nun irgendwelche Leute tun ist mir aber ziemlich egal, hat auch mit dem Thema kaum etwas zu tun.

Die deutsch-französische Aussöhnung war wichtig, die deutsch-polnische Aussöhnung auch. Wir kennen das also und hätten gute Gründe, der polnisch-ukrainischen Völkerverständigung mit Verständnis zu begegnen.

Zunächst einmal sollte man die diversen Menschenrechtsorganisationen durchleuchten und Ihre Identität auf Glaubwürdigkeit hinterfragen. Ich denke auch, dass Du mir zustimmst, dass es viele Organisationen gibt, die gerne in der Öffentlichkeit stehen nur um Geld und Profit zu erzielen. Das 10.000 bis 15.000 Menschen in der Ostukraine durch die Seperatisten gefoltert seien sollen, oder sogar hingerichtet worden sind, halte ich für völligen Schwachsinn!

Menschenrechtsorganisation werden gerne dann "hinterfragt", wenn ihre Berichte gerade nicht in den Kram einer bestimmten Kriegspartei passen. Das ist eigentlich der Standard, ich war selbst mal Mitglied von Amnesty International. Normalerweise heißt es dann, die Gegenseite finanziere das und es sei nichts dran.

Der erwähnte Bericht über die extralegalen Tötungen (wie das so schön heißt) von Zivilisten ist jedoch vom Büro des UN-Hochkommissars - das ist ein offizieller Bericht auf internationaler Ebene. Die UN ist ja keine zivilgesellschaftliche Organisation.

Interviews und dessen Einblicke von "ehemaligen" sind Generell zu vernachlässigen. Diese haben meistens viele Motive um sich zu Rechtfertigen oder aber noch einmal die Möglichkeit zu nutzen um Geld zu verdienen. Ein Buch wird sicherlich auch noch folgen.

Mag sein, dass Girkin eitel ist, er betont ja auch seine tragende Rolle bei den Geschehnissen auf der Krim und im Osten der Festlands-Ukraine, aber gerade die offene und radikalere Art findet viele Anhänger in Russlands nationalistischen Kreisen. Er wird förmlich verehrt.

Ich kenne keine Drittstaaten die interveniert haben!!? Interveniert haben Faschistische NAZIS die Gewaltsam einen zuvor Demokratisch gewählten Präsidenten aus dessen Amt gejagt hat. Dort ist die Wurzel der Misere zu finden!

"Der antifaschistische Kampf ist heutzutage offenbar die Sache der Faschisten", wie Richard Herzinger spöttisch in einem Kommentar bemerkt, bezogen auf einen Aufmarsch von Neonazis, die eine Fahne der "Donezker Volksrepublik" vor sich hertragen. Und das trifft es wohl ziemlich gut - Putin und Rechtsextreme sind ein Herz und eine Seele und sie wissen, was sie aneinander haben. Sogar NPD-Urgestein Udo Voigt wurde nach St. Petersburg eingeladen - ein Faschist, der kurzerhand zum "Antifaschisten" deklariert wurde.
Die Auseinandersetzungen zwischen den Nationalisten vom "Rechten Sektor" oder "Swoboda" und der Kiewer Regierung scheinen dir indes zu entgehen. Dabei hat diese Auseinandersetzung an Schärfe noch zugenommen - erst jüngst gab es doch Festnahmen.

Auf der Autonomen Republik Krim findest du einen Drittstaat, sogar militärisch präsent; selbst wenn wir mal spaßeshalber russische Gefangene oder Gefallene auf dem Territorium der Festlandsukraine schamhaft verheimlichen wollen.

Das Janukowitsch sehr Wahrscheinlich Korrupt war stelle ich nicht in Abrede. Er war genauso ein schlechter und korrupter Politiker wie seine Vorgänger! Richtig ist auch, dass er flüchten musste und genau da hin, wo mittlerweile Millionen von anderen Ukrainern auch geflüchtet ist, nämlich nach Rußland! Wie erklärst DU Dir das, dass soviele Menschen ausgerechnet zum "Agressor" Rußland flüchten und nicht, beispielsweise zum "guten" Kiev?

Janukowitsch war korrupt und zudem ein Usurpator. Daraus resultiert ja schließlich die "Revolution der Würde", wie es die Ukrainer nennen.

1,228 Millionen ukrainische Staatsbürger sind vom Donbass in andere Regionen der Ukraine geflohen, 660.000 nach Russland und 81.000 nach Belarus.
Wie erklärt sich das? Nun, die Menschen sorgen sich vor dem Krieg und flüchten häufig zu Verwandten. Flüchtlinge in Russland sind nicht automatisch Anhänger des Putin-Regimes, ganz und gar nicht. Bekannt ist, dass einige schlicht auf die Rückkehr-Möglichkeit in die Heimat warten, auch Anhänger Kiews und der neuen Ukraine.

Nein, dass stimmt so nicht. Die Wahlergebnisse sprechen da eine eindeutige Sprache. Wieviele Videos von feiernden und glücklichen Menschen soll ich Dir verlinken? Bin aber dafür, dass man sich um die Minderheiten wie z.B. die Krimtartaren auch kümmern muß für ein Friedliches miteinander.

Welche Wahlen? Den Kindern wird sogar in der Schule verboten, sich auf krimtatarisch zu unterhalten. Und es gibt bereits Farb-Anschläge auf Propaganda-Plakate, die das Konterfei von Diktator Putin zeigen.

Nun gut, ist Natürlich viel Unsinn dabei was dieser Krimtataren Sprecher da äussert. Er muß schnell lernen, dass sich in einer Demokratie die Minderheiten anpassen müssen. Selbstverständlich sollte man aber diese "Radikalen" schnell eingliedern, eine Art von Migration wäre begrüssenswert.
PS. Wann folgt Dein Teil 2? :)

Die Besatzer müssen lernen, dass die Furcht vor einer Zusammenarbeit des Widerstandes mit dem ukrainischen Geheimdienst SBU sehr viel Geld kostet. Zusammen genommen mit der Wirkung der Sanktionen und der vom Imperium selbst erwählten Überdehnung in Syrien arbeitet die Zeit für den Tag X der Befreiung.

Die Ureinwohner der Krim werden sich nicht als "Migranten" eingliedern, sondern womöglich schon bald Herren im eigenen Land sein. Denn, wie´s der Zufall will, just in dieser Krisenzeit nähern sich auch Tataren und Festlandsukrainer an. Das Verhältnis war ja nicht immer so wahnsinnig gut, wie ein Mitglied der neuen Regierung offen ansprach. Ähnlich wie bei der polnisch-ukrainischen Annäherung ist auch hier nun ein neues Kapitel aufzuschlagen - und der Zeitpunkt könnte kaum günstiger sein.

PS: Teil 2 erfolgte bereits, das Datum wird automatisch generiert. ;)

Herzliche Grüsse
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]

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