Russischer Geschichtsrevisionismus verärgert...

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Marcin
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Russischer Geschichtsrevisionismus verärgert...

Beitragvon Marcin » Di 2. Jun 2015, 20:05

...Tschechien und die Slowakei.

http://www.bbc.com/news/world-europe-32959054

Russian TV doc on 1968 invasion angers Czechs and Slovaks

Ein totalitäres Regime durch und durch.
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von Grimm
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Re: Russischer Geschichtsrevisionismus verärgert...

Beitragvon von Grimm » Di 2. Jun 2015, 20:07

Marcin » Di 2. Jun 2015, 21:05 hat geschrieben:...Tschechien und die Slowakei.

http://www.bbc.com/news/world-europe-32959054

Russian TV doc on 1968 invasion angers Czechs and Slovaks

Ein totalitäres Regime durch und durch.


War die Sowjetunion.
Wissen wir.
Was willst du?
Schnitter
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Re: Russischer Geschichtsrevisionismus verärgert...

Beitragvon Schnitter » Di 2. Jun 2015, 20:44

von Grimm » Di 2. Jun 2015, 20:07 hat geschrieben:
War die Sowjetunion.
Wissen wir.
Was willst du?


Ich nehme an er will aufzeigen dass Putlers Diktatur erschreckende Züge an nimmt.
Aristide
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Re: Russischer Geschichtsrevisionismus verärgert...

Beitragvon Aristide » Di 2. Jun 2015, 22:06

Jedem Land steht frei, seine Geschichte so zu sehen, wie es will.
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Re: Russischer Geschichtsrevisionismus verärgert...

Beitragvon Darkfire » Mi 3. Jun 2015, 02:59

Aristide » Di 2. Jun 2015, 22:06 hat geschrieben:Jedem Land steht frei, seine Geschichte so zu sehen, wie es will.


Nicht nur seine Geschichte, auch seine Gegenwart und die Realität.
Das Problem ist nur den Menschen bleibt gar nichts anderes übrig als das zu glauben was man ihnen vorsetzt.
Aber das manche Leute das auch noch ganz toll finden zeigt eigentlich mehr als deutlich wie hier in Deutschland einige nach einer Diktatur der Marke Putin schreien.
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Satori
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Re: Russischer Geschichtsrevisionismus verärgert...

Beitragvon Satori » Mi 3. Jun 2015, 03:16

Darkfire » Mi 3. Jun 2015, 02:59 hat geschrieben:Das Problem ist nur den Menschen bleibt gar nichts anderes übrig als das zu glauben was man ihnen vorsetzt.


Das war gestern.
Inzwischen gehn die Interessierten ins Internet und informieren sich selbst.
Der Glaube an die Medien ( die einem was vorsetzen ) schwindet rapide.
;)



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Re: Russischer Geschichtsrevisionismus verärgert...

Beitragvon Satori » Mi 3. Jun 2015, 03:31

Aristide » Di 2. Jun 2015, 22:06 hat geschrieben:Jedem Land steht frei, seine Geschichte so zu sehen, wie es will.


So ist das auch.
Ich traf einen Türken, der erklärte mir, die Türkei sei die Wiege der Menschheit.
Dann traf ich einen Albaner, der war ähnlich überzeugt was das Volk der Albaner bertrifft.

Jetzt traf ich einen Abiturienten, Leistungskurs Geschichten mit Bestnote angeschlossen,
der sagte mir 3 Jahre haben sie nur "Europa" behandelt. Ab fr. Revolution.

So funktioniert Geschichtsrevisionismus. :D
Gut dass jede Gesellschaft ihre eigenen Mythen lehren kann, sonst wäre es Aus mit der Vielfalt.

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Re: Russischer Geschichtsrevisionismus verärgert...

Beitragvon Alexyessin » Mi 3. Jun 2015, 06:13

Aristide » Di 2. Jun 2015, 23:06 hat geschrieben:Jedem Land steht frei, seine Geschichte so zu sehen, wie es will.


Echt ? Wo ist der wissenschaftliche Anspruch ?
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat
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Re: Russischer Geschichtsrevisionismus verärgert...

Beitragvon Demolit » Mi 3. Jun 2015, 07:00

Aristide » Di 2. Jun 2015, 22:06 hat geschrieben:Jedem Land steht frei, seine Geschichte so zu sehen, wie es will.


ach...wunderbar, endlich sind wir Adolf los.

echt :)
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Re: Russischer Geschichtsrevisionismus verärgert...

Beitragvon MG-42 » Mi 3. Jun 2015, 07:38

Demolit » Mi 3. Jun 2015, 00:00 hat geschrieben:
ach...wunderbar, endlich sind wir Adolf los.

echt :)



Du bist zu bescheiden in deiner Umdeutung nach den neuen russischen Standards. Adolf hat Europa gegen die Anglo-Amerikanischen Gangster und gegen die roten Bestien aus dem Osten verteidigt. Er war ein Held wie Stalin. :rolleyes:

Der russische Nationalismus, der ironischer weise den Ukrainern Faschismus und Nationalismus vorwirft hat Orwell überholt. Krieg ist Frieden.
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Re: Russischer Geschichtsrevisionismus verärgert...

Beitragvon Europa2050 » Mi 3. Jun 2015, 07:57

von Grimm » Di 2. Jun 2015, 20:07 hat geschrieben:
War die Sowjetunion.
Wissen wir.
Was willst du?


Ja, das war die Sowjetunion und die Breshenew-Doktrin. Wenn sich aber das aktuelle Russland den Schlappen heute aktiv und bewusst anzieht, dann wird es wohl auch daran gemessen werden.

Diesen Vorgang, halte ich für eine der größten Dummheiten und ist für mich ein klares Zeichen, dass keine Außenpolitik mehr betrieben wird, die auf Verständnis der russischen Anliegen setzt, sondern eine nach außen gewandte Form der nationalistischen Innenpolitik.

Tschechien - hier kenne ich mich aufgrund räumlicher Nähe und rudimentären Sprachkenntnissen leidlich aus - ist wohl (im Gegensatz zu z.B. Polen) eines der wenigen Länder in Mitteleuropa , in denen das Volk (insbesondere die Ü50) Russland neutral bis positiv gegenüber stehen.
Historisch ist das Tschechisch-Russische Verhältnis positiv - WK1, keine Verwicklung UdSSR in Münchner Abkommen, keine Teilung Hitler-Stalin wie in Polen, kein Gebietsverlust an SU nach WK2 (bzgl. Tschechien), selbst die Übernahme des Kommunismus 1948 wurde mehr als in anderen WP-Staaten akzeptiert.

1968 wurde den "Kommunisten" zugeschrieben, die keinen reformierten Sozialismus ala Dubček akzeptierten und weitgehend ausgeblendet. Wenn aber Russland das jetzt rechtfertigt, dann erzeugt es unnötigerweise Antipathie, ein Vorgehen, das man einfach nur unverantwortlich nennen kann.

Da werden die außenpolitischen Grundlagen auf unverantwortliche Weise beschädigt, nur um innenpolitisch ein paar Punkte zu sammeln. Das politische Geschick Moskaus hat m.E. inzwischen das Niveau des Intelligenzabstinenzlers GWB locker übertroffen.
Nationalismus lehrt Dich,
stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
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Re: Russischer Geschichtsrevisionismus verärgert...

Beitragvon MG-42 » Mi 3. Jun 2015, 08:01

Europa2050 » Mi 3. Jun 2015, 00:57 hat geschrieben:
Ja, das war die Sowjetunion und die Breshenew-Doktrin. Wenn sich aber das aktuelle Russland den Schlappen heute aktiv und bewusst anzieht, dann wird es wohl auch daran gemessen werden.

Diesen Vorgang, halte ich für eine der größten Dummheiten und ist für mich ein klares Zeichen, dass keine Außenpolitik mehr betrieben wird, die auf Verständnis der russischen Anliegen setzt, sondern eine nach außen gewandte Form der nationalistischen Innenpolitik.

Tschechien - hier kenne ich mich aufgrund räumlicher Nähe und rudimentären Sprachkenntnissen leidlich aus - ist wohl (im Gegensatz zu z.B. Polen) eines der wenigen Länder in Mitteleuropa , in denen das Volk (insbesondere die Ü50) Russland neutral bis positiv gegenüber stehen.
Historisch ist das Tschechisch-Russische Verhältnis positiv - WK1, keine Verwicklung UdSSR in Münchner Abkommen, keine Teilung Hitler-Stalin wie in Polen, kein Gebietsverlust an SU nach WK2 (bzgl. Tschechien), selbst die Übernahme des Kommunismus 1948 wurde mehr als in anderen WP-Staaten akzeptiert.

1968 wurde den "Kommunisten" zugeschrieben, die keinen reformierten Sozialismus ala Dubček akzeptierten und weitgehend ausgeblendet. Wenn aber Russland das jetzt rechtfertigt, dann erzeugt es unnötigerweise Antipathie, ein Vorgehen, das man einfach nur unverantwortlich nennen kann.

Da werden die außenpolitischen Grundlagen auf unverantwortliche Weise beschädigt, nur um innenpolitisch ein paar Punkte zu sammeln. Das politische Geschick Moskaus hat m.E. inzwischen das Niveau des Intelligenzabstinenzlers GWB locker übertroffen.



Dem kann ich nur zustimmen, es geht wirklich nur um den innenpolitischen Nationalismus, um das Regime Putin an der Macht zu halten.
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Re: Russischer Geschichtsrevisionismus verärgert...

Beitragvon zollagent » Mi 3. Jun 2015, 08:08

von Grimm » Di 2. Jun 2015, 20:07 hat geschrieben:
War die Sowjetunion.
Wissen wir.
Was willst du?

Und in Russland wird das verherrlicht. Was du willst, ist eindeutig zu sehen. Wieder mal zerreden und ableugnen.
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Re: Russischer Geschichtsrevisionismus verärgert...

Beitragvon zollagent » Mi 3. Jun 2015, 08:10

Satori » Mi 3. Jun 2015, 03:16 hat geschrieben:
Das war gestern.
Inzwischen gehn die Interessierten ins Internet und informieren sich selbst.
Der Glaube an die Medien ( die einem was vorsetzen ) schwindet rapide.
;)



.

Wenn der Zugang in Russland nur so frei wäre. :mad2:
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Re: Russischer Geschichtsrevisionismus verärgert...

Beitragvon zollagent » Mi 3. Jun 2015, 08:12

Satori » Mi 3. Jun 2015, 03:31 hat geschrieben:
So ist das auch.
Ich traf einen Türken, der erklärte mir, die Türkei sei die Wiege der Menschheit.
Dann traf ich einen Albaner, der war ähnlich überzeugt was das Volk der Albaner bertrifft.

Jetzt traf ich einen Abiturienten, Leistungskurs Geschichten mit Bestnote angeschlossen,
der sagte mir 3 Jahre haben sie nur "Europa" behandelt. Ab fr. Revolution.

So funktioniert Geschichtsrevisionismus. :D
Gut dass jede Gesellschaft ihre eigenen Mythen lehren kann, sonst wäre es Aus mit der Vielfalt.

.

....der Lügen. Auffallend ist doch, daß diese "Neuschreibung der Geschichte" vorzugsweise in autokratisch oder diktatorisch regierten Ländern geschieht. In Anderen herrscht die Freiheit de Wissenschaft und nicht die staatlichen Vorgaben, wie es gewesen sein soll.
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Re: Russischer Geschichtsrevisionismus verärgert...

Beitragvon Alexyessin » Mi 3. Jun 2015, 09:33

Satori » Mi 3. Jun 2015, 04:31 hat geschrieben:
So ist das auch.
Ich traf einen Türken, der erklärte mir, die Türkei sei die Wiege der Menschheit.
Dann traf ich einen Albaner, der war ähnlich überzeugt was das Volk der Albaner bertrifft.

Jetzt traf ich einen Abiturienten, Leistungskurs Geschichten mit Bestnote angeschlossen,
der sagte mir 3 Jahre haben sie nur "Europa" behandelt. Ab fr. Revolution.

So funktioniert Geschichtsrevisionismus. :D
Gut dass jede Gesellschaft ihre eigenen Mythen lehren kann, sonst wäre es Aus mit der Vielfalt.

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Wärest du jetzt ein ernstzunehmender Diskutant, so könnte ich mit dir anfangen, das die Türken der Kleinasienthese bzgl. des Garten Eden anhängen, daher kommt das. Von den Albanern habe ich das noch nicht gehört und hat auch dort keinen Mythos zu Grunde.

Und dein Abiturient. Klar - LK beschäftigt sich immer ab der Französischen Revolution. Ägypten macht man schließlich in der fünften. Warum das jetzt Geschichtsrevisionismus sein soll, kannst du ja mal näher erklären - sofern du dazu in der Lage bist.
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