Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

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Re: Die Ukraine setzt europäische Unterrichtspläne um

Beitragvon H2O » Fr 19. Jan 2018, 09:55

DarkLightbringer hat geschrieben:(19 Jan 2018, 05:10)

Nein, natürlich, bei der "Händel" und Kriegsfrage kann man nicht viel tun. Nur hoffen, dass das Krokodil schon satt ist. Außerdem gibt es ja noch die Amerikaner, die als robust wahrgenommen werden.

Aber in der Frage der Mittelschulbildung, in der die Venedig-Kommission so hilfreich war, scheint nun doch eine kleine Komplexität aufzutauchen. Also die Ungarn sind wohl nicht ganz zufrieden, es geht dabei um die Sprachbildung der ungarischen Minderheit in der Ukraine. Anscheinend sind umgekehrt die Ukrainer nicht ganz begeistert von der ungarischen Einmischung und wollen an Formulierungen nichts ändern, während die Kommission dem Prinzip nach empfiehlt, die konkreten Details erst im Prozess auszuarbeiten, in der "Konsultation" mit der Öffentlichkeit und den Vertretern von Minderheiten.

Der Expertin Iryna Kogut vom CEDOS-Zentrums ist es in einem Kommentar wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Anmerkung der Venedig-Kommission in den Behörden - die für den weiteren Prozess zuständig sind - nicht "verloren geht".

https://www.ukrinform.de/rubric-polytic ... g-hat.html


Offenbar fremdeln Ukrainer und Ungarn mit der europäischen Richtlinie für den Schutz von Minderheiten. Hilft ja alles nichts, alles zu seiner Zeit, in der EU und auch bei Anwärtern auf eine Mitgliedschaft. In Polen ist für die deutsche Minderheit in Schlesien diese Richtlinie ordnungsgemäß umgesetzt worden. Daran wird gelegentlich gekratzt, aber ganz schnell auch wieder der Rückzug angetreten.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 22. Jan 2018, 11:34

Aktueller Hörfunktip: "Kiew 1918: Ein Festgelage wie zu Zeiten der Pest." (in der Reihe "Das Feature") des in Deutschland lebenden ukrainischen Schauspielers und Autors Mark Zak. Im Mittelpunkt steht vor allem die Rolle des Militärs, Politikers, Autors ... Simon/Symon Petljura (Симон Васильович Петлюра), aber auch das hochkomplexe Geflecht von Interessen, militärischen und politischen Konflikten, die Vorgänge in Russland usw. usf.

Ich will nur mal einen Aspekt herausgreifen: Das Verhältnis der Ukrainer zu den "Mittelmächten" (also Deutschland, Österreich-Ungarn) in der Endphase des 2. Weltkriegs. Es war geprägt von Bewunderung. Der als "Brotfrieden" bezeichnete Separatfrieden mit der Ukraine, ermöglichte es diesen Mächten, Truppen in der Ukraine zu stationieren und dafür das Land im wesentlichen vor den heranrückenden Bolschewiki zu schützen. Zak stellt vor allem einen Aspekt heraus: Die lange ukrainische Tradition dessen, was er "Operettenhaftigkeit" nennt. Und zitiert dafür u.a. den ukrainischstämmigen Schriftsteller Michail Bulgakow
Die Pferde in den Schwadronen waren eins wie das andere groß, fuchsrot, und die graublauen Uniformröcke lagen den 600 Reitern an wie die gusseisernen Uniformen ihren üppigen deutschen Führern auf den Denkmälern des Städtchens Berlin. Bei ihrem Anblick freuten und beruhigten sich die Bedrängten, grinsten schadenfroh durch den Stacheldraht der Grenzsicherung und sagten zu den fernen Bolschewiki: "Wagt es nur!"
(aus "Die weiße Garde"). Operettenhaft deshalb, weil man sich gewissermaßen beruhigt wieder dem Kiewer Nachtleben widmen konnte nach dem Motto "die korrekten Deutschen werden schon machen ...". Operettenhaft deshalb, weil geschildert wird, wie [i]vollkommen unfähig und überfordert die reguläre ukr. Regierung (Zentralna Rada) zu der Zeit war. Und wie naiv die Sicht der Ukrainer. Das wird an Zitaten deutscher Befehlshaber deutlich, für die Ukraine einzig und allein den Zweck zu erfüllen hatte, die Versorgung des deutschen und ö.u. Heeres mit Nahrungsmitteln für eine Fortführung des 1. WKs zu sichern. Sonst nichts.

Und dann wird der Bogen zur Gegenwart und jüngeren Vergangenheit geschlagen. An der Naivität und Operettenhaftigkeit des ukrainischen Lebens hat sich nicht das kleinste geändert. Und an der Unfähigkeit der Regierung auch nicht. Bei der Korruption ist man auf dem Stand von Uganda und Bangla Desh. Und wichtiger als die Lösung all dieser Probleme ist auf jeden Fall die Frage ukrainisch-folkoristischer Elemente im Bekleidungsstil und das korrekt Absingen der Nationalhymne. Darüber könnte man sich ja noch amüsieren, gäbe es nicht auch solche sehr ernsten Dinge wie das Unterstrafestellen der Kritik an historischen ukrainischen Organisationen, aus deren Reihen u.a. auch antijüdische Pogrome organisiert wurden.
Aber selber mal reinhören/reinlesen: http://www.deutschlandfunk.de/kiew-1918 ... _id=402478

Meine eigentliche Frage zum Thema und zur aktuellen Diskussion: Ist es nicht ein wenig so, dass der Blick der Ukrainer 1918 auf Deutschland in einigen Aspekten mit dem Blick der Ukrainer 2018 auf die EU vergleichbar ist. Nach dem Motto: Das sind sehr fähige Leute und vor allem halten sie die RUssen in Schach. Lasst die mal die Ukraine auf Vordermann bringen. Wir genehmigen uns in der Zwischenzeit einen "Medowucha" ...
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Re: Die Ukraine setzt europäische Unterrichtspläne um

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 22. Jan 2018, 11:41

H2O hat geschrieben:(19 Jan 2018, 09:55)

Offenbar fremdeln Ukrainer und Ungarn mit der europäischen Richtlinie für den Schutz von Minderheiten. Hilft ja alles nichts, alles zu seiner Zeit, in der EU und auch bei Anwärtern auf eine Mitgliedschaft. In Polen ist für die deutsche Minderheit in Schlesien diese Richtlinie ordnungsgemäß umgesetzt worden. Daran wird gelegentlich gekratzt, aber ganz schnell auch wieder der Rückzug angetreten.

In dieser Frage allerdings darf man auf eine gewisse gegenseitige Blockade bzw. gegenseitigen Druck hoffen. In der Westukraine gibts bekanntlich eine nicht ganz unbedeutende ungarischsprachige Minderheit. Ungarn lässt keine Gelegenheit zur Kritik an der Ukraine in dieser Frage aus. Bis hin zu Blockadeaktionen innerhalb der NATO. Gerechterweise könnte Kiew nun eigentlich jederzeit die Ungarn in dieser Frage an ihre eigenen Pflichten (gegenüber den Roma zum Beispiel) erinnern.
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Re: Die Ukraine setzt europäische Unterrichtspläne um

Beitragvon H2O » Mo 22. Jan 2018, 12:26

schokoschendrezki hat geschrieben:(22 Jan 2018, 11:41)

In dieser Frage allerdings darf man auf eine gewisse gegenseitige Blockade bzw. gegenseitigen Druck hoffen. In der Westukraine gibts bekanntlich eine nicht ganz unbedeutende ungarischsprachige Minderheit. Ungarn lässt keine Gelegenheit zur Kritik an der Ukraine in dieser Frage aus. Bis hin zu Blockadeaktionen innerhalb der NATO. Gerechterweise könnte Kiew nun eigentlich jederzeit die Ungarn in dieser Frage an ihre eigenen Pflichten (gegenüber den Roma zum Beispiel) erinnern.


Ungarn ist von den Siegermächten nach dem 1. Weltkrieg sehr ungerecht zerteilt worden. Ich sehe nur in der EU und ihrem Minderheitenschutz eine langfristige friedliche Lösung und Beruhigung dieses Unrechts. Um so wahnsinniger diese ständigen Störmanöver Ungarns in der EU... vielleicht brauchen Ungarn viel Aufregung?
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Kunz » Mo 22. Jan 2018, 19:41

Der Boden des Donbass und der Krim wird „vom Stiefel des ukrainischen Okkupanten“ getreten, sagte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko am Montag in Kiew.

https://de.sputniknews.com/politik/20180122319187194-ukraine-erklaerung-donbass-okkupanten/

Perfekt. :thumbup: :D

.... dieser Mr. Petro Incognito.
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Re: Die Ukraine setzt europäische Unterrichtspläne um

Beitragvon schokoschendrezki » Di 23. Jan 2018, 10:37

H2O hat geschrieben:(22 Jan 2018, 12:26)

Ungarn ist von den Siegermächten nach dem 1. Weltkrieg sehr ungerecht zerteilt worden. Ich sehe nur in der EU und ihrem Minderheitenschutz eine langfristige friedliche Lösung und Beruhigung dieses Unrechts. Um so wahnsinniger diese ständigen Störmanöver Ungarns in der EU... vielleicht brauchen Ungarn viel Aufregung?

Die (sogenannte) "Schande von Trianon" war im wesentlichen Kern die internationale formalrechtliche Anerkennung der Sezessionen (Tschechiens, der Slowakei, Sloweniens, Kroatiens, Teile Rumäniens und der Ukraine) vom ehemaligen k.u.k.-Reich. Das war mehr als gerecht. Nicht nur, weil Österreich-Ungarn zu den Hauptkriegstreibern gehörte sondern weil der sogenannte "Vielvölkerstaat" eigentlich ein Drei-Klassen-Völkerstaat war. Mit dem kaiserlichen Österreich ganz oben. Dem königlichen Ungarn als Fahrradfahrer in der Mitte. Und allen anderen nichtgenannten Völkern als Getretene ganz Unten. Dass mit Trianon auch eine ganze Menge ungarischsprechender Menschen plötzlich in einem anderen Land als Minderheiten aufwachten ... ist dagegen eher zweitrangig.

Und bezogen auf das Thema: Historisierende Metaphern wie "Schande von Trianon" oder der eine Region "tretende Stiefel" gehören für mich ins vorvorige Jahrhundert. Nicht der angeblich freudsche Versprecher Poroschenkos ist das Problem oder offenbart seine angeblichen eigentlichen Gedanken ... sondern die Metaphorik an sich. Das schreckliche leere, identitäre Pathos. Dass jemandem, der vorgibt, Teil der modernen europäischen Gemeinschaft des 21. Jahrhunderts werden zu wollen, auch nix anderes einfällt, als sich in die Reihe derer einzuordnen, die vom Amselfeld als dem "Herzen Serbiens", der "Schande von Trianon", der Krim als dem "Heiligtum Russlands" schwadronieren. Die wie Erdogan die alten Osmanen oder wie Sarkozy die alten Gallier hervorkramen (die es so, als Stammväter der Nation nie gegeben hat). Wir können und dürfen den Ukrainern nicht vorschreiben, wie sie leben und ihre Nation sehen wollen. Aber wenn sie Teil der europäischen Gemeinschaft werden wollen, hat das zur Konsequenz, dass sie dann auch mit einer solchen Kritik leben müssen.
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Re: Die Ukraine setzt europäische Unterrichtspläne um

Beitragvon schokoschendrezki » Di 23. Jan 2018, 11:11

H2O hat geschrieben:(16 Jan 2018, 09:30)
Ich finde es immer erfreulich, wenn ein Land sich auch inhaltlich anstrengt, Teil der europäischen Gemeinschaft werden zu können. Nur möchte ich deshalb nicht unbedingt in dessen Händel und Kriege verwickelt werden. Daß Rußland mit der Krim-Annektion und der aktiven Unterstützung der
pro-russischen Aufstandsbewegung Völkerrecht bricht und gebrochen hat, das ist doch allen klar. Nur finden Sie niemanden in Europa, der es deshalb zu einem ganz großen Krieg kommen lassen will.

Was diesen Themenbereich anbelangt ... so glaube ich zum einen, dass es mit dem Ende des Ost-West-Konflikts zu einem sehr bedeutsamen weltweiten Paradigmenwechsel gekommen ist. Der eben keineswegs nur darin besteht, dass der Ostblock nun eben "weg" ist und die Nachfolgestaaten sich bemühen, den rechten Weg zu finden. Die Ost-West-Konfrontation war begleitet von einer anderen Art der Verbündeten-Suche: Nämlich immer mit einem Auge zu. Denn wer nicht zu "uns" gehört, fällt der anderen Seite zu. Und, ich hatte es in dem Beitrag weiter oben über dieses dradio-Feature schon angedeutet. Könnte es sein, dass gerade in Ländern wie der Ukraine die politische Naivität darin besteht, zu glauben, dass noch immer "Blockzugehörigkeit" das einzig entscheidende ist und wenn das geklärt ist, man über Dinge wie innere Korruption schon mal hinwegsieht. Das ist aber nur die eine Seite. Die kritische gegenüber Beitrittskandidaten wie Ukraine. Die andere Seite betrifft die EU selbst. Auch die Steuerung, die Beschlüsse, die Richtlinien, Gesetze, Regeln und natürlich die Beitrittspolitik der EU wird nicht mehr einfach von solchen bipolaren Magnetfeldern bestimmt. Es wirken sehr viele ganz unterschiedliche Interessen ein. Nicht nur außenpolitische. Wirtschaftliche zum Beispiel. Nicht umsonst scharen sich in Brüssel alle möglichen Interessenverbände. Und es gibt noch mal ganz andere Interessenlinien. Nur als Beispiel: Die Austarierung des Gleichgewichts zwischen evangelischer und katholischer Kirche. Das spielte beim Beitritt Sloweniens und Kroatiens eine gewisse Rolle. Es kann wirtschaftliche Gründe geben, die es für einflussreiche Lobbyisten interessant macht, einem Land zum Beitritt zu verhelfen und solche, die es interessant machen einen solchen Beitritt zu verzögern. Leben möglicherweise noch viel zu viele Ukrainer in der naiven Vorstellung, man müsse als Land nur "prowestlich" und gegen Moskau sein, dann würde das alles schon laufen. So ähnlich eben wie man 1918 den Deutschen naiverweise eine Art Dankespflicht unterstellte, dafür, dass die Ukraine sich zu den Mittelmächten bekannte. Für diese Mittelmächte war jedoch die Kooperation mit der Ukraine nix als Mittel zum Zweck der Aufrechterhaltung des Kriegsbetriebs. In der EU gehts zum Glück nicht mehr um Krieg. Aber um alle möglichen partikulären und teils auseinanderstebenden Interessen. So ist die Welt der Gegenwart. Heute schießt man ein russischen MIlitärjet ab und schon morgen kooperiert man als NATO-Staat mit Moskau. Heute richtet man gewaltige Gedenkveranstaltungen für den sowjetischen Einmarsch 1956 aus. Und schon morgen unterschreibt man einenn Vertrag zum Ausbau der Atomanlagen mit Moskau im Wert von 10 Milliarden Euro. Und diese Kreuz-und-Quer-Interessensdurchsetzung wird sich noch verstärken. Nur so ist für mich auch diese verstörende 180-Wendung Südkoreas hinsichtlich eines gemeinsamen Olympiaauftritts zu verstehen.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon H2O » Di 23. Jan 2018, 11:46

Unser sehr ernstes Problem besteht wohl darin, daß auch in der "alten EU" rückwärts gerichtete Kräfte wirken und ihre Anhänger finden. Inzwischen gibt es sogar Medien, die unverhohlen solche Gedanken ausbreiten. Und die freiheitlich-demokratischen Kräfte leisten keinen wirksamen Widerstand. Wie will man unter solchen Randbedingungen im Sinne einer freiheitlich-demokratischen Lebensführung auf solche Partner wie die Ukraine einwirken und einen Sinneswandel herbei führen?
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon schokoschendrezki » Di 23. Jan 2018, 14:22

H2O hat geschrieben:(23 Jan 2018, 11:46)

Unser sehr ernstes Problem besteht wohl darin, daß auch in der "alten EU" rückwärts gerichtete Kräfte wirken und ihre Anhänger finden. Inzwischen gibt es sogar Medien, die unverhohlen solche Gedanken ausbreiten. Und die freiheitlich-demokratischen Kräfte leisten keinen wirksamen Widerstand. Wie will man unter solchen Randbedingungen im Sinne einer freiheitlich-demokratischen Lebensführung auf solche Partner wie die Ukraine einwirken und einen Sinneswandel herbei führen?

Es muss nicht immer gleich "rückwärtsgerichtet" zugehen. Es ist nur einfach diese mehr oder weniger gleichrichtende Kraft und das "disziplinierende" Element des Ost-West-Konflikts weg. Und nun treten die (vorher auch nur verdeckten, überdeckten) Divergenzen überall ans Tageslicht. ... (Wenn es denn tatsächlich so ist!)

Das Paradebeispiel ist das Projekt "Nord Stream 2". Hier fließen nicht nur europäische sondern geopolitische Interessen zusammen. Oder besser gesagt: Gegeneinander. In Deutschland sind Grüne und CSU dagegegen. Aus ganz unterschiedlichen Gründen. In EU-Europa ganz besonders Polen. Die Ukraine ist ebenfalls stark betroffen. Die ukrainische Regierung warnt Deutschland, es werde erpressbar von Russland sein. Hinter dieser Warnung steht aber natürlich die ganz reale Befürchtung der Ukraine, Milliardenverluste zu verzeichnen, wenn sie aus dem Erdgas-Transitgeschäft mit Russland raus sind.

Es ist doch so: Im EU-Parlament werden restriktive Maßnahmen gegen Russland wegen der Krimkrise beraten und beschlossen. Gleichzeitig veröffentlicht der international tätige französische Energieriese im April 2017 ein Promotionvideo, das den feierlichen Abschluss eines Finanzierungsabkommens über 8 Milliarden für Nord Stream 2 in einem Pariser Luxushotel. zeigt. Neben den Herren von Engie sitzen die von Exxon, Shell, OMV, Wintershall, Ex-Kanzler Schröder natürlich und vor allem die von Gazprom.

Erstens: Ist es klar, welche von den beiden Gruppen die entscheidenderen Fäden in der Hand hält? Mir nicht. Aber das wird wahrscheinlich auch ziemlich kompliziert sein. Und Zweitens: Ist es der Mehrheit der Ukrainer eigentlich bewusst, dass ihr Land nicht nur Gegenstand von demokratischen Grundsätzen geleiteter Parlamentsdebatten sondern auch Teil eines großen globalen Pokerspiels ist? Einem sehr kleinen Teil der Ukrainer ganz sicher. Dem Teil, der selber mitspielt oder selber direkt betroffen ist. Aber denen, die sich als die "Helden vom Maidan" sehen?
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon H2O » Di 23. Jan 2018, 15:09

@ schokoschendrezki:
    Das Paradebeispiel ist das Projekt "Nord Stream 2". Hier fließen nicht nur europäische sondern geopolitische Interessen zusammen. Oder besser gesagt: Gegeneinander. In Deutschland sind Grüne und CSU dagegegen. Aus ganz unterschiedlichen Gründen. In EU-Europa ganz besonders Polen. Die Ukraine ist ebenfalls stark betroffen. Die ukrainische Regierung warnt Deutschland, es werde erpressbar von Russland sein. Hinter dieser Warnung steht aber natürlich die ganz reale Befürchtung der Ukraine, Milliardenverluste zu verzeichnen, wenn sie aus dem Erdgas-Transitgeschäft mit Russland raus sind.

Ein Blick auf die Landkarte zeigt, daß Polen in gleicher Weise von NORD STREAM 2 betroffen sein wird. Vor einigen Jahren wurde das auch in Rzeczpospolita unverhohlen so beklagt. Das neuere Argument mit der Erpressbarkeit ist kraftlos: Als ob unser Land nicht seine Energie überall auf der Welt gegen Bezahlung kaufen könnte. Ich fände es weitaus intelligenter, wenn Polen seinen LNG-Hafen in Swinemünde an ein europäisches Netz anschlösse und sich mit dem deutschen Netz verbände. Dann kaufen wir Gas dort, wo es günstig angeboten wird, die bekannte win-win-Lösung. Anstatt dessen also wütendes Gewühle... na, wir werden auch das überleben! Und bauen an anderer Stelle einen Hafen für LNG-Tanker.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon schokoschendrezki » Di 23. Jan 2018, 16:42

H2O hat geschrieben:(23 Jan 2018, 15:09)

@ schokoschendrezki:
    Das Paradebeispiel ist das Projekt "Nord Stream 2". Hier fließen nicht nur europäische sondern geopolitische Interessen zusammen. Oder besser gesagt: Gegeneinander. In Deutschland sind Grüne und CSU dagegegen. Aus ganz unterschiedlichen Gründen. In EU-Europa ganz besonders Polen. Die Ukraine ist ebenfalls stark betroffen. Die ukrainische Regierung warnt Deutschland, es werde erpressbar von Russland sein. Hinter dieser Warnung steht aber natürlich die ganz reale Befürchtung der Ukraine, Milliardenverluste zu verzeichnen, wenn sie aus dem Erdgas-Transitgeschäft mit Russland raus sind.

Ein Blick auf die Landkarte zeigt, daß Polen in gleicher Weise von NORD STREAM 2 betroffen sein wird. Vor einigen Jahren wurde das auch in Rzeczpospolita unverhohlen so beklagt. Das neuere Argument mit der Erpressbarkeit ist kraftlos: Als ob unser Land nicht seine Energie überall auf der Welt gegen Bezahlung kaufen könnte. Ich fände es weitaus intelligenter, wenn Polen seinen LNG-Hafen in Swinemünde an ein europäisches Netz anschlösse und sich mit dem deutschen Netz verbände. Dann kaufen wir Gas dort, wo es günstig angeboten wird, die bekannte win-win-Lösung. Anstatt dessen also wütendes Gewühle... na, wir werden auch das überleben! Und bauen an anderer Stelle einen Hafen für LNG-Tanker.



Jupp. Ich auch. Nach meinen Informationen (die Quelle hab' ich jetzt leider nicht bei der Hand) liegt das Problem aber auf deutscher Seite. Es gab Angebote und auch ganz konkrete Vorschläge, wie das in Richtung Deutschland realisierbar wäre. Fakt zumindest ist eins: Es gab in der Reihe "hintergrund" des Deutschlandradios erst vor wenigen Monaten einen ganzen Beitrag zum Thema LNG-Terminal für Deutschland. Wenn ja wo. Da ist inzwischen Wilhelmshaven in einer Studie favorisiert. Der Name "Swinemünde" fiel kein einziges Mal. Ich fand das so merkwürdig, dass ich einen Leserbrief an die eMail-Stelle schickte. Normalerweise bekommt man bei dradio bei vernünftigen Anfragen - wenn auch nach längerer Zeit - immer eine Antwort. Diesmal nicht. Stand 25.10.2017 NDR: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Wilhelmshaven-laut-Studie-bester-LNG-Standort,fluessiggasterminal100.html: Ja. Deutschland bräuchte ein LNG-Terminal, um unabhängiger zu werden. Wir müssen Studien anfertigen. Ach Gott, wie schwierig. Aber auch dort: Kein Wort von einem bestehendem grade neu erstelltem LNG-Terminal ein paar Schwimmstöße von der deutschen Grenze entfernt mit dem offiziellen Angebot der Betreiber zur Mitnutzung. Dieses Angebot wird vermutlich nicht zuletzt mit der Möglichkeit einer schnelleren Refinanzierung der Baukosten zusammenhängen. Ja und? Ist ja nix schlechtes.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon H2O » Di 23. Jan 2018, 17:37

schokoschendrezki hat geschrieben:(23 Jan 2018, 16:42)

Jupp. Ich auch. Nach meinen Informationen (die Quelle hab' ich jetzt leider nicht bei der Hand) liegt das Problem aber auf deutscher Seite. Es gab Angebote und auch ganz konkrete Vorschläge, wie das in Richtung Deutschland realisierbar wäre. Fakt zumindest ist eins: Es gab in der Reihe "hintergrund" des Deutschlandradios erst vor wenigen Monaten einen ganzen Beitrag zum Thema LNG-Terminal für Deutschland. Wenn ja wo. Da ist inzwischen Wilhelmshaven in einer Studie favorisiert. Der Name "Swinemünde" fiel kein einziges Mal. Ich fand das so merkwürdig, dass ich einen Leserbrief an die eMail-Stelle schickte. Normalerweise bekommt man bei dradio bei vernünftigen Anfragen - wenn auch nach längerer Zeit - immer eine Antwort. Diesmal nicht. Stand 25.10.2017 NDR: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Wilhelmshaven-laut-Studie-bester-LNG-Standort,fluessiggasterminal100.html: Ja. Deutschland bräuchte ein LNG-Terminal, um unabhängiger zu werden. Wir müssen Studien anfertigen. Ach Gott, wie schwierig. Aber auch dort: Kein Wort von einem bestehendem grade neu erstelltem LNG-Terminal ein paar Schwimmstöße von der deutschen Grenze entfernt mit dem offiziellen Angebot der Betreiber zur Mitnutzung. Dieses Angebot wird vermutlich nicht zuletzt mit der Möglichkeit einer schnelleren Refinanzierung der Baukosten zusammenhängen. Ja und? Ist ja nix schlechtes.


Ja, gegen win-win-Lösungen können eigentlich nur Dumme sein. Als deutsche Wirtschaft hätte ich mich sogar beteiligt, meinetwegen mit Rückenwind durch den Bund. Jetzt übersehen wir beiden sicher nicht ganz, was und wie da etwas in dieser Art versucht wurde.

Ganz grundsätzlich ist Wilhelmshaven sicher als Einspeisepunkt näher an deutschen Ballungsgebieten als Swinemünde. Der wesentliche Energieverbrauch wird schon dort stattfinden. Aber der Einspeisepunkt für NORD STREAM liegt in dem Sinne dann auch nicht ideal. Die vorhandenen Rohrleitungen könnten aus beiden Quellen gespeist werden... denke ich mir einmal als Laie auf dem Gebiet.

Ich vermute, daß DRadio von sich aus jedem öffentlichen Streit ausweicht. Wer weiß, auf wessen Nerven man mit dem Thema herum trampelt?
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon schokoschendrezki » Di 23. Jan 2018, 20:50

H2O hat geschrieben:(23 Jan 2018, 17:37)

Ja, gegen win-win-Lösungen können eigentlich nur Dumme sein. Als deutsche Wirtschaft hätte ich mich sogar beteiligt, meinetwegen mit Rückenwind durch den Bund. Jetzt übersehen wir beiden sicher nicht ganz, was und wie da etwas in dieser Art versucht wurde.

Ganz grundsätzlich ist Wilhelmshaven sicher als Einspeisepunkt näher an deutschen Ballungsgebieten als Swinemünde. Der wesentliche Energieverbrauch wird schon dort stattfinden. Aber der Einspeisepunkt für NORD STREAM liegt in dem Sinne dann auch nicht ideal. Die vorhandenen Rohrleitungen könnten aus beiden Quellen gespeist werden... denke ich mir einmal als Laie auf dem Gebiet.


Ich glaub', wir werden das nicht übersehen sondern es wird eher nicht sichtbar sein. Swinemünde als LNG-Hafen mit einem der größten Aufnahmekapazitäten und auch Regasifizierungskapazitäten nimmt europaweit eine strategische Spitzenposition ein. Im Gegensatz zum Erdölgeschäft, das in profitabler Form irgendwann erledigt sein wird, geht das Erdgasgeschäft noch Dekaden lang weiter. Und die Nähe zu Ballungsräumen spielt auch weniger eine Rolle. ... Und in Bezug auf die Ukraine war mal in der SZ zu lesen: DIe EU-Europäer geben Milliarden aus für Projekte, die die ohnehin schwache wirtschaftiche Basis der Ukraine ganz kaputtmachen. Und dann nochmal Milliarden um ebenjene Ukraine über Wasser zu halten.Russland profitiert davon. Und dass - vereinfacht gesprochen - die Politisierung dieser knallharten Ausstechungen auf einem hochprofitablen Zukunfts-Miliiardenmarkt das ist, was der politische Laie als sogenannten "Ukraine-Konflikt" erlebt.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Cobra9 » Mi 21. Feb 2018, 02:55

Girkin zur Rolle von Russland im Konflikt


https://www.reddit.com/r/UkrainianConfl ... e_donbass/

Nicht viel neues leider


Schweden würde sich beteiligen an Blauhelmen

https://www.reddit.com/r/UkrainianConfl ... o_donbass/
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Audi » Fr 16. Mär 2018, 19:21

Präsidentenwahl in Russland
Ukraine verbietet Russen im Land Stimmabgabe
Am Sonntag sind in Russland Präsidentschaftswahlen. Die Ukraine hat russischen Staatsbürgern die Teilnahme nun untersagt#+

Die Präsidentschaftswahlen in Russland finden am Sonntag statt. Doch die Russen, die in der Ukraine leben, sollen am Sonntag nicht wählen gehen - man werde versuchen, sie an der Stimmabgabe zu hindern, so die ukrainische Regierung.


http://www.spiegel.de/politik/ausland/u ... 98544.html

Auf dem Bild: Tod für Russland :|

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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 16. Mär 2018, 21:30

Audi hat geschrieben:(16 Mar 2018, 19:21)

Präsidentenwahl in Russland
Ukraine verbietet Russen im Land Stimmabgabe
Am Sonntag sind in Russland Präsidentschaftswahlen. Die Ukraine hat russischen Staatsbürgern die Teilnahme nun untersagt#+

Die Präsidentschaftswahlen in Russland finden am Sonntag statt. Doch die Russen, die in der Ukraine leben, sollen am Sonntag nicht wählen gehen - man werde versuchen, sie an der Stimmabgabe zu hindern, so die ukrainische Regierung.


http://www.spiegel.de/politik/ausland/u ... 98544.html

Auf dem Bild: Tod für Russland :|

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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 16. Mär 2018, 21:45

Nord Stream 2 ist unmittelbare Kriegsförderung. Kann man wollen, wenn man die Themen "Krise IV bis XX" besprochen haben möchte.
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[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 16. Mär 2018, 21:50

Audi hat geschrieben:(16 Mar 2018, 19:21)

Präsidentenwahl in Russland
Ukraine verbietet Russen im Land Stimmabgabe
Am Sonntag sind in Russland Präsidentschaftswahlen. Die Ukraine hat russischen Staatsbürgern die Teilnahme nun untersagt#+

Die Präsidentschaftswahlen in Russland finden am Sonntag statt. Doch die Russen, die in der Ukraine leben, sollen am Sonntag nicht wählen gehen - man werde versuchen, sie an der Stimmabgabe zu hindern, so die ukrainische Regierung.


http://www.spiegel.de/politik/ausland/u ... 98544.html

Auf dem Bild: Tod für Russland :|

Was sagt die EU dazu

Mehr noch - die Ukraine fordert die UN dazu auf, auf illegale Wahlen zu reagieren.

Die Abhaltung durch Russland der Präsidentschaftswahlen auf der besetzten Krim werde eine weitere grobe Verletzung des Völkerrechts sein, worauf die Weltgemeinschaft eine klare Antwort geben sollte, appellierte am Donnerstag in einer Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen über die Situation auf der Krim die stellvertretende Außenministerin der Ukraine, Olena Serkal, berichtet der Ukrinform-Korrespondent aus den USA.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 16. Mär 2018, 21:55

DarkLightbringer hat geschrieben:(16 Mar 2018, 21:50)

Mehr noch - die Ukraine fordert die UN dazu auf, auf illegale Wahlen zu reagieren.

https://www.ukrinform.de/rubric-polytic ... ieren.html

Die ukraine soll erst mal frieden im eigenen land haben bevor sie was von der uno fordert.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 16. Mär 2018, 22:02

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(16 Mar 2018, 21:55)

Die ukraine soll erst mal frieden im eigenen land haben bevor sie was von der uno fordert.

Das ist falsch adressiert. Nur der Angreifer kann darüber entscheiden, ob er seinen Angriff aufzugeben gewillt ist. Der Angegriffene kann das Ende der Aggression nicht einseitig erklären.
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