Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 22. Aug 2017, 21:22

schokoschendrezki hat geschrieben:(20 Aug 2017, 05:52)

Von Deutschland ist das wohl kaum zu erwarten. Unternehmen wie Wintershall und OMV beteiligen sich an dem Projekt nicht aus Liebe zu Russland, sondern schlicht und banal, um die Transitgebühren (von mehreren Milliarden Euro) - die jetzt noch an Länder wie Ukraine, Polen Slowakei gehen, selbst zu kassieren.

Das jedenfalls ist im Kern der Inhalt eines ZEIT-Artikels zu den angedrohten Sanktionen der USA gegen die Betreiber von Nordstream 2. Wobei der Sanktionsgesetz-Entwurf ursprünglich und eigentlich ein Zusammenrücken Trumps und Putins verhindern sollte. Eigene Energie-Export-Interessen der USA dürften hier sicher auch noch eine Rolle spielen. Erst im Juni 17 sind die ersten Lieferungen von US-amerikanischem Flüssiggas im grad' neueröffneten LNG-Terminal im polnischen Swinemünde direkt an der deutschen Grenze eingetroffen. Es ergibt sich das Gesambild eines gigantischen internatonalen Energiegeschäftspokers, bei dem politische Aspekte lediglich als austauschbare Argumentationshilfen eingesetzt werden.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-07/nord-stream-2-sanktionsgesetz-russland-usa

Ich sehe das so: Solange und sobald eine Pipeline Deutschland-Russland ohne störende Zwischenländer existiert, kann auf dem Gasmarkt freier verhandelt werden und alle Angebote stehen in einer erhöhten Konkurrenz. Das ist schlecht für alle Anbieter und Zwischenhandaufhalter und deshalb ist es gut.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon DarkLightbringer » Di 22. Aug 2017, 23:13

Eine Fokussierung auf Nordstream 2 würde die Abhängigkeit deutlich erhöhen, was der Diversifikation widerspricht. Gleichzeitig ist es ein politisches Instrument, wie in der Vergangenheit immer wieder zu sehen war.
Gazprom ist nicht irgend ein Bonbonladen, sondern ein äußerst zwielichtiger Multi mit Putin am Hebel.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon unity in diversity » Fr 25. Aug 2017, 01:03

DarkLightbringer hat geschrieben:(23 Aug 2017, 00:13)

Eine Fokussierung auf Nordstream 2 würde die Abhängigkeit deutlich erhöhen, was der Diversifikation widerspricht. Gleichzeitig ist es ein politisches Instrument, wie in der Vergangenheit immer wieder zu sehen war.
Gazprom ist nicht irgend ein Bonbonladen, sondern ein äußerst zwielichtiger Multi mit Putin am Hebel.

Der Direkthandel, über Nordstream 2, könnte andere Abrechnungsverfahren einschließen.
Sogar unter Umgehung des Petrodollars, darum halten die USA nichts von diesem Projekt.
"Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze.
Den Falschen und den Unsrigen."
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 25. Aug 2017, 01:05

Zu den Jahresfeierlichkeiten des Unabhängigkeitstages fallen in Kiew harsche Worte, Signale ungebändigter Entschlossenheit und Stärke.

Die EU-Assoziierung sei der endgültige Bruch mit dem von Ronald Reagan so benannten "Reich des Bösen", fabulierte Präsident Poroschenko.
Für die Amerikaner sprach James Mattis, nur ein wenig mäßiger:
"Wir wissen, dass Russland die internationale Landkarte mit Gewalt neu entwerfen möchte - und damit die Freiheit und Souveränität der europäischen Staaten untergräbt", sagte er in Kiew.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/u ... 64385.html

Die paradierende US-Flagge über dem Maidan, das dürfte dem Kreml ein besonderer Dorn im Auge sein.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 25. Aug 2017, 01:27

unity in diversity hat geschrieben:(25 Aug 2017, 02:03)

Der Direkthandel, über Nordstream 2, könnte andere Abrechnungsverfahren einschließen.
Sogar unter Umgehung des Petrodollars, darum halten die USA nichts von diesem Projekt.

Die US-Amerikaner und Kanadier sind hier ja noch gar nicht angebots- und marktfähig, sie könnten also bestenfalls irgendwann als Konkurrenten auftreten, als Zusatzalternative zum Bestehenden.

Büüsker: Herr Kiesewetter, Kritiker unterstellen den USA ja, dass sie mit diesen neuen Sanktionen Marktanteile für eigenes Flüssiggas sichern wollen. Ich verstehe Sie da richtig, dass Sie das dann eigentlich für eine ganz gute Entwicklung halten würden.
Kiesewetter: Umgekehrt wird ein Schuh draus. Die Lieferung des russischen Gases über die Ukraine, die Jamal-Leitung, kann ja ohne Weiteres bleiben, und wenn jetzt ein weiterer internationaler Akteur auf den Markt tritt – das sind ja die Amerikaner noch nicht, Flüssiggasterminals werden in Europa erst gebaut –, dann dürfte insgesamt das Preisgefüge gut bleiben, es dürfte nicht zu einseitigen Monopolen führen in Europa, da ist Diversifizierung gut. Also Europa muss schauen, dass es aus einem breiten Angebot auswählen kann. Konkurrenz belebt ja das Geschäft, und das würde eine einseitige Nord-Stream-2-Fokussierung nicht beleben.
http://www.deutschlandfunk.de/us-sankti ... _id=392089
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 26. Aug 2017, 20:41

ich fand zufällig einen beitrag auf einer alten scheibe von mir. es gibt noch immer putinverehrer oder wie man sie nennen muß, die behaupten daß tschetschenien gar kein problem mit den russen hat(te) und es sehr zufrieden ist mit der regierung.

für sie gilt »lese mal hier«

das gibt jedenfalls aufschluß über die weise wie rußland konflikten löst.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Cobra9 » Mo 28. Aug 2017, 16:41

Unabhängig davon das Russland die Aufnahme der Ukraine in die Nato blockiert, mit der Unterstützung der Sepas, drückt Russland die Ukraine in den Westen.

Nato Soldaten bei einer Parade sind ein Ergebnis von Putins Politik.

www.businessinsider.de/putins-schlimmst ... r-ukraine-
Anton Tschechow

Keine Literatur kann in puncto Zynismus das wirkliche Leben übertreffen.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 28. Aug 2017, 17:19

Wer das Tischtuch zerschneidet, ist kein gern gesehener Gast.

Die gewaltsame Austragung von Meinungsverschiedenheiten wird Russland und Ukraine nicht zueinander bringen, sondern ein generationenübergreifendes Misstrauen schüren. Die Westorientierung der Ukraine wird nun synonym für die Bestrebung nach Freiheit und Unabhängigkeit verstanden.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 28. Aug 2017, 17:20

Cobra9 hat geschrieben:(28 Aug 2017, 17:41)

Unabhängig davon das Russland die Aufnahme der Ukraine in die Nato blockiert, mit der Unterstützung der Sepas, drückt Russland die Ukraine in den Westen.

Nato Soldaten bei einer Parade sind ein Ergebnis von Putins Politik.

http://www.businessinsider.de/putins-schlimmster-albtraum-wird-gerade-in-der-ukraine-

Ach ach!
Etwas ist schiefgegangen.
(Was du suchst, gibt es vielleicht - aber nicht hier.)
:mad2:
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Teeernte » Mo 28. Aug 2017, 23:07

Cobra9 hat geschrieben:(28 Aug 2017, 17:41)

Unabhängig davon das Russland die Aufnahme der Ukraine in die Nato blockiert, mit der Unterstützung der Sepas, drückt Russland die Ukraine in den Westen.

Nato Soldaten bei einer Parade sind ein Ergebnis von Putins Politik.

http://www.businessinsider.de/putins-sc ... r-ukraine-


Man stelle sich Russland ohne Armee vor....langfristig.

Keine Putinpropaganda auf Junge Männer....keine HELDEN mit Blechsternen....

Putin braucht BEDROHUNG um an der Macht zu bleiben... - ohne diese - würde es Russland nicht geben..
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 30. Aug 2017, 08:16

DarkLightbringer hat geschrieben:(25 Aug 2017, 02:05)
Die paradierende US-Flagge über dem Maidan, das dürfte dem Kreml ein besonderer Dorn im Auge sein.

Das sind rein symbolische Akte ... mal ganz bewusst den Satz in seiner direkten Bedeutung gelesen: Die "US-Flagge paradiert" und "Der Kreml" hat "ein Dorn im Auge". Ganz schön paradox, wohin uns diese symbolischen Überladungen schon hingeführt haben.

Ich habe letzte Woche eine Reportage über den bulgarischen Schwarzmeerferienort "Albena" gehört. (Fast) ausschließlich ukrainisches Personal betreut (fast) ausschließlich russische Touristen. Unter anderem wurde dazu eine ukrainische Küchenhilfe mit ihrem jungen ukrainischen Team interviewt, die während der 9 Monate außerhalb der Feriensaison Studentinnen an bzw. die stellvertretende Rektorin der Universität im ukrainischen Poltawa sind. Was dabei tatsächlich herauskommt, ist die völlig widernatürliche und nur und ganz auschließlich den politischen Interessen einiger weniger Mächtiger (auf beiden Seiten!) dienende Konfrontation russischer und ukrainischer Menschen.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 30. Aug 2017, 09:43

Man darf sich eben nicht aufhetzen lassen gegen Russland. Wenn sich jeder um sein Geschäft kümmert statt um nationales Gedöns, dient das dem Wohlstand und nebenbei wird es friedlicher. Die EU muss jetzt zeigen, wie viel oder wie wenig ihre warmen Worte und Euros dem Mann auf der Straße bringen und was sie bereit ist, dafür auf den Tisch zu legen. Dabei kann sie nur verlieren. Clever.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 30. Aug 2017, 09:50

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(30 Aug 2017, 10:43)

Man darf sich eben nicht aufhetzen lassen gegen Russland. Wenn sich jeder um sein Geschäft kümmert statt um nationales Gedöns, dient das dem Wohlstand und nebenbei wird es friedlicher. Die EU muss jetzt zeigen, wie viel oder wie wenig ihre warmen Worte und Euros dem Mann auf der Straße bringen und was sie bereit ist, dafür auf den Tisch zu legen. Dabei kann sie nur verlieren. Clever.

was mun wenn einer seite das tut, die andere aber nicht?
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 30. Aug 2017, 11:09

Nomen Nescio hat geschrieben:(30 Aug 2017, 10:50)

was mun wenn einer seite das tut, die andere aber nicht?

Russland sollte auf keinen Fall auf Hetze mit Hetze reagieren. Das würde den Ukraineproblem nur unnötig vermehren.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon DarkLightbringer » Do 31. Aug 2017, 09:04

schokoschendrezki hat geschrieben:(30 Aug 2017, 09:16)

Das sind rein symbolische Akte ... mal ganz bewusst den Satz in seiner direkten Bedeutung gelesen: Die "US-Flagge paradiert" und "Der Kreml" hat "ein Dorn im Auge". Ganz schön paradox, wohin uns diese symbolischen Überladungen schon hingeführt haben.

Ich habe letzte Woche eine Reportage über den bulgarischen Schwarzmeerferienort "Albena" gehört. (Fast) ausschließlich ukrainisches Personal betreut (fast) ausschließlich russische Touristen. Unter anderem wurde dazu eine ukrainische Küchenhilfe mit ihrem jungen ukrainischen Team interviewt, die während der 9 Monate außerhalb der Feriensaison Studentinnen an bzw. die stellvertretende Rektorin der Universität im ukrainischen Poltawa sind. Was dabei tatsächlich herauskommt, ist die völlig widernatürliche und nur und ganz auschließlich den politischen Interessen einiger weniger Mächtiger (auf beiden Seiten!) dienende Konfrontation russischer und ukrainischer Menschen.

Ich kann schon verstehen, dass die Parade mit den Abordnungen solidarischer Nationen Reflexe auslöst, nicht nur im Kreml und nicht nur semantischer Art. Aber eine verstummende Kriegs- und Aggressionskritik dient auch nur den Interessen von Wenigen.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon schokoschendrezki » Do 31. Aug 2017, 09:17

DarkLightbringer hat geschrieben:(31 Aug 2017, 10:04)

Ich kann schon verstehen, dass die Parade mit den Abordnungen solidarischer Nationen Reflexe auslöst, nicht nur im Kreml und nicht nur semantischer Art. Aber eine verstummende Kriegs- und Aggressionskritik dient auch nur den Interessen von Wenigen.


Dass es unsinnig ist, dass Völker einander bekriegen, ist erst mal eine Binsenweisheit. Es kommt darauf an, jetzt auf die Ukraine bezogen, die völkerrechtlich verbindliche Verteidigung gegen einen Agressor vom rein kriegsrhetorischen Schüren von Vorurteilen gegen Nationen und Ethnien zu trennen. Das sehe ich im Fall der ukrainischen Regierungspolitik jedenfalls nicht konsequent durchgesetzt.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Flaschengeist » Do 31. Aug 2017, 09:25

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(30 Aug 2017, 12:09)

Russland sollte auf keinen Fall auf Hetze mit Hetze reagieren. Das würde den Ukraineproblem nur unnötig vermehren.



Bisher ist Russland erstaunlich ruhig geblieben.

Wir können und glücklich schätzen das Putin im Kremel das Sagen hat. Fragt sich nur ob es nach Herrn Putin besser wird.

EIn anderer Politiker hätte aus humanitären Gründen schon längst die Ordnung in der Ukraine wieder herstellen lassen.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon DarkLightbringer » Do 31. Aug 2017, 09:29

schokoschendrezki hat geschrieben:(31 Aug 2017, 10:17)

Dass es unsinnig ist, dass Völker einander bekriegen, ist erst mal eine Binsenweisheit. Es kommt darauf an, jetzt auf die Ukraine bezogen, die völkerrechtlich verbindliche Verteidigung gegen einen Agressor vom rein kriegsrhetorischen Schüren von Vorurteilen gegen Nationen und Ethnien zu trennen. Das sehe ich im Fall der ukrainischen Regierungspolitik jedenfalls nicht konsequent durchgesetzt.

Du meinst, die ukrainische Regierung sollte sich eines freundlicheren Umgangstones befleißigen, um dem Aggressor auf Augenhöhe zu begegnen?

Es sind doch schon so viele nett, Altkanzler Schröder beispielsweise, Krone-Schmalz, Gauland, Wagenknecht, auch Vertreter von Gazprom-Beteiligungsfirmen, usw. usf.
Litauer und Ukrainer heben sich etwas ab vom üblichen Gesang des Knabenchores, das mag sein, aber es setzt halt auch eine Nuancierung, die der besonderen Sicherheitslage geschuldet ist.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon DarkLightbringer » Do 31. Aug 2017, 09:31

Flaschengeist hat geschrieben:(31 Aug 2017, 10:25)

Bisher ist Russland erstaunlich ruhig geblieben.

Wir können und glücklich schätzen das Putin im Kremel das Sagen hat. Fragt sich nur ob es nach Herrn Putin besser wird.

EIn anderer Politiker hätte aus humanitären Gründen schon längst die Ordnung in der Ukraine wieder herstellen lassen.

Die Neuordnung der Grenzen in Europa durch Krieg hatten wir schon mal in der Geschichte.
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Re: Krise in der Ukraine III: (Re)Aktionen der Ukraine

Beitragvon Flaschengeist » Do 31. Aug 2017, 09:33

DarkLightbringer hat geschrieben:(31 Aug 2017, 10:31)

Die Neuordnung der Grenzen in Europa durch Krieg hatten wir schon mal in der Geschichte.



Z.B. im Kosovo.

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