Wie weiter mit Armenien ?

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zollagent
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Re: Wie weiter mit Armenien ?

Beitragvon zollagent » Mi 25. Apr 2018, 12:00

Senexx hat geschrieben:(23 Apr 2018, 16:42)

Die ist schon seit einigen Tagen verletzt. Er hatte Gesetze verletzt und eine Sachbeschädigung begangen. Wollte einen Stacheldraht niederreißen.

In Spanien würde er wegen Rebellion zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt.

Welchen Landstrich wollte er denn von Armenien abspalten?
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DarkLightbringer
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Re: Wie weiter mit Armenien ?

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 25. Apr 2018, 12:01

Excellero hat geschrieben:(25 Apr 2018, 12:47)

Man sollte das nicht vergleichen mit "dem Maidan" der war von aussen initiiert die Eskalation provoziert und jetzt haben sie ne faschistische pseudo-Führerriege.

In der Ukraine gab es freie Wahlen und davor eine Übergangsregierung. Das sind zwei Dinge, die Paschinjan und die Protestbewegung ebenfalls einfordern.

Den Vergleich zum Maidan, sofern er sich nicht zwangsläufig ergibt, stellt das Kreml-Organ "Sputnik" ja selbst auf. Präventiv ist schon mal von "Sponsoren" und der angeblich "antirussischen" Gesinnung des Protestführers die Rede. Dieser sagte neulich allerdings, die Bewegung sei weder antirussisch noch antieuropäisch.
Sie ist aber in jedem Fall "antioligarchisch". Und das muss doch wohl die Freunde des gepflegten Geschäftes aufhorchen lassen.
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Re: Wie weiter mit Armenien ?

Beitragvon zollagent » Mi 25. Apr 2018, 12:02

KarlRanseier hat geschrieben:(23 Apr 2018, 18:08)

Da Armenien kein Öl besitzt, sind die USA ein einer "Befreiung" dieses Landes wohl eher nicht interessiert. Da haben die Armenier doch noch einmal Glück gehabt und werden nicht in die Steinzeit gebombt, bevor ihnen von den USA ein Präsident gestellt wird...

In Aserbaidschan sieht es anders aus, wenn es da Unruhen gibt, dann gute Nacht...

Wieder mal der antrainierte USA-Reflex? Selbst, wenn die gar nichts damit am Hut haben?
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Re: Wie weiter mit Armenien ?

Beitragvon Senexx » Mi 25. Apr 2018, 12:03

zollagent hat geschrieben:(25 Apr 2018, 13:00)

Welchen Landstrich wollte er denn von Armenien abspalten?

Viel schlimmer. Er wollte eine Regierung stürzen.
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
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Re: Wie weiter mit Armenien ?

Beitragvon Orbiter1 » Mi 25. Apr 2018, 12:04

DarkLightbringer hat geschrieben:(25 Apr 2018, 11:37)

Noch ist die Oligarchie weitgehendst unangetastet. Den Leuten geht es vor allem um die Korruption, was beim Maidan allerdings nicht sehr viel anders war.
Wenn die Protestler ernsthaft die Oligarchen oder die Korruption loswerden wollen wird der Protest bald zu Ende sein.
Und "Sputnik" denunziert den Anführer der Proteste bereits als "antirussisch" und sieht - so wörtlich - "Sponsoren".
Da stellt sich schon die Frage, ob der Kreml nun Schutzmacht von Berg-Karabach oder nicht eher Schutzmacht der Korruption ist.
Der Kreml hat Interessen. Und jedes Land in der Peripherie von Russland bekommt gewaltige Probleme wenn es diese Interessen mißachtet.
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Re: Wie weiter mit Armenien ?

Beitragvon zollagent » Mi 25. Apr 2018, 12:16

Excellero hat geschrieben:(25 Apr 2018, 12:47)

Man sollte das nicht vergleichen mit "dem Maidan" der war von aussen initiiert die Eskalation provoziert und jetzt haben sie ne faschistische pseudo-Führerriege.

Wie werden die Programme inzwischen übermittelt? Geht das per Internet oder werden noch altmodisch Disketten oder CD's mit dem neuesten Update der Weltsicht verschickt?
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Re: Wie weiter mit Armenien ?

Beitragvon Europa2050 » Mi 25. Apr 2018, 12:53

zollagent hat geschrieben:(25 Apr 2018, 12:59)

Parallelen zu Ukraine werden sichtbar.


Armenien ist aber nicht die Ukraine. Dort haben nicht die Sowjets den Völkermord verübt, sondern die Türken, und die UdSSR hat für das gesorgt, was von Armenien noch da ist.
Die Ukraine kann mit den Russen nicht, Armenien nicht ohne.

Die Opposition täte gut daran, in Gesprächen mit der Putin-Administration abzuklären, was möglich ist, und dieses dann umzusetzen und die Korruption und Oligarchie im Land auszumerzen.

Aufgrund der Randlage sehe ich da auch weniger „Ansteckungsgefahr“ für die russische Kleptokratie als von einer rechtsstaatlichen Ukraine.

Mein Wunsch für Armenien: Weise Akteure, denn die brauchen sie in der geografischen Lage. Vorbild für Armenien könnte Finnland zu Zeiten der UDSSR sein.
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Re: Wie weiter mit Armenien ?

Beitragvon zollagent » Mi 25. Apr 2018, 12:59

Europa2050 hat geschrieben:(25 Apr 2018, 13:53)

Armenien ist aber nicht die Ukraine. Dort haben nicht die Sowjets den Völkermord verübt, sondern die Türken, und die UdSSR hat für das gesorgt, was von Armenien noch da ist.
Die Ukraine kann mit den Russen nicht, Armenien nicht ohne.

Die Opposition täte gut daran, in Gesprächen mit der Putin-Administration abzuklären, was möglich ist, und dieses dann umzusetzen und die Korruption und Oligarchie im Land auszumerzen.

Aufgrund der Randlage sehe ich da auch weniger „Ansteckungsgefahr“ für die russische Kleptokratie als von einer rechtsstaatlichen Ukraine.

Mein Wunsch für Armenien: Weise Akteure, denn die brauchen sie in der geografischen Lage. Vorbild für Armenien könnte Finnland zu Zeiten der UDSSR sein.

Parallelen meint nicht Kopien. ;) Und, bei aller Liebe, "mit der Putin-Administration abklären, was möglich ist und Korruption und Oligarchie auszumerzen", das hat bei mir ein leichtes Grinsen hervorgerufen. Mit der Mafia abklären, wie man ihre Schutzgelderpresser aus dem Geschäft nimmt. :D :D :D
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Re: Wie weiter mit Armenien ?

Beitragvon Europa2050 » Mi 25. Apr 2018, 13:14

zollagent hat geschrieben:(25 Apr 2018, 13:59)

Parallelen meint nicht Kopien. ;) Und, bei aller Liebe, "mit der Putin-Administration abklären, was möglich ist und Korruption und Oligarchie auszumerzen", das hat bei mir ein leichtes Grinsen hervorgerufen. Mit der Mafia abklären, wie man ihre Schutzgelderpresser aus dem Geschäft nimmt. :D :D :D


Na, Politik ist die Kunst des Machbaren, und da wird in Armenien der Spielraum in mm gemessen. Und daran ist nicht ausschließlich Putin Schuld.

Mannerheim ist auch mit Stalin zu Potte gekommen, obwohl er doch eine andere Politikrichtung vertrat.

Ein demokratisches, rechtsstaatliches und russlandfreundliches Armenien ist Putin vielleicht lieber als noch ein Drama a la Georgien, Ukraine, Moldawien ...
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Re: Wie weiter mit Armenien ?

Beitragvon Orbiter1 » Mi 25. Apr 2018, 13:23

Europa2050 hat geschrieben:(25 Apr 2018, 13:53)

Armenien ist aber nicht die Ukraine. Dort haben nicht die Sowjets den Völkermord verübt, sondern die Türken, und die UdSSR hat für das gesorgt, was von Armenien noch da ist.
Die Ukraine kann mit den Russen nicht, Armenien nicht ohne.

Die Opposition täte gut daran, in Gesprächen mit der Putin-Administration abzuklären, was möglich ist, und dieses dann umzusetzen und die Korruption und Oligarchie im Land auszumerzen.

Aufgrund der Randlage sehe ich da auch weniger „Ansteckungsgefahr“ für die russische Kleptokratie als von einer rechtsstaatlichen Ukraine.

Mein Wunsch für Armenien: Weise Akteure, denn die brauchen sie in der geografischen Lage. Vorbild für Armenien könnte Finnland zu Zeiten der UDSSR sein.
Ich fürchte da sind auf beiden Seiten keine weisen Akteure am Ruder. Der neue Präsident ist ja klar Russland-hörig und hat auch schon verschiedene russische Unternehmen in Armenien gemanagt. Und der "Oppositionsführer" ist das Gegenteil davon.

"Der de-facto-Anführer der Proteste, Nikol Paschinjan, ein Abgeordneter des Parlaments und ehemaliger Zeitungsredakteur, ist in der Vergangenheit des Öfteren mit prowestlichen Äußerungen aufgefallen, etwa mit der Forderung nach einem Austritt aus der von Moskau vorangetriebenen Eurasischen Wirtschaftsunion." Quelle: http://ostpol.de/beitrag/5159-warum-der ... hig-bleibt

Auch bei den angestrebten Neuwahlen gibt es bereits im Vorfeld Mißstimmung. Paschinjan befürchtet Wahlmanipulationen wenn die Wahlen von der bestehenden Regierung aufgesetzt werden. Ich bin insgesamt sehr skeptisch was die weitere Entwicklung in Armenien betrifft.
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Re: Wie weiter mit Armenien ?

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 25. Apr 2018, 13:33

Europa2050 hat geschrieben:(25 Apr 2018, 14:14)

Na, Politik ist die Kunst des Machbaren, und da wird in Armenien der Spielraum in mm gemessen. Und daran ist nicht ausschließlich Putin Schuld.

Mannerheim ist auch mit Stalin zu Potte gekommen, obwohl er doch eine andere Politikrichtung vertrat.

Ein demokratisches, rechtsstaatliches und russlandfreundliches Armenien ist Putin vielleicht lieber als noch ein Drama a la Georgien, Ukraine, Moldawien ...

Die Oligarchen in Russland sind wahrscheinlich nervös, sie hatten teils beträchtliche Einbußen.
Aber Moskau könnte zumindest abwarten, was die Wahlen ergeben. Eventuell ließe sich auf einen armenischen Janukowitsch setzen.
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Re: Wie weiter mit Armenien ?

Beitragvon Europa2050 » Mi 25. Apr 2018, 13:35

Orbiter1 hat geschrieben:(25 Apr 2018, 14:23)

Ich bin insgesamt sehr skeptisch was die weitere Entwicklung in Armenien betrifft.


Ich auch. Sie haben eigentlich keine Chance, aber vielleicht nutzen Sie die ja.

Als Armenier würde ich auf jeden Fall einen English- oder Deutschlurs besuchen :?
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Re: Wie weiter mit Armenien ?

Beitragvon Europa2050 » Mi 25. Apr 2018, 13:37

DarkLightbringer hat geschrieben:(25 Apr 2018, 14:33)

Die Oligarchen in Russland sind wahrscheinlich nervös, sie hatten teils beträchtliche Einbußen.
Aber Moskau könnte zumindest abwarten, was die Wahlen ergeben. Eventuell ließe sich auf einen armenischen Janukowitsch setzen.


Wenn es die geopolitische Lage Russlands unterstützt, sind die Oligarchen in Moskau für Putin irrelevant.
Die Opposition müsste die Reformen Putin nur so verkaufen. Wie? Weiß ich doch nicht, bin kein Politiker ...
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Re: Wie weiter mit Armenien ?

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 25. Apr 2018, 13:58

Europa2050 hat geschrieben:(25 Apr 2018, 14:37)

Wenn es die geopolitische Lage Russlands unterstützt, sind die Oligarchen in Moskau für Putin irrelevant.
Die Opposition müsste die Reformen Putin nur so verkaufen. Wie? Weiß ich doch nicht, bin kein Politiker ...

Die Oligarchen würde ich nicht so getrennt von Putin sehen, es ist doch eher eine Familie. Größere Verluste und Unannehmlichkeiten werden nicht gemocht, schon mal aus Eigeninteresse. Ein murrendes Volk ist aber auch nicht gerade der Traum aller Geheimdienste.

Paschinjan ist aber Politiker, zudem Shooting Star und Volkstribun der Massen. Dessen Strategie mag undurchsichtig sein, aber beherzt. Und er tut gut daran, diesem Karpatenjan zu misstrauen und "das Volk" auf seine Weise zu interpretieren. Der korrupte Regierungschef war Manager einer Gazprom-Tochter, das ist ein Synonym für die Mafia.
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Re: Wie weiter mit Armenien ?

Beitragvon DarkLightbringer » Do 26. Apr 2018, 10:06

Orbiter1 hat geschrieben:(25 Apr 2018, 13:04)

Wenn die Protestler ernsthaft die Oligarchen oder die Korruption loswerden wollen wird der Protest bald zu Ende sein.
Der Kreml hat Interessen. Und jedes Land in der Peripherie von Russland bekommt gewaltige Probleme wenn es diese Interessen mißachtet.

Da gibt es sehr verschiedene Einschätzungen.

Radio Kommersant FM:
„Wir leben eben in einer neuen Realität, in der schon die kleinste Andeutung einer Einmischung Russlands - vor allem auf dem Gebiet der Ex-UdSSR - vom Westen als weitere bösartige Attacke auf die ewigen Werte der Demokratie ausgelegt werden kann. Und darauf folgen, wie bekannt, sofort Sanktionen. In so einer Lage ärgert man die Partner besser nicht. (...)
Selbst die für den Hausgebrauch gedachte Rhetorik der besonders eifrigen Vorkämpfer gegen die 'Farbrevolutionen' hätte Aufmerksamkeit erregen und die Basis für Anschuldigungen liefern können. Und Probleme gibt es schon genug.“
http://www.eurotopics.net/de/198314/arm ... -nicht-ein

Mein Tipp wäre, man versucht, weitere Sanktionen zu vermeiden und setzt auf die Janukowitsch-Strategie. Gerade weil die Korruption nicht so einfach zu beseitigen ist, muss doch ein noch so beherzter Reformer auch scheitern können. Die Idee der "Farbrevolution" muss dabei natürlich vermieden werden, weshalb erstmal die Parole von der Unvergleichbarkeit ausgegeben wird.

Und Paschanjan tut gut daran, sich ganz auf die Verhandlungstaktik mit der korrupten Regierung zu konzentrieren.
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Re: Wie weiter mit Armenien ?

Beitragvon zollagent » Do 26. Apr 2018, 10:16

Europa2050 hat geschrieben:(25 Apr 2018, 14:35)

Ich auch. Sie haben eigentlich keine Chance, aber vielleicht nutzen Sie die ja.

Als Armenier würde ich auf jeden Fall einen English- oder Deutschlurs besuchen :?

Vielleicht solltest du das mal auch als Deutscher. Zumindest aber so was wie einen Schreibmaschinenkurs. Adler-Kreisverfahren beim Tippen ist fehlerbehaftet. ;)

Nix für ungut, konnte ich einfach nicht liegenlassen. Der kleine Teufel in mir..... :D
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Re: Wie weiter mit Armenien ?

Beitragvon zollagent » Do 26. Apr 2018, 10:17

Europa2050 hat geschrieben:(25 Apr 2018, 14:37)

Wenn es die geopolitische Lage Russlands unterstützt, sind die Oligarchen in Moskau für Putin irrelevant.
Die Opposition müsste die Reformen Putin nur so verkaufen. Wie? Weiß ich doch nicht, bin kein Politiker ...

Die geopolitische Lage ist für Russland in keinster Weise gefährdet. Ich sehe daher keinen Grund für Putin, sich mit den Oligarchen zu überwerfen.
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Re: Wie weiter mit Armenien ?

Beitragvon Orbiter1 » Do 26. Apr 2018, 10:33

DarkLightbringer hat geschrieben:(26 Apr 2018, 11:06)

Und Paschanjan tut gut daran, sich ganz auf die Verhandlungstaktik mit der korrupten Regierung zu konzentrieren.
Was für Verhandlungen? Da gibt es noch nicht einmal Gespräche. Paschinjan beansprucht auf den Kundgebungen das Amt des Premierministers für sich und das Parlament wählt kommende Woche erst einmal einen Ministerpräsidenten und macht weiter wie gehabt. Ich habe nicht den Eindruck dass es zu Verhandlungen kommen wird. Noch nicht einmal über die Durchführung von Neuwahlen. Da ist das gegenseitige Mißtrauen viel zu groß um einen Konsens erzielen zu können.
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Re: Wie weiter mit Armenien ?

Beitragvon DarkLightbringer » Do 26. Apr 2018, 10:41

Orbiter1 hat geschrieben:(26 Apr 2018, 11:33)

Was für Verhandlungen? Da gibt es noch nicht einmal Gespräche. Paschinjan beansprucht auf den Kundgebungen das Amt des Premierministers für sich und das Parlament wählt kommende Woche erst einmal einen Ministerpräsidenten und macht weiter wie gehabt. Ich habe nicht den Eindruck dass es zu Verhandlungen kommen wird. Noch nicht einmal über die Durchführung von Neuwahlen. Da ist das gegenseitige Mißtrauen viel zu groß um einen Konsens erzielen zu können.

Ein zweiminütiges Kurzgespräch ist auch eine Verhandlung. Paschinjan verlangt eine Übergangsregierung, die freie Wahlen kontrollieren kann. Und der Druck der Straße ist jederzeit abrufbar.
Die Verhandlungsposition Paschinjans ist doch gar nicht so ungeschickt.
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Re: Wie weiter mit Armenien ?

Beitragvon Orbiter1 » Do 26. Apr 2018, 10:56

DarkLightbringer hat geschrieben:(26 Apr 2018, 11:41)

Ein zweiminütiges Kurzgespräch ist auch eine Verhandlung. Paschinjan verlangt eine Übergangsregierung, die freie Wahlen kontrollieren kann. Und der Druck der Straße ist jederzeit abrufbar.
Die Verhandlungsposition Paschinjans ist doch gar nicht so ungeschickt.
Nach meiner Überzeugung wird der Kreml Leute wie Paschinjan nicht an die Macht kommen lassen. Das Risiko dass sich so ein Volksaufstand auch auf andere Regionen ausweitet ist einfach zu groß. Ich erwarte in nicht allzu ferner Zukunft vom Kreml geschürte Unruhen und gewalttätige Übergriffe damit ein Grund vorliegt um eingreifen zu können und wieder für "Recht und Ordnung" und damit stabile Verhältnisse zu sorgen.

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